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Elektrisches Schlagwerk. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein
r,lektrisches Sschlagwerk für elektrisch betriebene Uhren. Es sind bereits elektrische
Schlagwerke bekannt, welche zentrisch gelagerte Schalträder besitzen, die durch
eine gemeinsame Klinke weiterbewegt werden und in Verbindung mit Hubscheiben und
Kontaktscheiben die Angabe der Schläge auf elektrischem Wege bewirken. Vorliegende
Erfindung kennzeichnet sich im besonderen darin, daß keine Zahnradübertragung stattfindet.
Die Antriebskraft besteht aus einem gewöhnlichen Trockenelement. Die Erfindung ist
durch die Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt: Abb. i die zum Ausführen der
vollen Glokkenschläge bestimmte Klinkenvorrichtung, Abb.2 eine für die Reglung der
Anzahl der Schläge bestimmte urrunde Scheibe, Abb.3 eine Kontaktvorrichtung zum
Ausführen der Viertelstundenschläge, Abb. q. eine Ansicht der Kontakte von oben,
Abb. 5 ein Schaubild des Uhrwerkes mit eingezeichnetem Schlagwerk für die vollen
Schläge.
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In den Zeichnungen bezeichnet 2 eine
Platte, welche
in üblicher Weise durch Bolzen mit einer zweiten zusammengehalten wird. 8 ist eine
drehbar gelagerte Welle, auf welcher ein Klinkenarm 9 mit Pendelschaltklinke
10 sitzt.
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Auf der Platte 2 ist ferner die Welle i i gelagert. Auf der Welle
i i sitzt lose ein Klinkenrad i g, das Klinkenrad 1 4. und das Klinkenrad 16. i
9 ist das Sekundenrad, 14 das Minutenrad und 16 das Stundenrad. Auf dem Umfang der
Klinkenräder sind Vertiefungen vorhanden, die in bekannter Weise mit der Klinke
io zusammenarbeiten.
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Für das Schlagwerk ist ein weiteres Klinkenrad 38 auf der Welle i
i vorgesehen. Dieses Rad 38 ist von derselben Größe wie das Sekundenrad i9. Dieses
Klinkenrad 38 hat eine bzw. zwei tiefe Kerben 50 und 51, Abb. i, von denen
die Kerbe 51 von derselben Größe wie die Kerbe des Sekundenrades ist, während die
Kerbe 50 um einen Zahn breiter ist. Auf diesem Rade 38, daß auf der Welle
i i lose läuft, sitzt eine unrunde, mit Zähnen 39 versehene Scheibe 4o.
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Die Glocke und der Hammer sind in der Zeichnung nicht dargestellt.
Der Hammer sitzt auf einer Welle ¢ 1 (Abb. i ), die zugleich einen Kurbelzapfen
42 hat. Dieser ist mit einer Klinke 43 gelenkig verbunden, deren freies Ende einen
Zahn 44 besitzt, der mit den Zähmen 39 der Scheibe 40 zusammenwirkt.
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Mit der Klinke 43 arbeitet eine andere, um einen festen Zapfen 45
lose drehbare Klinke 46 zusammen. Deren freies Ende ruht auf einer Scheibe 40 und
hat eine derartige Form, daß die Klinke 43, wenn sie in Richtung des Pfeiles 47
bewegt wird, über das Ende der Klinke 46 geschoben wird. Dadurch kommt der Zahn
44 von den Zähnen 39 frei. Der Kurbelzapfen 42 geht in seine ursprüngliche Lage
zurück: dies veranlaßt den Hammer, gegen die Glocke zu schlagen.
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An der dem Minutenrad 14 zugekehrten Seite des Stundenrades 16 sitzt
an diesem befestigt eine unrunde Scheibe 48. Mit dem Umfang der Scheibe 48 arbeitet
ein Seitendaumen 49 der Klinke 43.
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Diese Anordnung wirkt in folgender Weise: Im allgemeinen wird die
Klinke i o während ihrer Bewegung in der Scharte 5o hin-und zurückwandern, ohne
daß das Rad 38 bewegt wird. Bei jeder vollen Stunde wird aber ein Daumen 52 am Minutenrad
14 (Abb. 5) auf einen entsprechenden Daumen 53 am Rad 38 drücken und dieses um einen
Zahn drehen; dadurch wird das Rad 38 einmal in zwei Minuten gedreht, vorausgesetzt,
daß ein Sekundenpendel angewendet ist.
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Sobald das Rad 38 sich zu drehen anfängt, wird der erste der Zähne
39 der Scheibe 40 die Klinke 43 in der Richtung des Pfeiles 47 ziehen. Der Zahn
44 der Klinke 43 wird aber, indem er gleichzeitig über das schräge Ende der Sperrklinke
46 geschoben wird, den Zahn 39 freigeben. Dadurch fällt die Klinke 43 zurück und
der Hammer trifft die Glocke. Inzwischen wird der nächste der Zähne 39 wieder die
Klinke 43 nach rechts führen, und in dieser Weise wird die Klinke wechselweise hin-
und zurückgeführt, indem bei jeder Zurückbewegung der Hammer einen Schlag ausführt.
" Um die Anzahl der Schläge zu begrenzen, wird die am Stundenrad festgemachte unrunde
Scheibe 48 (Abb.2) angewendet. Da auch die Scheibe 4o unrund ist, so kommen die
elf Zähne in eine immer mehr abnehmende Entfernung zum Mittelpunkt der Scheibe zu
liegen. Es werden daher auch die Klinke 43 und die Klinke 46 bei jedem Schlag mehr
nach dem Mittelpunkt sinken, bis schließlich der Seitendaumen 49 den Umfang der
Scheibe 48 trifft. Dadurch kommt der Zahn 44 der Klinke 43 außer Eingriff mit dem
Rest der Zähne 39, denn inzwischen setzt das Rad 38, das ein Sekundenrad ist, seine
Drehung fort. Durch das fortgesetzte Drehen der Scheibe 4o hebt der wieder schnell
wachsende Halbmesser der Scheibe die Klinke 43 in ihre Anfangslage zurück. Dabei
gleitet der Zahn 44 über die schlichte Oberfläche der Scheibe 40.
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Wenn das Rad 38 nach einem Verlaufe von zwei Minuten eine ganze Umdrehung
ausgeführt hat, wird die Klinke wieder den Zwischenraum 5o treffen. Dadurch kommt
das Rad zum Stillstand, bis es bei der nächsten vollen Stunde wieder einen Stoß
erhält. Die Uhr kann auch für Viertelstundenschläge angewendet werden. Es wird dann
die folgende Anordnung getroffen.
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Auf der Welle i i sitzt ein anderes Sekundenrad 54, welches sechzig
Zähne und vier große Kerben 5o hat; an diesem Rad ist eine Trommel 55 festgemacht,
die mit einem isolierenden Stoff 56 belegt ist. Am Umkreis der Trommel befinden
sich teils einige mit der Trommel selbst leitend verbundene Stifte 57, die je einem
Zahnzwischenraum gegenübersitzen, teils einige isolierte Stifte 58, die je einem
Zahn gegenübersitzen.
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Vber die Trommel können einige voneinander isolierte Kontaktfedern
59, 6o, 61, 62 gleiten. Für jeden Ring von Stiften an der Trommel ist eine Kontaktfeder
vorhanden. Diese Kontaktfedern sind je mit ihrem elektrisch betätigten Hammer derart
leitend verbunden, daß ein Hammer eine Glocke treffen wird jedesmal, wenn ein Stromkreis
über ein Element, die Trommel 55, einen Stift 57, die
Kontaktfeder
59 oder 6o oder 6 i oder 62 geschlossen wird. In dieser Woche erhält man einen Schlag
auf die Glocke für jede Schwingung des Pendels. Da vorausgesetzt war, daß das hier
beschriebene Pendel ein Sekundenpendel ist, so wird nur ein Schlag alle zwei Sekunden
eintreten. Da die Viertelstundenschläge schneller nacheinander folgen müssen, sind
auf der Belegung 56 der Trommel 55 noch die isolierten Stifte 58 für jeden Zahn
ange: bracht. Diese Stifte heben nach und nach die Kontaktfedern 59 bis 62.
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Am Klinkenarm 9 sitzt eine breite Kontaktfeder 63, welche über die
genannten Kontaktfedern streicht und so diejenige Feder berührt, welche durch einen
der Stifte 58 ;gehoben ist.
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Beim Vorwärtsschwingen des Pendels wird keine der Federn 59 bis 62
gehoben sein, aber beim Zurückschwingen des Pendels wird eine der Kontaktfedern
59 bis 62 durch einen Stift gehoben sein, und ein zweiter Stromkreis wird dann zu
dem Glockenhammer über die Kontaktfeder 63 geschlossen sein. Hierdurch erhält man
jede Sekunde einen Schlag auf die Glocke. Während des Arbeitsschlages, d. h. dem
Vorwärtsschwingen des Pendels, geht also ein Stromkreis über einen der Stifte 57
und die Kontaktfedern 59 bis 62 und während des Rückschwingens ein anderer Stromkreis
durch die Kontaktfedern 59 bis 62 und die Kontaktfedern 63. Die Bewegungsspule des
Hammers ist dabei in beide Stromkreise eingeschaltet.