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Form für Pressen zum Herstellen torpedoförmiger Stuhlzäpfchen (Suppositorien)
Zusatz zum Patent 654854 Gegenstand des Patents 654854 ist eine Presse zum Herstellen
torpedoförmiger Stuhlzäpfchen, bestehend aus einem mehrere Hohlformen und die Masse
aufnehmenden Preßunterteil und einem z. B. mittels Bajonettverschlusses am Unterteil
zu befestigenden, den Preßkolben führenden Verschlußkopf, bei der der Unterteil
eine Anzahl achsparalleler, nach dem Füllraum offener Bohrungen zur Aufnahme von
in der Ebene ihres größten Hohlraumquerschnitts quer zur Längsachse geteilten, an
einem Ende offenen Formen besitzt und im Boden der Bohrungen verengte Bohrungen
zum Ausstoßen der Formen aus den Bohrungen vorgesehen sind. Bei der Presse nach
dem Hauptpatent ist das Herausnehmen der geformten Zäpfchen aus der Form noch verhältnismäßig
umständlich, weil zunächst der die Einzelformen enthaltende Teil aus dem Pteßunterteil
herausgenommen, darauf die Einzelformen aus diesem Körper herausgestoßen, von den
Einzelformen das kleinere Unterteil abgenommen und schließlich aus den Oberteilen
der Formen die Zäpfchen ausgestoßen werden müssen. In gleicher Weise ist die Herrichtung
der Form vor Beginn der Arbeit verhältnismäßig umständlich.
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Auch ist für den Gebrauch die große Anzahl der Teile, von denen viele
verhältnismäßig klein sind, unbequem, und dies um so mehr, wenn noch Einzelformen
für verschiedene Zäpfchenformen und -größen vorhanden sind.
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In allen vorher genannten Beziehungen wird durch die Erfindung Abhilfe
geschaffen.
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Erfindungsgemäß sind bei der Presse nach dem Hauptpatent nicht mehr
Einzelformen als besondere zylindri.sche Körper in Bohrungen des Aufnahmekörpers
eingesetzt, sondern die Form, in der die Hohlräume, welche die zur Bildung der Zäpfchen
dienende Masse
aufnehmen, achsparallel und konzentrisch angeordnet
sind, ist durch einen die Hohlräume halbierenden achsparallelen Ringschnitt geteilt
und der Mantelteil der Form noch besonders in der Ebene des größten Zäpfchenquerschnitts
in einem unteren NIantelring und einem oberen Aiantelring geteilt. Bei dieser Anordnung
besteht die ganze Form für die Gesamtzahl der in einem Arbeitsgange herzustellenden
Zäpfchen aus nur drei Teilen, die bequem für den Arbeitsvorgang zusammengestellt
und nach derFormpressung zur Herausnahme der Zäpfchen auseinandergenommen werden
können. Der obere und innere NIantelring können leicht von dem Zylinderkern abgestreift
werden, wobei die Zäpfchen in den Hohlraumhälften des Kernes haftenbleiben, aus
welchem sie leicht herausgedrückt werden können. Für jede Zäpfchenform und -größe
ist ein besonderes Kernstück mit den zugehörigen Mantelringen erforderlich.
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Es sind bereits Pressen bekannt, bei welchem die inneren Hälften
der durch einen achsparallelen Ringschnitt halbierten Hohlräume, welche die Zäpfchenmasse
aufnehmen, in der Mantelfläche eines vollzylindrischen Formteils und die anderen
Hälften in die innere Alantelfläcl1e eines den vorher genannten Formteil umschließenden
hohlzylindrischen Formteils eingearbeitet und die Formen in der Ebene des größten
Querschnitts der Hohlräume quer zur Längsachse geteilt sind.
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Aber bei dieser Ausführung sind die äußeren Hälften der Hohlräume
in die Wandung des gehäuseartigen Presseunterteils eingearbeitet und nicht wie beim
Erfindungsgegenstand in einen besonders eingesetzten Mantel, der einen Teil der
Gesamtform bildet und mit ihr herausnehmbar ist. Daher werden bei der älteren Ausführung
beim Ausstoßen des inneren Formteils mit den inneren Hälften der die Zäpfchen aufnehmenden
Hohlräume aus dem Presseunterteil die geformten Zäpfchen von den äußeren Hälften
ihrer Hohlräume losgerissen. Beim Erfindungsgegenstand aber ist die Form als Ganzes
in den Presseunterteil ausstoßbar eingesetzt, durch den gleichachsigen Ringschnitt
ist ein ringförmiger, abnehmbar äußeren Formteil gebildet, der selbst wieder durch
einen in der Ebene des größten Zäpfchenquerschnitts angebrachten waagerechten Schnitt
in eine obere und untere Hälfte unterteilt ist. Aus dieser Anordnung ergibt sich
die Möglichkeit des Ausstoßens der Gesamtform aus dem Presseunterteil und ihrer
Zerlegung nach dem Ausstoßen, wodurch die Gefahr der Beschädigung der Zäpfchen beim
Herausnehmen ausgeschlossen wird.
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Bei der bekannten Ausführung ist die Herstellung von Zäpfchen, die
von der Stelle des größten Querschnitts nach beiden Enden sich verjüngen, dadurch
ermöglicht, daß die verdickten Kopfenden der Zäpfchenformen in die Druckfläche eines
Preßstücks eingearbeitet sind, das zum Einpressen der Masse in die Formen dient.
Beim Abheben dieser Platte kommt es leicht zum Abbrechen der geformten Zäpfchen.
Diese Gefahr ist beim Erfindungsgegenstand dadurch vermieden, daß nur von dem die
äußeren Hohlformhälften enthaltenden Formteil der die Kopfhälften der Zäpfchen enthaltende
Teil für sich abnehmbar ist. Gleichviel ob dieser ringförmige Formteil beim Ausstoßen
der Gesamtform aus dem Presseunterteil sich schon ablöst und im Unterteil zurückbleibt
oder nicht, in jedem Falle sind die Zäpfchen beim Herausnehmen der Form auf dem
Presseunterteil durch das Mittelstück und den Mantelteil der Form gegen Beschädigung
geschützt. Nach Abnahme des Mantelteils der Form, die wegen der Kegelform der Zäpfchen
ohne Schwierigkeit möglich ist, lassen sich die Zäpfchen leicht aus den Vertiefungen
des inneren Formteils herausdrücken.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.
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Abb. 1 ist ein senkrechter Schnitt durch den Presseunterteil mit
eingesetzter Form.
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Abb. 2 ist ein Grundriß des Presseunterteils mit eingesetzter Form,
und Abb. 3 zeigt den nach einer Formung aus dem Presseunterteil ausgestoßenen inneren
Formteil mit den an ihm haftenden Zäpfchen und dem sie umschließenden oberen Formmantelteil.
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In dem Hohlraum 2 des Presseunterteils 1 sind die Teile, welche in
ihrer Gesamtheit die Hohlräume für die in einem Arbeitsgang herzustellenden Zäpfchen
26 enthalten, eingesetzt. Die Form besteht aus einem zylindrischen inneren Teil
23, in dessen Umfangsfläche die inneren Hälften der durch einen achsparallelen Ringschnitt
halbierten Hohlräume eingearbeitet sind. Die äußeren Hälften der Hohlräume sind
in gleicher Anordnung in die Innenfläche eines den inneren Formteil 23 umschließenden
und in die zylindrische Ausbohrung des Presseunterteils palssenden Zylindermantels
eingearbeitet, der in der Ebene des größten Zäpfchenquerschnitts quer zur Längsachse
in einen unteren kleineren Mantelring 24 und einen oberen größeren Mantelring 25
unterteilt ist. Die Mantelteile 24, 25 sind zweckmäßig in bezug auf den inneren
Formteil 23 durch Nut und Feder oder eine ähnliche Einrichtung (in der Zeichnung
nicht dargestellt) derartig in bezug aufeinander geführt, daß sie sich gegeneinander
nicht verdrehen können und die Formteile sich genau zu einer vollen Form ergänzen.
Zweckmäßig
ist ferner im Presseunterteil I eine Stellschraube zur Feststellung des unteren
Mantelringes 24 vorgesehen (nicht gezeichnet).
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Vor Beginn der Formung wird die Form durch Einsetzen der Teile 23,
24, 25 in der aus Abb. I ersichtlichen Weise in demPresseunterteil gebildet und
der untere Mantelring 24 durch Anziehen der nicht gezeichneten Stell- oder Preßschraube
im Presseunterteil I festgestellt. Wenn nun nach dem Einpressen des Materials in
die Hohlräume der Form der innere Formteil 23 aus dem Presseunterteil 1 herausgestoßen
wird, nimmt er die Zäpfchen26 und Iden oberen Mantelring 25 mit, wie Abb. 3 veranschaulicht,
während der untere Mantelring 24 im Presseunterteil 1 verbleibt. Der obere Mantelring
25 kann ohne weiteres von dem Kernstück 23 und den Zäpfchen nach oben abgestreift
werden, worauf sich die am inneren Formteil 23 haftenden Zäpfchen leicht abdrücken
lassen.