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Technischer Bereich
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Die
Erfindung betrifft einen Etikettenspender, bei dem jedes bedruckte
Klebeetikett einer rollenförmigen
Etikettenfolge auf einen zu beklebenden Artikel aufgeklebt werden
kann, indem entweder das Etikett oder der Artikel bewegt oder das
Etikett manuell abgezogen wird.
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Hintergrund-Technik
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Ein
konventioneller Etikettenspender zum Aufkleben bedruckter Klebeetikette
auf zu beklebende Artikel, beschrieben beispielsweise in der Japanischen
Vorläufigen
Patentpublikation Nr. Hei 6-99963, wie etwa ein Drucketikettierer,
erfordert eine manuelle Halteoperation mit einem Griff und einem
Haupthebel, um jedes der Klebeetikette von einem Befestigungsbogen
abzuschälen,
so dass das Etikett für sein
Aufkleben auf einem Artikel bereitsteht. Ferner ist dieser Etikettenspender
so ausgebildet, dass ein abgeschälter
Teil des Etiketts von einer Etikett-Klebesektion gegen den Artikel
gedrückt
wird, und das Etikett wird derart nach vorne gezogen (bewegt), dass es
mittels der Etikett-Klebesektion auf der Oberfläche des Artikels reibt und
dadurch auf den Artikel aufgeklebt wird. Insbesondere führt ein
kontinuierlicher Klebebetrieb des Etikettenspenders zu einer Ermüdung des
Betreibers. Wegen der strukturellen Restriktion des Etikettenspender
ergibt sich ferner eine Begrenzung des Betrages (Länge) des
Etiketts, den der Betreiber benötigt
für das
Abschälen
und das Übertragen
des Etiketts vom Befestigungsbogen. Der Etikettenspender ist daher
nicht angepasst an Etikette, von denen jedes eine gewisse Länge aufweist.
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JP-Yz-1013052
offenbart einen Etikettenspender nach dem Oberbegriff von Anspruch
1.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Etikettenspender
zu schaffen, bei dem, wenn ein Klebeetikett auf einen zu beklebenden
Artikel derart aufgeklebt wird, dass ein Befestigungsbogen einer
rollenförmigen
Etikettenfolge, auf dem eine Anzahl bedruckter Klebeetiketten aufeinander
folgend temporär
aufgeklebt ist, von einer Wickelsektion mit einem Motor als Antriebsquelle
gezogen wird (nämlich
dann, wenn das Etikett vollständig
vom Befestigungsbogen entfernt worden ist), bevor die Spitze des
nächsten
Etiketts automatisch von dem Befestigungsbogen abgezogen ist, so
dass das Etikett bereitsteht für
sein Aufkleben auf einem Artikel und ein abgeschälter Teil des Etiketts von
einer Etikett-Klebesektion gegen den Artikel gedrückt wird,
so dass das Etikett auf den Artikel geklebt wird durch Bewegen entweder
des Etiketts oder des Artikels oder wenn das Etikett manuell herausgezogen
und auf den Artikel geklebt wird, der Befestigungsbogen automatisch
gezogen werden kann, selbst wenn der Befestigungsbogen beim Übertragen
des Etiketts von einer Umlenksektion separiert wird (nämlich selbst
wenn der Befestigungsbogen durchhängt), bis das Etikett vollständig vom
Befestigungsbogen abgezogen ist (das heißt, während das Etikett temporär auf dem
Befestigungsbogen klebt).
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Offenbarung der Erfindung
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Der
Etikettenspender nach der vorliegenden Erfindung ist so ausgebildet,
dass er ferner umfasst: eine Steuerschaltung zum Ansteuern des Motors zum
Ziehen des Befestigungsbogens mit Hilfe der Wickelsektion, wenn
die Mittel zum Erfassen eines Durchhängens des Befestigungsbogens
eine Ausgabe für
eine Durchhängen
des Befestigungsbogens erzeugen und auch wenn die Etiketten-Erfassungsmittel
eine Ausgabe erzeugen, die eine Abwesenheit eines Etiketts anzeigt;
und eine Zeitgeberschaltung, die, wenn die Etiketten-Erfassungsmittel
in einen Zustand zum Ausgeben des Vorhandenseins eines Etiketts
geschaltet sind, die Ansteuerung des Motors für eine vorgegebene Zeit fortsetzt,
wobei die Zeit einstellbar ist.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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1 ist
eine Seitenansicht, die einen Etikettenspender nach der vorliegenden
Erfindung zeigt, wobei eine Seitenwand an dessen Vorderseite entfernt
ist;
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2A und 2B sind
vergrößerte Ansichten
zur Erläuterung
einer Umkehrsektion gemäß 1;
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3 ist
ein vergrößerter Grundriss,
der einen Oberabschnitt einer Bodenabdeckung des Etikettenspenders
zeigt, wobei ein Teil einer Abdeckplatte entfernt ist;
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4 ist
eine vergrößerte perspektivische Ansicht,
die einen Oberabschnitt der Bodenabdeckung zeigt, wobei die Abdeckplatte
gemäß 3 montiert
ist;
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5 ist
eine vergrößerte perspektivische Ansicht,
die eine Etiketten-Kleberolle und eine Etiketten-Erfassungsplatte
des Etikettenspenders zeigt, und zwar gesehen schräg von unten;
und
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6 ist
ein Erläuterungsschaubild,
das schematisch eine Steuerschaltung des Etikettenspenders zeigt.
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Beste
Art und Weise zum Ausführung
der Erfindung Im folgenden wird im Zusammenhang mit den Zeichnungen
eine Ausführungsform
des Etikettenspenders nach der vorliegenden Erfindung im Einzelnen
beschrieben.
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Nach 1 und
nach den 2A und 2B ist
eine Etikettenfolge R so ausgebildet, dass eine Anzahl bedruckter
Klebeetiketten L temporär hintereinander
auf einem Befestigungsbogen S aufgeklebt ist, welcher zu einer Rolle
gewickelt ist. Ein Etikettenspender 10 weist ein Gehäuse 20 und
eine Bodenabdeckung 30 auf, die geöffnet und geschlossen werden
kann, wobei eine Welle einer Wickelrolle, die später noch zu beschreiben ist,
bezüglich
des Gehäuses 20 einen
Abstützpunkt
bildet.
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Ein
Etikettenhalter 31, der als Etiketten-Ladesektion zum Justieren
der Etikettenfolge R dient, ist bezüglich der Bodenabdeckung 30 fliegend
gelagert, so dass die gemäß 1 entgegengesetzte Seite
des Etikettenhalters 31 offen ist, und ein Teil des Halters 31 ist
mit einer Feder-Sektion 31a versehen, die eine Reibkraft
auf ein Board-Rohr P der Etikettenfolge R ausübt.
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Ein
Umlenkstift 32 zum Ändern
der Bewegungsrichtung des Befestigungsbogens S der Etikettenfolge
R ist so ausgebildet, dass seine beiden Enden drehbar in einem Stift-Tragebauteil 33 gelagert sind,
welches in seitlicher Richtung (der Bewegungsrichtung des Etiketts
oder des Befestigungsbogens) bezüglich
der Bodenabdeckung 30 gemäß 1 und 2A und 2B verschiebbar
ist.
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Eine
spezifische, verschiebbare Struktur des Stift-Tragbauteils 33 gemäß 3 ist
so ausgebildet, dass eine längsgerichtete
Stabsektion 33a des Tragbauteils 33, welches T-förmig ausgebildet
ist und an dessen oberem Abschnitt der Umlenkstift 32 befestigt
ist, locker mit Rippen 30a im Eingriff steht, welche an
der Bodenabdeckung 30 angeordnet und in der Figur zum Teil
durch Schraffur gekennzeichnet sind. Gemäß 4 ist der
Eingriffabschnitt der Stab-Sektion 33a mittels einer Abdeckplatte 30b verriegelt.
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Wie
in 2A gezeigt, wird das Stift-Tragbauteil 33 von
einer Druckfeder 34 nach rechts in der Figur verspannt,
und wenn der Befestigungsbogen S durchhängt, wird das Bauteil 33 nach
rechts verschoben, und die Betätigung
eines Mikroschalters 35 neben dem linken Ende des Bauteils
wird freigegeben, um einen Ein/Aus-Status des Schalters zu wechseln.
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Der
Mikroschalter 35 ist speziell in 3 dargestellt.
Da ein zu betätigendes
Bauteil (ein Stiftdorn), das gegenüber dem Ende der längsgerichteten
Stab-Sektion 33a des Stift-Tragbauteils 33 angeordnet
ist, strukturgemäß über eine
Vorspannkraft verfügt,
dergestalt, dass es dazu tendiert, aus dem Schaltergehäuse nach
außen
vorzustehen, ist die Druckfeder 34 gemäß 2A und 2B nicht
notwendigerweise erforderlich.
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Eine
Wickelrolle 36 sitzt drehbar auf einer Welle 36a,
von der die Bodenabdeckung 30 am Gehäuse 20 derart gehalten
wird, dass sie geöffnet
und geschlossen werden kann. Die Wickelrolle 36 ist über ein
Untersetzungsgetriebe 22 an einen Gleichstrommotor 21 angeschlossen,
der seitens des Gehäuses 20 angeordnet
ist; sie steht unter der Wirkung einer Druckrolle 37.
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Die
Bodenabdeckung 30 gemäß 4 ist mit
oberseitigen Etiketten-Seitenführungen 40 versehen,
die miteinander verbunden sind und von einer Kombination aus einer
Zahnstange und einem Ritzel gegeneinander oder fort voneinander
bewegt werden; auch weist die Bodenabdeckung ein Paar von Hacken 30c auf,
die mit einer später
noch zu beschreibenden Querstange, welche seitens des Gehäuses 20 angeordnet
ist, in oder außer
Eingriff stehen.
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Eine
Führungsrolle 39a ist
seitens des Gehäuses 20 angeordnet,
und ein Führungsvorsprung 39b sowie
eine Führungsrolle 39c sind
seitens der Bodenabdeckung 30 vorgesehen und dienen als Führungen
für den
Lauf der Etikettenfolge R und des Befestigungsbogens S. Der Führungsvorsprung 39b bildet
die Unterkante eines Schlitzes W, der über die Bodenabdeckung 30 verläuft, um
den vom Umkehrstift 32. zur Führungsrolle 39c wandernden
Befestigungsbogen S zu führen.
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Eine
Etiketten-Kleberolle 23 ist oben auf dem Gehäuse 20 angeordnet,
und wenn die Bodenabdeckung 30 geschlossen ist, liegt die
Rolle 23 stromab des Weges des Etiketts vom Umkehrstift 32 über einen
oben auf der Innenseite der Abdeckung 30 angeordneten Etiketten-Aufnehmer 30d hinaus
und nimmt die bedruckte Fläche
(die nicht-klebende Fläche)
des abgenommenen und transferierten Etiketts auf. Der temporäre Etikett-Aufnehmer 30d an
der Bodenabdeckung 30 ist mit mehreren einzelnen Rippen
versehen, die in Bewegungsrichtung des Etiketts verlaufen.
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Eine
Etiketten-Erfassungsplatte 24 ist drehbar oben am Gehäuse 20 angeordnet,
so dass sie von der Seite der bedruckten Fläche des Etiketts aus in den
Bewegungsweg eingeführt
werden kann, und zwar dort, wo das Etikett zwischen dem Umlenkstift 32 und
der Etiketten-Kleberolle 23 abgeschält wird, wenn die Bodenabdeckung 30 geschlossen
ist, nämlich
im Bereich des temporären
Etiketten-Aufnehmers 30d. Außerdem steht die Etiketten-Erfassungsplatte 24 unter
einer wenn auch sanften Vorspannkraft einer Druckfeder 25,
um sich in Einführungsrichtung
zu drehen und in den optischen Pfad eines Transmissionssensors 26 auf
der gegenüberliegenden
Seite des Bewegungsweges hineinzuwandern oder den Pfad zu verlassen.
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Ein
Griff 27, entstanden durch seitliches Ausschneiden eines
Teils an der Oberseite des Gehäuses 20,
ist an seiner Unterseite mit einem Triggerschalter 28 (einem
Hauptschalter) versehen. Ferner ist im Griff 27 eine Batterie
angeordnet.
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Öffnungs-
und Schließhebel 29,
wie in 5 dargestellt, sind als Paar kopfseitig an beiden
Seiten des Gehäuses 20 vorgesehen
(lediglich eine Seite ist in der Figur dargestellt). Die Hebel 29 sind
miteinander verbunden, wobei ihre oberen Enden einen Stützpunkt
für eine
Schwingbewegung bilden, und an ihren unteren schwingungsseitigen
Enden sind über eine
Querstange 29a verbunden, die in oder außer Eingriff
mit den Hacken 30c der Bodenabdeckung 30 steht.
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Ein
Steuerschaltungsblock CSB ist gemäß schematischer Darstellung
am Gehäuse 20 befestigt und
enthält
ein Schaltungssubstrat sowie darauf befestigte Schaltungselemente.
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Zuerst
wird die Bodenabdeckung 30 des Etikettenspenders 10 um
etwa 90° geöffnet, mit
der Welle 36a der Wickelrolle 36 als Haltepunkt,
um die Etikettenfolge R auf den Etikettenhalter 31 aufzusetzen.
Dabei wird die Etikettenfolge R mitten auf der Welle des Etikettenhalters 31 positioniert,
und zwar mittels halterseitiger Etiketten-Seitenführungen 31b des
Halters. Da das Boardrohr P der Etikettenfolge R durch die Feder-Sektion 31a einer
Reibkraft unterworfen wird, wirkt eine Widerstandskraft gegen eine Bewegung
der Etikettenfolge R.
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Sodann
wird der Abstand zwischen den oberseitigen Etiketten-Seitenführungen 40 auf
die Breite des Etiketts L (des Befestigungsbogens S) eingestellt,
und der vordere Bogen der Etikettenfolge R wird, nachdem er den
Raum zwischen dem Seitenführungen 40 passiert
hat, auf den rechts liegenden Umfang des Umlenkstiftes 32 aufgelegt,
um seine Laufrichtung zu ändern,
und durch den Schlitz W hindurchgeführt, wobei der Führungsvorsprung 39b die Unterkante
bildet. Nachdem die Bodenabdeckung 30 geschlossen worden
ist, wird der Befestigungsbogen S, von dessen Oberseite ein unerwünschtes
Etikett L entfernt worden ist, zwischen die Wickelrolle 36 und die
Druckrolle 37 eingeführt,
und zwar über
die Führungsrolle 39c.
Auch wird nach Schließen
der Bodenabdeckung ein Teil der Etikettenfolge R auf der stromauf
gelegenen Seite, gesehen vom Umlenkstift 32 aus, von der
Führungsrolle 39a gegen
die Bodenabdeckung 30 geschoben, und somit wird der Umlenkeffekt
des Befestigungsbogens S gefördert.
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Wenn
der vordere Bogen der Etikettenfolge R lediglich auf den rechtsseitigen
Umfang des Umlenkstiftes 32 aufgelegt wird, um die Richtung
zu ändern,
wird, wie in 2A gezeigt, der Befestigungsbogen
S vom Führungsvorsprung 39b getrennt,
und die Etikettenfolge R hängt
durch. Folglich wird das Stift-Tragebauteil 33 unter
dem Einfluss der Druckfeder 34 nach rechts verschoben,
und der Mikroschalter 35 wird freigegeben, um den Durchhang
des Befestigungsbogens zu erfassen.
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Wird
der Griff 27 des Gehäuses
gehalten und der Triggerschalter 28 auf EIN gestellt, so
gibt also eine in der Steuerschaltung nach 6 enthaltene Schaltung 50 zur
Erfassung des Durchhängens
des Befestigungsbogens ein Befestigungsbogen-Durchhängesignal
(Niveau L) ab. Als Resultat öffnet
eine NAD-Gatterschaltung ein Gatter und lässt einen Transistor 90 leitend
werden, wodurch der Gleichstrommotor 21 angetrieben wird.
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Auf
diese Weise wird die Wickelrolle 36 über das Untersetzungsgetriebe
22 im Uhrzeigersinn gedreht, und bei Drehung dieser Rolle wird die
Druckrolle 37 gegen den Uhrzeigersinn angetrieben. Folglich
liegt das vordere Ende des Befestigungsbogens S zwischen beiden
Rollen, und der Befestigungsbogen S wird gezogen.
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Da
die Etikettenfolge R einem Reibwiderstand unterliegt, hervorgerufen
durch die Einwirkung der Feder-Sektion 31a auf das Boardrohr
P, wird sie fortschreitend festgezogen, wenn am Befestigungsbogen
gezogen wird. Folglich wird jedes Etikett auf dem Befestigungsbogen
S, der vom Umlenkstift 32 umgelenkt wird, unter der Wirkung
seiner eigenen Steifigkeit abgeschält (sofern das Etikett vorhanden ist).
Wenn, wie in 2B gezeigt, der Befestigungsbogen
S gegen den Führungsvorsprung 39b gedrückt und
gestrafft wird, wird das Stift-Tragebauteil 33 nach links
gegen die Spannung der Druckfeder 34 verschoben (jedoch
kann auch lediglich die Vorspannkraft des Stiftdorns im Mikroschalter 35 überwunden
werden), um den Mikroschalter 35 zu drücken.
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Durch
Drücken
des Mikroschalters 35 ändert die
Schaltung 50 zur Erfassung einer Durchhängung des Befestigungsbogens
ihr Ausgangssignal in ein Befestigungsbogen-Spannungssignal (Niveau
H). Als Folge wird das Gatter der NAD-Gatterschaltung 80 geschlossen,
um den Transistor 90 abzuschalten, wodurch der Gleichstrommotor 21 gestoppt
wird.
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Auf
diese Weise wird das Etikett dort, wo der Befestigungsbogen vom
Umlenkstift 32 umgelenkt wird, in vorbestimmter Länge abgeschält, und
es wandert durch den temporären
Etiketten-Aufnehmer 30d, so dass die bedruckte Seite gegen
die Etiketten-Kleberolle 23 gerichtet ist und die Klebefläche auf der
Rückseite
freiliegt.
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Wenn
das Etikett L, dessen Klebefläche
freiliegt, auf einen (zu beklebenden) Artikel geklebt wird, wird
der Griff 27 des Gehäuses 20 festgehalten,
wobei der Triggerschalter 28 auf EIN steht, und das Etikett
L wird von der Etiketten-Kleberolle 23 gegen den Artikel
gedrückt.
Wird der Etikettenspender 10 als Ganzes gegen die Übertragungsrichtung
des Etiketts L gezogen (das heißt,
nach links), so wird das Etikett auf den Artikel geklebt.
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Wenn
die Klebefläche
des Etiketts L gegen den Artikel gedrückt und der Etikettenspender
als Ganzes gegen die Transferrichtung des Etiketts L gezogen wird,
wird das Etikett L fortschreitend derart auf den Artikel geklebt,
dass es vom Etikettenspender 10 aus übertragen wird. Bis das Etikett
L vollständig
vom Befestigungsbogen S abgenommen ist (nämlich während es temporär auf dem
Befestigungsbogen S klebt), hängt,
wie in 2A gezeigt, der Befestigungsbogen
S durch, so dass er sich in Abhängigkeit
vom Transfer des Etiketts L vom Umlenkstift 32 trennt.
Hat sich der Zustand nach 2A eingestellt,
wird der Gleichstrommotor 21, wie im Fall der oben beschriebenen
anfänglichen
Einstellung, angetrieben, und der durchhängende Befestigungsbogen S
wird von der Wickelrolle 36 und der Druckrolle 37 gezogen.
Auf diese Weise kehrt der Befestigungsbogen S in den Zustand nach 2B zurück, und
der Gleichstrommotor 21 wird gestoppt. Behält der Befestigungsbogen
S beim Übertragen
des Etiketts L seine Durchhängung
bei, gelangt er zwischen den Artikel und das Etikett L, und das
Etikett L kann folglich nicht korrekt aufgeklebt werden.
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Wie
oben ausgeführt,
wiederholt der Gleichstrommotor 21 den Betrieb derart,
dass, wenn der Befestigungsbogen S durchhängt, der Gleichstrommotor 21 betätigt wird,
um den Befestigungsbogen S zu ziehen, während, wenn der Befestigungsbogen
S stramm wird, der Motor 21 stoppt, so dass der Befestigungsbogen
S nicht mehr gezogen wird. Das Ziehen des Befestigungsbogens S erleichtert
die Betriebsweise, dass das Etikett L vom Befestigungsbogen S abgeschält werden
muss, wenn es auf den Artikel geklebt wird.
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Wenn
das Etikett L vollständig
vom Befestigungsbogen S abgezogen und auf den Artikel geklebt worden
ist, wobei es sich vom Etikettenspender 10 getrennt hat,
dreht sich die Etiketten-Erfassungsplatte 24, die in Gleitberührung mit
der bedruckten Fläche
des grade abgeschälten
Etiketts L steht, unter der Spannung der Druckfeder 25 im
Uhrzeigersinn um einen vorbestimmten Winkel und verlässt den
optischen Pfad des Transmissionssensors 26. Folglich ändert eine
Etiketten-Erfassungsschaltung 60,
die den Status des Transmissionssensors 26 als Signal anzeigt,
seinen Ausgang in einen Status, in dem kein Etikett vorhanden ist
(Niveau L) und belässt
den Transistor 90 im leitenden Zustand, ohne das Gatter der
NAD-Gatterschaltung 80 zu schließen, wodurch der Antrieb des
Gleichstrommotors 21 aktiv bleibt.
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Durch
Zug auf den unter Spannung stehenden und in engem Kontakt mit dem
Umlenkstift 32 kommenden Befestigungsbogen S, hervorgerufen durch
den Antrieb des Gleichstrommotors 21 in Abhängigkeit
von dem Signal der Etiketten-Erfassungsschaltung 60, wird
das nächste
Etikett L unter der Wirkung seiner eigenen Steifigkeit abgeschält, und es
wandert gradlinig durch den temporären Etiketten-Aufnehmer 30d zur
Etiketten-Kleberolle 23.
Von dem Etikett L, welches abgenommen und übertragen wird, wird die Etiketten-Erfassungsplatte 24 derart gegen
den Urzeigersinn gedreht, dass sie aufwärts gegen die Spannung der
weichen Druckfeder 25 drückt und in den optischen Pfad
des Transmissionssensors 26 eintritt. Auf diese Weise ändert die
Etiketten-Erfassungsschaltung 60 ihren Ausgang in denjenigen
Status hinein, in dem ein Etikett präsent ist (Niveau H), und triggert
eine Timer-Schaltung 70. Die getriggerte Timer-Schaltung 70 ändert ihren
Ausgang in den einer voreingestellten Zeit T (Niveau L) und belässt den
Transistor 90 im leitenden Zustand, ohne das Gatter der
NAD-Gatterschaltung 80 während der Zeit
T zu schließen,
wodurch der Gleitstrommotor 21 weiterhin betrieben und
das Abschälen
der Etiketten L fortgesetzt wird.
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Ist
die Zeit T der Timer-Schaltung 70 verstrichen, gelangen
sämtliche
Signale der drei Schaltungen 50, 60 und 70 auf
das Niveau H, um das Gatter der NAD-Gatterschaltung 80 zu
schließen.
Folglich wird der Transistor 90 abgeschaltet, und der Gleichstrommotor 21 stoppt,
wodurch die Abschäloperation der
Etiketten unterbrochen wird.
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Die
Etiketten-Erfassungsplatte 24 liegt auf der stromauf gelegenen
Seite des Etikettenweges, bezogen auf die Kleberolle 23.
Die Funktion der Timer-Schaltung 70 besteht darin, die
abgeschälte Spitze
des nächsten
Etiketts L zur Unterseite der Etiketten-Kleberolle 23 zu
bringen, so dass das Etikett zum Aufkleben bereitsteht. Um die Abschälung des Etiketts
L zu ändern,
ist die Timer-Schaltung 70 so ausgebildet, dass die vorgewählte Zeit
T eingestellt werden kann, beispielsweise über einen variablen Widerstand.
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Wenn
die Etiketten-Kleberolle zweigeteilt ist, so dass sich die Etiketten-Erfassungsplatte
in deren Mittelabschnitt hineinerstreckt, in welchem die Etiketten-Kleberolle
nicht vorhanden ist, und wenn die Anwesenheit eines Etiketts in
der Nähe
der Etiketten-Kleberolle erfasst werden kann, muss die Timer-Schaltung
nicht unbedingt eingesetzt werden.
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Das
Aufkleben des Etiketts auf dem Artikel wird durchgeführt durch
eine Relativbewegung zwischen dem Etikettenspender und dem Artikel.
Das Aufkleben kann also stattfinden, selbst wenn der Etikettenspender 10 mit
der Unterseite nach oben umgedreht ist und der Artikel von oberhalb
des Etikettenspenders 10 gegen die dargebotene Klebefläche des
Etiketts gedrückt
wird, um gegen die Etiketten-Kleberolle zu reiben. Auch kann das
Etikett L in der weise auf den Artikel geklebt werden, dass der Etikettenspender 10 mit
der Seite des Gleitstrommotors 21 nach unten fixiert ist
und das Etikett L manuell herausgezogen wird. Um den Etikettenspender 10 in fixierter
Lage zu benutzen, ist es vorteilhaft, beispielsweise einen Gleitschalter
vorzusehen, und zwar derart, dass ein EIN-Status parallel zum Triggerschalter 28 elektrisch
semi-fixiert wird.
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Im
Folgenden wird auf einen speziellen Fall Bezug genommen. Da der
am Stift-Tragebauteil 33 montierte Umlenkstift 32 in
Etiketten-Bewegungsrichtung verschiebbar ist (nämlich in seitlicher Richtung in
den Figuren), wird er nahe an den oder weit fort von dem temporären Etiketten-Aufnehmer 30d bewegt,
und es kann ein weiter Abstand vorgesehen sein zwischen dem Umlenkstift 32 und
dem Etiketten-Aufnehmer 30d. Andererseits, wenn die Steifigkeit
des verwendeten Etiketts gering oder die Haftkraft eines Klebers
hoch ist, kann das Etikett nicht vollständig vom Befestigungsbogen
abgenommen werden, selbst wenn der Befestigungsbogen umgelenkt wird.
Darüber
hinaus, wenn diese Kondition kombiniert ist mit der Kondition eines
weiten Abstandes zwischen dem Umlenkstift 32 und dem Etiketten-Aufnehmer 30d,
gelangt das Etikett nicht auf den Etiketten-Aufnehmer 30d;
es wird zusammen mit dem Befestigungsbogen von dem Umlenkstift 32 umgelenkt,
mit dem Ergebnis, dass es nicht abgeschält wird.
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Sollen
Etiketten mit diesen Eigenschaften verwendet werden, wird der Umlenkstift 32 nach rechts
bewegt, und das Stift-Tragebauteil 33 wird fixiert, so
dass der Abstand zwischen dem Umlenkstift 32 und dem temporären Etiketten-Aufnehmer 30d so klein
wie möglich
wird. Wenn der Umlenkstift 32 in der stromabwärts gerichteten
Richtung des Etiketten-Transfers
situiert verbleibt, ist der Ausgang der Schaltung 50 zur
Erfassung des Durchhangs des Befestigungsbogens in einem Status
fixiert, in dem der Gleichstrommotor 21 in Betrieb bleibt.
Folglich ist es erforderlich, die Schaltung 50 abzuschalten
oder den Ausgang der Schaltung 50 in demselben Status zu
fixieren, wie in demjenigen Falle, in welchem eine Spannung des
Befestigungsbogens erfasst wird.
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Wie
in 3 gezeigt, ist der Mikroschalter 35 über eine
Schalterhalteplatte 41 an der Bodenabdeckung 30 befestigt.
Wenn also die Befestigung der Halterplatte 41 am Mikroschalter 35 gelöst und der Mikroschalter 35 fixiert
wird, sobald das Stift-Trägerbauteil 33 vom
Mikroschalter 35 (Stiftdorn) in eine rechtsseitige Verschiebungs-Grenzposition
gedrückt worden
ist, wird der Abstand zwischen dem Umlenkstift 32 und dem
temporären
Etiketten-Aufnehmer 30d so klein wie möglich. Außerdem, dass der Mikroschalter 35 auf
das Stift-Trägerbauteil 33 drückt, bedeutet
ferner, dass er unter der Druckwirkung des Bauteils 33 steht;
die Schaltung 50 zur Erfassung des Durchhängens des
Befestigungsbogens ist also fixiert in demselben Zustand wie dann,
wenn eine Spannung des Befestigungsbogens erfasst wird.
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Wie
in 5 gezeigt, wird eine Montageplatte A für die Etiketten-Erfassungsplatte 24,
die Druckfeder 25 und den Transmissionssensor 26 eingesetzt,
um eine Blattfeder 20B zu bilden, die in Zweipunkt-Strich-Linien
angedeutet ist. Durch die Blattfeder 20B wird der Umlenkgrad
des Befestigungsbogens S in der Weise verbessert, dass dann, wenn
die Bodenabdeckung 30 geschlossen ist, die Etikettenfolge
R gegen die Innenseite der Bodenabdeckung 30 gedrückt wird,
und zwar an einer Stelle nahe des Umlenkstiftes 32.
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Folglich
ist die Steuerschaltung so ausgebildet, dass der Gleichstrommotor 21 unabhängig davon,
ob die Timer-Schaltung 70 betätigt wird, nur dann angetrieben
wird, wenn die Etiketten-Erfassungsschaltung 60 die Abwesenheit
eines Etiketts erfasst. Sogar das Etikett, welches nicht vollständig vom
Befestigungsbogen abgeschält
ist, wandert weiter, aufruhend auf dem temporären Etiketten-Aufnehmer 30d,
ohne entlang des Umlenkstiftes 32 umgelenkt zu werden,
und erreicht die Unterseite der Etiketten-Kleberolle 23.
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Wenn
die Schaltung 60 die Anwesenheit eines Etiketts erfasst,
wird der Antrieb des Motors unterbrochen.
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Da
in diesem speziellen Falle die Schaltung 50 zur Erfassung
des Durchhängens
des Befestigungsbogens im wesentlichen nicht betätigt wird, wird der Gleichstrommotor
nicht angetrieben in einem Status, in dem die Etiketten-Erfassungsschaltung 60 das
Vorhandensein eines Etiketts erfasst (das heißt, während das Etikett vom Befestigungsbogen
abgeschält
wird), und die Abnahme des Etiketts wird nicht von der Schaltung 50 begünstigt.
Ist daher das Etikett nicht sehr lang, wird es augenblicklich vom
Befestigungsbogen abgeschält,
und der Aufklebevorgang kann somit völlig problemlos durchgeführt werden.
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Der
Einsatz eines Befestigungsmechanismus für das Stift-Bauteil 33 mittels des Mikroschalters 35 schafft
eine Anpassung an den Spezialfall ohne Änderung der Steuerschaltung.
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Industrielle
Anwendbarkeit Wie oben ausgeführt,
ist der Etikettenspender nach der vorliegenden Erfindung, der in
einfacher Weise eine vorbestimmte Anzahl von Etiketten in Folge
auf Artikel kleben kann und eine leichte und stabile Bauweise aufweist,
im praktischen Gebrauch sehr nützlich.