DE71603C - Metallpatrone für Signalzwecke mit Vorrichtung zur Befestigung an der Laufmündung einer Handfeuerwaffe - Google Patents
Metallpatrone für Signalzwecke mit Vorrichtung zur Befestigung an der Laufmündung einer HandfeuerwaffeInfo
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- DE71603C DE71603C DENDAT71603D DE71603DA DE71603C DE 71603 C DE71603 C DE 71603C DE NDAT71603 D DENDAT71603 D DE NDAT71603D DE 71603D A DE71603D A DE 71603DA DE 71603 C DE71603 C DE 71603C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B12/00—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
- F42B12/02—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
- F42B12/36—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information
- F42B12/40—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information of target-marking, i.e. impact-indicating type
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74: Signalwesen.
F. CANIS in HAMBURG.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Pistole mit eigenartig aufgebauter
Metallpatrone für Sighalzwecke. Dieselbe soll vorzugsweise im militärischen Felddienst, im
Eisenbahn- und Schiffsverkehr Verwendung finden, kann aber im allgemeinen überall da
mit Erfolg benutzt werden, wo es sich darum handelt, auf sehr weite Entfernungen hin deutlich
wahrnembare Zeichen zu geben.
Auf beiliegender Zeichnung sind beide Theile der Erfindung, Fig. 1 im senkrechten
Schnitt und Fig. 2 in Oberansicht, dargestellt. Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt durch die
Patrone nach der Linie A-B.
Da die Patrone den wichtigeren Theil der Erfindung bildet, so soll ihr Aufbau zunächst
besprochen werden. Dieselbe besteht aus einem rundlichen Hohlkörper k mit einem cylindrischen
Zapfen \ und einem kegelförmigen Zapfen ^2. Ersterer dient in Verbindung mit
einer mehrfach durchbohrten und mit Gewinde versehenen Schraube s zur Befestigung in der
Mündung der Pistole, während letzterer zur Füllung der Patrone und zur Aufnahme eines
Verschlufspfropfens ρ dient. Die Befestigung der Patrone in der Mündung des Pistolenlaufes
kann, wie gezeichnet, durch Bajonnetverschlufs, hergestellt durch den mit Schlitzen i versehenen
Bund b der Schraube s und die Nasen n, im Pistolenlauf geschehen. Die Schraube s hat
eine centrale Bohrung c und um dieselbe zwei bis vier gleichartig angeordnete Bohrungen 0,
welche mit der gröfseren Bohrung c durch eine entsprechende Anzahl enger senkrechter
Bohrkanäle o2 in Verbindung stehen. Die äufsere Mündung der Bohrung c dient zum
Einsetzen eines Zündhütchens t, während die innere Mündung eines mit Kopf und Gewinde
.versehenen festen Schlagbolzens χ dient. Derselbe kann zu dem Zündhütchen in der Längs-.
richtung der Bohrung c eingestellt werden.
Die Füllung der Patrone besteht aus einem Gemisch von ungefähr 4 Theilen Magnesiumpulver
und ι Theil sehr feinem Schiefspulver. Als Verschlufs wird zweckmäfsig ein Filzpfropfen
benutzt.
Die Pistole P hat die bekannte Form, nur ist der Laufdurchmesser derselben etwas gröfser
als bei den bekannten Pistolen, und dient der Lauf im vorliegenden Falle zur Aufnahme eines
' in der Laufrichtung vom Abzug α in Thäfigkeit zu setzenden Schlagbolzens x2, welcher
sich mittelst des Bundes b2 an der inneren
Laufwand führt und zwischen Bund und hinterer Laufwand eine Schraubenfeder f hat,
welche durch den Abzug, den in einer Ausfräsung des letzteren-angeordneten Schnepper d
und den in der Aussparung g um u drehbaren Hebel h gespannt wird.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Die gefüllte und mit einem Filzpfropfen
verschlossene Patrone wird in die Mündung des Laufes geschoben, wobei die Nasen η durch die Schlitze i hinter den
Bund b treten. Eine hierauf erfolgende Drehung der Patrone bewirkt die Befestigung derselben
am Lauf. Drückt man jetzt den Abzug zurück, so schiebt der in eine Rast des Hebels h
fassende Schnepper d den unteren Theil dieses
Hebels vor, während der obere gegabelte Theil desselben den Schlagbolzen x2 zurückzieht. In
demselben Augenblick, wo der Schnepper aus der Rast gleitet, wird der Bolzen χ- durch
die Feder f vor- und gegen das Zündhütchen geschnellt, welches sich entzündet und durch
die Bohrung c und die Feuerkanäle ο ο- die Pulvermischung entzündet. Infolge des den
Kanälen ο vorgelagerten Bolzenkopfes χ werden die Feuergase gezwungen, die Entzündung der
Patronenfüllung auf den durch die eingezeichneten Pfeile (Fig. i) angedeuteten Wegen zu
bewirken, und zwar von der äufseren Schicht der Füllung beginnend nach der Mitte zu.
Nach abgefeuertem Schufs drückt man den Abzug nach oben, wobei der Schnepper wieder
in die Rast des Hebels h greift.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Eine Metallpatrone für Signalzwecke mit Vorrichtung zur Befestigung an der Laufmündung einer Handfeuerwaffe, bei welcher ein in dem bauchigen Theil der Patrone befindliches Gemisch von ungefähr ι Theil feinkörnigem Schiefs- und ungefähr 4 Theilen Magnesiumpulver dadurch von den Seiten nach der Mitte zu durch Explosion eines mit der Patrone verbundenen Zündhütchens (t) zur Entzündung gebracht wird, dafs die Feuergase zwecks schneller und vollständiger Verbrennung der Füllung gezwungen werden, durch symmetrisch in der Verschlufsschraube fs) der Patrone angeordnete Kanäle (o o~) und um einen letzteren vorgelagerten Kopf eines in besagter Schraube verstellbaren Stiftes (x) zu schlagen.Eine zur Abfeuerung der im Anspruch i. gekennzeichneten Patrone dienende Handfeuerwaffe in Form einer Pistole, bei welcher ein im Laufe derselben angeordneter und ein unter Einwirkung einer Feder (f) stehender Schlagbolzen (x2) vom Abzug (a) aus durch einen Schnepper fd), welcher in die Rast eines mit dem Schlagbolzen gelenkig verbundenen Doppelhebels (h) greift, in Thätigkeit gesetzt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE71603C true DE71603C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT71603D Expired - Lifetime DE71603C (de) | Metallpatrone für Signalzwecke mit Vorrichtung zur Befestigung an der Laufmündung einer Handfeuerwaffe |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE71603C (de) |
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