DE714454C - Verfahren zum Herstellen eingebrannter Grundierungen und Grundiermasse - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eingebrannter Grundierungen und Grundiermasse

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DE714454C
DE714454C DEB182121D DEB0182121D DE714454C DE 714454 C DE714454 C DE 714454C DE B182121 D DEB182121 D DE B182121D DE B0182121 D DEB0182121 D DE B0182121D DE 714454 C DE714454 C DE 714454C
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DE
Germany
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primer
primers
glass
mixing
decoration
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Expired
Application number
DEB182121D
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English (en)
Inventor
Wolfgang Von Strobel
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BUNTPAPIERFABRIK AG
Original Assignee
BUNTPAPIERFABRIK AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C17/00Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
    • C03C17/28Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with organic material
    • C03C17/32Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with organic material with synthetic or natural resins

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Decoration By Transfer Pictures (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen eingebrannter Grundierungen und Grundiermasse Die Erfindung bezieht sich auf das- Dekorieren von Glas und anderen vorzugsweise blatten, keramischen Flächen mittels Abziehbilder, das zum Erzielen einer guten Bildwirkung einer Grundierungsfläche bedarf, und betrifft ein Verfahren zum Herstellen dieser Grundierungen.
  • Das Aufbringen der Grundierungsschicht, bestehend aus einem Emailversatz oder emailähnlichen Gemisch einbrennbarer Farbkörper mit Zusätzen, die den Einbrand begünstigen, erfolgt bisher durch Auftrag mittels Pinsel oder mit Hilfe geeigneter Vorrichtungen, wie Spritzpistolen und entsprechender Schablonen.
  • Diese sog. Anschwemmung setzt eine besondere Fertigkeit und Erfahrung voraus, und zwar sowohl für das Herstellen der Grundierungsmasse, die gleichmäßig aufbereitet sein muß, um sich beim Auftrag einheitlich gut deckend über die zu grundierende Fläche verteilen zu lassen und eine gleichinäßige Bildwirkung ohne Fehlstellen zu ergeben, und weiterhin auch beim Auftragen selbst, das eine gewisse Geschicklichkeit voraussP-tzt.
  • Bei der Anwendung dieses bekannten Verfahrens ist es jedoch kaum vermeidbar, daß Ungleichmäßigkeiten auftreten können, die insbesondere bei wertvolleren Gläsern den Ausfall der betreffenden Stücke bedingen: auch ist die Arbeit sehr zeitraubend und umständlich.
  • Es wurde nun gefunden, daß man diese Nachteile vermeiden und die gesamte Dckorierungsarbeit wesentlich erleichtern kann, wenn man gemäß der Erfindung zum Herstellen der Grundierungen die. erforderlichen Versätze in mit Lösungen harzartiger, organischer Kolloide hergestellten Anrührun.gen, die auf die für Abziehbilder gebräuchliche Sonderpapiere mit Gießmaschinen aufgebracht sind, verwendet und dieses so erhaltene Hilfsmittel durch Abziehen auf die zu dekorierende Fläche überträgt.
  • An sich ist es für das Dekorieren von Glas bereits gebräuchlich, Grundierungsmassen in
    für die _@l)Ziehhildherstellung üblicher t@'rise
    auf die Glas(-3l)erfiäclie aufzubringen. Ei han-
    delt :ich dallei aber um im Steindrtwk hu-
    gestellte Mmiehbllder 1111t welßenl Emali- /
    grtuld, wobei CIIei@r Grund ebenfalls 1l11
    Druckverfahren hergestellt ist und Bild mit
    Grund in einem Brand eingelwannt ((-erden.
    Diese bekannte Technik. die neben der Alm
    tt-endting cnil ins Steindruck hergestellten -Klo
    ziehlAldern mit gut deckenden und damit
    einen (reißen Emailgrund nicht I)enütigcitdeii
    Farben gebräuchlich ist, führt jedoch nicht zu
    den vor allem für wertvollere Gläser und
    heisere _lu:führungen erforderlichen Bild-
    Wirkungen.
    Man hat zwar berelti Vorichl'ge geina ein.
    uni die lm Druck hen"estellten limalls 7t1 ;er-
    bessern, beispielsweise um kräftigere Farlo
    tvirkringen oder bessere I,ontrastt#: irkungen
    7t1 erhalten. Dl@se `erfahren beziehen sich
    jedoch au:schlie13lich auf die Druclaechnik
    für das auf das Glas einzubrennende _lhzieli-
    bild, beispielsweise durch Verwendung Leson-
    ders vorgerichteter Staubfarben; doch hat
    Iran neben diesen Orfahren bisher in unt-er-
    änderter Weise die Technik des vorheriges
    _Inichwemmtni eines 1I11 gesonderten Brand
    einzubrennenden Emailrundes beibehalten,
    da durch die erforderliche Sorgfalt der 11°r-
    itelWng dieses Grundes durch die Elgellart
    des Grundes ttnd durch den doppelten Brand
    besondere. finit denn Steindruckverfahren nicht
    (rzielbare Wirkungen erhalten ((-erden kölnicii.
    Es war nun überraschend. da1; man sich
    beim .lufbringen des-anzuichwemmenden
    Grundes auch der _ai)zielil)ildteclniik bedienen
    kann, wodurch man diese: `"erfahren wesent-
    lich vereinfachen, d. h. das bisherige zeit-
    raubende, nur handwerkliche _@nschtt-ennnen
    üblicher :Irt ersparen und trotz der Erhöhung
    der _#rl)eitsleistung auch mit weniger -e-
    schulten 1;,i'iiften t nllig gleicliiiiäl,lige Grun-
    dierungen erhalten kann.
    Eingehende Versuche Iahen gezeigt, daß
    die _lhziehpaplere mit ekler @c111Cht aus
    Grundierungsmasse und bn-deinittel auch
    über lange Zeiten lagerbeständig sind und
    auch nach längerer Lagerung einwän(ifrcie
    Grundierungsschichten ergeben.
    _\l-, l@lll(lelllittel 211211 Anrühren der
    hrä tichlichen Versätze ((-erden t-orzugstt-Lise
    Cellult)seester oller (7elluloseäthcr oder derei
    Gemischt t-el'tve@ldet mit 7"1"atzen an LVeich-
    maehern, wie Palatiliol. Trikresrlphosphat u. a.
    lle geeignete Glaseinailfarhe kann h, -
    sl)ielst,rise mit gclöst-rr Nitroacrt5-Ic:@llul()sc
    lind einem Mheichtnacher, tvle ein--In tt--#I.-
    chen =@llivdllai'7 oder einem anderen fier
    die Celluloselacke t1. d"1. üblichen Weich.
    niachungsmittel. angerührt und in diclcl)reiiger
    Schicht auf ein in der _@hzie111)ildlterstellung
    gebräuchliches Sonderpapier mittels t@iel.l-
    mascliinen aufgebracht ((-erden.
    Das A"erai'1)üiteli derartiger Papiel'e srlbs@
    '1 '#ttzt dalm kehle weiteren bes(intluren Furt, -
    keiten vc)raus. 1s ge#chielit in der «"eis=:. (Ia1:@
    (-11u TewtliiiclltCÜ (i1'tilldle2'ttn@t)-@I"iilin, Z. 1i.
    i'rchteckige, quadratische. s?,.-ale und runde
    _\urschnitte, durch -lusschneiden @rdrr -\us-
    stanzen aus größeren 139gen #: ern-widet wer-
    den und die Folie aus der rrundierungilllaise
    ton dein Papier auf das Glas in rler für Glas
    Mbrihgen von Iiollodiumhautallzirhhildern
    iihlichen Weise übertragen wird.
    Der so grundierte Gegenstand wird. nach-
    dC111 er vollkommen ahgetrockliet ist, in tib-
    licher Weise gebrannt, tt'obei es sich als
    ZweckinäMlg erwiesen hat, die Eltil)i'eniitunil,r-
    raturen langsam ansteigen zti lassen.
    Die fertig aufgebrannte Schicht gestattet
    das Bemalen. %tiprltzen oder sonstige 1-)e-
    korierrn in üblicher .Krt, z. h. inittuIs -@1)ziell-
    bilden die dann ebenfalls, wi: erwähnt. ein-
    gebrannt -,(-erden können ; gegebenenfalls läl.lt
    sich aber auch die Grundierungsfoliv =lach der
    Erhndung durch Bedrucken (7di#r liUiii.tl:'il zu-
    nächst 1111t einem gewünschten Bild )l. dgl.
    versehen, worauf das Ganze auf clai zu (1-
    korierende Glas u. dgl. gemeinsam auigrtra-
    geIl und in einem hrand @ehrannt wird.
    Ins Regelfall wird das Grundierpapier nach
    der Erfnidung für die übliche .@usschmückuil@@
    heller Gläser vertvendet, insbesondere für
    htiiist"cv-erl)lirhe .Nahen. Es ]Armen UM-
    v-erstänMidi auch an Stelle einfarbiger, @vui-
    ßer Grundschichten gemusterte Grundmaisen
    oder farbige Grundmassen, die mit anders-
    farbigen Malereien oder einfarbig(n
    bildern bestimmte Iioiitrasttt-irl@uiig ergel)cn.
    itngewend.et werden.
    Durch die Finstellung des Grales vier
    Flüssigkeit des zur Folienherstellung t-e@tt-.-n-
    deten Gla#emails d;r @rundierun@smais_
    wie auch durch ge@inete-Zui@itze an sich he-
    kanater _Krt können die Grundiurungen glan-
    zend. matt oder hall)matt oder auf t-erschie-
    denen Flachen verschieden ausgeführt wur-
    den. @-or@ugitt-eise für schwierigere Grttil-
    (lierungsßächenuiiil-issr, z. 11 in Wal)penUrm
    o. dgl., bietet (las \"erfahren nach der Eriin-
    dung den Vorteil, dala durch dis: \Iasienh; -_
    si-elltin- auf ciinl beschriebenen Wege
    glelchlnalllge Gebilde 111 R-cselltlicli e117-
    facherer Weise (111d 1I1 kürzerer Zeit ühne i)t-
    sondere Facharbeiter und t#:,_)hlfeiler hrre_
    stellt werden können.
    !?in weiterer Vorteil der t-orliegen;len I@r_
    indung besteht darin. (lall auch 1)e1 kleineren
    Sätzen t-on Gläsern u. dgl, die jeweils nach
    der -lrt des keramischen oder Glasgrunde:
    verschiedenartige (irundierungsansätze erior-
    dern, nicht besondere _@ninachungru mit <l; r
    Möglichkeit eines nicht völligen Aufbrauchens bereitgehalten werden müssen, sondern nur ieweils nach Bedarf fertig angerichtete Papiere verschiedener Grundierungsaufträge verbraucht werden.
  • Wie bereits eingangs erörtert, ist es zur VermeidungvonAusschußergebnsseii «-esentlich, daß die Grundierungsmasse völlig gleichmäßig deckend aufgebracht wird, wodurch sich die Grundierungsfolie gemäß der Erfindung gegenüber der Handgrundierung auszeichnet.
  • Eingehende Versuche haben gezeigt, daß die mittels rotationsmäßig arbeitenden Gießmaschinen aufgetragenen Folien am weitgehendsten die an eine gleichmäßige Folie zu stellenden Anforderungen erfüllen.
  • An Hand der beiliegenden Zeichnung soll an zwei Darstellungen die Anwendung der Abziehbilder gemäß der Erfindung erläutert werden.
  • Abb. i zeigt schaubildlich ein Glas und das Aufbringen der Grundierungsfläche, Abb. 2 das Anbringen des Schmuckbildes. Im einzelnen ist a ein Hohlglas, auf das die entsprechend zugeschnittene Fläche des mit Grund.ierungsmasse c einseitig begossenen Sonderpapieres h in üblicher Weise aufgebracht wird, worauf die Trägerschicht b abgezogen oder in der Art der bekannten Schiebebilder abgeschoben wird. Nach sorgfältigem Antrocknen der Schicht c wird das Glas gespült und bei langsam aufsteigenden Temperaturen in einem 11Tuffelofen dem Einbrand der Schicht c unterworfen. In einem zweiten Arbeitsgang wird in üblicher Weise von dem Zuschnitt e das auf Kollodiumhautpapier gedruckte @l)ziehbild d auf die Grundierungsschicht c übertragen und glbenfalls eingebrannt.
  • Wird die Grundierungsfolie bereits vor dem Auftrage auf den Glasgegenstand dekoriert, kommt der beschriebene zweite Arbeitsgang natürlich in Wegfall.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen eingebrannter Grundierungen für die Dekoration von Glas u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die für die Grundierung üblichen Versätze nach Anrühren mit Lösungen harzartiger, organischer Kolloide, vorzugsweise Celluloselösungen, auf für Abziehbilder gebräuchliche. Sonderpapiere mittels Gießmaschinen aufgegossen werden.
  2. 2. Gr, undierpapier, hergestellt nach dem Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das für die Dekorierung verwendete Bild auf die Grundierung 'smasse durch Bedruckung oder Bemalung des Grundierungsauftrages aufgebracht und mit diesem für das gemeinsame Aufbringen vereinigt ist.
  3. 3. Grundierinasse zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Anrühren der Grundierungsversätze N itroacetylcellulose mit einem Weichmacher, vorzugsweise Trikresvlphosphat, verwendet 'ist.
DEB182121D 1938-02-26 1938-02-26 Verfahren zum Herstellen eingebrannter Grundierungen und Grundiermasse Expired DE714454C (de)

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DE (1) DE714454C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE962015C (de) * 1952-11-13 1957-04-18 Du Pont Glasfarbengemisch

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE962015C (de) * 1952-11-13 1957-04-18 Du Pont Glasfarbengemisch

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