DE706464C - Geraet zum Ermitteln der Entfernung von Luftzielen - Google Patents
Geraet zum Ermitteln der Entfernung von LuftzielenInfo
- Publication number
- DE706464C DE706464C DEK140209D DEK0140209D DE706464C DE 706464 C DE706464 C DE 706464C DE K140209 D DEK140209 D DE K140209D DE K0140209 D DEK0140209 D DE K0140209D DE 706464 C DE706464 C DE 706464C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- distance
- height
- target
- ruler
- rail
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C3/00—Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Radar, Positioning & Navigation (AREA)
- Remote Sensing (AREA)
- A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)
- Tape Measures (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf Geräte .zur
Messung· dear-Entfernung· von Luftzielen unter'
Verwendung einer Visiervorrichtung und eines dem aus Kartenentfernung und schräger
S Entfernung des zu 'bestimmenden Zieles gebildeten .wirklichen Entfernungsdr eiedk ähnlichen,
mittels Höhen- und Entfernungsskala dargestellten Meßdreiecks. Ein Gerät dieser
Art -zur Messung der Entfernung von Luft-
oder Höhenzielen ist bekannt, welches jedoch entsprechend seiner Eigenart im Gebrauch die
Beobachtung des Zieles von zwei verschiedenen, sogar in bestimmter Entfernung räumlich
auseinanderliegenden Stationen voraussetzt, wobei die Messungseinstellung erst nach Eingang der von der zweiten Beobachtungsstelle
übermittelten -Standmeldung des Zieles vorgenommen werden kann. Bei den neuzeitlich
erreichbaren hohen Fluggesehwindigkeiten kann ein auf dieser bekannten ..Grundlage
beruhendes -Meßgerät unter Umständen • wenig geeignet erscheinen, denn bis die Beobachtermeldung
an die Hauptstelle gegeben ist und diese dann ihr Gerät eingestellt hat,
wird so viel Zeit verloren, daß der schließlich ermittelte Wert., der Zielentfernung längst
nicht mehr zutrifft.
Die Erfindung bezweckt dieSchaffung eines. ■ leicht und schnell einstellbaren und ablesbaren
Gerätes als einfaches und qualitativ trotzdem hochwertiges Hilfsmittel für den Luftabiwehrkampf,
das zur Erreichung einer optimalen Treffsicherheit jeder Abwehreinheit und sogar
dem Einzelmann ohne besondere Schulung an die Hand gegeben werden kann,, im Gegensatz
zu den schon bekannten Entfernungsmeßgeräten, die meist in ihrem Aufbau und ihrer Bedienung .zu kompliziert und auch zu
teuer sind, als daß sie der Mannschaft zur Verfügung gestellt werden könnten.
Das neue 'Gerät zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, daß die Visiervorrichtung
aus einer als Lineal ausgebildeten Vorrichtung besteht, die mit ihrem einen Endpunkt
"auf einer' Vertikalschiene der Höhe nach einstellbar
und um denselben Punkt in der Vertikalebene drehbar ist.
Als Zielentfernungsmaßstab dient erfindungsgemäß ein Bandmaß, das an dem einen Ende
längs des Lineals befestigt und geführt ist go
und an dem anderen Ende selbsttätig auf- und abwickelbar ist. .
Weiterhin •ist.erfindungsgemäß ein Schieber
auf dem Lineal gleitbar und auf der Vertikalsohiene der Hohe nach verstellbar angeordnet.
Schiließlich ist noch erfindungsgemäß die Vertikalstrebe
mit Rollenlager versehen, die auf Horizontalschienen gleiten.
Als wesentlich für die Benutzung des erfindungsgemäßen Gerätes ist noch hervorzuheben,
daß die Höhe des z,u bestimmenden Luiftzieles · zu schätzen ist, wenn sie nicht
schon, einer entsprechenden Meldung beigegeben -ist. Das Gerät wird eodann jeweils
vor dem Anvisieren des Zieles an einer Höhenskala dementsprechend eingestellt. '
Die Erfindung ist an Ausführungsbeispielen in der Zeichnung erläutert, und zwar zeigt
Fig. ι ein Gerät mit rechteckigem Rahmengestell,
Fig. 2 und 3 Einzelteile nach Fig. ι in vergrößerter
Darstellung,
Fig. 4 eine weitere Ausführungsmöglichkeit des Gerätes ohne Rahmengestell,
Fig. S die schematische Darstellung des ίο verwendeten Meßprinzips.
In Fig. ι bedeutet Ί ein Fußgestell mit
einer Meßtischplatte 2, auf welches das Gerät mit seinen Ansätzen 3 und 4 frei drehbar
in den Lagerstift 5 des Fußgestells 1 eingesetzt ist. Das eigentliche Meßgerät besteht
aus dem rechteckigen Rahmen 6, auf dessen beiden horizontalen Schenkeln 7 und 8 ein sie
verbindendes Führunigsstüok 9 für die Anvisierschiene
10 z. B. mittels Laufrollen 11 verschiebbar ist. An der Drehpunktvertikalen
12 des Rahmens 6 befindet sich eine von oben nach unten verlaufende Höhens'kala 13, nach
der die Visierschiene 10 mittels der festr
schraubbaren Klemmbuchse 14 auf die für das zu bestimmende Luftziel geschätzte oder angegebene
Höhe eingestellt wird. Die Schiene 10 ist an der Buchse 14 vertikalgelenkig auf
dem horizontalen Lageretift 15 befestigt
(Fig. 3). Andererseits steht die Schiene 10 mit dem Führungsstück 9 durch eine auf dem
Stift 16 drehbewegliche Umgreif lasche 17 in
Verbindung, in der die Schiene bei Verstellen des Führunigsstückes 9 unter gleichzeitiger
Änderung ihrer Winkellage entlang gleiten kann' (Fig. 2). Außerdem ist ein Bandmaß 18
im Maßstab der Höhenskala vorgesehen, das mit seinem Anfang am Laschenführungsstück
17 für die Visierschiene befestigt ist, längs
der Visierscihiene entlang läuft und umgelenkt
durch die auf der Klemmbuchse 14 angebrachte Führungswalze 19 in die unter Feder Spannung
stehende Bandtrommel 20 eingeführt ist, die bei Bedienung des Gerätes ein selbsttätiges
Auf- und Abrollen des Bandmaßes bewirkt.
21 und 22 sind die an sich bekannten und gebräuchlichen,
mit dem anzuvisierenden Ziel in eine Linie zu bringenden Zielhilfsmittel.
Die Bedienung - des Geräts erfolgt derart, daß nach bewirkter Höheneinstellung, im Beispiel
2500 m, das beispielsweise als Luftziel dienende Flugzeug o. dgl. mit der Schiene 10
durch Verstellung des Führungsstückes 9, das, am Handgriff 23 gefaßt, hin und her führbar
ist, anvisiert wird. Angenommen, das Ziel sei in der in Fig. 1 dargestellten Stellung der
Schiene 10 erfaßt, so gibt jetzt das Bandmaß
18 an der Marke 24 die wahre Zielentfernung zu rund 6400 m unmittelbar an. Bei einer
Höheneinstellung von nur 1500 m und einer Anvisierrichtung nach der Linie 25 (Fig. 1)
wäre die wahre Zielentfernung a—rund 2000 m.
Entsprechend den angegebenen Beispielen läßt sich so jede mögliche Entfernungsmessung
äußerst einfach und schnell durchführen, was gerade für die Zwecke der Luftabwehr »bei den
immer mehr gesteigerten Geschwindigkeiten
• der Luftangriffswaffen unumgänglich ist.
In Fig. 4 ist eine Anordnung veranschaulicht, die sich von .Fig". 1 insofern unterscheidet,
als die Höheneinstellung hierbei durch Verändern der Länge des festen Stützlagers
der Visierschiene 10 in der Drehachse des. Gerätes bewirkt wird. Dieses Stützlager wird
durch die ineinanderschiebbaren und durch die Klemmschraube 26 verstellbaren Teile 27
und 28 gebildet. Die Höhenskala ist dabei unmittelbar auf dem oberen Teil 27 markiert,
und zwar in diesem Fall von unten nach oben verlaufend, so daß die weiteste Auszieh-
- stellung der Höheneinstellung Null entspricht, bei der die Schiene 10, wie gestrichelt eingezeichnet,
horizontal verläuft. Als Ablesemarke kann die Oberkante des Teiles 28 dienen. Im
Beispiel ist die Höheneinstellung für 1000 m dargestellt.
Die Führung der Visierschiene 10 und ihre Einjustierung auf das Ziel erfolgt durch die
vertikale Stützstrebe 29 mit Handgriff 30, die an ihrem unteren Ende auf der horizontalen
Führungsleiste 31 entlang gleiten kann und die am oberen Ende die Schiene 10 mittels
einer Gelenklasche 32 umgreift. Die Länge der Stütz- und Führungsstrebe 29 ist so gewählt,
daß sie mit der des Stützlagers 27, 28 in deren maximalen Länge bei Einstellung der Höhe
Null übereinstimmt. Die Anvisierschiene ία wird also bei jeder von Null abweichenden
Höheneinstellung im Winkel nach oben geführt, der um so steiler wird, je größer einesteils
die eingestellte Höhe ist, d.h. die Verkürzung der als Drehachse dienenden Lagerstütze,
und je näher andernteils dieFührungsstrebe 29 herangezogen wird!. Mit 18 ist wieder
das sich selbsttätig auf- und abrollende, mit dem Höhenskalamaßstab übereinstimmende
Bandmaß bezeichnet, das die Hypotheniusenlänge des durch die Anvisierschiene,
die Horizontale und die durch die Führungsstrebe 29 verkörperte Vertikale gebildeten
Dreiecks zur Anzeige bringt, welche der gesuchten Entfernung des anvisierten Zieles .
entspricht. Das Bandmaß 18 ist an der Gelenkstütze 32 befestigt und läuft über die
Führungswalze 33 in die am Teil 28 sitzende Bändtrommel 34 ein. .
In Fig. 5 ist das Messungsprinzip des Gerätes an Hand einer schematischen Dreiecksdarstellung
nochmals veranschaulicht. Das große Dreieck 35 entspricht der aus Horizontalentfernung
·# undZielhöhey gegebenen wahren
Zielentfernung s. Das kleine dem großen ähnliche Dreieck 36 wird jeweils am Meß-
gerät durch Einstelliung -des Höhenwertes und :durch
Anvisieren der Zielrichtung ζ gebildet, wobei die Hypofhenusenlänge z' bei der getroffenen
Maßstabwiahl sofort die wahre Zielentfernung
jedesmal angibt,
Da das Gerät. um 3600 .gedreht· werden
kann, wird zweckmäßig die jeweilige Dreh-Stellung durch einen Zeiger 37 (Fig. 4) an.
einer diesem Zeiger gegenüber angeordneten Winkelteilung ablesbar gemacht..
Zur Vervollkommnung kann das Gerät, wie
in Fig. ι dargestellt ist, mit einer Meßtisch-. platte 2 kombiniert sein.
Dem Füfarungsstück 9 (Fig. 1) bzw. der
■ verschiebbaren Stützstrebe 29 (Fig. 4) kann jeweils ein Schreibstift 38 zugeordnet sein,
welcher auf.-der Meßtischplatte 2 die erfolgte Beobachtung und gegebenenfalls den ganzen
Beöbachtungsweg des Luftzietes zur Aufzeichnung
bringen kann.
Sieht man an Stelle des beschriebenen, sich selbsttätig auf-und abrollenden · Bandmaßes
lediglich eine Höhenwinkelmaßanordnung vor, so könnte die ,gesuchte Zielentfernung auch an
Hand einer 'dem -Gerät beigegebenen Tabelle sehr einfach und rasch ermittelt werden. In
diese Tabelle wären spaltenweise· die Entfernungen einzutragen, die bei-den verschiedenen
Höheneinstellungen der jeweilig anvisierten Winkellage der Schiene 10 entsprechen.
Claims (4)
- Patentansprüche:r. Gerät zum Ermitteln der Entfernung ■". von Luftzieien unter Verwendung einer Visiervorrichtung und eines dem aus Kartenentfernung und schräger Entfernung des zu bestimmenden Zieles .gebildeten wirklichen Entfernungsdreiecks ähnlichen, mittels. Höhen- und Entfernungsskala dargestellten Meß dreiecks, gekenn- zeichnet durch eine .als Lineal (10) ausgebildete Visiervorrichtung, die mit ihrem ' einen Endpunkt auf einer Vertikalschiene (12) der Höhe nach einstellbar und um denselben Punkt in der Vertikalebene drehbar ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Bandmaß (18), das an dem einen Ende längs des Lineals be- festigt und geführt ist und an dem anderen Ende- selbsttätig auf- und abwickelbar ist.
- 3.. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schieber (14) auf dem Lineal (10) gieitbar und auf der Vertikalschiene (12)" der Höhe nach verstellbar ist. " .
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertikalstrebe (9) mit Rollenlager (11) versehen ist, die auf Horizontalschienen (7 und 8^, gleiten. ', Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK140209D DE706464C (de) | 1935-12-04 | 1935-12-04 | Geraet zum Ermitteln der Entfernung von Luftzielen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK140209D DE706464C (de) | 1935-12-04 | 1935-12-04 | Geraet zum Ermitteln der Entfernung von Luftzielen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE706464C true DE706464C (de) | 1941-05-27 |
Family
ID=7249604
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK140209D Expired DE706464C (de) | 1935-12-04 | 1935-12-04 | Geraet zum Ermitteln der Entfernung von Luftzielen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE706464C (de) |
-
1935
- 1935-12-04 DE DEK140209D patent/DE706464C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE706464C (de) | Geraet zum Ermitteln der Entfernung von Luftzielen | |
| DE684789C (de) | Vorrichtung zum Pruefen und Einstellen von Scheinwerfern an Kraftfahrzeugen | |
| DE232771C (de) | ||
| DE331902C (de) | Dreiecksrichtkreis zur Bestimmung des Ortes von Luftfahrzeugen und sonstigen Hoehenzielen | |
| DE749019C (de) | Geraet zum Ermitteln der Entfernung von Luftzielen | |
| DE725412C (de) | Einrichtung fuer Visiergeraete zum Bombenabwurf bei geneigtem Fluge | |
| DE589046C (de) | Waage mit unveraenderlicher Einspiellage, die auch bei ungenauer Aufstellung richtiganzeigt | |
| DE23237C (de) | Entfernungsmesser | |
| DE635895C (de) | Zielvorrichtung fuer Feuerwaffen zur Bekaempfung bewegter Ziele | |
| DE245085C (de) | ||
| AT98877B (de) | Vorrichtung zum Vermessen räumlicher Punktbahnen. | |
| DE555864C (de) | Ausmessmaschine fuer Messbildpaare | |
| DE384705C (de) | Entfernungsmesser | |
| DE723142C (de) | Vorrichtung zum Bestimmen von Zielgeschwindigkeiten, insbesondere von Flugzeugen | |
| DE192978C (de) | ||
| DE27174C (de) | Neuerungen an Boussolen | |
| AT156644B (de) | Einrichtung für Visiergeräte zum Bombenabwurf bei geneigtem Fluge. | |
| AT94190B (de) | Apparat zur Bestimmung der Lage und Geschwindigkeit eines Gegenstandes im Raume. | |
| DE308528C (de) | ||
| DE539373C (de) | Vorrichtung zur selbsttaetigen Geradfuehrung sich bewegender Baender, insbesondere der Siebe und Filze von Papier- und Pappenmaschinen | |
| DE351163C (de) | Vorrichtung zur Ermittlung der Schussentfernung von solchen Luftfahrzeugen, die sich in einer wagerechten Ebene gleichfoermig und geradlinig bewegen | |
| DE840010C (de) | Taraeinstellwerk | |
| DE1623483C3 (de) | Automatisch feinhorizontiertes Nivellier | |
| DE166492C (de) | ||
| DE299617C (de) |