DE699429C - Verfahren zur Herstellung von Aminoketonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aminoketonen

Info

Publication number
DE699429C
DE699429C DE1936I0056356 DEI0056356D DE699429C DE 699429 C DE699429 C DE 699429C DE 1936I0056356 DE1936I0056356 DE 1936I0056356 DE I0056356 D DEI0056356 D DE I0056356D DE 699429 C DE699429 C DE 699429C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
methyl ketone
vinyl methyl
aminoketones
parts
preparation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1936I0056356
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Heinrich Hopff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DE1936I0056356 priority Critical patent/DE699429C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE699429C publication Critical patent/DE699429C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfähren zur Herstellung von Amirioketonen Es wurde gefunden, daß man wertvolle Aminoketone erhält, wenn man Vinylmethylketon auf hochmolekulare aliphatische Amine einwirken läßt. Die Umsetzung verläuft hauptsächlich nach folgender Gleichung-CH, = CHCOCH3 + RNH2 Vinylmethylketon + aliphatisches Amin (R - hochmolekularer aliphatischer Rest). Man kann an Stelle des Vinylmethylketons auch die durch Anlagerung von Halogenwasserstoff von ihm abgeleiteten ß-Halogenäthylmethylketone benutzen, z. B. ß-Chloräthylmethylketon.
  • Je nach der Anzahl der - in dem Molekül des benutzten Amins vorhandenen, an Stickstoff gebundenen Wasserstoffatome gelingt es, ein, zwei oder mehr Moleküle des- Vinylmethylketons anzulagern, vorausgesetzt, daß man dieses in entsprechender Menge verwendet.
  • In der Regel erfolgt die Anlagerung des Vinylmethylketons bereits bei einfachem Zusammenbringen. der Ausgangsstoffe, doch kann man durch Anwendung erhöhter Temperatur die Umsetzung beschleunigen. Die Umsetzungsdauer kann man ferner auch dadurch verkürzen, daß man unter Druck arbeitet. In manchen Fällen ist es zweckmäßig, in Anwesenheit eines Lösungsmittels zu arbeiten. Wenn man eiile durch Anlagerung von Halogenwasserstoff von dem Vinylmethylketon abgeleitete Verbindung benutzt, führt man die Umsetzung. zweckmäßig in Gegenwart säurebindender Mittel, wie Pyridin oder Dimethylanilin, durch. Die Anwesenheit wesentlicher Mengen von freier Säure ist möglichst zu vermeiden, da sonst unerwünschte Nebenreaktionen auftreten. Die erhaltenen Anlagerungsverbindungen lassen sich durch Destillieren oder Umkri-stallisieren reinigen. Das vorliegende Verfahren gestattet es, auf einfache Weise zeit guten Ausbeuten für viele Gebiete der organischen Industrie, u. a. für die Herstellung von Farbstoffen, Heilmitteln und Textilhilfsmitteln, technisch wertvolle Verbindungen herzustellen. Sie können z. B. in Form ihrer Salze unmittelbar oder auch nach Reduktion zu den entsprechenden sekundären Alkoholen und Veresterung mit Schwefelsäure oder Anlagerung von Alkylenoxyden als Textilhilfsmittel verwendet werden.
  • Man hat bereits vorgeschlagen, Vinylmethylketon auf n-Propylamin, Diäthylamin oder Piperidin einwirken zu lassen. Von den dabei erhaltenen Verbindungen unterscheiden sich die nach der Erfindung hergestellten Aminoketone vorteilhaft durch ihr Netzvermögen: Während salzsaure Lösungen der bekannten Umsetzungserzeugnisse von Vinylznethy lketon mit Aminen kein Netzvermögen besitzen, eignen sich salzsaure Lösungen von Erzeugnissen nach der Erfindung zum Netzen von Wollgeweben. ' Beispiel i 185 Teile Dodecylamin versetzt man -unter Rühren mit 7ö Teilen Vinylmethylketon. Unter Erwärmen bildet sich- sofort eine gelbbraune, viscose Flüssigkeit, die sich nicht mehr destillieren läßt und vermutlich y-Oxobutyldodecylamin ist. Sie löst sich gut in verdünnten Säuren. Die Lösungen schäumen stark und können zum Reinigen und Desinfizieren Verwendung finden.
  • Die Umsetzung verläuft ebenfalls sehr glatt, wenn man an Stelle von Dodecylamin entsprechende Mengen anderer hochmolekularer aliphatischer Amine, wie Oleylamin, verwendet.
  • Beispiel e Man läßt 75 Teile Vinylmethylketon langsam bei 5o° in eine Mischung von ioi Teilen Isohexylamin und i 5o Teilen Alkohol laufen, rührt noch Stunde lang bei der gleichen Temperatur, treibt den Alkohol ab und destilliert im Vakuum. Man erhält ein schwach gelb gefärbtes Öl (Kpis 127 bis 130°), das schwach aminisch riecht. Es hat einen Stickstoffgehalt von 8,1%.
  • Verwendet man unter sonst gleichen Bedingungen i 15 Teile Isoheptylamin, so erhält man ein unter 13 mm Hg-Druck bei 13o bis 13i° siedendes Erzeugnis, das 7,80% Stickstoff enthält und eine Mischung von Mono-und Di-y-oxobutylisoheptylamin ist.
  • Beispiel 3 7@ Teile Vinylmethylketon werden in der in Beispiel z beschriebenen Weise mit 269 Teilen Octodecylamin umgesetzt. Das Umsetzungserzeugnis ist ein hochviscoses Öl mit einem Stickstoffgehalt von q.,20%. Der Analyse nach handelt es sich um y-Oxobutyloctodecylamin.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCIil;: i. Verfahren zurHerstellung vonAminoketonen, dadurch gekennzeichnet, daß man Vinylmethylketön an hochmolekulare aliphatische Amine anlagert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man das Vinylmethylketon in Form der von ihm durch Anlagerung von Halogenwasserstoff abgeleiteten Verbindungen benutzt. 4 -
DE1936I0056356 1936-11-13 1936-11-13 Verfahren zur Herstellung von Aminoketonen Expired DE699429C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1936I0056356 DE699429C (de) 1936-11-13 1936-11-13 Verfahren zur Herstellung von Aminoketonen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1936I0056356 DE699429C (de) 1936-11-13 1936-11-13 Verfahren zur Herstellung von Aminoketonen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE699429C true DE699429C (de) 1940-11-29

Family

ID=7194338

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1936I0056356 Expired DE699429C (de) 1936-11-13 1936-11-13 Verfahren zur Herstellung von Aminoketonen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE699429C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4243701A1 (de) Wäßrige Textilweichmacher-Dispersionen
DE699429C (de) Verfahren zur Herstellung von Aminoketonen
DE812911C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten Derivaten des Piperidins
DE1240872B (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher, kapillaraktiver, als Wasch- und Reinigungsmittel und als Schaumstabilisatoren verwendbarer Ampholyte
DE200074C (de)
DE682393C (de) Verfahren zur Herstellung quaternaerer Stickstoffverbindungen
DE2557456A1 (de) Verfahren zur herstellung von aminoxiden
DE681850C (de) Verfahren zur Herstellung quaternaerer Stickstoffverbindungen
DE845520C (de) Verfahren zur Herstellung quaternaerer Ammoniumverbindungen
DE915034C (de) Verfahren zum Verformen von linearen Hochpolymeren
DE715365C (de) Verfahren zur Herstellung hoehermolekularer Mercaptale und Mercaptole
DE544621C (de) Verfahren zur Darstellung von 2- bzw. 3-Oxycarbazol
DE514415C (de) Verfahren zur Einfuehrung von Aldehydgruppen in sauerstoffhaltige cyklische Verbindungen
DE681125C (de) Verfahren zur Herstellung von kapillaraktiven Verbindungen aus Eiweissspaltprodukten
DE710480C (de) Verfahren zur Herstellung von Derivaten hoeherer Amide
DE637875C (de) Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen des 2, 4-Dioxopiperidins
DE555240C (de) Verfahren zur Herstellung von Pyridin- und Piperidinalkinen
DE881039C (de) Verfahren zur Herstellung des Pentaerythrit-dichlorhydrin-monoschwefligsaeureesters
DE695640C (de) Verfahren zur Einfuehrung von organischen Resten iogen
DE664309C (de) Verfahren zur Herstellung von Amiden hoehermolekularer Carbonsaeuren
DE875805C (de) Verfahren zur Herstellung des Pentaerythrit-dichlorhydrin-monoschwefligsaeureesters
DE894994C (de) Verfahren zur Herstellung von aliphatischen Quecksilberketon-verbindungen
DE182783C (de)
DE847899C (de) Verfahren zur Herstellung quarternaerer Ammoniumverbindungen
DE849556C (de) Verfahren zur Darstellung von therapeutisch wertvollen Aminoalkoholen des 6-Methoxy-chinolins