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Mit Flüssigkeit arbeitende ein-- oder mehrstufige Kreiselmaschine
Bei Kreiselmaschinen, insbesondere bei. Kreiselpumpen und Wasserturbinen, geht durch
die Reibung der in der Arbeitsflüssigkeit sich drehenden Außenwände der Laufräder
ein beträchtlicher Anteil an Energie verloren, der im Verhältnis zur Nutzenergie
um so größer wird, je kleiner die spezifische Schnelläufigkeit. der zur Verwendung
kommenden Laufräder ist. Bei einer spezifischen Drehzahl n., = ioo macht
beispielsweise bei einer Kreiselpumpe dieser Verlust etwa 60/0 der Nutzenergie aus,
während er bei it, # 8o schon auf nahezu io010 ansteigt.
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Mit Rücksicht auf diese Verluste wird daher eine möglichst hohe spezifische'Drehzahl
angestrebt, sei es durch Vergrößerung der Drehzahl, sei es durch Erhöhung der Stufenzahl
der Maschine. Eine Erhöhung derDrehzahl bedingt aber, soll Kavitationsgefahr-vermieden
werden, eine kleinere Saughöhe bzw. eine größere Zulaufhöhe, was vielfach zu einer
Verteuerung des baulichen Teiles führt. Eine Erhöhung der Stufenzahl ist meistens
mit Rücksicht auf einfache Konstruktion und Montage nicht wünschenswert.
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Bei mit Flüssigkeit arbeitenden Kreiselmaschinen läßt sich die Radseitenreibung
weitgehend dadurch vermindern, daß die Arbeitsflüssigkeit ganz oder teilweise durch
ein verdichtetes Gas, am besten durch Preßluft, aus den an die A#Üßenwände der umlaufenden
Laufräder angrenzenden Kammern verdrängt wird; es tritt dann an Stelle der Flüssigkeitsreibung
die wesentlich kleinere Gasreibung. Die Verdrängung der Flüssigkeit ist aber insofern
schwierig, als das verdrängende Gas nicht in den Kreislauf der Arbeitsflüssigkeit
eintreten darf-, da sich sonst Ablösungserscheinungen,
verbunden
mit unzulässigen Druck-Schwankungen, unruhiger Gang, Wirkungsgradeinbuße u. a. in.
ergeben würden.
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Um nun bei mit Flüssigkeit arbeitendeki, ein- oder inehrstufigen Kreiselmaschinen
die Radseitenreibung in der angedeuteten Weise weitgehend vermindern züi können,
ohne da?) die zuletzt angeführten Nachteile in Kauf zu nehmen sind, sind gemäß der
Erfindung Steuerorgane vorgesehen. die selbsttätig den el Druck des verdichteten
Gases in den seitlich an das Laufrad angrenzenden Kammern in ,%.bhängig gk eitvomFlüssigkeitsdruckamLaufradumfang
so einstellen, daß praktisch keine Luft ans jenen Kammern in den Arbeitskreislauf
der Arbeitsflüssigkeit gelangen kann.
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Zweckmäßig können auch in der Nähe des Laufradumfanges Öffnungen zum
_-#Iführen des überschüssigen Gases aus den erwähnten Kammern vorgesehen sein, wodurch
dessen Eintritt in den Kreislauf der Arbeitsflüssigkeit verhindert wird. Vorteilhafterweise
werden das durch die betreffenden Öffnungen abströmende Gas sowie abfällig abströmende
Sperrflüssigkeit nicht ins Freie, sondern unter Gegendruck einem Abscheider zugeführt,
um von hier aus durch eine Fördervorrichtung wieder auf den erforderlichen Betriebsdruck
gebracht zu werden. Auf diese Weise lassen sich das abgeströmte Gas und die abgeströmte
Flüssigkeit mit einem Minimum von Energieaufwand wieder auf den Druck bringen, der
erforderlich ist, um sie erneut in die Kreiselniaschine einführen zu können.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
veranschaulicht, und zwar zeigt die Abbildung einen axialen Längsschnitt durch eine
einstufige Kreiselpumpe, wobei in kleinerem Maßstabe und in Ansicht auch noch ein
Abscheider, in den überschüssiges Gas und Sperrflüssigkeit unter Überdruck strömen
können, sowie verschied#,ne Fördervorrichtungen dargestellt sind, die jene Medien
wieder auf Betriebsdruck zu bringen gestatten.
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i bezeichnet den Saugstutzen der Kreiselpumpe, durch den die Arbeitsflüssigkeit
an-,gesaugt wird, und .2 ist das Laufrad, das diese Flüssigkeit in das druckseitige
Gehäuse3 pumpt. Das Laufrad2 wird auf der Naben-Seite durch die mit demselben umlaufende
Wand.4 auf der Seite des Saugstutzens 1
durch die sich ebenfalls drehende
Wand 5 berenzt. An den Außenseiten der Wände 4 und 5 tritt in den
seitlichen Kammern 6 und 7
der obenerwähnte Energieverlust durch die
so-. Radseitenreibung auf.
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Die Verdrängung der in der Kammer 6 befindlichen Arbeitsflüssigkeit
erfolgt durch Preßluft, die durch eine Leitung 8 zunächst in einen Raum
9 und von dort durch eine ringförinige Üffnung, io in die Kammer
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]an.-t. in die Leitung 8 ist ein Steuerorgan 2',3" eingebaut, atif
das über eine nicht gezeigte Leitung der Stand der in der Kammer 6 11111-i;ii,ifeiiden
Flüssigkeit einwirkt. Dieses Steuernr-an 28' ist so ausgebildet, daß
es imstandu ist, in Abhängigkeit von jenem Flüssigkeitsstand selbsttätig den Druck
der Preßluft in der l#iaii-irner 6 -So einzustellen. daß der Flüssigkeitsring
in dieser Kammer, -welcher Ring etwa mit der halben Geschwindigkeit de# Latifradez
2 mitrotiert, bis nahezu an den Laufradumfang verdrängt wird. Sollte der Preßluftdruck
in der Kammer 6 ans irgend-#-ineni Grunde so stark ansteigen, (laß der Flüssigkeitsring
bis zum Laufradrand oder sogar Über denselben hinaus zurückgedrängt wird, s(-) entweicht
dann überschüssige Prefl-Inft, verniischt mit Arbeitsflüssigkeit, durch eine als
ringförmiger Spalt ausgebildete A1)-1)laseiiffniiii", ii im Pumpengehäuse in einu
Kammer 12 dieses Gehäuses, von wo das Geinisch durch e4ie Leitung 13 in eine
Rohrverzweigun- 3o abfließen kann, die ihrerseits an einen Abscheider
25 angeschlossen ist. Sobald Preßluft durch den Spalt i i abströmt. stellt
sich in der Kammer 6 ein Druckabfall ein, was zur Folge hat, daß die Abblaseöffnung
i i wieder vom Flüssigkeitsring abgedeckt wird. Die ÖffnUng i i stellt somit ein
weiteres Steuerorgan dar, das selbsttätig den Druck der Preßluft in der Kammer
6 in Ab-
hängigkeit vorn Stand der Flüssigkeit in dieser Kammer so
einstellt, daß praktisch keine Luft aus# derselben in den Kreislauf der Arbeitsflüssigkeit
gelangen kann. Mit Hilfe der Steuerorgaiie 28' und i i läßt sich somit eiii
Gleichge-,vichtszustand zwischen dein Stand des in der Kammer 6 rotierenden
Flüssigkeitsringes und dein Druck der in dieser Kammer vorhandenen Preßluft erreichen.
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Urn die Flüssigkeit in ähnlicher Weise aus cler satigseitigen Kammer
7 verdrängen . züi können, ist an diese eine zum Zuführen von Preßluft
dienende Leitung 1-4 angeschlossen. Die durch diese Leitung, 14 zuströmende Prell-Itift
gelangt zunächst zur gleichmäßigen Verteiliiii,- ineineimPumpengebäuse vorgesehene
Kammer- 15, die durch Bobrungen 16 mit dvi-Kaminer;7 in Verbindung steht. Zwischen
let7terer und dein Saugrauin der Pumpe ist in üblicher Weise ein Drosselring 17
vorge-Um zu verhindern, daß Preßluft ans der Kanimer 7 in den Saugraum gelangen
ZD kann, was unterUrnständen die Kreiselpumpe zum .-11schnappen bringen könnte,
wird in den Drosselring 17 durch eine Leitung 1,8 eine unter entsprechendem Druck
stehende Sperrflüssigkeit, vorzugsweise ein Teil der Arbeitsflüsigkeit. eingeführt.
Die aus dein Drosselrin- austretende Sperfflüssigkeit ge-Z,
langt
zum Teil in den Saugrauni der Pumpe unT-zun'i, Teil in einem Karifrhe-i ig, jaus
der sie durch 2ne. Leitung'jo in die bereits- genannte Rolirverzweiigung 3o abfließen
k ainn. In die 1-eitupg.I"5."'is't'e'in -S-t-e'nerorgäji 2.87-eingebaut, das * dem
We'seh 'nach dem -Steil-erd'rgan:281 entspricht und- auf-'da#s *über üin-e'-'#iclit
gezeigte, -Leitung der Stalid der' - umlaufenden Flüssigkeit in -de7rKainn-'ier
7'einmirlzt. Dieses Steuerorl-,an:z,-, ist so ausgebil-det, --daß es i«mstan-de--isi-,
in AbWängigl#zeit vom Flüssigkeits.stand -in'der 'I<a'm--mer 7 selbsttätig
den Ditick-der Preßlüff -in' dieser Kammer so einzustelle ii, daß - der da-ri,n---v.-or,ha-n-dene-
Flüs-
sigkeitsring ebeinfallslis- n-#hez.ti an den Umfan des"Lauf
. rades-2-Verdrängt wird. Bei diesen Betriebsv-erhältnissen- entwdicht -dann
ein,_ Teil- der in der Kammer 7 vorliandenen pl#ßluit dr urch - einen
als' Vorsteuerorgan -S alt 2 1- in # die Kähiriier ig und wirIzeiiden p ei ng
ö Auch -a-uf dievon diese"t-'in- die E 'tu 2 :
ser Seite der
Pumpe kann es vorkommen, daß der Preßluftdruck in der Kammer7 so stark zunimmt,
daß der Flüssigkeitsring bis zum Umfang des Laufrades ?- oder sogar über
denselben hinaus zurückgedrängt wird. Uin dem Rechnung zu tragen, ist auch in Verbindung
mit der saugseitigen Kammer 7
in der Nähe des Laufradumfanges eine als rin-"förmiger
Spalt ausgebildete Abblaseöffnung2?- vorgesehen, durch die mit Arbeitsflüssigkeit
vermischte Preßluft in eine Kammer:23 und von dort durch eine Leitung?-4 nach der
Rohrverzweigung 3o abblasen kann, sobald der in der Kammer 7 umlatifendeFlüssigkeitsring
die Öffnung-,?- abgedeckt hat. Es stellt somit der Abbliasespalt 22 ein weiteres
Steuerorgan dar, das selbsttätig den Druck der Preßluft in Ader Kammer
7 in Abhängigkeit vom Stand der rotierenden Flüssigkeit in dieser Kammer
so einstellt, daß praktisch keine Luft aus derselben in den Kreislauf der ArbeitsflüssigIzeit
gelangen kann.
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Die durch die Leitungen 13, 2o und 24 abströmende, allenfalls mit
Arbeitsflüssigkeit vermischte Preßluft, welche in die Rohrverzweigung
30 gelangt, wird von hier unter Tegendruck in den bereits erwähnten Ab-G
scheider 2_# geleitet, in dessen obere17i Teil sich die Preßluft ausscheiden kann,
während sich im unteren Teil die mitgerissene Arbeitsflüssigkeit ansammelt. Die
Preßluft wird dann von einer Luftpumpe:26 zwecks weiterer Verwendung in der Kreiselpunipe
aus dem Abscheider:25 in eine Leitung 31 gefördert, an welche die weiter
oben genannten Leitungen 8 und 15 angeschlossen sind. Die im Abscheider -,?5
sich ansammelnde Flüssig-]zeit wird von einer Hilfspumpe 27 in dieLeitung
18 zurückgepumpt. Mit Hilfe von Ventilen:29, die in die Leitungen 13,...-,1.8, _:?47.
pen alls-.- aber auch eingebaut sind gege4# durch Drehzahlregelung-an den Hilfspumpen
26# 2-, läßt sich der Gegendruck -in denKamiiiern.i:2, ig und 23 so einstellen,
daß bei verhältnismäßig kleinem Leistungsverbrauch der ilfspumpen 26, 27
-ein weitgehend stabiles H 1
Arbeiten der Einrichtung gewährleistet ist. In
Verbindung mit dem Absdheider 25 ist noch ein kleiner Hilfsverdichter
32 vorges.ehen, du rch den der -Abscheider 25 für die erste. -Inbetriebnahme
und zum Ersatz der im Laufe der Zeit -",6rIorengdh#enden Preßluft nach Bedarf mit
Preßluft aufgeladen werden kann.
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An S telle zweier Pumpen 26,27, die, in der Strömungsrichtung
betrachtet, nach dem Ab-
- ZD -scheider 2 # _angeordnet, sind, läßt
sich unter Umständen auch mit einer einzigen, vor dem .#Uscheider 25 _angeordneten_
Pumpe auskommen, die dann imstande sein muß, ein- Luftringen. Ivassergemisch auf
höheren Druck zu b
Di - e - Erfiedung läßt.... -
sich sin!#ggmäb.,-a-uch bei mehrstüfizen Pumpen undWasserturbinen anwenden.
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Der Stand der rotierenden Flüssig - keit in den an die Außenwände
des Laufrades oder der Laufräder angrenzenden Kammern kann auch auf elektrischem
Wege, z. B. mit Hilfe von Kontakten, auf die Steuerorgane 28', 28'
einwirken.
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Statt der ringförrnigen Spalte 11, 22 können in der Nähe des Laufradumfanges
auch mehrere Öffnungen vorgesehen werden. Ferner lassen sich-an Stelle dieser als
Steuerorgane wirkenden- Abblaseöffnungen 11, :22 auch Steuerventile vorsehen, die
dann so lange bzw. so weit geöffnet bleiben müssen, bis zwischen dem inneren, auf
einem kleineren Radius liegenden Teil der Kammern 6, 7 und ihrem außen auf
einem größeren Radius liegenden Teil, praktisch keineDruckdifferenz mehr besteht.
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Bei dein gezeigten Ausführungsbeispiel ist nur auf der Satigseite
ein Drosselring 17 -vorgesehen. Hierdurch ergibt sich ein von der Saugstutzenseite
her auf das Laufrad 2 wirkender Axialschub. Zwecks Ausgleichs dieses Axialschubes
lassen sich natürlich auch auf der -Nabenseite des Laufrades 2- in der Kammer
6 ein oder mehrere Drosselringe vorsehen.
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An Stelle von Preßluft kann auch irgendein verdichtetes Gas zum Verdrängen
der Flüssigkeit aus den seitlich des Laufrades bzw. der Laufräder vorhandenen Kammern
verwendet werden.
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Die Erfindung ermöglicht namentlich bei größeren Speicherkraftanlaigen
eine wesentliche Erhöhung der Wirtschaftlichkeit zu erzielen, da hier die Kosten
für die zusätzlichen Hilfseinrichtungen nur eine unterggeordnete .R.olle-§#.pielen,