DE712498C - Einrichtung zur Loeschung elektrischer Lichtboegen mittels Kondensatorentladungen - Google Patents

Einrichtung zur Loeschung elektrischer Lichtboegen mittels Kondensatorentladungen

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DE712498C
DE712498C DEZ23741D DEZ0023741D DE712498C DE 712498 C DE712498 C DE 712498C DE Z23741 D DEZ23741 D DE Z23741D DE Z0023741 D DEZ0023741 D DE Z0023741D DE 712498 C DE712498 C DE 712498C
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arc
capacitor
capacitors
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switch
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Expired
Application number
DEZ23741D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Wilhelm Ziegenbein
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WILHELM ZIEGENBEIN DR ING
Original Assignee
WILHELM ZIEGENBEIN DR ING
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H9/00Details of switching devices, not covered by groups H01H1/00 - H01H7/00
    • H01H9/54Circuit arrangements not adapted to a particular application of the switching device and for which no provision exists elsewhere

Landscapes

  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Löschung elektrischer Lichtbögen mittels Kondensatorentladungen Um beim Ausschalten von Schalteinrichtungen die Löschung des Unterbrechungslichtbogens zu erleichtern, ist es bekannt, über die Schaltstrecke beim Offnen des Schalters einen Kondensator zu entladen, dessen Entladungsstrom dem Betriebsstrom entgegenwirkt. Die Einrichtungen hierfür pflegen derart ausgeführt zu sein daß der Löschkondensator, durch die Betriebsspannung aufgeladen und für seine Entladung beim Offnen des Schalters durch dessen Schalthebel selbst parallel mit den Schaltkontakten verbunden wird. Es hat sich gezeigt, daß eine einmalige Kondensatorentladung den angestrebten Zweck häufig nicht zu erfüllen vermag und eine zuverlässige Lö -schung des Lichtbogens dadurch nicht zu erreichen ist. Dies liegt daran daß der Lichtbogen mannigfachen Einflüssen und Änderungen unterworfen ist, und daß es für die Löschwirkung durch die Kondensatorentladung wesentlich darauf ankommt, unter welchen Verhältnissen der Lichtbogen gerade in dem Zeitpunkt steht, in welchem die Kondensatorentladung stattfindet.
  • Ein weiterer bekannter Vorschlag, der anstrebt, jene Zufälligkeiten der Löschwirkung durch die Kondensatorentladung auszuschließen, geht dahin, den Lichtbogen durch überlagerte Schwingungen, welche durch Kondensatorentladungen hervorgerufen werden, zum Löschen zu veranlassen und diese Schwingungen mit Hilfe der periodischen Bewegung eines Schalters in kurzen Zeitintervallen mehrmals zu wiederholen, um auf diese Weise in verschiedenen Augenblickswerten und Lichtbogenzuständen den Lichtbogen durch den Schwingungskreis beeinflussen zu können.
  • Obgleich eine Reilie von Schwingungsstromstößen nacheinander dein Lichtbogen zugeführt werden und dadurch die Möglich-].zeit ihrer Einwirkung auf den Lichtbogen mehrere l1Iale und zu anderen Zeitpunkten gegeben ist, vermal; diese bekannte Einrich-. tttlig trotz(leni ebensowenig zuverlässig den Lichtbogen zu löschen. Wenn nämlich beim Abschalten <lern Lichtbogen Schwingungen überlagert werden, ist der zeitliche Verlauf dieser Schwingungen lediglich durch die. Selbstinduktion und Kapazitiit bedingt. Die Augenblicke, bei denen sich der Schwiligungsstrom und der Lichtbogen- bzw. Schalterstrom aufheben, werden demzufolge außerordentlich kurzzeitig sein, so daß die Zeit nicht ausreicht, den Lichtbogen zuni Erlöschen zu bringen.
  • .Nach der Erfindung wird die Unzuverlässigkeit (ler Löschwirkung eines Lichtbogens, insbesondere bei Lichtbogenstronirichtern und Sehaltern, dadurch vermieden, daß ebenfalls mehrere Kondensatorentladungen nacheinander über den Schaltlichtbogen bewirkt werden, aber die Kapazität C, die In-(luktivität L und der Ohnische Widerstand R des I?ntla(lungskreises in solchem Verhältnis zueinander stehen, daß jede Entladung aperiodisch vor sich geht. Für die Voraussetzung, unter der Schwingungen nicht mehr eintreten und der Strom aperiodisch verläuft, besteht bekanntlich die Beziehung Wenn nun unter dieser Bedingung die einzelnen Kondensatorentladungen aperiodisch erfolgen und der zeitliche Verlauf des Entladungsstromes nicht nur von der Größe d.r Kapazität, sondern auch vorn Ohmschen Widerstand des Stromkreises abhängt, hat man es in der Hand, die "Leitdauer, während welcher der Kondensatorstroin auf die Lichtbogenlöschung wirksam ist, ausreichend zu bemessen. Hinzu kommt der weitere erhebliche Vorteil der Erfindung, daß bei der Übernahme des Schalterstromes durch die Kondensatorentiadung der Widerstand des Schalterlichtbogens ansteigt und das Abklingen des Kondensatorentladungsstrornes dadur, ii noch sanfter verläuft. also in bezug auf die Löschung besonders wirksam ist.
  • Abb. i (ler Zeichnung zeigt schematisch ein allgemeines bekanntes Ausführungsbeispiel für die Löschung des Schaltlichtbogens mittels einer Kondensatorentladting. Beim Öffnen des Schalters, der in der Schließstellung die Kontakte i und -2 überbrückt, werden gleichzeitig die Kontakte r und 3 miteinander verbunden und damit der Kondensator 4. auf den Lichtbogen geschaltet. Der Widerstand ,#'oi-gt für die Aufla(lung des Kondensators 4 vor den( ()Minen (res Schalters.
  • In den Abb.2 bis ; sind mehrere Ausführungsbeispiele der l?rhndung dargestellt. Nach Abb.2 werden (Iadurch, (Maß der Ausschalter als Stufenschalter atl,gel)il(let ist, nacheinander die aperio(lischen I:ntla<lung,@n von drei Kondensatoren G, ; un(t ,8 über (le n S S chaltlichtbo-en vor-etioninien. Zwecknü i [')igerweise werden diese l-Zondensatoren für verschiedene Kapazitäten ausgelegt, die dein Verlauf des Lichtbogens so angepaßt sind. daß beim Zuschalten jedes der Kondensatoren der herrschende Schalterstrom zu Null gemacht wird. Beim Offnen des Schalters wir-.1 zwar der Lichtbogenstrorn allmählich kleiner, die Lichtbogenspannung indessen kann beträchtlich ansteigen. Bei Wiederholung der Kondensatorenladung kann deshalb die Kapazität kleiner gewählt werden, uin die gleiche Wirkung zu erzielen, wodurch bei Verwendung mehrerer vorher geladener und nacheinander entladener Kondensatoren für die Löschstrecke die Abmessung der Kondensatorgruppe erheblich kleiner ausfällt. Beim Üüfnen des Schalters wird der Widerstand des Schalterlichtbogens vergrößert. beinentsprechend kann die zugeschaltete Kapazität kleiner sein, ohne daß Schwingungen entstehen, d. 1i. die bezeichnete Bedingung bleibt trotz verminderter Kaliazitiit bestehen. Die Abb.3 veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel, bei welchem die aperiodische Entladung und die über den Widerstand io erfolgende Ladung ein und desselben Kondensators 9 durch einen Schalter finit einer Anzahl Unterbrechungen mehrere -Male wiederholt wird. Durch die Möglichkeit, bei .der Wiederholung der Entladung die Zeitintervalle bis zum erneuten anlegen dieses Kondensators an den Lichtbogen innerhalb der Dauer seines Bestehens kürzer bemessen zu können, läßt sich die Häufigkeit der Löschstromstöße steigern und damit die Löschwirkung beschleunigen. Te länger nämlich der Lichtbogen i-2 besteht, desto größer ist auch die an dein Lichtbogen herrschende Spannung. Auf diese Spannung entladet sieh der Kondensator <9 höchstens, d. 1i. mit anwachsender Lichtbogenspannung wird der Kondensator weniger vollständig entladen, und es ist möglich, ihn in kürzerer Zeit wieder aufzuladen, also ihn in häufigerer Aufeinanderfolge auf den Lichtbogen zu schalten. I-Iinzu kommt, (Mali im allgemeinen heim Öffnen des Schalters die im Stromkreis wirkende Spannung entlastet wird und ansteigt. Falls der Kondensator. durch diese Spannung aufgeladen wird, vollzieht sich die Auf ladun g durch (las Ansteigen der Spannung ebenfalls rascher.
  • In manchen f#'ülleti ist es zweckniiiI3ig, eine Anordnung nach Abb..I zu verwenden. 1):r Kondensator ii wird über die @@'irlei-st<iri(ler2 und 13 durch .die Gleichspannung aufgeladen. Das erstmalige I'arallelschalten des Nondensators zu den Schalterkontakten 1-2 lind-_t beim gemeinsamen öffnen der vorzugswei@c mechanisch oder elektromagnetisch gekoppelten Schalter 1:1 und 15 statt, wenn der 1,7,otitaikthebel 14 die Verbindung zwischen den Kontakten i und 1 5 und gleichzeitig der andere Kontal;tliebel 18 die Verbindung zwischen den Kontakten 2 und 16 herstellt. Für die Wiederholung der Ladung wird die N'erbindung zwischen i und 15 und ebenso zwischen 2 und 16 kurzzeitig- unterbrochen, indem für diese Geit die Hebel 1.1. und 18 auf die toten Endstellungen 17 und ig gebracht «erden. Nach erneuter Aufladung des Kondensators i i kann man dann die zwangsläufig miteinander verbundenen Hebel 14 und 18 wieder' auf die Schaltkontakte 1 5 und .16 drehen, wodurch dem Schaltlichtbogen 1-2 die zweite aperiodische Entladung entgegengeschäftet wird. Auf diese Weise ist es möglich, den Ladungs- und Entladungsvorgang beliebig zu wiederholen. Wenn beide Schalter 1.4 und 18 anstatt mit einzelnen Kontakten 15 und 16 nach dem Vorbild gemäß Abb. 3 mit einer Anzahl von Kontakten und Unterbrechungen versehen sind, läßt sich auch hierbei allein durch die Drehbewegung der Schalter eine mehrmalige Ladung und Entladung des Kondensators, gegebenenfalls in verschieden kurzen Zeitabständen, leicht vornehmen.
  • Beien Auftreten von Kurzschlüssen, die durch einen Schalter abgeschaltet werden sollen, bei welchem die Erfindung angewendet wird, ist es besronders "wichtig, daß die Erfindung voll zur Wirkung kommt. Beim Auftreten von Kurzschlüssen sinkt aber im allgemeinen die Betriebsspannung stark ab. 'Es besteht dadurch die Gefahr, daß, der nach der Erfindung wirksame Kondensator nicht die nötige Ladung besitzt. In solchen Fällen, in denen die Gleichspannung nicht zur Rufladung eines Kondensators ausreicht, eignet sich fier die Verwirklichung des Erfindung3-gedankens eine Anordnung nach Abb. 5. Es werden hier mehrere Kondensatoren, beispielsweise drei Einheiten 20, 2i und 22, Üb,r Widerstände wie in Abb. d. vom Gleichstromnetz zunächst einzeln aufgeladen. Um die Kondensatoren über den zwischen den Kontakten r und 2 sich bildenden Schaltlichtbogen mehrfach aperiodisch zu entladen und ihn dadurch im Sinne der Erfindung zuverlässig zu löschen, dienen ähnlich wie in Abb.4 zwei miteinander gekoppelte Schalthebel 23 und 27, von denen beine gewünschten öffnen des Schalters der I-lebe123 bis zu"' festen Kontakt 25 und gleichzeitig der Hehel 27 lies zutn festen Koiltatkt 2;; gedreht wird. An den Hebeln 23 und 27 sind ferner isolici-t zusätzliche -)clialtarnie 24. und ?g angebracht, «-elche die Itontal:te 26 bzw. 30 überbrücken und dadurch die 1'Z(ncleils<ttoi-eil 20, 21 tulcl 2 2 in Reihe schalten, sobald die Hebel 23 und 27 die festen Kontakte 24 und 28 berühren und damit die Entladung der drei Kondensatoren Tiber den Lichtbogen stattfinden kann. Für die folgende erneute Eiiizelaufladung der Kondensatoren 20, 21 und 22 dreht man die Hebel 23 und 27 für eine angemessene Zeitspanne auf die toten Kontaktpunkte 32 bzW. 31, wodurch die Verbindungen zwischen den l,Zoildensatoreii unter sich bei 26 und 3o als auch rillt dein Lichtbogen vorübergehend getrennt werden. Dann kann die aperiodische Entladung wiederholt «-erden, indem man die. Hebel 23 und 27 auf die Kontakte 25 bzw. 28 zurückführt. Auf diese Weise gelingt es, bei Anwendung jener Reihenschaltung der Kondensatoren auch beine Auftreten von Kurzschlüssen sichere Unterbrechungen Herbeizuführen.
  • Um bei den verschiedenen Ausführung,-möglichkeiten die Kondensatorspannung voni ühzigen Netz fernzuhalten. empfiehlt es sich, Drosselspulen einzufügen, die zu ähnlichen Schutzzwecken an sich bekannt sind.
  • Die beschriebenen Anordnungen lassen sich zur Lichtbogenlöschung aller bekannten Schalter verwenden. In den Beispielen sind einpolige Schalter dargestellt. Es lassen sich aber ohne Schwierigkeiten Vorkehrungen treffen, welche die Anwendung der Erfindung beim mehrpoligen Abschalten gestatten. Falls @1"echselstronikreise geschaltet werden sollen, ist darauf zu achten, daß die Kondensatoren beim Parallelschalten mit dein Lichtbogen die gewünschte Ladung besitzen. Es ist dann auch möglich, die Kondensatoren über Gleichrichter mit Gleichspannung aufzuladen.

Claims (3)

  1. PATEXTArrsrai°cHL: i: Einrichtung zur Löschung elek= trischer Lichtbögen mittels Kondensatorentladungen, insbesondere hei Lichtbogenstromrichtern und Schaltern, dadurch-gekennzeichnet, daß mehrere aperiodische Kondensatorentladungen über den Schaltlichtbogen nacheinander bewirkt werden.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, bei welcher mehrere Kondensatoren durch die Hauptspannung aufgeladen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die nacheinander über den Schaltlichtbogen sich entladenden Kondensatoren verschiedene Kapazität haben, die dein Verlauf des Lichtbögens so angepaßt ist, dali hei jeder Zuschaltung der herrschende Schalterstroin zu Null gemacht wird.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch r, bei welcher für jede Wiederholung der Kondensatorentladung derselbe Kondensator erneut geladen wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei Wiederholung der Kondensatorentladungen die Zeitintervalle bis zur erneuten Anlegung des geladenen Kondensators an den Schaltlichtbogen, dessen Lichtbogenstrom dabei zu Null gemacht wird, verschieden kurz gehalten werden, um die Häufigkeit der LÖSChstromstöße zu erhöhen. Einrichtung nach den Ansprüchen t bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Entladung der Kondensatoren dadurch bewirkt wird, claß mehrere aufgeladene Kondensatoren im Augenblick des Zuschaltens zum Lichtbogen durch geeignete Schalter, insbesondere Funkenstrecken, in Reihe geschaltet werden.
DEZ23741D 1937-03-05 1937-03-05 Einrichtung zur Loeschung elektrischer Lichtboegen mittels Kondensatorentladungen Expired DE712498C (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1029448B (de) * 1953-03-25 1958-05-08 Siemens Ag Anordnung zur Erzeugung einer stromschwachen Pause waehrend des Abschaltvorganges
DE1083387B (de) * 1957-09-30 1960-06-15 Siemens Ag Schaltungsanordnung zur Funkenloeschung in stark induktiv belasteten Gleichstromkreisen
DE1091206B (de) * 1953-03-25 1960-10-20 Siemens Ag Elektrischer Leistungsschalter zum Unterbrechen bzw. Begrenzen von Stroemen wechselnder Richtung
DE1148618B (de) * 1953-03-25 1963-05-16 Siemens Ag Anordnung zur Schaffung guenstiger Ausschalt-bedingungen fuer elektrische Schalter
DE1181775B (de) * 1961-11-11 1964-11-19 Gerhard Walter Seulen Dr Ing Vorrichtung zum Abschalten von an Wechselstrom vorzugsweise hoeherer Frequenz angeschlossenen Verbrauchern

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