DE69933C - Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen aus der Klasse der Alizarin-Cyanine. (9 - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen aus der Klasse der Alizarin-Cyanine. (9

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DE69933C
DE69933C DENDAT69933D DE69933DA DE69933C DE 69933 C DE69933 C DE 69933C DE NDAT69933 D DENDAT69933 D DE NDAT69933D DE 69933D A DE69933D A DE 69933DA DE 69933 C DE69933 C DE 69933C
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/02Hydroxy-anthraquinones; Ethers or esters thereof
    • C09B1/06Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Auch ß-Nitroflavopurpurin und ß-Nitroanthrapurpurin lassen sich durch geeignet geführte Oxydation mit Braunstein oder analogen Körpern in Farbstoffe der Klasse der Alizarincyanine überführen.
Bei dieser Oxydation scheinen in erster Linie Körper vom Typus des Nitropurpurins (Nitrooxyflavopurpurin und Nitrooxyanthrapurpurin) zu entstehen, welche durch weitere Oxydation in Alizarincyanin ähnliche Farbstoffe übergehen. .
Wie bei allen diesen Oxydationen finden sich die Farbstoffe im Reacfiorisgemisch in Form ihrer Chinone, d. h. als Körper der Klasse der Anthradichinone vor, welche durch Erhitzen mit Wasser oder Säuren oder zweckmäfsiger durch Behandeln mit Reductionsmitteln in die Farbstoffe selbst übergeführt werden. . . . .
Beispiel:
10 kg ß-Nitroflavopurpurin werden in 300 kg Schwefelsäure von 66° B. gelöst, und unter gutem Umrühren 16 kg fein gepulverter Braunstein von 90 pCt. MwO2-GeUaIt eingetragen, wobei man die Temperatur 200 nicht übersteigen läfst. Die Reaction ist beendet, wenn eine in kaltes Wasser gegossene Probe sich darin ganz klar auflöst.
Man giefst hierauf die ganze Reactionsmasse, welche das Nitrooxyanthradichinon enthält, in Wasser, giebt 10 kg Natriumbisulfitlauge von 340 B. hinzu, erhitzt zum Kochen, filtrirt den als braunen Niederschlag abgeschiedenen Farbstoff ab und wäscht ihn aus.
In derselben Weise verfährt man bei der Oxydation des ß-Nitroanthrapurpurins. Die Eigenschaften der so erhaltenen neuen Farbstoffe sind aus folgender Tabelle ersichtlich:
Farbstoff aus ß-Nitroflavopurpurin Farbstoff aus ß-Nitro-
anthrapurpurin
In Sodalösung in der Kälte wenig, heifs mit schmutzig
violettrother Farbe löslich
mit schmutzig violetter
Farbe löslich
In Ammoniak kalt unlöslich; bei Luftzutritt allmälige
Lösung mit violetter Farbe
trübblaue Lösung
Lösung in kochendem, mit Esssig-
säure angesäuertem Wasser
gelbroth blauroth
Farbstoff aus β - Nitroflavopurpurin Farbstoff aus ß-Nitro-
anthrapurpurin
In. Eisessig leicht löslich mit gelbrother Farbe leicht löslich mit blau-
rother Färbe
Lösung in reiner concentrirter
Schwefelsäure
in dicken Schichten violettroth, in dünnen
Schichten oder verdünnter Lösung blau
violettroth
Färbung auf mit Thonerde vor
gebeizter Wolle
violett blau
Färbung auf ehromirter Wolle blau . grünblau
Die Zwischenproducte (Nitrooxyanthradichinone), welche bei der Darstellung dieser Cyanine auftreten, lassen sich aus der nach obigem Beispiel durch Eingiefsen des Oxydationsgemisches in Wasser erhaltenen Lösung durch Ausscheiden isoliren. Sie sind durch ihre grofse Löslichkeit in kaltem Wasser ausgezeichnet.
Es hat sich aufserderrr ergeben, dafs die in der Patentschrift Nr. 69842 beschriebene Oxy- . dation von Flavopurpurin, Anthrapurpurin, Oxyflavopurpurin und Oxyanthrapurpurin zu Alizarincyaninen erheblich glatter und besser verläuft, wenn man die Arsensäureester dieser Farbstoffe dem Verfahren dieses Patentes unterwirft. Diese Arsensäureester bilden sich glatt und fast momentan, wenn man die Lösung des betreffenden Farbstoffes in concentrirter Schwefelsäure mit trockener Arsensäure bei gewöhnlicher Temperatur (wobei noch keine Oxydation stattfindet) versetzt; sie sind durch ihre wenig intensive, gelblich bis bräunlich gefärbte Lösung in Alkali charakterisirt. Durch Kochen mit Wasser oder verdünnten Säuren werden sie in ihre Componenten gespalten. Die Oxydation der an Arsensäure gebundenen Farbstoffe .mit Braunstein verläuft . langsamer und ruhiger als diejenige der freien Farbstoffe und ist daher auch besser zu .leiten.
Beispiel:
10 kg Anthrapurpurin werden in 300 kg Schwefelsäure von 660B. gelöst und hierauf 7,5 kg trockene, pulverförmige Arsensäure eingerührt. Sobald eine in kaltes Wasser gegossene Probe beim Uebersättigen mit Natronlauge eine hellbräunlich gelbe Lösung giebt, ist die Bildung des Esters vollendet. Man trägt, nun 17 kg fein gepulverten Braunstein von 90 pCt. Mn O2-Gehalt unter gutem Umrühren ein, indem man die Temperatur so regulirt, dafs sie zum Schlufs ca. 45° beträgt. Sobald die Temperatur nicht mehr steigt, wird die Schmelze . in Wasser gegossen . und in der in der Patentschrift Nr. 69842 angegebenen Weise aufgearbeitet.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Neuerung in dem Verfahren . des Patentes Nr. 66153 (vierter Zusatz zum Patente Nr. 62018) zur Darstellung von Körpern der Klasse der Anthradichinone, darin bestehend, dafs man an Stelle von Alizarinbordeaux hier β-Nitroflavopurpurin oder β -Nitroanthrapurpurin in Schwefelsäurelösung mit Oxydationsmitteln, wie z. B. Braunstein u. s. w., behandelt.
  2. 2. Ueberführung der nach Anspruch 1. erhaltenen Anthradichinone in Farbstoffe der Klasse der Alizarincyanine durch Erhitzenmit Wasser oder Säuren, oder durch Behandeln mit Reductionsmitteln.
  3. 3. Neuerung in dem Verfahren des Patentes Nr. 69842 (Zusatz zum Patent Nr. 62018), darin bestehend, dafs man statt der dort angewendeten Farbstoffe Flavopurpurin, Anthrapurpurin, Oxyflavopurpurin, Oxyanthrapurpurin, hier die Arsensäureester dieser Farbstoffe anwendet.
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