DE72268C - Thurm- oder Grofsuhr mit elektrischem Motor - Google Patents
Thurm- oder Grofsuhr mit elektrischem MotorInfo
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- DE72268C DE72268C DENDAT72268D DE72268DA DE72268C DE 72268 C DE72268 C DE 72268C DE NDAT72268 D DENDAT72268 D DE NDAT72268D DE 72268D A DE72268D A DE 72268DA DE 72268 C DE72268 C DE 72268C
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- G—PHYSICS
- G04—HOROLOGY
- G04C—ELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
- G04C1/00—Winding mechanical clocks electrically
- G04C1/04—Winding mechanical clocks electrically by electric motors with rotating or with reciprocating movement
- G04C1/08—Winding mechanical clocks electrically by electric motors with rotating or with reciprocating movement raising weights
- G04C1/085—Winding mechanical clocks electrically by electric motors with rotating or with reciprocating movement raising weights by continuously rotating movement
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- Percussion Or Vibration Massage (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 83: Uhren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. December 1892 ab.
Bei vorliegender Vorrichtung für elektrischen Luftdruck - oder sonstigen Motorenantrieb
der Thurfnuhren. fällt das tägliche Aufziehen der Uhr weg; aufser der gewöhnlichen
Schmierung der beweglichen Theile haben Menschenhände an dem Triebwerk monatelang
nichts zu schaffen, da Gewichte und Federn, die den Gang der Uhr veranlassen, ganz wegfallen
und nur. die elektrische Batterie oder der Motor von Zeit zu Zeit nachzusehen oder
zu erneuern ist.
Auf der Zeichnung ist eine gewöhnliche Thurmuhr in Ansicht, Grundrifs und verschiedenen
Schnitten dargestellt, sowie ein Schema des elektrischen Stromlaufes, ferner das Schlagwerk einer Uhr in etwas gröfserem
Mafsstab in Vorderansicht, Grundrifs und Seitenansicht.
Die Vorrichtung ist auf der Zeichnung dargestellt an einem Viertelstundenschlagwerk. Die
Einfallhebel oder kurzweg Fallen α α1 sind auf
einer Welle h befestigt, ebenso die Fallen λ2, α3 und a4 auf Welle g. Das Schlagwerk hat
drei Räder: Einfallrad R1, welches von dem elektrischen Motor angetrieben wird, das sogenannte
Fallenrad R2 und das Rad V. Das Fallenrad R'3 hat auf seiner Nabe einen Einschnitt
p, in welchen nach einer Umdrehung Falle α4 einfällt, das Einfallrad -R1 ist auf seinem
Radkranz mit einem Stift /3 versehen. Wenn Falle α4 in den Einschnitt ρ der Radnabe des
Rades i?2 gefallen ist, senken sich alle Fallen auf Welle g, das Rad R1 wird durch Stift/3 und
Falle <z2 festgehalten, wodurch das Werk zum
Stehen kommt.
Die Auslösung erfolgt auf die Weise, dafs Falle α durch das Gehwerk der Uhr nach
Ablauf jeder Viertelstunde ausgelöstwird. Die Falle α wird dabei durch das Gehwerk in
die Höhe gehoben, und da nun die Falle a1 mit
Falle α zusammen auf einer Welle h sitzt, so mufs sie'sich ebenfalls mit in die Höhe heben.
Da nun Falle a1 direct unter der Falle a1 steht,
so hebt sie letztere ebenfalls in die Höhe, dadurch verliert der Stift/3 an dem Rad R1
seinen Stützpunkt und es hält dann die Falle a1
den Stift /3 bezw. das Rad R1 so lange fest,
bis das Gehwerk so weit sich gedreht hat, dafs die Falle α ebenfalls ihren Stützpunkt verliert,
wodurch der Stift/3 am Radi?1 frei wird und
das Werk durch den Motor E in Bewegung gesetzt werden kann. Dadurch, dafs Falle a1
durch die Auslösung der Falle α vom Gehwerk in die Höhe gehoben wird, hebt sich die
auf a2 befestigte Sperrfeder η ebenfalls und greift
über einen Zahn des Sperrrades Z; fällt nun die Falle d1 mit αl wieder herunter, so nimmt
Sperrfeder η das Sperrrad / um einen Zahn mit, dreht es also. Dadurch werden durch
Stifte I1 die Contactfedern χ χ1 in Berührung
gebracht und der elektrische Strom kann nun circuliren. Der Motor setzt sich infolgedessen
so lange in Bewegung, bis Falle α3 in die Schlufsscheibe v2 einfällt, wodurch Falle a2,
welche mit Falle α3 auf einer Welle sitzt, ebenfalls herunterfällt. Die Sperrfeder η zieht dabei
das Sperrrad I wieder um einen Zahn herab; hierdurch aber fällt die Contactfeder χ über den
Stift I1 herunter, wodurch der Strom wieder
unterbrochen wird und der Motor demnach wieder in Ruhe tritt. Der Stift/8 fängt sich an
Falle a1 und das Schlagwerk steht still, bis
wieder nach einer Viertelstunde die Auslösung durch Falle α vom Gehwerk erfolgt und der
Vorgang sich wiederholt.
Das Gangwerk der auf der Zeichnung dargestellten Uhr wird durch ein kleines Gewicht ρ
an einem endlosen Kettchen e dadurch in Bewegung gebracht, dafs das Gewichtp, senkrecht
nach unten wirkend, das Rädchen i in der Richtung des Pfeiles dreht, während Rädchen z1 stehen
bleibt. Dadurch wirkt das Rädchen i auf das Secundenrädchen s und den Trieb t, auf dessen
Achse das Hemmungsrädchen h sitzt, das durch seine Bewegung den Anker α des Pendels P
oder der sogenannten Unruhe in Bewegung erhält. Das Secundenrad s macht alle Minuten
eine Umdrehung und ein auf ihm befindlicher Stift/ schliefst bei jedesmaliger Umdrehung
des Rades die Batterie auf einige Secunden in derselben Weise, wie bei dem Viertelstundenschlagwerk beschrieben. Der
elektrische Strom circulirt sodann und setzt den Motor E in Bewegung. Da Motor E
mit dem Laufwerk durch den Trieb r in Verbindung gesetzt ist, so wird dasselbe so
lange in Bewegung bleiben, bis das Rad m ebenfalls eine ganze Umdrehung gemacht hat und
dessen Stift f1 in bekannter Weise die Stromcirculation
wieder unterbricht; durch diese Bewegung dreht sich das Rädchen i1 in der
Richtung des Pfeiles und bringt das Gewicht ρ und das Kettchen e in ihre frühere Lage.zurück,
sie treten wieder in Wirkung und so wiederholt sich dieses Spiel alle Minuten.
Dem Patent Nr. 37284 gegenüber wird betont, dafs bei vorliegender Erfindung keine
Normaluhr nothwendig ist, um die elektrische Stromleitung zu reguliren, wie dies das Wesentliche
genannten Patentes ist (s. Patentschrift Nr. 37284, S. 2, Zeile 28 von oben an).
Claims (1)
- Pa te nt-Anspruch:Eine zu jeder bestehenden Thurm- oder Grofsuhr leicht anzubringende Vorrichtung als Ersatz für Gewichte und Federn, bestehend in je einem für jedes einzelne Geh- 'oder Schlagwerk besonderen elektrischen Motor, der durch eine selbstthätige Schaltvorrichtung ohne besondere Normaluhr mittelst Sperrrad / und Sperrfeder η infolge Auslösung durch Falle α in Thätigkeit tritt und sowohl Geh- wie Schlagwerke genau regelt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE72268C true DE72268C (de) |
Family
ID=345500
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT72268D Expired - Lifetime DE72268C (de) | Thurm- oder Grofsuhr mit elektrischem Motor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE72268C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6427593B1 (en) | 1999-10-01 | 2002-08-06 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Clamping device having plurality of plate spring elements |
-
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- DE DENDAT72268D patent/DE72268C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6427593B1 (en) | 1999-10-01 | 2002-08-06 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Clamping device having plurality of plate spring elements |
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