DE13237C - Neuerungen an Schlagwerken für Uhren - Google Patents

Neuerungen an Schlagwerken für Uhren

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DE13237C DENDAT13237D DE13237DA DE13237C DE 13237 C DE13237 C DE 13237C DE NDAT13237 D DENDAT13237 D DE NDAT13237D DE 13237D A DE13237D A DE 13237DA DE 13237 C DE13237 C DE 13237C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B21/00Indicating the time by acoustic means
    • G04B21/02Regular striking mechanisms giving the full hour, half hour or quarter hour

Description

18SO.
Klasse 83.
JOHANN TETZIS in GALATZ (Rumänien). Neuerungen an Schlagwerken für Uhren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. August χ 880 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Neuerungen an dem vom Erfinder vor einigen Jahren schon angegebenen Schlagwerk für Uhren.
Dieses Schlagwerk beruhte auf der Anbringung des Hebnägelrades auf der Steigradwelle, und wurde das Hebnägelrad durch einen einarmigen, belasteten Hebel mittelst eines Zahnradsegmentes getrieben; bei der Abwärtsbewegung des belasteten Hebels wurde das Hebnägelrad mit dem Steigrade durch eine in die Zähne des letzteren eingreifende Sperrklinke verkuppelt, so dafs die Bewegung des Hebnägelrades durch das Pendel oder die Unruhe der Uhr gehemmt wurde. Gleichzeitig aber wurde der Ausschlag des belasteten Hebels nach unten durch Ansätze begrenzt, welche in der oberhalb des ganzen Uhrwerkes angebrachten Stundentrommel sich befanden und gegen welche eine von dem Hebel ausgehende, von oben nach abwärts gekrümmte Stange stiefs.
Dieser Mechanismus war sehr complicirt, schwer regulirbar und gab häufig Veranlassung zu Störungen, welche sich durch falsches Schlagen etc. bemerkbar machten.
Dann verursachte aber auch die Belastung der oteigradwelle durch das Hebnägelrad sowie der hiermit verbundene, auf die Welle sich übertragende Zahndruck Störungen in der Hemmung, was einen falschen Gang der Uhr überhaupt zur Folge hatte.
Alle diese Uebelstände sind beseitigt und entspricht das Schlagwerk nunmehr allen Anforderungen, welche man an dasselbe stellen könnte. Das Hebnägelrad ist besonders gelagert und die Steigradwelle ganz und gar entlastet, der ganze früher vorhandene Hebel- und Stan^enmechanismus ist auf einen einzigen Hebel veducirt, und es kann äufserst leicht das Schlagwerk so eingerichtet werden, dafs es nicht nur alle Stunden angiebt, sondern auch alle Viertelstunden und gleichzeitig beim Schlagen der Viertelstunden die ganzen Stunden repetirt werden.
Ferner kann noch die Einrichtung getroffen werden, dafs beim Vollschlagen aufser den vier Viertelschlägen auch noch ein Vorschlag (angelus) gegeben wird.
Da bei diesem Schlagwerk keine besondere Feder oder Gewicht mit Laufwerk erforderlich ist, so wird dasselbe bekannten Schlagwerken gegenüber bedeutend einfacher und billiger.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein Schlagwerk dargestellt, welches Viertelstunden schlägt, · gleichzeitig hierbei die vollen Stunden angiebt und beim Vollschlagen noch einen Vorschlag (angelus) giebt.
Fig. ι zeigt eine Ansicht der vorderen Gehäuseplatte, das Zifferblatt fortgedacht. Fig. 2 ist ein Verticalschmtt nach W- Y, Fig. 3 eine obere Ansicht, Fig. 4 ein Verticalschnitt nach C-D.
Das Hebnägelrad a, Fig. 3, ist um den hohlen Zapfen b drehbar, der an der vorderen Gehäuseplatte A befestigt ist; durch diesen festen Zapfen geht das eine Ende der Steigradwelle d. Auf dieser Welle sitzt aufser dem Steigrade noch das Sperrrad/, Fig. 4. Durch die an dem Hebnägelrade α sitzende Sperrklinke g wird das Hebnägelrad α mit dem Sperrrade / und somit auch mit der Steigradwelle d während des Schiagens gekuppelt. Das Hebnägelrad kann sich infolge dessen im Sinne des Pfeiles, Fig. 4, nur um soviel drehen, als es die Hemmung gestattet, während in entgegengesetzter Richtung die Drehung des Hebnägelrades seitens der Hemmung in keiner Weise gehindert wird. Das Hebnägelrad α ist mit zwölf Stundenstiften i, vier Viertelstundenstiften 0, einem Vorschlagstift e besetzt, welche verschieden lang sind und ungleich weit von der Axe d abstehen. Die Stifte i und 0 sind mit den Indices 1 bis 12 bezw. ι bis 4 versehen.
Es ist bei vorliegendem Schlagwerk angenommen, dafs vier Glocken oder tönende Federn, zur Disposition sind, deren Hämmer von den um die Axe/ schwingenden Hebeln /11PZi3Zi* bewegt werden, welche mit den Hämmern durch Zugschnüre χ etc. in Verbindung stehen.
Die Hebel Zi1 Zi2 Zi3 Λ* werden durch Gewichte?« immer in horizontaler Lage erhalten; sie sind ungleich lang, wie aus Fig. 3 ersichtlich.
Die Stifte oder Hebnägel i des Rades a, welche am weitesten von der Axe d entfernt sitzen und am kürzesten sind, treffen bei der
Umdrehung des Hebnägelrades nur den Hebel h\
Die Stifte o, welche etwas langer sind und der Axe d etwas näher stehen, treffen die Hebel A3 und A4.
Der Vorschlagstift e endlich ist so lang, dafs er die drei Hebel A1 A2 A3 trifft, wenn das Hebnägelrad sich dreht.
Wie schon erwähnt, erfolgt das Schlagen, wenn sich das Hebnägelrad im Sinne des Pfeiles, Fig. ι und 4, bewegt; alsdann wirken die Hebnägel auf die Hebel A1 bis hk, ziehen die betreffenden Schnüre χ und heben so die mit diesen in Verbindung stehenden Hammer. Wird einer der Hebel A1 bis /ι* frei, so erfolgt der Schlag des betreffenden Hammers. Da nun die Hebel A1 bis A* ungleich lang sind, so ist klar, dafs beim Einwirken des Vorschlagstiftes e und der Viertelstundenstifte ο die Hammer in gewissen kurzen Zwischenräumen entsprechend der Länge der Hebel A12 A3 bezw. A3A* zum Anschlag gebracht werden. Die Drehung des Hebnägelrades im Sinne des Pfeiles, Fig. 1 und 4, wird durch den mit einem Gewicht B belasteten Hebel / bewirkt, der mit dem Zahnsegment q auf einer Axe sitzt. Die Zähne des Zahnsegmentes q greifen aber direct in ein an dem Hebnägelrade α sitzendes Getriebe n.
Aus Fig. ι und 4 wird man sofort erkennen, dafs das Gewicht B eine Drehung des Rades a im Sinne des Pfeiles hervorzurufen bestrebt sein wird, welche Drehung jedoch in verschiedener Weise gehemmt wird.
Einmal erfolgt die Hemmung, wie schon beschrieben, durch die Verbindung des Hebnägelrades mit der Steigradwelle, andererseits wird der Ausschlag des Hebels / aber durch die Staffel r begrenzt, welche der Stift s des Hebels p bei dessen Abwärtsbewegung trifft.
Die Staffel r hat in diesem Schlagwerk dieselbe Function wie in den bisher bekannten Einrichtungen, sie bildet eine schneckenförmige Platte, die mit zwölf, in Fig. 4 mit den Zahlen 1 bis 12 bezeichneten Stufen von verschiedener Entfernung von der Drehaxe versehen ist und in zwölf Stunden eine Umdrehung vollführt. Die Stufen der Staffel sowie das Uebersetzungsverhältnifs zwischen q und η ist so gewählt, dafs die Höhe jeder Stufe dem Abstande zweier Hebnägel i entspricht.
Vor jeder Viertelstunde wird der Hebel / durch die vierzähnige Daumenscheibe / gehoben, indem letzterer auf den am Hebel p sitzenden Stift u wirkt. Die Spitzen der vier Zähne sind ungleich weit von der Drehaxe entfernt, so dafs der Ausschlag des Hebels / nach oben ungleich ist. Die Scheibe / steht mit dem Minutenzeiger in Verbindung so dafs sie in der Stunde eine Umdrehung macht.
Wie man aus der Zeichnung sofort erkennen wird, verursacht die Hebung des Hebels p eine Rückwärtsdrehung des Hebnägelrades β; die Gröfse dieser Rückwärtsbewegung hängt aber von der Spitzenhöhe der Zähne der Scheibe t ab, je höher die Spitzen sind desto mehr wird das Rad α zurückgedrängt, dem entsprechend werden auch mehr oder weniger Stifte i und ο unterhalb der Hebelenden A1 bis Ai kommen, welche eine Aufwärtsbewegung der linken Hebelenden Ax bis Ai, Fig. 4, verursachen, wenn sich das Hebnägelrad im Sinne des Pfeiles unter dem Einflufs des Gewichtes B dreht, was jedoch erst stattfinden kann, wenn der Stift u von einem der Zähne der Scheibe t abgleitet. Letzteres tritt aber genau dann ein, wenn der Minutenzeiger die volle Stunde oder die erste, zweite oder dritte Viertelstunde anzeigt; der Hebel p wird dann frei und es erfolgt das Schlagen.
In der Zeichnung ist die Stellung der Theile so dargestellt, dafs die Uhr eben im Begriff ist, halb vier zu schlagen. Der Zahn II der Scheibe t hat den Hebel/ so weit hochgehoben, dafs die beiden Stifte ox und <?2 unterhalb der Hebel A3 und hK angelangt sind; bei der geringsten Weiterdrehung der Scheibe /, im Sinne des Pfeiles, wird der Stift u frei, der Hebel / sinkt und das Hebnägelrad α wird von dem Hebel / entsprechend der Geschwindigkeit des Steigrades mitgenommen, es werden die beiden Stifte 0 und ol nach einander die den Hebeln A3 A* entsprechenden Hammer zum Anschlag bringen, die zwei Viertelschläge geben, und nach einer kleinen Pause entsprechend dem Abstand der Stifte o1 und ix werden die Stifte z1 P etc. auf den Hebel A1 wirken und die ganze Stunde angeben, bis der Stift s des Hebels p die Staffel r trifft und das Schlagwerk zur Ruhe kommt.
Im vorliegenden Falle wird der Stift ί die mit 3 bezeichnete Stufe treffen, der Hebel / also zur Ruhe kommen, nachdem der Stift i3 den Hammer für die volle Stunde zum Anschlag gebracht hatte.
Kommen die Zähne I, III oder IV der Scheibe / zur Wirkung, so wird der Hebel / so weit gehoben, dafs der Stift ol allein, die Stifte o1 o2 o3 oder sämmtliche Stifte ο und aufserdem noch der Stift e nach unterhalb der Hebel A1 bis A* gelangen und diese, wie beschrieben, zum Anschlag bringen, wenn der Stift u von der Spitze der Zähne der Scheibe t abgleitet.
Es erübrigt nur noch, den Zusammenhang der Staffel r und der Scheibe / mit einander und mit dem Gehwerk der Uhr zu erläutern.
Wie schon erwähnt, ist die Scheibe t mit dem Minutenzeiger bezw. dessen Hülse v, Fig. 2 und 3, verbunden; letztere wird durch die Reibung in bekannter Weise von der Minutenradwelle mitgenommen.
An der Hülse ν sitzt ein kleines Getriebe w, welches das Rad y treibt. Letzteres ist fest mit
der Staffel r verbunden, und verhalten sich die Zähnezahlen von w und y wie 1:12. Durch zwei gleich grofse Zahnräder wird die Drehung des Staffelrades y auf die Hülse ζ des Stundenzeigers übertragen. Alle übrigen Räder gehören dem Gehwerke an und bedürfen daher keiner weiteren Erwähnung.
Es ist klar, dafs man anstatt der Glocken auch tönende Federn verwenden kann, deren Hammer durch die Stifte i, ο und e zum Anschlag gebracht werden.
Anstatt die Uhr alle Viertelstunden schlagen zu lassen, kann man auch nur die halben Stunden angeben lassen. Auch könnte der Vorschlag fortbleiben. Die Verlegung der Staffel und die etwas von der gewöhnlichen Construction des Zeigerräderwerks abweichende Anordnung der Räder wy hat die Vergröfserung des Ausschlags vom Hebel ρ und somit eine Vergröfserung der Stufenhöhe des Staffelrades zur Folge, so dafs die Regulirung des Schlagwerks sich leichter bewirken läfst. Das Gewicht B ist so schwer zu wählen, dafs die Hemmung möglichst wenig während des Schiagens beeinflufst wird.
Da zwischen dem Vorschlagstifl e und dem Stift o4 sowie den Stiften ol und /' des Hebnägelrades α eine gröfsere Lücke sich befindet, infolge dessen das Hebnägelrad α keine Arbeit verrichtet, wenn diese Stellen die Hebel h passiren, so ist es rathsam, einen künstlichen Widerstand einzuschalten, der dem Gewicht B in den Zeitabschnitten annähernd das Gleichgewicht hält, wo von dem Hebnägelrad a, wie angedeutet, keine Einwirkung auf die Hebel h erfolgt.
Dieser Widerstand kann beispielsweise durch eine regulirbare Feder, die an den Hebeln // oder an einem andern festen Stift vorbeistreift, hervorgerufen werden.
Auf diese Weise ist man im Stande, den Einflufs des Schlagwerks auf die Hemmung fast ganz unschädlich zu machen.
Das Schlagwerk ist sowohl für Pendeluhren, Regulatoren, Stutzuhren, Thurmuhren, als auch solche Uhren, bei denen Unruhhemmungen Anwendung finden, geeignet.

Claims (3)

PATENT-Ansprüche:
1. In einem Schlagwerk die Anordnung des Hebnägelrades α auf einem festen Zapfen h, der conaxial mit der Steigradwelle angebracht ist, mit welcher das Hebnägelrad während des Schiagens der Uhr durch Sperrrad und Klinke verkuppelt wird.
2. Die Combination des Hebnägelrades a mit Getriebe n, Segment g, belastetem Hebel / mit Stiften s und u, Staffel r und mehrzahniger Scheibe t, welch' letztere in der Stunde eine Umdrehung ausfuhrt, während die Staffel r innerhalb zwölf Stunden sich einmal umdreht.
3. Die combinirte Anordnung der Stundenstifte /, Viertelstundenstifte ο und eventuell des Vorschlagstiftes e auf dem Hebnägelrade, in Verbindung mit dem Triebwerk des Hebnägelrades, insbesondere der Scheibe/ und der Staffel r, welche Scheibe t mit vier ungleich hohen Zähnen versehen ist und die Hebung des Hebels/ bewirkt, während die Staffel r den Ausschlag des Hebels ρ nach unten hin begrenzt, derart, dafs beim Viertelschlagen die ganzen Stunden repetirt werden, eventuell beim Vollschlagen ein Vorschlag gegeben wird.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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