DE720308C - Mit Gummi-, Guttapercha- oder Balatamasse getraenkter, aus mehreren Stofflagen unter Anwendung von Hitze gefertigter Textiltreibriemen - Google Patents
Mit Gummi-, Guttapercha- oder Balatamasse getraenkter, aus mehreren Stofflagen unter Anwendung von Hitze gefertigter TextiltreibriemenInfo
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Description
- Mit Gummi-, Guttapercha- oder Balatamasse getränkter, aus mehreren Stofflagen unter Anwendung von Hitze gefertigter Textiltreibriemen Die Erfindung betrifft einett mit Gummi-, Guttapercha- oder Balatamasse getränkten, aus mehreren Stofflagen unter Anwendung von Hitze gefertigten Textiltreibriemen, bei welchem die einzelnen Stofflagen untereinander durch die Gummi-, Guttapercha- bzw: Balatamasse zusammengehalten sind.
- Die Erfindung besteht darin, daß die Außenseite der äußersten Stofflage auf der Laufseite bis nach der Hitzebehandlung ohne Gummi-, Guttapercha- oder Balatatränkung oder eine ähnliche Tränkung, also in rohem oder bloß gefärbtem Zustand belassen wird, zum Zweck die später auf kaltem Wege auf die Laufseite des Riemens aufgebrachte, die Haftwirkung an der Riemenscheibe bewirkende Tränkung nur in die saugfähige Stofflage, und zwar von der Laufseite des Riemens aus eindringen zu lassen, ohne daß die Gummi-, Guttapercha- oder Balataklebeschicht, welche die einzelnen Stofflagen untereinander verbindet, stofflich beeinträchtigt wird, Die Freihaltung der Laufseite der innersten Stofflage von der Gummi-, Guttapercha- oder Balatatränkung erfolgt bei nicht gefalteten oder gewickelten Riemen, die aus bloß aufeinandergelegten Schichten bestehen dadurch, daß die innerste Stofflage mit diesen Mitteln nur einseitig gestrichen wird, wobei insbesondere bei sehr dünnen Stofflagen die Konsistenz des Gummi-, o. dgl. Tränkungsmittels so gewählt werden muß, daß es nicht auf die andere Seite, die als Laufseite dienen soll, durchschlägt. Bei gewickelten oder gefalteten Riemen kann die Freihaltung der die Laufseite bildenden Teile der innersten Stofflage durch Einstellung der Streichmaschine, bei Handstreichung durch Abdecken der nicht zu streichenden Stellen mit undurchlässigem Papier, Wachsleinwand o. dgl. erfolgen. Als Haftmittel, die ausschließlich auf die in rohem oder höchstens gefärbtem Zustand belassene Laufseite aufgetragen werden, sind Mittel zu verwenden, die eine hohe Haftwirkung zwischen Riemenlaufseite und Riemenscheibe verbürgen, z. B. Cumaronharz enthaltende Massen, alkoholische Lösungen anderer Harze o. dgl. Es sind solche Lösungsmittel für diese Harze zu verwenden, welche bei ihrem Eindringen in die saugfähige äußerste Stofflage. auf der Laufseite die verwendete Islebemasse, die die einzelnen Stofflagen miteinander verbindet, nicht angreifen bzw. nicht lösen. Wenn die Stofflagen z. B. durch eine Gummischicht miteinander verbunden sind, so können als Imprägnierungsmittel z. B. alkoholische Harzlösungen verwendet werden, da Alkohole diese Gummischichten nicht angreifen.
- Man hat bereits Treibriemen aus mehreren Gewebelagen hergestellt, die untereinander mittels Gummizwischenlagen durch Vulkanisation verbunden waren, während die äußeren Flächen der Riemen, also die Lauffläche und die der Lauffläche gegenüberliegende Deckfläche mit Balata überzogen wurden. Die Gummizwischenlagen sollten die Gewebeschichten so fest verbinden, daß sich diese im Betrieb nicht voneinander lösen können und der Balatabelag auf der Laufseite sollte die nötige Haftfähigkeit der Lautfläche gewährleisten. Diese Riemen haben aber den Nachteil, daß sich der Balatabelag der Laufseite bei längerem Gebrauch des Riemens abschmiert. Da Balata bei der Erwärmung bloß zähflüssig wird, dringt es nur wenig in die äußere Gewebeschicht ein. Nach dem Abschmieren des Balataüberzugs der Lauffläche haften noch Balatareste auf dem zutage getretenen Gewebe, und man kann nicht immer neue Haftmittel, wie Harze u. dgl., auf kaltem Wege mit Erfolg auf die Laufseite aufbringen, denn diese bilden auf so einer balatisiert gewesenen Laufseite nur einen oberflächlichen Aufstrich, der sich rasch wieder abwetzt und immer wieder ersetzt werden müß te. Wollte man so einen Riemen, von dem sich der Balatabelag auf der Laufseite abgeschmiert hat, wieder betriebsfähig machen, so müßte man die Laufseite wieder unter Hitzebehandlung frisch mit Balata überziehen, also den Riemen abnehmen und in die Fabrik schicken.
- Beim erfindungsgemäßen Riemen dringen die auf kaltem Wege auf die saugfähige Lauffläche aufgebrachten Imprägnierungsmittel tief in das Gewebe ein und haften nicht bloß oberflächlich. Dringt nämlich das Imprägnierungsmittel der Laufseite tief in die Gewebeschichten ein, so erweicht sich bei Erwärmung durch Riemenschlupf das in den Gewebeporen befindliche Imprägnierungsmittel und wird je nach Erfordernis aus diesen auf die Riemenscheibenlauffläche herausgepreßt bzw. wieder in die Poren zurückgesaugt, so daß der erfindungsgemäße Riemen einen sicheren Dauerbetrieb gewährleistet. Durch die bisher bekannten, auf der Laufseite balatisierten Riemen konnte dieser neue Erfolg also nicht erreicht werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Mit Gummi-, Guttapercha- oder Balatamasse getränkter, aus mehreren Stofflagen unter Anwendung von Hitze gefertigter Textiltreibriemen, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenseite der äußersten Stofflage auf der Laufseite bis nach der Hitzebehandlung ohne Gummi-, Guttapercha- oder Balatatränkung oderähnliche Tränkung, also in rohem oder bloß gefärbtem Zustand belassen wird, zum Zweck, die später auf kaltem Wege aufgebrachte, die Adhäsion bewirkende Tränkung nur in die saugfähige Stofflage, und zwar von der Laufseite des Riemens aus eindringen zu lassen, ohne die Klebeschicht stofflich zu beeinträchtigen.
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