DE70240C - Luftschiff mit Lenkvorrichtung - Google Patents
Luftschiff mit LenkvorrichtungInfo
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- DE70240C DE70240C DENDAT70240D DE70240DA DE70240C DE 70240 C DE70240 C DE 70240C DE NDAT70240 D DENDAT70240 D DE NDAT70240D DE 70240D A DE70240D A DE 70240DA DE 70240 C DE70240 C DE 70240C
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Links
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64B—LIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
- B64B1/00—Lighter-than-air aircraft
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 77: Sport.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Luftschiff, welches dadurch lenkbar gemacht
ist, dafs zwischen Ballon und Gondel ein besonderer Treibapparat angeordnet ist, der
einerseits zur Fortbewegung in gerader oder gekrümmter ■ Bahn dient, andererseits durch
entsprechende Veränderung seiner Lage eine Aufwärts- und Abwärtsbewegung des Luftschiffes
ermöglicht.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist das Luftschiff zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt
Fig. ι die Gesammtanordnuhg in Seitenansicht, Fig. 2 einen Grundrifs der Fig. 1 mit fortgelassenem
Ballon in vergröfsertem Mafsstabe, und Fig. 3 den Treibapparat theilweise in Ansicht
und theilweise im Schnitt, gleichfalls in gröfserem Mafsstabe.
Das lenkbare Luftschiff besteht im wesentlichen aus drei Theilen: dem eigentlichen
Ballon, der Gondel und dem zwischen beiden angeordneten Treibapparat.
Der Ballon A ist in bekannter Weise und in beliebiger Form hergestellt und dient allein
zum Heben der Gondel B, sowie des Treibapparates C. Erstere nimmt den zum Betrieb
des Treibapparates erforderlichen Motor, Brennmaterial, Ballast, sowie die Bedienungsmannschaften
auf, sie wird möglichst leicht, aber stabil angefertigt, wie überhaupt auf möglichste
Gewichtsverminderung Bedacht genommen werden mufs. Der Treibapparat C endlich, der
wesentlichste Theil der vorliegenden Erfindung, besteht aus einem vorn zugespitzten kastenförmigen
Gehäuse a, welches in der Mitte mittelst einer Welle b auf den Lagerböcken c,
die in der Gondel befestigt sind, ruht. In diesem Gehäuse sind an jeder Seite drei senkrechte
Wellen d angeordnet, von denen die äufseren Ketten trommeln f tragen, während
auf den mittleren je ein Zahnrad g befestigt ist. Letztere greifen in die um die Ketten trommeln
gelegten endlosen Ketten i und treiben diese, sobald die Wellen d vermittelst
der Kegelräder k und / und des Riementriebes m von dem Motor D in Umdrehung
versetzt werden. An den Ketten sind in gleichmäfsigen Zwischenräumen Schaufeln η
aus Holz oder Metall. befestigt, welche mit entsprechenden, die rechtwinklige Stellung der
Schaufeln zur Kette sichernden Vorrichtungen versehen sind. Zur Drehung des Treibapparates
um seine Achse b sind am vorderen und hinteren Ende Rollen 0 befestigt, über
welche Seile ρ nach der Gondel B führen. Um sowohl beide Ketten des Treibapparates,
als auch beliebig eine derselben arbeiten lassen zu können, sind Kupplungen q vorgesehen,
welche beliebig ein- und ausgerückt werden können. Die Fortbewegung dieses Luftschiffes
erfolgt nun in folgender Weise:
Der mit Gas gefüllte Ballon A hebt sich, sobald er entfesselt wird; darauf bringt man
den Treibapparat C durch Anziehen der hinteren und Nachlassen der vorderen Schnur ρ
in die durch die punktirte Linie I dargestellte Lage und läfst den Motor D an, wodurch das
Ansteigen erleichtert wird. Hat man die gewünschte Höhe erreicht, so wird der Treibapparat
waagrecht eingestellt, worauf sich das Luftschiff in gerader Richtung fortbewegt.
Sollen bei dieser Bewegung kleinere Richtungsänderungen stattfinden, so bedient man sich
hierzu des am hinteren Theile des Ballons angebrachten Steuers r, während bei erforderlichen
kurzen Wendungen eine Seite des Treibapparates ausgekuppelt wird. Um das Luftschiff wieder zur Erde zu bringen, ist bei
dieser Anordnung ein Auslassen von Gas aus dem Ballon nicht erforderlich, da der in die
Stellung II gedrehte Treibapparat dieses ohne Weiteres bewirkt.
Es ist noch zu erwähnen, dafs der Ballon und die Gondel bei jeder Stellung des Treibapparates
von diesem unabhängig senkrecht hängen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Lenkbares Luftschiff, gekennzeichnet durch einen zwischen Ballon und Gondel angeordneten Treibapparat C, bestehend aus einem um seine waagrechte Breitenachse drehbaren kastenartigen Gehäuse a mit senkrecht darin angeordneten Kettentrommeln f und den über letztere geführten, durch geeignete Zwischenmechanismen von einem in der Gondel aufgestellten Motor D getriebenen endlosen Ketten i, an welchen Schaufeln η befestigt sind, die bei der Bewegung der Ketten infolge des ihnen entgegenwirkenden Luftwiderstandes die Fortbewegung des Luftschiffes bewirken sollen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE70240C true DE70240C (de) |
Family
ID=343634
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT70240D Expired - Lifetime DE70240C (de) | Luftschiff mit Lenkvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE70240C (de) |
-
0
- DE DENDAT70240D patent/DE70240C/de not_active Expired - Lifetime
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