DE706510C - Verfahren zum Polymerisieren von Allylchloriden - Google Patents

Verfahren zum Polymerisieren von Allylchloriden

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DE706510C
DE706510C DER102190D DER0102190D DE706510C DE 706510 C DE706510 C DE 706510C DE R102190 D DER102190 D DE R102190D DE R0102190 D DER0102190 D DE R0102190D DE 706510 C DE706510 C DE 706510C
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DE
Germany
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weight
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allyl chlorides
pressure
peroxide
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Expired
Application number
DER102190D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walter Bauer
Franz Goetz
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Roehm GmbH Darmstadt
Original Assignee
Roehm and Haas GmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by Roehm and Haas GmbH filed Critical Roehm and Haas GmbH
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F14/00Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen
    • C08F14/02Monomers containing chlorine
    • C08F14/14Monomers containing three or more carbon atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/26Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions involving an increase in the number of carbon atoms in the skeleton
    • C07C17/272Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions involving an increase in the number of carbon atoms in the skeleton by addition reactions
    • C07C17/278Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions involving an increase in the number of carbon atoms in the skeleton by addition reactions of only halogenated hydrocarbons
    • C07C17/281Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions involving an increase in the number of carbon atoms in the skeleton by addition reactions of only halogenated hydrocarbons of only one compound

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

  • Verfahren zum Polymerisieren von Allylchlgriden . Es .ist bekannt, daß -sich Allylchlorid durch längeres Stehen im Sonnenlicht oder im-ultravioletten Licht honigähnlichen Sirup polymerisieren läBt. Dieses Verfahren eignet sich jedoch kaum für eine gewerbliche Verwertung unrci wird technisch nicht angewandt.
  • Im Gegensatz hierzu wurde nun gefunden, daß man Allylchlorid und bzw. @ oder das homologe 2-Methylallylchlori,d unter Einwirkung von Peroxydkätalysatoren, wie Benzöylperoxyd, Acetylperöxyd, Äthylenperoxyd, Tetrahydronaphthaliriperoxyd, in technisch vorteilhafter Weise zu wertvollen höhermolekularen Stoffen ,verwandeln kann. Die Umwandlung wird zweckmäßig bei ,etwas erhöhter- Temperatur durchgeführt. Zur Erzielung eines befriedigenden Umsatzes ist bei Anwendung gewöhnlichen Druckes, d. h, bei Temperaturen bis zum Siedepunkt der Ausgangsstoffe, eine Reaktionsdauer von mindestens mehreren Tagen erforderlich. Man kann auch -unter erhöhtem Druck arbeiten und bei erhöhter Temperatur eine Verkürzung der Re.aktionsidauer erzielen.
  • Die erhaltenen höher-molekularen Verbindungen sind je nach ider Natur des.Ausgängsmaterials verschieden. Im allgemeinen erhält man aus einem Ausgangsstoff mehrere höhermolekulare Vetibindungen nebeneinander. Ein Teil der Ausgangsstoffe bleibt in Jedem Fäll unverändert. Er kann durch Destillation zurückgewonnen und erneut der Umsetzung unterworfen werden.
  • Man kann vor, während oder nach der Umsetzurig auch andere Stoffe, .z. B. Lösungsmittel, Dispergiermittel, Füllstoffe, Harze, Kautschuk, Cellulose und -ihre Verbindungen, zusetzen.
  • Die erfindungsgemäß entstehenden Erzeugnisse sind Mischungen von. niederen und höheren Polymeren. Vielfach, z. B. bei der Umsetzung von a-Methylallylchlori@d oder der Behandlung von A1lylchlorid unter Druck, überwiegen die dimeren Erzeugnisse. Bei der Umsetzung unter gewöhnlichem Druck ergibt Allylchlorid überwiegend ein hochmolekulares Erzeugnis. Beispiel i ioo Gewichtsteile Allylchlorid werden mit 1 % Benzoylperoxyd 4 Wochen unter Rückluß gekocht. Durch Fraktionieren des Reaktionsproduktes werden erhalten:
    bei 46 bis 540 . . . . . . .°. . . . . . . . .. 56 Gewichtsteile (unverändertes Allylchlorid),
    - 54 - 63° ................. 8 - ,
    - 11,2 - 1500/I4 Inn' . . . . . . . . . . 1,4 - ,
    - I50 - 2540/I4 mm . .. .. . . . . . 3,5 - ,
    Destillationsrückstand ............. 30,4
    Der Rückstand ist eine zähflüssige, klebrige, nicht brennbare Masse, die als Weichmachungsmittel, Klebmittel, Schmiermittel, zur Herstellung von Lacken und für Imprägnierungen Anwendung finden kann. Beispiel i5oo g 2-Methylallylchlorid werden mit 1 % Benzoylperoxyd 8 Tage unter Rückfluß gekocht. Durch Fraktionieren des Reaktionsproduktes werden erhalten:
    bei 68 bis 780 . . . . . . . . . 940 g - 62,7 0/0_ (unverändertes 2-Methylallylchlorid),
    - 8o - 9z0/14 mm ... 476 g = 32,4 0/0 (dimeres 2-.#Vlethylallylchlorid),
    - 135 - 140°/I2 MM.. : 5,1g = 0,340/0
    - 140 - 180'/12 mm ... 15 g I 0/0,
    - 180 - 200°/12 mm ... 14,5g = 0,97'/o,
    - 200 - 24.0°/I2 mm ... 2I,8 g = 1,45'/o,
    Destillationsrückstand ... 12,4 g = o,83 0/0.
    Das dunere 2-Methylallylchlorid ist farblos und wasserklar und zeigt einen angenehmen, terpenähnlichen Geruch. Nach erfolgter" Reinigung zeigt es den Siedepunkt von 84,5 bis &5° bei 13 mm, das spezifische Gewicht 0,9328 bei -2o0 und den Brechungsexponenten nD I,477: Unter normalerxlDruck siedet das Produkt bei 194 bis 1960 unter Zersetzung. Das Molekulargewicht wurde zu 177 gefunden (die Theorie erfordert i81). Es ist schwer entflammbar und zeigt keine Neigung, von selbst Salzsäure abzuspalten. Es ist unlöslich in Wasser, aber mischbar mit den meisten organischen Lösungsmitteln. Es kann als Reinigungsmittel, Schädlingsbekämpfungsmittel, aber auch als Lösungs- und Verdünnungsmittel verwendet werden, da es ein gutes Lösungsvermögen z. B. für die meisten Kunst- und Naturharze zeigt.
  • Die Reaktionszeit ' läßt sich weitgehend verkürzen, wenn man unter Druck arbeitet. Zur Erzielung einer günstigen Ausbeute nach 6 bis 8 Stunden Erhitzen genügt hierbei schon der entstehende Eigendruck, wie folgende Beispiele zeigen: Beispiel 3 Zoo Gewichtsteile 2-Methylallylchlorid werden mit 2 Gewichtsteilen Benzoylperoxyd in einem Druckgefäß 8 Stunden auf ioo bis i i o° erhitzt.
  • Das Reaktionsprodukt wird fraktioniert:
    bei 67 bis 8o0 .... .. . .. .. 105 Gewichtsteile (unverändertesAusgangsprodukt),
    - 80 - 94°/16 mm ....... 72,7 - (dimeres Produkt),
    höher siedender Rückstand . . . 15,6 -
    Beispiel 4 8o Gewichtsteile Allylchlorid werden mit o,8 Gewichtsteilen Benzoylperoxyd in einem Druckgefäß 6 Stunden auf etwa 20ö bis 220° erhitzt. Vom Reaktionsprodukt wird bei gewöhnlichem Druck der unveränderte Anteil abdestilliert und der Rest bei 13 mm Druck fraktioniert: -
    bei 58 bis 6o0 . . . . . . . . . . . . . . . .-. 10,4 Gewichtsteile (dimer@s Allylchlorid),
    - 6o , 12o° ................. 1,7 - ,
    höher siedender Rückstand ....... 21,7
    -
    Die Reaktionszeit läßt sich weiterhin vorteilhaft- verkürzen, wenn,das Verfahren unter Zusatz von Dispergiermitteln ausgeführt wird. Beispiels 30 Gewichtsteile 2-Methylallylchlori.d, versehen mit z °/a Benzoylperoxyd, werden in einer Lösung von Zoo _ Gewichtsteilen . Wasser, 2 Gewichtsteilen oxyoctodecansulfosaurem Natrium und 2 Volumteilen Wasserstoffperoxyd (30%ig) dispergiert. DieDispersionwird 3 Stunden unter Rühren auf. 65 bis 68° erhitzt.
  • Nach dem Abkühlen zerfällt das Reaktionsgemisch in zwei Schichten. Die wäßrige Schicht wird abgetrennt und die nichtwäß= r ige Schicht vom unveränderten 2-Methylallylchlorid durch Destillation befreit. Es werden 8 Gewichtsteile = 27 °/o Polymerisat erhalten, bestehend aus 4;7 Gewichtsteilen dunerem Produkt und 3,3 Gewichtsteilen höhermolekularen Produkten. An Stelle des oxyoctodecansulfosäuren Natriums können auch andere in der Technik Übliche Emulgatoren, wie z. B. Türkischrotöl; Ammoniümoleat, Triäthanolaminstearät usw., 'angewandt werden, ebenfalls kann das Wasserstoffperoxyd z. B. durch Persulfate ersetzt werden. .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren: zum Polymerisieren von Allylchloriden, dadurch gekennzeichnet, daß -Allylchlorid und bzw. oder 2-Methylallylchlori,d -der Einwirkung von Peroxydkatalysatoren @ unterworfen werden, zweckmäßig bei erhöhter .Temperatur, gegebenenfalls bei erhöhtem Druck.
DER102190D 1938-04-27 1938-04-28 Verfahren zum Polymerisieren von Allylchloriden Expired DE706510C (de)

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DER102190D DE706510C (de) 1938-04-27 1938-04-28 Verfahren zum Polymerisieren von Allylchloriden

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DE2338893X 1938-04-27
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