DE71452C - Elektrisch durch farbige Scheiben beleuchteter Springbrunnen - Google Patents
Elektrisch durch farbige Scheiben beleuchteter SpringbrunnenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F21—LIGHTING
- F21S—NON-PORTABLE LIGHTING DEVICES; SYSTEMS THEREOF; VEHICLE LIGHTING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLE EXTERIORS
- F21S8/00—Lighting devices intended for fixed installation
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F21—LIGHTING
- F21W—INDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES F21K, F21L, F21S and F21V, RELATING TO USES OR APPLICATIONS OF LIGHTING DEVICES OR SYSTEMS
- F21W2131/00—Use or application of lighting devices or systems not provided for in codes F21W2102/00-F21W2121/00
- F21W2131/40—Lighting for industrial, commercial, recreational or military use
- F21W2131/401—Lighting for industrial, commercial, recreational or military use for swimming pools
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Special Spraying Apparatus (AREA)
Description
KAISERLICHES
Zweck vorliegender Neuerung ist, mittels Elektricität eine selbstthätige, leuchtende Fontaine
zu bilden, bei welcher zu wiederholtem Gebrauch immer eine und dieselbe Wassermasse
verwendet wird.
Fig. ι zeigt im Grundrifs eine elektrisch beleuchtete
Fontaine der neuen Construction, Fig. 2 eine Stirnansicht derselben; Fig. 3 zeigt
eine Form des schraubenförmig zusammengewickelten Drahtes zur Erhitzung der als motorische
Kraft verwendeten Luft. Fig. 4, 5, 6 und 7 zeigen einen transportablen Tisch, auf welchem die elektrischen Vorrichtungen
zur Uebertragung und Umschaltung des elektrischen Stromes angeordnet sind. Fig. 8 zeigt
im Schnitt die Anordnung eines Wasserbehälters mit einem Stromkreisunterbrecher zur Ausschaltung
des Stromes.
Der Springbrunnen ist wie üblich angeordnet: ein in der Mitte vorgesehenes elektrisches
Licht ist von einem mit Unterbrechungen in Drehung versetzten Schirm umgeben, in welchen
farbige Glasscheiben eingesetzt sind, um das nach der Linse beförderte Licht zu färben;
diese Linse bildet den Abschlufs eines Düsenrohres, dessen gläserne Düse aus der Mitte des
Springbrunnenbassins hervorragt.
Bei vorliegender Anordnung wird zum Emporwerfen eines Wasserstrahles durch die
Springbrunnendüse als motorische Kraft die Elektricität verwendet, wobei durch fortwährendes
Zurückfuhren des Wassers nach dem Zuleitungskanal immer dasselbe Wasserquantüm benutzt wird.
A, Fig. ι und 2, ist das Bassin für den Springbrunnen, B das an seinem unteren Ende
mit einer Linse und an seinem oberen Ende mit einer gläsernen Düse ausgerüstete Strahlrohr.
C ist die in die Trommel D eingesetzte elektrische Lampe; erstere bildet einen drehbaren
Schirm mit verschiedenfarbigen Glasscheiben. Unter dem Bassin A befinden sich zwei Luftkammern
EE1, die durch die Rohre e e1 mit
den geschlossenen Wasserbehältern F F1 in
Verbindung stehen. Letztere stehen durch Rohre ff1 mit dem Strahlrohr B in Verbindung,
wobei in jedes Rohr ein Ventilkasten f* eingesetzt ist. Das Ventil bekannter Anordnung
ist in den unmittelbar mit dem Wasserbehälter in Verbindung stehenden Theil des
Rohres eingesetzt.
In jede der Luftkammern EE1 ist ein
Rahmen G mit Stiften g eingesetzt; an letztere wird nichtumsponnener Draht in der aus
Fig. ι ersichtlichen Weise befestigt. Noch besser eignet sich eine schraubenförmig zusammengewickelte
Drahtspirale (Fig. 3).
Eine abnehmbare, luftdicht schliefsende Thür dient zum Abschlufs jeder Luftkammer, nachdem
der Rahmen eingesetzt ist. Die Enden dieses Drahtes oder der Drahtspirale sind an
isolirte Stifte h h1 angehängt. Der Stift h in
der Kammer E steht mit einer Bürste i des Scheibencommutators I auf Welle H in Verbindung
; letztere ruht in einem winkelförmigen Gestell H1 aus Messing auf, das mittels Bolzen
auf einem transportablen Tisch K befestigt ist. Dieser in Fig. 4 bis 7 für sich in natürlicher
Gröfse gezeichnete Tisch K trägt gleichzeitig die Anschlüsse k k1 für die Drähte von der
Elektricitätshauptquelle.
Stift /z1 der Luftkammer E ist in unmittelbarer
Verbindung mit dem Anschlufs A1; in gleicher Weise ist Stift h der Luftkammer E1
mit der Bürste V und Stift hl derselben Kammer
mit dem Anschlufs k1 verbunden. In jedem Wasserbehälter befindet sich ein Schwinghebel L,
Fig. 8, der mit einem Elektromagneten M dadurch in Verbindung steht, dafs dessen Draht
an den Anschlufs k1 herangeführt wird. Dieser Magnet bethätigt bei seiner Erregung den Commutator
/ in der nachbeschriebenen Weise.
In jeden Wasserbehälter ragt ein Stift Z hinein, der durch einen Draht mit einer Feder Z1
in Verbindung steht; Feder Z1 legt sich gegen den Stift h der Luftkammer an, mit welcher
der Wasserbehälter in Verbindung steht. An dem einen Ende des Hebels L sitzt ein
Schwimmer, der mit dem jeweiligen Wasserstand auf- und abwärtsbewegt wird. Beim Sinken bis auf einen bestimmten Wasserstand
trifft das andere Ende des Hebels an den isolirten Stift Z; hierdurch wird der Hebel in den
elektrischen Stromkreis eingeschaltet.
M1 ist ein Anker, der drehbar zwischen der
am Gestell H1 befestigten Gabel aufgehängt und mit einem Sperrkegelhebel N an diesem
Gestell verbunden ist; der Sperrkegel greift in ein Schaltrad N1 auf der Welle H, die gleichzeitig
den Schirm D trägt. Wird daher der Elektromagnet erregt, so zieht er den Anker M1 an
und wird hierdurch das Schaltrad um einen Zahn weiter gedreht, was eine gleichzeitige
Drehung des Schirmes um die entsprechende Bogenlänge und damit einen Wechsel in der
Farbe des auf die Linse im Rohre B geworfenen Lichtes zur Folge hat.
Die luftdicht abgeschlossenen Wasserbehälter FF1 stehen durch die Rohre aa1 mit
dem Bassin A in Verbindung; die in diese Rohre eingesetzten Ventile a* öffnen sich,
wie am besten aus Fig. 8 ersichtlich, nach den Kammern zu. Um den Springbrunnen in Betrieb zu setzen, werden die Wasserbehälter
vom Bassin A aus gefüllt, der Lampenstromkreis wird geschlossen und ein elektrischer Strom beispielsweise in die Luftkammer
E geleitet. Da die in letztere eingeschlossene Drahtspirale erhitzt wird, so wird
auch die in diese Kammer eingeschlossene Luft erhitzt und entweicht durch die Röhren e e
in die Kammer F; der auf das Wasser in letzterer wirkende Druck drückt dieses Wasser
durch Rohr /, das durch den Ventilkasten /* getheilt ist, in das Strahlrohr B, aus dem es
in Form eines Strahles austritt. Diese Wirkung der erhitzten und dadurch sich ausdehnenden
Luft wird so lange dauern, bis der Wasserbehälter nahezu entleert ist. In diesem Augenblick
schwingt der Hebel L durch Senken des Schwimmers herum und es tritt Stromschlufs
am Stift Z ein. Der elektrische Strom geht dann durch die Spulen des Elektromagneten M,
dessen Anker M1 angezogen wird; hierdurch wirkt der mit Sperrkegel besetzte Hebel auf
das Schaltrad N\ der Commutator wird weiter geschoben und die Bürste i1 in den Stromkreis
eingeschaltet. Infolge Drehung der Commutatorwelle wird nicht nur der Schirm D weiter
gedreht, sondern auch der Draht in der Luftkammer E1 in den Stromkreis eingeschaltet.
Die in dieser Kammer erhitzte Luft wirkt auf das in Kammer F1 eingeschlossene Wasser,
worauf die gleiche Wirkung wie vorher eintritt, indem die Speisung des Strahlrohres B
so lange aufrecht erhalten bleibt, bis die Kammer F1 entleert ist.
Während dieses Vorganges hat der Draht in der Kammer E Zeit gehabt, sich abzukühlen,
und der Austritt von Wasser aus der Kammer F1 bewirkt wiederum ein Umschalten des Stromes
in die in der Luftkammer E enthaltene Drahtspule.
Wenn es wünschenswerth erscheint, kann noch eine dritte Luft- und Wasserkammer angeordnet
werden, um zur Abkühlung des Drahtes in den Luftkammern genügend Zeit zu gewinnen. Die Art der Umschaltung von
Strom in die dritte Drahtspule vollzieht sich ebenso wie bei den beiden anderen Drähten.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein elektrisch durch farbige Scheiben beleuchteter Springbrunnen, dadurch gekennzeichnet, dafs das Wasser von mehreren mit Zu- und Ableitungsrohren sowie Ventilen versehenen geschlossenen Behältern dadurch zürn strahlenförmigen Aufsteigen gebracht wird, dafs die in einem Behälter befindliche Luft mittels starker, durch Leitungsdrähte geführter Ströme erwärmt wird, wobei zur Erzielung eines ununterbrochenenen Betriebes nach Entleerung des wirksamen Behälters durch selbstthätige Umschaltung des Stromes die Heizvorrichtung eines anderen inzwischen gefüllten Behälters eingerückt wird, welche Umschaltung zugleich die Drehung einer die Farbenscheiben tragenden Trommel behufs Aenderung in der Farbenwirkung veranlafst.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE71452C true DE71452C (de) |
Family
ID=344756
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT71452D Expired - Lifetime DE71452C (de) | Elektrisch durch farbige Scheiben beleuchteter Springbrunnen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE71452C (de) |
-
0
- DE DENDAT71452D patent/DE71452C/de not_active Expired - Lifetime
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