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Verfahren zur Herstellung von künstlichen Zähnen Die vorliegende Erfindung
betrifft eine Verbesserung zur Herstellung von künstlichen Zähnen gemäß dem Verfahren
nach Patent 435 618 der Klasse 3ob. Nach dem in dieser Druckschrift beschriebenen
Verfahren werden drei Gußformenteile gebraucht, die paarweise derart zusammenarbeiten,
daß die zur Herstellung der Zungenseite des Zahnes dienende Gußform (im folgenden
Zungenseitenform genannt) mit zwei zur Herstellung der Lippenseite des Zahnes (im
folgenden Lippenseitenform genannt) dienenden Formen nacheinander in Verbindung
gebracht wird. In dieser Druckschrift ist ferner dargelegt, daß es mit dem dort
beschriebenen Verfahren möglich ist, rlie Zähne in großer Menge und in Gestalt und
Tönung im wesentlichen gleichmäßig herzustellen. Indem das erwähnte Verfahren und
die Formenteile ,geeignet sind zur Herstellung genauer Zahnduplikate in Tönung und
Gestalt, werden auf das Biskuitporzellan gewisse Beschädigungen während der Schlußstufe
des Formvorganges (der der Verglasung vorhergeht) eingepreßt, wodurch Sprünge oder
schwache Stellen entstehen. Hierdurch ergibt sich eine solche Menge von Ausschuß,
rlaß bei dem Verfahren und den gebrauchten Vorrichtungen zweckmäßig noch «eitere
Verbesserungen anzubringen sind. Die vorliegende Erfindung bezweckt die Beseitigung
dieser Nachteile und besteht insbesondere in einem Verfahren zur Herstellung von
künstlichen Zähnen unter Verwendung von zwei Lippenseitenformen, die mit der einzigen
Zungenseitenform zusammengebracht werden, wobei keinerlei Beschädigungen auf dem
aus Biskuitporzellan bestehenden Zahnkörper entstehen, während der hellere Schmelz
auf diesen Zahnkörper gebracht wird, um dem künstlichen Zahn sein volles Ausmaß
zu geben, bevor er .verglast wird.
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Der Unterschied der vorliegenden Erfindung :besteht darin, d.aß der
Halsteil der beiden nacheinander verwendeten Lippenseitenformen in deren Gestalt
und relativen Lage einander völlig ähnlich sind, während die hellere künstliche
Schmelzseite von der Schneidekante aufwärts ungefähr über zwei Drittel des Zahnkörpers
sich erstreckt, ohne jedoch über den Halsteil zu gelangen. Auf diese Weise wird
der Zervikalrand des Zahnes einschließlich des Halsteiles, der dem gleichen Teil
bei der endgültigen Zahnstruktur entspricht, keinerlei abtrennenden Beschädigungen
unterworfen, während bei dem bisher üblichen Gebrauch von Formen auf den aus Biskuitporzellan
bestehenden Zahnkörper an dem Schneidrand und den anliegenden
Teilen
ein Druck ausgeübt wird. Infolgedessen wird der Zervikalrand und der Halsteil des
.aus Biskuitporzellan bestehenden Körpers an allen Seiten fest getragen, ohne irgendwelchen
schädlichen Eindrücken oder krümmenden Beschädigungen während des zuletzt stattfindenden
Aufbringens der künstlichen Schmelzschicht unterworfen zu werden.
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Gemäß der Erfindung werden zwei Lippenseitenformen gebraucht, die
eine nämlich zur Herstellung der Lippenseite des Zahnkörpers für den kurzen Zahn
und die andere zur Formung der helleren Schmelzporzellanschicht an der Schneidekante
und anschließend die unteren zwei Drittel des kurzen Zahnkörpers, um diesen auf
die ganze Zahnlänge auszufüllen. Somit wird in einfacher Weise das obere Drittel
(der Halsteil) des kurzen Zahnkörpers gegen irgendeine weitere Änderung in Gestalt
oder Lage gehalten, wodurch die Hauptbeanspruchungen während des Formens ,des helleren
Schmelzes völlig auf die Schneidekante und den unteren Teil des Zahnkörpers begrenzt
sind. Hierbei ist auch ein genügender Raum zwischen dem kurzen aus Biskuitporzellan
bestehenden Zahnkörper und der Formoberfläche für die endgültige Zahnaußenseite,
so daß der hellere plastische Zahnschmelz auf die Oberfläche des kurzen Zahnkörpers
gelangt, ohne daß irgendeine Risse verursachende Beanspruchung auf diesen entstehen.
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Auf der Zeichnung ist .der Gegenstand der Erfindung in mehreren Ausführungsformen
dargestellt, und zwar zeigt; Abb. i eine Seitenansicht eines Paares von Formteilen
zur Herstellung des ganzen Zahnkörpers, Abb. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II
in der Abb. i, Abb.3 eine Wiederholung des oberen Formteiles nach Abb. 2, wobei
ein Teil weggeschnitten ist, .
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Abb. 3a einen Querschnitt durch den oberen Formteil, wenn dieser nach
Abb. q. aus einem Stück besteht, Abb. .I einen Schnitt nach der Linie IV-IV in der
Abb. 5, wobei eine andere Ausführungsform der Form nach Abb.2 .gezeigt wird unter
Verwendung des Formteiles nach Abb. 3, Abb. 5 einen Grundriß der Unterfläche der
Formteile, Abb. 6 einen O.uer schnitt einer anderen Ausführungsform nach Abb. 2,
Abb. 7 eine Seitenansicht eines Zahnkernes aus Stahl, der zur Herstellung der Vertiefungen
in .den Formen verwendet wird, Abb.8 einen Längsschnitt durch den geformten Zahn.
Die Bauart der Form nach Abb. r und 2 ist in der üblichen Weise zweiteilig, wobei
jeder Teil mit Vertiefungen zur Aufnahme des bei der Herstellung den Zahnkörper
ergebenden Materials versehen ist und die auftretende Schrumpfung berücksichtigt
wird. Zu der beispielsweise möglichen Herstellung der Formteile z und 3 durch Handbearbeitung
wird der in Abb. 7 dargestellte Zahnkern zwischen die zusammenarbeitenden Vertiefungen
d. und 7 der Teile = und 3 gelegt und diese alsdann unter Druck zusammengepreßt.
Hierbei preßt sich die Oberfläche des ..gehärteten Stahlkernes in .die Vertiefungen
der Form 2. Dieser Vorgang ist in der Praxis sehr wichtig für die Vertiefung 7.
welche der Lippenseite des künstlichen Zahnes entspricht. Die Zahnoberfläche erstreckt
sich auch auf den Halsteil 5 des Zahnes. Insoweit besteht keine Abweichung bei der
Herstellung der Formteile 2 und 3, und auch die letzte Bearbeitung der hergestellten
Zähne kann in einem geeigneten Paar Formen ;fieser Art vollendet werden. .
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Gemäß Abb. 3, d. und 5 ist der untere oder Zungenformteil 2 mit Vertiefungen
q. versehen, um den Lippenteil :des künstlichen Zahnes zu bilden. Dieser Teil der
Form ist in der üblichen Weise ausgebildet. Der Formteil 3a ist mit Vertiefungen
versehen, die einesteils der Oberfläche des fertigen Zahnes und andererseits der
Lippenwand des Zahnkörpers entsprechen, auf der alsdann das hellere Schmelz angebracht
wird.
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Gemäß Abb. ,4 ist die Vertiefung 5 des Formteiles 3a zur Bildung der
Lippenwand des Halsteiles des fertigen Zahnes ausgebildet, während .die Vertiefung
7a zur Bildung der äußeren Oberfläche des Zahnkörpermaterials dient, das den Raum
zwischen den beiden Formteilen ausfüllt. Somit wird die Länge des Zahnkörpers kleiner
als die Gesamtlänge des endgültigen Zahnes und auch in entsprechender Weise dünner
in der Lippenzungenrichtung auf dem unteren Zweidrittel des Zahnes, wie es in Abb.
8 dargestellt und mit A bezeichnet ist. Die Vertiefungen 7a sind in einem Metallkörper
6a angebracht, :der mehr oder weniger einen rechtwinkligen Querschnitt besitzt und
in einen rechtwinkligen Ausschnitt 9 des Teiles 3a eingreift. Der Körper 6a kann
mittels Keilen ii (Abb. 5) oder mittels Schrauben 12 (Abb. 4.) oder unter Verwendung
beider Hilfsmittel auf dem Teil 3a in seiner Lage gehalten werden. In der Praxis
werden die Lippen- und Zungenformteile zur Herstellung von zwei Reihen von Zähnen
ausgebildet, wie es in Abb. i, 2 und 5 .dargestellt ist. Daher wird, wie es in Abb.
d. dargestellt ist, bei der praktischen Anwendung dupliziert,
ausgenommen,
daß es in der umgekehrten Reihenfolge angeordnet ist, wie es leicht unter Bezug
auf Abb. 2 verstanden werden kann.
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Die beiden Formteile 2 und 311 besitzen ebene Endflächen i5c und i5a,
die verhindern, daß ein unerwünschter Druck auf die Ränder der Formvertiefungen
trifft. Ferner sind Bolzen 15 an dem einen Formteil angeordnet, die in Öffnungen
16 des anderen Formteiles eingreifen und somit ein genaues Zusammenpassen der beiden
Formteile gewährleisten. Der Körper 611 kann aus einem Stück mit dem Formteil 3a
bestehen, aber aus weiter unten zu erläuternden Gründen «-erden zweckmäßig auswechselbare
Körper 6 verwendet. Es ist ohne weiteres zu verstehen, daß durch die Kombination
von den Formteilen 2 und 3a und dem auswechselbaren Körper 6a der im Raum 8 geformte
und daher teilweise in den Vertiefungen d, 5 und 7a liegende Zahn in seinem Aufbau
völlig fertig ist mit Ausnahme des Teiles 7a, der in vertikaler und transv ersaler
Richtung eine geringere Größe als normal besitzt.
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Ferner ist ein auswechselbarer Zapfen 13
angeordnet, der den
Anker 14 trägt. Der letztere wird in einer geeigneten Lage in den Zahnkörper eingeformt.
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Die Lippenseitenform 3a ist dieselbe wie der in Abb. 2 dargestellte
Teil 3, nur in anderer Ausführungsform und ergänzt durch den Körper 6a. Die Vertiefungen
7a des Teiles 6a sind in ihrer Form etwas von den Vertiefungen 7 der Abb. 2 verschieden.
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Die Herstellung der künstlichen Zähne geschieht auf folgende Weise:
Das dunkle Material zur Bildung des Zahnkörpers wird um den Zapfen 13 und den Anker
14 herum in die Vertiefung 4 des Formteiles 2 eingebracht. Ferner wird in ähnlicher
Weise ebensolches Material in die Vertiefungen 5 und 7a des Formteiles 3a eingesetzt.
Alsdann werden die beiden Teile :2 und 311 aufeinandergesetzt und das dunkelfarbige
Material unter Ausfüllung des Raumes 8 gepreßt. Hierdurch wird der in Abb. q. und
8 dargestellte Zahnkörper A gebildet. Dieser stellt einen Körper dar, der an seinem
Schneiderand und auf dein unteren Zweidrittel ein geringeres als normales Ausmaß
besitzt. Der Halsteil 5 dagegen wird in seinem vollen Ausmaß geformt und besitzt
alle die feinen für den endgültigen Zahn erforderlichen Zeichnungen. Die Form wird
alsdann beheizt, um den Zahnkörper auszutrocknen oder auch ein wenig zu brennen,
so -daß das sogenannte Biskuitporzellan erhalten wird. -Nach diesem Arbeitsvorgang
wird der Formteil 3a entfernt, wobei der KörperA aus Biskuitporzellan in den Formteil
2 liegen bleibt. Hiernach wird der Formteil 3 der Abb. r und 2 mit hellerem Porzellanmaterial
an der Schneidekante des Zahnes und an der Oberfläche 7 ausgefüllt, um in diesem
Zustande auf den, den Zahnkörper aus Biskuitporzellan enthaltenden Formteile aufgesetzt
zu werden. Auf diese Weise wird das helltönige Porzellan B (Abb. 8) auf den
Körper A
aufgebracht und bildet die Schneidekante des künstlichen Zahnes.
-Nach dieseln Arbeitsvorgang werden die Teile 2 und 3 einer genügenden Hitze unterzogen,
um die Schmelzschicht B zu trocknen und einen Zahn aus Biskuitporzellan von vollem
Ausmaße zu erhalten. Dieser Zahn wird alsdann aus der Form entfernt und in der üblichen
Weise .dem Verglasungsvorgang unterzogen. Vor der Verglasung wird der Zapfen
13' entfernt, während der Anker 14 in dem Zahn verbleibt und eine zu dem
Anker führende Öffnung entsteht. Somit kann ein Zapfen späterhin an den Zahn angelötet
werden. Wenn man jedoch einen solchen Zapfen gleich in den Zahn einbrennen will,
so wird dieser durch den Zapfen 13 gebildet, der alsdann während des Verglasungsvorganges.
in dem Zahn verbleibt. Hierzu muß aber dann ein Zapfen aus Platin oder einem sonstigen
hoch schmelzbaren Material verwendet werden, der die hohen Temperaturen bei der
Verglasung verträgt.
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Bei den auf diese Weise hergestellten künstlichen Zähnen wind die
Form des Körpers A und des Schmelzmaterials B sauber hergestellt. Ferner
werden die genauesten Zeichnungen .der Zahnoberfläche von der Schneidekante bis
zum höchsten Punkt am Zahnhals erhalten. Es wird noch darauf hingewiesen, daß selbstverständlich
der Halsteil 5 der Form 3a derselbe wie der Halsteil 5 der Form 3 für die endgültige
Gestaltung des Zahnes ist. Die Form und die Einzelheiten der Zeichnung in dem Halsteil
sind in den beiden Formungsstufen die gleichen, nämlich zuerst in dem Formteil 3a
und dann in dem Formteil 3 in Verbindung mit dem gleichbleibenden Formteil e. Da
fernerhin der Formteil e mit den beiden Lippenformteilen 3 und 3a verwendet wird
und der Körper A in beiden Stufen in genau der gleichen Lage in dem Zungenformteil
2 bleibt, können keine unerwünschten Beanspruchungen auftreten, welche Risse oder
Brüche des Körpers A aus Biskuitporzellan während des Anbringens des Schmelzteiles
B verursachen. Ferner wird die Schmelzschicht B unterhalb der Spitze und des Zahnhalses
angebracht, so daß keine Beanspruchungen auf den dem Teil 5 entsprechenden Halsteil
ausgeübt werden. Schließlich übt auch das Anformen des helltönigen Materials
B.
nur einen geringen oder sogar überhauet keinen Druck auf den mittleren Teil des
Körpers A aus, während an der Schneide. kante, wo ein breiterer Körper geformt wird,
die Formung zwischen zwei Metallstempeln sich vollzieht. Infolgedessen besteht dort
nur eine geringe oder überhaupt keine Bestrebung, eine schädliche Einwirkung auf
den Zahnkörper A auszuüben, der zerbrechliche Körper A wird während des Anbringens
der Schmelzschicht B in keiner Weise beschädigt. Gegebenenfalls kann auch auf .die
Form 3 nach Abb: 2 gänzlich verzichtet werden und der Formteil 3a mit zwei Sätzen
auswechselbarer Teile 6a und 6 (Abb. 4. und 6) versehen werden. Abb. q. und 6 unterscheiden
sich lediglich dadurch voneinander, daß die Vertiefung 7a der Abb. q. im Vergleich
mit der Vertiefung 7 der Abb. 6 verschieden ausgebildet ist, wobei die erstere zur
Herstellung der Oberfläche des Körpers A und die zweite zur Herstellung der Oberfläche
der Schmelzschicht auf dem unteren Zweidrittel des Zahnes dient. Für die Herstellung
des Körpers A wird gemäß Abb. q. der Teil 6a in die Form 3a eingebracht.
Nach dem Brennen wird der Formteil 3a entfernt und aus ihin der Körper 6a herausgenommen
und durch den Körper 6 nach Abb. 6 ersetzt. Hierauf wird das helltonige Porzellanmaterial
in die Vertiefung des Körpers 6 eingebracht und auf dem unteren Zweidrittel des
Zahnes auf den Körper A aufgeformt. Der fertig geformte Zahn wird wieder aus den
Formen entfernt und in üblicher Weise dem Verglasungsvorgang unterworfen. Da bei
dem beschriebenen Vorgang der Halsteil 5 durch ein- und denselben Formteil gebildet
wird; kann keine unzulässige Beanspruchung auf den Zahnkörper aus Biskuitporzellan
und infolgedessen auch kein Riß oder sonstige Schädigung auftreten.
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Bei der Verwendung eines Formteiles 3a mit zwei auswechselbaren Teilen
6 und 6a muß der Teil 5 sowie der Teil 7 des Körpers 6 die. endgültigen Zeichnungen
des Zahnes besitzen. Um dies zu erreichen, wird der Stahlzahnstempel gemäß Abb.
7 zwischen die Formenteile 2, 3a und 6 eingelegt und diese alsdann dem erforderlichen
Druck unterworfen. Wenn auf diese Weise einmal der Halsteils eingepreßt ist, ist
es nicht mehr erforderlich, den Stempel nach Abb. 7 zu verwenden, wenn der Teil
6 durch den Teil 6a ersetzt wird; denn die Oberfläche 7a dient nicht zur Formung
der Außenfläche des Zahnes.
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Bei der Ausführung des beschriebenen Formverfahrens werden keine unzulässigen
Beanspruchungen auf den Körper A aus Biskuitporzellan ausgeübt, da das helltonige
Porzellan Bin relativ dünner Schicht auf den Körper A aufgebracht wird und sich
die Hauptbeanspruchung auf die Schneidekante X (Abb. 8) konzentriert, wo sich die
Schicht B in größerer Stärke befindet und wo die Formung zwischen zwei Metalloberflächen
(vgl. Abb. 6) anstatt zwischen einer Metalloberfläche und dem Zahn aus Biskuitporzellan
stattfindet. Wie Versuche ergeben haben, können derartige zweiteilige Formen wiederholt
verwendet werden, ohne däß sich beim Formvorgang Ausschuß ergibt: Die Formen können,
wie beschrieben, unbegrenzt gebraucht werden, indem man die beiden Formträger 6
und 6a auswechselt und nacheinander an den Formteil anbringt. In der Praxis jedoch
wird man, insbesondere wenn eine große Menge von Zähnen hergestellt werden soll,
zweckmäßig das Auswechseln der Teile 6 und 6a vermeiden. Zu diesem Zweck kann der
Formkörper, wie er in dem oberen Teil der Abb. q. dargestellt ist, in einem einzigen
Gußstück gebildet werden, indem man den Formteil 3" mit dein Körper 6a und
Teil i i benutzt. Hierbei sind alle diese Teile bestimmt an ihrem Platz gehalten,
gm als Einheit gehandhabt zu werden. Diese Einheit wird als Form benutzt und somit
die in Abb. 3a dargestellte Lippenseitenform erzeugt. Hierauf kann der Körper 611
von dem Formteil 3a entfernt und durch Körper 6 (Abb.6) ersetzt werden. Wenn nur
ein Formsatz gewünscht wird, kann der Körper 6 dauernd mittels der Schrauben i2
an dem Formteil 3a befestigt werden. Dann arbeiten drei Formteile paarweise miteinander;
zunächst arbeitet nämlich der Zungenformteil 2 mit der neuen aus einem Stück bestehenden
Form gemäß Abb. 3a in der gemäß Abb. q. beschriebenen Arbeitsweise miteinander,
worauf derselbe Formteil 2 mit den Formstücken 3a und 6 gemäß Abb. 6 zusammenarbeitet.
Auf diese Weise wird das Auswechseln der Körper 6 und 6a vermieden. Andererseits,
wenn eine große Anzahl von Formsätzen vorhanden sein soll, können soviel Duplikate
als gewünscht gemäß Abb.3a hergestellt werden und in ähnlicher Weise eine zusätzliche
Anzahl von einteiligen Formen erzeugt werden. Ebenso kann eine zusätzliche Anzahl
von einteiligen Formen hergestellt werden, indem man die Teile 3a, 6 und i i gemäß
Abb. 6 als Form benutzt.
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Gemäß vorliegender Erfindung wird in der Hauptsache irgendeine Materialzerstörung
oder Änderung der Form des Halsteiles des Zahnkörpers vermieden, nachdem diese durch
die erste Formung mittels des die Vertiefung 7a enthaltenden Formteils gebildet
worden ist. Wenn der Halsteil mittels der Ver- i tiefung 5 während der ersten Stufe
der Formung vollendet und der kurze Zahn hergestellt
worden ist
(Abb. d.), so wird durch die darauffolgende Formung zur Anbringung des helltonigen
Porzellans B auf dem kurzen Zahnkörper A (sei es mittels des Formteiles nach Abb.
2 oder mittels des in Abb. 6 dargestellten Formteiles) verursachte Pressung auf
das Material B auf der Schneidekante ausgeübt. Die Vertiefung 5 übt außer dem Niederdrücken
zur Erfassung des fertig geformten Halsteiles keine Druckkräfte aus, verhindert
aber somit für den Fall eines besonders starken Druckes auf das Material B eine
Verschiebung des Zahnkörpers A. Somit besteht die Einwirkung auf den Halsteil bei
dem zweiten Formvorgang mehr in einem Widerstand als aktivem Formen. Die Ausbildung
der Vertiefung 5 für den Halsteil in der Form nach Abb.6 muß selbstverständlich
genau so wie die Ausbildung des entsprechenden Teiles 5 in der Form nach Abb. d.
sein.
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Wie weiter oben erwähnt, muß zunächst der Stahlzahnstempel nach Abb.
7 in die Vertiefungen 5 und 7 (Abb. 2 und 6) eingepreßt werden, wodurch die Formteile
3a die geeignete Ausbildung der Vertiefung 5 erhalten. Dies wurde eingangs an Hand
der Formen 3 beschrieben, bevor die Ausführungsform gemäß Abb. 3a und des Formteiles
3" nach den Abb. d. und 6 erwähnt wurden. Bei der Ausführungsform nach Abb.6
muß der Zahnstempel nach Abb. 7 in die Vertiefung 7 des Körpers 6 eingepreßt werden,
nachdem der letztere in den Formteil 3a angebracht ist. In diesem Falle kann daher
die Einpressung der Vertiefung 5 zur gleichen Zeit erfolgen. Bei der Ausführungsform
nach Abb. 4. kann jedoch nicht in der gleichen Weise vorgegangen werden. Die Oberfläche
der Vertie-f ung 7a des Körpers 6a ragt nämlich zu weit in den Raum 8 für
den Zahnkörper hinein, als daß der Zahnstempel in der erwähnten Weise verwendet
werden könnte. Deshalb muß die Einpressung des Zahnstempels in einen Formteil 3
(Abb.2) erfolgen, bevor dieser noch mit der Ausbuchtung 9 nach Abb. 3 versehen ist.
Man könnte auch derart zur Herstellung der Vertiefungen vorgehen, daß man den Formteil
3a, bevor dieser noch mit einer Einpressung versehen ist, mit dem Körper 6a verbindet
und dann einen Stahlstempel nach Abb. 7 verwendet, der dem zuerst herzustellenden
kurzen Zahnkörper A
in seiner Ausbildung entspricht. Wenn dann der Tei16a
entfernt wird, kann ferner der volle Stahlstempel gemäß Abb.7, welcher dem endgültig
herzustellenden Zahn entspricht, zwischen die Formteile 2 und 3" eingesetzt
werden, um der Vertiefung 5 für den Halsteil die endgültige Gestalt zu geben. Diese
Herstellungsweise ist jedoch nicht sehr zweckmäßig, da es immerhin möglich ist,
daß der Stempel nicht fest in seiner Lage gehalten wird und außerdem an der Kante
zwischen dem Halsteil 5 und der Ausbuchtung 9 ein zu großer Druck ausgeübt wird.
Um die Ausführungsform nach Abb. q. herzustellen, wird daher zweckmäßig entweder
die Zahnvertiefung in dem Teil 3 mittels des Zahnstempels eingepreßt, bevor die
Ausbuchtung 9 angebracht ist, oder es wird der für die in Abb. 4. zusammengesetzten
Formen passende abgeänderte Stahlstempel verwendet.