DE21514C - Neuerungen an elektrischen Lampen - Google Patents
Neuerungen an elektrischen LampenInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B31/00—Electric arc lamps
- H05B31/0081—Controlling of arc lamps
- H05B31/009—Controlling of arc lamps with tightening devices
Landscapes
- Radiation-Therapy Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. Januar 1882 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf elektrische Lampen mit Volta'schem Lichtbogen,
insbesondere auf die Art und Weise, die bewegliche Kohle der Abnutzung gemäfs der festen zu nähern, sowie auf die hierzu
nothigen Vorrichtungen.
Auf beiliegender Zeichnung ist in Fig. 1 und 2 Endansicht, Fig. 3 und 4 Seitenansicht
im Schnitt der Lampe dargestellt; Fig. 5, 6 und 7 sind Querschnitte nach den Linien A-B,
C-D und E-F; Fig. 8 und 9 stellen eine Modification der Lampe in Ansicht und Grundrifs
dar.
Der obere Kohlenstab A ist an eine Eisenstange B gehängt, welche durch Magneto-Frictions
- Contact oder Adhäsion von Polstücken C und C1 festgehalten wird, die an
einem Paar Elektromagnete D D aufgehängt sind; diese Polstücke sind an ihrem der Stange B
zugekehrten Ende dem Querschnitt der letzteren entsprechend ausgeschnitten, wie dies
Fig. 6 veranschaulicht, und die Stange B kann an den Polstücken C C1 entlang gleiten, wenn
die durch magnetische Anziehung zwischen Stange B und Polstücken C C1 hervorgerufene
Reibung oder Adhäsion infolge der Vergröfserung des Lichtbogens hinreichend klein geworden
ist. Ein grofser Theil des in die Lampe gelangenden elektrischen Stromes wird durch
den Elektromagnet D geleitet, der an der unteren Seite der Platte E befestigt ist, welche
mittelst dreier Stangen F oder in anderer Weise mit der unteren Platte G verbunden
wird, während der zwischen den Platten befindliche Raum, der passend von einem rohrartigen
Gehäuse H eingeschlossen sein kann, den Regulirmechanismus enthält.
Von der nach dem Elektromagnet D führenden Hauptleitung / zweigt sich eine Leitung J1
nach einem kleineren Elektromagnet K mit zwei Spulen von gröfserem Widerstand ab.
Beide Elektromagnete können an einer gemeinsamen messingenen Centralstange befestigt sein.
Die Spulen des kleinen Elektromagneten K sind in entgegengesetzter Richtung gewunden. Die
Polstücke C C1 ragen nach der Stange B hin und sind an ihren freien Enden, wie bereits
erwähnt, dem Querschnitt von B entsprechend geformt.
Ein dritter Elektromagnet L mit ähnlich geformten
Polstücken C2 C3 ist an der anderen Seite der Stange B angeordnet und mit Windungen
versehen, deren Draht mit einer der Spulen des Elektromagneten K verbunden ist
und eine zweite Zweigleitung P der Hauptleitung / bildet, derart, dafs der Widerstand
dieser und der am Magnet L befindlichen Spule zusammen gleich dem Widerstand der
anderen Spule des Magneten K ist.
- Das andere Ende der Leitung /2 ist mit dem von der Platte G isolirten Ständer M verbunden, der sich über einen Anker N erstreckt, mit dem er einen elektrischen Contact eingehen kann. Die Platte G trägt einen vierten Elektromagnet O, dessen Spulen mit Draht von sehr hohem Widerstand umwunden sind und eine Nebenleitung zum V öl ta'sehen Bogen bilden.
- Das andere Ende der Leitung /2 ist mit dem von der Platte G isolirten Ständer M verbunden, der sich über einen Anker N erstreckt, mit dem er einen elektrischen Contact eingehen kann. Die Platte G trägt einen vierten Elektromagnet O, dessen Spulen mit Draht von sehr hohem Widerstand umwunden sind und eine Nebenleitung zum V öl ta'sehen Bogen bilden.
Das Gewicht des Kernes des Magneten L wird durch eine leichte Feder R getragen, und
sein oberes Polstück C3 befindet sich in der Nähe eines Anschlages S unterhalb der Platte i?.
An der Platte G ist, isolirt von derselben, die untere Kohle A1 und die Kuppel T aufgehängt.
Diese Lampe functionirt wie folgt:
Wenn die Kohlenspitzen sich berühren und der Strom wird durch die Lampe geleitet, so
werden die Magnete D K und O erregt; der Hauptstrom passirt die Magnete D und K, die
Polstücke C und C1 werden magnetisch, bleiben an der Stange B haften und der Elektromagnet
D wird stärker erregt als der Elektromagnet K und zieht diesen hoch, so dafs der
Volta'sche Lichtbogen entsteht. Wird derselbe zu lang, so schliefst der Magnet O
mittelst des Ankers N den Strom, der durch die Windungen des Magneten K, sowie die
Windungen des Magneten L geht, neutralisirt auf diese Weise die anziehende oder anhaftende
Wirkung der Polstücke C C1 und erregt die Polstücke des Magneten L, dessen Feder R
durch das obere Gewicht der Stange B und Kohle A etwas zusammengeprefst und auf den
Anschlag 5 fallen wird, wodurch der Magnet O abgeschwächt und der durch eine der Windungen
des Magneten K und des Magneten L gehende Strom unterbrochen wird.
Der Magnet K wird alsdann seine Thätigkeit wieder aufnehmen und die Polstücke C C1 an
der Stange B haften bleiben.
Bei der durch die Fig. 8 und 9 dargestellten
Modification ist der Magnet L fortgelassen und das Rohr P oberhalb des Lampengehäuses von
einem Cylinder Q umgeben, der Glycerin oder eine andere passende Flüssigkeit und ein ringförmiges
Gewicht oder vielmehr einen willig gehenden Kolben U enthält, der zwei Durchbohrungen
q besitzt, deren obere Mündungen durch ein Ringventil V bedeckt werden. Die
Stange B ist durch zwei Drahtseile oder Ketten W, welche über Rollen w geleitet sind,
mit dem Gewicht U verbunden.
Diese Einrichtung bringt eine Verzögerung in der Abwärtsbewegung der Stange B hervor,
wenn letztere an den Polstücken C C1 vorbei gleitet, indem alsdann das Glycerin von dem
oberen Theil des Rohres Q an dem Kolben oder Gewicht U vorbei nach dem unteren
Theil des Rohres fliefsen mufs. Die Durchbohrungen q gestatten ein schnelleres Fallen
des Gewichtes U, wenn die Stange gehoben wird, indem sich alsdann das Ringventil V
öffnet und den Durchgang des Glycerins durch q ermöglicht. Die magnetische Wirkung dieser
jnodificirten Lampe ist dieselbe geblieben.-
Fig. 10 stellt eine ähnliche Lampenconstruction dar, bei welcher aber die untere Kohle
nach aufwärts bewegt wird. Die untere oder positive Kohle A ist mit der Eisenstange B
verbunden, welche mit einem Schwimmer U ausgestattet ist, der in Quecksilber sich bewegt,
das sich in einem Cylinder V befindet. Der Schwimmer U besitzt eine geeignete Länge
und pafst kolbenartig in das Rohr V, derart, dafs das Quecksilber nur mit Widerstand den
zwischen Schwimmer und Rohrwandung vorhandenen Raum passirt.
Diese Anordnung bildet demgemäfs eine Art Bremse, welche einen verzögernden Einflufs auf
die Aufwärtsbewegung des Schwimmers ausübt. Um nun ein schnelles Senken zu ermöglichen,
wenn neue Kohlen eingesetzt werden sollen, kann der Schwimmer mit einem Ventil versehen
werden. Die übrigen Theile der Lampe sind unverändert geblieben.
Fig. 11 ist ein Plan und Fig. 12 eine Seitenansicht
einer modificirten Form des Magneten K, bei deren Anwendung der Magnet O
fortfällt. Die Figuren zeigen ein Paar neben einander angeordneter Magnete K1 K1 mit
oberen und unteren Polstücken C1, von denen jedes dem Querschnitt der' Stange B entsprechend
endigt; jeder Magnet hat innere Windungen, welche sich von dem Hauptdraht / abzweigen, und äufsere Windungen von hohem
Widerstände, welche eine Nebenleitung des Volta'schen Bogens bilden und in entgegengesetzter
Richtung gewunden sind, somit die Wirkung der ersten Windungen schwächen,
wenn der Bogen langer wirkt.
Durch passende Dimensionirung ist man-im
Stande, ein Abwärtsgleiten der Stange B von den Polstücken C1 herbeizuführen, wenn der.
Bogen zu lang wird.
Claims (3)
1. Das beschriebene Verfahren, in einer elektrischen
Lampe eine Kohle oder andere Elektrode mittelst magnetischer Friction bezw. Adhäsion zwischen Elektrodenhalter
und den entsprechend geformten. Polstücken festzuhalten und die Näherung der Kohlenspitzen zu bewirken.
2. Das beschriebene Verfahren, an einer elektrischen Lampe die eine Kohle oder andere
Elektrode vorwärts zu schieben durch gänzliche oder theilweise Neutralisirung oder
Aufhebung der magnetischen Friction im erforderlichen Moment.
3. Das beschriebene Verfahren, in einer elektrischen Lampe der Kohle oder Elektrode
aus anderem Material mittelst eines balancirten Elektromagneten und eines hiermit
verbundenen Anschlages eine Verschiebung im bestimmten Gröfsenverhältnifs zu ertheilen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen,
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE21514C true DE21514C (de) |
Family
ID=34715862
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT21514D Active DE21514C (de) | Neuerungen an elektrischen Lampen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE21514C (de) |
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- DE DENDAT21514D patent/DE21514C/de active Active
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