DE709128C - Steinkohlenteerumhuelltes Gestein fuer den Strassenbau - Google Patents

Steinkohlenteerumhuelltes Gestein fuer den Strassenbau

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DE709128C
DE709128C DER101705D DER0101705D DE709128C DE 709128 C DE709128 C DE 709128C DE R101705 D DER101705 D DE R101705D DE R0101705 D DER0101705 D DE R0101705D DE 709128 C DE709128 C DE 709128C
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DE
Germany
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tar
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rock
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DER101705D
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English (en)
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Dr Heinrich Mallison
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Rain Carbon Germany GmbH
Original Assignee
Ruetgerswerke AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L95/00Compositions of bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Steinkohlenteerumhülltes Gestein für den Straßenbau . Steinkohlenteerumhüllte Gesteine werden in Gestalt von Teersand, Teersplitt und Teerschotter in -weitem Umfange im Straßenbau verwendet, ebenso auch teerhaltige Gemische abgestufter Steinkorngröße in Verbindung mit Steinpulver. Diese teerumhüllten Gesteine dienen zum Aufbau von Straßendecken verschiedener Dicke und Tragkraft, zu Ausbesserungszwecken usw. Ein technisch sehr wichtiges Erfordernis für diese teerumhüllten Gesteine und die daraus gebauten Straßendecken liegt darin, sie möglichst unempfindlich gegen den Einfluß des Wassers zu machen, also zu verhindern, daß das Wasser, z. B. Regenwasser, die Teerschicht von den Steinen verdrängt . und dadurch die Verklebung der Steine aneinander aufhebt oder lockert. Es ist zwar bekannt, daß gewisse Gesteine, wie Basalt und Quarzporphyr, ein besseres Haftvermögen des Teers bei Wassereinwirkung aufweisen als andere, z. B. Schlacke und Kies. Man weiß auch, daß eine höhere Viscosität des Teers und auch ein Zusatz von feinem Gesteinpulver die Beweglichkeit des Teers herabzusetzen vermögen und darum der Haftfestigkeit günstig sind. Man braucht aber ein teerumhülltes Gestein, das unter all den Umständen, denen es beim Versand und auf der Straße unterliegen. kann, dem teerverdrängenden Einfluß des Wassers Widerstand leistet, und zwar auch dann, wenn der Teer nicht besonders zähflüssig ist und nicht durch die Gegenwart von Steinpulver besonders geschützt ist.
  • Mat hat bereits vorgeschlagen, die Haftfestigkeit des Teers am Gestein dadurch zu verbessern, daß man dem Teer Verdünnungsmittel, wie Chlorkohlenwasserstoffe, Aceton oder Alkohol zusetzte. Die praktische Verwendbarkeit dieses Vorschlages ist jedoch sowohl wegen des hohen Preises der Zusätze wie auch wegen ihrer Flüchtigkeit und der sich hieraus ergebenden Ungleichmäßigkeit und kurzen Dauer ihrer Wirkung stark beeinträchtigt. .
  • Auch der ferner bereits bekannte Vorschlag, die Haftfestigkeit des Teers durch Zusätze von Torf, Braunkohle, Huminstoffen usw. in fein verteiltem Zustande zu verbessern, stellt der praktischen Verwendbarkeit große Schwierigkeiten in den Weg, weil die Wirksamkeit der Zusätze von dem Grade ihrer feinen und gleichmäßigen Verteilung im Teer abhängt und sich dieser nur durch umständliche Maßnahmen herstellen und nicht in zuverlässiger Weise längere Zeit aufrechterhalten läßt.
  • Es wurde nun gefunden, daß ein teerumhülltes Gestein die Eigenschaft, dem teerverdrängenden Einfluß des Wassers unter den praktisch beim Versand und auf der Straße obwaltenden Verhältnissen zu widerstehen, stets dann aufweist, wenn der zur Umhüllung verwendete Steinkohlenteer einen Gehalt von höchstens 5 0,1o, durchschnittlich 20'o, :an rohem Braunkohlenteer besitzt. Als Steinkohlenteer kommen zweckmäßig insbesondere Erzeugnisse, wie Straßenteer, Kaltteer u. d-1., in Betracht.
  • 'Mischungen von Steinkohlenteer mit Braunkohlenteer, die den letztgenannten Teer in Mengen von mindestens io bis 2oo'o und mehr enthalten, sind zwar für andere Gebrauchszwecke bekannt. Für den Straßenbau dagegen sind solche braunkohlenteerreichen Mischungen bekanntlich ebenso wie auch der reine Braunkohlenteer selbst, durchaus abzulehnen, weil sich bei ihnen die mangelnde Abbindefähigkeit des Braunkohlenteers schädlich auswirkt, die er wegen seiner paraffineschen, salbigschmierigen Beschaffenheit besitzt, und weil sie einen für die Praxis viel zu hohen Gehalt an wasserlöslichen Phenolen aufweisen.
  • Alle diese Nachteile treten bei dem vorliegenden Erfindungsgegenstande wegen der sehr niedrig bemessenen Zusatzmenge an Braunkohlenteer nicht auf, und es tritt nur die überraschende technische Wirkung der Haftfestigkeitssteigerung des Straf;enteers am Gestein, die an sich auch bei den höherprozentigen und aus den vorstehenden Gründele praktisch unvertvendbaren Gemischen festgestellt werden kann, allein in Erscheinung. Hierdurch wird der einschlägigen Technik ein wertvoller und wegen der Billigkeit des Zusatzes und der Einfachheit der praktischen Ausführung ohne weiteres zugänglicher Weg zu einer wesentlichen Verbesserung gezeigt. Beispiel i too g handwarmer Hochofenschlackensplitt (Gebrauchssplitt) 511r, mm werden mit 59 eines auf rund 8o° C erwärmten Straßenteers (Zähigkeit 8o Sek. bei 30° C im Straßenteerkonsistometer) bis zur gleichmäßigen Umhüllung gemischt. Der fertige Teersplitt wird in einer verschlossenen Büchse 3 Stunden bei Zimmertemperatur aufbewahrt. Beim übergießen dieses Teersplitts in einer Schale mit Wasser tritt schon nach kurzer Zeit eine Zusammenziehung des Steinkohlenteers auf dem Gestein ein.
  • Wird statt dessen zur Umhüllung derselbe Straßenteer mit 20'o Braunkohlenteerzusatz genommen, so kommt beim Übergießen des Teersplitts mit Wasser auch nach längerer Zeit keine Zusammenziehung des Teers unter dem Einfluß des Wassers zustande.
  • Beispiel 2 i oo g Flußkies 5/15 mm werden mit 3,59 Straßenteer, wie in Beispiels beschrieben, umhüllt. Die fertige Mischung wird i'= Stunde bei rund 50°C verschlossen aufbewahrt und dann in einer Schale sofort und noch warm mit Wasser von Zimmertemperatur übergossen. Es tritt sehr schnell eine starke Zusammenziehung des Steinkohlenteers auf dem Gestein ein, und diese Erscheinung findet nicht statt, wenn der verwendete Teer einen Gehalt von 2% Braunkohlenteer besitzt.
  • Beispiel 3 i oo g Kalksteinsplitt 5/15 mm werden mit 3,5% Kaltteer I bis zur gleichmäßigen Umhüllung gemischt und 2.1 Stunden bei Zimmertemperatur an der Luft stehengelassen.
  • Beim Übergießen mit Wasser tritt eine Zusammenziehung des Teers ein. Ist der Kaltteer aus einem Straßenteer mit 30/6 Braunkohlenteerzusatz hergestellt worden, so bleibt die Teerhaut durch das Wasser unbeschädigt.

Claims (1)

  1. PATCNTANSPRUCII: Steinkohlenteerumhülltes Gestein für den Straßenbau, dadurch gekennzeichnet, daß der die Umhüllung bildende Steinkohlenteer einen Gehalt von höchstens 50,'o an rohem Braunkohlenteer besitzt.
DER101705D 1938-03-01 1938-03-01 Steinkohlenteerumhuelltes Gestein fuer den Strassenbau Expired DE709128C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1086619B (de) * 1956-06-21 1960-08-04 Vialit Ges Mit Beschraenkter H Verfahren zur Verbesserung der Haftfestigkeit von wasserfreien bituminoesen Strassenbaubindemitteln

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1086619B (de) * 1956-06-21 1960-08-04 Vialit Ges Mit Beschraenkter H Verfahren zur Verbesserung der Haftfestigkeit von wasserfreien bituminoesen Strassenbaubindemitteln

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