DE895183C - Elektrische Schaltvorrichtung - Google Patents

Elektrische Schaltvorrichtung

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DE895183C
DE895183C DEW907D DEW0000907D DE895183C DE 895183 C DE895183 C DE 895183C DE W907 D DEW907 D DE W907D DE W0000907 D DEW0000907 D DE W0000907D DE 895183 C DE895183 C DE 895183C
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DE
Germany
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contact
armature
mercury
conductive liquid
switching device
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Expired
Application number
DEW907D
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English (en)
Inventor
Henry Charles Harrison
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AT&T Corp
Original Assignee
Western Electric Co Inc
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H51/00Electromagnetic relays
    • H01H51/28Relays having both armature and contacts within a sealed casing outside which the operating coil is located, e.g. contact carried by a magnetic leaf spring or reed
    • H01H51/287Details of the shape of the contact springs
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H1/00Contacts
    • H01H1/06Contacts characterised by the shape or structure of the contact-making surface, e.g. grooved
    • H01H1/08Contacts characterised by the shape or structure of the contact-making surface, e.g. grooved wetted with mercury

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Electromagnets (AREA)
  • Contacts (AREA)

Description

  • Elektrische Schaltvorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Schalter und Relais, insbesondere auf solche, bei denen eine leitende Flüssigkeit, beispielsweise Quecksilber, als kontaktmachender Teil benutzt wird.
  • Die Erfindung bezweckt, die Wirksamkeit und Lebensdauer von Schaltern mit einer Flüssigkeit als Kontaktmaterial zu erhöhen, die Ansprechgeschwin@digkeit zu vergrößern, die Konstruktion zu vereinfachen und derartige Schalter in anderer Hinsicht zu verbessern.
  • Es ist allgemein bekannt, daß Quecksilber bei seiner Verwendung als kontaktmachendes Mittel bei elektrischen Einrichtungen, bestimmte Vorteile gegenüber festem Kontaktmaterial besitzt. Beispielsweise bildet Quecksilber bei jeder der aufeinanderfolgendenKontaktschließungen eine frische Oberfläche, .und es ist nicht dem Abbrand und der Korrosion unterworfen, wodurch die Brauchbarkeit fester Kontaktmittel allmählich, herabgesetzt wird. Mit Rücksicht auf diese Vorteile sind bereits zahlreiche Ausführungen von Quecksilberschaltern entwickelt worden. Diese lassen sich im allgemeinen in zwei Gruppen, unterteilen. Bei der einen wird der Behälter gekippt oder in anderer Weise bewegt, um eine Lageänderung der in dem Behälter enthaltenen Quecksilbermenge herbeizuführen und hierdurch die. gewünschten Verbindungen zu öffnen oder zu schließen. Bei der anderen Gruppe wird ein Anker oder ein anderer beweglicher Teil in eine Quecksilbermenge hereingezogen oder -gedrückt, wodurch die freie Oberfläche des Quecksilbers in Berührung mit Elektroden gebracht wird, über die der Stromkreis vervollständigt wird. Zur Auslösung eines derartigen Schalters kann eine Feder vorgesehen sein, durch die der Anker aus dem Quecksilber herausgezogen wird, wenn die Erregerstromquelle abgeschaltet wird, oder die Auftriebskraft des OOuecksilbers kann zur Zurückführung des Ankers benutzt werden. Bei diesen bekannten Schaltern ist es jedoch erforderlich, entweder die gesamte Quecksilbermenge oder einen beträchtlichen Teil derselben von einem Teil des Schalters zu einem anderen zu bewegen: daher ist ihre Ansprechgeschwindigkeit verhältnismäßig klein, und der Wirkungsgrad- ist niedrig im Vergleich zur anderen. Relais- und Schalterkonstruktion, insbesondere solchen mit festen Kontakten.
  • Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile der früheren Schaltvorrichtungen; überwunden, gleichzeitig aber alle Vorteile eines flüssigen Kontaktmittels beibehalten, und zwar mittels eines Schalters; bei dem der bewegliche Schalterteil aus festem Material, beispielsweise Eisen, besteht und bei dem die :ganze Antriebskraft für die Bewegung des Schalterteiles zur Verfügung steht und bei dem ferner eine Speisung derKontaktpunkte mit Quecksilber dauernd aufrechterhalten wird, ohne für diesem Zweck irgendeinen Teil der Antriebsenergie des Schalters aufwenden zu müssen.
  • Im einzelnen besteht ein Merkmal der Erfin-Jung in einem Schalter mit einem geschlossenen Behälter, der einen beweglichen magnetischen Anker enthält, der einen beweglichen Schaltkontakt aus irgendeinem festen leitenden Material, zweckmäßig einem solchen, an dein Quecksilber leicht anhaftet, trägt. Der Behälter enthält ferner einen oder mehrere ortsfeste Kontakte aus ähnlichem festen Material, mit denen der bewegliche Kontakt in oder außer Berührung gebracht wird, wenn der Anker in dem magnetischen Feld, das von einer außerhalb des Behälters angeordneten Spule erzeugt wird, bewegt wird. Ferner enthält der Behälter eine geringe Quecksilbermenge, um auf den miteinander in Berührung kommenden. Oberflächen der beweglichen und festem: Kontakte dauernd einen Film oder eine Schicht von Quecksilber aufrechtzuerhalten. Zu diesem Zweck wird die Kapillarwirkung ausgenutzt, indem einer der festen Kontakte so angeordnet wird, daß ein Teil von ihm oder ein Ansatz dauernd. in das Quecksilber eintaucht und als Docht wirkt, durch den etwas Quecksilber zu den miteinander in Berührung kommenden Kontaktflächen gesogen wird, die :in verhältnismäßig großer Entfernung oberhalb der Oberfläche des Quecksilbers angeordnet sind. Ein Teildes so zu den. Oberflächen des einen Kontaktes geleiteten Quecksilbers wird zu der Fläche des Gegenkontaktes dadurch übertragen, daß diese beiden Kontaktflächen. bei der Kontaktschließung miteinander in Berührung kommen. Auf diese Weise werden die Vorteile eines bei allen Stromkreisschließungen und -öffnungen erzielt, ohne daß ein Teil der Antriebsenergie zur Bewegung der Oueaksilbermas:se verbraucht wird.
  • Andere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachstehenden ausführlichen Beschrebung an Hand der Zeichnungen hervor.
  • Fig. i und 2 stellen Längsschnitte eines die Merkmale der Erfindung aufweisenden Schalters oder Relais in der -Ruhestellung dar; -Fig.3 zeigt dasselbe Relais in der Arbeitsstellung ; Fig. 4 ist ein. Querschnitt längs der Linie 4-4 in Fig. 2; Fig. 5 ist eine vergrößerte schaubildliche Darstellung des Ankers und des beweglichen Kontaktes; Fig.6 ist eine schaubildliche Darstellung des ganzen Relais einschließlich der Betätigungseinrichtung; Fig. 7 bis i i zeigen Längsschnitte durch eine andere Form des Relais, wobei 'Stromkreise sowohl in der Ruhe- als auch in ,der .Arbeitsstellung geschlossen sind; Fig.7 und 8 sind zwei zueinander senkrechte Längsschnitte des Relais in der,Ruhestellung; Fig. 9 zeigt das Relais in der Arbeitsstellung; Fig. io ist eine vergrößerte schaubildliche Darstellung des Ankers und des beweglichen Kontaktes; Fig. ii stellt einen Querschnitt längs der Linie i i- i i in Fig. 7 dar; Fig. 12, bis 17 zeigen eine dritte Form des Relais; Fig, 12 und 13 sind zwei zueinander senkrechte Längsschnitte des Relais in seiner Ruhestellung; Fig. 14 zeigt das Relais in der Arbeitsstellung; Fig. 15 ist eine vergrößerte Draufsicht auf den Anker und den beweglichen Kontakt; Fig. 16 ist eine schaubildliche Darstellung des Ankers und des beweglichen Kontaktes; Fig. 17 ist eine schaubildliche Darstellung des gesamten Relais einschließlich der Betätigungseinrichtung.
  • Die Erfindung ist nicht auf einen Schalter oder ein Relais bestimmter Größe beschränkt, es sei aber erwähnt, daß dies Relais besonders gut brauchbar für elektrische Anlagen ist, die mit verhältnismäßig schwachen Strömen zu tun haben, beispielsweise mit solchen Strömen, wie sie im allgemeinen in Fernsprech- oder Telegraphenanlagen benutzt werden. Zu diesem Zweck kann das Relais sehr kleine Abmessungen besitzen, und es sei darauf hingewiesen, daß die Zeichnungen das Relais in bedeutend vergrößertem Maßstab darstellen, um die Konstruktion deutlicher darstellen zu können.
  • Das in Fig. i bis 6 dargestellte Relais enthält einen Betätigungsteil, der aus einem !Behälter in Form einer Glasröhre r und einem elektromagnetischen Anker :2 besteht. Der Anker :2 besteht aus einem Streifen von verhältnismäßig dünnem magnetischem Material, das zur Anpassung an die Innenwandung der Röhre i zylindrisch geformt ist. Der Anker 2 ist durch Schweißen oder auf andere Weise mit dem unteren Ende einer Elektrode 3 verbunden, die in das obere Ende der Glasröhre i eingeschmolzen ist. Das andere Ende des Ankers :2 trägt den beweglichen Kontakt 4, der mit dem Anker aus einem .Stück besteht und in irgendeiner geeigneten Weise so geformt ist, daß er eine kontaktmachende Fläche 5 bildet, die mit dem festen Kontakt in Berührung gebracht werden kann.
  • Das obere Ende des Ankers 2 ist mit einer Reihe von Querschlitzen 17 versehen, die einen federnden Teil bilden, der eine Bewegung des Ankers unter dem Einfluß des magnetischen Feldes ermöglicht und der auch die Rückführung des Ankers in seine Ruhestellung bewirkt.
  • Der feste Kontakt 6, mit dem der bewegliche Kontakt 4 zusammenarbeitet, erstreckt sich durch den Boden der Röhre i und ragt um ein beträchtliches Stück über die Grundfläche des Röhreninnern hinaus, der innerhalb der Röhre befindliche Teil 7 des Kontaktes 6 ist etwas abgeflacht, wie aus Fig.2 ersichtlich ist, um seine Fläche zu vergrößern, und das obere Ende dieses abgeflachten Teiles stellt die kontaktmachende Oberfläche 8 dar, mit der die kontaktmachende Oberfläche 5 des beweglichen Kontaktes 4 in und außer Berührung gebracht wird.
  • An dem Boden der Röhre i befindet sich eine kleine Ouecksilbermengeg, die,den festen Kontakt 6 umgibt. Der Pegel des Quecksilbers ist jedoch im Vergleich zu dem aus dem Quecksilber herausragenden Teil des Kontaktes 6 verhältnismäßig niedrig. Die Oberfläche des Quecksilbers liegt also beträchtlich unterhalb des Endes des beweglichen Kontaktes 4, so daß dieser nicht in das Quecksilber eintaucht und durch dieses bei seiner Bewegung zu und von der Kontaktfläche des festen Kontaktes nicht behindert wird. Der abgeflachte Teil 7 des festen Kontaktes, der aus dem Quecksilber herausragt, dient als Docht, indem durch Kapillarwirkung etwas Quecksilber nach oben gesogen und die ganze Oberfläche des Kontaktteiles 7 mit einem dünnen Film der Flüssigkeit bedeckt wird. Diese Quecksilberschicht, die in Fig. i und 3 besonders dargestellt ist, bedeckt dauernd die kontaktmachende Fläche 8 des festen Kontaktes. Ferner wird durch das wiederholte Inberührungkommen des beweglichen Kontaktes mit dem festen Kontakt etwas Quecksilber auf die Kontaktfläche 5 des beweglichen Kontaktes übertragen, wo es sich ablagert und einen ähnlichen Flüssigkeitsfilm bildet. Auf diese Weise sind beide Kontaktflächen 5 und 8 dauernd mit einer Quecksilberschicht versehen.
  • Die magnetische Betätigungseinrichtung des Relais, die in Fig.6 dargestellt ist, enthält eine Spule io, die auf einen in der Zeichnung nicht sichtbaren Kern aufgewickelt ist. iAn dem Kern sind in geeigneter Weise magnetische Polteile i i und 12 befestigt, deren andere Enden rechtwinklig abgebogen sind und die Polstücke 13 und 14 bilden. Diese Teile werden durch ein nichtmagnetisches Stück 15 in Stellung gehalten, das sich über die Polstücke 13 und 14 erstreckt und als Halter für die Röhre i dient. Wenn die Röhre i in den Halter hineingesteckt wird, legt sich der Vorsprung 16 an der Röhre i gegen die Oberfläche des Teiles 15 und hält den Anker 2 in Linie mit dem durch die Polstücke 13 und 14 gebildeten Luftspalt.
  • Zum Einschalten des Relais wird ein Stromkreis für die Erregung der Spule io geschlossen. Der von den Polstücken 13 und 14 erzeugte magnetische Flux zieht den magnetischen Anker 2 aus der in Fig. i dargestellten Stellung in die in Fig. 3 dargestellte Stellung. Wenn -der Anker 2 seine Arbeitsstellung annähernd erreicht hat, kommt die mit Quecksilber bedeckte Fläche 5 mit der ebenfalls mit Quecksilber bedeckten Fläche 8 in Berührung, wodurch -der Stromkreis geschlossen wird. Unmittelbar darauf wird die Bewegung des beweglichen Kontaktes durch den festen Kontakt 6 gehemmt, und der federnde Teil des Ankers 2 federt durch und bewirkt so eine feste Berührung zwischen dem beweglichen und festen Kontakt. Wenn die Erregerspule io aberregt wird, bringt der federnde Teil des Ankers 2 den Anker und den beweglichen Kontakt in die Ruhestellung zurück.
  • Jede Stromkreisschließung wird also durch Inberührungkommen zweier Flüssigkeitsflächen bewirkt, ohne daß es hierfür erforderlich ist, auch nur einen kleinen Teil -der Antriebskraft -des Relais zur Bewegung des Quecksilbers aufwenden zu müssen. In der Arbeitsstellung des Relais halten die Flüssigkeitsflächen einen guten elektrischen Kontakt aufrecht, und sie verhindern eine kurzzeitige Unterbrechung, falls die festen Kontaktteile Schwingungen unterworfen werden. Auch jede Stromkreisöffnung wird durch Außerberührungkommen einer mit Quecksilber beschichteten Fläche mit einer anderen bewirkt. Ein Vorteil dieser Konstruktion besteht darin, daß die festen Kontaktteile 4 und 6 gegen Zerstörung durch Funkenbildung geschützt werden, indem jede Stromkreisschließun-und Unterbrechung durch den Quecksilberfilm bewirkt wird.
  • Das in Fig. 7 bis II dargestellte Relais stimmt mit dem oben beschriebenen insofern überein, als es ebenfalls die Dochtwirkung zur Aufrechterhaltung einer Quecksilberschicht auf den kontaktmachenden Oberflächen benutzt. Die zugeschmolzene Glasröhre 18 ist mit einem Anker ig versehen, der an der Elektrode 2o durch Schweißen oder auf andere Weise befestigt ist. Wie bei dem vorher beschriebenen Relais ist der Anker ig an seinem oberen Ende mit Querschlitzen 21 versehen, die einen federnden Teil bilden. Das untere Ende des Ankers dagegen ist als schmaler, mit ihm aus einem Stück bestehender Kontaktstreifen 23 ausgebildet, der gefaltet und in der aus Fig. i i ersichtlichen Weise so geformt ist, daß er einen nach unten ragenden .Dochtteil und einen Kontaktteil mit zwei kontaktmachenden Flächen 24 und 25 bildet. Diese kontaktmachenden Flächen arbeiten mit den festen Kontakten 26 und 27 zusammen, die beide im oberen Ende der Röhre 18 eingeschmolzen sind. In der Ruhestellung des Ankers ig steht die Fläche 24 des beweglichen Kontaktes mit dem festen Kontakt 26 in Berührung, wodurch ein für gewöhnlich geschlossener Stromkreis über das Relais hergestellt ist. In der Arbeitsstellung des Ankers kommt die Fläche 25 des beweglichen Kontaktes mit dem festen Kontakt 27 in Berührung, wodurch ein anderer Stromkreis über das Relais geschlossen wird.
  • Der nach unten ragende Teil des beweglichen Kontaktes 23 taucht dauernd in das Quecksilber 28 ein und dient als Docht, durch den das Quecksilber durch Kapillarwirkung zu den kontaktmachenden Flächen 24 und 25 gesogen wird. Das Quecksilber breitet sich selbst als Film über die ganzen Flächen 2q. und 25 aus, und es wird von dort auf die kontaktmachenden Flächen an den unteren Enden der festen Kontakte 26 und 27 -dadurch übertragen, daß diese Flächen zeitweise mit den Flächen 24 und 25 in Berührung kommen.
  • Die magnetische Betätigungseinrichtung für das Relais in Fig. 7 bis io kann die gleiche sein wie die in Fig. 6 dargestellte. Wenn die Spule io aberregt ist, nimmt der Anker i9 seine Ruhestellung ein, und es ist dann ein Stromkreis über das Relais geschlossen, der von der Elektrode29 über das Quecksilber 28, den beweglichen Kontakt 23 und den festen Kontakt 26 verläuft. Wenn die Erregerspule io erregt wird, wird der (Anker ig aus seiner Ruhestellung (Fig. 7) in seine Arbeitsstellung (Fig. 9) gebracht, und -der Stromkreis über das Relais wird nun von dem festen Kontakt 26 auf den festen Kontakt 27 umgeschaltet.
  • Das in den Fig. 12 bis 17 dargestellte Relais enthält einen Behälter 3o, der durch Zusammenschweißen von zwei Teilen aus irgendeinem geeigneten, nichtmagnetischen Metall hergestellt ist; falls erwünscht, kann für den oberen Teil auch ein anderes Material, beispielsweise nichtrostender Stahl, benutzt werden. Der Oberteil ist durch eine Masse 31 'aus nichtleitendem Material, beispielsweise Glas, abgeschlossen. Der Anker 32 ist mit Lagerzapfen 33 und 34 (Fig. 15 und 16) versehen, die in Ausbuchtungen 35 und 36 an der Verbindungsstelle der beiden Hälften des Behälters 30 eingreifen. -(Ein an der Oberfläche des Ankers 32 befestigter Kontaktstreifen bildet eine mit dem festen Kontakt 38 in der einen Stellung des Ankers in Berührung kommende, kontaktmachende Fläche 37 und eine mit dem festen Kontakt 40 in der anderen Stellung des Relais in Berührung kommende zweite Kontaktfläche 39. Der Kontaktstreifen weist einen nach unten ragenden Teil 41 auf, der in das Quecksilber 42 eintaucht und als Docht zum' Ansaugen des Quecksilbers zu den Kontaktflächen 37 ,und 38 wirkt. Das Quecksilber 42 befindet sich in einer kleinen kugelförmigen Höhlung im Boden des Halters 3o. Die verschiedenen Teile des Ankers 32 sind so bemessen, daß der Anker für gewöhnlich in der in Fig. 12 dargestellten Stellung in Berührung mit dem festen Kontakt 40 steht.
  • Der nach unten ragende Arm 52 ruht auf der Oberfläche des Quecksilbers und wirkt,der Neigung des Quecksilbers entgegen, den eingetauchten Docht 41 herunterzuziehen und die (Stellung des ,Ankers zu ändern. Der feste Kontakt 3-8 ist als Röhre dargestellt und kann zum Entlüften des Behälters 30 benutzt werden. Der Kontakt 38 kann aber auch ebenso wie der Kontakt 4o als fester Teil ausgebildet sein, und die Röhre kann auf andere Weise entlüftet werden.
  • Eine geeignete magnetische Betätigungseinrichtung für :das in Fig. ia bis 16 dargestellte Relais zeigt Fig. 17. Sie besteht aus einer Erregerspule 43, die auf einen Kern gewickelt ist, an den die magnetischen Teile 44 und 45 befestigt sind; der nichtmagnetische Teil 46 dient .dazu, die verschiedenen Teile in Stellung zu halten. Als Halter für den Behälter 30 dient eine nichtmagnetische Platte 47. Wenn das Relais in die magnetische Betätigungseinrichtung eingebaut ist, ruht der Flansch 48 des Behälters 3o auf der Halteplatte 47, wodurch die Stellung des Ankers 32 in bezug auf die Polstücke 49 und 50 festgelegt wird.
  • In der Ruhestellung des Ankers verläuft ein Stromkreis von -dem Behälter 30 über das Quecksilber42, den Dochtteil41 des Ankers zu dem festen Kontakt 40. Wenn die Spule 43 -erregt wird, wird durch den von den Polstücken 49 und 5o erzeugten Flux der Anker um seine Lagerstelle in die in Fig. 14 .dargestellte Stellung bewegt. Der Stromkreis über das Relais verläuft dann vom -dem Behälter 30 über das Quecksilber 42 und den Anker 32 zu dem festen Kontakt 38.
  • Bei allen beschriebenen Relaiskonstruktionen wird die Kapillarwirkung ausgenutzt, um eine Schicht oder einen Film von Quecksilber auf den kontaktmachenden Flächen der festen und beweglichen Kontakte aufrechtzuerhalten. Die Kapillarwirkung kann dadurch verbessert werden, daß der Dochtteil aus bestimmten Stoffen, beispielsweise Platin, Nickel und Kupfer, hergestellt wird oder mit diesen Stoffen beschichtet wird und indem ein träges Gas in den Behälter eingeführt wird, um eine Korrosion der Kontaktflächen zu verhindern. ;Auf diese Weise ist es also möglich, die Vorteile flüssiger Kontakte zu erzielen, ohne irgendeinen Teil der Antriebskraft des Relais hierfür aufwenden zu rriüssen. Dieses Merkmal ist besonders wichtig, weil es sich um kleine Betätigungsströme handelt, wie sie beispielsweise in Fernsprech- und Telegraphenanlagen in Betracht kommen.
  • Es ist selbstverständlich, daß die Erfindung nicht auf diedargestellten Ausführungsformenbeschränkt ist. Die Röhren können beispielsweise in verschiedenen Formen und Größen hergestellt werden; der ;Anker kann in seinen Abmessungen und in seiner Form anders ausgeführt sein, ebenso die Form und Anordnung der festen und beweglichen Kontakte. Auch die magnetische Betätigungseinrichtung kann zahlreiche Abweichungen aufweisen. Ferner kann die Röhre oder der Behälter mit einem geeigneten Gas gefüllt sein, um die Lebensdauer der Kontakte zu erhöhen und die Arbeitsweise des Relais zu verbessern.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrische :Schaltvorrichtung, bei der eine leitende Flüssigkeit, beispielsweise Quecksilber, als kontaktmachendes Material verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß von einem Kontakt mit einer kontaktmachenden Fläche ein Teil nach unten in die leitende Flüssigkeit ragt und durch Kapillarwirkung einen Teil der leitenden Flüssigkeit zu der kontaktmachenden Fläche des Kontaktes saugt.
  2. 2. Schaltvorrichtung nach Anspruch i, da-,durch gekennzeichnet, daß die kontaktmachende Fläche des Kontaktes sich oberhalb des Pegels der leitenden Flüssigkeit befindet.
  3. 3. Schaltvorrichtung nach ,Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß ider feste Kontakt (6 in Fig. i bis 3) in das Quecksilber ragt und als Docht zum Ansaugen der leitenden Flüssigkeit zu seiner kontaktmachenden Fläche dient. q..
  4. Schaltvorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker, die festen und beweglichen Kontakte und die leitende Flüssigkeit in einem gemeinsamen geschlossenen Behälter untergebracht sind.
  5. 5. Schaltvorrichtung nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß der Anker aus einem dünnen Streifen magnetischen Materials hergestellt ist und mit Querschlitzen versehen ist, die einen federnden Teil zur Zurückführung des (Ankers in .die Ruhestellung bilden.
  6. 6. Schaltvorrichtung nach Anspruch i, a, q. und 5, dadurch .gekennzeichnet, daß der Anker einen beweglichen Kontakt mit zwei kontaktmachenden Flächen trägt, die wechselweise in ,der Ruhe- und Arbeitsstellung des Ankers mit zwei festen Kontakten in Berührung kommen, und daß der bewegliche Kontakt mit einem dauernd in der leitenden Flüssigkeit eintauchenden Dochtteil zum Ansaugen von leitender Flüssigkeit zu seinen kontaktmachenden Flächen versehen ist. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 681 oho.
DEW907D 1940-06-15 1941-08-05 Elektrische Schaltvorrichtung Expired DE895183C (de)

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US340652A US2302546A (en) 1940-06-15 1940-06-15 Electric switch
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1095355B (de) * 1958-09-04 1960-12-22 Engelbert Kunkel Quecksilberschalter

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE681060C (de) * 1938-05-28 1939-09-15 Siemens & Halske Akt Ges Quecksilberschalter

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