DE182783C - - Google Patents

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DE182783C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B19/00Oxazine dyes
    • C09B19/005Gallocyanine dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Ja 182783 KLASSE 22 c. GRUPPE
Zusatz zum Patente 178841 vom 12. Februar 1905.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. November 1905 ab. Längste Dauer: 11. Februar 1920.
Es ist beobachtet worden, daß bei den Kondensationen der Gallocyaninfarbstoffe mit den Karbonsäuren der aromatischen Amine sowohl bei Anwesenheit von Wasser als von anderen Lösungsmitteln, wie z. B. Eisessig, ein Teil des Gallocyaninfarbstoffs in sein Leukoderivat übergeht und als solches für die Kondensation wertlos wird. Das war um so weniger zu erwarten, als in der Patentschrift 166679 der Farbwerke vormals Meister Lucius & Brüning diese Kondensation — bei Anwendung von Eisessig als Medium — als eine glatte beschrieben wurde.
Das Verfahren kann aber leicht so ausgeführt werden, daß entweder das gebildete Leukoderivat als solches gewonnen wird, oder durch Oxydation desselben eine bessere Ausbeute an den neuen Farbstoffen erreicht wird. Diese Oxydation kann nach erfolgter Kondensation geschehen und der zurückgebildete Farbstoff weiter kondensiert werden, oder sie kann durch Wasserstoff entziehende Mittel bewirkt werden, welche die Kondensation nicht hemmen und vom Anfang an mit den Ausgangsmaterialien gemischt werden; als solche können Pikrinsäure und Polynitro sulfosäuren der Benzol- und der Naphtalinreihe erwähnt werden.
Das Verfahren wird in den drei folgenden Beispielen erläutert:
B e i s ρ i e 1 ι.
28 Teile des aus Nitrosodyäthylanilin und Gallamid gebildeten Farbstoffs und 24 Teile Anthranilsäure werden mit 130 Teilen Wasser 4 Stunden bei 100 bis iio° C. umgerührt. Das Reaktionsgemisch wird mit 200 Teilen Wasser und 20 Teilen 30 prozentiger Salzsäure am Wasserbade extrahiert, heiß abfiltriert und mit heißem Wasser gewaschen.
Aus dem Filtrat wird das Leukoderivat des angewandten Farbstoffs durch Kochsalz abgeschieden und durch Oxydation wieder kondensationsfähig gemacht.
Das ungelöst gebliebene Reaktionsprodukt wird mit 1500 Teilen Wasser und 12 Teilen Soda aufgelöst und mittels Kochsalz abgeschieden.
Beispiel 2.
Die gleichen Ausgangsmaterialien wie im Beispiel 1 werden ebenfalls 4 Stunden lang bei 100 bis iio° C. umgerührt, nun läßt man erkalten, setzt nach und nach 10 Teile Kaliumpersulfat (oder die äquivalente Menge eines anderen Oxydationsmittels) hinzu und dann auch portionenweise 12 Teile kristallisiertes Natriumacetat. Schließlich wird wieder 2 Stunden bei 100 bis iio° umgerührt.
Der Farbstoff kann wie unter Beispiel 1 abgeschieden werden. Man gewinnt eine
um 50 Prozent höhere Ausbeute an demselben.
Beispiel 3.
28 Teile des Farbstoffs aus Gallamid und Nitrosodiäthylanilin, 24 Teile Anthranilsäure und 17 Teile Dinitronaphtalindisulfosaure (saures Natronsalz des Gemenges 1:8:3:6 und 1:5:3:7) werden mit 130 Teilen Wasser 4 Stunden lang auf 100 bis 1100C. erwärmt und umgerührt.
Der Farbstoff wird wie beim Beispiel 1 abgeschieden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Neuerung im Verfahren zur Darstellung von blauen und grünlichblauen Farbstoffen durch Kondensation von Gallocyaninfarbstoffen mit den Karbonsäuren der aromatischen Amine gemäß Patent 178841, darin bestehend, daß die als Nebenprodukt bei dieser Darstellung entstehende Leukobase durch Oxydation wieder kondensationsfähig gemacht oder durch Zusatz von leicht reduzierbaren Substanzen deren Bildung überhaupt vermindert wird.
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