DE283030C - - Google Patents
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- DE283030C DE283030C DENDAT283030D DE283030DA DE283030C DE 283030 C DE283030 C DE 283030C DE NDAT283030 D DENDAT283030 D DE NDAT283030D DE 283030D A DE283030D A DE 283030DA DE 283030 C DE283030 C DE 283030C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H29/00—Switches having at least one liquid contact
- H01H29/16—Switches having at least one liquid contact operated by dipping soil contact into stationary contact liquid
Landscapes
- Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 283030 KLASSE 21c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. April 1914 ab.
Die bekannten Quecksilberschaltröhren haben den großen Nachteil, daß sie zuverlässig nur
4 bis 5 Amp. bei höchstens 220 Volt Gleichstrom unterbrechen. Ein weiterer Nachteil
besteht darin, daß zum Schließen und Unterbrechen des Stromes meistens die ganze Röhre
gekippt, also große Massen bewegt werden müssen. Die Erfindung betrifft eine Quecksilberschaltröhre,
welche von diesen Nachteilen frei ist und ermöglicht, bei 220 Volt Gleichstrom
40 bis 50 Amp. und selbst bei 550 Volt noch etwa 30 Amp. dauernd, d. h. in häufiger
Folge zu unterbrechen.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel.
!5 Die Schaltröhre besteht aus einem Glasgefäß a
mit einem unteren röhrenförmigen Teil b und einer oberen kugelförmigen Erweiterung e.
Innerhalb der Röhre befinden sich zwei Quecksilbermassen d und e übereinander angeordnet,
die eine am unteren Ende des röhrenförmigen Teiles, die andere an der Übergangsstelle von
diesem Teile zur kugelförmigen Erweiterung c. Jede der beiden Quecksilbermassen benetzt
entsprechend kräftige, luftdicht eingeschmolzene Stromzuleitungsdrähte f bzw. g. Die
obere Quecksilbermasse e ist mehr oder weniger ringförmig gestaltet, indem sie von einem
an dem unteren Gefäßteil b angeschmolzenen, bis über die Oberfläche der oberen Quecksilbermasse
ragenden Ansatzrohr k durchsetzt wird. Die leitende Brücke zwischen den beiden
die Pole der Schaltröhre bildenden Quecksilbermassen wird durch einen vertikalen Stab i
gebildet, welcher unten in die untere Quecksilbermasse d taucht, den röhrenförmigen Teil b
nebst Ansatz K durchsetzt und an seinem oberen Ende an einem abwärts gebogenen
Bügel k einen auf der Oberfläche der oberen Quecksilbermasse e schwimmenden Eisenring m
trägt.
Die Unterbrechung des Stromes, welcher durch die Einführungsdrähte f und g ein-
bzw. herausgeführt wird, erfolgt durch Herausheben des Eisenringes m aus der oberen
Quecksilbermasse e, während das untere Ende des Stabes i beim Heben in der unteren
Quecksilbermasse d eingetaucht bleibt. Der Stab i wird durch das' den röhrenförmigen
Teil b umgebende Solenoid η bei dessen Erregung gehoben, indem letzteres hierbei den
innerhalb des röhrenförmigen Teiles angeordneten, aus einem Eisenzylinder bestehenden
Solenoidkern 0 anhebt. Der Eisenzylinder 0 ist jedoch zweckmäßig mit dem Stab i- nicht
starr verbunden, sondern zwischen den Anschlagen -p und q leicht verschiebbar. Der
Eisenzylinder ist zu diesem Zwecke durch durchlochte Deckel r abgeschlossen, welche
auf dem Stab i gleiten und aus unmagnetischem Stoff bestehen sollen, damit sie nicht
an dem zweckmäßig aus Eisen bestehenden Stab i magnetisch festhaften. Infolge dieser
Anordnung bewegt sich bei der Erregung der Solenoidspule η der Eisenzylinder 0 zunächst
leer aufwärts und erst, wenn er eine bestimmte Strecke zurückgelegt, also eine gewisse Geschwindigkeit
erlangt hat, stößt der obere Deckel r gegen den oberen Anschlag q des
Stabes i und nimmt letzteren mit. Die Unterbrechung des Stromes zwischen dem
Eisenring m und der oberen Quecksilbermasse e
erfolgt mit großer Geschwindigkeit und daher
zuverlässig. Wenn die Solenoidspule η wieder
stromlos gemacht wird, sinkt der Eisenzylinder ο und der Stab i mit dem Eisenring
m und stellt die Stromverbindung wieder her. Es ist zweckmäßig, daß der Eisenring
m hierbei nicht erst tief in das Quecksilber eindringt, sondern gleich an der
Oberfläche des Quecksilbers in Ruhe kommt, um heftige Bewegungen des Quecksilbers zu
ίο verhüten, und dies wird durch die große
Fläche des Eisenringes erleichtert. Aus dem gleichen Grunde empfiehlt es sich, das An-'
satzrohr h so hoch zu führen, daß der Eisenbügel k in seiner Ruhelage nur ganz wenig
höher liegt als der obere Rand des Ansatzrohres bzw. zu diesem Zwecke die Oberfläche
der oberen Quecksilbermasse einstellbar zu machen. Für letzteren Zweck ist das von
dem Ansatzrohr h ausgehende, gekrümmte weitere Ansatzrohr s vorgesehen. Durch Neigen
der Schaltröhre kann man durch dieses Rohr s Quecksilber von der oberen nach der
unteren Masse fließen lassen. Auf diese Weise kann insbesondere nach dem Transport der
Schaltröhre an die Gebrauchsstelle das Quecksilberniveau genau eingestellt werden. Die
Röhre selbst kann bereits in der Fabrik mit Quecksilber gefüllt und dann zugeschmolzen
werden. Vorher wird sie zweckmäßig entlüftet und mit Wasserstoff gefüllt, da hierdurch
die Wärme von der Unterbrechungsstelle besser abgeleitet wird. Diesem Zwecke dient auch die die Unterbrechungsstelle umgebende
kugelförmige Erweiterung c, durch welche die Menge des die Unterbrechungsstelle umgebenden Wasserstoffs, an dessen
Stelle auch ein anderes die Wärme gut leitendes, indifferentes Gas treten kann, vergrößert
wird.
Bei der beschriebenen Schaltröhre ist die Funkenbildung beim Ein- und Ausschalten so
gering, daß die Temperaturerhöhung im Dauerbetriebe mit den oben angegebenen Leistungen,
wie Versuche zeigten, 300C nicht übersteigt.
Dabei folgten Stromschließung und Unterbrechung abwechselnd nach je etwa ■
5 Sekunden aufeinander. Die neue Röhre eignet sich daher beispielsweise zum periodischen
Ein- und Ausschalten umfangreicher Lichtreklamen vorzüglich.
Von dem beschriebenen Ausführungsbeispiel kann selbstverständlich mehr oder weniger
abgewichen werden. Insbesondere braucht der Eisenring nicht vollständig geschlossen zu
sein, sondern kann an einer oder mehreren Stellen aufgeschnitten sein bzw. durch mehrere
einzelne Kontaktflächen ersetzt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Quecksilberschaltröhre mit einer durch ein Solenoid bewegten Brücke, welche zwei mit den Polen verbundene Quecksilbermassen leitend verbindet, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Quecksilbermassen übereinander angeordnet sind, und zwar die obere mehr oder weniger ringförmig, und daß die Brücke aus einem vertikalen Stab besteht, der an seinem oberen Ende einen auf der oberen Quecksilbermasse aufliegenden, zur Stromunterbrechung dienenden Eisenring o. dgl. trägt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE283030C true DE283030C (de) |
Family
ID=538632
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT283030D Active DE283030C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE283030C (de) |
-
0
- DE DENDAT283030D patent/DE283030C/de active Active
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