DE703258C - Verfahren zur Herstellung von photographischen Kopien - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von photographischen KopienInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von photographischen Kopien Für das Kopieren eines farbigen Bildes auf eine lichtempfindliche Kopierschicht gilt die grundsätzliche Bedingung, daß das Kopierlicht von dem Farbstoff der Kopiervorlage absorbiert wird und auf eine für dieses Licht empfindliche Kopierschicht einwirkt. So kann also ein purpurrotes Farbbild mit grünem, vom purpurroten Farbstoff absorbierten Licht auf eine grünempfindliche Kopierschicht kopiert werden, aber offenbar nicht auf eine Schicht, die für grünes Licht unempfindlich, dagegen für blaues Licht oder für rotes empfindlich ist.
- Für bestimmte Zwecke der Farbenphotographie, für die nachstehend ein Beispiel gegeben wird, würde es eine große Vereinfachung bedeuten, wenn man ein Bild mit grünem Licht auf eine für Grün unempfindliche Schicht kopieren könnte oder, allgemeiner ausgedrückt, wenn man mit farbigem, durch die Art der Kopiervorlage festgelegten Kopierlicht auf Schichten kopieren könnte, die nicht für dieses Licht, sondern für andersfarbige Lichtstrahlen empfindlich sind. Die vorliegende Erfindung schafft diese Möglichkeit.
- Um fix die Fälle, in denen die geschilderte Möglichkeit eine große Erleichterung des Verfahrens bieten kann, ein Beispiel zu geben, sei der Fall betrachtet, daß von einem dreifarbigen. Durchsichtsbild, wie es gegenwärtig durch verschiedene Verfahren hergestellt werden kann, eine Kopie oder Vergrößerung auf Papier hergestellt werden soll. Für die Herstellung von Papierbildern kommt als besonders geeignet Dreischichtenmaterial mit drei vorgefärbten und gemäß Patent 662 580 in bestimmter Weise sensibilisierten Schichten in Betracht. In einem solchen Material ist beispielsweise die oberste Schicht gelb gefärbt und grün empfindlich, die nächste Schicht purpurrot gefärbt und rot empfindlich, die tiefste Schicht blaugrün gefärbt und empfindlich für infrarot. Soll in solch ein Material die Kopie eines farbrichtigen Originals einkopiert werden, so muß das im Original gelbe Teilbild in die gelbe Frontschicht des Kopiermaterials kopiert werden. Das gelbe Teilbild des Originals kann aber, da es für alles andere Licht durchlässig ist, nicht anders als mit blauem Licht kopiert werden, und für blaues Licht ist die gelb gefärbte Kopierschicht nicht empfindlich. Das im Original purpurrot gefärbte Teilbild kann nicht anders als mit grünem Licht kopiert «-erden, für das aber nicht die purpur gefärbte Kopierschicht empfindlich ist, in die es hineinkopiert werden muß, sondern die Gelbschicht, in die hinein es nicht kopiert «-erden darf. Ebenso erfordre das blaug-Kinu Teilbild der Kopiervorlage zum T11-opieren ro-,es Licht, und im Kopiermaterial ist nicht die blaugrüne, sondern die purpurrote Schicht für rotes Licht empfindlich. Es erscheint also nicht ohne weiteres möglich, von farbrichtigen Ori-Iinahn farbrichtige Kopien auf dein beschriebenen Material herstellen zu können, und deshalb hat man auch bisher die Kopien auf diesem hIaterial mit Hilfe von einzelnen Teilkopiervorlagen oder mit Hilfe von mehrfarbigen Meisterbildern in von den natür-3ichen Farben abweichenden Farben hergestellt oder nach Patent 628 883 Rasterbilder durch Austausch des Rasters in eine geeignete Kopiervorlage verwandelt. Die einfache Kopie eines farbrichtigen Originals schien bisher nicht möglich, weil jedes einzelne Teilbild der Kopiervorlage ein bestimmtes Kopierlicht erfordert, im' Kopiermaterial aber die Schicht, in die das betreffende Teilbild kopiert werden muß, für dieses Licht nicht empfindlich ist, sondern ein abweichendes Kopierlicht erfordert.
- Nachstehend wird nun ein neuer Weg angegeben, der es gestattet, Kopien auch dann zu erhalten. tvenn die Kopiervorlage Kopierlicht bestimmter Farbe, die Kopierschicht dagegen Kopierlicht anderer Farbe erfordert. Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß zwischen der Kopiervorlage und der Kopierschicht ein transparenter oder reflektierender Schirm angeordnet wird, in dem eine Pliota?niiiineszenzerscheinting unter dem Einfluß der von der Kopiervorlage auf ihn fallenden Strahlen erzeugt wird, wobei zweckmäßig zwischen diesem Schirm und der Kopierschicht ein oder mehrere Lichtfilter angeordnet werden, die die die Lumineszenz anregenden Strahlen und gegebenenfalls alle anderen Strahlen des Lumineszenzlichtes außer den für die Beeinflussung der Kopierschicht gewünschten Strahlen absorbieren.
- Soll, um nun auf das obenerwähnte Bei-3piel zurückzukommen und die Anwendung les Erfindungsprinzips auf den Einzelfall m erläutern, ein farbrichtiges Diapositiv Rasterbild oder subtraktives Dreifarbenbild) auf das oben geschilderte Material kopiert werden, so ordnet man zwischen dem Original ttnd der Kopierschicht eine Folie an, die eine bei Belichtung mit blauem Licht grün fluoreszierende Substanz (Aminofluoranthen) enthält, und belichtet mit blauem Licht eines engen Spektralbereichs. Die Fluoreszenzbestrablung tritt dann an den Stellen auf, an denen das Original für blaues Licht durchlässig ist, und nicht dort, wo das gelbe Teilbild den Durchtritt des blauen Lichtes hindert. Man hält durch ein strenges Grünfilter alle Strahlen außer den grünen Fluoreszenzstrahlen ab und erhält also ein latentes negatives Bild des blauen Rasterteilbildes oder des im subtraktiven l)Teifarbenoriginal gelben Teilbildes in der grün empfindlichen, gelb gefärbten Kopierschicht. In gleicher Weise benutzt man einen zwischen dem Original und der Kopierschicht angeordneten Schirm, der bei Belichtung mit grünem Licht rot fluoresziert, also z. B. Rhodamin B oder 3 B (geschütztes Warenzeichen S c h u 1 t z, Farbstofftabellen, Leipzig 1931, 7. Aufl., i. Bd., Nr.864 bzw. 867) enthält, belichtet diesmal das Original mit grünem Licht eines engen Spektralbereichs und hält durch ein Filter alle Lichtstrahlen außer den roten Fluoreszenzstrahlen von der Kopierschicht fern. Man erhält .ein latentes Negativ des im Original grünen Rasterteilbildes bzw. des im subtraktiven Mehrfarbenoriginal purpurroten Teilbildes in der rot empfindlichen, purpurrot gefärbten Kopierschicht. Schließlich benutzt man in gleicher Weise einen zwischen dem Original und der Kopierschicht angeordneter Schirm, der bei Belichtung mit rotem Licht infrarote Fluoreszenz ergibt, also z. B. eine mit Zaponechtblau 3 G (Geschütztes Warenzeichen, Muster Nr. 17 der Farbenkarte Zaponechtfarbstoffe I. G. 133o der I. G. Farbenindustrie) gefärbte Folie, belichtet diesmal das Original mit rotem Licht eines enge Spektralbereichs und hält durch ein Filter alle Lichtstrahlen außer den infraroten Fluoreszenzstrahlen von der Kopierschicht fern. Man erhält ein latentes Negativ des im Original roten Rasterteilbildes bzw. des blaugrünen Teilbildes der subtraktiven dreifarbigen Kopiervorlage.
- Die drei latenten Silberbilder werden entwickelt, und das Kopiermaterial wird der bekannten Farbstoffzerstörung unterworfen, z. B. mit Bädern nach dem amerikanischen Patent 2020775, wodurch positive Farbstoffbilder erhalten werden, die eine übereinstimmende Wiedergabe des Originals darstellen.
- Das Kopieren kann optisch, gegebenenfalls unter Vergrößerung oder Verkleinerung, oder im Kontakt geschehen. Bei Verwendung phosphoreszierender Schirme, die Nachleuchten zeigen, kann der einzelne Kopiervorgang zeitlich unterteilt werden, indem der Schirm für sich allein hinter der Vorlage mit farbigem Kopierlicht belichtet und dann das Phosphoreszenzbild auf die unterschiedlich empfindliche Kopierschicht aufgenommen wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung photographischer Kopien mittels Photolumineszenzstrahlen, dadurch gekennzeichnet, daß ein farbiges Bild, insbesondere ein farbiges Teilbild eines Mehrfarbenbildes, gegebenenfalls unter Vergrößerung oder Verlcleinerung auf eine Kopierschicht kopiert wird, die zu ihrer Belichtung Licht einer anderen Farbe benötigt als das zur Belichtung der Kopiervorlage verwendete Licht, indem zwischen der farbigen Kopiervorlage und der Kopierschicht ein Schirm mit photolumineszierender Substanz angeordnet wird, die unter dem Einfluß des von der Kopiervorlage kommenden Lichtes Lichtstrahlen derjenigen Wellenlänge emittiert, für die die Kopierschicht empfindlich ist, wobei zweckmäßig zwischen dem photolumineszenten Schirm und der Kopierschicht Lichtfilter vorgesehen sind, die die anregende Strahlung und die für die Belichtung der Kopierschicht nicht erforderlichen Strahlen absorbieren. z. Verfahren nach . Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Mehrfarbenbilder auf Material mit gemäß Patent 662 58o gefärbten Schichten durch nacheinanderfolgende Anwendung der Maßnahmen nach Anspruch i kopiert werden. 3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein transparenter Schirm benutzt wird. q.. Verfahren nach einem der @vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein reflektierender Schirm benutzt wird. 5. Verfahren nach den Ansprüchen i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß phosphoreszierende Schirme benutzt werden, und daß nach der Belichtung unter der Kopiervorlage der phosphoreszierende Schirm auf die Kopierschicht das Bild aufbelichtet.
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