DE714973C - Netz- und Weichmachungsmittel - Google Patents

Netz- und Weichmachungsmittel

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DE714973C
DE714973C DEO20540D DEO0020540D DE714973C DE 714973 C DE714973 C DE 714973C DE O20540 D DEO20540 D DE O20540D DE O0020540 D DEO0020540 D DE O0020540D DE 714973 C DE714973 C DE 714973C
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DE
Germany
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sulfonic acids
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radical
molecular weight
wetting
Prior art date
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Expired
Application number
DEO20540D
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English (en)
Inventor
Dr Kurt Lindner
Dr Arno Russe
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ORANIENBURGER CHEM FAB AG
Original Assignee
ORANIENBURGER CHEM FAB AG
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Aus der britischen Patentschrift 313453 und der französischen. Patentschrift 705081 ist es bekannt, hochmolekulare endständige •Sulfonsäuren von der allgemeinen Formel R · C O. O. X · S O3 H als Reinigurgs-, Emulgierungs- und Benetzungsmittel zu verwenden. In dieser Formel bedeuten R einen höhermolekula'ren aliphatischen Kohlenwasserstoffrest und X einen Alkylenrest oder einen aromatischen oder einen hydroaromatischen Rest; Es ist ferner bekannt, daß auch hochmolekulare Alkykchwerelsäuren, Alkylsulfonsäuren oder Verbindungen, die Sulfogruppen sowohl esterariig als auch in echt gebundener Form enthalten, wertvol'e Reinigurgs-, Emulgierungs- und Benetzungsmittel darstellen (vgl. z. B. die französischen Patentschriften 640 617, 671065 und 671456). Diesen Körpern kommt die allgemeine ZusammensetzuKg R · O · S O3 H, R · S O3 H oder
SO3H
zu, wobei in diesen Formeln R
einen höhermolekularen aliphatischen oder einen cyeloaliphatischen Kohlenwa3serstoffrest bedeuten. Diese Siilfonierungsprodukte, die meist in Form ihrer Alkali- oder Ammoniumsalze, mitunter aber auch in Form ihrer Erdalkalisalze oder AluminiumEalze oder als Neutralisationsprodukte organischer Basen angewandt werden, besitzen nicht nur ein gutes Reinigurgs- Benetzungs-, Emulg'erungs- und Avivierungsverniögen, sondern sie zeichnen sich auch durch große Beständigkeit gegen die Härtebildner des Wassers, gegen Salze und Säuren aus. Sie sind sogar imstande, einfache Seifen oder niedrig- bzw. mittelstark sulfoniert« Türkischrotöle, die an sich gegen hartes Wasser, Säuren, Metallsalze usw. unbeständig sind, gegen die Einwirkung dieser Stoffe bis zu einem gewissen Grade zu stabilisieren. Bei den an zweiter S.e.'le erwähnten Alkylschwefekäuren bzw. Alkylsulfonsäuren sind allerdings die Beständig'ie'.tseigenschaften und auch das Stabiisierungsvermögen gegen andere Agenden, z. B. das Kalkseifenschutzvermögen, nicht so stark ausgeprägt wie bei den ersterwähnten kondensierten endständigen Sulfonsäuren. Dafür ist aber die zweitgenannte Gruppe wieder durch andere Eigenschaften, insbesondere durch besseres Weichmachungsvermögen, von. der er-terwähnten Gruppe vorteilhaft unterschieden.
''·') Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Kurt Lindner und Dr. Arno Russe in Oranienburg.

Claims (1)

  1. Es wurde nun gefunden, daß durch geeignete Mischung der Salze kondensierter endständiger Sulfonsäuren.,
    R. C O. O-X· S O3 Me, ;
    mit den Salzen von hochmoleku'aren Alkyl-, schwefelsäuren oder Alkylsulfonsäuren, R . O · S O3 Me bzw. R-SO3 Me bzw.
    ,0-SO3Me
    eine unerwartete Verbesserung der Eigenschaften eintritt. Bei den oben angegebenen Formeln b ezeichnen R einen höhermolakularen aliphatischen oder einen cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffrest, X einen aromatischen oder hydroaromatischen Kohlenwasserstoffrest und Me ein Metallatom, den Ammoniumrest
    in oder den Rest einer organischen Base. Die Beständigkeitseigenschaften, das Netzvermögen sowie die weicbmachende Wirkung der Gemische sind besser als die der einzelnen Komponenten. Auch zusammen mit Seifen oder verhältnismäßig unbeständigen sulfonierten Ölsn sind die gleichen Verbesserungen der Eigenschaften deutlich zu bemerken. Man ist dadurch in der Lage, die wertvollen Eigenschaften der sulfonierten Fettalkohole oder der Alkylsulfonsäuren voll auszunutzen, ohne die hohen BeständigkeitDeigenschaften der kondensierten endständigen Sulfonsäuren entbehren zn müssen.
    Beispiel 1
    Viscosekunstseide wird bei 200 mit einem Mischprodukt aviviert, das aus gleichen Teilen Oleinalkoholsulfonat und dem nach dem britischen Patent 313453 hergestellten endständigen Sulfonat des Laurinsäurekresylesters besteht. Man erhält -einen besonders guten W eichm a chungs effekt.
    .Beispiel 2
    Sulfitcellulose wird nach dem. Kochen im Zellstoffkocher mit 1,5% des im Beispiel 1 erwähnten Gemisches 45 "Minuten bei 40 bis 45° behandelt. Man erhält ein gut durchgenetztes Material, das ohne verlustbringendes Umkochen gebleicht werden kann.
    Beispiel 3
    100 kg trockene Häute werden in eine Grube gebracht, in der sich etwa 2501 Wasser und 0,5 kg eines Produktes ge näß Beispiel ι befinden. Es wird in verhältnismäßig kurzer Zeit ein vollkommenes Durchnässen und Durchweichen der Häute erzielt.
    Man kann die Mischungsverhältnisse nach den praktischen Bedürfnissen abändern.
    Es ist auch möglich, Lösungsmittel, wie einfach substituierte oder chlorierte Kohlenwasserstoffe, Alkohole aliphatischer oder hydro aromatischer Natur, Ketone, Ester, Dioxan usw.., oder Mineralölkohlenwasserstoffe, Neu- 6g tralfette, Fettsäuren usw. durch die Produkte der Erfindung in wassermischbare Form überzuführen. Alle so gewonnenen Zubereitungen übertreffen die mit den Einzelkomponenten erhältlichen Zubereitungen an Stabilität und Wirksamkeit.
    Pa τ ε χ τ λ χ spruc η. :
    Verwendung von Mischungen, die als erste Komponente Verbindungen der allgemeinen Formel R · C O · O · X · S O3 Me und als zweite Komponente Verbindungen der allgemeinen Formel R · O · S Oa Me und bzw. oder R · S O3 Me und bzw. oder
    0-SO3Me
    R χ - enthalten, wobei R einen
    höhermolekularen aliphatischen oder einen cycloaliphatLchen Kohlenwa ser-toffrest, X einen aromatischen oder hydroaromatischen Kohlenwasserstoffrest und Me ein Metallatom, den Ammoniumrest oder den Rest einer organischen Base bedeuten, als Netz- und Weichmachungsmittel in der Textil-, Leder- und Papierindustrie.
DEO20540D 1933-04-02 1933-04-02 Netz- und Weichmachungsmittel Expired DE714973C (de)

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