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Technischer
Hintergrund
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Beschichtungszusammensetzungen und
geschmierte Metallbleche mit durch die Beschichtungszusammensetzungen
beschichteten Oberflächen.
Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Beschichtungszusammensetzung
und ein geschmiertes Metallblech mit einer durch die Beschichtungszusammensetzung
beschichteten Oberfläche,
bei dem die Pressformbarkeit einschließlich von Festfressbeständigkeit
und Pulverbildungsbeständigkeit
verbessert werden können,
während
Auflösen
des Films in alkalischer Lösung,
chemische Behandlung, Korrosionsbeständigkeit, Anstrichtrocknung
und Blockbeständigkeit
beibehalten werden, wenn die Beschichtungszusammensetzung auf ein
Metallblech, beispielsweise ein warmgewalztes Stahlblech, kaltgewalztes
Stahlblech, plattiertes Stahlblech, nichtrostendes Stahlblech oder
Aluminiumblech aufgetragen wird.
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Bisher
wurden kaltgewalzte Stahlbleche zum Tiefziehen für Strukturelemente und Teile
für Kraftfahrzeuge
und Hausgeräte,
die eine sehr fortgeschrittene Pressformbarkeit erfordern, verwendet;
doch werden im Hinblick auf die Kostenverringerung warmgewalzte
Stahlbleche in der letzten Zeit unter Einnehmen der Stelle von kaltgewalzten
Stahlblechen zunehmend gefordert und es wird von ihnen nun gefordert,
dass sie verbesserte Tiefziehbehandlungseigenschaften aufweisen.
Da jedoch bekannt ist, dass warmgewalzte Stahlbleche im Hinblick
auf Tiefziehbehandlungseigenschaften gegenüber kaltgewalzten Stahlblechen
geringerwertig sind, ist es wichtig, dass warmgewalzte Stahlbleche
verbesserte Press formbarkeit aufweisen, um sie für eine beispielsweise wie oben
genannte Anwendung zu verwenden.
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Ferner
wurden für
Strukturteile für
Kraftfahrzeuge und Teile, die eine stark fortgeschrittene Korrosionsbeständigkeit
fordern, galvanisierte Stahlbleche verwendet; im Hinblick auf Kostenverringerung
sind in der letzten Zeit legierungsfeuermetallisierte galvanisierte
Stahlbleche unter Einnehmen der Stelle von galvanisierten Stahlblechen
zunehmend gefragt. Jedoch sind bekannte legierungsfeuermetallisierte
galvanisierte Stahlbleche gegenüber
galvanisierten Stahlblechen wegen ihrer hohen dynamischen Reibungskoeffizienten
und schlechten Pressformbarkeit allgemein geringwertig.
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Ferner
nimmt in der letzten Zeit der Anteil von Stahlblechen hoher Zugfestigkeit
auf dem Markt zur Verringerung des Gewichts von Kraftfahrzeugkarosserien
zu. Jedoch sind Stahlbleche hoher Zugfestigkeit gegenüber Weichstahlblechen
im Hinblick auf die Pressformbarkeit im Hinblick auf die mechanischen
Eigenschaften geringerwertig, so dass Teile, für die sie verwendet werden
können,
in der Praxis beschränkt
sind.
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Eine
geringwertige Pressformbarkeit verursacht die folgenden Probleme,
wenn die oben beschriebenen Stahlbleche verwendet werden.
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Das
heißt,
die Pressbedingungen, unter denen ein Pressformen durchgeführt werden
kann, sind verengt. Festfressen und Pulverbildung an dem Gleitteil
zwischen einer Form und einem Stahlblech treten auf, so dass Formen
kontaminiert und geschädigt
werden, was zu einer Zunahme der Formreparaturhäufigkeit und einer verringerten
Qualität
von Formteilen führt.
Um diese Probleme zu lösen,
werden in einigen Situa tionen Öle
mit Korrosionsbeständigkeit
mit hohen Schmiereigenschaften oder Öle zum Pressen verwendet; jedoch verursacht
die Verwendung derselben eine Verschlechterung der Arbeitsumgebung
und es ist schwierig, die Pressformbarkeit zu verbessern, um die
erforderlichen Ziele zu erreichen.
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Im
Hinblick auf Aluminiumbleche ist, obwohl ein potentieller Bedarf
an denselben zum Erreichen einer Gewichtsverringerung von Kraftfahrzeugkarosserien
antizipiert wird, die Anwendung derselben derzeit wegen der inhärenten geringen
Dehnungseigenschaften von Aluminiumblechen beschränkt.
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Nichtrostende
Stahlbleche werden in vielen Fällen
für Badewannen,
Waschmaschinentrommeln und dgl., die durch Tiefziehen geformt werden,
verwendet. Derzeit wird ein Polyvinylchloridfilm auf der Oberfläche eines
Stahlblechs gegenüber
einem Formwerkzeug angebracht, um ein durch Kontakt mit der Form
verursachtes Festfressen zu verhindern. Die mit dem Obigen in Verbindung
stehenden Probleme bestehen darin, dass eine zusätzliche Stufe zum Abziehen
des Polyvinylchloridfilms von dem Formteil nach dem Formpressen
erforderlich ist und in Abhängigkeit
von der Art und Weise der Entfernung des abgezogenen Polyvinylchloridfilms eine
Umweltverschmutzung auftreten kann. Daher wurde zur Verbesserung
der Pressformbarkeit für
verschiedene Arten von Stahlblechen eine Verbesserung der Gleitfähigkeit
von Metallblechen durch Applikation von organischen Harzbeschichtungen
auf diesen vorgeschlagen.
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Auf
Metallblechen aufgetragene organische Harzbeschichtungen werden
auf der Kundenseite durch alkalisches Spülen nach dem Pressformen, d.h.
durch Auflösen
des Films in einer alkalischen Lösung,
abgezogen bzw. entfernt. Chemisch behandelte Filme werden dann auf
den Metallblechen durch eine Phosphorsäurebehandlung oder dgl. und
die anschlie ßende
Bildung von Beschichtungen auf diesen durch ein Verfahren wie Elektrolackierung
oder Sprühlackierung
gebildet. Die Haftung zwischen einer Außenbeschichtung und einem Metallblech
wird über
die auf diese Weise beschriebene Oberflächenbehandlung hergestellt.
Ein weiteres Problem von mit einem organischen Harzüberzug beschichteten
Metallblechen ist eine während
der Lagerung derselben auftretende Korrosion, bis sie verwendet
werden. Ferner wird im Hinblick auf die Kostenverringerung, was
in jüngster
Zeit betont wird, eine Brennbehandlung der organischen Harzbeschichtungen
bei niedrigeren Temperaturen und während kürzerer Zeiträume erwartet
und eine gute Anstrichtrocknung derselben ebenfalls gewünscht. In
vielen Fällen
werden die mit organischen Harzbeschichtungen beschichteten Metallbleche
unmittelbar nach der Filmbildung in der Form von Bändern oder
Blechen geformt und unter Bedingungen, wobei die Metallbleche miteinander
in Kontakt sind und großen
Drücken
ausgesetzt sind, aufbewahrt. In diesem Fall muss eine Haftung zwischen
den Metallblechen derart, dass sie nicht voneinander getrennt werden
können,
wenn sie verwendet werden, vermieden werden, mit anderen Worten
ist Blockbeständigkeit
ebenfalls erforderlich.
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Bisher
wurden viele Vorschläge
zur Bildung organischer harzartiger Beschichtungszusammensetzungen,
die die Eigenschaft der Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung
aufweisen, offenbart, beispielsweise in der veröffentlichten japanischen Patentanmeldung
5337817, der veröffentlichten
ungeprüften
japanischen Patentanmeldung 6284193, 3203996, 5194984 und 9156029.
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Zur
Lösung
der oben beschriebenen Probleme offenbart die veröffentlichte
ungeprüfte
japanische Patentanmeldung 5194984 eine Beschichtungszusammensetzung
von organischen Harzen mit einem spezifizierten Copolymer von Styrol
mit Maleinsäure
und zwei Arten von Estern, die ausgehend von einem Alkohol mit einer
Alkyl- oder Alkenylgruppe gebildet wurden. Jedoch besitzt dieses
Copolymer ein niedriges Molekulargewicht, so dass die Druckfestigkeit
desselben niedrig ist und auch die Pressformbarkeit schlecht ist.
Wenn die Formtemperatur zunimmt, tritt insbesondere das Problem
auf, dass die Pressformbarkeit extrem verschlechtert ist.
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In
der veröffentlichten
japanischen Patentanmeldung 5337817 und den veröffentlichten ungeprüften japanischen
Patentanmeldungen 6284193 und 3203996 sind Technologien zur Verbesserung
der Pressformbarkeit durch Verwendung eines speziellen organischen
Harzes und zum Aufrechterhalten der Auflösung des Films in einer alkalischen
Lösung
durch Festlegung eines Säurewerts
von in dem organischen Harz vorhandenen Carboxylgruppen offenbart.
Beispielsweise ist ein in der veröffentlichten japanischen Patentanmeldung 5337817
offenbartes organisches Harz ein wasserlösliches Copolymer, das aus
einem Acrylester, Methylmethacrylat, Styrol und einem Monomer mit
Carbonsäuregruppen
besteht, dessen mittleres Molekulargewicht 15000 bis 50000 beträgt und wobei
die Glasübergangstemperatur
(Tg) 60 bis 90 °C
beträgt.
Jedoch weisen die oben beschriebenen Technologien insofern Nachteile
auf, als die Kristallisation eines chemisch behandelten Films nach
alkalischem Spülen
unzureichend ist und die Pressformbarkeit, insbesondere bei erhöhter Temperatur,
nicht zufriedenstellend ist.
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Die
veröffentlichte
ungeprüfte
japanische Patentanmeldung 9156029 offenbart ein Stahlblech mit
hervorragender Festfressbeständigkeit
bei Tiefziehen und Auflösung
des Films, die durch eine Beschichtungszusammensetzung verliehen
werden, die aus einem Acrylharz mit einer festgelegten Glasübergangstemperatur und
einem festgelegten Säurewert,
einer Metallseife, einem phosphorhaltigen Zink und einem Poly ethylenwachs
besteht. Jedoch kann, da die oben beschriebene Technologie die Auflösung des
Films in einer alkalischen Lösung
nur durch Festlegen eines Säurewerts
des Harzes aufrechterhält,
eine Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung,
wenn ein Harz mit einem hohen Säurewert
verwendet wird, wegen der Vernetzungsreaktion zwischen dem Harz
und dem Zink an einer zinkplattierten Oberfläche eines Stahlblechs nicht
beibehalten werden. Ferner wurde vor kurzem bemerkt, dass, auch
wenn ein Stahlblech keine Plattierschichten aufweist, die primäre Korrosionsbeständigkeit,
wenn beispielsweise Methylmethacrylat verwendet wird, nicht beibehalten
wird.
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Die
oben beschriebenen Probleme herkömmlicher
Technologien werden im folgenden zusammengefasst. Die Aufgaben der
vorliegenden Erfindung sind die Lösung der obigen Probleme.
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Pressformbarkeit (Pulverbildungsbeständigkeit,
Festfressbeständigkeit)
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Es
wird gesagt, dass eine Formtemperatur mindestens 40 °C und in
einigen Situationen 100 °C
durch Wärme,
die durch Reibung und Widerstand gegen eine Verformung während mehrerer
hundert bis mehrerer tausend kontinuierlicher Pressvorgänge und
bei der Durchführung
von extremer Tiefziehformung erzeugt wird, steigt. Um diese Temperaturerhöhung zu
unterdrücken,
wird Formpressen allgemein durch Applikation von Öl über eine
Form durchgeführt;
jedoch nimmt die Formtemperatur aufgrund verringerter Kühlwirkungen
durch Öl gleichzeitig
mit einer Zunahme der Zahl der Pressvorgänge zu. Infolgedessen weisen
die herkömmlichen Technologien
die Probleme eines Formbruchs, des Entstehens von Pulverbildung
und des Entstehens von Festfressen aufgrund verringerter Schmierwirkungen
wegen der erweichten organischen Harzbeschichtungen auf.
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Auflösen des Films in einer alkalischen
Lösung
(Auflösen
des Films in einer alkalischen Lösung
und chemische Behandlung)
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Die
Haftung zwischen Metallblechen und Außenbeschichtungen wird auf
Kundenseite durch Verfahren wie Elektrolackierung oder elektrostatische
Lackierung nach der Bildung eines chemisch behandelten kristallinen
Films durch Stufen in der Reihenfolge Formpressen, alkalisches Spülen und
chemische Behandlung beibehalten. Um den chemisch behandelten kristallinen
Film zu bilden, muss die organische Harzbeschichtung abgelöst werden;
daher ist das Ablösen
der Beschichtung durch alkalisches Spülen (Auflösen des Films in einer alkalischen
Lösung)
vor einer chemischen Behandlung wichtig.
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Insbesondere
ist für
ein galvanisiertes Stahlblech das Auflösen des Films in einer alkalischen
Lösung durch
Ionenbindung zwischen Zink in Plattierungsschichten und in organischen
Harzbeschichtungen eingebauten Carboxylgruppen extrem vermindert,
so dass die Gesamtheit der organischen Harzbeschichtung schwierig
zu entfernen ist. Auch wenn die Wasserbenetzbarkeit nach alkalischem
Spülen
ausreichend zu sein scheint, treten Probleme der Strukturen chemisch
behandelter kristalliner Filme und unzureichender Haftungsmengen
derselben auf. Dies ist ein häufiges
Problem bei den oben beschriebenen herkömmlichen Technologien.
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Korrosionsbeständigkeit
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Wenn
in einer organischen Harzbeschichtung Carboxylgruppen verbleiben,
um die Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung
gemäß den oben
beschriebenen herkömmlichen
Technologien beizubehalten, tritt das Problem der Erzeugung von Rost
zwischen dem Transport und der Verwendung der Stahlbleche an Kundenorten
aufgrund der Absorption von Feuchtigkeit aus der Atmosphäre in die
Beschichtung auf.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Beschichtungszusammensetzung
und eines geschmierten Metallblechs durch Auftragen der Beschichtungszusammensetzung
auf dieses. Die Beschichtungszusammensetzung und das geschmierte
Metallblech verringern deutlich die bekannten Probleme von Metallblechen,
die mit organischen Harzbeschichtungen (Beschichtungen zur Gleitbehandlung)
auf diesen beschichtet sind. Die oben genannten Probleme betreffen
die Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung, chemische
Behandlung, Pressformbarkeit (Pulverbildung, Festfressbeständigkeit),
Korrosionsbeständigkeit und
Blockbeständigkeit.
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Offenbarung
der Erfindung
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Die
beschriebenen Aufgaben werden durch die Erfindung gemäß der vorliegenden
Erfindung ohne weiteres gelöst.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Beschichtungszusammensetzung
gemäß den anhängenden
Ansprüchen
1-5, die jeweils ein Methacrylharz, das durch Copolymerisation von
Styrol oder einem substituierten Styrol, (A), eines Methacrylsäureesters,
der aus einem Alkohol mit mindestens zwei Kohlenstoffatomen und
Methacrylsäure
erhalten wurde, (B), und einer Olefinverbindung mit mindestens einer Carboxylgruppe,
(C), wobei das Molverhältnis
von (A), (B) und (C) 1:0,05 bis 44,5:0,12 bis 13 beträgt, hergestellt
wurde, umfasst.
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Jede
Zusammensetzung umfasst ferner Komponenten (D) und (E) gemäß der im
folgenden angegebenen Definition, die mit dem Copolymer (A)-(B)-(C)
auf unterschiedliche Art und Weise gemischt oder pfropfcopolymerisiert
werden.
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Die
Beschichtungszusammensetzung ist in einer alternativen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung eine Beschichtungszusammensetzung, wobei
das Methacrylharz mit einem Copolymer, das durch Copolymerisation
von Styrol oder einem substituierten Styrol (A) und mindestens einem
olefinischen Dicarbonsäuremonoester
(D) hergestellt wurde, gemischt oder pfropfcopolymerisiert wird.
Die Beschichtungszusammensetzung ist vorzugsweise eine Beschichtungszusammensetzung,
wobei das oben beschriebene Methacrylharz mit einem Polyalkylenglykolester
einer Olefinverbindung mit mindestens einer Carboxylgruppe, (E),
gemischt oder pfropfcopolymerisiert ist.
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Die
Beschichtungszusammensetzung ist in einer zweiten alternativen Ausführungsform
eine Beschichtungszusammensetzung, wobei das Methacrylharz mit einem
Copolymer, das durch Copolymerisation von Styrol oder einem substituierten
Styrol (A), mindestens einem olefinischen Dicarbonsäuremonoester
(D) und einem Polyalkylenglykolester einer Olefinverbindung mit
mindestens einer Carboxylgruppe (E) hergestellt wurde, gemischt
oder pfropfcopolymerisiert ist.
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Die
Beschichtungszusammensetzung ist in einer dritten alternativen Ausführungsform
eine Beschichtungszusammensetzung, die ein Methacrylharz umfasst,
das durch Copolymerisation der Monomere für das Methacrylharz und eines
Polyalkylenglykolesters einer Olefinverbindung mit mindestens einer
Carboxylgruppe (E) hergestellt wurde. Die Beschichtungszusammensetzung
ist vorzugsweise eine Beschichtungszusammensetzung, wobei das Methacrylharz
mit einem Copolymer gemischt ist, das durch Copolymerisation von
Styrol oder einem substituierten Styrol (A) und mindestens einem
olefi nischen Dicarbonsäuremonoester
(D) hergestellt wurde.
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Die
Beschichtungszusammensetzung ist in einer vierten alternativen Ausführungsform
eine Beschichtungszusammensetzung, die ein Methacrylharz umfasst,
das durch Copolymerisation der Monomere für das Methacrylharz und mindestens
eines olefinischen Dicarbonsäuremonoesters
(D), wobei das Molverhältnis desselben
zu Styrol oder einem substituierten Styrol (A) 0,06 bis 6,0 beträgt, hergestellt
wurde. Die Beschichtungszusammensetzung ist vorzugsweise eine Beschichtungszusammensetzung,
wobei das Methacrylharz mit einem Polyalkylenglykolester einer Olefinverbindung
mit mindestens einer Carboxylgruppe (E) gemischt oder pfropfcopolymerisiert
ist.
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Die
Beschichtungszusammensetzung ist in einer fünften alternativen Ausführungsform
eine Beschichtungszusammensetzung, die ein Methacrylharz umfasst,
das durch Copolymerisation der Monomere für das Methacrylharz, mindestens
eines olefinischen Dicarbonsäuremonoesters
(D) und eines Polyalkylenglykolesters einer Olefinverbindung mit
mindestens einer Carboxylgruppe (E), wobei die Molverhältnisse
des mindestens einen olefinischen Dicarbonsäuremonoesters (D) und des Polyalkylenglykolesters
einer Olefinverbindung mit mindestens einer Carboxylgruppe (E) zu
Styrol oder einem substituierten Styrol (A) 0,06 bis 6,0 bzw. 0,001 bis
2,7 betragen, hergestellt wurde.
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Jede
oben beschriebene Beschichtungszusammensetzung ist vorzugsweise
eine Beschichtungszusammensetzung, die mindestens ein aus der Stammpopulation
gewähltes
Additiv umfasst, wobei die Stammpopulation aus mindestens einem
Bestandteil, der aus der Gruppe von einem Zinksalz, einem Calciumsalz
und einem Ammoniumsalz einer Phosphorsäure und einer Molybdänsäure als
Korrosionsinhibitor ausgewählt
ist, mindestens einem Bestandteil, der aus der Gruppe von einer
höheren
Carbonsäure,
einem höheren
Carbonsäureester,
einer Metallseife und einem Polyethylenwachs als Gleitmittel ausgewählt ist,
und mindestens einem Bestandteil, der aus Aminen mit einem Siedepunkt
von nicht weniger als 160 °C
als Neutralisationsmittel ausgewählt
ist, besteht.
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Vorzugsweise
kann jede oben beschriebene Beschichtungszusammensetzung ferner
mindestens einen Alkylphosphonsäureester
als Ausfällungsinhibitor
umfassen, wenn die Beschichtungszusammensetzung mindestens einen
der oben beschriebenen Korrosionsinhibitoren umfasst.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung
eines geschmierten Metallblechs, auf das jede der oben beschriebenen
Beschichtungszusammensetzungen appliziert wird.
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Beste Art und Weise zur
Durchführung
der Erfindung
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Beschichtungszusammensetzungen
und geschmierte Metallbleche gemäß der vorliegenden
Erfindung werden detailliert beschrieben.
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Die
Beschichtungszusammensetzung der vorliegenden Erfindung umfasst
ein vorgegebenes Methacrylharz als primäre Komponente und vorzugsweise
ferner ergänzende
Komponenten (Harze) und Additive. Insbesondere wurde zur Verstärkung von
Pressformbarkeit (Pulverbildungsbeständigkeit und Festfressbeständigkeit),
Korrosionsbeständigkeit
und Blockbeständigkeit
von den zu verbessernden Eigenschaften von Metallblechen ein Dreikomponentencopolymer
auf der Basis des Methacrylharzes untersucht, das Styrol oder ein
substituiertes Styrol, (A), einen Methacrylsäureester, der aus einem Alkohol
mit mindestens zwei Kohlenstoffatomen und Methacrylsäure erhalten
wurde, (B), und eine Olefinverbindung mit mindestens einer Carboxylgruppe,
(C), umfasst.
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Zur
Verstärkung
der Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung,
chemischen Behandlung und Anstrichtrocknung wurden Versuche hauptsächlich wie
im folgenden beschrieben durchgeführt. Das heißt, zusätzlich zu
dem oben beschriebenen Methacrylharz wurden mindestens ein olefinischer
Dicarbonsäuremonoester
(D) und ein Polyalkylenglykolester einer Olefinverbindung mit mindestens
einer Carboxylgruppe (E) in das Methacrylharz als Strukturkomponenten
desselben durch Polymerisation eingeführt oder mit dem Methacrylharz
als ergänzende
Komponenten gemischt oder pfropfcopolymerisiert.
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Methacrylharz
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Durch
Experimente an einem Methacrylharz im Hinblick auf Pressformbarkeit,
die durch die Erfinder der vorliegenden Erfindung durchgeführt wurden,
wurde festgestellt, dass ein Copolymer von Methacrylsäureestern,
Styrolderivaten und Olefinverbindungen mit mindestens einer Carboxylgruppe
ein hohes Bruchenergieniveau einer organischen Harzbeschichtung
aufrechterhalten kann und zur Verbesserung der Pressformbarkeit
wirksam ist. Ferner wurde festgestellt, dass, wenn ein zur Veresterung
von Methacrylsäure
verwendeter Alkohol auf einen mit mindestens zwei Kohlenstoffatomen
beschränkt
ist, Korrosionsbeständigkeitseigenschaften
wirksam beibehalten werden. Im Gegensatz dazu ist, wenn ein Alkohol
mit einem Kohlenstoffatom, beispielsweise einer Methylgruppe, verwendet
wird, die Korrosionsbeständigkeit
extrem verringert.
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Es
wird angenommen, dass die Polarisation einer Estergruppe durch das
Vorhandensein einer Methylgruppe verstärkt wird, so dass die Wechselwirkung
zwischen einer Estergruppe und Wasser ebenfalls verstärkt wird.
Ein aliphatischer einwertiger Alkohol ist als Alkohol mit mindestens
zwei Kohlenstoffatomen verwendbar. Für die vorliegende Erfindung
verwendete Methacrylsäureester
sind beispielsweise Methacrylsäureethylester (Akronym
EMA, Tg = 65 °C),
Methacrylsäureisopropylester
(Akronym iso-PMA, Tg = 81 °C),
Methacrylsäure-n-butylester
(Akronym n-BMA, Tg = 20 °C)
und Methacrylsäureisobutylester
(Akronym iso-BMA, Tg = 67 °C).
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Allgemein
weist ein Acrylsäureester
eine Glasübergangstemperatur
von weniger als 0 °C
und schlechte Pressformbarkeit auf. In der vorliegenden Erfindung
ist ein Methacrylsäureester
eine essentielle Komponente und ein Methacrylsäureester mit einer Tg von nicht
weniger als 0 °C
ist aufgrund hervorragender Pressformbarkeit bevorzugt. Da das tatsächliche
Pressformen an Kundenorten allgemein kontinuierlich und mit hoher Geschwindigkeit
durchgeführt
wird, erreicht die Temperatur des Metallblechs oder der Form in
einigen Fällen aufgrund
von durch Reiben und Widerstand gegen eine Verformung des Metallblechs
erzeugter Wärme
100 °C.
Daher wird, wenn ein Copolymer mit einem Methacrylsäureester
mit einer Tg von weniger als 0 °C
als Komponente eingearbeitet ist, ein weiches Segment von dem Metallblech
abgetrennt oder durch die erzeugte Wärme geschmolzen, so dass die
Gleitfähigkeit
der gesamten Beschichtung verringert ist. Der bevorzugte Tg-Bereich
der für
die vorliegende Erfindung verwendeten Methacrylsäureester beträgt 10 °C bis 90 °C.
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Eine
Komponente des Methacrylharzcopolymers der vorliegenden Erfindung,
Styrol oder ein substituiertes Styrol, (A), ist eine essentielle
Komponente zum Erreichen von Korrosionsbeständigkeit und auch Pressformbarkeit
wegen deren hoher Feuchtigkeitsbeständigkeit und hoher Glasübergangstemperatur
Tg.
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Das
Molverhältnis
zur Copolymerisation von Styrol oder einem substituierten Styrol
(A) und einem Methacrylsäureester,
der aus einem Alkohol mit mindestens zwei Kohlenstoffatomen und
Methacrylsäure
erhalten wurde, (B), beträgt
(A) : (B) = 1 : (0,05 bis 44,5). Wenn der Molanteil des Methacrylsäureesters
weniger als 0,05 beträgt,
sind wegen des erhöhten
Gehalts an Styrol oder dessen Derivaten Pressformbarkeit und Korrosionsbeständigkeit
erhöht;
jedoch ist die Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung
verringert, auch wenn der Säurewert
innerhalb einer vorgegebenen Zahl liegt, was später beschrieben wird, und die
Lagerungshaltbarkeit der Beschichtungszusammensetzung neigt zur
Verkürzung.
Im Gegensatz dazu sind, wenn der Molanteil des Methacrylsäureesters
mehr als 44,5 beträgt,
die Bruchfestigkeit einer Beschichtung und die Pressformbarkeit
verringert und gleichzeitig auch die Korrosionsbeständigkeit
verschlechtert, da hydrophobe Eigenschaften der Beschichtung geschwächt sind.
Ein noch günstigeres
Molverhältnis
des Copolymers (A) : (B) beträgt
1 : (0,3 bis 4,2) und ein noch besseres Molverhältnis beträgt 1 : (0,73 bis 2,93).
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Eine
weitere Komponente des Methacrylharzes der vorliegenden Erfindung
ist eine Olefinverbindung mit mindestens einer Carboxylgruppe (C),
beispielsweise eine ethylenisch ungesättigte Carbonsäure mit
ein oder zwei Carboxylgruppen, wie Acrylsäure, Methacrylsäure, Maleinsäure und
Itaconsäure.
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Das
Molverhältnis
zur Copolymerisation von Styrol oder einem substituierten Styrol
(A) und einer Olefinverbindung mit mindestens einer Carboxylgruppe
(C) beträgt
(A) : (C) = 1 : (0,12 bis 13). Wenn der Molanteil von (C) weniger
als 0,12 beträgt,
ist die Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung
schlecht. Im Gegensatz dazu ist, wenn der Mol anteil von (C) größer als
13 ist, die primäre
Korrosionsbeständigkeit
schlecht. Ein noch günstigeres
Molverhältnis
des Copolymers (A) : (C) beträgt
1 : (0,35 bis 11,6) und ein noch besseres Molverhältnis beträgt 1 : (4,7
bis 10,7).
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Da
das Methacrylharz der vorliegenden Erfindung durch die Komponente
(C) Carboxylgruppen in einem Molekül aufweist, kann Wasserlöslichkeit
durch Neutralisation mit einer Base, wie Ammoniak oder einem Amin,
erreicht werden. Infolgedessen kann die Beschichtungszusammensetzung
der vorliegenden Erfindung eine Auflösung des Films in einer alkalischen
Lösung
aufweisen, was eine der wichtigen Eigenschaften von Beschichtungszusammensetzungen
ist.
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Aufgrund
des obigen Gesichtspunkts wird das Methacrylharz der vorliegenden
Erfindung vorzugsweise so eingestellt, dass es einen Säurewert
von 20 bis 300 (mg KOH/g) vor der Neutralisation aufweist. Wenn der
Säurewert
weniger als 20 (mg KOH/g) beträgt,
ist die Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung
der Beschichtung durch eine alkalische Lösung extrem verringert und
ferner ist die Wasserlöslichkeit
des Methacrylharzes so niedrig, dass eine wasserlösliche Beschichtungszusammensetzung
schwierig herzustellen ist. Im Gegensatz dazu ist, wenn der Säurewert
größer als
300 (mg KOH/g) ist, die Korrosionsbeständigkeit der Beschichtung extrem
verschlechtert und Wirkungen von Styrol und anderen zugesetzten
Korrosionsinhibitoren können
nicht beobachtet werden. Ein günstigerer
Säurewert
beträgt
25 bis 250 (mg KOH/g) und ein noch besserer Säurewert beträgt 100 bis
230 (mg KOH/g). Zur Beibehaltung des bevorzugten Säurewerts
wird Methacrylsäure
mit 4 bis 50 Gewichtsteilen in einem Methacrylharz von 100 Gewichtsteilen
empfohlen, wenn Methacrylsäure
als Olefinverbindung mit mindestens einer Carboxylgruppe (C) verwendet
wird.
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Ein
bevorzugtes Molekulargewicht des Methacrylharzes der vorliegenden
Erfindung beträgt
10 000 bis 60 000 als mittleres Molekulargewicht. In dem oben genannten
Bereich werden Schmierwirkungen der Beschichtung so wirksam erreicht,
dass dies für
Pressformbarkeit günstig
ist.
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Das
Methacrylharz der vorliegenden Erfindung kann durch ein bekanntes
Copolymerisationsverfahren in einem wasserlöslichen Lösemittel erhalten werden. Ein
Beispiel für
eine Copolymerisation des Methacrylharzes ist das folgende. In einer
Stickstoffatmosphäre
werden ein Methacrylsäureester
und Styrol mit einem bevorzugten Gewichtsverhältnis derselben von 10:90 bis
90:10 zu einem wasserlöslichen
Lösemittel
(wie Butylcellosolve), das bei 80 bis 140 °C kontrolliert wird, gegeben,
und ein Monomer mit Carboxylgruppen wird zur Copolymerisation mit
einem Polymerisationsinitiator 4 bis 5 h so zugetropft, dass der
Säurewert
vorzugsweise zwischen 30 und 200 (mg KOH/g) aufrechterhalten wird.
Schließlich
kann ein vorgegebenes Methacrylharz durch Erhitzen und Rühren während 2
bis 8 h bei der gleichen Temperatur zur Vervollständigung
der Copolymerisation erhalten werden. Später wird die Lösung auf
55 bis 60 °C
gekühlt
und dann durch eine Base, wie Ammoniak oder ein Amin, neutralisiert,
wobei eine wasserlösliche
Lösung
erhalten wird. Hierbei ist die Verwendung eines grenzflächenaktiven
Mittels zur Emulgierung nicht erforderlich. Daher ist das Methacrylharz
von den Problemen einer verringerten Korrosionsbeständigkeit
der Beschichtung und Pressformbarkeit, die durch verbliebene grenzflächenaktive
Mittel in der Beschichtung nach dem Trocknen verursacht werden,
frei.
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Ferner
ist es aufgrund der Natur von Emulsionsbeschichtungszusammensetzungen,
die grenzflächenaktive
Mittel um fassen, erforderlich, dass die Temperatur zum Trocknen
und Brennen nicht weniger als Tg + 20 °C beträgt, d.h. eine Beschichtung
kann nur durch Trocknen bei noch höherer Temperatur erhalten werden. Mit
anderen Worten, sind grenzflächenaktive
Mittel umfassende Beschichtungszusammensetzungen hinsichtlich Anstrichtrocknung
geringerwertig; jedoch ist das Methacrylharz der vorliegenden Erfindung
von den oben beschriebenen Problemen frei.
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Olefinische Dicarbonsäuremonoester
(D) und AD-Copolymer:
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird mindestens ein olefinischer Dicarbonsäuremonoester
(D) oder ein Copolymer (im folgenden als "AD-Copolymer" bezeichnet) von Styrol oder einem substituierten
Styrol (A) mit mindestens einem olefinischen Dicarbonsäuremonoester
(D) vorzugsweise mit dem Methacrylharz gemischt oder pfropfcopolymerisiert.
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Als
Dicarbonsäurekomponente
der olefinischen Dicarbonsäuremonoester
sind Maleinsäure,
Fumarsäure
und Itaconsäure
bevorzugt. Eine Monoalkylesterkomponente ist vorzugsweise durch
einen Alkohol mit einem bis vier Kohlenstoffatomen gebildet. Durch
eine oben beschriebene Kombination kann eine hervorragende Auflösung des
Films in einer alkalischen Lösung
erreicht werden. Der Grund hierfür
liegt darin, dass Carboxylgruppen des AD-Copolymers oder von (D)
als Orte für
eine eingearbeitete Base als verbleibendes Neutralisationsmittel
wirken. In dem AD-Copolymer beträgt
das Molverhältnis
von Styrol zu Maleinsäure
oder dgl. vorzugsweise (75:25) bis (1:99). Wenn der Styrolgehalt
weniger als 1 Mol-% beträgt,
ist die Bruchfestigkeit der organischen Harzbeschichtung verringert
und infolgedessen ist die Pressformbarkeit, insbesondere die Pressformbarkeit
bei erhöhter
Temperatur (Pulverbildungsbeständigkeit)
verschlechtert. Im Gegensatz dazu sind, wenn der Styrolgehalt größer als
75 Mol-% ist, Carboxylgruppen extrem vermindert und infolgedessen die
Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung
verringert. Ein stärker
bevorzugtes AD-Copolymer weist ein Molverhältnis von Styrol zu Maleinsäure oder
dgl. von (75:25) bis (20:80) auf.
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Zur
Beibehaltung von guter Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung
wird das AD-Copolymer vorzugsweise so eingestellt, dass es mindestens
eine Carboxylgruppe, beispielsweise Maleinsäure oder dgl., in einem Molekül aufweist.
Daher wird, wenn das AD-Copolymer durch eine Lösungspolymerisation oder dgl. hergestellt
wird, vorzugsweise Maleinsäure
oder dgl. durch einen Alkohol, dessen Moläquivalente geringer als die
von Maleinsäure
oder dgl. sind, verestert.
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Das
Molekulargewicht des AD-Copolymers beträgt vorzugsweise 500 bis 10
000 als mittleres Molekulargewicht. Wenn das Molekulargewicht weniger
als 500 beträgt,
ist die Bruchfestigkeit der organischen Harzbeschichtung extrem
verringert und infolgedessen die Pressformbarkeit ernsthaft verschlechtert.
Im Gegensatz dazu kann, wenn das Molekulargewicht größer als
10 000 ist, eine Wirkung der Verbesserung der Auflösung des
Films in einer alkalischen Lösung
nicht erwartet werden. Ein stärker
bevorzugtes AD-Copolymer weist eine bis sieben Carboxylgruppen in
einem Molekül
und ein Molekulargewicht von 500 bis 1000 auf.
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Das
AD-Copolymer kann in einem wasserlöslichen Lösemittel durch ein bekanntes
Verfahren, wie Lösungspolymerisation,
Massepolymerisation, Emulsionspolymerisation oder Dampfphasenpolymerisation,
erhalten werden. Ein Beispiel zur Herstellung durch eine bekannte
Lösungspolymerisation
wird im folgenden offenbart. In einem wasserlöslichen Lösemittel, wie Butylcellosolve,
wird bei 80 bis 140 °C
unter Stick stoffatmosphäre
eine Copolymerisation von Styrol und Maleinsäure oder dgl. durch Verwendung
eines Polymerisationsinitiators während 4 bis 5 h durchgeführt und
dann wird bei der gleichen Temperatur 2 bis 3 h erhitzt und gerührt. Ein
Beispiel für
Dampfphasenpolymerisation zur Bildung eines relativ niedrigen Molekulargewichts
wird im folgenden offenbart, d.h. eine Copolymerisation wird durch
Einführen
von Gaskomponenten, die copolymerisiert werden sollen, mit einem
oder ohne einen Polymerisationskatalysator in einem auf 100 bis
300 °C erhitzten
Ultrahochdruckreaktor durchgeführt.
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Vorzugsweise
wird das AD-Copolymer oder mindestens ein olefinischer Dicarbonsäuremonoester
(D) durch Ammoniak neutralisiert, um eine wasserlösliche Zusammensetzung
zu erhalten. Eine bevorzugte Zugabemenge von Ammoniak beträgt 0,6 bis
4 Äquivalente
gegenüber
1 Äquivalent
Säure in
einer harzartigen festen Komponente des AD-Copolymers und von (D).
Wenn die Zugabemenge von Ammoniak weniger als 0,6 Äquivalente
beträgt,
ist die Stabilität
der Beschichtungszusammensetzung verringert. Wenn die Zugabemenge von
Ammoniak mehr als 4 Äquivalente
beträgt,
ist die Bruchfestigkeit verringert und die Pressformbarkeit verschlechtert.
Eine stärker
bevorzugte Zugabemenge von Ammoniak beträgt 0,8 bis 2,5 Äquivalente.
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Ein Polyalkylenglykolester
einer Olefinverbindung mit mindestens einer Carboxylgruppe (E):
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Zusätzlich zu
dem AD-Copolymer und mindestens einem olefinischen Dicarbonsuäremonoester
(D) kann eine bevorzugte Beschichtungszusammensetzung mit hervorragender
Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung
durch Einmischen oder Copolymerisation eines Polyalkylenglykolesters
einer Olefinverbindung mit mindestens einer Carboxylgruppe, (E),
mit dem Methacrylharz erhalten werden.
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In
der Kombination des Methacrylharzes der vorliegenden Erfindung mit
dem AD-Copolymer oder (D) wird in einigen Fällen ein neutralisierter Zustand
gebrochen, wenn die Beschichtung gebrannt oder nach dem Brennen
aufbewahrt wird, so dass Carboxylgruppen zunehmen und die Auflösung des
Films in einer alkalischen Lösung
verschlechtert ist. Ein Polyalkylenglykolester einer Olefinverbindung
mit mindestens einer Carboxylgruppe, (E), der von dem AD-Copolymer
(D) verschieden ist, weist gute Wasserlöslichkeit auf, auch wenn er
nicht durch eine Base neutralisiert ist. Wenn (E) zu der Beschichtungszusammensetzung
der vorliegenden Erfindung gegeben wird, kann, da (E) nicht durch
Dissoziation in Carboxylgruppen beeinflusst wird, eine Verringerung
der Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung
verhindert werden.
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Ein
Polyalkylenglykolester einer Olefinverbindung mit mindestens einer
Carboxylgruppe, (E), ist vorzugsweise ein ethylenisch ungesättigter
Carbonsäureester
eines Polyalkylenglykolmonoalkylethers. Die Alkylengruppe eines
Polyalkylenglykols ist vorzugsweise eine Ethylengruppe und eine
Trimethylengruppe mit zwei bis drei Kohlenstoffatomen. Der Polymerisationsgrad
(m) eines Polyalkylenglykols beträgt vorzugsweise 1 bis 20. Wenn
der Polymerisationsgrad größer als
20 ist, kann die Korrosionsbeständigkeit
verschlechtert sein. Die Alkylgruppe eines Monoalkylethers ist vorzugsweise
eine Methylgruppe, eine Ethylgruppe, eine Propylgruppe und eine
Isopropylgruppe, die ein bis drei Kohlenstoffatome aufweisen. Eine
bevorzugte ethylenisch ungesättigte
Carbonsäure
ist Acrylsäure,
Methacrylsäure,
Maleinsäure,
Itaconsäure,
Fumarsäure
und dgl.
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Ein
Beispiel für
ein Herstellungsverfahren ist eines, wobei ein Produkt, das durch
Additionspolymerisation von 1 bis 20 mol eines Alkylenoxids mit
mindestens zwei Kohlenstoffatomen hergestellt wurde, an einem Alkohol
von Endgruppen desselben durch eine Alkylgruppe mit einem bis drei
Kohlenstoffatomen verethert und dann durch Umsetzung mit der ethylenisch
ungesättigten
Carbonsäure
verestert wird.
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Eine
Beschichtungszusammensetzung eines Polyalkylenglykolesters einer
Olefinverbindung mit mindestens einer Carboxylgruppe (E) in Kombination
mit dem Methacrylharz und dem AD-Copolymer oder (D) zeigt, wie erwartet,
hervorragende Eigenschaften.
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Im
Hinblick auf das Beibehalten von Wasserlöslichkeit kann in Betracht
gezogen werden, einen Polyalkylenglykol anstelle von (E) der vorliegenden
Erfindung zu verwenden. Jedoch kann, da Endgruppen eines Polyalkylenglykols
Hydroxylgruppen sind, eine Dehydratation zwischen Komponenten der
Zusammensetzung unter Bildung einer dreidimensionalen Verknüpfung, d.h.
Gelbildung, erfolgen, wenn die Zusammensetzung über einen langen Zeitraum aufbewahrt
wird. Im Gegensatz dazu kann eine lange Aufbewahrungshaltbarkeit der
Beschichtungszusammensetzung der vorliegenden Erfindung durch Veretherung
von Hydroxidgruppen in Endgruppen eines Polyethylenglykols durch
einen Alkohol (einen Alkylalkohol, wie Methylalkohol oder Ethylalkohol)
und/oder Veresterung von Hydroxidgruppen von Endgruppen eines Polyethylenglykols
durch eine Olefinverbindung mit mindestens einer Carboxylgruppe
sichergestellt werden.
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Bevorzugte
Mengen, die für
die Beschichtungszusammensetzung aus dem Methacrylharz, dem AD-Copolymer,
mindestens einem olefinischen Dicarbonsäuremonoester (D) und einem
Polyalkylenglykolester einer Olefinverbindung mit mindestens einer
Carboxylgruppe, (E), verwendet werden, sind die folgenden.
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Die
Menge des Methacrylharzes beträgt
90 bis 40 Gew.-% und vorzugsweise 85 bis 50 Gew.-%, die Menge des
AD-Copolymers oder von (D) beträgt
5 bis 40 Gew.-% und vorzugsweise 10 bis 35 Gew.-%, und die Menge
von (E) beträgt
5 bis 20 Gew.-%
und vorzugsweise 5 bis 15 Gew.-%, wobei die Summe des Harzfeststoffgehalts
der vier Komponenten vorzugsweise 100 Gew.-% bei optionaler Kombination
der obigen vier Komponenten für
die Verwendung beträgt.
Wenn die Menge an Methacrylharz mehr als 90 Gew.-% beträgt, ist die
Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung
verringert, und wenn sie weniger als 40 Gew.-% beträgt, tendiert
die Korrosionsbeständigkeit
zu einer Verringerung. Wenn die Menge des AD-Copolymers oder von (D) weniger als
5 Gew.-% beträgt,
ist die Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung
verringert, und wenn sie größer als
40 Gew.-% ist, tendiert die Korrosionsbeständigkeit zur Verschlechterung.
Ferner kann, wenn (E) weniger als 5 Gew.-% beträgt, eine ausreichende Auflösung des
Films in einer alkalischen Lösung
nicht erhalten werden, und bei mehr als 20 Gew.-% tendiert die Korrosionsbeständigkeit
zur Verschlechterung.
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Die
Beschichtungszusammensetzung der vorliegenden Erfindung wird beispielsweise
wie im folgenden beschrieben hergestellt. Das Methacrylharz, das
AD-Copolymer oder (D) und (E) werden in einem vorgegebenen Volumen
Wasser dispergiert und auf 60 bis 70 °C erhitzt, und dieses wird dann
durch Zugabe eines vorgegebenen Ammoniakvolumens neutralisiert.
Darüber
hinaus wird eine Base, wie Triethanolamin, zu dem Methacrylharz
in einem Verhältnis
von 0,25 Äquivalenten
Base zu einem Säureäquivalent
des Methacrylharzes zur Neutralisation gegeben. Falls nötig, werden
die im folgenden beschriebenen Additive vorzugsweise zugesetzt.
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Das
Methacrylharz gemäß der vorliegenden
Erfindung erfüllt
die oben beschriebenen Anforderungen für die Be schichtungszusammensetzung
ausreichend; jedoch können
das AD-Copolymer oder (D) oder (E) zur Bildung der Beschichtungszusammensetzung
einfach mit dem Methacrylharz gemischt werden. Ferner können verschiedene
Copolymere, die durch eine Kombination von Styrol oder einem substituierten
Styrol (A) als Monomer des AD-Copolymers, mindestens einem Bestandteil
von olefinischen Dicarbonsäuremonoestern
(D) und (E) copolymerisiert wurden, mit dem Methacrylharz gemischt
werden. Ferner können
(A), (D) und (E) als Komponenten des Methacrylharzes polymerisiert
werden, wenn sie in einem Bereich eines vorgegebenen Molverhältnisses
zur Polymerisation liegen. Durch Copolymerisation eines Polyalkylenglykolesters
einer Olefinverbindung mit mindestens einer Carboxylgruppe, (E),
werden Komponenten mit niedrigem Molekulargewicht in der Beschichtungszusammensetzung
verringert, so dass die Pressformbarkeit vorzugsweise weiter verbessert
ist.
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Das
AD-Copolymer und Monomere desselben, (A) und (D), und (E) können eine
noch größere Auflösung des
Films in einer alkalischen Lösung
durch Mischen statt Copolymerisation mit Monomeren, die ein anderes
Copolymer oder Polymer bilden, erreichen.
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Die
Beschichtungszusammensetzung aus dem Gemisch des AD-Copolymers und dem
Copolymer werden durch das im folgenden angegebene Verfahren hergestellt,
wobei das Copolymer Styrol oder ein substituiertes Styrol (A), einen
Methacrylsäureester,
der aus einem Alkohol mit mindestens zwei Kohlenstoffatomen und
Methacrylsäure
erhalten wurde, (B), mindestens einen olefinischen Dicarbonsäuremonoester
(C) und einen Polyalkylenglykolester einer Olefinverbindung mit
mindestens einer Carboxylgruppe (E) umfasst.
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Im
Falle einer Lösungspolymerisation
werden beispielsweise 23 Teile Styrol, 24 Teile Methacrylsäurebutylester,
23 Teile Methacrylsäure
und 10 Teile eines Polyethylenglykolmonomethylesters von Methacrylsäure einem
wasserlöslichen
Lösemittel
(beispielsweise Butylcellosolve) bei 80 bis 140 °C unter Umgebungsstickstoffatmosphäre zugeführt und
vorgemischt. Das Gemisch wird dann 4 bis 5 h unter Zutropfen eines
Polymerisationsinitiators copolymerisiert und dann werden 20 Teile
des AD-Copolymers (das beispielsweise aus 10 Teilen Styrol und 10
Teilen Monomethylmaleat erhalten wurde) zu dem Gemisch gegeben und
es wird 2 bis 8 h erhitzt und gerührt.
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Die
gebildete Beschichtungszusammensetzung wurde durch Gelpermeationschromatographie
(GPC) nach Extraktion der Zusammensetzung unter Verwendung von Chloroform
und Filtration durch ein Filter mit einer Porengröße von 0,45 μm ermittelt.
Die Zusammensetzung wurde als Gemisch von zwei Komponenten verifiziert,
da im Spektrum zwei Peaks beobachtet wurden. Das Verhältnis der
Komponenten, des Methacrylharzes (ABCE-Copolymer) zu dem zugegebenen
AD-Copolymer, betrug 80 zu 20. Nach dem Kühlen der Beschichtungszusammensetzung
auf 55 bis 60 °C
wurden Ammoniak in einem Verhältnis
von 0,5 bis 4 Äquivalenten
Ammoniak zu 1 Äquivalent
der in dem Copolymer enthaltenen Säure oder zusätzlich 0,1
bis 0,5 Äquivalente
eines Amins mit einem hohen Siedepunkt oder eines Hydroxids zugegeben,
um die Zusammensetzung zu neutralisieren und zu solubilisieren.
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Wenn
die Beschichtungszusammensetzung der vorliegenden Erfindung ein
Gemisch aus dem AD-Copolymer und dem Copolymer der das Methacrylharz
bildenden Komponenten und von (E) ist, ist der Säurewert der Zusammensetzung
die Summe der einzelnen Säurewerte,
die durch Multiplikation der Säurewerte
des AD-Copolymers und des Copolymers vor der Neutralisation mit
den individuellen Fraktionen berechnet wurden.
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Wenn
die Beschichtungszusammensetzung der vorliegenden Erfindung ein
Gemisch aus dem Methacrylharz, dem AD-Copolymer und (E) ist, ist
der Säurewert
der Zusammensetzung die Summe der individuellen Säurewerte,
die durch Multiplikation der Säurewerte
des Methacrylharzes, des AD-Copolymers und von (E) vor der Neutralisation
mit den individuellen Fraktionen berechnet wurden.
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Wenn
die Beschichtungszusammensetzung der vorliegenden Erfindung ein
Gemisch aus (E) und dem Copolymer der das Methacrylharz bildenden
Komponenten und das AD-Copolymer bildenden Komponenten ist, ist
der Säurewert
der Zusammensetzung die Summe der individuellen Säurewerte,
die durch Multiplikation der Säurewerte
der das Methacrylharz bildenden Komponenten und der das AD-Copolymer
bildenden Komponenten vor der Neutralisation mit den individuellen
Fraktionen berechnet wurden.
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Wenn
die Beschichtungszusammensetzung der vorliegenden Erfindung ein
Copolymer der das AD-Copolymer bildenden Komponenten, der das Methacrylharz
bildenden Komponenten und der das AD-Copolymer bildenden Komponenten
oder ein Gemisch des AD-Copolymers mit diesen ist, ist der Säurewert
die Summe der individuellen Säurewerte,
die durch Multiplikation der Säurewerte
des Copolymers [Bedeutung unbekannt] der das AD-Copolymer bildenden Komponenten, der
das Methacrylharz bildenden Komponente und der das AD-Copolymer
bildenden Komponenten und des Säurewerts
des Methacrylharzes, die nicht neutralisiert sind, mit den individuellen
Fraktionen berechnet wurden.
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Der
Säurewert
der Beschichtungszusammensetzung der vorliegenden Erfindung wird
vorzugsweise auf den Bereich von 20 bis 300 (mg KOH/g) eingestellt.
Der Säurewert
beträgt
noch günstiger
25 bis 250 (mg KOH/g) und noch besser 100 bis 230 (mg KOH/g).
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Wenn
der Säurewert
des Gemischs aus dem Copolymer von (A), (B), (C) und (E) und dem
AD-Copolymer weniger als 20 (mg KOH/g) beträgt, ist beispielsweise die
Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung
extrem verschlechtert. Ferner ist es schwierig, eine Beschichtungszusammensetzung
durch Solubilisierung in Wasser aus der oben beschriebenen Zusammensetzung
herzustellen. Im Gegensatz dazu ist, wenn der Säurewert der Zusammensetzung
mehr als 300 (mg KOH/g) beträgt,
die Korrosionsbeständigkeit
extrem verschlechtert und Wirkungen, die von Styrol oder anderen
Additiven von Korrosionsinhibitoren bewirkt werden sollen, können nicht
beobachtet werden.
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Das
mittlere Molekulargewicht des die Beschichtungszusammensetzung der
vorliegenden Erfindung bildenden Methacrylharzes beträgt vorzugsweise
10 000 bis 70 000 und noch günstiger
10 000 bis 50 000. Wenn das mittlere Molekulargewicht weniger als
10 000 beträgt,
ist die Pressformbarkeit eines beschichteten Metallblechs verschlechtert,
und wenn es mehr als 70 000 beträgt,
nimmt die Viskosität
der Beschichtungszusammensetzung zu und die Auftragung tendiert
dazu, schwierig zu werden.
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Die
Glasübergangstemperatur
(Tg) der Beschichtungszusammensetzung beträgt vorzugsweise nicht weniger
als 0 °C.
Wenn die Tg weniger als 0 °C
beträgt,
wird die auf einer Oberfläche
eines Metallblechs gebildete Beschichtung der Beschichtungszusammensetzung
durch die beim Formpressen erzeugte Wärme von dieser abgetrennt oder
geschmolzen, so dass die Gleitfähigkeit
verschlechtert ist. Eine bevorzugte Tg beträgt 30 bis 100 °C.
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Additive
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In
der Beschichtungszusammensetzung der vorliegenden Erfindung eingearbeitete
Harze mit Carboxylgruppen werden vorzugsweise durch eine Base, wie
Ammoniak oder ein Amin, neutralisiert. Daher benötigt die Beschichtungszusammensetzung
der vorliegenden Erfindung nicht die Verwendung von grenzflächenaktiven
Mitteln. Additive, die Neutralisatoren umfassen, die allgemein für übliche Beschichtungszusammensetzungen
verwendet werden, sind von der Verwendung für die Beschichtungszusammensetzung
der vorliegenden Erfindung nicht ausgeschlossen.
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Jedoch
werden als Neutralisationsmittel, Gleitmittel, Korrosionsinhibitoren
und Abscheidungsinhibitoren bevorzugte Additive für die Beschichtungszusammensetzung
der vorliegenden Erfindung beschrieben.
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Neutralisationsmittel:
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Wenn
das durch die Beschichtungszusammensetzung zu beschichtende Metallblech
ein legierungsfeuermetallisiertes Stahlblech ist, tendiert die Wechselwirkung
zwischen Zink in Plattierungsschichten und Carboxylgruppen der Beschichtungszusammensetzung
zu einer Verringerung der Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung.
Zur Verbesserung von Korrosionsbeständigkeit und Pressformbarkeit
von Metallblechen ist es erforderlich, dass Beschichtungszusammensetzungen
eine erhöhte
Bruchfestigkeit der organischen Harzbeschichtung aufweisen; jedoch
ist, wenn die Tg und das Molekulargewicht des Methacrylharzes für den oben genannten
Zweck erhöht
sind, die Auflösung
des Films der organischen Harzbeschichtungen in einer alkalischen
Lösung
verringert. Im Gegensatz dazu kann durch die Zugabe speziell gewählter Neutralisationsmittel, des
AD-Copolymers und von (E) mit einer Etherbindung die Auflösung des
Films in einer alkalischen Lösung verbessert
werden.
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Wenn
alkalisches Spülen
durch Kunden bzw. Nutzer bei weniger als der Tg des Methacrylharzes
und in einem relativ kurzen Zeitraum durchgeführt wird, ist die Auflösung des
Films in einer alkalischen Lösung schlecht
und ferner sind Carboxylgruppen, die durch Neutralisation nicht
neutralisiert sind, erhöht.
Daher kann, wenn Carboxylgruppen in einem neutralisierten Zustand
nach der Applikation einer organischen Harzbeschichtung gehalten
werden können,
die Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung
verbessert werden. Daher können,
wenn ein Teil der Carboxylgruppen durch eine Base, die schwierig
zu verdampfen ist, beispielsweise ein Amin mit einem hohen Siedepunkt,
oder durch eine anorganische Base eines Hydroxids, Ammoniak oder
dgl., neutralisiert wird, hydrophile Produkte bei organischen Harzüberzügen vorzugsweise
zunehmen. Ein einziges Neutralisationsmittel oder eine Mehrzahl
von Neutralisationsmitteln in Kombination können für die oben beschriebenen Zwecke
verwendet werden. Bei alkalischem Spülen verwendete Neutralisationsmittel können das
Eindringen von alkalischen Elementen in organische Harzbeschichtungen
unterstützen
und die Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung
bei niedriger Temperatur und in einem kurzen Zeitraum sicherstellen.
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Wenn
die Siedepunkte von zu verwendenden Aminen weniger als 30 °C betragen,
verdampfen Amine während
des Trocknens organischer Harzbeschichtungen bei Raumtemperatur,
so dass die Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung
verringert ist. Ein bevorzugter Siedepunkt der Amine beträgt nicht
weniger als 100 °C
und vorzugsweise nicht weniger als 160 °C. Ein empfohlenes, für die Beschichtungszusammensetzung
der vorliegenden Erfindung verwendetes Neutralisa tionsmittel ist
mindestens ein Amin mit einem Siedepunkt von nicht weniger als 160 °C. Amine
mit Siedepunkten von nicht weniger als 30 °C sind Isopropylamin (Siedepunkt
32 °C),
Diethylamin (Siedepunkt 56 °C),
N,N'-Dimethylethanolamin
(Siedepunkt 130 °C),
Monoethanolamin (Siedepunkt 170 °C),
Triisopropanolamin (Siedepunkt 305 °C), Triethanolamin (Siedepunkt
360 °C) und
dgl. Alkanolamine und Alkylamine sind bevorzugt. Hydroxide sind
Natriumhydroxid und Kaliumhydroxid.
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Die
Zugabemenge eines Neutralisationsmittels beträgt im Verhältnis zu einem Äquivalent
Säure,
die im Harzfeststoffgehalt des Methacrylharzes enthalten ist, vorzugsweise
0,6 bis 4,0 Äquivalente
Ammoniak oder 0,05 bis 0,5 Äquivalente
Amine mit Siedepunkten von nicht weniger als 30 °C oder Hydroxide. Wenn die Äquivalente
von Aminen mit Siedepunkten von nicht weniger als 30 °C weniger
als 0,05 betragen, ist eine Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung
in einem kurzen Zeitraum unter alkalischem Spülen schwierig beizubehalten.
Im Gegensatz dazu ist, wenn die Äquivalente
von Aminen mit Siedepunkten von nicht weniger als 30 °C mehr als
0,5 betragen, die Bruchfestigkeit der Beschichtung verringert, die
Pressformbarkeit verringert und die Produktivität verringert. Zusätzlich ist
die Blockbeständigkeit
verringert. Eine bevorzugte Zugabemenge von Aminen mit Siedepunkten
von größer als
30 °C oder
Hydroxid beträgt
0,1 bis 0,4 Äquivalente. Wenn
die Zugabemenge von Ammoniak weniger als 0,6 Äquivalente beträgt, ist
eine Solubilisierung durch Neutralisation schwierig; wenn sie größer als
4,0 ist, ist die Bruchfestigkeit der Beschichtung verschlechtert und
die Gleiteigenschaften tendieren zur Verschlechterung.
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Schmiermittel:
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Mindestens
eines, das aus der Gruppe von höheren
aliphatischen Carbonsäuren,
höheren
aliphatischen Carbonsäureestern,
Metallseifen und Polyethylenwachsen ausgewählt ist, ist als der Beschichtungszusammensetzung
der vorliegenden Erfindung zuzusetzendes Schmiermittel bevorzugt.
Beispiele für
die Schmiermittel sind höhere
aliphatische Säuren,
wie Laurinsäure,
Palmitinsäure,
Stearinsäure, Ölsäure und dgl.,
und Ester derselben und sog. "Metallseifen", d.h. Salze von
Erdalkalimetallen, wie Calcium und Barium, mit höheren aliphatischen Carbonsäuren, die
oben beschrieben sind. Ferner können
ein festes Schmiermittel und/oder Wachse mit dem Obigen gemischt
werden. Feste Schmiermittel sind beispielsweise Graphit, Molybdändisulfid,
Talkum, ein fluorhaltiges Harz, Bornitrid, Calciumcarbonat, Melamin
und Isocyanursäureaddukte.
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Wachse
sind ein Polyethylenwachs, ein Petroleumparaffinwachs, Pflanzen-
und Tierfette, höhere
aliphatische Carbonsäuren,
ein höherer
Alkohol, Ester einer höheren
aliphatischen Carbonsäure
und eines höheren
Alkohols, ein höheres
aliphatisches Carboxylamid, ein Aminsalz einer höheren aliphatischen Carbonsäure. Um
die Verfestigung eines Schmierfilms beizubehalten, sind Wachse mit
Siedepunkten von nicht weniger als 45 °C bevorzugt. Zur Erhöhung des
Siedepunkts besteht das Verfahren zur Beseitigung von Doppelbindungen
durch Hydrieren.
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Eine
bevorzugte Zugabemenge von Schmiermitteln beträgt 3 bis 50 Gew.-% gegenüber dem
Gesamtharzfeststoffgehalt der Beschichtungszusammensetzung und vorzugsweise
5 bis 30 Gew.-%. In dem im vorhergehenden genannten Bereich ist
die Pressformbarkeit hervorragend ohne eine Verringerung der Auflösung des
Films in einer alkalischen Lösung
und die Korrosionsbeständigkeit
hervorragend ohne eine extreme Verringerung der Stabilität der Beschichtungszusammensetzung.
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Korrosionsinhibitor:
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Bevorzugte
Korrosionsinhibitoren für
die Beschichtungszusammensetzung der vorliegenden Erfindung sind
mindestens ein Bestandteil, der aus der Gruppe von einem Zinksalz,
einem Calciumsalz und einem Ammoniumsalz einer Phosphorsäure und
einer Molybdänsäure ausgewählt ist.
Eine bevorzugte Zugabemenge von Korrosionsinhibitoren beträgt 3 bis
30 Gew.-% gegenüber
dem Gesamtharzfeststoffgehalt und vorzugsweise 5 bis 20 Gew.-%.
Innerhalb des im vorhergehenden genannten Bereichs ist die Korrosionsbeständigkeit hervorragend
ohne eine extreme Verringerung der Stabilität der Beschichtungszusammensetzung.
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Abscheidungsinhibitor:
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Insbesondere
wenn ein Zinksalz, ein Calciumsalz und ein Ammoniaksalz einer Phosphorsäure und
einer Molybdänsäure als
Korrosionsinhibitoren verwendet werden, neigen die im vorhergehenden
genannten dazu, sich aufgrund der schwereren spezifischen Dichte
derselben als die des verwendeten Lösemittels abzuscheiden. In
diesem Fall wird mindestens ein Bestandteil, der aus Alkylphosphonsäureestern
(RPO3R'2) ausgewählt
ist, die als Abscheidungsinhibitor wirken, vorzugsweise zugesetzt.
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R
ist eine gesättigte
Kohlenwasserstoffgruppe oder eine ungesättigte Kohlenwasserstoffgruppe
mit zehn bis fünfzig
Kohlenstoffatomen, ungeachtet dessen, ob sie geradkettig oder verzweigt
ist, und insbesondere ist ein α-Olefin
mit vierzig Kohlenstoffatomen ein Beispiel.
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Im
Falle von Alkylphosphonsäuredialkylestern
können
R' gleich oder verschieden
sein; und R' ist
eine gesättigte Kohlenwasserstoffgruppe
oder eine ungesättigte
Kohlenwasserstoffgruppe mit einem bis acht Kohlenstoffatomen. Vorzugsweise
sind R' CH3, C3H7,
C5H11, C8H17 und dgl. und
noch günstiger
ein α-Olefin
mit fünf oder
acht Kohlenstoffatomen.
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Im
Falle von Alkylphosphonsäuremonoalkylestern
ist ein R' ein Wasserstoffatom
und das andere R' eine
den oben beschriebenen Alkylphosphorsäuredialkylestern äquivalente
Gruppe. Die Zugabemenge von mindestens einem Bestandteil, der aus
Alkylphosphonsäureestern
ausgewählt
ist, in Gewichtsprozent gegenüber
dem Gesamtharzfeststoffgehalt der Beschichtungszusammensetzung beträgt vorzugsweise
(1:99) bis (20:80) und noch günstiger
(5:95) bis (15:85). Wenn die Zugabemenge weniger als 1 Gew.-% beträgt, können Wirkungen
des Abscheidungsinhibitors nicht beobachtet werden, und bei mehr
als 20 Gew.-% ist die Aggregationskraft der Beschichtung verringert
und es erfolgt eine Filmablösung,
sog. "Pulverbildung", während der Behandlung.
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Wenn
ein Monoalkylester mit einem Dialkylester in einem Verhältnis von
(10:90) bis (90:10) verwendet wird, können deutliche Wirkungen beobachtet
werden. Wenn die Menge an Monoalkylestern weniger als 10 Gew.-%
beträgt,
kann die Stabilität
der Beschichtungszusammensetzung in einigen Fällen verringert sein, und wenn
sie größer als
90 Gew.-% ist, ist die Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung
aufgrund einer erhöhten
Adsorption von Hydroxidgruppen an Oberflächen von Stahlblechen verringert.
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Zusätzlich zu
den oben beschriebenen Additiven können Lösemittel von Kohlenwasserstoffen
oder dgl., Farbsubstanzen, Pigmente, Farbstoffe und dgl. zu der
Beschichtungszusammensetzung der vorliegenden Erfindung gegeben
werden und Additive, die für übliche Beschichtungszusammensetzungen
ver wendet werden, wie oleophile Mittel und Additive für extremen
Druck, können
ebenfalls zugesetzt werden.
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Geschmiertes
Metallblech
-
Durch
die vorliegende Erfindung erfolgt die Bereitstellung von geschmierten
Metallblechen durch Applikation der oben beschriebenen Beschichtungszusammensetzung
auf Metallbleche, beispielsweise verschiedene Arten von Stahlblechen,
oberflächenbehandelte
Stahlbleche und Aluminiumbleche. Die Metallbleche umfassen Metallbleche
in der Form von Bändern,
sind jedoch nicht speziell beschränkt. Als Beispiele für die Metallbleche
können
feuerverzinkte Stahlbleche, legierungsfeuermetallisierte Stahlbleche,
warmgewalzte Stahlbleche, kaltgewalzte Stahlbleche, galvanisierte
Stahlbleche, Zn-Ni-Elektroplattierungsstahlbleche, Aluminiumbleche
und nichtrostende Stahlbleche genannt werden.
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Wenn
die Beschichtungszusammensetzung der vorliegenden Erfindung auf
Metallbleche appliziert wird, beträgt die Beschichtungsmenge pro
Oberfläche
vorzugsweise 0,5 bis 5 g/m2 als Trockengewicht.
Wenn die Beschichtungsmenge weniger als 0,5 g/m2 beträgt, können unregelmäßige Oberflächen von
Metallblechen nicht nivelliert werden, so dass die Wirkungen der
Pressformbarkeit und Korrosionsbeständigkeit durch die vorliegende
Erfindung nicht realisiert werden können. Wenn die Beschichtungsmenge
mehr als 5 g/m2 beträgt, wird während des Formpressens eine
Pulverbildung hervorgerufen. Ein stärker bevorzugter Bereich beträgt 0,5 bis
3 g/m2.
-
Die
Beschichtung kann durch ein bekanntes Beschichtungsverfahren, wie
Walzenbeschichtung, Sprühbeschichtung,
Tauchbeschichtung und Bürstenbeschichtung,
durchgeführt
werden. Trocknungsbedingungen sind Temperaturen von 40 °C bis 200 °C und die
Trocknungsdauer beträgt
etwa 1 bis 90 s.
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Beispiele
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Die
vorliegende Erfindung wird durch Beispiele (Tabellen 1 bis 14) und
Vergleichsbeispiele (Tabellen 15 und 16) detailliert beschrieben.
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Verfahren
zur Herstellung von Teststücken
-
Sieben
Arten von Metallblechen S bis Y wurden durch alkalisches Spülen entfettet
und beide Oberflächen
jedes Metallblechs wurden mit den in den Tabellen 1, 3, 5, 7, 9,
11, 13 und 15 aufgelisteten Beschichtungszusammensetzungen beschichtet.
Jedes Beschichtungsgewicht in trockenem Zustand wurde auf 1,5 g/m2 pro Oberfläche eingestellt und der Film
wurde durch einen Heißgebläsetrockner
so getrocknet, dass die Temperatur des Blechs in 10 s 60 °C erreichte.
Teststücke
wurden durch Auftragen eines Rostschutzöls (16,0 cSt/40 °C) mit 0,5
bis 1,0 g/m2 auf beide Oberflächen der
Metallbleche vorbereitet. Sieben Arten von Neutralisationsmitteln,
die im folgenden beschrieben sind, a bis g, für die Beschichtungszusammensetzungen
wurden verwendet, und die einzelnen Zugabemengen sind in den Tabellen
angegeben. Mw in den Tabellen ist das mittlere Molekulargewicht
der Harze. Calciumstearat und ein Polyethylenwachs wurden in Mengen
von 5 Gew.-% bzw. 10 Gew.-% gegenüber der Gesamtharzfeststoffkomponente
zu den Beschichtungszusammensetzungen gegeben. Ferner wurde Zinkphosphat
als Rostschutzmittel mit 5 Gew.-% in der gleichen Weise wie oben
beschrieben zugegeben und Octylhentetracontylphosphonat (p) und
Dioctylhentetracontylphosphonat (q) wurden als Abscheidungsinhibitor
optional verwendet, wie in den Tabellen 1, 3, 5, 7, 9, 11 und 13
angegeben ist.
-
Pressformbarkeit,
Korrosionsbeständigkeit,
Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung,
chemische Behandlung, Blockbeständigkeit,
Lacktrocknung und Stabilität
der Beschichtungszusammensetzung wurden für jedes der auf diese Weise
erhaltenen Teststücke
untersucht. Die Ergebnisse sind in den Tabellen 2, 4, 6, 8, 10,
12, 14 und 16 angegeben.
-
Metallbleche
-
-
- S:
- legierungsfeuermetallisiertes
Stahlblech
- T:
- warmgewalztes Stahlblech
- U:
- kaltgewalztes Stahlblech
- V:
- nichtrostendes Stahlblech
- W:
- Aluminiumblech
- X:
- galvanisiertes Stahlblech
- Y:
- feuerverzinktes Stahlblech
-
Neutralisationsmittel
-
-
- a:
- Ammoniak (Siedepunkt –33 °C)
- b:
- Isopropylamin (Siedepunkt
32 °C)
- c:
- Diethylamin (Siedepunkt
56 °C)
- d:
- N,N-Dimethylethanolamin
(Siedepunkt 130 °C)
- e:
- Monoethanolamin (Siedepunkt
170 °C)
- f:
- Triisopropanolamin
(Siedepunkt 305 °C)
- g:
- Triethylamin (Siedepunkt
360 °C)
-
Bewertungsverfahren
-
Die
einzelnen Eigenschaften der Teststücke wurden auf die folgenden
Art und Weisen ermittelt.
-
(1) Pressformbarkeit
-
Pressformbarkeit
bei Raumtemperatur (Grenzrohlinghaltekraft, Festfressbeständigkeit,
Pulverbildungsbeständigkeit)
-
Die
Teststücke
wurden durch Durchführen
eines zylindrischen Tiefziehpressens bei konstanter Formtemperatur
von 25 °C unter
den folgenden Pressbedingungen unter Verwendung einer Erichsen-Napfziehtestvorrichtung
erhalten.
| Stempeldurchmesser: | 33
mm Durchmesser (Zylinder,
Zylinder mit Kugel) |
| Ziehwürfelschulterkrümmung: | 2
mmR |
| Rohlingdurchmesser: | Zylinder
68 mm Durchmesser,
Zylinder mit Kugel 68 mm Durchmesser |
| Grenzrohlinghaltekraft: | Maximale
formfähige
Belastung ohne Bruch |
-
Bewertungsstandard für Festfressbeständigkeit
-
Festfressen
wurde gemäß den folgenden
vier Niveaus durch Betrachung von Seitenwandteilen von Teststücken bewertet.
- ⌾:
- Kein Festfressen
- O:
- Leichtes Festfressen
- Δ:
- Relativ starkes Festfressen
- x:
- Hohes Festfressen
-
Bewertungstandard
für Pulverbildungsbeständigkeit
-
Die
Pulverbildungsbeständigkeit
wurde gemäß den folgenden
drei Niveaus durch Betrachtung von Seitenwandteilen von Teststücken bewertet.
- O:
- Keine Pulverbildung
- Δ:
- Leichte Pulverbildung
- x:
- Relativ hohe Pulverbildung
-
Pressformbarkeit
bei erhöhter
Temperatur (Grenzrohlinghaltekraft, Festfressbeständigkeit,
Pulverbildungsbeständigkeit)
-
Die
Teststücke
wurden durch Durchführen
eines zylindrischen Tiefziehpressens bei konstanter Formtemperatur
von 80 °C unter
den folgenden Pressbedingungen unter Verwendung einer Erichsen-Napfziehtestvorrichtung
erhalten.
| Stempeldurchmesser: | 33
mm Durchmesser (Zylinder) |
| Ziehwürfelschulterkrümmung: | 2
mmR |
| Rohlingdurchmesser: | Zylinder
68 mm Durchmesser |
| Ziehgeschwindigkeit: | 60
mm/s |
| Grenzrohlinghaltekraft: | Maximale
formfähige
Belastung ohne Bruch |
-
Bewertungsstandard für Festfressbeständigkeit
-
Festfressen
wurde gemäß den folgenden
vier Niveaus durch Betrachung von Seitenwandteilen von Teststücken bewertet.
- ⌾:
- Kein Festfressen
- O:
- Leichtes Festfressen
- Δ:
- Relativ starkes Festfressen
- x:
- Hohes Festfressen
-
Bewertungstandard
für Pulverbildungsbeständigkeit
-
Die
Pulverbildungsbeständigkeit
wurde gemäß den folgenden
drei Niveaus durch Betrachtung von Seitenwandteilen von Teststücken bewertet.
- O:
- Keine Pulverbildung
- Δ:
- Leichte Pulverbildung
- x:
- Relativ hohe Pulverbildung
-
(2) Korrosionsbeständigkeit
-
Da
sich Korrosionseigenschaften von plattiertem Stahlblech und nichtplattiertem
Stahlblech voneinander unterscheiden, wurde nichtplattiertes Stahlblech
primär
durch einen Stapeltest bewertet und plattiertes Stahlblech durch
den Salzsprühtest
(SST) bewertet. Jede Bewertung wird im folgenden bechrieben.
-
SST:
Die Erzeugung von weißem
Rost (roter Rost im Falle von kaltgewaltzten Stahlblechen und warmgewalzten
Stahlblechen) wurde durch den Flächenanteil
von Rost 17 h nach dem Zerstäuben
von Natriumchlorid mit 3 Gew.-% enthaltendem Wasser gemäß dem Japan
Industrial Standard (JIS) Z2371 auf Teststücken, die mit 2 g/m2 durch das Rostschutzöl (DAPHNE Oil Coat Z-5: Idemitsu
Kosan Co., Ltd.) beschichtet waren, bewertet.
-
Stapeltest:
Die Zeit zur Bildung von rotem Rost auf 5 % der Fläche derselben,
nachdem zwei Teststücke
von 70 mm mal 150 mm unter einer Last von 50 kg/cm2 bei
50 °C gestapelt
wurden, wurde ermittelt. Zwischen die Teststücke wurden 2 ml Wasser getropft.
Nicht weniger als 70 h wurden als gutes Ergebnis bestimmt.
-
(3) Auflösung des
Films in einer alkalischen Lösung
-
Teststücke wurden
durch Zerstäuben
einer alkalischen Spüllösung mit
einer Konzentration von 3 Gew.-% (Entfettungslösung: Fine Cleaner 4460: Nihon
Parkerizing Co., Ltd.), die bei 40 °C gehalten wurde, während 10
s mit einem Zerstäubungsdruck
von 1 kg/cm2 entfettet. Die benetzten Flächen der
Teststücke
wurden nach dem Eintauchen derselben in Wasser mit dem bloßen Auge
betrachtet. Die Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung
wurde gemäß den folgenden
drei Niveaus bestimmt.
- O:
- Wasserbenetzter Teil
100 % der Metallblechoberfläche
- Δ:
- Wasserbenetzter Teil
nicht weniger als 95 % der Metallblechoberfläche
- x:
- Wasserbenetzter Teil
weniger als 95 % der Metallblechoberfläche
-
(4) Chemische Behandlung
-
Teststücke wurden
durch Zerstäuben
einer alkalischen Spüllösung mit
einer Konzentration von 3 Gew.-% (Entfettungslösung: Fine Cleaner 4460: Nihon
Parkerizing Co., Ltd.), die bei 40 °C gehalten wurde, während 10
s mit einem Zerstäubungsdruck
von 1 kg/cm2 entfettet. Die Kristallstrukturen
der chemisch behandelten Filme wurden durch ein Rasterelektronenmikroskop
(1000-fache Vergrößerung)
nach der Durchführung einer
chemischen Behandlung durch Eintauchen der Teststücke während 120
s in die chemische Behandlungslösung
(PB-L3020M: Nihon Parkerizing Co., Ltd.), die bei 43 °C gehalten
wurde, geprüft.
Die auf diese Weise behandelten Filme wurden mit Filmen verglichen,
die unter den gleichen Bedingungen durch eine andere Beschichtungszusammensetzung
als die Beschichtungszusammensetzung der vorliegenden Erfindung beschichtet
wurden.
- O:
- Guter chemisch behandelter
Film, der einem behandelten Film eines nichtbeschichteten Stahlblechs äquivalent
ist
- Δ:
- Leichte feinere oder
gröbere
Veränderungen
der Strukturgröße im Vergleich
zu einem behandelten Film eines nichtbeschichteten Stahlblechs
- x:
- Keine Bildung eines
chemisch behandelten Films
-
(5) Blockbeständigkeit
-
Zwei
Teststücke,
die mit einem Drehmoment von 300 kg·cm aneinander befestigt waren,
wobei die Oberflächen
mit applizierter Beschichtung einander gegenüberlagen, wurden 6 h in einem
isothermen Ofen bei 60 °C
belassen. Nach dem Auseinanderziehen der zwei gestapelten Teststücke wurde
die Blockbeständigkeit
durch den Haftzustand der Beschichtung gemäß den folgenden vier Niveaus
bewertet.
- ⌾:
- Keine Blockbildung
- O:
- Leichte Blockbildung
- Δ:
- Blockbildung
- x:
- Hohe Blockbildung
-
(6) Lacktrocknung
-
Ein
Verfahren zur Bewertung der Lacktrocknung eines Films unmittelbar
nach dem Brennen war die Bestimmung der Klebrigkeit durch Fingerberührung. Das
andere Verfahren zur Bewertung war das folgende. Zwei Teststücke wurden
mit einem Drehmoment von 300 kg·cm unmittelbar nach dem Brennen
so aneinander befestigt, dass die Oberflächen mit applizierter Beschichtung
einander gegenüberlagen,
und 6 h bei Raumtemperatur belassen. Der Grad der Ablösung und
die Änderung
des Aussehens jedes Teststücks,
wenn das Drehmoment gelöst
wurde, wurden auf vier Niveaus bestimmt.
- ⌾:
- Keine Klebrigkeit.
Die Teststücke
trennen sich durch ihr eigenes Gewicht, wenn das Drehmoment gelöst wird,
und keine Änderungen
des Aussehens.
- O:
- Keine Klebrigkeit.
Die Teststücke
trennen sich durch ihr eigenes Gewicht, wenn das Drehmoment gelöst wird,
und leichte Änderungen
des Aussehens.
- Δ:
- Leichte Klebrigkeit.
Die Teststücke
trennen sich nicht durch ihr eigenes Gewicht, wenn das Drehmoment gelöst wird.
- x:
- Klebrigkeit. Die Teststücke trennen
sich nicht durch ihr eigenes Gewicht, wenn das Drehmoment gelöst wird.
-
(7) Stabilität der Beschichtungszusammensetzung
-
Die
Beschichtungszusammensetzungen der vorliegenden Erfindung in einem
graduierten Zylinder von 200 ml wurden einen Monat in einem bei
50 °C gehaltenen
Ofen aufbewahrt. Nach der Aufbewahrung wurde der Auftrennungszustand
der Beschichtungszusammensetzung mit bloßem Auge betrachtet.
-
Ferner
wurde die Viskosität
der Beschichtungszusammensetzung mit der ursprünglichen Viskosität vor der
Aufbewahrung zur Bewertung derselben gemäß den folgenden vier Niveaus
verglichen.
- ⌾:
- Keine Auftrennung
der Beschichtungszusammensetzung und keine Viskositätsänderung
- O:
- Keine Auftrennung
der Beschichtungszusammensetzung und leichte Zunahme der Viskosität
- Δ:
- Leichte Abscheidung
und Abschaum und Zunahme der Viskosität
- x:
- Wesentliche Abscheidung
und Abschaum und Zunahme der Viskosität
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Gewerbliche
Verwendbarkeit
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Eine
Beschichtungszusammensetzung gemäß der vorliegenden
Erfindung und ein geschmiertes Metallblech mit durch die Beschichtungszusammensetzung
beschichteten Oberflächen
weisen eine hervorragende Auflösung
des Films in einer alkalischen Lösung,
hervorragende chemische Behandlung, Korrosionsbeständigkeit,
Lacktrocknung, Blockbeständigkeit
und Stabilität
der Beschichtungszusammensetzung auf. Ferner können Pressformbarkeit einschließlich von
Festfressbeständigkeit
und Pulverbildungsbeständigkeit
deutlich verbessert werden. Daher sind gemäß der vorliegenden Erfindung
Schwierigkeiten beim Pressformen, die die Probleme bildeten, unterdrückt, so
dass die Beschichtungszusammensetzung und das damit geschmierte Metallblech
in günstiger
Weise für
Teile von Kraftfahrzeugen und dgl. verwendet werden können.