DE709474C - Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, mit Gesellschaftsleitungen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, mit Gesellschaftsleitungen

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DE709474C
DE709474C DES136928D DES0136928D DE709474C DE 709474 C DE709474 C DE 709474C DE S136928 D DES136928 D DE S136928D DE S0136928 D DES0136928 D DE S0136928D DE 709474 C DE709474 C DE 709474C
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DE
Germany
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relay
capacitor
series
circuit arrangement
contact
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DES136928D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Rudolf Nebelung
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L15/00Apparatus or local circuits for transmitting or receiving dot-and-dash codes, e.g. Morse code
    • H04L15/24Apparatus or circuits at the receiving end
    • H04L15/26Apparatus or circuits at the receiving end operating only on reception of predetermined code signals, e.g. distress signals, party-line call signals

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Alarm Systems (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, mit Gesellschaftsleitungen -Die Erfindung bezieht sich auf Gesellschaftsleitungen in Fernmeldeanlagen und betrifft im besonderen eine Anordnung zur Durchführung verschiedener Sonderrufe. Um mehrere oder ,alle Abzweigstellen @einier Gesellschaftsleitung gleichzeitig anrufen zu können, erhalten diese ein von dem normalen Rufzeichen unterschiedliches Rufzeichen (Sammelruf). Außerdem tritt in derartigen Anlagen häufig die Forderung auf, allen Abziveigstellen in besonderen Gefahrfäll@en einen sog. Notruf zu übermitteln, der sich von dem Einzel- und Sammelruf unterscheiden muß.
  • Bei Gesellschaftsleitungen mit Schrittschaltwerken an den einzelnen Stationen für den wahlweisen Anruf lassen sich diese Sonderrufe mit verhältnismäßig einfachen Anordnungen durchführen. Die für die Sonderrufe an den Stationen ohne Schrittschaltwerke bei den bekannten Anordnungen vorgesehenen -Mittel erfordern jedoch einen erheblichen Aufwand. Aufgabe der Erfindung ist es, eine möglichst einfache und sicher wirkende Anordnung zur Durchführung verschiedener Sonderrufe zu schaffen, was dadurch erreicht wird, daß jeder von zwei je einen ,anderen Sonderruf ,auswertenden Schalteinrichtungen jeder Abzweigstelle in Kondensator zugeordnet ist, von denen der eine durch jede ankommende Stromstoßreihe eine Teilladung erhält, sich nach Beendigung sämtlicher -Stromstoßreihen über die ihm zugeordnete Schalteinrichtung entlädt und diese nur - bei Empfang einer bestimmten Anzahl von Stromstoßreihen betätigt, während der andere durch jeden Stromstoß einer Stromstoßreihe aufgeladen wird und nur nach Beendigung einer Stromstoßreihe langer Dauer die ihm zugeordnete Schalteinrichtung in seinem Entladestromkreis zur Wirkung bringt.
  • Auf der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Abzweigstelle einer Gesellschaftsleitung dargestellt, deren Anrufeinrichtungen bei Aufnahme des Rufzeichens kurz-lang-kurz das Anrufzeichen für den Einzelanruf einschalten. Außerdem besitzt die Abzweigstelle eine Anrufeinrichtung für- Sam.-inelrufe und eine solche für :#otitife. Ein: Sammelruf möge durch mindestens acht kurze Zeichenelemente, ein Notruf durch ein besonders langes. durch etwa zehn Umdrehungen des Induktors erzeugtes Zeichenelement eingeleitet- werden.
  • Es sei angenommen, daß die Stromstöl-)e zur Kennzeichnung der gewünschten Abzweigstelle über die Gesellschaftsleitung mit Hilfe eines Induktors von der anrufenden Stelle ausgesandt werden. Hierbei wird die Länge eines Walilstroinstohes bzw. Anrufzeichens durch die Zahl der Weclisul je Zeichenelement festgelegt und je nach der Schaltung der Empfangseinrichtungen an, den einzelnen Abzweigstellen zum Anruf derselben ausgewertet. Jeder Abzweigstelle ist ein bestimmtes, aus kurzen und langen Elementen zusammengesetztes Rufreichen zugeordnet, auf das die Abzweigstelle durch Verbindung der auf der Zeichnung dargestellten Anschlußpunkte i bis 25 eines Verteilers fest eingestellt werden kann. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt die Abzweigstelle 'das Rufzeichen kurz-lang-kurz, so dal.'i der Verteiler die mit gestrichelten Linien angezeigte Schaltung besitzt. Zum Empfang der Wechselstromstöße kann ein polarisiertes Relais mit unbestimmter Ruhelage des Ankers, beispielsweise ein Wechselstromwecker 1V, verwendet «-erden.
  • Kommt nun über die Gesellschaftsleitung GL zunächst ein kurzes, aus sechs Wechseln bestehendes Zeichenelentent an, so wird der Anker -des Weckers 1V sechsmal hin und her schwingen. Bei der ersten Betätigung wird über den Kontakt t 1v der über das Relais H aufgeladene Kondensator über die Wicklung I des Relais V entladen, so daß dieses anspricht. Es bleibt während jeder Stromstoßreilie erregt, da seift Ankerabfall infolge Kurzschlusses seiner Wicklung II über den Kontakt 271 verzögert wird. Gelangt jetzt beim ersten Wechsel des ankommenden Stromes der Kontakt des Relais 1V in die Stellung 3 iv, so wird das Relais H durch den Ladestrom des Kondensators C, betätigt. Es schließt den Kontakt a h und damit einen über den Widerstand 11,7, verlaufenden Haltestromkreis für die Wicklung 1I des Relais V. Am Kontakt 511 wird über den Kontakt 6 tr ein 1i Ladestromkreis für den Hilfskondensator C., geschlossen und über den Kontakt ; lt die Wicklung I des über Kontakt S v betätigten Relais T kurzgeschlossen unter gleichzeitiger Aufladung des Kondensators C3. Bei dem zweiten, durch das Wechselstromrelais W aufgenommenen Wechsel des Zeichenelementes wird erneut der Kontakt riv geschlossen, so daut die Wicklung -1 des Relais V voii dem Entlades#rom des 1,#otideiis;itoi-s C, durchflossen wird. Da andererseits die Wicklung 11 des 1Zelais V ah@@°cchselnd erregt urid kurzwird, so bleibt dieses Relais während eines @eichrn.elcnic-utrs, d. ir. wenn die R'echsel des aiikc@mmeiideii kufstromes kurz aufeinanderful@er;, ern,gt.
  • Beim Abfall dem lZelais Il entlädt sich der Kondensator C-, über deii Kontakt g Ja in Gien Kondensator C, Der Kondensator C2 besitzt eine Kapazität \-()n tin-##fähr 5 bis ,uF, während die K;ip'#tzität des Kondensat<@i-s C, (;o rrl@ b(-irBc°i schlie-1_cung des Kont.iktr,s ; 1r \\-ird erneut das fZelais fl erregt wid der Kotideiisator C., geladen. Bei jedem Wechsel des ankommenden Zeichenstromes wird daher der Kondensator C= aufgeladen und gibt seine aufgespeicherte . Energie an den Kondensator C, ab. Entsprechend der Zahl der empfangenen M-echsel eines Zeiclienelenientcs wird daher eine bestimmte Zahl von Ladungen des Kondensators C., auf den Kondensator Ca ge--eben. Am Ende des Zciclici@clc,ir..entes, d. h. wenn kein neuer Wechsel winrittelbar auf den vorherigen folgt, fällt das Relais V ab und schließt folgendei: Entladestromkreis für den Kondensator Cl: Erde, Kontakt i o v, Wicklung I des Relais S. Kontakt i i t, Wicklung des Relais P. Kondensator C,, Eide.
  • In diesem Stromkreis kommt nur das Relais P zum Ansprechen, wenn als erstes Zeichenelement ein Punkt, d. b. sechs Wechsel, begeben wurde, da die in dem Kondensator aufgespeicherte Energie nicht ausreicht, 1 um auch das Relais S zum Ansprechen zu bringen. Dieses wird vielmehr erst betätigt, wenn der Kondensator Ca mindestens zehn Teilladungen durch den Kondensator C2 erhalten hat.
  • Durch Schließen des Kontaktes 12p wird über den Kontakt 13b die Wicklung I des Relais A eingeschaltet, -,welches anspricht und durch Schließen seines Kontaktes 14a einen Haltestromkreis für die Relais A und B vorbereitet. Sobald das Relais P abfällt, wird der über den Kontakt 131) bestehende Kurzschluß für die Wicklung 11 des Relais B aufgehoben, so daß dieses in Reihe mit der Wicklung 1 des Relais A üher die Kontakte i ,l a, 15 tv und 161 anspricht. Das Relais A schließt ferner seine Kontakte 17 a und iSa und bereitet damit Stromkreise vor, die später beschrieben werden.
  • Beim Empfang des nächsten, einem Striche entsprechenden Zeichenelementes wird der Kondensator C,1, wie oben beschrieben, erneut entsprechend der Zahl der ankommenden Wechsel ,aufgeladen. Nach Beendigung des ,aus etwa 18 Wechseln bestehenden Zeichenelementes fällt das Relais V wieder ab und schließt über seinen Kontakt i o v den oben beschriebenen Entlade.stromkreis für den Kondensator C4. Da dieser jedoch jetzt %;o11 aufgeladen ist, wird in seinem Entladestromkreis außer dem Relais P auch das Relais S erregt. Über die Kontakte 1211 bzw. igs wird jetzt ein Stromkreis für die Wicklung I des Relais B und die Wicklungen II und I des Relais A geschlossen: Da letztere gegeneinandergeschaltet sind, fällt das -Re-. lais .-1 ab und schließt seinen Kontakt 2oa, so daß das Relais C über die Kuntakte 21 b, 2o, a, 15 Ir und 161 eingeschaltet wird.' Es schließt seinen Kontakt 22 c und stellt damit einen Haltestromkreis für sich selbst über den Widerstand 147z., her. Durch Öffnen des Kontaktes 23 c wird der für die Wicklung I des Relais A und die Wicklung II des Relais B über den Kontakt 24. b , bestehen gebliebene Haltestromkreis aufgetrennt. Sobald nun beim Abfall der Relais P und S die Kontakte i 2 p und i g s geöffnet werden, fällt auch das Relais B ab.
  • Das" dritte, entsprechend dem angenommenen Rufzeichen wieder nur aus sechs Wechseln bestehende Zeichenelement bewirkt eine Teilladung des Kondensators die beim Abfall des Relais V nur zur Betätigung des Relais P ausreicht. Dieses bringt durch Schließen seines Kontraktes 12 p über den Kontakt 13 b das Relais A wieder zum Ansprechen, welches am Kontakt 1 ¢ a einen Haltestromkreis für seine Wicklung I herstellt, in dem nach Öffnen des Kontaktes i2p das Relais B über Wicklung 1I anspricht. Nunmehr sind die -Kontakte i8,a und 25c sowie die Kontakte 17,a und 26c geschlossen.
  • Da jetzt kein weiteres Zeichenelement mehr eintrifft, fällt das Relais T, dessen Abfall durch den Kondensator C3 sehr stark verzögert ist, .ab und schließt seinen Kontakt 27t, so daß die Anruflampe. EL der Abzweigstelle über die Kontakte 27 t, 25 c und 18a eingeschaltet wird. Die Relais A, B und C bleiben zunächst noch über die Kontakte 15 tr, . 17,a, 26 c und über den Abfra,geschalter Ab erregt. An-dem Aufleuchten der Lampe EL erkennt der Teilnehmer an der dargestellten Abzweigstelle, daß er verlangt wird, und schaltet seinen nichtdargestellten Sprechapparat an die Gesellschaftsleitung GL an. Hierdurch wird der Kontakt des Schalters Ab geöffnet, so daß auch die Relais A, B, C abfallen - und durch Unterbrechen der Kontakte 18 a und 25 c die Anruflampe EL zum Erlöschen bringen. Es sei nun ,angenommen, daß als erstes Zeichenelement bei einem Anruf ein Strich, d. h. ,ein aus 18 Wechseln bestehender Stromstoß über die Gesellschaftsleitung ankommt. In diesem Fall wird der Kondensator C voll .aufgeladen und betätigt bei seiner Entladung die Relais P und S, so daß folgender Stromkreis für das Relais Tr zu- standekommt: Kontakte 161, 28s, Anschlußpunkte 6, 7, 1 und i o des Verteilers, Ruhekontakt 2c3 b, Anschlußpunkt s des Verteilers, Wicklung des Relais Tr, Batterie, Erde. Dias Relais Ti- unterbricht an seinem Kontakt G tr den Ladestromkreis für den Hilfskondensator C'., und verhindert am Kontakt 15 tr das Zustandekommen des Haltestrotnkreises für die Relais A und B nach öffnen des Kontaktes 12p. Außerdem bereitet es durch Schließen seines Kontaktes 30Ü einen Haltestromkreis für sich selbst vor, der beim Abfall des Relais S ii:ber den Kontakt 31 s geschlossen wird. Die weiteren über die Gesellschaftsleitung noch ankommenden Rufströme bleiben für die Kennzeichnungseinrichtungen der dargestellten Abzweigstelle wirkungslos, da der Kontakt 6 tr bis zur Beendigung des gesamten Rufzeichens, d. h. bis zum Abfall des Relais T geöffnet bleibt.
  • Ist das erste aus einem Punkt bestehende Zeichenelement richtig .aufgenommen worden und folgt diesem ein weiterer Punkt, so wird nach Beendigung des zweiten Zeichenelementes bei Entladung des Kondensators Cl nur das Relais P zum Ansprechen kommen: Da zu diesem Zeitpunkt das Relais B betätigt ist, kommt folgender Stromkreis für das Relais Tr zustande- Erde, Kontakte 32p# 33s. Anschlußpunkte i 2, i i und 3 des Verteilers, Arbeitskontakt 34. bAnschlußpunkt 4, Wicklung des Relais Tr, Batterie, Erde. Das Relais Tr bindet sich über seinen Kontakt 3o Ir und trennt durch Öffnen des Kontaktes 6 tr den Ladekreis des Kondensators C@ auf. Außerdem werden die Relais B und C, -welche, wie oben beschrieben, nach dem zweiten Zeichenelement erregt sind, durch Unterbrechung ihres Haltestromkreises ,am Kontakt i 5 tr zum Abfall gebracht.
  • Entsprechen die ersten beiden über die Gesellschaftsleitung ,ankommenden Zeichenelemente dem -fest eingestellten Rufzeichen der Abzweigstelle und kommt als drittes Zeichenelement ein Strich ,an, so wird bei Entladung des Kondensators C4 außer dem Relais P auch das Relais S zum Ansprechen gebracht. Dieses schließt über seinen Kontakt 28 s und die Verteileranschlüsse 6, 7, 1. und 1o einen Stromkreis für. das Relais Tv, da das Relais B nach dem zweiten Zeichenelement-abgefallen ist und erst beim Öffnen des Kontaktes iali nach empfang des drit ten Zeichenelementes wieder aiisprcclieii kann Zwecks Einleitung eines Sammelrufes mögen nun acht kurze Zeicheneieinente gegeben werden. Das während der Dauer jedes Zeichenelementes erregte Relais V scIiliel:»t über seinen Kontakt 351, einen Ladestromkreis für den Kondensator C5. Nach Beendigung des Zeichenelementes fällt das Relais V ab und überträgt die in dem Kondensator C5 gespeicherte Energie über den Bontakt 36v auf den Kondensator Q. Sind sämtliche acht kurze Zeichenelemente aufgenommen worden, so fällt das Relais T ab und schließt einen Entladestromkreis für den Kondensator C,; über die Kontakte 37 t und i o v und über die Wicklung I des Relais S. Die durch acht Teilladungen von dem Kondensator C5 auf den Kondensator Q übertragene Energie reicht aus, um das Relais S sicher zum Ansprechen zu bringen. Durch Schließen des Kontaktes 38s wird nun über den Kontakt 27 t die Anruflampe SL für den Sammelruf eingeschaltet. Eine Einschaltung der Anruflampe EL für den Einzelanruf wurde dadurch verhindert, da13 nach Empfang des zweiten Zeichenelementes über die Kontakte 32P, 33s, Anschlußpunkte 12, i i und 3 des Verteilers, Kontakt 34. b des Relais Tr eingeschaltet wird, welches durch öffnen seines Kontaktes iä tr den Ladestromkreis für den Kondensator C., unterbricht. Das Relais P kann daher bei Aufnahme der übrigen Zeichenelemente des Sammelrufzeichens nicht mehr zum ansprechen kommen, so daß auch die Relais A, B und C, deren Haltestromkreise am Kontakt 15(r geöffnet wurden, nicht wieder ansprechen können. Das Relais Tr bleibt über die Kontakte 30 Ir, 31 s und 16 t bis zum Abfall des Relais T, d. h. also bis zur Beendigung des Rufzeichens erregt.
  • Es sei nun die Auswertung eines Notrufzeichens erläutert. Zu diesem Zweck wird von der rufenden Stelle aus ein Wechselstromstoß, der mindestens die Dauer von zehn Umdrehungen der Kurbel des Induktors, besitzt, an die Gesellschaftsleitung angelegt. Durch. Ansprechen des Relais H bei jedem Wechsel wird über den Kontakt 391t der Kondensator C; aufgeladen, der sich bei Abfall des Relais H über den Kontakt .lo lz auf den Kondensator C8 entlädt. Unter der Annahme, daß, wie oben bereits ausgeführt, jeder Kurbelumdrehung sechs Wechsel des Signalstromes entsprechen, erhält .also der Kondensator C, durch das Notrufzeichen so Teilladungen aus dem Kondensator C;. Ist der lange Wechselstrom beendet, so fällt das Relais V ab und schließt einen Entladestromkreis für den Kondensator C,, welcher über das Relais N und den Kontakt .1i v verläuft. l',elais N spricht an und schlieP;t Tiber seinen Kontakt 4212 und den Widerstand 1Vi" einen Haltestromkreis für sich selbst. Am Kontakt 43 11 wird das Anrufzeiclicn N1_ für den Notruf eingeschaltet. Eine Beeinilussttng der Anruflampe EL für den Einzelanruf ist dadurch verhindert, daß nach Beendigung des langen Rufzeichens bei Entladung des Kondensators Ci die RelaisS und P ansprechen. Das Relais S schließt folgenden Stromkreis für das Trennrelais Tr: Erde, Kontakte 16t, 28s, Anschlußpunkte 6, 7, i und i o des Verteilers, Kontakt 29b, Wicklung des Relais Tr, Batterie, Erde. Das Relais Tr spricht an und verhindert durch öffnen seines Kontaktes i 5 tr das Zustandekommen eines Haltestromkreises für die Relais A und B. Auch die Anruflampe SL für den Sammelruf kann bei Aufnahme des langen Notrufzeichens nicht betätigt werden, da der Kondensator C6 nur eine einzige Teilladung aus dem Kondensator C5 erhält, die nicht ausreicht, um das Relais S nach dem Abfall des Relais T nochmals zum Ansprechen zu bringen.
  • Wie aus vorstehender Beschreibung er-. sichtlich, ist also für die Sonderrufe nur ein sehr geringer Aufwand an Schaltmitteln erforderlich. Außer den Anrufeinrichtungen SL und NL werden für den Sammelruf zusätzlich nur die Kondensatoren C5 und C6 benötigt, während für den Notruf ein Relais N und die Kondensatoren Cr und C8 erforderlich sind.

Claims (6)

1'A T i. n T A h s P [C ü C 1i i. i. Schaltungsanordnung zur Durchführung verschiedener Sonderrufe in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, mit Gesellschaftsleitungen ohne Schrittschaltwerke an den einzelnen Abzweigstellen, dadurch gekennzeichnet, da13 jeder von zwei je einen anderen Sonderruf (z. B. Sammel- und Notruf) auswertenden Schalteinrichtungen (S, N) jeder Abzweigstelle ein Kondensator (Cs bzw. C8) zugeordnet ist, von denen der eine (C6) durch jede ankommende Stromstoßreihe eine Teilladung erhält, sich nach Beendigung sämtlicher Stromstoßreihen über die ihm zugeordnete Schalteinrichtung (S) entlädt und diese nur bei Empfang einer bestimmten Anzahl von Stromstoßreihen betätigt, während der andere (C,) durch jeden Stromstoß einer Stromstoßreihe aufgeladen wird und nur nach Beendigung einer Stromstoßreihe langer Dauer die ihm zugeordnete Schalteinrichtung (N) in seinem Entladestromkreis zur Wirkung bringt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilladung des einen Kondensators (C durch einen während jeder ankommenden Stromstoßreihe aufgeladenen Hilfskondensator (C5) erfolgt, der bei Beendigung der Stromstoßreihe über den erstgenannten Kondensator (C6) entladen wird.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladung und Entladung des Hilfskondensators (C5) durch ein während jeder Stromstoßreihe betätigtes Relais (V) gesteuert wird.
Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladung des nur nach Beendigung einer Stromstoßreihe langer Dauer die ihm zugeordnete Schalteinrichtung in seinem Entladestromkreis zur Wirkung bringenden Kondensators (C$) über einen bei jedem Stromstoß aufgeladenen HilfskondeEsator (C7) erfolgt.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als den einen Sonderruf auswertende Schalteinrichtung ein bei gewöhnlichen Einzelanrufen zur Kennzeichnung eines aufgenommenen Zeichenelementes dienendes Relais (S) verwendet wird.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais (S) durch ein die Beendigung sämtlicher Stromstoßreihen eines Rufzeichens ,anzeigendes Schaltmittel (T) in den Entladekreis des Kondensators eingeschaltet wird.
DES136928D 1939-05-03 1939-05-03 Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, mit Gesellschaftsleitungen Expired DE709474C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE955432C (de) * 1953-05-09 1957-01-03 Standard Elek K Ag Schaltungsanordnung zur zeitlich verschiedenen Auswertung gegebener Schaltkriterien

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE955432C (de) * 1953-05-09 1957-01-03 Standard Elek K Ag Schaltungsanordnung zur zeitlich verschiedenen Auswertung gegebener Schaltkriterien

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