DE719967C - Verfahren zur Herstellung zahnaerztlicher Werkstuecke aus Porzellan - Google Patents

Verfahren zur Herstellung zahnaerztlicher Werkstuecke aus Porzellan

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DE719967C
DE719967C DED76213D DED0076213D DE719967C DE 719967 C DE719967 C DE 719967C DE D76213 D DED76213 D DE D76213D DE D0076213 D DED0076213 D DE D0076213D DE 719967 C DE719967 C DE 719967C
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DE
Germany
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porcelain
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furnace
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paste
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DED76213D
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English (en)
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Gerard George Johan Droege
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GERARD GEORGE JOHAN DROEGE
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GERARD GEORGE JOHAN DROEGE
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00Dental prostheses; Making same
    • A61C13/0003Making bridge-work, inlays, implants or the like
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C5/00Filling or capping teeth
    • A61C5/70Tooth crowns; Making thereof
    • A61C5/77Methods or devices for making crowns

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Dentistry (AREA)
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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Dental Prosthetics (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung zahnärztlicher Werkstücke aus Porzellan In der Zahnheilkunde wird das Porzellan als das vollkommenste Ersatzmaterial blei der Herstellung zahnärztlicher Werkstücke betrachtet. Trotzdem findet es noch wenig Verwendung, weil blei der bis jetzt gebräuchlichen V,erarbeitungsweise von Hartporzellan große Gewandheit und die Verwendung von Edelmetallen, wie Platin und Platiniridium, erforderlich ist, wodurch die Werkstücke zu kostspielig werden, um allgemeinen Eingang finden zu können.
  • Dieses bekannte Verfahren besteht darin, daß auf oder um ein. in Übereinstimmung mit dem vorblereiteten Zahnstumpf gebildetes. aus P.latinfolie hergestelltes Modell schichtweise Porzellanbrei aufgetragen und aneinandergebrannt wird, bis ein Werkstück der gewünschen Form entstanden ist. Dieses schichtweise Auftragen und Brennen von Porzellanbrei hat jedoch infolge der wiederholten Erhitzung den Nachteil, daß die Qualität des Porzellans zurückgeht. und daß die Folgen von ungleichmäßigem Schrumpfen mit großer Behutsamkeit vermieden werden müssen.
  • Um diese schwierige und teure Herstellungsweise zu umgehen, hat man bereits vorgeschlagen, sich mit der Verwendung von Gußporzellan zu beholfen. Einer der Vorschläge tzur Herstellung von Zahnkronen 0. dgl. aus Gußporzellan geht dahin, daß nach Herstellung einer Außenform und einer entsprechenden Innen- oder Kernform das über dem Hohlraum der Außenform durch Erhitzen in breiigen Zustand gebrachte Gußporzellan durch Aufpressen der Kernform auf die Außenform in diese hineingedrückt wird.
  • Obwohl dieses Verfahren beträchtlich einfacher ist als die Verarbeitung von Porzellanpulver, zeigen sich doch verschiedene Nachteile. Gußporzellan stellt infolge seiner qualitativen Eigenschaften einen weniger geeign<-ten Grundstoff für zahnärztliche Werkstücke dar. Ferner ist es mit Rücksicht auf die bei der Verarbeitung von Gußporzellan aufzuwendende Arbeitsweise unmöglich, an der Außenfiäche des Werkstückes die gewünschte Farbschattierung zu erhalten, da sich das Werkstück bei seiner eigentliche31 Bildung im Formraum befindet und dadurch einer weiteren Beeinflussung entzogen ist. Hierzu kommt, daß bei der Venvendung von Gußporzellan die Möglichkeit, den Nerv unter der Krone am Leben zu erhalten, nicht besteht.
  • Dies ist nämlich nur mög]ich, wenn der Zahn nur wenig abgeschliffen lvird. Je fester das -Porzellan ist, um so dünner kann die Krone sein. Gußporzellan ist aber als schwach bekannt und ist deshalb für größere Werkstücke mit geringer Wandstärke nicht geeignet. Anderseits besteht bei der Verwendung von glasiertem Hartporzellan auch noch der große Vorteil, daß es die Gewebe nicht reizt. Poliertes Gußporzellan besitzt jedoch diese eigenartige Eigenschaft des glasierten Hartporzellans nicht.
  • Die unterschiedlichen Wirkungen, die bei der Verwendung von Gut3porzellan einerseits und Hartporzellan anderseits auftreten, sind auf ihre völlig verschiedene Zusammensetzung und die sich hieraus ergebenden andersartigen Eigenschaften zurückzuführen. So ist Hartporzellan, wie schon sein Name sagt. sehr hart, hochschmelzend und formfest, während Gußporzellan eine niedrige Schmelztemperatur und schnellen Formverlust hat.
  • Die Erfindung bezweckt, die Verwendung von Gußporzellan zu erübrigen und das geeignetere Hartp orzellan auf zweckmäßigere Weise als bisher zu dem gewünschen Werkstück zu verarbeiten.
  • Erfindungsgemäß werden zahnärztliche Werkstücke aus Hartporzellan in der Weise hergestellt, daß zu Brei verrührtes Porzellanpulver auf einem auf einem Teller blefindlichen Kern zu einem Werkstück geformt, bis zum Glänzen innerhalb eines Ofens erhitzt und darauf durch nvei Stempel, von denen der eine eine Hohlform trägt, in dieser Hohlform fertiggepreßt und gebrannt wird.
  • Die Ausführung des Verfahrens der Erfindung geschieht zweckmäßig in einem Ofen, der mit zwei einander gegenüberliegenden, in der Ofenwandung angeordneten und außerhalb des Ofeninneren bleibenden Führungen für die beiden Stempel und zwei insbesondere dünnen Tragstützen für den Teller versehen ist.
  • Auf der Zeichnung ist der Erfindungs gegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Fig. I einen senkrechten Schnitt der bein Verfahren der Erfindung angewandten Fermen, Fig. 2 einen evtl. in die Krone mit einen arbeitenden Befestigungsstift, Fig. 3 und 4 Anwendungsmöglichkeiten eines solchen Befestigungsstiftes und Fig. 3 einen senkrechten Schnitt eines Brennofen in schematischer Darstellung.
  • Zum Herstellen eines Werkstückes aus Hartporzellanpulver, z. B. einer Iantelkron, wird ein Wachsmodell 1 der Krone angefertigt (Fig. I), Dieses Wachsmodell wird auf die in eine sehr flache Schale 2 gebrachte Einbettungsmasse 3 gelegt, und zwar derart, daß nur die Unterfläche des NVachsmcdells mit der Einbettungsmasse in Berührung kommt und der Kern raum des Modells mit der Einbettungsmasse gefüllt wird.
  • Nachdem die Einbettungsmasse 3 hart geworden und ihre Oberfläche mit einerTrennflüssigkeit bestrichen ist mrd eine zweite, mit Einbettungsmasse 4 gefüllte Schale 3 mit ihrer offenen Seite auf die Schale 2 gesetzt. so daß in der Einbettungsmasse 4 ein der Außenform des Wachsmodells I entsprechen der Hohlraum 6 gebildet wird.
  • Sobald die Einbettungsmasse 4 hart geworden ist, werden die beiden Schalen 2 und 3 voneinallder getrennt, wonach das Wachsmodell 1 z. B. durch Schmelzen entfe-nt wird.
  • Die Einbettungsmasse 3 in der Schale 2 zeigt dann einen genauen Abdruck des Bodens des Werkstückes, d.h. bei dem angeführten 13eispiel einer Mantelkrone und auch des Kernes 7, Nachdem die Bodenfläche und der Kern mit einer Trennflüssigkeit bestrichen sind wird aus zu einem Brei verrührtem Hartporzellanpulver das gewünschte Werkstück auf der Bodenfläche und um den Kern herum modelliert. Bei diesem Modellieren, das nur mit ann,ähernder Genauigkeit zu geschehen braucht, kann gleichzeitig dafür gesorgt werden, daß verschiedenfarbiger Porzellanbrei, je nach den für das Endprodukt gewünschten Farbschattierungen, neben- und überein ander angebracht wird. Um einem bei der weiteren Behandltmg auftretenden Schrumpfen Rechnung zu tragen, wird mit einem Überschuß an Porzeilanbrei modelliert.
  • Die Schale 2 mit dem grob moddlierten Werkstück wird nun in einen Ofen gebracht, wo das frei auf der Schale 2 stehendeWerkstück über die ganze Außenfläche erhitzt wird. Solange die Porzellanmasse zu glänzen anfängt, also nur außen gerade weich geworden ist, wird die Schale 5 mit der mit Hohlraum 6 versehenen Einbettungsmasse 4 auf die Schale 2 gebracht, wobei der Hohlraum 6 über das roh modellierte Werkstück gedrückt wird. Hierdurch wird das Werkstück an der Außenseite genau in die gewünschte Form gebracht, während gleichz.eitig durch den allseitigen regelmäßigen Druck, der von der Hohlraumwand 6 ausgeübt wird. alle Poren an der Oberfläche des Werkstück kes geschlossen werden. Hierbei wird gleichzeitig die Bodenfläche des Werkstückes äußerst genau gebildet, wie es für einen genauen Randanschluß mit dem Zahnteil, für den das Werkstück bestimmt ist notwendig ist.
  • In vielen Fällen muß das Werkstück mit einem Stift zur Befestigung am erhalten gebliebenen Zahnstumpf versehen sein. Mit Rücksicht auf die Herstellungsweise des Werkstückes nach der Erfindung muPJ ein derartiger Stift besonderen Bedingungen !entsprechen, damit eine möglichst zuverlässige Verbindung zwischen dem Stift und dem VVerkstück,erhalten wird.
  • Zu diesem Zweck versieht man den Stift 8 mit radialen Rippen oder Flügeln (Fig. 2), deren Oberfläche vorzugsweise mittels Durchbohrung oder auf andere Weise rauh gemacht ist. Mit Bezug auf den besonderen Zweck, für den der Stift Anwendung finden soll, können die Rippen oder Flügel g nachgeschnitten werden, wie aus Fig. 3 und 4 hervorgeht. Da bei dem Verfahren nach der Erfindung keine Gefahr besteht, daß während der Herstellung eines Werkstückes mit Stift um diesen Poren entstehen, wie es bei den bekannten Verfahren der Fall ist, kann man Stifte aus unedlen Metallen anstatt aus edlen, die bei den bekannten Verfahren verwendet werden müssen, benutzen.
  • Bis jetzt ist nur von Werkstücken, die gänzlich aus Porzellanbrei modelliert sind, die Rede gewesen. In vielen Fällen bietet es aber Vorteile, beim Modellieren eines Werkstückes zuvor angefertigte Teile, wie Zalmfacetten, Gebißplatten usw., zu benutzen, welche dann mit Porzellanbrei angefüllt und nach der Erfindung zum gewünschten Werkstück verarbeitet werden.
  • Der Erfolg der Herstellung von Werkstücken nach der Erfindung ist in erheblichem Maße vom Ofen, in dem das Werkstück erhitzt werden muß, abhängig. Besonders günstige Ergebnisse werden bei der - Verwendung eines Ofens, der nach dem aus Fig. 5 ersichtlichen Längsschnitt gebaut ist, erreicht. Nach dieser Abbildung ist in der Ofenwand ein Paar dünner, fadenförmiger Tragstützen Io angebracht, an denen die Schale 2 mit daraufinodelliertem Werkstück 1 1 abnehmbar aufgehängt wird. Unter und über der Stelle für die Schale 2 ist in der Ofenwand eine Aussparung vorgesehen, in die je ein Stempel 12 und 13 paßt. Der Stempel 13 ist zum Aufnehmen der Einbettungsmasse 4 mit Hohlraum 6 eingerichtet.
  • Die Stempel 12 und 13 befinden sich während der Erhitzung des Werkstückes in der in Fig. 5 gezeigten Stellung, so daßwährend der Erhitzung der Ofenraum frei von Material ist, welches übermäßige Wärme aufnimmt oder an dem Wärme abgeleitet werden kann. Ist das Werkstück genügend erhitzt, dann wird erst der Stempel 12 zur Unterstützung der Schale 2 nach oben hewegt, wonach der Stempel 13 nach unten gesenkt wird, um den Hohlraum 6 über das Werkstück 11 zu drücken.
  • Das Verfahren nach der Erfindung liefert ausgezeichnete kosmetische Ergebnisse und bietet besonders noch die Vorteile, daß durch die nur einmalige und dann sehr regelmäßige Erhitzung die Qualität des Porzellans erhalten bleibt, die gewünschten Farbschattierungen sehr genau erhalten werden können und die Ausführung des Verfahrens äußerst einfach ist und keine besondere Gewandtheit erfordert.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung zahnärztlicher Werkstücke aus Porzellan, dadurch gekennzeichnet, daß zu Brei verrührtes Porzellanpulver auf einem auf einem Teller (2) befindlichen Kern (7) zu einem Werkstück geformt, bis zum Glänzen innerhalb eines Ofens erhitzt und darauf durch zwei Stempel (I2 und 13), von denen der eine (I3) eine Hohlform (6) trägt, in der Hohlform fertiggepreßt und gebrannt wird.
  2. 2. Ofen zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Ofen mit zwei einander gegenüberliegenden, in der Ofenwandung angeordneten und außerhalb des Ofeninnern bleibenden Führungen für die beiden Stempel (12 und 13) und zwei insbesondere dünnen Tragstützen (i o) für den Teller (2) versehen ist.
DED76213D 1937-09-22 1937-09-25 Verfahren zur Herstellung zahnaerztlicher Werkstuecke aus Porzellan Expired DE719967C (de)

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NL719967X 1937-09-22

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