DE707397C - Verfahren zum Freiformschmieden von mehrfach gekroepften Kurbelwellen - Google Patents

Verfahren zum Freiformschmieden von mehrfach gekroepften Kurbelwellen

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Publication number
DE707397C
DE707397C DEM142511D DEM0142511D DE707397C DE 707397 C DE707397 C DE 707397C DE M142511 D DEM142511 D DE M142511D DE M0142511 D DEM0142511 D DE M0142511D DE 707397 C DE707397 C DE 707397C
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DE
Germany
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crankshafts
die forging
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strokes
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Expired
Application number
DEM142511D
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Von Bovert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MAN AG
Original Assignee
MAN Maschinenfabrik Augsburg Nuernberg AG
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Publication date
Application filed by MAN Maschinenfabrik Augsburg Nuernberg AG filed Critical MAN Maschinenfabrik Augsburg Nuernberg AG
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Application granted granted Critical
Publication of DE707397C publication Critical patent/DE707397C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21KMAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
    • B21K1/00Making machine elements
    • B21K1/06Making machine elements axles or shafts
    • B21K1/08Making machine elements axles or shafts crankshafts

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)
  • Shafts, Cranks, Connecting Bars, And Related Bearings (AREA)

Description

  • Verfahren zum Freiformschmieden von mehrfach gekröpften Kurbelwellen Bisher war .es üblich, bei Kurbelwellen, insbesondere solchen mit vielen Hüben und gedrängter Bauart, wie sie vornehmlich im Brennkraftmaschinenbau Verwendung finden, im Freiformschmiedeverfahren die einzelnen Hübe mit einer gegenseitigen Versetzung von rßo°oder bestenfalls 9o° zu schmieden. Nach dem Schmieden wurden die Lagerstellen auf der Drehbank ausgeschruppt und dann die einzelnen Hübe in warmen Zustand in ihre richtige Arbeitsstellung geschränkt. Dieses Schränken durch .eine Verdrehung der Hübe um die Kurbelwellenachse bildet eine große Gefahr für die Widerstandsfähigkeit der Kurbelwelle. Wenn die Lagerstellen zwischen den einzelnen Hüben nur kurz sind, dann findet durch die Schränkung eine außerordentlich starke Faserstreckung innerhalb der Lagerstellen statt, welche leicht zu mehr oder weniger großen Rissen in der Wellenoberfläche führt. Eine derart eingerissene Kurbelwelle ist für die Verwendung im Motor unbrauchbar.
  • Kleine Kurbelwellen hat man daher schon gleich mit der endgültigen Winkelstellung der Hübe im Gesenk geschlagen oder gepreßt. Dies läßt sich aber bei größeren Kurbelwellen, wie sie beispielsweise im Großdieselmotorenbau Verwendung finden, nicht durchführen. Schließlich ist auch schon vorgeschlagen worden, eine Kurbelwelle im Freiformschmiedeverfahren herzustellen, in dem man die Lagerstellen absetzt, die einzelnen Hübe winkelig verformt und dann die gleichsam abgewickelte Kurbelwelle durch seitliches Stauchen in die endgültige Form biegt. Dieses Verfahren, das sehr umständlich und daher teuer ist, läßt sich überhaupt nur bei langhübigen Kurbelwellen mit genügend langen Lagerstellen durchführen, da bei kurzhübigen Kurbelwellen gedrängter Bauart, wie sie beispielsweise moderne Brennkraftmaschinen aufweisen, überhaupt nicht genügend Werkstoff für die Vorformung der Kurbelschenkel zur Verfügung steht.
  • Um nun bei allen Kurbelwellen, also auch bei großen Wellen gedrängter und kurzhübiger Bauart die einzelnen Hübe gleich in der endgültigen Winkelstellung freiformschmieden zu können, wird erfindungsgemäß jeder Hub durch Einkehlen und Durchsetzen über Leisten eines mehrteiligen und entsprechend der Hubbreite verstellbaren Sattels mit auswechselbaren Beilagen gleichzeitig in die endgültige Versetzung geschmiedet. Neben den damit verbundenen Vorteilen des unmittelbaren Schmiedens der Hübe in der endgültigen Winkelstellung bietet das Verfahren nach der Erfindung noch den weiteren großen Vorteil, daß das Werkstück beim Durchsetzen keinen Scherbeanspruchungen ausgesetzt ist, sondern daß durch das Schmieden auf den Kehlleisten ein Strecken des Werkstoffes in den betreffenden Hub erfolgt. Der Faserverlauf innerhalb des Hubes verläuft etwa parallel zur Oberfläche und ergibt denkbar beste Festigkeitseigenschaften der Kurbelwelle.
  • Am einfachsten läßt sich dieses Schmiedeverfahren nach der Erfindung an Hand der in der Zeichnung dargestellten verschiedenen Arbeitsgänge verstehen. Ein gut durchgeschmiedeter Rohblock i, der entweder runden oder eckigen Querschnitt haben kann, wird in der aus der Abb. i und 3 ersichtlichen Weise in einen Schmiedesattel gelegt, welcher beispielsweise aus zwei Endstücken 2 und 3 und einem mittleren Füllstück 4 besteht, die durch Bolzen 5 zusammengehalten werden. Durch Einsetzen verschieden starker Füllstücke 4 kann man den Schmiedesattel der jeweiligen Hubbreite anpassen. Die Endstücke 2 und 3 besitzen halbkreisförmige Leisten 6 und 7, die den Block, wenn man ihn unter dem Hammer oder der Presse schmiedet, an der Unterseite einkehlen, bis der- Block auf den Beilagen 8 und 9 an den Außenseiten der Kehlleisten 6 und 7 aufliegt. Während dieses Vorganges wird der Werkstoff auf den Leisten 6 und 7 geschmiedet und dabei gestreckt, s0 daß ein Teil desselben in den zwischen den Leisten befindlichen Raum fließt. Dieses Fließen des über die Leisten gestreckten Werkstoffes ermöglicht ein gleichzeitiges Durchsetzen des Hubes ohne Scherbeanspruchungen, so daß sich ,ein Faserverlauf ergibt, der etwa parallel zu den Randlinien des durchgesetzten Hubes liegt. Neben diesem großen Vorteil weist das Schmiedeverfahren nach der Erfindung noch den weiteren Vorteil auf, daß die Lagerstellen oberhalb der Leisten 6 und 7 gleichzeitig gut durchgeschmiedet werden und der Werkstoff an diesen Stellen stark verdichtet wird. Die Kurbelwelle hat nach dem Schmieden des ersten Hubes die aus den Abb. i und 2 ersichtliche Form erhalten. Für das Durchsetzen des zweiten Hubes wird der Block um die Hubbreite seitwärts verschoben und mit Hilfe der Beilage i o, die an die Stelle einer der beiden Beilagen 8 oder 9 tritt, in eine derartige Lage gebracht, daß der zweite durchgesetzte Hub gleich in der richtigen Winkelstellung zum ersten steht. In der Abb.3, welche einen Querschnitt nach der Linie 111-III in Abb. i darstellt, ist die Beilage i o für den ersten Hub zu sehen. Auf diese Weise werden sämtliche Hübe einer Kurbelwelle nacheinander durchgesetzt, wobei gleichzeitig zwischen den einzelnen Durchsetzungen die betreffenden Lagerstellen gut durchgeschmiedet werden. Die Kurbelwelle zeigt dann die aus den Abb. 4 und 5 ersichtliche Form mit den durchgesetzten Hüben i i, 12 und 13. Nachdem diese Vorform erreicht ist, werden .die einzelnen Hübe in bekannter Weise in Schmiedesätteln in ihre endgültige Form gestreckt (Abb.6 und 7). Die weitere spanabhebende Bearbeitung wird dadurch wesentlich vereinfacht und der Spanabhub selbst < stark verringert. Demzufolge ergeben sich erheblich niedigere Bearbeitungskosten und eine Werkstoffersparnis von etwa 20 %.
  • Der wesentliche Vorteil des Schmiedeverfahrens nach der Erfindung ist bei Vermei- 5 dung des Schränkens der einzelnen Hübe die Erzielung eines vorteilhaften Faserverlaufes innerhalb der fertigen Kurbelwelle, der durch das gleichzeitige Einkehlen und Durchsetzen der Hübe unter Vermeidung von Scherbeanspruchungen ermöglicht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Freiformschmieden von mehrfach gekröpften Kurbelwellen, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Hub durch Einkehlen und Durchsetzen über Leisten (6, 7) eines mehrteiligen und entsprechend der Hubbreite verstellbaren Sattels (2, 3, 4) mit auswechselbaren Beilagen (8, 9, io) in der endgültigen Versetzung geschmiedet wird.
DEM142511D 1938-08-11 1938-08-11 Verfahren zum Freiformschmieden von mehrfach gekroepften Kurbelwellen Expired DE707397C (de)

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DEM142511D DE707397C (de) 1938-08-11 1938-08-11 Verfahren zum Freiformschmieden von mehrfach gekroepften Kurbelwellen

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DE707397C true DE707397C (de) 1941-06-23

Family

ID=7335076

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DEM142511D Expired DE707397C (de) 1938-08-11 1938-08-11 Verfahren zum Freiformschmieden von mehrfach gekroepften Kurbelwellen

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE870932C (de) * 1950-07-14 1953-03-19 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Vorrichtung zum Schmieden von mehrfach gekroepften Kurbelwellen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE870932C (de) * 1950-07-14 1953-03-19 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Vorrichtung zum Schmieden von mehrfach gekroepften Kurbelwellen

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