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Einrichtung zum Messen von Zeitunterschieden.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zum Messen von Zeitunterschieden, welche ihrem Wesen nach aus einer mit mehreren Zeigern ausgestatteten Stoppuhr besteht, welche mittels elektrischer Leitungen derart mit an jenen Stellen, von denen die Beobachtungen gemacht werden, angeordneten Tastern verbunden ist, dass beim ersten Druck auf einen beliebigen der Taster alle Zeiger inganggesetzt werden, während beim zweiten Druck auf einen der Taster ein Zeiger und bei einem folgenden Druck eines weiteren beliebigen Tasters ein zweiter Zeiger usw. stillgelegt werden.
Weiters ist eine Signaleinrichtung vorhanden, welche es ermöglicht festzustellen, in welcher Reihenfolge die einzelnen Taster betätigt wurden.
In den Zeichnungen ist in Fig. i schematisch eine beispielsweise Ausführungsform der Einrichtung für drei Beobachtungsstellen dargestellt. Die Fig. 2 zeigt schematisch eine Ausführungsform der Einrichtung bei Anwendung eines Drehschalters, Fig. 3 zeigt schematisch eine Ausführungsform der Einrichtung zum Messen, von Zeitunterschieden, wo die Meldungen in einer vorher bestimmten Reihenfolge-eintreffen.
Fig. 4 und 5 zeigen schematisch in grösserem Massstabe die Einrichtungen zum Betätigen der Stoppuhr :
Das in Fig. i dargestellte Ausführungsbeispiel bezieht sich auf eine Einrichtung gemäss der Erfindung, bei welcher von-drei Beobachtungsstellen, die durch vereinbarte besondere Kennzeichen, beispielsweise Geschossaufschläge, gegebene Zeitmomente an den Ort, wo der Zentral-
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Meldungen untereinander, alle Meldungen, welche nach diesen Meldungen, also bei weiteren Drucken auf einem bereits einmal betätigten Taster nacheinander in bezug auf ihren Zeitunterschied verglichen werden sollen.
In Fig. i bezeichnen A, B, C die an den drei gewählten Beobachtungsstellen aufgestellten Taster. Jeder derselben ist mit einer elektrischen Batterie 1, 2,3 verbunden, deren ein Pol geerdet ist oder auch durch eine Kabelrückleitung an den Zentralapparat angeschlossen sein kann.
Die Taster A, B, C sind mittels der Leitungen 4, 5, 6 an Linienklemmen 7, 8, 9 des Zentralapparates angeschlossen. Eine Batterie 10 ist mit ihren beiden Polen an die Polklemmen 11 und 12 des Apparates angeschlossen.
Ein Magnetgestell 13-trägt eine Stoppuhr 14 mit zwei Kronen 15 und 16 und zwei Elektromagneten 17, 18. Die Uhr, 14 besitzt zwei Zeiger und ist so eingerichtet, dass der erste Druck auf die Krone 15 den oberen Zeiger 19 in Bewegung setzt, der zweite Druck auf dieselbe Krone denselben Zeiger zum Stillstand bringt, während ein dritter Druck den Zeiger in die Nullstellung bringt und beim Einsetzen eines vierten Druckes das Spiel von neuem beginnt. Die Krone 16 wirkt auf den unteren Zeiger 20 derart, dass ieder zweite Druck auf die Krone 16 den Zeiger 20 mit dem Zeiger 19 kuppelt, so dass die beiden Zeiger untereinander liegen, während jeder weitere Druck auf die Krone 16 den Zeiger 20 vom Zeiger 19 unabhängig macht und ihn sofort feststellt.
Ein Magnet 17 kann auf einen Anker 21 und ein Magnet 18 auf einen Anker 22 wirken.
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zum Ansprechen bringen, sondern es wird der Strom im Wege der Leitung 85, des nach links anschlagenden Schliess kontaktes A50 und der Leitung 87 auf die Magnetwicklung A51 geleitet, welche durch Anschlussleitung 88 über die nach rechts gedrückte Zunge A46, Erdung 89 bekommen hat. Es wird daher das Relais Al für jeden weiteren Druck des Tasters A blockiert sein, hingegen wird jeder weitere Druck des Tasters A auf das Relais A51 wirken, dadurch den Schliesskontakt A52
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wirken und deren Zeiger abwechselnd in Gang setzen, stillegen oder in die Nullstellung bringen.
Die Rechtslage der Zungen A46 und A47 hat noch eine weitere Wirkung ; wenn nach dem Tasterdruck A ein Tasterdruck z. B. in Stelle B erfolgt, so wird der früher von der Stelle A38 ausgegangen Batterieanschluss an Leitung 57 in gleicher Weise jetzt von B38 ausgehen und wird auf Leitung 93 und 94 die Leitung 57 anschliessen. Der Strom wird nicht mehr wie früher (bei Linkslage der Zungen) an die Leitung 58 und in weiterer Folge an 59 und 60 gelangen, sondern er wird durch die Rechtslage der Zunge A47 an die Leitung 96 und somit auf die Mittelzunge des Doppelschliesskontaktes B47 (und nicht wie früher 47/1) kommen. Bei der Linkslage der Zunge B47 wird dann der Strom auf Leitung 97, 98 zum Magneten 18 gelangen und hierdurch die Krone 16 betätigen.
Gleichzeitig werden die Zungen des Relais B111 nach rechts verschoben.
Auf diese Weise bereitet das Relais BIll in Verbindung mit dem noch immer nach rechts gezogenen Relais A111 den Stromweg für den nächsten-in diesem Beispiel bei C-noch zu erfolgenden Tasterdruck, so vor, dass derselbe von Leitung 99, 94, 57,96, 59 kommend durch die Linkslage des Doppelschliesskontaktes 47/1 auf Leitung 60, also zum Magnet 17 geleitet wird, wodurch die Uhrenkrone 15 betätigt wird. Es wird somit beim ersten Druck die Uhrenkrone 15, beim zweiten die Uhrenkrone 16, beim dritten die Uhrenkrone 15 angesprochen. Die gleiche Uhren-
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zuerst auf den Taster drückt-das zugehörige Relais I nur ein einziges, und zwar das erstemal ansprechen.
Denn gleich nachher wird es durch die Rechtslage des zugehörigen Relais 46 von seiner Erdung 89 abgetrennt und es kann jeder weitere Tasterimpuls nur mehr im Wege des Relais 51, und zwar in unbeschränkter Zahl auf die zugehörigen Uhren 29,30 oder 31 wirken.
Wie beschrieben, leuchtet bei einem Druck auf den Taster A das zugehörige Lämpchen auf. Dasselbe bleibt so lange leuchtend, bis die alphabetisch darauffolgende Stelle (also B) ihren Taster drückt, sodann verschwindet das Lämpchen A53, gleichzeitig beginnt das Lämpchen B53 zu leuchten. Folgt dann ein Tasterdruck in C, so wird das Lämpchen B53 erlöschen und C53 leuchtend bleiben. Hieraus kann man wie folgt schliessen : Leuchtet nach erfolgten drei Tasterdrücken bloss das Lämpchen C53, so war die Reihenfolge der eingelaufenen : Meldungen A, B. C. Wäre z.
B. das Lämpchen B53 leuchtend geblieben, so wäre die Reihenfolge der Meldungen C, 4. B gewesen, weil das Lämpchen C53 durch den Tastendruck A, das Lämpchen A-53 durch den Tastetdruck B gelöscht worden wäre. Bleibt nach erfolgten drei Tasterdrücken A53 leuchtend, so war die Reihenfolge der Meldungen aus den bereits erwähnten Gründen B, C, A. Wenn die Taster in der Reihenfolge C, B, A betätigt werden, so kann der Taster B das Lämpchen A53 noch nicht löschen, weil es noch nicht aufgeleuchtet hat.
Der Taster A löscht das Lämpchen C53 ; es bleiben
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jeder der möglichen Reihenfolgen zwischen A, B und C eine ganz bestimmte Gruppierung der leuchtend bleibenden Lämpchen zugeordnet ; daher gibt diese Gruppierung über die Reihenfolge der eingelangten Meldungen auch nach erfolgter Meldunggenauen Aufschluss. EmLämpchen7ssss glüht von dem Augenblick an, wo eines der in der Einrichtung vorgesehenen Relais Strom bekommt und bleibt so lange leuchtend, bis nicht durch Druck auf den Rückstelltaster der Strom der
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dient somit zur Kontrolle der Stromlosigkeit des Apparates, somit zur Beurteilung, ob der Apparat für eine weitere Messung aufnahmsfähig ist.
Der Rückstelltaster 35 dient durch Bewerkstelligung des unteren Kontaktes'auch zur Betätigung der Krone 15, ebenso der Rückstelltaster 36 zur Betätigung der Krone 16 für den Fall, dass man die Uhrenzeiger unabhängig vom Spiel der Relais nach Belieben einstellen will.
Den gleichen Zweck verfolgen die Rückstelltaster 32,33 bzw. 34 für die Uhren 29, 30 bzw. 31.
In der schematischen Darstellung der Fig. i sind sowohl Batterie als auch Erdung mehrfach gezeichnet ; dies ist jedoch nur zum Zweck der übersichtlichen Darstellung gemacht und dient für die Betätigung aller Relais, Magnete usw. eine gemeinsame Batterie.
An Stelle der Umschalteinrichtungen A47, B47, B47/1, C47 und C47/1 kann auch eine andere Einrichtung treten, bei welcher das Erfordernis, dass unabhängig von der Reihenfolge der Tasterdrücke die Reihenfolge der Uhrenkronenbetätigung'stets 15, 16, 1 ;) hleibt, durch einen Drehschalter bewirkt wird.
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Ein Ausführungsbeispiel einer solchen Einlichtung ist in Fig. 2 dargestellt.
Ein dreiarmiger Drehschalter ist so eingerichtet, dass immer ein Arm einen Kontaktknopf. ein anderer eine Kontaktschleife 102 oder 103 berührt. Die beiden Schleifen sind untereinander mit Leitung 101, ferner auch durch Leitung 105 mit Leitung 57 verbunden.
Ein Magnet 106 zieht, wenn er Strom bekommt, einen Anker an, welcher mittels eines Stosshebels ein Sperrad des Drehschalters 101 bei jedem Anziehen so weiterdreht, dass der Arm des Drehschalters 101 auf den nächstfolgenden Kontaktknopf gelangt. Die Kontaktknöpfe sind untereinander derart verbunden, dass der erste mit dem dritten, mit dem vierten, mit dem sechsten. siebenten, neunten, zehnten, zwölften verbunden ist, während zwischen dem zweiten, fünften, achten, elften ebenfalls eine Verbindung besteht. Die erste Verbindung führt zum Magnet 17, die zweite zum Magnet 18. Bei dieser Ausführungsform entfallen die Doppelschliesskontakte 17 sowie 47/1. Wird ein Taster an irgendeiner Messstelle, z.
B. A, gedrückt, so teilt sich der durch den Doppelschliesskontakt A38 verursachte Stromschluss zwischen der Leitung 57 und 105 in zwei Teile ; der eine geht über 105 zur Schleife 102, von dort zum Drehschalter, vom Drehschalter auf jenen Kontaktknopf, auf dem sich der Drehschalter jeweils befindet, in Fig. 2 auf Kontaktknopf 12, und von diesem über Leitung 98 zum Magnet 18, wodurch die Uhrkrone betätigt wird.
Der zweite Teil des Stromes geht über Leitung 107 zum Magnet 106 und rückt den Drehschalter um einen Knopf weiter. Diese Weiterrückung des Drehschalters erfolgt zeitlich erst nach der Betätigung der Uhrkrone, weil beim Drehschalter mehr Masse zu beschleunigen ist,. als bei der Uhrkrone. Es wird daher das Relais Al bereits durch das angezogene Relais A46 blockiert sein, wenn der Arm des Drehschalters auf den nächsten Kontaktknopf gelangt. Erst der nächstfolgende Tasterdruck bzw. der durch denselben verursachte Stromschluss in Leitung 57 gelangt auf den nächstfolgenden Kontaktknopf und bewirkt hierdurch die Betätigung jener Uhrkrone, die diesem Kontaktknopf zugeordnet ist.
Es ist demnach auch bei dieser Einrichtung vorgesehen, dass der Drehschalter stets für den nächstfolgenden Stromimpuls die Bahn zu einem der beiden Magnete 17 oder 18 bzw. zu den zugehörigen Uhrkronen, nach dem einmal festgelegten Schlüssel wählt.
Das Relais 27 ist für die Wirkung der beschriebenen Einrichtung nicht unbedingt notwendig. Es kann die Einrichtung auch so getroffen sein, dass die Federschalter 25 ? und 26 direkt auf Leitung 63 und somit auf die Magnetwicklung des Relais III arbeiten. Das Relais 27 hat bloss den Zweck, durch die für sein Ansprechen erforderliche Verzögerungszeit die Sicherung
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wirklich schon vollständig niedergedrückt hat, ehe das Relais 46 durch die Rechtslage seiner Zunge das Relais I stromlos gemacht und hierdurch dem zugehörigen Magnet 17 bzw. 18 den Strom entzogen hat.
Ist die Einstellung der Federschalter 25 und 26 so durchgeführt, dass der Kontaktschluss erst in dem Augenblick erfolgt, wo die zugehörige Uhrkrone bereits vollständig niedergedrückt ist, so ist das Relais 27 entbehrlich. Will man eine weniger mühsame Einstellung der Federschalter 25 und 26 ermöglichen, so ordnet man das Relais 27 in der in Fig. i dargestellten Weise an.
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Drückt die erste Messstelle ihren Taster, so werden beide Zeiger der Uhr in der beschriebenen Weise betätigt. Der beim Schliesskontakt 112 geschlossene Strom wird im Wege des Schliesskontaktes 115, dessen Zunge jetzt links anliegt, auf der Leitung 723 zum Magnet 17 geleitet, es wird die Uhrenkrone 15 betätigt, beide Zeiger der Uhr. beginnen zu laufen, Federschalter 25
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nach rechts geschoben werden. Die Rechtslage wird durch 114 und Wicklung 117 festgehalten.
Drückt nun die zweite Stelle ihren Taster, so spricht die Wicklung 109 an und bringt den Schliesskontakt 113 durch Rechtsverschiebung zum Schluss. Hierdurch wird die Batterie 150 im Wege des Tasters 35, der Leitungen 151, 152 und 153 des Schliesskontaktes 113 der Leitungen 94 und 57 durch die nach rechts gelegte Zunge 115 an die Leitungen 124, 126 und somit an den Magnet 18 gelegt. Daher wird die Krone 16 und somit der zweite Zeiger betätigt. Dieser zweite Zeiger zeigt nun schon die Zeitdifferenz zwischen der ersten und der zweiten Zeitmeldung an.
Gleichzeitig wurde durch die Rechtslage des Schliesskontaktes 113 die Batterie 150 im Wege des Tasters 35, der Leitungen 151, 152, 153 des Schliesskontaktes 113, der Leitung 154 an den Magnet IM gelegt, der den Schliesskontakt 116 hierdurch in Rechtslage verschiebt und. durch die Festhaltewicklung 118 in der wiederholt beschriebenen Weise in der Rechtslage festhält.
Liest man die durch den zweiten Zeiger angegebene Zeitdifferenz ab und drückt man auf den Rückstelltaster 119, so wird durch Unterbrechung des Weges der Batterie 150 zur Festhaltewicklung 118 der Schliesskontakt 116 wieder in seine Linkslage zurückfallen und die Wicklung 109 wird durch den Umstand, dass die Leitung 155 infolge der Linkslage des Schliesskontaktes 116 wieder mit der Erde bei 156 in Verbindung steht, wieder für eine neue Messung aufnahmsfähig sein. Gleichzeitig wurde beim Druck des Rückstelltasters 119 die Batterie 150 auf der Leitung 151.
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Zeiger kuppeln wird.
Drückt nun die dritte Stelle, so wird-da die Zungen der Schliesskontakte 777 und 115 noch weiter in der Rechtslage geblieben sind-der Stromimpuls abermals auf die Krone 16 wirken, genau so, wie dies beim zweiten Tasterdruck der Fall war. Es wird wieder der zweite Zeiger vom ersten unabhängig gemacht und sofort in seiner Stellung festgelegt. Hierdurch zeigt er nun die Differenz zwischen der dritten Zeitmeldung und der ersten Zeitmeldung an. Drückt
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Messstellen gemeldet haben, wird-um einen neuen Messvorgang beginnen zu können - de@ Rückstelltaster 35 betätigt.
Fig. 4 zeigt das bereits eingangs beschriebene Magnetsystem 17 und 18 in seinen Einzelh eiten.
Es ist selbstverständlich, dass das zuerst beschriebene Ausführungsbeispiel, wie auch alle
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PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Einrichtung zum Messen von Zeitunterschieden, gekennzeichnet durch eine mit mehreren Zeigern ausgestattete Stoppuhr, bei der durch Betätigung eines beliebigen von mehreren Tasternalle Zeiger in Gang gesetzt werden, während beim folgenden Betätigen eines beliebigen anderen Tasters ein Zeiger stillgelegt und bei der folgenden Betätigung eines weiteren beliebigen Tasters ein zweiter Zeiger usw. stillgelegt wird.