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Elektrische Glühlampe mit Quecksilberschalter für Blinklicht.
Bisher wurden zwecks Unterscheidung von Normalbeleuchtung und insbesondere für Blickfang beim Bahn-, Schiffahrts-, Strassen- dgl.-Verkehrsignalwesen Beleuchtungskörper verwendet, welche mit ziemlich komplizierten und teuren Apparaten wechselweise zum Aufleuchten und Erlöschen gebracht wurden. Man versuchte später die teuren mechanischen Schaltapparaturen durch Quecksilberschalter zu ersetzen, bei welchen ein Schaltorgan als Schwimmer auf dem Quecksilberniveau liegt und bei Ausdehnung des Quecksilbers gehoben wird und sodann den Schaltvorgang einleitet.
Solche Einrichtungen arbeiteten zu träge, da sie nie nahe genug an den Beleuchtungskörper herangebracht werden konnten und in ihrer voluminösen Grösse einen Einbau erst recht nicht möglich machten.
Vorliegende Erfindung betrifft nun eine elektrische Glühlampe mit Quecksilberschalter für Blinklicht, deren Wesen darin liegt, dass vorteilhaft im Gewindesockel oder im Hohlraum des Lampen- füsschen ein Glas-od. dgl. Kölbchen eingebaut ist, in welchem die Stromunterbrechungsstellen hineinragend eingeschmolzen wurden, über welche ein von einem Schwimmer getragener Kontaktring aufliegt, der durch ein von Wärme leicht und rasch ausdehnbares Element, wie Quecksilber od. dgl. bei Erwärmung des Glühlampenglaskörpers und dadurch des Schaltorgans beim Brennen der Lampe abgehoben wird und eine Unterbrechung der Stromzufuhr herbeiführt.
Das Schaltorgan kann so ausgebildet werden, dass es in den Stromzuführungsunterbrechungsstellen frei schwingend, also zur Lampenlage sich stets selbständig anpassend angeordnet wird.
In der Zeichnung ist nun der Erfindungsgedanke in beispielsweiser Ausführungsform zur Darstellung gebracht. Daselbst zeigt Fig. 1 eine Glühlampe normaler Bauart, bei der der Unterbrecher für hängende, bei Umstellung des Unterbrechers um 1800 four stehende Beleuchtungskörper abgestimmt ist, Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch den Lampengewindesockel, in welchem der Unterbrecher so eingebaut ist, dass die Lampen in horizontaler Lage arbeiten können und Fig. 3 den Unterbrecher selbst in einer weiteren Ausgestaltung verwendbar für horizontale oder vertikale Stellung einer Lampe.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich wird gemäss vorliegender Erfindung in der Einkittung 1 des Glaskörpers 2 innerhalb des Gewindesockels 3 ein Hohlraum 4 vorgesehen. In diesem Hohlraum wird nun (Fig. 1) ein Glaskölbehen 5 angeordnet, in dessen Wandung gegenüberstehend einerseits das Ende des unterbrochenen von der Gewindefassung 3 kommenden Leitungsdrahtes 6, anderseits das zum Glühfaden 7 führende Drahtende 8 eingeschmolzen ist. Im Glaskölbehen befindet sich nun vertikal verschiebbar ein vorteilhaft zylinderischer, am oberen Ende mit einem Ring aus gut leitendem Material 9 versehener Schwimmer 10 und am Grunde ein kleines der erwünschten Stromunterbrechung entsprechendes Quantum Quecksilber 11, Weingeist od. dgl.
Je nach Stellung der Lampe ist nun der Unterbrecher in den Lampensockel einzubauen, u. zw. so, dass in der Endstellung der Lampe das Quecksilber od. dgl. nach abwärts liegt. Es ist daher nach Fig. 2 bei horizontaler Lampenstellung auch der Unterbrecher parallel zum Fassungsboden anzuordnen.
Um jedoch Beleuchtungskörper für beide Verwendungsarten herzustellen, können (Fig. 3) die Leitungsenden 8 und 7 (Fig. l) zu Ösen 12 ausgebildet werden, in welche die in das Kölbchen 13 eingeschmolzenen Kontaktstifte 14 drehbar gelagert sind. Um die Verschwenkung des so ausgebildeten Unterbrechers zu ermöglichen, ist dann der Hohlraum 4 dementsprechend zu gestalten.
Der Schwimmer selbst kann aus Kork od. dgl. bestehen, aber auch ein Glashohlkörper (Fig. 3) sein. Seine zentrisehe Bewegung wird durch entsprechende Dimensionierung des Kontaktringes gesichert.
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Die Funktion vorliegender Erfindung ist nun folgende :
Nach Einschalten des Stromes in den Beleuchtungskörper erwärmt sich dessen Glashülle und wird nach kurzer Zeit diese Wärme dem Köibehen 5 mitteilen, wodurch das Quecksilber od. dgl. zur
Ausdehnung gelangt und den Schwimmer 10 anhebt, der den Kontaktring 9 von den Leitungsenden 7 und 8 abhebt. Hiedurch wird der Stromkreis unterbrochen, das Licht erlischt und die Lampe kühlt sich wieder ab. Hiedurch zieht sich aber auch das Quecksilber zusammen, der Schwimmer sinkt und der Kontaktring schliesst den Stromkreis wieder. Dieser Vorgang wiederholt sich nun, solange die
Lampe eingeschaltet ist, was ein selbstarbeitendes Blinklieht ergibt.
Die TJnterbrechungsdauer kann durch das Einstellen des Kölbchens gegenüber der Glasbirnenoberwand und durch die Menge des Quecksilbers bestimmt werden und kann auch Verstellbarkeit des Unterbrechers mit geeigneten Mittel vorgesehen werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrische Glühlampe mit Quecksilberschalter für Blinklicht, dadurch gekennzeichnet, dass vorteilhaft im Gewindesockel (3) oder im hohlen Glasfüsschen der Glühlampe ein Glas-od. dgl.
Kölbchen (5) eingebaut ist, in welches die Stromzufuhrsunterbrechungsstellen ( 8) hineinragend eingelassen sind, über welchen ein von einem beispielsweise aus Kork, Holz, Aluminium oder einem Hohl- glasgebilde bestehender Schwimmer (10) getragener Kontaktring (9) aufliegt, der durch ein von
Wärme leicht und rasch ausdehnbares Element, wie Quecksilber, Weingeist od. dgl. (11) bei Erwärmung des Glühlampenglaskörpers und dadurch des Kölbchens (5) beim Leuchten der Lampe abgehoben wird, wodurch die Stromzufuhr solange unterbrochen wird, bis durch Abkühlung und Zusammenziehen
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