DE708450C - Verfahren zum gleichzeitigen Weben von zwei und mehr uebereinander liegenden, nur durch einzelne Schussfaeden miteinander verbundenen Geweben - Google Patents

Verfahren zum gleichzeitigen Weben von zwei und mehr uebereinander liegenden, nur durch einzelne Schussfaeden miteinander verbundenen Geweben

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DE708450C
DE708450C DEP79142D DEP0079142D DE708450C DE 708450 C DE708450 C DE 708450C DE P79142 D DEP79142 D DE P79142D DE P0079142 D DEP0079142 D DE P0079142D DE 708450 C DE708450 C DE 708450C
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fabric
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fabrics
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Expired
Application number
DEP79142D
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English (en)
Inventor
Adolf Pensler
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ADOLF PENSLER
Original Assignee
ADOLF PENSLER
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D41/00Looms not otherwise provided for, e.g. for weaving chenille yarn; Details peculiar to these looms
    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D11/00Double or multi-ply fabrics not otherwise provided for
    • D03D11/02Fabrics formed with pockets, tubes, loops, folds, tucks or flaps

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)

Description

  • Verfahren zum gleichzeitigen Weben von zwei und mehr übereinander liegenden, nur durch einzelne Schußfäden miteinander verbundenen Geweben Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum gleichzeitigen Weben von zwei itnd mehr übereinander liegenden, nur durch einzelne Schußfäden miteinander verbundenen Geweben. Die Erfindung bezweckt, beim Herstellen .solcher Gewebe ohne Anwendung vorn Schnittleisten, Dreherabbindung o. dgl. auf einschützigen Stühlen geschlossene Kanten zu erzielen.
  • Es sind Webverfahren bekannt, bei denen mit einem Schützen ein Gewebe unter Verwendung sog. falscher Saalleisten durch nachträgliches Zerschneiden an diesen Leisten in zwei oder mehrere schmale Gewebe unterteilt werden. Es ist weiterhin bekannt, ein als Hohlgewebe hergestelltes, auf einer Seite offenes oder beidseits geschlossenes Schlauchgewebe durch Zerschneiden an der oder den geschlossenen Umkehrstellen in mehrere Gewebe zu unterteilen. Bei den bekannten Verfahren müssen jedoch an der Schnittstelle, ganz gleich ob diese mit dichterer Einstellung der Kettenfäden oder Dreherabbindung versehen ist, sämtliche Schußfäden zerschnitten werden, so daß nie zwei oder mehrere auf einschützigen Stühlen gleichzeitig ,hergestellte Gewebe mit zu beiden Seiten geschlossenen Kanten gewebt werden kämen.
  • Demgegenüber werden bei dem Verfahren gemäß der Erfindung zur Bildung geschlossener Kanten in den übereinander entstehenden Geweben auf .einschützigen Webstühlen einzelne Schußfäden (z. B. jeder vierte Schußfaden) nahe der Kante (z. B. vor dem viertletzten Kettenfaden) aus dem oberen Gewebe in das untere Gewebe und umgekehrt übergeführt.
  • In den Abbildungen ist die Erfindung des näheren veranschaulicht. Nach Abb. t ist z. B. der vierte Schuß im oberen Gewebe nicht bis zur Kante in dieser Gewebelage zurückgeführt, sondern bindet in der Mitte der Gewebelage in das untere Gew ehe ein, kehrt ebenfalls beim vierten Schuß an derselben Stelle der Gewebelage in das obere Gewebe zurück und schließt hier den bei der Abbindung freigelassenen Teil des oberen Gewebes. Durch diese neuartige Führung des Schusses wird beim Trennen des oberen Gewebes vorn unteren lediglich jeder vierte Schuß innerhalb der Gewebe nur in Nähe einer Gewebekante und nicht unmittelbar an der Kante selbst zerschnitten. Findet weiterhin z. B. der Übergang des Schusses vom oberen in das untere Gewebe und umgekehrt abwechselnd in der Nähe beider Kanten statt (Abb. r und z, der Deutlichkeit wegen in der Schußfolge getrennt gezeichnet), was auch für einen regelmäßigen Warenabzug vorteilhaft ist, so wird beim Trennen der Gewebe nur jeder achte Schuß zerschnitten. Die Einbindung des Schusses vom oberen in das untere Gewebe und umgekehrt kann verschieden geändert werden sowie auf einer oder beiden Seiten abwechselnd oder an beliebigen Stellen versetzt vorgenommen werden, 'wodurch eine völlig zerstreute Anordnung der Schnittstellen erzielt wird. In allen Fällen gleichen alle Kanten den Kanten der auf übliche Art mit festen Kanten gearbeiteten Gewebe, bei denen ein Herausziehen der Kantenfäden ausgeschlossen ist. Die durch das Trennen der gleichzeitig hergestellten Gewebe zerschnittenen Schu:ßstellen innerhalb der Kanten rufen lediglich das Aussehen eines durch stärkere Nadelbreithalter gelaufenen Gewebes hervor.
  • Das Durchschneiden des Schusses an der Kreuzung vom oberen Gewebe in das untere und umgekehrt kann selbsttätig in bekannter Weise durch eine etwas keilförmige, mit einer Schneide versehene Schiene ausgeführt werden, die in ebenfalls bekannter Weise am Brustriegel des Stuhles verstellbar befestigt ist und zwischen die Gewebe ragt. Das Durchschneiden der Gewebe kann auch nach Abzug vorn Warenbaum in bekannter Weise von Hand durchgeführt werden. Um dies zu erleichtern, kann der Schuß auch unmittelbar vor Einbindung in das andere Gewebe eine kleine Flottierung ausführen, wodurch der Abstand der beiden Gewebe an- den Schnittflächen etwas vergrößert wird. In der Regel wird die Ausführung von Schußflottierungen vor der Schnittstelle nur bei ganz dicht geschlagenen Geweben mit besonders großer Kettenspannung notevendig sein.
  • Es ist weiterhin möglich, den Schuß des oberen Gewebes vor Einbindung in das untere Gewebe auf der oberen Seite des Obergewebes und den Schuß des unteren Gewebes vor Eilbindung in das obere Gewebe auf der unteren Seite des Untergewebes kurz flottieren zu lassen. Dies ist in Abb.3 dargestellt.
  • Abb. q. veranschaulicht die Möglichkeit der Schußführung bei drei Gewebelagen.
  • Zum Weben nach diesem Verfahren eignen sich sowohl breite als auch Bandwebstühle, die mit Fachbildungsv orrichtungen für mindlstens acht Schäfte vorgerichtet sind und einen für die einfachste Bindung t;Leinwandbindung im oberen und unteren Gewebe) vierfädigen Schul3rapport ermöglichen. Darüber hinaus können auf Stühlen, die mit Schaft-oder Jacquardmaschinen vorgerichtet sind, entsprechend größere Bindungsrapporte sowie im oberen und unteren Gewebe verschiedene Bindungen ausgeführt werden. In jedem Falle wird eine mehrfache Ausnutzung der Webstühle erreicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum gleichzeitigen Weben von zwei und mehr übereinander liegenden, nur durch einzelne Schußfäden miteinander verbundenen Geweben, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung geschlossener Kanten in den übereinander entstehenden Geweben auf einschützigen Webstühlen einzelne Schußfäden (z. B. jeder vierte Schuߣaden) nahe der Kante (z. B. vor dem viertletzten Kettenfaden) aus dem oberen Gewebe in das untere Gewebe und umgekehrt übergeführt: werden.
DEP79142D 1939-05-13 1939-05-13 Verfahren zum gleichzeitigen Weben von zwei und mehr uebereinander liegenden, nur durch einzelne Schussfaeden miteinander verbundenen Geweben Expired DE708450C (de)

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