DE709308C - Verfahren und Einrichtung zum Aufzeichnen sehr kurzzeitiger Schwingungsvorgaenge, wie z. B. des Knalles eines schweren Geschuetzes, insbesondere zur Ermittlung des Ortes der Schallquelle - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Aufzeichnen sehr kurzzeitiger Schwingungsvorgaenge, wie z. B. des Knalles eines schweren Geschuetzes, insbesondere zur Ermittlung des Ortes der Schallquelle

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DE709308C
DE709308C DEA74920D DEA0074920D DE709308C DE 709308 C DE709308 C DE 709308C DE A74920 D DEA74920 D DE A74920D DE A0074920 D DEA0074920 D DE A0074920D DE 709308 C DE709308 C DE 709308C
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Carl Braband
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S1/00Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith
    • G01S1/72Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith using ultrasonic, sonic or infrasonic waves

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Description

  • Verfahren und Einrichtung zum Aufzeichnen sehr kurzzeitiger Schwingungsvorgänge, wie z. B. des Knalles eines schweren Geschützes, insbesondere zur Ermittlung des Ortes der Schallquelle Die Aufzeichnung sehr seltener kurzzeitiger Vorgänge, beispielsweise zur Aufzeichnung von Schallwellen, die vom Abschuß eines Geschützes herrühren, oder zur Aufzeichnung von Erdbebenschwingungen, ist besonders schwer zu lösen, weil der Zeitpunkt des Eintretens des zu beobachtenden Ereignisses im allgemeinen nicht einmal annähernd belçannt ist. Zur Ermittlung des Ortes einer Schallquelle, insbesondere des Standortes eines schweren Geschützes, wird beispielsweise häufig das Eintreffen eines Schallwellenzuges an drei Beobachtungsorten mit Hilfe von Kohle-oder Hitzdarhtmikrophonen und einer für sämtliche Mikrophone gemeinsamen Vorrichtung, beispielsweise eines Schleifenoszillographen, aufgezeichnet. Da der Abschußaugenblick Ides feindlichen Geschützes unbekannt ist, muß die Aufzeichnungsvorrichtung während der Beobachtungszeit ununterbrochen im Betrieb sein, damit sie beim Eintreffen des Schallwellenzuges diesen aufzuzeichnen bereit ist.
  • Zwischen den Mikrophonen und der Aufzeichnungsvorrichtunig wurden friiher im allgemeinen- Drahtleitungen zur Übermittlung der den Schallwellen entsprechenden Stromimpulse benutzt, neuerdings wird jedoch mit Rücksicht auf die Betriebssicherheit häufig die Übermittlung auf drahtlosem Wege vorgenommen, da bei dem älteren Verfahren die Verbindungsleitungen zu häufig durch feindliche Geschosse zerstört wurden. Die relative Lage der Mikrophone zur Aufzeichnungsvorrichtung ist selbstverständlich ohne jede Bedeutung; aus taktischen Gründen empfiehlt es sich jedoch, die empfindliche Aufzeichnungsvorrichtung in größerem Abstand von der Front anzuordnen als die Mikrophone.
  • Aus dem Unterschied der Laufzeit des Schalles von der Schallquelle zu den verschiedenen Mikrophonen. deren Lage im Gelände genau bekannt sein muß, wird dabei in an sich bekannter Weise zunächst der Unterschied der Sc,hallweLge von der unbekannten Schallquelle zu den Mikrophonen berechnet.
  • Der geometrische Ort aller der Punkte, deren Entfernung von zxvei festen Punkten, nämlich den Mikrophonen, sich um denselben Betrag unterscheidet, ist bekanntlich eine Hyperbel.
  • Aus der Beobachtung des Eintreffens des Schallwellenzuges an mindestens drei verschiedenen Beohachtungsorten erhält man somit für jedes Paar von Mikrophonen eine Schallwegdifferenz. aus der man bei der bekannten Lage die Hyperbel berechnen kann. auf der der Schallort liegen muß. Der Schnittpunkt zweier dieser Hyperbeln ist der gessuchte Schallort.
  • Mit Rücksicht auf die verlangfe Genau@g keit ist es bei den praktisch vorkommende Abständen von dem Schallort und Beohach: tungsort notwendig, die Zeit auf etwa 1/108 Sekunde genau ablesbal- aufzuzeichnen. Die Schreibgeschwindigkeit des aufzeichnenden Gerätes muß somit einige Zentimeter in der Seliunde betragen. zum die Verstärkung nicht zu groß machen zu müssen und um die Eigenschwingungszeit des Schreibgerätes niedrig halten zu können, verwendet man meist Geräte mit photographischer Aufzeichnung der elektrischen Impulse. Da der Zeitpunkt der Detonation bei der militärischen anwendung des Verfahrens dem Beobachter fast nie vorher bekannt ist, sind oft stundenlange vergebliche Aufzeichnungen notwendig, obgleich der aufzuzeichnende Vorgang selbst nur wenige Seliunden dauert. Das Verfahren ist wegen dieser Verschwendung an photographischem Papier sehr kostspielig. Es ist deshalb vorgeschlagen worden, die Einrichtung zur Aufzeichnung erst unmittelbar vor dem Eintreffen der Schallwellenfront in Betrieb zu setzen. Zu diesem Zweck word bei den bekannten Einrichtungen ein viertes Mikrophon so aufgestellt, daß es von den Schallwellen auf jeden Fall zuerst erreicht wird. Da jedoch der Schallort innerhalb eines verhältnismäßig großen Gebietes liegen kann, mull dieses Vorpostenmikrophon entweder den feindlichen Linien sehr genähert werden, oder die zur Ortsbestimmung dienenden Mikrophone mussen weiter zurückverlegt werden als ohne das Vorpostemnikrophon erforderlich wäre.
  • Dadurch wird entweder die Gefahr erhöht oder die Empfindlichkeit bzw. die Genauigkeit erheblich herabgesetzt.
  • Zur Vermeidung beider Nachteile ist auch vorgeschlagen worden, die zur Inbetriebnahme der Schreibvorrichtung erforderliche Zeit mit Hilfe von elektronenröhrenrelais herahzusetzen. Das ist jedoch wegen der zu beschleunigenden Massen schwierig. Dieses Verfahren hat sich zudem nicht belvillrt. weil die Aufzeichnung oft durch Schallwellen eingeeitet wurde, die von den eigenen Geschützen oder von Geschützen kleinerer Kaliber herriihrten. weil die zur Inbetriebsetzung be nutzten Relais selbstverständlich nur die durch die Schallwellen ausgelösten elektrischen Impulse ihrer Intensität, nicht aber ihrer Herkunft nach unterscheiden können.
  • Die gleichen Nachteile würde die Anwendung der bekannten Einrichtung aufweisen, bei der durch den aufzuzeichnenden Impuls ein lielais betätigt wird. das die Vorrichtung zur endgültigen Aufzeichnung in Betrieb setzt, und bei der für die Zeit zwischen dem Eint des Impulses und der Betriebsbereitft der Aufzeichnungsvorrichtung der Imelektromagnetisch auf einem Stahlkörper a@@gezeichnet und nachher mit einer elektromagnetischen Wiedergabrvorrichtung auf den Träger für die endgültige Aufzeichnung übertragen wird Auch diese Einrichtung ermöglicht nicht, die Aufzeichnung auf bestimmte Impulse zu beschränken. da die Inbetriebnahme nur von der Intensität der ankommenden Impulse, nicht aller ihrer Form abhängig gemacht wird.
  • Um daher bei der Aufzeichnung sehr seltener kurzzeitiger Vorgänge, insbesondere zur Ermittlung des Schallortes. die Inbetriebsetzung der Schreibvorrichtung von der Kurvenform der Schallwellenzüge abhängig zu macheii, kann man sich die bekannte Erscheinung zunutze machen, daß die verschiedenen Geschützarten nicht nur verschieden starken, sondern auch verschiedenartig klingenden Mündungsknall aufweisen. Grundsätzlich würde es genügen, wenn ein Vorposten nach dem Gehör den Abschuß des gesuchten Geschützes beobachten und die Inbetriebsetzung der Schreibeinrichtung beispielsweise durch Betätigen eines Fernschalters bewirken würde. Dieses Verfahren hätte aller die bereits erwähnten Nachteile in erhöhtem Maße, weil die Reaktionszeit des Vorpostens während eines Kampfes wahrscheinlich nicht wie in Ruhe 0,1, sondern etwa 1 Sekunde betragen würde.
  • Diese Nachteile können bei einem Verfahren zum Anfzeichnen sehr seltener kurzzeitiger Vorgänge. wie z. E. des Knalles eines schweren Geschützes. insl)esolldere zur Ermittlung des Ortes der Schallquelle, beispielsweise des Standortes des schweren Geschützes, bei dem die Vorgänge in bekannter Weise auf einen endlosen Zeichenträger aufgezeichnet und zwecks abermaliger Verwendung des Zeichenträgers zur Aufzeichnung wieder gelöscht werden, gemäß der Erfindung dadurch vermiedell werden, daß der Träger an mehreren, den verschiedenen Stellen des Trägerweges angeordneten Vorrichtungen zur Aufzeichnung und Wiedergabe der Vorgänge vorbeigleitet, durch die die den gesuchten Vorgängen entsprechenden Teile der auf dem Träger vorhandenen Aufzeichnungen ausgewählt und in an sich bekannter Weise auf einen zweiten, vorzugsweise bandförmigen Träger endgültig übertragen werden. Die Auswahl der gesuchten Vorgänge erfolgt hierbei durch das Abhören der vorläufigen Aufzeichnungen auf dem Träger. Erkennt der Abhorchende an dem Klang des Knalles, daß es sich um das gesuchte Geschütz o. dgl. handelt, dann schaltet er die Einrichtung zur endgültigen Aufzeichnung so lange ein, bis dieser Teil der vorläufigen Aufzeichnungen endgültig aufgezeichnet ist. Hierbei ist es selbs ständlich notwendig, daß der Träger de läufigen Aufzeichnungen erst in einer zu schaltung der Einrichtung zur endgülf Aufzeichnung ausreichenden Zeit den Weg zwischen der Abhorchvorrichtung und dieser Aufzeichnungseinrichtung durchläuft. Sobald die endgültige Aufzeichnung des Vorganges abgeschlossen ist, kann mit der Auslöschung der vorläufigen Aufzeichung begonnen werden.
  • Hierbei wird selbstverständlich der endlose Träger zur vorläufigen Aufzeichnung von der Aufzeichnung bis zur Löschung so geführt, daß die vorläufige Aufzeichnung nicht verletzt wird. Wenn man aber eine Schreibgeschwindigkeit von einigen Zentimetern in der Sekunde benutzt, dann genügen für den Träger zur vorläufigen Aufzeichnung einige Dezimeter, so daß die Aufzeichnungsvorrichtung klein gehalten werden kann.
  • Durch dieses Verfahren gemäß der Erfindung wird auch der Nachteil vermieden, der bei den bekannten Einrichtungen zum Aufzeichnen von Schallwellenzügen, bei denen ebenfalls ein endloser Träger benutzt wird, darin besteht, daß der Träger eine sehr große Länge besitzen muß, da die Ausnessung des aufgezeichneten Schallvorganges, die bei den bewegten Trägern nicht unerhebliche Schwierigkeiten bietet, verhältnismäßig viel Zeit in Anspruch nimmt. Zudem kann die endgültige Aufzeichnung bei dem Verfahren gemäß der Erfindung im Ruhezustand mit bedeutend größerer Genauigkeit ausgemessen werden.
  • Die Trennung der Träger für die vorläufige und endgültige Aufzeichnung hat noch den weiteren Vorteil, daß auch lange Zeit nach der Beobachtung die Möglichkeit zu einer nachträglichen Kontrolle besteht.
  • In besonderen Fällen kann es jedoch auch Vorteile bieten, auf einen langen, möglicherweise nicht endlosen Träger aufzuzeichnen.
  • Wenn z. B. dazu ein Stahlband benutzt wird, so kann der Träger ohne Schwierigkeit so lang gewählt werden, daß er für 1 Stunde ausreicht. Diesen Träger kann man vor der endgiiltigen Aufzeichnung in geeignetem Abstand von der Magnetisierungsstellle abermals abhören, so daß die Anzeigevorrichtung nur zur Abgabe eines Warnungssignals dient.
  • Abb. I zeigt in schematischer Darstellung als Ausfiihrungsbeispiel der Erfindung eine Einrichtung, bei der zur vorläufigen Aufzeichnung ein Stahlband als Träger verwendet wird. Der Strom des Hitzdrahtmikrophonos I wird einer Batterie 2 entnommen und durch den Regelwiderstand 3 auf einen mittels des Strommessers 4 zu überwachenden Wert eingeregelt. Durch das Auftreffen der Schallwelle nimmt der elektrische Widerstand des Hitzdrahtes ab, so daß der Strom zunimmt.
  • Eine dieser Stromänderung entsprechende Spannung wird mit Hilfe des Transforma-Bors 5 dem Gitter der Elektronenröhre 6 zu-E eführt. Der Anodenstrom dieser Röhre wird benutzt zur Magnetisierung des Stahlbandes 7 mit Hilfe des Elektromagneten 8. Die Spannungsschwankungen bewirken in bekannter Weise eine Änderung des Anodenstromes und somit eine Änderung der Feldstärke des Elektromagneten. Das Stahlband 7 wird mit Hilfe des Motors 9 unter den Polen des Elektromagneten mit möglichst gleichförmiger Geschwindigkeit vorbeibewegt, so daß auf ihm entsprechend den zeitlichen Änderungen des Anodenstromes in der Bewegungsrichtung des Bandes hintereinander verschieden große Werte der magnetischen Remanenz auftreten. Das Stahlband kann bei zweckmäßiger Führung durch die Führungsrollen 10 bei sehr geringem Platzbedarf eine beträchtliche Länge haben, so daß beispielsweise die Umlaufzeit des endlosen Bandes einige NIi-- nuten betragen kann.
  • Im möglichst großen Abstand von der Magnetisierungsstelle VZ durch den Elektromagneten 8 ist bei U ein Magnet 11 vorgesehen, in dessen Wicklung durch das vorbeigezogene Stahlband entsprechend dessen schwankender magnetischer Remanenz ein Strom erzeugt wird, der mit Hilfe eines Transformators 12 und einer Verstärkerröhre I3 in an sich bekannter Weise auf die Schleife eines Oszillographen mit dem Spiegel 14 übertragen wird, deren Lichtstrahl l)ei Z die lichtempfindliche Schicht 15 trifft, die zur endgiilt,igen Aufzeichnung des Vorganges dient.
  • Die vorläufige Aufzeichnung auf dem Stahlband wird durch die magnetische Löschvorrichtung L mit Hilfe eines mit Wechselstrom gespeisten Magneten 16 mit geeigneter Polschuhform gelöscht, so daß das Stahlband nach einmaligem 1 Umlauf beim Elektromaguten 8 angelangt, abermals zur vorläufigen Aufzeichnung geeignet ist.
  • Die Schwankungen des Anodenstromes der Röhre 6 werden, nötigenfalls unter Zwischenschaltung eines Transformators I7, einem Telephon IS zugefiihrt, das dem Bedienungsmann ermöglicht, festzustellen, oh der ankoinmende Impuls von dem gesuchten schweren Geschütz herrührt. Bekanntlich ist die Klangfarbe -des Geschütz donners so charakteristisch, daß es im allgemeinen möglich sein wird, diese Entscheidung sofort zu fällen und die -Einrichtung zur endgültigen Aufzeichnung in Betrieb zu setzen. In vielen Fällen wird es jedoch zweckmäßig sein, das Stahlband zur Kontrolle noch an einer weiteren Stelle, beispielsweise bei K, mit Hilfe eines Elektromagneten 19 zu überwachen, dessen induzierte Spannungen. nötigenfalls unter Zwischenschaltung eines Transformators 20 und einer Verstärkerröhre 21, auf ein Telephon ode: einen Lautsprecher 2 übertragen werden.
  • Die Einschaltung der Lichtquelle 23 des Oszillographen geschieht zugleich mit der Einschaltung der Oszillographenschleife 14 luit Hilfe der Schalter 24 und 25. Im allgemeinen wird es mit Rücksicht auf die erforderliche gleichmäßige Geschwindigkeit des Vorschubes des lichtempfindlichen Papiers I; zweckmäßig sein. die Transportrollen 26. 27 nicht durch einen hesonderen Motor anzutreiben, der erst für die Aufnahme eingeschaltet wird, sondern nur mit Hilfe einer mechanischen Kupplung 28 die Transportrollen an den bereits laufenden Motor 19 anzukuppeln.
  • Das belichtete Papier wird in Kassetten 29 bzw. 30 aufgefangen. Eine geeignete Schneidevorrichtung ist rorzusehen zum Abtrennen des belicllteten Papiers. Der Wechsel der Kassetten kann selbstverständlich mit Hilfe der bekannten Vorrichtungen bei Tageslicht vorgenommen werden.
  • In vielen Fällen wird die Geschwindigkeit des Motors 9 nicht so genau mit den bekannten mechanischen Mitteln gereigelt werden können, daß aus dem Abstand zweier Schwingungen auf dem lichtempfindlichen Papier 15 mit der erforderlichen Genauigkeit von beispielsweise o,oi sec. auf den zeitlichen Abstand der auf das Hitzdrahtmikrophon treffenden Schallwellen geeschlossen werden kann.
  • In diesem Falle ist es notwendig, zugleich mit der vorläufigen Aufzeichnung auf dem Stahlband eine Zeitmarke in möglichst geringem Abstand von der Stelle T'Z, beispielsweise bei M mit Hilfe eines Elektromagneten 1 1 und einer von einer Uhr angetriebenell Kontaktvorrichtung 32, anzubringen. Die Zeitmarken können auch auf einem besonderen Stahlband aufgezeichnet und mit Hilfe ron besonderen Elektromagneten den Einrichtungen zur endgültigen Aufzeichnung und zum Abhören zugeführt werden.
  • Wenn die von der Zeitmarkierung herrührende Remanenz au dem Elektromagneten 19 bzw. 11 vorbeikommt, so erzeugen diese ebenfalls eine kurze Spannungsspitze, die auf das Telefon 22 bzw. auf die Oszillographenschleife 14 wirken. Sieht man eine geeignete Kupplung von dem Oszillographenstromkreis auf den Telephonstromkreis. beispielsweise mit Hilfe des Transformators 33 und der Verstärlierröhre 24. vor, so hört man im Telephon jedes Zeitzeichen zweimal. Wemt nun der Abstand zwischen den Elektromagneten 19 und 11 ein ganzes Vielfaches des zwischen zwei Zeitzeichen vom Stahlband bei richtiger Geschwindigkeit zurückgelegten Weges beträgt, so fallen die beiden Töne zusammen. Falls von der Kontaktvorrichtung 32 gegebenen ts-ignale in einen Abstand von genau 1 Sekunde aufeinanderfolgen und das Stahlband. um von K nach zur zu gelangen, bei Normalgeschwindigkeit 100 Sekunden gebraucht, dann wird der Abstand zwischen den beiden Tönen den größtmöglichen Wert aufweisen, wenn dieser Weg in 99.5 Sekunden zurückgelegt wird. Es muß also durch die Grobregul ierung dafür Sorge getragen werden. daß größere Fehler als H 0,5 % nicht auftreten können. Durch Beobachtung des Zusammenfallens der beiden Töne ist dann die Feinregulierung auf etwa 0,5% möglich.
  • Für jedes der drei Hitzdrahtmikrophone müssen die zur vorläufigen und zur endgültigen Aufzeichnung erforderlichen Apparate gesondert vorhanden sein. Es erübrigt sich jedoch, die Zeitmarkierung auf jedem der Stahlbänder vorzunehmen, wenn dafür Sorge getragen wird. daß die Geschwindigkeit der Bänder genau übereinstimmt. Man kann beispielsweise die Bänder, wie in Abb. 2 dargestellt, mit einer oder zwei Lochreihen 35 versehen. in die Zahnräder eingreifen oder, wie Abb. 3 zeigt. die Stahlbänder 36 auf einer gemeinsamen, nicht magnetischen Unterlage 37. beispielsweise aus Messing oder Leder, befestigen. In vielen Fällen wird auch ein Stahlband. wie in Abb. 4 dargestellt, Verwendung finden können, das durch Längsschnitte 38 in eine der Mikrophonzahl entsprechende Anzahl von Teilen unterteilt ist.
  • Da die Längsschnitte zur Wahrung des Zusammenhaltes zwischen den einzelnen Teilen nicht durchlaufen dürfen, müssen Stege 39 vorgesehen werden. Diese Stege werden zweckmäßig, wie Abb. 4 zeigt, durch eine zweite Reihe von Schlitzen 40 geschnitten, so daß der Magnetfluß von einem Teilstreifen zum anderen ausreichend unterbrochen wird.
  • Unter Umständen empfiehlt es sich, bei dieser Anordnung auch für die Zeitmarkierung einen besonderen Stahlstreifen vorzusehen.
  • Es ist aber selbstverständlich im allgemeinen nicht zweckmäßig, die Anzeigevorrichtungen 18 und das Überwachungstelephon 22 für jeden Mikrophonkreis gesondert vorzusehen. Die Beobachtung wird wesentlich erleichtert, wenn die Spannungsimpulse von sämtlichen Mikrophonen, beispielsweise durch Serienschaltung der Sekundärwicklungen der zugehörigen @ranformatoren, auf ein und dasselbe Anzeie- bzw. Überwachungstelephon übertragen werden.
  • Die Wiederabschaltung der Vorrichtung zur endgültigen Aufzeichnung wird im allgemeinen von Hand vorgenommen werden.
  • Es ist aber selbstverständlich möglich, eine Einrichtung vorzusehen, durch die in an sich bekannter Weise die Aufzeichnungsvorrichtung nach Ablauf einer vorher eingestellten l,»illge von lichtempfindlichem Papier sell>s'ttätig außer Betrieb gesetzt wird.
  • Abb. 5 zeigt ebenfalls in schematischer Darstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. Die Widerstandsdrähte 41 der Hitzdrahtmikrophone werden aus der Batterie 42 über die regelbaren Widerstände3 und die Drossel spulen 44 gespeist. Wenn nun durch die von der Schallwelle herrührende Luftbewegung Ider Widerstand des Drahtes 41 sich ändert, ändert sich auch die an ihm liegende Spannung. Die Spannungsänderung wird über die Kondensatoren 45, nötigenfalls unter Zwischenschaltung von Gittervorspannungsbatterien 46, auf die Elektronenröhren 47 übertragen. Der Anodenstrom dieser Röhren, die von der Batterie 48 gespeist werden, ist abhängig vom Widerstand der Hitzdrähte 41. Auf die Größe des Anodenstromes hat nicht nur die Amplitude, sondern auch die Form der Schallwelle einen wesentlichen Einfluß. Es kann insbesondere erfindungsgemäß durch entsprechende Abgleichung der vorzugsweise veränderlichen Kondensatoren 45 und Gitterableiterwiderstände 49 erreicht werden, daß der Anodenstrom sich bei Impulsen von sehr kurzer Dauer, wie sie beispielsweise durch Gewehrschüsse erzeugt werden, sehr viel weniger ändert als infolge der Schallwellen züge, die vom dumpfen Mündungsknall schwerer Geschützte herrühren. Dies ist besonders deshalb wichtig, weil häufig die Amplituden der Schallschwingungen der fernen schweren Geschütze bedeutend geringer sind als die Ampl ituden der Schallschwingungen, die vom Mündungsknall der eigenen Gewehre und Maschinengewehre herrühren. Der Anodenstrom fließt über die Spulen 50 der Aufzeichnungsvorrichtung, die beispielsweise nach Art der Gleichstromdrehspulinstrumente ausgebildet sein können.
  • Zur Überwachung sämtlicher Anodenströme kann in der zur Batterie 48 führenden Leitung ein Transformator 51 vorgesehen sein, dessen Sekundärwicklung ein Telephon oder einen Lautsprecher speist, so daß der Bedienungsmann das Eintreffen der elektrischein Impulse bequem beobachten kann, um gegebenenfalls sofort die Aufzeichnungsvorrichtung in Betrieb zu setzen.
  • Die Schwierigkeit besteht nun darin, daß die elektromechanischen Aufzeichnungsvorrichtungen eine verhältnismäßig große Leistung benötigen wegen der Reibung der Schreibfeder oder des Schreibstiftes auf dem Papier. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Abb. 5 und 6 wird deshalb erfindungsgemäß die vorläufige Aufzeichnung nicht auf Papier, sondern auf einem endlosen durchsichtigen Band 37, vorzugsweise aus nicht brennbarem Der schwer entzündliaremMaterial, beispielsweise aus Cellulose oder Acetylcellulose, vorgenommen. Dieses Band wird vorher mit Hilfe des Brenners 53 gleichmäßig mit einer dünnen Rußschicht überzogen, aus der durch je einen Zeiger 54 für jedes Nilikrophon je eine feine Linie herausgekratzt wird. Die dazu erforderlichen Kräfte sind ganz bedeutrend geringer als bei der Aufzeichnung auf Papier, so daß man mit einem viel geringeren Verstärkungsgrad auskommt als bei der direckten Registrierung auf Papier.
  • Das Band 67 wird mit Hilfe der Leitrollen 55 in die Aufnahmeeinrichtung eingeführt.
  • Durch die in Abb. 6 dargestellte Anordnung dieser Leitrollen und der zwischen ihnen angebrachten Schutzschirme 56 ist dafür Sorge getragen, daß in den Aufnahmeapparat kein Licht eindringen kann. Dies ist bei der Verwendung eines berußten Zwischenträgers 67 notwendig, weil zur Führung des Bandes Rollen verwendet werden müssen, die die Rußschicht nicht berühren. Sie können beispielsweise die in Abb. 7 dargestellte Form besitzen und auch mit einem Zahnkranz 57 versehen sein, der in die Löcher des durchsichtigen Filmes in an sich bekannter VYise eingreift. Von tler Lichtquelle sS wird ein vorzugsweise paralleles schmales Strahlenbündel mit Hilfe von optischen Linsen auf den Zwischenträger geworfen, sobald die Aufnahme der vorläufig aufgezeichneten Schwingung vorgenommen werden soll. Das photo graphische Papier, das auf der Vorratsrolle 59 aufgewickelt ist, wird nur während der Aufnahme beispielsweise durch das Zahnrad60, ebenso schnell bewegt wie der Zwischenträger. Da die Belichtungsdauer beispielsweise hundertmal größer sein kann als bei der Aufzeichnung mittels des Schleifenoszillographen und auch die Flächenhelligkeit bedeutend größer gewählt sein kann, kommt man bei diesem Verfahren mit photographischein Papier von sehr viel geringerer Lichtempfindlichkeit aus. Es kann daher unter Umständen das für die Herstellung von Lihtpausen gebräuchliche Papier verwendet werden.
  • Wenn die photographische Schicht des lichtempfindlichen Papiers sich auf derselben Seite befindet wie die Rußschicht des Zwischenträgers, so empfiehlt es sich, zwischen die Rußschicht und die photographische Schicht noch ein Linsensystem einzufügen, um zu vermeiden, daß die Rußschicht durch Berührung mit dem photographischen Papier beschädigt wird. Verwendet man zu diesem Zweck eine Zylinderlinse, deren Mantellinien dieselbe Richtung haben wie die Bewegungsrichtung des Zweischenträgers, so kann man bei zweckmäßiger Anordnung auch eine optische Vergrößerung der auf den Zwischenträger vorläufig aufgezeichneten Schwingung erzielen. Dies hat, da es auf Feinheiten im allgemeinent nicht ankommt, den Vorteil, daß die Trägheit der Aufnahmevorrichtung für die vorlänfige Aufzeichnung erheblich herabgesetzt werden kann. Das photographische Papier wird in einer lichtdichten Auffangvorrichtung 61 auf eine Trommel 62 aufgewickelt, die erforderlichenfalls mit dem Zahnrad60 elastisch gekuppelt ist.
  • Zur Entfernung der Rußschicht wird der Zwischenträger an einer vorzugsweise seiner Bewegungsrichtung entgegenlaufenden rotierenden Bürste 63 vorbeigeführt und gleichzeitig auf der nicht berußten Seite durch eine glatte Rolle 64 unterstützt.
  • Zur Aufzeichnung der Zeitmarken verwendet man zweckmäßig eine elektromagnetisch erregte Stimmgabel 65, deren Schreibfeder 66 in der Nähe der Zeiger 54 angeordnet wird.
  • Es können selbstverständlich auch alle anderen Verfahren zur vorläufigen Aufzeichnung benutzt werden, bei denen der Zwischenträger nur so verändert wird, daß er durch eine einfache Maßnahme für die Aufnahme der vorläufigen Aufzeichnung stets wieder bereit gemacht werden kann. Unter Umständen kann es insbesondere vorteilhaft sein, an Stelle der elektromagnetischen Aufzeichnung oder der Aufzeichnung auf einen berußten Zwischenträger chemisch, beispielsweise durch Elektrolyse, erfindungsgemäß auf einen Zwischenträger aus leitendem oder nichtleitendem Material eine nichtleitende oder lehende Schicht von veränderlicher Dicke oder in verschiedener Lage in bezug auf die Kanten des umlaufenden Zwischenträgers aufzutragen.
  • Bei der endgültigen Aufzeichnung kann ein so vorbereiteter Zwischenträger unter Ausnutzung seines örtlich veränderlichen Widerstandes abgetastet werden. Silan kann dazu auch die auf dem nicht inetalliscben Zwischenträger örtlich ungleichmäßig verteile Niederschlagsmenge von Metall in einem galvanisehen Element wieder entfernen. Es besteht dann zwischen der bei der Auflösung des Niederschlags frei werdenden Energie und den vorläufig aufgezeichneten elektrischen Impulsen ein eindeutiger Zusammenhang, der zur endgültigen Aufzeichnung benutzt werden kann.
  • Besonders einfach zu bedienen sind die Einrichtungen zur Aufzeichnung sehr seltener kurzzeitiger Vorgänge gemäß der vorliegenden Erfindung. wenn zur vorläufigeii Aufzeichnung von den für Notizblocks bekannten Einrichtungen Gebrauch gemacht wird, bei denen auf einer dunkelfarhigen Unterlage, die mit einer klebfähigen Schicht, vorzugsweise aus Wachs oder Paraffin, überzogen ist, ein dünnes durchsichtiges Papier angeordnet ist das durch ein Blatt aus Acetylcellulose oder einem anderen durchsichtigen Material gegen die Beschädigung durch den Schreibstift geschützt ist. Durch den Druck des Schreibstiftes wird das dünne Papier an der Unterlage festgeklebt, so daß die Schriftzüge in der Farbe der Unterlage sichtbar werden.
  • Abb. S zeigt die wesentlichen Teile einer solchen Vorrichtung zur Aufzeichnung sehr seltener kurzzeitiger Vorgänge. Die Anordnung der Mikrophone und die elektrische Einrichtung können bei diesem Beispiel ebenso ausgeführt sein wei in Abb. 5 und 6. die Zeiger 54 der Drehspulstrommesser 50 drücken auf das dünne endlose Band 68 aus Acetylcellulsoe, unter dem der dünne Streifen 69 aus durchsichtigem Papier über der Wachsschicht 70 der beispielsweise schwarz gefärben Unterlage 71 angeordnet ist. wie in Abb. 9 dargestellt ist. Durch das Widerlager 72 wird atlas endlose aus drei Schichten bestehende Band an der Stelle unterstützt, an der durch die Zeiger der Meßinstrumente 54 der zum Festkleben des Streifens 69 auf der Wachsschicht 70 erforderliche Druck wirkt.
  • Durch eine Anzahl von Transportwalzen 73 wird der so beschriebene endlose Streifen der Aufnahmevorrichtung zugeführt. Damit auf diesem Wege die aufzeichnung nicht beschädigt wird, ist es notwendig, den Durchmesser der Walzen 73 genügend groß zu wählen. Die Übertragung der vorläufigen Aufzeichnung auf den in der üblichen Weise lichtdicht geführten Streifen 74 aus lichtempfindlichem Papier erfordert eine entsprechende Beleuchtung des endlosen Streifens, beispielsweise durch die Glühlampen 75. Das Bild des Streifens wird mit Hilfe von entsprechend angeordneten Linsen 76 auf das lichtempfindliche Papier 74 geworfen. Je nach der Wahl des optischen Systems müssen dabei das endlose Band und das lichtempfindliche Papierdie gleiche bzw. die entgegengesetzte Bewegungsrichtung haben. Das Verhältnis der Geschwindigkeiten des endlosen Bandes und des lichtempfindlichen Papiers muß gerade so groß sein wie das Verhältnis der Größe der vorläufigen zu der endgültigen Aufzeichnung in der Bewegungsrichtung. Bei der Verwendung von Zylinderlinsen, deren Mantellinien übereinstimmen mit der Bewegungsrichtung des endlosen Bandes, muß demnach das endlose Band und das lichtempfindliche Papier die gleiche Bewegungsrichtung und Geschwintligkeit besitzen.
  • Nach der Übertragung wird die vorläufige Aufzeichnung dadurch wieder gelöscht, daß zwischen den Walzen 77 und 7S das dünne Papier 69 von der Wachsschicht 70 mit Hilfe von beispielsweise zwei Walzen 79 ùnfd So voneinander getrennt wird. Dabei ist es unter Umständen vorteilhaft, noch eine Walze 8I vorzusehen, die zusammen mit der Walze So einen solchen Druck auf die Wachsschicht ausübt, daß diese stets wieder geglättet wird, bevor die drei Schichten zwischen den Walzen 78 und 82 wieder miteinander vereinigt werden.
  • Die vorläufige Aufzeichnung bietet jedoch für die militärische Verwendung des Verfahrens noch1den weiteren Vorteil, daß es dadurch möglich wird, die Auswertung der Aufzeichnungen sehr rasch durchzuführen weil die endgültige Aufzeichnung nur einem winzigen Bruchteil der gesamten Béohachtungszeit entspricht. Würde man beispielsweise die Aufzeichnung direkt auf 1 ichtempfindl ichem oder gewöhnlichem Papier vornehmen, so müßte der Streifen mit praktisch der gleichen Geschwindigkeit auf seinen Inhalt untersucht werden, mit der die Aufzeichnung vorgenommen wurde, weil der Beobachter bei ununterbrochener Aufzeichnung sonst in sehr kurzer Zeit mit der Auswertung sehr erheblich im Rückstand sein würde. Bei der großen mit Rücksicht auf sie Genauigkeit der Auswertung erforderlichen Schreibgeschwindigkeit ist eine so schnelle Auswertung sehr schwierig. Bei dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung braucht nur etwa der tausendste Teil an Registrierpapier überprüft zu werden, wenn beispielsweise jede Stunde eine endgültige Aufzeichnung von der Dauer einiger Sekunden vorgenommen wird.
  • Das Verfahren kann auch entsprechend A-wendung finden zur Aufzeichnung anderer sehr seltener kurzzeitiger Vorgänge, beispielsweise zur Aufzeichnung von Erdbehenschwingungen.

Claims (14)

  1. PATENTANSPRUCHE: I. Verfahren zum Aufzeichnen sehr kurzzeitiger Schwingungsvorgänge, wie z. B. des Knalles eines schweren Geschützes, insbesondere zur Ermittlung des Ortes der Schallquelle, beispielsweise 1des Standortes des schweren Geschützes, bei der die Vorgänge auf einen endlosen Zwischenträger aufgezeichnet und zwecks abermaliger Verwendung des Zwischenträgers zur Aufzeichnung wieder gelöscht werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger an mehreren, an verschiedenen Stellen des Trägerweges angeordneten Vorrichtungen zur Aufzeichnung und mehreren Vorrichtungen zur Wiedergabe der aufgezeichneten Vorgänge vorbeigleitet, durch die die den gesuchten Vorgängen entsprechenden Teile der auf dem Träger vorhandenen vorläufigen Aufzeichnungen ausgewählt und in an sich bekannter Weise auf einen zweiten, vorzugsweise bandförmigen Träger endgültig übertragen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem Träger vorgenommenen Aufzeichnungen eines Vorganges bei dem einmaligen Umlauf des Trägers zunächst ein Überwachungsgerät (z.B. Telephon oder Lautsprecher) betätigt und dann nach einer zur Inbetriebsetzung der Vorrichtung zur endgültigen Aufzeichnung ausreichenden Zeit endgültig übertragen und danach gelöscht wird.
  3. 3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Zwischenträger gleichzeitig mit der vorläufigen Aufzeichnung der kurzzeitigen Schwingungsvorgänge Zeitsignale aufgezeichnet werden, die bei der endgültigen Aufzeichnung mit übertragen werden.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch I und folgen den, dadurch gekennzeichnet, daß als Zwischenträger für die vorläufige Aufzeichnung ein Stahlband verwendet wird, das in an sich bekannter Weise entsprechend den durch die zu überwachen den Vorgänge ausgelösten elektrischen Impul sen magnetisiert wird.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zurÜhertragung der endgültigen Aufzeichnung ein Elektromagnet verwendet wird, in dessen Wicklung durch den vorbeibewegten, in der Längsrichtung veränderlich magnets sierten Zwischenträger Spannungen erzeugt und einem Oszillographen zugeführt werden.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur gleichzeitigen Aufzeichnung mehrerer Vorgänge eine entsprechende Anzahl von Stahlbändern (36) verwendet wird, die auf einer gemeinsamen, nicht magnetischen Unterlage (37) befestigt sind.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 4 und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zur gleichzeitigen Aufzeichnung mehrerer Vorgänge ein Stahlband verwendet wird, das in eine entsprechende Anzahl von Teilen mit Hilfe von je zwei gegeneinander versetzten Reihen (3S, o) von Schlitzep geteilt ist.
  8. 8. Einrichtung nach Anspruch 4 und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der endgültigen Aufzeichnung der Zeitmarken (bei U) erzeugte Spannung demselben Telephon zugeführt wird wie die von der Überwachungsstelle (K) herrührende, und daß dct Abstand zwischen diesen beiden Elektromagneten so gewililt ist, daß er bei richtiger Geschwindigkeit des Stahlbandes genau ein ganzes Vielfaches des Zeitmarkenabstandes beträgt.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur vorläufigen Aufzeichnung ein vorzugsweise durchsichtiger Zwischenträger verwendet wird, der mit einer RuB- oder Farbschicht versehen ist.
  10. 10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die vorläufige Aufzeichnung mit Hilfe von durchfallendem oder reflektiertem Licht auf eine photographische Schicht zum Zwecke der endgültigen Aufzeichnung übertragen wird.
  11. 11. Einrichtung nach Anspruch 1 und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zum Transport des Zwischenträgers an den Stellen. an denen der Krümmungs mittelpunkt auf dersellien Seite des Zwischenträgers liegen muß wie die Schicht, Walzen vorgesehen sind mit einem derart hohen Rand, daß die Ruß- oder Farbschicht des Zwischenträgers die Walze nicht an den Stellen herührt. die zur vorläufigen Aufzeichnung dienen.
  12. 12. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß zur vorläufigen Aufzeichnung ein an sich bekanntes Svstem von mehreren Bändern verwendet wird, deren unterstes aus einem dunkelfarbigen, mit einer klebefähigen Schicht iiberzogenen Material besteht, auf dem in loser Berührung ein Band aus dünnem, durchsichtigem Papier angeordnet ist, zu dessen Schutz ein dünner Streifen aus durchsichtigem Material, beispielsweise aus Cellulose, vorgesehen ist, durch die hindurch das durchsichtige Papierband derart auf der Unterlage angedrückt wird, daß der durch die Drückstellen gebildete Kurvenzug iI1 der Farbe der Unterlage sichtbar wird.
  13. 13. Einrichtung nach Anspruch I2, dadurch gekennzeichnet, daß zur endgültigen Aufzeichnung ein optisches System vorgesehen ist, durch das auf einem lichtempfindlichen Papier ein Bild der vorläufigen Aufzeichnung entworfen wird.
  14. 14. Einrichtung nach Anspruch I2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungs richtung des lichtempfindlichen Papiers an der der Übertragungsstelle der des Zwischenträgers entgegengesetzt ist, und daß das Verhältnis der Geschwindigkeit des lichtempfindlichen Papiers zu der des Zwichenträgers sich ebenso verhält wie das optische Vergrößerungsverhältnis in der Bewegungsrichtung.
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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1012222B (de) * 1954-12-13 1957-07-11 Electroacustic Gmbh Impulsgetastetes Echolotgeraet
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