DE705154C - Vorrichtung zur mehrfachen Stimmenausnutzung in elektrischen Musikinstrumenten - Google Patents

Vorrichtung zur mehrfachen Stimmenausnutzung in elektrischen Musikinstrumenten

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DE705154C
DE705154C DET51286D DET0051286D DE705154C DE 705154 C DE705154 C DE 705154C DE T51286 D DET51286 D DE T51286D DE T0051286 D DET0051286 D DE T0051286D DE 705154 C DE705154 C DE 705154C
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tremolo
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FRIEDRICH TRAUTWEIN DR ING
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10HELECTROPHONIC MUSICAL INSTRUMENTS; INSTRUMENTS IN WHICH THE TONES ARE GENERATED BY ELECTROMECHANICAL MEANS OR ELECTRONIC GENERATORS, OR IN WHICH THE TONES ARE SYNTHESISED FROM A DATA STORE
    • G10H1/00Details of electrophonic musical instruments
    • G10H1/18Selecting circuits
    • G10H1/26Selecting circuits for automatically producing a series of tones
    • G10H1/30Selecting circuits for automatically producing a series of tones to reiteratively sound two tones

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur mehrfachen Stimmenausnutzung in elektrischen Musikinstrumenten Für mehrstimmige elektrische Musikinstrumente ist bereits vorgeschlagen worden, nur so viele den ganzen Tonhöhenbereich beherrschende einstimmige Tonerzeuger vorzusehen, vde maximal gleichzeitig Töne zum Erklingen gebracht werden sollen, und zwischen der Spielvorrichtung und diesen Tonerzeugern eine Wählervorrichtung vorzusehen, die bei mehrstimmigem Spiel gleichzeitig geschaltete Töne je auf verschiedene Tonerzeuger schalten. Diese Maßnahme ist weniger eine Sparmaßnahme als :ein Hilfsmittel für eine neuartige Musiziertechnik, die es einem Spieler ermöglicht, mehrere Stimmen auf einer Spielvorrichtung so zu spielen, wie wenn sie einzeln von mehreren Spielern gespielt würden.
  • Die Erfindung betrifft eine Weiterbildung solcher mehrstimmiger elektrischer Musikinstrumente mit beschränkter Stimmenzahl nach Patent 691 95i, welcher die Aufgabe zugrunde liegt, eine größere Anzahl von Tönen zum Erklingen zu bringen als Tonerzeuger vorgesehen sind. Gemäß der Erfindung wird in solchen Fällen in einem oder mehreren Tonerzeugern durch Einschalten eines selbsttätigen Schalters ein Wechseltremolo hervorgerufen, wodurch zwei oder mehr Töne, für welche nur ein Tonerzeuger zur Verfügung steht, wechselzeitig in verhältnismäßig rascher Aufeinanderfolge zum Erklingen gebracht werden. Das Wechseltremolo gemäß 'der Erfindung wird durch eine selbsttätige Umschaltevorrichtung erzeugt und durch eine sinngemäße Ausbildung der Wählervorrichtung jeweils dann zur Anwendung gebracht, wenn die Zahl der gleichzeitig zu spielenden Noten die Anzahl der verfügbaren Tonerzeuger hberschreitet. Die Erzeugung des Wechsieltremolos und sein Einsatz erfolgt selbsttätig und bedarf keiner Handlung des Spielers.
  • Das Wechseltremolo ist als musikalische Ausdrucksform kn sich bekannt. Es findet in besonderem L: mfange Verwendung z. B. bei der Mandoline und der Balalaika. Eine Kla;ngwirkung, wie sie bei diesen Instrumenten hervorgerufen wird, würde dem Ziel der Erfindung zuwiderlaufen, da sie durch den scharfen, ausgeprägten Einsatz jedes Tones gekennzeichnet ist. Für die Erfindung soll dagegen ein Klangeindruck hervorgerufen werden, der einem gleichzeitigen Erklingen beider Töne möglichst nahekommt. Bis zu einem gewissen Grade wird eine solche Wirkung bei dem Wechseltremolo der Streichinstrumente erreicht, bei dem ein Finger auf der Seite liegenbleibt und ein anderer trillerartig einen anderen Saitenpunkt wechselzeitig niederdrückt. Für das erfindungsgemäl.'?e Wechseltremolo besteht nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Klangforschung die Autgabe, die Töne des Wechseltremolos inö gliehst ohne Zwischenschaltung von Ein-, Aus-: schwing- und Ausgleichvorgä ngen aneinander anschließen zti lassen. Die Abbildung zeigt das Prinzipschaltbild einer Anordnung zur elektrischen Tonerzeugung, bei welcher diese Aufgabe beispielsweise gelöst ist. Die Tonhöhe wird hier durch Veränderung der Gitterspannung eines Röhrengenerators gesteuert, indem die Widerstände 3 und .1 an den den gewünschten Tonhöhen entsprechenden Punkten finit den Schienen t und z zum Kontakt gebracht werden. Die Schienen t und sind durch den Schalter 5 verbunden. Ein Tonerzeuger nach dieser Schaltung ist z. B. der letzte in einem mehrstimmigen Musikinstrument der eingangs beschriebenen Art. Soll er nur einen fortlaufenden Ton erzeugen, so ist der Schalter 5 geschlossen. Sobald mehr Töne gespielt werden, als Tonerzeuger vorhanden sind, führt der Schalter 5 pendelartige Bewegungen aus, durch welche die Schienen t und 2 -,wechselzeitig verbunden und getrennt werden. Ist der Schalter 5 geschlossen, so ist, wie aus der Wirkungsweise der Schaltung erkennbar ist, der Widerstand 4. für die Tonhöhenbildung maßgebend, andernfalls der Widerstand 3. Es liegt im Bereich fachmännischer. Ermessen, eine selbsttätige Vorrichtung auszubilden, welche den Schalter 5 dann in Pendelbewegungen versetzt, wenn ein Ton mehr gespielt wird, als Tonerzeuger vorhanden sind, und im luge der Widerstände 3 und .1 den Schalter 5 jeweils an einen zwischen den beiden gespielten Tonhöhen liegenden Punkt zu verlegen. Da sich bei der in der Abbildung- dargestellten Schaltung die Töne des Wechseltremolos pausenlos und ohne Phasensprung aneinander anschließen, ist die gestellte Aufgabe so gut als mfiglich gelöst.
  • Ausgleichvorgänge bei derartiger Aufeinanderfolge von Tönen sind um so geringer, je kleiner der Frequenzunterschied ist. Gemäß dieser Erkenntnis wird der Spieler das selbsttätige Wechseltremolo auf enge Intervalle beschränken und die Wählervorrichtung zweckmäßig so ausgebildet werden, daß das Wechseltreinölo nicht auf einen Tonerzeuger oder eine Gruppe von solchen festgelegt ist, sondern daß aus einem Zusammenklang das engste Intervall selbsttätig ausgesucht und als Wechseltremolo zum Erklingen gebracht wird.
  • Ein Mittel, den trillerartigen Eindruck des Wechseltremolos weiter herabzusetzen und ihn möglichst in einen Zusammenklang im Vibrato erklingender Töne übergehen zu lassen, bietet eine an sich bereits bekannte Nachhallvorrichtung.
  • Bei mehrmanualigen elektrischen Musikinstrumenten kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auch dazu herangezogen werden, die gelegentliche Doppelbenutzung ein und desselben Tonerzeugers für verschiedene Manuale zu ermöglichen.
  • Es liegt im Bereich der Erfindung, die selbsttätige Wechseltremolovorrichtung nicht auf die Fälle von Mangel an Tonerzeugern zu beschränken, sondern sie wegen des von ihr an sich hervorgerufenen musikalischen Effekts auch als selbständig benutzbare musikalische Ausdrucksform einzusetzen und sie z. B. registerartig einschaltbar zu gestalten.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur mehrfachen Stimmenausmitzung in elektrischen Musikinstrumenten, hei welchen eine beschränkte- Anzahl von einstimmigen, den gesamten Tonhöhenbereich beherrschenden Tongeneratoren vermittels einer Selbst%vählervorrichtung mit der Klaviatur verbunden ist, nach Patent 691 951, dadurch gekennzeichnet, daß ein selbsttätiger Umschalter (5) in Tätigkeit gesetzt wird, sobald alle Tongeneratoren besetzt sind und weitere Töne auf der Klaviatur gespielt werden, welcher in einem oder mehreren der Generatoren je zwei oder mehr zusätzlich gespielte Noten (bei 3 und q.) wechselzeitig in rascher Aufeinanderfolge als Wechseltremolo zum Erklingen bringt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, da- durch gekennzeichnet, daß, um Ein- und Ausschwzngvorgänge zwischen den wechselzeitigen Tönen möglichst zu vermeiden, der Übergang von einem auf den anderen Ton des Wechseltremolos durch Kurzschließen eines Teils eines die Tonhöhe bestinm-kenden Widerstandes bzw. durch Lösen eines solchen Kurzschlusses gebildet wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i oder 2, gekennzeichnet durch die Verbindung mit einer künstlichen Nachhallvorrichtung zum Überbrücken der Tonpausen.
DET51286D 1932-09-01 1932-09-01 Vorrichtung zur mehrfachen Stimmenausnutzung in elektrischen Musikinstrumenten Expired DE705154C (de)

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