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Schaltungsanordnung für Börsenkursanzeigeanlagen Vorliegende Erfindung
bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für Börsenkursanzeigeanlagen, bei denen
für sämtliche Anzeigeschaltwerke :eine gemeinsame Einstelltastatur vorgesehen ist.
Bei derartigen Anlagen wird die Tastatur mittels eines Wählers mit einer bestimmten
Reihe von Anzeigeschaltwerken, welche den Kurs eines bestimmten Papiers anzeigen,
in Verbindung gebracht. Weist jeder Kurs z. B. sechs Stellen auf, so sind für jeden
Kurs sechs Zahlenwerke erforderlich, welche mittels einer gemeinsam angeordneten,
aus sechs Reihen bestehenden Tastatur eingestellt werden. Bei den bekannten Anordnungen
war es :erforderlich, bei einem Kurswechsel sämtliche Ziffern des Kurses mittels
der jeder Ziffer zugeordneten Schaltwerke neu einzustellen. Hierbei mußten also
auch die Anzeigeschaltiverke, deren Einstellung sich bei einer Kursänderung nicht
änderte" vorzugsweisse diejenigen der ersten Stellen des Kurses, zunächst ausgelöst
und dann wieder neu auf dieselben Zahlen eingestellt werden. Zwar sind bereits Einrichtungen
vorgeschlagen worden, bei denen :einer Neueinstellung nur die Tastaturen der sich
ändernden Ziffern betätigt werden müssen, jedoch wurden auch bei diesen Anordnungen
bei einem Kurswechsel sämtliche Zahlenschaltwerke ausgelöst, um, zum Teil wieder
auf dieselben Zahlen eingestellt zu werden.
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Weiterhin ist es 'hekannt, die einzelnen Ziffern eines Kurses getrennt
voneinander einzustellen. Es brauchen somit nur diejenigen Anzeigeschaltwerke bei
einer Kursänderung beeinflußt zu werden, deren Einstellung verändert werden muß.
Dies sind vorzugsweise die Anzeigeschaltwerke für die letzte Moder zwei letzten
Stellen eines Kurses. Die erfindungsgemäße Anordnung schlägt nun vor, daß nach Drücken
der Taste der zu ändernden Ziffern zur Steuerung der Anzeigeschaltiverke Prüfrelais
dienen, die jeder Stelle des Kurses zugeordnet sind und über nur ein Schrittschaltwerk
beeinflußt werden und die einen Unterbrecher wahlweise den Anzeigeschaltw erk-en
zuordnen.
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Durch die Erfindung wird die übersichtlichk :eit erhöht und die Abnutzung
der Anlage herabgesetzt. Die Erhöhung der übersichtlichkeit ergibt sich daraus,
daß sich nur die veränderten Zifferneines Kurses bei .einer Neueinstellung bewegen,
so daß der Beschauer sofort erkennen kann, in welcher Weise sich der Kurs ändert.
Die Vermeidung der Abnutzung ist dadurch gegeben, daß sich nur
die
AnzeigeschaItwerk e verstellen, die den sich ändernden Ziffern entsprechen, während
die die unveränderten Ziffern anzeigenden Schaltwerke nicht, wie bei den bekannten
Anordnungen, bei einer Änderung anderer Ziffern desselben Kurses erst ausgelöst
und dann wieder auf dieselbe Zahl eingestellt werden. Des weiteren hat die Erfindung
den Vorteil, daß wegen der Zusammenziehung der Steuerschaltwerke zu einem einzigen
Steuerschaltiverk der Aufwand besonders gering wird.
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In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt. Für jedes Börsenpapier sind mehrere, z. B. drei Reihen, von Anzeigeschaltwerken
Z1, Z. usw. bei einem dreistelligen Kurs angeordnet. Z. B. werden angezeigt der
Anfangskurs, der laufende Kurs und der Schlußkurs. Jede solche Reihe von Anzeigeschaltwerken
wird ausgewählt durch einen Wähl.erD, der mittels der Tastaturen TIt und Tp reingestellt
wird. Für jede Tastenseite ist !ein zur Stroms:toßbegrenzung dienendes Prüfrelais,
z. B. P1 oder P2, vorgesehen. Die Tastatur Tp dient zur Auswahl des Papiers, die
Tastatur Tk zur Auswahl des Kurses (.Anfangs-, Mittel- oder Schlußkurs). Werden
z. B. die Tasten Tk, und T , 0*.edrückt, so wird das RelaisE über die
P e
Schaltarme de und df so lange in Reihe mit dem Relais I( erregt,
bis die Schaltarmede, df des Wählers D die in der Zeichnung dargestellte Stellung
eingenommen haben. Der Drehmagnet des Wählers D wird während der Erregung seines
RelaisE über den Kontakte an den Unterbrecher U2 angelegt. Nach erfolgter Einstellung
ist der Stromkreis für das Relais E an den Kontakten Tkl, TI), unterbrochen, so
daß dieses abfällt und den Wähler D stillsetzt.
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Nachdem die Einstellung des Wählers D erfolgt ist und eine bestimmte
Taste, z. B. die 5. Taste der zweiten Reihe, gedrückt ist, macht der Wähler Dl einen
Umlauf. Beim Drücken der Taste wird zugleich kurzzeitig der Kontakt ie betätigt
und das Relais H erregt. Dieses bindet sich über seinen eigenen Kontakt hl und die
Bürste dl und schließt seinen Kontakt h2. Nachdem die Einstellung des Wählers D
beendet ist, fällt das Relais K ab, so daß .ein. Fortschaltstromkreis für den Magneten
Dl geschlossen wird: Erde, U1, F, k1, h2, d2, Dl, Batterie, Erde. Das Relais
spricht an und schaltet den Unterbrecher U1 an das entsprechende Zahlenwerk Z an,
z. B.: Erde, U1, f, p2, dd, Wicklung I von Z2, Batterie, Erde. Es wird nur das der
Einerreihe zugeordnete ZahlenwerkZ2 fortgeschaltet, da nur die Einertaste gedrückt
wurde. Das Zahlenschal;twerk Z1 ist durch den Ruhekontakt p, abgetrennt, da das
Relais P, erregt ist. Wenn die Bürste dl den Kontakt erreicht, der mit der 5. Taste
der zweiten Reihe verbunden ist, spricht das Relais P2 über seine Wicklung I an
und bindet sich über den Kontakt p2 und den wieder zurückgegangenen Kontakt le.
Das Steuerschaltwerk Dl läuft aber weiter, bis es die Nullstellung erreicht. Auf
dem letzten h`üntakt i3 werden sämtliche noch nicht angesprochenen Prüfrelais über
die Wicklung II erregt.
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Wenn nicht nur die letzte Ziffer, sondern auch die vorhergehenden
Ziffern neu eingestelltwerden sollen, so werden mehrere Tasten, z. B. außer fe noch
iz, betätigt. Die den betreffenden Tastenreihen zugeordneten RelaisP fallen dann
ab, während das Relais H erst beim Drücken der Einertaste % erregt wird. Über den
Kontakt lts und die Kontakte der abgefallenen Relais P kommt ein Auslösestromkreis
für die Wicklungen I1 der Zahlenwerke Z zustande, so daß diese sofort die Ruhestellung
einnehmen.
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Bevor jedoch noch das Relais H ansprechen konnte, kam über die Kontakte
k2 und 1t4 ein Erregungsstromkreis für die Magnete Ml, M2 usw. zustande:
Von diesen Magneten ist für jede Tastenreihe einer vorgesehen. Sie dienen dazu,
die Tasten auszulösen. Im gewählten Beispiel ist also lediglich die 5. Taste der
zweiten Reihe niedergedrückt, während sämtliche übrigen Tasten ausgelöst sind. Die
Bedienungsperson sieht also mit einem Blick, daß lediglich die letzte Ziffer des
Kurses geändert wurde.
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Zur Überwachung der Schaltvorgänge sind die Lampen BL, und BL2 angeordnet.
Die Lampe BL, brennt während der Einstellbewegung des Wählers D und die Lampe BL2
während des Umlaufes des Wählers Dl.