DE1949313C3 - Elektronische Orgel - Google Patents
Elektronische OrgelInfo
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-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10H—ELECTROPHONIC MUSICAL INSTRUMENTS; INSTRUMENTS IN WHICH THE TONES ARE GENERATED BY ELECTROMECHANICAL MEANS OR ELECTRONIC GENERATORS, OR IN WHICH THE TONES ARE SYNTHESISED FROM A DATA STORE
- G10H1/00—Details of electrophonic musical instruments
- G10H1/36—Accompaniment arrangements
- G10H1/38—Chord
- G10H1/386—One-finger or one-key chord systems
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektronische Orgel mit Tastenschaltern zur Zuleitung von Tonsignafen in durch
einen Rhythmusgeber ansteuerbare Schaltmittel wobei
to die Ansteuerung der Schakmittel durch den Rhythmusgeber
so erfolgt daß die abgegebenen Tonsignale am Ausgang der Orgel eine rhythmische Folge von
Begleitklängen, die aus Einzehönen und Akkorden gebildet sein können, bilden, deren Erzeugung einem
Spiel mit der linken Hand und/oder einer Betätigung von Pedalen entspricht
Bei elektronischen Orgeln ist es üblich, eine Begleitung, das ist in der Regel eine rhythmische-Tonfolge,
mit der linken Hand auszuführen und meist
ja zusätzlich auch durch ein Pedal. Dabei ist jeder Taste
eines Manuals oder Pedals ein bestimmter Ton zugeordnet Bei Ausführung der Begleitung müssen mit
den Fingern der linken Hand also zum einen die den Tönen der Begleitung zugeordneten Tasten gedrückt
;; werden, und zwar in einer dem Rhythmus entsprechenden
Häufigkeit und Folge. Aus diesen dünden stellt die Begleitung insbesondere dann, wenn sie mit der linken
Hand und gleichzeitig mit den Füßen auszuführen ist. hohe Anforderungen an Fertigkeit und Konzentration
ίο des Spielers.
Zur Vereinfachung der Begleitung ist es bereits bekannt den Tasten eines Manuals nicht nur einzelne
Töne, sondern bestimmte Akkorde zuzuordnen, so daß die den einzelnen Tönen dieser Akkorde zugeordneten
·'· Tasten nicht alle gleichzeitig gedrückt werden müssen.
Das stellt jedoch nur eine geringe Erleichterung des Spielers dar. da das Drücken der Taste oder das Treten
des Pedals entsprechend dem Rhythmus des gespielten Musikstückes im richtigen Zeitpunkt e.folgen muß. der
vom Spieler bestimmt wird. An die Fingerfertigkeit und an das Rhythmusgefühl des Spielers werden daher auch
bei diesen Hilfsmitteln hohe Anforderungen gestellt.
Line andere bekannte Orgel entbindet den Spieler von der Rhythmuserzeugung, indem durch einen
J5 Rhythmusgeber die gespielten Begleittöne, von dem
Spieler unbeeinflußt, zerhackt werden. Solange also eine Taste gedrückt ist. wird der entsprechende Ton
rhythmisch zerhacl.t. Die Manualtasten, die /u gewünschten Akkorden gehören, und die dazu passenden
-" Pedaltasten, in der Regel mehrere Tasten nacheinander
für denselben Akkord, das sind Wechselbässe. Baßmelodien,
müssen jedoch weiterhin vom Spieler ausgewählt werden, der also auch bei dieser bekannten Orgel gute
musikalische Kenntnisse, hohe Fertigkeit und eine gute
M Spieltechnik besitzen muß und dem eine hohe Konzentration abverlangt wird. Das um so mehr, als er
sich in der Hauptsache auf die Melodieführung konzentrieren muß. die mit der rechten Hand erfolgt.
Schließlich sind automatische elektronische Schlag-
i() zeuge bekannt (DE-AS 12 04 057), die die Geräusche
der Instrumente, die zum herkömmlichen Schlagzeug gehören, in einem einzustellenden Rhythmus automatisch
erzeugen. Eine Änderung der Tonlage der Geräusche oder der Geräuschfolgen ist hierbei nicht
•Λ vorgesehen und auf Grund der Unveränderbarkeit der
von Schlaginstrumenten abgegebenen Geräusche auch nicht möglich.
Durch~die US-PS 26 45 968 ist eine elektronische
Orgel bekannt, bei der durch Drücken eines Knopfes eines Akkordeontastenfeldes mit einem Finger der
linken Hand ein aas mehreren Tönen bestehender Akkord zum Erklingen gebracht werden kann, wie das
bei Akkordeons seit langem bekannt ist Da bei einer elektronischen Orgel das ruckweise Ziehen des Balges
eines Akkordeons und damit das ruckweise oder rhythmische Ertönen der Akkorde nicht möglich ist,
sieht die elektronische Orgel nach der genannten US-Patentschrift einen mit dem Handgelenk zu
betätigenden Schalter vor, bei dessen Betätigen mit dem
Handgelenk der Akkord zum Erklingen gebracht wird-Gleichzeitig
sind durch Betätigen des Akkordeonknopfes Baßtöne vorgewählt, die durch ein dem Betätigen
mit dem Handgelenk entsprechendes Betätigen eines Pedals mit einem Fuß zum Erklingen gebracht werden
können. Durch das Drücken eines Akkordeonknopfes wird also eine Kombination von Akkordtönen ausgewählt,
die mit dem Handgelenk und/oder einem Fuß teilweise eingeschaltet werdea Bei dieser elektrantsehen
Orgel braucht zwar der Spieler mit der unken Hand keine komplizierten Akkorde mehr zu gre^'en, zur
rhythmischen Wiedergabe der Töne des Akkordes muß er jedoch zusätzlich rhythmisch entweder mit dem
linken Handgelenk oder mit einem Fuß Schalter betätigen. Die Betätigung der zusätzlichen Schalter mit
Handgelenk bzw. Fuß entspricht dem rhythmischen Ziehen eines Balges eines Akkordeons und entlastet den
Spieler nicht vom komplizierten Spiel mit der Unken Hand bei aufeinanderfolgenden unterschiedlichen Akkorden
oder Akkorden und Tönen.
Durch die DE-PS 12 45 694 ist ein Rhythmusgerät für
eine elektronische Orgel bekannt, bei dem ein Manual und ein Pedal vorgesehen sind. In den Leitungen von
dem Manual oder de-τι Pedal zu dem Wiedergabelaut-Sprecher
sind Modulationswiderstände einschaltbar, die durch Rhythmusimpulsspuren eines Steuersignalträgers
gesteuert sind. Das Spiel mit der linken Hand auf dem Manual ist bei dieser bekannten Einrichtung nicht
vereinfacht, es wird lediglich die Gesamtheit aller mit der linken und der rechten Hand gespielten Töne
entsprechend den Steuersignalen für den nachfolgenden gemeinsamen Schalter rhythmisch ein- oder ausgeschaltet,
also zerhackt. Will der Spieler einen Akkord mit der
linken Hand spielen, so hat er tatsächlich alle Tasten der Töne dieses Akkordes zu drücken. Eine Vereinfachung
des Spieles von Akkorden bzw. Begleittonfolgen mit der linken Hand erfolgt also nicht.
Eine elektronische Orgel der eingangs erwähnten Art ist aus der Applikationsschrift AN-434 »The Motorola
Autobass and Percussion System« der MOTOROLA Semiconductor Products. Inc. bekannt. Das Gerät weist
zwölf Tasten auf. die die Benennungen der Töne einer vollen Oktave tragen. Das Gerät kann ausschließlich
dadurch betätigt werden. daß die Tasten eines Dreifinger-Akkordes gegriffen werden. Dadurch werden
Schaltsignale auf zwei Gruppen von integrierten Schaltungen gegeben. Die erste Gruppe dient zur
Einschaltung des zu den gegritfenen Tasten gehörenden Akkordes, In der zweiten Gruppe der integrierten
Schaltungen wird zunächst der gegriffene Akkord erkannt und dadurch werden Schaltsignale erzeugt,
durch die Baßtöne, die in ihrer Benennung der Benennung zweier der gegriffenen Tasten entsprechen,
durchgeschaltet werden. Auf diese Weise werden beispielsweise beim Greifen eines C-Dur-Akkordes
(C-E-G) dieser Akkord so .vie die Baßtöne C und G
eingeschaltet. Eine Durchschaltung zum Lautsprecher der Orgel Findet mit Hilfe eines Rhythmusgenerators
statt, der nacheinander entweder einen der beiden Baßtöne odei den Akkord einschalten kann. Auf diese
Weise sind zwei rhythmische Folgen erzeugbar, nämlich Baßton fQ-Akkord-Wechselbaßton (G>Akkord für
einen "/4-Takt oder Baßton (Q-Akkord-Akkord für
einen V4-Takt.
Wegen der Komplexität der hier verwendeten Schaltung, insbesondere der Notwendigkeit der Dekodierung,
isi das bekannte Gerät lediglich für das Greifen von vier Akkorden vorgesehen. Die hiermit erzeugbare
Begleitung kann immer nur aus einem Akkord und zwei Baßtönen zusammengesetzt sein. Dabei muß der
Akkord auf der Tastatur gegriffen werden und die beiden Baßtöne sind ebenfalls in den gegriffenen Tasten
enthalten. Daher kann mit diesem Gerät nur eine sehr simple Begleitung erzeugt werden. Die Realisierung von
Baßmelodien, in denen mehrere Akkorde vorkommen, oder von Baßläufen aus einer Vielzahl von Einzeltönen
ist mit dem bekannten Gerät prinzipie'i nicht möglich.
Selbst für die simple realisierbare Begleitung ist die Spielerleichterung nicht in dem gewünschten Maße
gegeben, da immer ein Akkord, d. h. drei Tasten
gleichzeitig, gegriffen werden muß. Für den Anfänger kommt noch erschwerend hinzu, daß der Akkord oft
nicht in seiner üblichen Form (z. B. C-Dur in der Form C-E-G) sondern in der durch das Vorhandensein nur
einer Oktave erzwungenen Form (hier: G-C-E).
In der DE-AS 12 41245 ist eine Vorrichtung zur
Baßsteuerung an elektronischen Musikinstrumenten beschrieben, bei der ebenfalls zwölf Tasten für eine
Oktave vorgesehen sind. Durch Drücken einer dieser Tasten wird der der Benennung der Taste entsprechende
Grundton ausgewählt. Dies geschieht dadurch, daß einem Oszillator durch das Drücken der Taste ein
Widerstand derart zugeschaltet wird, daß er sich auf die Frequenz des Grundtones verstimmt. Über ein durch ein
Relais fortschaltbares Schrittschaltwerk können verschiedene Kapazitäten dem Oszillator zugeschaltet
werden, so daß er sich ausgehend von dem Grundton auf di· zu diesem Grundton gehörende Terz oder
Quinte verstimmen kann. Durch das umlaufende Schrittschaltwerk kann daher die Reihenfolge Grundton-Terz-Quinte-Terz-Grundton
erzeugt werden. Das Schrittschaltwerk wird normalerweise über ein Pedal
fortgeschaltet, kann jedoch auch automatisch angetrieben werden. Diese Vorrichtung kommt zwar mit der
Betätigung einer einzigen Taste aus, die hierdurch spielbare Begleitung beschränkt sich jedoch auf das
sequentielle Erklingen von drei Tönen eines Akkordes. Da selbst einfachste Begleitungen in der Regel auch
Akkorde beinhalten, kann mit dieser Vorrichtung eine
Begleitung- im eigentlichen Sinne nicht gespielt werden. Der schrittweise Vorschub des Schrittschaltwerkes
dient ausschließlich ?ur Erzeugung des gebrochenen Akkordes.
In einer alternativen Ausführungsform können bei der Vorrichtung gemäß DE-AS 12 41 245 drei Tasten
gleichzeitig gedrück, werden. Dazu sind die zwölf Tasten der Ok'.ave in drei Vierergruppen unterteilt, aus
denen jeweüs eine Taste gedrückt werden muß. Di? drei
gedrückten Töne erklingen dann in analoge; Reihenfolge.
Ein gleichzeitiges Erklingen mehrerer Töne ist auch hier nicht möglich, da nur ein Baß-Oszillator vorhanden
ist, der jeweils neu versummt werden muß.
Abgesehen von der beschränkten Verwendungsmöglichkeit besteht ein weiterer Nachteil dieser Vorrichtung
darin, daß der Baß-Oszillator für jeden neuen Ton
neu verstimmt werden muß, so daß ständig F.inschwingvorgänge
stattfinden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine elektronische Orgel zu schaffen, die die Nachteile der
bekannten elektronischen Orgeln vermeidet und dem Spieler die Arbeit der Begleitung, ausgeführt mit den
Fingern der linken Hand auf einem Manual oder/und mit den Füßen auf einem Pedal, weitgehend abnimmt,
wobei jede übliche Begleitung spielbar sein soll.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird dadurch gelöst, daß jeder der Tasten eine verschiedene,
periodisch wiederkehrende Folge von Einzeltönen und/oder Akkorden in der Weise zugeordnet ist, daß
durch das Drücken jeweils einer einzelnen Taste die in der der Taste zugeordneten Folge enthaltenen Tone
gleichzeitig auf die durch den Rhythmusgeber ansteuerbaren Schaltmittel geleitet werden.
Durch diese Lehre wird die Ausführung der Begleitung so weitgehend vereinfacht, daß dem Spieler
fast die gesamte Arbeit der Begleitung abgenommen wird, die so auch von wenig geübten, nur geringe
musikalische Kenntnisse und Fertigkeiten aufweisenden Spielern auszuführen ist. Drückt der Spieler eine der die
Begleitung erzeugenden Tasten, so erklingt eine vorgegebene Folge aus Akkorden sowie aus Einzeltönen,
Wechselbässen. Baßmelodien, die alle ebenfalls aus Akkorden gebildet sein mögen, zu den dem gewünschten
Rhythmus entsprechenden Zeitpunkten. Diese Zeitpunkte sind in einfacher Weise durch einen
umschaltbaren elektronischen Rhythmusgeber bestimmt, der in einer bestimmten Reihenfolge Schaltimpulse
am Schalter liefert, die die entsprechenden Töne oder/und Akkorde einschalten.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist die einer Taste zugeordnete rhythmische Folge umschaltbar,
insbesondere derart, daß die erzeugte Tonfolge der jeweils gespielten Musik anpaUbar ist. hs läßt sich der
Takt ändern und die Folge der Töne. z. B. kann von einem Walzer auf Foxtrott oder Beat umgeschaltet
werden. Auch ist eine Umschaltung von Dur auf Moll möglich.
Natürlich ist es möglich, neben den rhythmischen Tonfolgen nut den die Tonfolgen einschaltenden Tasten
gleichzeitig auch konstante Töne einzuschalten, wie das mit normalen Tasten des Manuals einer elektronischen
Orgel erfolgt. Anders ausgedrückt, bedeutet dies auch, daß mit einer Taste, die normalerweise einen konstanten
Ton einschaltet, gleichzeitig auch die rhythmische Tonfolge gemäß der Erfindung eingeschaltet wird.
Die Erzeugung der rhythmischen Tonfolgen erfolgt zweckmäßigerweise mit durch einen Rhythmusgeber
gesteuerten Schaltern, insbesondere elektronischen Schaltern, die auch durch Regelstufen gebildet sein
können, mit denen auch das Einschwingen und Abklingen derTöne einfach beeinflußbar ist.
Die die rhythmischen Tonfolgen einschaltenden Tasten können einem Manual oder Pedal zugeordnet
sein, also z. B. einen Teil eines herkömmlichen Manuals bilden, wozu es zweckmäßig ist, sie farblich von dem
herkömmlichen Manual abzuheben. Sie können auch dadurch abgehoben sein, daß sie räumlich von dem
herkömmlichen Manual getrennt sind, also z. B. links vor
einem Manual angeordnet sind. Sie können aber auch durch runde oder rechteckige Knöpfe gebildet sein.
Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß ein Schalter vorgesehen ist. mit dem die Funktion der
linken Tasten eines Manuals zwischen der Erzeugung eines bei gedrückter Taste konstanten Tones und der bei
gedrückter Taste rhythmischen Erzeugung einer Folge von Tonen oder/und Akkorden umschaltbar ist. Auf
diese Weise lassen sich zusätzliche lasten eines Manuals für die Einschaltung der Tonfolgen vermeiden.
Außerdem wird dadurch dem Spieler sinnvoll die Tonlage der jeweils durch die Tasten eingeschalteten
Folge von Tönen oder/und Akkorden verdeutlicht.
Natürlich ist es bei Anwendung der erfindungsgemäßen Lehre zusätzlich möglich, ein elektronisches
ίο Schlagzeug einzusetzen, das dann durch den Rhythmusgeber
mitgcsteuert wird. Zum Beispiel wird das Schlagzeug immer dann betätigt, wenn ein neuer Taki
beginnt. Es kann aber auch in Abhängigkeit von dem Einschalten der anderen Töne der Begleittonfolge
gesteuert werden, also von anderen Schaltimpulsen des Rhvthmusgcbers.
An Hand der Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden.
Fig. I zeigt eine elektronische Orgel schematisch von
vorn;
F i g. 2 zeigt einen charakteristischen Teil eines Schaltbildes einer elektronischen Orgel gemäß der
Erfindung.
In Fig. 1 ist eine auf Beinen stehende elektronische
Orgel 1 dargestellt, deren Unterteil 2 einen Lautsprecher ?. aufweist, während sich in einem Oberteil 4 ein
Manual 5 befindet. Die linke Seite des Oberteils 4 weist Tasten t>
auf, die der Erzeugung einer Begleitung gemäß der Erfindung dienen. Über den Tasten 6 befinden sich
jo Schalter 7. mit denen der Rhythmus umschaltbar ist. also z. B. von Walzer auf Foxtrott usw. Außerdem können
mit einigen der Schalter 7 zusätzliche Tastenkontakte eingeschaltet werden, so daß bei Drücken einer der
Tasten 6 nicht nur die rhythmischen Tonfolgen, sondern auch diesen Tasten 6 zugeordnete Töne hörbar werden.
Außer den Schaltern 7 sind noch die üblichen Registerschaiter 8, 9 sowie gegebenenfalls Lautstärkeregler
vorgesehen, die hier nicht dargestellt sind.
F i g. 2 zeigt die charakteristischen Teile einer Schaltung zur Rhythmuserzeugung gemäß der Erfindung.
Von einem Tongenerator 10 werden alle für die Rhythmusbildung und Tonbildung erforderlichen Töne
erzeugt. Durch gestrichelte Linien 11 und 12 sind zwei
der Tasten 6 angedeutet, und sämtliche Kontakte einer Taste werden bei Drücken dieser Taste gleichzeitig
geschlossen. Bei Schließen beispielsweise der Taste 11
wird ein Kontakt 13 geschlossen, so daß die den Tönen c\ a2 und P 2 zugeordneten Wechselspannungen über
Widerstände 14. 15 und 16. Kontakte 13. Sammelleitung 17. Steuerstufe 18 und Widerstand 19 einem Klarjformer
20 zugeführt werden, in dem der entsprechende Klang zusammengemischt wird. Das so entstehende
Wechselspannungsgemisch erscheint am Ausgang 21 des Klangformers und wird gegebenenfalls nach
Verstärkung einem Lautsprecher zugeführt.
In entsprechender Weise werden den Tönen c, a und f
zugeordnete Wechselspannungen über Widerstände 22, 23 und 24. einen Kontakt 25. Sammelleiter 26,
Steuerstufe 27 und Widerstand 28 dem Klangformer 20 zugeführt Eine dem Ton C zugeordnete Wechselspannung
wird über Widerstand 29. Kontakt 30, Sammelleitung 31, Regelstufe 32, Widerstand 33 und Widerstand
34 dem Klangformer 20 zugeführt. Eine dem Ton E entsprechende Wechselspannung wird über Widerstand
35, Kontakt 36. Sammelleitung 37, Regeistufe 38, Widerstand 39 und den Widerstand 34 dem Klangformer
20 zugeführt. Gleichzeitig gelangt diese Wechsel-Spannung vom Widerstand 39 über einen Frequenzteiler
40 mit dem Teilerverhältnis I :2 zur Bildung einer Subhannonischen und einen Widerstand 41 in den
Klangformer 20.
Den Steurrstufen 18, 27, 32 und 38 werden über
Leitungen 42, 43, 44 und 45 Steuerimpulse von einem Rhythmusgeber 46 zugeführt, die bei ihrem Erscheinen
jeweils die Steuerstufen 18, 27, 32 und 38 in den leitend*·;; Zustand steuern, gegebenenfalls mit einer
vorgegebenen Einregelzeit, so daß die Leitungen 17,26, 31 und 37 mit dem Klangformer 20 verbunden werden.
Bei Verschwinden der Steuerimpulse von dem Rhythmusgeber 46 wird der Durchgang durch die Steuerstufen
18, 27, 32 oder 38 gegebenenfalls nach einer bestimmten Abklingzeit wieder unterbrochen.
Gemäß der Erfindung erfolgt die öffnung und das Schließen der Steuerstufen 18, 27, 32 oder 38 in einem
vorgegebenen Rhythmus und in einer vorgegebenen Folge, je nach dem gewünschten Rhythmus. Bei
Waizerrhythmus mögen die impulse von dem Riiyinmusgeber
46 auf den Leitungen 42 bis 45 z. B. in folgender Folge erscheinen: 42,45,45,42, 45,45,42,45,
45 usw. Bei einem Foxtrott mag die Reihenfolge z. B. sein: 42, 45,43, 45, 42,45 usw. oder 42, 44, 42,45,42, 44
usw.
Natürlich kann eine entsprechend kompliziertere Tonbildung erfolgen. Diese bedarf hier keiner besonderen
Erläuterung, da sie sich aus der individuellen Rhythmusgestaltung und der entsprechenden Auslegung
des Rhythmusgebers 46 ohne weiteres ergibt.
Der Taste 11 ist zusätzlich ein Kontakt 47 zugeordnet,
der einen der Taste 11 zugeordneten Ton direkt auf den Klangformer 20 schaltet. Auf diere Weise entsteht
zusätzlich bei gedruckter Taste 11 ein entsprechender
Dauerton.
Die Taste 12 weist Kontakte 48, 49, 50 und 51 auf, die in gleicher Weise wie die Kontakte der Taste 11 an die
Sammelleitungen 17, 26, 3J und 37 angeschlossen sind
und von dem Tongenerator 10 erzeugte. Tönen entsprechende Wechselspannungen über Widerstände
52 bis 59 bei Drücken der Taste 12 zu den Steuerstufen 18, 27, 32 und 38 durchschalten Der Taste 12 sind
lediglich andere Töne, nämlich C und G sowie andere Akkorde c, e, g sowie c2, e2, g2, zugeordnet. Ein Kontakt
60 der Taste 12 dient zur Erzeugung eines bei gedrückter Taste fortwährend ertönenden Tons. Dieser
Ton mag zusammen mit den entsprechenden Tönen anderer Tasten, z. B. dem von dem Kontakt 47 der Taste
ti geschalteten, zu einer normalen Tonleiter gehören, so daß mit Hilfe dieser Kontakte bei Betätigen der
Begleittasten eine Baßmelodie spielbar ist.
Es sind in der F i g. 2 nur zwei Tasten 11 und 12
angedeutet, die Zahl der Tasten kann jedoch beliebig sein, es kann sich sogar um sämtliche Tasten eines
Manuals, einer Zusatztastatur, sowie eines Pedals handeln.
Bei dem in F i g. 2 dargestellten Schaltungsbeispiel ertönt bei Druck der Taste 11, die man auch als
Harmonietaste bezeichnen könnte, auf Grund des Schließens des Koniakts 13 der F-Dur-Dreiklang in
lü hoher Lage, des Schließens des Kontakts 25 der F-Dur-Akkord in tiefer Lage, des Schließens des
Kontakts 30 der Wechsclbaß Cund des Kontakts 36 der Grundbaß F.
In entsprechender Weise ertönt beim Drücken der Taste 12 auf Grund des Schließens des Kontakts 48 der
C-Dur-Dreiklang in hoher Lage, des Schließens des Kontakts 49 der C-Dur-Akkord in tiefer Lage, des
Schließens des Kontakts 50 der Wechselbaß C und des Scniießcns des Kontakts 5! dcrC-rundbaß C.
Bei Drücken z. 3. der Taste 11 erklingt ein Ton unter
Umständen nicht sofort, sondern erst dann, wenn der Rhythmusgeber 46 an irgendeine der Steuerstufen 18,
27,32 oder 38 einen Durchschaltimpuls liefert und so die entsprechenden Wechselspannungen entsprechend dem
am Rhythmusgeber 46 eingestellten Rhythmus durchgeschaltet werden. Dabei ist von besonderem Vorteil, daß
das nicht rechtzeitige Drücken z. B. der Taste 11 und das nicht rechtzeitige Loslassen dieser Taste zwar den Ort
in einer Rhythmustonfolge bestimmt, an dem die Töne einsetzen, jedoch erfolgt immer die Tonerzeugung in
dem vorgegebenen, wählbaren und durch den Rhythmusgeber 46 bestimmten Rhythmus. Bei zeitweisem
Loslassen der Taste 11 fallen lediglich einige Töne oder
Akkorde aus diesem Rhythmus aus, der Rhythmus selbst wird grundsätzlich dadurch nicht beeinflußt. Obwohl
also bei der Erfindung die Rhythmustonfoige verhältnismäßig komplj7iert ist, bleibt der Rhythmus immer
unbeeinflußt, ganz gleich, in welcher Weise der Spieler die Begleittasten drückt.
Es liegt auf der Hand, daß es ohne weiteres möglich ist, eine Umschaltung der Rhythmustonfolgen von Durauf
Moll-Harmonien und sonstige Akkordarten vorzunehmen. Dazu können besondere Harmonieschalter
vorgesehen sein, die hier nicht dargestellt sind, mit denen dann an die Tasten 11, 12 usw. die diesen
Harmonien entsprechenden Töne, Dreiklänge oder Akkorde angeschaltet werden. Natürlich können auch
die Baßtöne und sonstigen Töne beliebig zusammengestellt und in dem Rhythmusgeber 46 ihre Einschaltung
so programmiert werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Elektronische Orgel mit Tastenschaltern zur Zuleitung von Tonsignalen an durch einen Rhythmusgeber
ansteuerbare Schaltmittel, wobei die Ansteuerung der Schaltmittel durch den Rhythmusgeber
so erfolgt, daß die abgegebenen Tonsignale am Ausgang der Orgel eine rhythmische Folge von
Begleitklängen, die aus Einzeltönen und Akkorden gebildet sein können, bilden, deren Erzeugung einem
Spiel mit der linken Hand und/oder einer Betätigung von Pedalen entspricht, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder der Tasten eine verschiedene, periodisch wiederkehrende Folge von Einzeltönen
und/oder Akkorden in der Weise zugeordnet ist, daß durch das Drücken jeweils einer einzelnen Taste
(11 oder 12) die in der der Taste zugeordneten Folge
enthaltenen Töne ((?, a2.P;ca,/;C;Fbzw.g2, e2,c2:
g. e. c; fr; C) gleichzeitig auf die durch den Rhythmusgeber (46) ansteuerbaren Schaitmittei (18,
27,32,38) geleitet werden.
2. Orgel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Töne oder/und Akkorde der einer Taste
(z. B. 11 oder 12) zugeordneten rhythmischen Folge
umschaltbar sind, insbesondere derart, daß die erzeugte Tonfolge der jeweils gespielten Musik (z. B.
Foxtrott. Walzer, Beat oder Dur/Moll) anpaßbar ist.
3. Orgel nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß die rhythmische Tonfolgen
bewirkenden Tasten (6; U oder 12) jeweils zusätzlich einen Kontrkt (47, "O) aufweisen, der bei
Aushalten der Tasten (6; 11 oder 12) einen konstanten Ton (c1.1\AT\g1. 12,·"0) einschaltet.
4. Orgel nach einem der Ansprüche I bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß die rhythmische
Tonfolgen einschaltenden Tasten (6; 11 oder 12) jeweils mit mehreren Kontakten (13, 25, 30, 36; 48,
49, 50, 51) versehen sind, die bei Drücken der Taste (11 oder 12) die den jeweils gewünschten Tönen oder
Akkorden (c1. a1. f2; c, a. f: C; Fbzv/. g2, e*. c1: g. e. c.
C: C) der rhythmischen Tonfolgen zugeordnetem Tongeneratoren mit den jedem Ton oder Akkord
der Tonfolge zugeordneten Schaltmitteln (18,27,32, 38) verbinden.
5. Orgel nach einem der Ansprüche 1 bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmittel durch
Steuerstufen (18, 27, 32, 38) gebildet sind, die von
dem Rhythmusgeber (46) so ansteuerbar sind, daß die Öffnungs- und Schließzeiten der Regelstufen (18,
27, 32, 38) insbesondere der Steuerstufen (32, 38) für die Baß- und Wechselbaßtöne (C. fbzw. G. C) den
natürlich vorkommenden Einschwing- und Abklingzeiten entsprechen.
6. Orgel nach Anspruch I. dadurch gekennzeichnet. daß die Tasten (6) einem Manual (5) oder Pedal
zugeordnet sind.
7. Orgel nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die Tasten (6) links vor einem Manual (5)
angeordnet sind.
8. Orgel nach den Ansprüchen 1.6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Tasten durch runde oder rechteckige Knöpfe gebildet sind.
9. Orgel nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß ein Schalter (7) vorgesehen ist, mit dem die
Funktion der linken Tasten (6) eines Manuals (5) zwischen der Erzeugung eines bei gedruckter Taste
(6) konstanten Tones und der Erzeugung der
rhythmischen Folge von Begleitklängen umschaltbar
ist
Priority Applications (9)
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