DE630133C - Verfahren zum Herstellen von doppelschuetzig gewebten Doppelkettenflorgeweben mit festem Rand - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von doppelschuetzig gewebten Doppelkettenflorgeweben mit festem Rand

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DE630133C
DE630133C DEN34342D DEN0034342D DE630133C DE 630133 C DE630133 C DE 630133C DE N34342 D DEN34342 D DE N34342D DE N0034342 D DEN0034342 D DE N0034342D DE 630133 C DE630133 C DE 630133C
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edge
pile
double
fabric
warp
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D27/00Woven pile fabrics
    • D03D27/02Woven pile fabrics wherein the pile is formed by warp or weft
    • D03D27/10Fabrics woven face-to-face, e.g. double velvet

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von doppelschützig gewebten Doppelkettenflorgeweben mit festem Rand Es sind bereits Verfahren zum Herstellen von Doppelkettenflorgeweben mit einem festen Rand bekannt, bei denen mit zwei Webschützen gleichzeitig gearbeitet wird. Bei diesen Verfahren handelt es sich jedoch um die Herstellung gewöhnlicher Plüschgewebe mit einem florlosen Streifen am Geweberand. Hier läßt sich natürlich auch mittels, der bekannten Verfahren ein fester Rand ohne weiteres herstellen.
  • Demgegenüber betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen von Florgeweben, bei denen der Flor bis an die Kante heranreicht, so daß das ganze Florgewebe ein einheitliches Aussehen erhält. Derartige Gewebe werden vorzugsweise für Läufer verwendet. Bei den bisher hierfür in Frage kommenden Plüschgeweben, die einen florlosen Rand aufweisen, wurde der Rand nach unten umgebogen und mit dem eigentlichen Gewebe vernäht. Dies brachte jedoch eine unerwünschte Verdickung am Rande mit sich. Wendet man nun, um, diesen Nachteil zu vermeiden, Gewebe an, bei denen der Plüsch bis an den Rand reicht, so hat sich wiederum der, Nachteil gezeigt, daß man in diesem Fall nach den bekannten Verfahren keine glatten Kanten erhält, vielmehr bilden sich an den Rändern Schleifen, die von den Einschlagfäderi herrühren.
  • Diese Schwierigkeiten lassen sich zwar bei einem sogenannten Rutenstuhl, der ein Einfachgewebe liefert, leicht überwinden, jedoch werden die Verhältnisse beim Arbeiten auf einem Doppelwarewebstuhl insbesondere dann schwieriger, wenn mit zwei Webschützen gearbeitet wird, d. h. wenn die Spulen für die Einschlagfäden der Ober- und Unterware gleichzeitig durch das Gewebe geschlagen werden. Die Schleifenbildung ist bei der Doppelplüschherstellung auf einem Doppelwarewebstuhl demnach besonders groß. Es hat sich aber gezeigt, daß man diese Nachteile vermeiden kann, wenn man am Geweberand bei einer Anzahl von Florkettenfäden den Bindungsrapport verschieden von demjenigen im Innern des Gewebes wählt. Man kann den Bindungsrapport größer oder auch kleiner wählen. Die gleiche Wirkung erzielt man, wenn die Florkette am Geweberand geteilt wird und jeder einzelne Teilfaden gegenläufig zum anderen und um die Schußfäden der Ober- und der Unterware herumgeführt wird.
  • Durch die Erfindung wird erreicht, daß nach dem Einschießen des Einschlagfadens, wenn dieser straff angezogen wird, das Randgewebe besser nachgeben kann, um dann im späteren Verlauf des Webvorganges wieder in die ursprüngliche Lage zurückzukehren, so daß die Umkehrstellen der Einschlagfäden vom Gewebe völlig ausgefüllt sind. Die Zeichnung. stellt die Erfindung in mehreren Ausführungsformen beispielsweise dar. Es zeigt die , Fig. i das Bindungsschema eines auf einem-.. einfachen Ruten stuhl entstehenden gewebes, Fig. 2 das Bindungsschema eines auf einem'' Doppelwarewebstuhl entstehenden Kettenflo-rgewebes, -Fig. 3 ein Bindungsschema nach der Erfindung mit drei Einschlagfäden für jeden Bindungsrapport der Florkettenfäden, Fig. 4 ein ähnliches Schema wie die Fig. 3, " jedoch mit fünf Einschlagfäden für jeden Bindungsrapport, " .
  • Fig. 5 und 6 ein Schema wie in Fig. 3, jedoch mit vier Einschlagfäden.
  • Nach der Darstellung der Fig. i_ laufen die Kettenfäden a, b und g durch das Geschirr k1, k=, k3 und durch das Riet r ander Lade L, über welcher der Webschützen s durch das Fach! geschlagen wird. Das. von den Kettenfäden a, b und g mit den Einschlagfäden i" gebildete Gewebe wird nach links über einen -Brustbaum abgezogen und auf einen Warenbaum gewickelt. Für die Bildung des Flores dienen die Messer oder-Ruten yn, welche die Florhöhe h bestimmen. Diese Darstellung bezieht sich auf den äußersten Kettenfaden, durch den die Kante des Ge7,vebes unter Mitverwendung der Grundkette g, der Bindekette a und der Florkette b gebildet wird. Weiterhin ist bei dieser Darstellung die ungünstige Stellung der Kettenfäden gewählt, um die Schwierigkeiten zu zeigen, die beim Weben hier auftreten, und zwar dann, n=enn die Florkette b vom Geschirr über den oberen Rand o1 der zuletzt eingetragenen Rute m läuft, während die Kette a vom Geschirr unterden zuletzt eingeschlagenen Schußfaden i und die Kette g (die übrigens für diese Erläuterung von geringerer Bedeutung ist) vom Geschirr über den Schußfaden i läuft.
  • Die Kettenfäden a und b bilden das Fach, durch das der Webschützen s geschlagen wird, und dieses Fach hat als Scheitelpunkt seines Winkels ß -den Punkt p, der durch die Kreuzung .der Linien a und b -bestimmt wird. Der durch den Webschützen eingetragene Schußfaden wird vom Webschützen- straff gezogen, kann aber hierbei nicht weiter nach links kommen als bis zum Scheitelpunkt p und biegt dort rechtwinklig um, so da3 -er ungefähr senkrecht zur Fläche der Zeichnung nach hinten durch das Fach läuft. Wenn dann das Riet r diesen Einschlagfaden an das Warenende anschlägt, so bildet dabei der Teil des Schußfadens von seiner nunmehrigen Lage am Geweberand bis zum Punkt p eine nach außen ragende Schleife, die besonders, weil hier mit steifen Fäden gearbeitet wird, hinderlich ist und der' Kante ein ungünstiges Aussehen gibt. Bei dem folgenden, von der anderen Seite kommenden #"Schußfadei sind die Verhältnisse viel gün-:"stiger. Das hat seinen. Grund darin, daß die ;Pforkette b zum untersten Punkt o der Rute m läuft, mit dem der Scheitelpunkt p des Faches -nahezu übereinstimmt, und demnach die Entfernung zwischen i und p sehr klein ist, so daß nahezu keine Schleif-. gebildet wird. An der anderen Seite des Gewebes wird also eine gute Kante gebildet.
  • Hieraus geht hervor, daß die Schwierigkeit von der großen Entfernung zwischen dem letzten Einschlagfaden i und dem Scheitelpunkt p des Faches herrührt und daß die Schwierigkeit noch viel größer -wird, wenn man zum 'Vergrößern der Produktion auf einem Doppelwarewebstuhl mit zwei Webschützen arbeiten will.
  • Dies ist schematisch in Fig. 2 dargestellt, in welcher dieselben Bezugszeichen wie in Fig. r angewendet sind. Hier werden gleichzeitig zwei Gewebe übereinander gewebt. So erhält die Ware die Höhe hl für' den doppelten Flor, d. h. die doppelte Höhe, wodurch der -Punkt ö2 in Vergleich zu o1 der Fig. i in der doppelten Entfernung von o liegt. Entsprechend liegt auch der Scheitelpunkt p wenigstens für diej Unterware (für die Oberware ist die Stellung günstig) noch viel weiter von i entfernt als in der Fig. i, so daß beim Anschlagen des Schußfadens eine noch viel größere Schleife .entsteht.
  • Infolgedessen .hat man bisher von einem Arbeiten mit -zwei Webschützen auf dem Doppelwarewebstuhl absehen müssen, da die -Hilfsmittel, die man bei einem Rutenwebstuhl zum Vermindern der Übelstände anwendete, nicht genügend Erfolg hatten, um die weit größeren Übelstände beim Doppelwarewebstuhl zu beseitigen. Bei einem Rutenstühl kann man z. B. durch den Webschützen den eingetragenen Schußfaden so straff anziehen lassen, daß der Scheitelpunkt p des Faches am Rand nach innen gezogen wird, wodurch die Entfernung von und hach p verkleinert wird. Wenn jedoch, wie dies beim Doppelwarewebstuhl der Fall ist, diese Entfernung groß wird, ist der angestrebte Effekt zu gering.
  • Nach der Erfindung. kann man nun auch bei einem Doppelwärewebstuhl die Verhältnisse so viel günstiger gestalten, daß auch beim Arbeiten -mit- zwei Webschützen eine genügend glatte Kante entsteht.
  • Das Wesen der Erfindung beruht darin, daß am Rand, wo sonst eine ungenügende Kante gebildet wird, die Bindung für einige Florkettenfäden anders gewählt wird, als sie im Gewebe selbst ist. Diese Änderung kann in verschiedener Weise vorgenommen werden, wie dies im folgenden beispielsweise erläutert wird.
  • Wenn z. B. für das Gewebe selbst die in Fig.3 dargestellte Dreischußbindung angewendet wird (je Bindungsrapport drei Schußfäden), die "Florkette ist hier dicker gezeichnet worden, dann kann man für einige Randflorkettenfäden eine Vierschußbindung anwenden, wie in Fig. 5 dargestellt ist. Dies hat zur Folge, daß für die Randflorkettenfäden der Übergang der Florkette von unten nach oben (oder umgekehrt) derart ist, daß in der Zwischenzeit ein Schußfaden mehr verarbeitet wird, demgemäß also der Übergang in zwei Arbeitsgängen (Teilen) stattfindet. Hierdurch sind die Verhältnisse für die Kante fast gleich denen beim Arbeiten mit dem Rutenstuhl.
  • . Es ist klar, daß die gleichen Erwägungen gelten, wenn bei einer Dreischußbindung für das Florgewebe am Rand eine Fünf- oder Sechsschußbindung oder wenn bei einer Z-,veischußbindung für das Florgewebe am Rand eine Drei-, Vier- us.w. Schußbindung genommen wird, also immer die Anzahl Schüsse in der Randbindung höher gewählt wird als im Gewebe.
  • Die Frage, ob nun auch eine geringere Schußzahl in der Randbindung angewendet werden kann, muß bejaht werden. Wohl aber wird dabei der Effekt nicht der gleiche sein wie bei der Erhöhung der Schußzahl. Immerhin; tritt auch hier die Wirkung ein, daß der so viel größere mittlere Teil den Schußfaden nach innen zieht, wodurch das beim Rutenstuhl angewendete Hilfsmittel in höherem Maße zur Auswirkung kommt.
  • Eine weitere Änderung der Bindung für die Randflorkettenfäden trägt insbesondere dem Umstande Rechnung, daß die auftretenden Schwierigkeiten im Zusammenhang stehen mit der Steifheit der zu verarbeitenden Fäden. Wohl darf, um dieselbe Dichte des Gewebes zu erhalten, kein Unterschied bestehen zwischen den im Rand und den im eigentlichen Gewebe verarbeiteten Fäden, insbesondere den Florkettenfäden, aber man kann zur Verhütung einer Sehleifenbildung den Widerstand der Florkettenfäden durch Spleißen der Randfäden derart herabsetzen, daß beim Ladenanschlag oben und unten nur die halbe Kettenspannung vorhanden ist. Dieses Spleißen würde derart stattfinden können, daß die eine Hälfte der Randflorkettenfäden von oben nach unten und die andere Hälfte von unten nach oben geht, wobei für diese entgegengesetzte Bewegung jedoch keine Gleichzeitigkeit erforderlich ist. Für die eine von beiden sind dann (Fig. a) die Umstände gut, für die andere schlecht, so daß für diese letztere die ganze in die Kettenfäden gebrachte Spannung benutzt wird, um den Scheitelpunkt p möglichst dicht an den letzten Schußfaden heranzubringen, was durch die dünnere Beschaffenheit der Florkettenfäden gerader am Rand den Effekt erhöht.
  • Eine solche Bindung für die Randflorkettenfäden ist in Fig. 5 wiederum mit dick gezeichneten gespleißten Florkettenfäden dargestellt, obwohl sie im Vergleich zu Fig.3 und q. durch das Spleißen viel dünner sind.
  • Es ist klar, daß die soeben beschriebene Maßnahme auch in Kombination angewendet werden kann, z. B. unter Anwendung einer größeren Anzahl von Schüssen für die Bindung der Randflorkettenfäden. Diese Bindung mit gespleißter Florkette ist in Fig. 6 dargestellt.
  • Auf diese Weise ist es möglich, daß auch beim Arbeiten mit zwei Webschützen gleichzeitig auf einem Doppelwarewebstuhl eine genügend glatte Kante des Florgewebes erhalten wird.
  • Es ist klar, daß die Erfindung für die beiden Ränder des Florge-,vebes ganz unabhängig angewendet werden kann, d. h. daß für den linken Rand eine andere Bindung, eine andere Ausführungsform oder auch eines andere Kombination angewendet werden kann als für den rechten Rand.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zum Herstellen von doppelschützig gewebten Doppelkettenflorgeweben mit festem Rand, dadurch gekennzeichnet, daß am Geweberand ein vom Florkettenfädenbindungsrapport im Innern des Gewebes verschiedener (größerer oder kleinerer) Florkettenfädenbindungsrapport gewählt wird. a. Verfahren zum Herstellen von doppelschützig gewebten Doppelkettenflorgeweben mit festem Rand, dadurch gekennzeichnet, daß die Florkette am Geweberand geteilt und jeder einzelne Teilfaden zum anderen und um die Schußfäden der Ober- und' der Unterware herumgeführt wird. 3. Verfahren zum Herstellen von doppelschützig gewebten Doppelkettenflorgeweben mit festem Rand, gekennzeichnet durch die Vereinigung der die Gegenstände der Ansprüche r und a bildenden Verfahren.
DEN34342D 1932-08-20 1932-10-26 Verfahren zum Herstellen von doppelschuetzig gewebten Doppelkettenflorgeweben mit festem Rand Expired DE630133C (de)

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NL630133X 1932-08-20

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DEN34342D Expired DE630133C (de) 1932-08-20 1932-10-26 Verfahren zum Herstellen von doppelschuetzig gewebten Doppelkettenflorgeweben mit festem Rand

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DE (1) DE630133C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE1008340A3 (nl) * 1994-05-02 1996-04-02 Wiele Michel Van De Nv Werkwijze voor het vervaardigen van een dubbelstuk-poolweefsel.
US5655573A (en) * 1993-06-11 1997-08-12 N.V. Michael Van De Wiele Method for manufacturing a face-to-face pile fabric having weft threads located above one another
EP2894244A1 (de) * 2014-01-09 2015-07-15 STÄUBLI BAYREUTH GmbH Verfahren zum Herstellen von Florgeweben und Florgeweben mit Schatten-Velours-Zonen

Cited By (4)

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CN104775223A (zh) * 2014-01-09 2015-07-15 圣豪纺织机械有限公司 用于织造绒头织物的方法及具有阴影割绒区域的绒头织物

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