DE69930C - Verfahren zur Darstellung von p-Methoxyphenyldimethylpyrazolon - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von p-Methoxyphenyldimethylpyrazolon

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DE69930C
DE69930C DENDAT69930D DE69930DA DE69930C DE 69930 C DE69930 C DE 69930C DE NDAT69930 D DENDAT69930 D DE NDAT69930D DE 69930D A DE69930D A DE 69930DA DE 69930 C DE69930 C DE 69930C
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methoxyphenyldimethylpyrazolone
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heated
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DENDAT69930D
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J. D. RIEDEL in Berlin N., Gerichtstr. 12/13
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D231/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings
    • C07D231/02Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings
    • C07D231/10Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D231/14Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D231/18One oxygen or sulfur atom
    • C07D231/20One oxygen atom attached in position 3 or 5
    • C07D231/22One oxygen atom attached in position 3 or 5 with aryl radicals attached to ring nitrogen atoms
    • C07D231/261-Phenyl-3-methyl-5- pyrazolones, unsubstituted or substituted on the phenyl ring

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Durch vielfache therapeutische Erfahrung mit künstlichen, antipyretisch und antineuralgisch wirksamen Substanzen ist die Thatsäche festgestellt, dafs eine in Parastellung zur charakterisirenden Gruppe befindliche Oxalkylgruppe die Wirkung dieser Substanzen ungemein günstig beeinflufst und ihre schädlichen Nebenwirkungen, wahrscheinlich durch Verringerung der Löslichkeit, mildert oder beseitigt. Da nun auch das bekannteste Antipyreticum, das Antipyrin, derartige Nebenwirkungen besitzt, so erscheint es von hoher Bedeutung, in Parastellung oxalkylirte Phenyldimethylpyrazolone darzustellen. Hierzu war ein Weg bisher nicht vorhanden. Nachdem jedoch ein Verfahren gefunden wurde, zu Paraoxalkylderivaten des Phenylhydrazins zu gelangen (D.R. P. No. 68719), ist es auch gelungen, von denselben ausgehend, die gesuchten ρ - Oxalkylphenyldimethylpyrazolone zu erhalten. Dieselben zeigen bei etwas geringerer Löslichkeit, wie sie das Antipyrin besitzt, hervorragende antipyretische und antineuralgische Wirkungen und sind zu therapeutischer Verwendung bestimmt.
Von den neuen Derivaten hat sich am werthvollsten und am leichtesten zugänglich das p-Methoxyphenyldimethylpyrazolon erwiesen.
Zur Gewinnung des neuen Derivates wird das . durch Einwirkung reducirender Mittel auf die aus p-Amidoanisol erhältlichen Diazosalze und diazosulfosauren Salze dargestellte p-Methoxyphenylhydrazin in molecularer Menge mit^ Acetessigsäureäthylester zusammengebracht, wobei unter Erwärmung Verflüssigung der Masse und Abscheidung von Wasser eintritt.
Nun wird das OeI einige Zeit im Wasserbade erhitzt. Es tritt Alkoholabspaltung ein, und nach Verdampfen des Wassers und Alkohols, von denen ersteres vor dem weiteren Erhitzen auch direct durch Abheben beseitigt werden kann, resultirt ein dickes OeI, welches beim Erkalten zur festen Krystallmasse erstarrt und durch Waschen mit Aether, durch Umkrystallisiren aus Alkohol oder aus Wasser gereinigt werden kann. Das Reactionsproduct ist das ρ - Methoxyphenylmethylpyrazolon, C11 H12 TV2 O2. Dasselbe bildet, aus Wasser krystallisirt, feine farblose Nädelchen vom Schmelzpunkt 1380C. Es ist leicht löslich in Alkohol und Benzol, schwer in Wasser und Aether. Es löst sich ferner in Säuren und Alkalien, fällt aber beim Neutralisiren dieser Lösungen wieder aus. In der wässerigen Lösung erzeugt salpetrige Säure einen gelben Niederschlag von Nitrosomethoxyphenylmethylpyrazolon, welches in Aether leicht löslich ist.
Das Methoxyphenylmethylpyrazolon geht beim Behandeln mit Jodmethyl und Methylalkohol in geschlossenen Gefäfsen bei 1000C. wenig übersteigenden Temperaturen glatt in das ρ - Methoxyphenyldimethylpyrazolon, C12 H14 N2O2, über, das aus der Reactionsmasse nach Neutralisiren mit Alkali leicht durch Ausschütteln mit Chloroform oder ähnlichen Lösungsmitteln isolirt werden kann und beim Verdampfen der letzteren als hellgelbes OeI zurückbleibt, welches nach einiger Zeit zu Krystallen erstarrt, deren Schmelzpunkt bei 820C. liegt. Das ρ - Methoxyphenyldimethylpyrazolon löst sich leicht in Wasser, Alkohol und Chloroform, weniger leicht in Aether und
Benzin., Seine wässerige Lösung giebt mit salpetriger Säure eine intensiv grüne Färbung, bei gröfserer Concentration unter Abscheidung grüner Kryställchen von Nitrosomethoxyphenyldimethylpyrazolon, welches in Aether unlöslich ist. Ein Tropfen Eisenchloridlösung zu derselben wässerigen Lösung zugesetzt, erzeugt eine blutrothe Färbung, Pikrinsäure verursacht eine gelbe, Ferrocyanwasserstoffsäure eine weifse Fällung der betreffenden schwer löslichen Salze. Die Constitution obiger Verbindungen ist die folgende:
. OCH3
p-Methoxyphenylmethylpyrazolon.
OCH
CH-N
CO
CH
.A.
ρ - Methoxyphenyldimethylpyrazolon.
Die den obigen Derivaten ganz analogen p-Aethoxyderivate zeigen folgende Schmelzpunkte:
ρ - Aethoxyphenylmethylpyrazolon schmilzt bei 1470 C,
ρ - Aethoxyphenyldimethylpyrazolon schmilzt bei 91 ° C. ,
Beispiel:
a) 15 kg lufttrockenes Methoxyphenylhydrazin werden mit 13 kg Acetessigsäureäthylester verrührt, in der Wärme stehen gelassen, das entstandene Wasser nach einiger Zeit abgehoben und die Masse hierauf im Wasserbade bis zur Beendigung der Alkoholabspaltung 2 bis 3 Stunden lang erhitzt. Das erhaltene OeI wird erkalten gelassen und nach dem Erstarren aus Alkohol umkrystallisirt oder auch sofort weiter verarbeitet.
b) ι 3,8 kg trockenes, nach obigem Verfahren erhaltenes ρ - Methoxyphenylmethylpyrazolon werden im Autoclaven mit 10 kg Methyljodid und 5 kg Methylalkohol mehrere Stunden lang auf 100 bis 120° C. erhitzt, sodann der-Autoclav geöffnet, die Masse mit Wasser verdünnt, mit Alkali übersättigt und mit Chloroform ausgeschüttelt. Die Chloroformlösung wird abgehoben,, das Chloroform abdestillirt und das resultirende OeI nach dem Erstarren aus Alkohol umkrystallisirt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: .
    Verfahren zur Darstellung von ρ-Methoxyphenyldimethylpyrazolon nach dem durch D. R. P. Nr. 2642g gekennzeichneten Verfahren, darin bestehend, dafs man ρ-Methoxyphenylhydrazin mit Acetessigester condensirt und das so erhaltene p-Methoxyphenylmethylpyrazolon mit Methyljodid und Methylalkohol bei 100 bis 12O° C. in geschlossenen Gefäfsen erhitzt.
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