DE7128350U - Sportgerät in Form eines Schnurschleuderstabes - Google Patents
Sportgerät in Form eines SchnurschleuderstabesInfo
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Description
Paten»anw!t
SigurdGronow
1Bei!;n44
ElMHtr. 62, Ta.'. S 21 10 86
<0 81 10 86>
Horst L e s k e
599 Altena/Westf.
Humboldtstr. 18
und
Bruno Bens
588 Lüdenseheid/Westf.
Die Neuerung betrifft ein Sportgerät in Form eines
Schnurschleuderstabes, das zum begrenzten Werfen eines Wurfkörpers und auch für andere Sportzwecke,
beispielsweise Seilspringen und dergleichen, bestimmt ist.
Es ist bekannt, Bälle oder irgendwelche Gegenstände in Richtung auf einen beliebigen Zielpunkt zu werfen.
Sollen weitere Würfe erfolgen, muß der Ball nach jedem Wurf durch Abschreiten der doppelten Wurfstrecke
wieder an seinen Ausgangspunkt zurückgeholt werden. Ferner ist es bekannt, Bälle an einer Schnur zu
befestigen, deren anderes Ende am Boden an einem Haltepunkt festgelegt ist. Derartige Bälle werden
beispielsweise zu Übungen mit einem Tennisschläger benutzt. Die Länge der Schnur ist hierbei festgelegt
und verändert sich nicht.
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Die Neuerung hat zur Aufgabe, ein Sportgerät zu schaffen, das gleichfalls zum Werfen von Bällen
oder anderen Wurfkörpern, an denen eine Schnur an gebracht ist, dient- wobei .jedoch der .jeweilige
Wurfkörper nicht direkt, sondern indirekt unter Verwendung eines Schleuderstabes geworfen wird.
Eine weitere Aufgabe der Neuerung liegt darin, die Fluglänge des Wurfkörpers willkürlich zu begrenzen und somit von vornherein, also vor Ausführung des Wurfes selbst, die Wurflänge festzulegen· Schließlich ist es Aufgabe der Neuerung,
den Wurfkörper ohne Verlassen des Standpunktes, von dem· aus der Wurf vorgenommen wurde, wieder zu
diesem zurückzuholen.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Neuerung ein Sportgerät vor, das se ausgebildet ist, daß dasselbe aus einem rohrförmigen, elastischen Stab
besteht, innerhalb dessen ein Teilstück einer längeren Schnur liegt, deren beide Enden mit je
einer Verdickung versehen sind, und daß auf der Schnur, verschiebbar auf derselben, zwei mit je
einem Durchbruch versehene Teile angeordnet sind, von denen das eine aus einem Wurfkörper und das
andere aus einem Halteteil besteht, und daß ferner an dem einen Ende des Stabes eine Lagervorrichtung
angebracht ist. Die Lagervorrichtung ist trichterartig ausgebildet. In der Nähe der beiden Enden
des Stabes ist außen an diesem liegend, je ein Haken angeordnet. An dem Ende des Stabes, das
der Lagervorrichtung gegenüberliegt, ist eine Ein- beziehungsweise Auslauftülle für die Schnur angeordnet. Der Stab, die Lagervorrichtung, die Einbeziehungsweise Auslauftülle und die Haken bilden
ein zusammenhängendes Ganzes. Der Wurfkörper kann
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beispielsweise aus einem Ball bestehen, aber auch aus einem beliebig gestalteten Formstück, wie
beispielsweise sinsss solchen, in Forni einee Flugzeuges,
eines Pfeiles, einer Rakete oder dergleichen.
In den Abbildungen ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Neuerung dargestellt und zwar zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht des neuerungsgemäßen Sportgerätes, teilweise im Schnitt
Fig. 2 gleichfalls eine Seitenansicht des neuerungsgemäßen
Sportgerätes, in perspektivischer Darstellung, in seiner Nichtgebrauchsiage.
wobei die Schnur auf haltende Haken aufgewickelt ist.
Ein Stab 1, der rohrförmig ausgebildet ist, besteht vorzugsweise aus einem elastischen Kunststoff und
weist eine Länge von ungefähr 60 cm auf. An seinem einen Ende ist eine Lagervorrichtung 2 angebracht
und an seinem anderen Ende eine Ein- beziehungsweise Auslauf tülle 3. Eine Schnur 4-, die aus Plastik, aber
auch jedem anderen geeigneten Werkstoff bestehen kann und ca. 2 bis 2,5 mm stark ist, ist mit ihrem
einen Ende durch einen Wurfkörper 5 hindurchgeführt, der in den Abbildungen kugelförmig in Form eines
Balles dargestellt ist. Die Haken 6 und 7 dienen zum Aufwickeln der Schnur 4 in der Nichtgebrauchslage
des Gerätes, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist. An dem anderen Ende der Schnur, das aus der
Ein- beziehungsweise Auslauftülle 3 herausragt, befindet sich ein Halteteil 8, das mit einem Durchbruch
9 versehen ist, dessen Durchmesser etwas größer als der Durchees«er der- Schnur 4- ist, die in eines
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Knoten oder einer Verdickung 10 endet, um ein Herabrutschen des Halteteils 8 zu verhindern. Der Wurfkörper
5 weist gleichfalls einen Durchbruch 11 auf, durch den die Schnur 4- geführt ist, die gleichfalls
in einem Knoten oder einer Verdickung 12 endet.
Die Herstellungs- und Wirkungsweise des Sportgerätes
gemäß der Neuerung ist folgende:
Die Lagervorrichtung 2 und die Ein- beziehungsweise Auslauftülle 3 können in an sich bekannter Weise
aus jedem geeigneten Werkstoff, vorzugsweise Kunststoff, hergestellt werden und werden mit dem Stab 1
fest verbunden, was durch klebende Mittel oder auch mechanisch geschehen kann. Das gleiche gilt für die
Haken 6 und 7» die, wie dies in den Abbildungen dargestellt ist, an des Stat; 1 angebracht sind, aber
auch in einer möglichen Variante an der Lagervorrichtung 2 und der Ein- beziehungsweise Auslauftülle
3 befestigt sein können, beziehungsweise mit diesen Teilen aus einem Stück bestehen können.
Der Wurfkörper 5 kann gleichfalls aus einem Kun^tstoff
geeigneten Gewichts, aber auch aus jedem anderen hierfür geeigneten Material gefertigt werden.
Das gleiche gilt für das Haiteteil 8.
Zum Gebrauche des Sportgerätes gemäß der Neuerung wird zunächst die Schnur 4 von den Haken 6 und 7
abgewickelt, so daß sie aus der Ein- beziehungsweise Auslauftülle 3 herabhängt und durch Ziehen an ihr
der Wurfkörper 5 fest auf der Lagervorrichtung 2 aufruht. Nun wird der Stab 1 an seinem unteren Ende
zur Hand genommen, wobei die Schnur 4- mit der anderen Hand festgehalten wird. Alsdann wird mit dem Stab 1
eine Schleuderbewegung ausgeführt und hierbei gleichzeitig die Schnur 4 freigegeben, so daß sich der
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Wurfkörper 5 aus der Lagervorrichtung 2 lösen und
in die Schleuderrichtung fliegen kann. Hierbei nimmt der Wurfkörper 5 die Schnur 4 alt, welche
rasch durch die Bohrung des Stabes 1 gleitet. Der Wurfkörper 5 fliegt so weit wie die Länge der
Schnur 4 dies zuläßt. Es ist selbstverständlich ago&ch, nach einer gewiesen Flugzeit die Schnur 4
von Hand aus abzubremsen und somit die Fluglänge zu beschränken. Andererseits ist es aber auch möglich, ve» v©r»h«3P«is die Fluglänge dee Wurfkörpers
xu bestimmen. Dies geschieht dadurch, dafi das Halteteil 8 auf der Schnur 4- verschoben wird, wobei es
leicht an eine Stelle der Schnur 4 geschoben werden kann, die der gewünschten Fluglänge des Wurfkörpers
entspricht. Man kann also vorher durch Abmessung der Schnur 4 festlegen, wie weit der Wurfkörper 5
fliegen soll· An der entsprechenden Stelle der Schnur 4 wird hinter dem Halteteil 8 denn ein Knoten
gemacht, so dafi in der Schnur 4 eine Verdickung 10 entsteht, wie sine solche auch an dem unteren Ende
der Schnur sowieso vorhanden ist, um ein Abgleiten des Halteteile 8 zu verhindern. Wird der Schleudervorgang ausgeführt, gleitet soviel von der Schnur
durch den Stab 1, bis das Halteteil 8 an der Stirnseite der Ein- beziehungsweise Auslauftülle 3 anschlägt. Auf diese Weise lassen sich also gewünschte
Wurflängen vor Beginn des Schloudervorganges mit ziemlicher Genauigkeit festlegen, wobei die größtmögliche Wurflänge einmal von der Schleuderkraft
des Benutzers und zum anderen von der Gesamtlänge der Schnur 4 abhängt. Nach Beendigung des Wurfes
kann der Wurfkörper 5 durch Ziehen an der Schnur 4 wieder zurückgeholt werden, ohne daß der Benutzer
des Gerätes seinen Standpunkt verlassen muß.
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ils Wurfkörper können alle möglichen Formstücke
Verwendung finden, also beispielsweise in erster Linie ein Ball, aber auch ein Sandsäckchen, ein
kleines Plugzeugmodellf eine Bakete, ein Pfeil oder
dergleichen.
Bas Sportgerät gemäß der Neuerung ist aber nicht
allein in der beschriebenen Weise verwendbar. 2s kann auch mit Vorteil für Trainingszwecke als
Springseil Verwendung finden. Hierbei können sich beispielsweise drei Personen betätigen. Es werden
ca. vier Meter der Schnur 4 aus dem Stab 1 herausgezogen
und der Wurfkörper 5 in die Mitte des
herausgezogenen Schnurteiles geschoben. Jetzt ergreift eine Person das eine Ende der Schnur 4 und
die andere Person hält diese in der Nähe der Lagervorrichtung 2 fest. Nunmehr kann die Schnur 4· herumgeschwuügen
werden und eine dritte Person kann hierbei darüberspringen· Auch als Springseil für eine Person
ist das Gerät brauchbar, wenn diese eine entsprechende Schnurlänge herauszieht und das eine Ende dieser
herausgezogenen Schnur M- in die eine Hand nimmt und
mit der anderen Hand die Schnur 4- in der Nähe der Lagervorrichtung 2 erfaßt, wobei der Wurfkörper 5
selbstverständlich wieder in die Mitte des hervorstehenden Schnurteiles geschoben ist. Eine weitere
mögliche sportliche Betätigung liegt darin, daß ein Teil der Schnur 4-, an deren Ende sich der Wurfkörper
befindet, aus dem Stab 1 herausgelassen wird und dieser nach unten gehalten wird, wobei der Wurfkörper
5 dann durch kleine kreisende Bewedungen des
Stabes 1 im Kreise herumgeschleudert wird und die Person, die diese Bewegungen ausführt, jedes Mal
über die Schnur 5 springt, wenn diese in die Nähe ihrer Füße gerät. Schließlich ist auch zur Stärkung
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der Annmuskulatur eine Schleuderbewegung möglich, bei
welcher der Stab nach oben gehalten und der Wurfkörper in kreisenden Bewegungen herumgeschleudert wird.
Die Vorteile des Sportgerätes gemäß der Neuerung sind mannigfaltig. So ist es in erster Linie von
Vorteil, daß gezielte Würfe des Wurfkörpers in vorher
bestimmter Weite ausgeführt werden können, wodurch eine ziemliche Zielgenauigkeit erreicht wird. Weiter
ist es von Vorteil, daß der Wurfkörper ohne Verlassen des Standpunktes durch einfaches Einziehen der- Schnürwieder
zurückgeholt werden kann, also hierzu keinerlei Laufbewegungen nötig sindrSuch ein Verlorengehen
des Wurfkörpers mit Sicherheit vermieden wird. Dies ist ein ganz besonderer Vorteil im Hinblick auf den
Versehrtensport, da beispielsweise auch eine an einen Rollstuhl gefesselte Person ohne Schwierigkeiten sich
mit dem neuerungsgemäßen Sportgerät betätigen kann. Die weiteren Vorteile liegen in der vielseitigen Verwendbarkeit
des Gerätes für Springzwecke und als Stärkungsgerät für die Muskulatur.
Die Neuerung beschränkt sich nicht auf die in den Abbildungen dargestellte Ausführungsform. Es ist selbstverständlich,
daß sowohl die Länge des Stabes als auch die Länge der Schnur variabel sind. Auch die Gestalt
des Wurfkörpers, für den sich zunächst eine ku/gelartige
Form anbietet, ist variabel. Bei kugelförmiger Form des Wurfkörpers ist die Lagervorrichtung zweckmäßig
trichterartig. Es können aber auch Lagervorrichtungen anderer Gestaltung oder Profilierung vorgesehen werden,
die beispielsweise gabelartig ausgebildet sind. Eine solche gabelartige Ausbildung wäre beispielsweise für
ein kleines Flugmodell zweckmäßig. Eine ungefähr
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röhrenförmige Ausbildung der Lagervorrichtung würde dann in Frage kommen, wenn als Wurfkörper
ein raketenartiges Formstück oder ein Pfeil Verwendung findet. Bei Verwendung des letzteren als
Wurfkörper kann selbstverständlich auch eine an sich bekannte Zielscheibe Verwendung finden, auf
die der Wurfkörper auftrifft und mit seiner Spitze in sie eindringt. Bei Verwendung eines Sandsäckchens
als Wurfkörper kann auch auf eine Haltevorrichtung verzichtet werden.
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Claims (7)
1) Sportgerät in Form eines Schnurschleuderstabes, dadurch gekennzeichnet, daß dasselbe aus einem
rohrförmigen, elastischen Stab (1) besteht, innerhalb dessen ein Teilstück einer längeren Schnur (4)
liegt, deren beide Enden mit je einer Verdickung (10 und 12) versehen sind, und daß auf der Schnur (4),
verschiebbar auf derselben, zwei mit je einam Durchbruch (11 und 9) versehene Teile angeordnet
sind, von denen das eine aus einem Wurfkörper (5) und das andere aus einem Halteteil (8) besteht, und
daß ferner an dem einen Ende des Stabes (1) eine Lagervorrichtung (2) angebracht ist.
2) Sportgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagervorrichtung (2) trichterartig ausgebildet
ist.
3) Sportgerät nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Nähe der beiden nden
des Stabes (1), außen ai diesem liegend, je ein
Haken (6 und 7) angeordnet ist.
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4) Sportgerät nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch
gekennzeichnet, daß an dem Ende des Stabes (1), das der Lagerverrichtung (2) gegenüberliegt, eine
Ein- beziehungsweise Auslauftülle (3) für die
Schnur (4-) angeordnet ist.
Schnur (4-) angeordnet ist.
5) Sportgerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stab (1), die Lagervorrichtung (2), die Ein- beziehungsweise Auslauftülle
(3) und die Haken (6 und 7) ein zusammenhängendes Ganzes bilden.
6) Sportgerät nach den Ansprüchen 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß der Wurfkörper (5) aus einem
Ball besteht.
7) Sportgerät nach den Ansprüchen 1 bis 5» dadurch
gekennzeichnet, daß der Wurfkörper (5) aus einem beliebig gestalteten Formstück besteht.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7128350U true DE7128350U (de) | 1971-11-25 |
Family
ID=1270404
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7128350U Expired DE7128350U (de) | Sportgerät in Form eines Schnurschleuderstabes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7128350U (de) |
-
0
- DE DE7128350U patent/DE7128350U/de not_active Expired
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