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HINTERGRUND
DER ERINFDUNG
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1. Gebiet
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Fahrzeugbremssystem, bei welchem
eine Verstärkungswirkung
eines Bremskraftverstärkers
zur Unterstützung
einer Bremspedalniederdrückkraft
dann, wenn der Bremskraftverstärker
ausgefallen ist, kompensiert wird, um ein Bremsverhalten zu verbessern.
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2. Stand der
Technik
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Herkömmlich ist
ein Bremskraftverstärker zur
Verstärkung
einer Bremspedalniederdrückkraft (zur
Implementierung eines sogenannten Bremsunterstützungs- bzw. Hilfsbremsvorgangs)
in einem Fahrzeug angebracht, um die Beanspruchung eines Fahrers
beim Niederdrücken
des Bremspedals zu verringern.
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Ein
Bremskraftverstärker
gemäß dem Oberbegriff
ist aus der DE-A 40 17 425 bekannt.
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Als
ein Bremskraftverstärker
diesen Typs ist seit längerem
ein Vakuumverstärker
zum Verstärken der
Bremspedalniederdrückkraft
bekannt. Der Vakuumverstärker übt eine
verstärkte
hohe Kraft auf einen Hauptzylinder durch Verwenden der Differenz
zwischen einem Unterdruck z.B. auf einer Saugseite eines Motors
und einem Atmosphärendruck
aus. Da der Vakuumverstärker
eine erwünschte
Verstärkungswirkung
nicht zeigen kann, wenn er ausfällt,
ist später
eine Steuerung diskutiert worden zum Bestimmen, ob der Vakuumverstärker ausfällt oder
nicht, und zum Ausführen
eines anderen Bremsunterstützungsvorgangs
bzw. -betriebs zur Erhöhung
eines Bremsfluiddrucks durch Antreiben ei ner Pumpe und anderer Bauteile,
um eine Bremskraft zu verbessern, wenn bestimmt wird, dass der Vakuumverstärker ausfällt.
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Bei
der vorstehend erwähnten
Technologie, bei welcher der Vakuumverstärker und eine andere Bremsunterstützungsvorrichtung
zusammen verwendet werden, lag jedoch eine Möglichkeit derart vor, dass
das Fahrzeug beginnt, sich durch sein eigenes Gewicht zu bewegen,
wenn der Vakuumverstärker
ausgefallen ist und das Fahrzeug z.B. an einem steilen Hang angehalten
wird. Der Grund dafür
ist, dass dann, wenn der Bremsunterstützungsbetrieb zur Erhöhung des
Bremsfluiddrucks durch Antreiben der Pumpe und dergleichen in Reaktion
auf das Anhalten des Fahrzeugs beendet wird, die Bremskraft aufgrund
der anderen Bremsunterstützungsvorrichtung
schnell klein wird, und da der Vakuumverstärker ausfällt, ein Fahrer das Bremspedal
nicht ausreichend niederdrücken
kann, um eine Bremskraft zu erzeugen, die das Fahrzeug an dem Hang
im Stillstand zu halten.
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Daher
liegt ein Vorteil der vorliegenden Erfindung darin, das vorstehend
erwähnte
Problem dadurch zu lösen,
dass ein Fahrzeugbremssystem bereitgestellt wird, das zu der Zeit,
da das Fahrzeug angehalten wird, eine vorteilhafte Bremssteuerung
bzw. -regelung dadurch ausführen
kann, dass eine andere Bremsunterstützungsvorrichtung verwendet
wird, wenn die Verstärkungswirkung
des Bremskraftverstärkers
nicht vollständig
gezeigt werden kann.
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Es
ist auch eine sogenannte Druck verstärkende Hilfsbremse (PAB) zur
Erhöhung
des Radzylinderdrucks durch Verwenden einer Mehrzahl von Absperrventilen
und einer Pumpe, auch wenn der Vakuumverstärker ausgefallen ist, studiert
worden. Im Einzelnen wird der Radzylinder durch Absperren eines
Strömungsweges
von einem Hauptzylinder zu dem Radzylinder durch ein Hauptabsperrventil (SMC-Ventil),
durch Öffnen
eines Strömungsweges von
dem Hauptzylinder zu einer Saugseite einer Pumpe durch ein Absperrventil
(SRC-Ventil) und durch
Antreiben der Pumpe in diesem Zustand erhöht.
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Die
Größenordnung
des durch die PAB erhöhten
Drucks wird durch den Öffnungs-/Schließzustand
des SMC-Ventils und des SRC-Ventils oder des Antriebszustands der
Pumpe gesteuert bzw. geregelt. Wenn die Druckerhöhung durch den Öffnungs-/Schließzustand
des SMC-Ventils gesteuert wird, oder genauer, wenn das SMC-Ventil
z.B. auf OFF gestellt wird (wenn der Strömungsweg geöffnet wird), gibt es einen
Fall, in welchem Pulsationen des Fluiddrucks auftreten.
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Wenn
z.B. durch den Fluiddrucksensor erfasst wird, dass der Fluiddruck
erhöht
worden ist (aufgrund der durch die momentane Pulsation hervorgerufene
Erhöhung
des Drucks, nicht aufgrund der normalen Druckerhöhung), werden das SMC-Ventil,
das SRC-Ventil, die Pumpe und andere Bauteile in verschwenderischer
Weise betrieben, um den Fluiddruck auf ein angemessenes Niveau zu
reduzieren. D.h., es gab ein Problem, dass dann, wenn die Pulsationen
des Fluiddruck auftreten, eine unangemessene Steuerung zur Verringerung
und Erhöhung
des Fluiddrucks ausgeführt
wird.
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Demgemäß besteht
eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein Fahrzeugbremssystem bereitzustellen,
welches in der Lage ist, die Erhöhung/Verringerung
des Bremsfluiddrucks angemessen zu steuern bzw. zu regeln, wenn
die Pulsationen des Fluiddrucks auftreten.
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KURZFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Bei
der vorliegenden Erfindung erzeugt eine Bremsfluiddruckerzeugungsvorrichtung
einen ersten Bremsfluiddruck aufgrund der Verstärkungswirkung eines Bremskraftverstärkers zum
Verstärken
einer Bremspedalniederdrückkraft
eines Fahrers, wenn der Fahrer auf das Bremspedal tritt. Eine Radbremskrafterzeugungsvorrichtung
erzeugt eine Radbremskraft, indem sie den ersten Bremsfluiddruck über eine Leitung
empfängt.
Wenn dann eine erste Erfassungsvorrichtung einen Ausfall oder eine
Funktionseinbuße
bzw. ein Nachlassen der Funktion des Bremskraftverstärkers erfasst,
erhöht
eine Druckerhöhungsvor richtung
den auf die Radbremskrafterzeugungsvorrichtung aufgebrachten Bremsfluiddruck
auf einen zweiten Bremsfluiddruck, der höher als der erste Bremsfluiddruck
ist. Wenn ferner eine zweite Erfassungsvorrichtung erfasst, dass
das Fahrzeug angehalten hat (nach Betrieb der Druckerhöhungsvorrichtung),
hält eine
Haltevorrichtung den auf die Radbremskrafterzeugungsvorrichtung
aufgebrachten Bremsfluiddruck so, dass er höher als der erste Bremsfluiddruck
ist, bis eine vorbestimmte Lösebedingung
erfüllt
ist.
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D.h.,
es besteht die Möglichkeit,
dass die Bremskraft nicht ausreicht, insbesondere wenn eine äußere Kraft,
die das Fahrzeug aus einem stillstehenden Zustand bewegen könnte, auf
das Fahrzeug ausgeübt
wird (ein Beispiel der äußeren Kraft
ist die Schwerkraft, die an einem Hang auf das Fahrzeug wirkt),
falls der Betrieb der Erhöhungsvorrichtung
in Reaktion darauf, dass das Fahrzeug anhält, beendet wird, nachdem die
Erhöhungsvorrichtung
den Bremsfluiddruck erhöht
hat, um den Ausfall oder die Funktionseinbuße des Bremskraftverstärkers zu kompensieren.
Bei der vorliegenden Erfindung wird jedoch der Betrieb der Erhöhungsvorrichtung
nicht angehalten, bis die vorbestimmte Lösebedingung (d.h., die Bedingung
zum Einstellen des Betriebs der Erhöhungsvorrichtung), bei welcher
das Fahrzeug seinen stillstehenden Zustand halten kann, erfüllt ist. Mit
anderen Worten, der Betrieb der Erhöhungsvorrichtung wird nicht
beendet, sofern das Fahrzeug anhält.
Daher ist eine ausreichend Bremskraft auch dann sichergestellt,
wenn das Fahrzeug z.B. an einem Hang anhält, wenn der Bremskraftverstärker ausfällt oder
seine Funktion einbüßt. Demzufolge wird
das Fahrzeug nicht beginnen, sich durch die auf dasselbe wirkende
Schwerkraft zu bewegen, und die Sicherheit kann verbessert werden.
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Es
sollte erwähnt
werden, dass der durch die Haltevorrichtung gehaltene Bremsfluiddruck
ein Druck eines Grades sein kann, der wenigstens das Fahrzeug an
einem Hang anhalten kann, und z.B. der zweite Bremsfluiddruck als
der durch die Haltevorrichtung gehaltene Bremsfluiddruck mehr oder
weniger reduziert sein kann.
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Des
weiteren kann der durch die Haltevorrichtung gehaltene Bremsfluiddruck
gleich dem zweiten Bremsfluiddruck sein, der durch die Druckerhöhungsvorrichtung
erzeugt wird. D.h., während
der durch die Haltevorrichtung gehaltene Bremsfluiddruck ein Druck
sein kann, der das Fahrzeug wenigstens in einem stillstehenden Zustand
halten kann, wenn es z.B. an einem Hang anhält, hält die Haltevorrichtung vorzugsweise
einen hohen Bremsfluiddruck wie etwa den zweiten Bremsfluiddruck,
welcher während
der Bremssteuerung bzw. -regelung hergestellt wird, da die Fähigkeit
zum Anhalten des Fahrzeugs verbessert wird.
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Vorzugsweise
hält die
Haltevorrichtung den hohen auf die Radbremskrafterzeugungsvorrichtung ausgeübten Bremsfluiddruck
für eine
vorbestimmte Zeitdauer von einem Zeitpunkt an, zu welchem die zweite
Erfassungsvorrichtung erfasst, dass sich das Fahrzeug in einem stillstehenden
Zustand befindet. D.h., da angenommen wird, dass normalerweise irgend
ein Vorgang zum Halten des Fahrzeugs in dem stillstehenden Zustand
(z.B. durch Handhaben eines Hebels einer Feststellbremse) getätigt wird,
wenn die vorbestimmte Zeitdauer verstreicht, seitdem das Fahrzeug
angehalten hat, wird der hohe auf die Radbremskrafterzeugungsvorrichtung
ausgeübte
Bremsfluiddruck für
die vorbestimmte Zeitdauer gehalten. Dadurch wird das Fahrzeug nicht
beginnen, sich aufgrund der äußeren auf
dasselbe wirkenden Kraft (Schwerkraft) zu bewegen, auch wenn es
an einem Hang anhält.
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Die
Haltevorrichtung kann den hohen auf die Radbremskrafterzeugungsvorrichtung
ausgeübten Bremsfluiddruck
von einem Zeitpunkt an, zu welchem die zweite Erfassungsvorrichtung
erfasst, dass das Fahrzeug angehalten hat, bis zu einem Zeitpunkt halten,
zu welchem ein Gaspedal niedergedrückt wird, um das Fahrzeug zum
Starten bzw. Anfahren zu veranlassen. D.h., da eine Kraft zum Anfahren
des Fahrzeugs erzeugt wird, wenn das Gaspedal niedergedrückt wird,
besteht kein Problem, auch wenn der Bremsfluiddruck zu diesem Zeitpunkt
reduziert wird. Ferner ist es erforderlich, den Bremsfluiddruck
zu reduzieren, um das Fahrzeug weich anzufahren. Daher wird der
hohe Bremsfluiddruck von einem Zeitpunkt, in welchem das Fahrzeug
den angehaltenen Zustand aufweist, bis zu einem Zeitpunkt, zu welchem
das Gaspedal niedergedrückt
wird, was eine Zeitdauer ist, während
welcher der stillstehende Zustand des Fahrzeugs aufrechterhalten
werden muss, gehalten. Daher wird das Fahrzeug nicht beginnen, sich
aufgrund der äußeren auf
dasselbe wirkenden Kraft (Schwerkraft) zu bewegen, auch wenn es
an einem Hang anhält.
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Die
Haltevorrichtung kann den hohen auf die Radbremskrafterzeugungsvorrichtung
ausgeübten Bremsfluiddruck
von einem Zeitpunkt an, zu welchem die zweite Erfassungsvorrichtung
erfasst, dass das Fahrzeug angehalten hat, halten, bis der Fahrer das
Bremspedal zurücknimmt.
D.h., da eine Zeitdauer von einem Zeitpunkt, an welchem das Fahrzeug angehalten
hat, bis zu einem Zeitpunkt, an welchem das Bremspedal zurückgenommen
wird, als eine Zeitdauer angenommen wird, während welcher der Fahrer den
stillstehenden Zustand des Fahrzeugs aufrechterhalten will, wird
der hohe auf die Radbremskrafterzeugungsvorrichtung ausgeübte Bremsfluiddruck
während
einer solchen Zeitdauer gehalten. Daher wird das Fahrzeug nicht
beginnen, sich aufgrund der äußeren auf
dasselbe wirkenden Kraft (Schwerkraft) zu bewegen, auch wenn es
an einem Hang anhält.
Es sollte erwähnt
werden, dass das Bremspedal z.B. zu einer Zeit eines Anfahrens des Fahrzeugs
oder einer Zeit eines Parkens des Fahrzeugs, wenn die Feststellbremse
gehandhabt wird, zurückgenommen
wird.
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Die
Haltevorrichtung kann den hohen auf die Radbremskrafterzeugungsvorrichtung
ausgeübten Bremsfluiddruck
von einem Zeitpunkt an, zu welchem die zweite Erfassungsvorrichtung
erfasst, dass das Fahrzeug angehalten hat, bis zu einem Zeitpunkt halten,
zu welchem der Fahrer die Feststellbremse betätigt. D.h., da eine Zeitdauer
von einem Zeitpunkt, zu welchem das Fahrzeug angehalten hat, bis
zu einem Zeitpunkt, zu welchem die Feststellbremse betätigt wird,
als eine Zeitdauer angenommen wird, während welcher der Fahrer den
stillstehenden Zustand des Fahrzeugs aufrechterhalten will, wird
der hohe auf die Radbremskrafterzeugungsvorrichtung ausgeübte Radzylinderdruck
während
einer solchen Zeitdauer gehalten. Daher wird das Fahrzeug nicht beginnen,
sich aufgrund der äußeren auf
dasselbe wirkenden Kraft (Schwerkraft) zu bewegen, auch wenn es
an einem Hang anhält.
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Wenn
das Fahrzeug mit einem Automatikgetriebe ausgestattet ist, kann
die Haltevorrichtung den hohen auf die Radbremskrafterzeugungsvorrichtung ausgeübten Bremsfluiddruck
von einem Zeitpunkt an, zu welchem die zweite Erfassungsvorrichtung
erfasst, dass das Fahrzeug angehalten hat, bis zu einem Zeitpunkt
halten, zu welchem der Fahrer einen Schalthebel in die Stellung
zum Parten stellt. D.h., da eine Zeitdauer von einem Zeitpunkt,
zu welchem das Fahrzeug angehalten hat, bis zu einem Zeitpunkt,
zu welchem der Schalthebel in die Stellung zum Parken (normalerweise
mit "P" bezeichnet) gebracht
wird, als eine Zeitdauer angenommen wird, während welcher der Fahrer den
stillstehenden Zustand des Fahrzeugs aufrechterhalten will, wird
der hohe auf die Radbremskrafterzeugungsvorrichtung ausgeübte Radzylinderdruck
während
einer solchen Zeitdauer gehalten. Daher wird das Fahrzeug nicht
beginnen, sich aufgrund der äußeren auf
dasselbe wirkenden Kraft (Schwerkraft) zu bewegen, auch wenn es
an einem Hang anhält.
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Um
die vorstehend beschriebene Aufgabe zu lösen, erzeugt bei der vorliegenden
Erfindung eine Bremsfluiddruckerzeugungsvorrichtung (z.B. ein Hauptzylinder)
dann, wenn ein Fahrer beim Abbremsen eines Fahrzeugs ein Bremssteuerungsbauteil bzw.
Bremsenbedienungselement (z.B. ein Bremspedal) betätigt, einen
Bremsfluiddruck in Reaktion auf den betätigten Zustand des Bremsenbedienungselements.
Der durch die Bremsfluiddruckerzeugungsvorrichtung erzeugte Bremsfluiddruck
wird über
eine Hauptleitung auf eine Radbremskrafterzeugungsvorrichtung (z.B.
einen Radzylinder) übertragen,
um eine Radbremskraft zu erzeugen. Ferner steuert eine Schlupfsteuerungsvorrichtung
einen Schlupf des Rades. Eine Bremsunterstützungssteuerungsvorrichtung
erzeugt einen Bremsfluiddruck, der eine Radbremskraft zeigen kann,
die größer ist
als die Radbremskraft, die dem betätigten Zustand des Bremsenbedienungselements
entspricht und den auf die Radbremskrafterzeugungsvorrichtung aufgebrachten
Bremsfluiddruck durch Verwenden des erzeugten Bremsfluiddrucks steuert.
Ein erstes Filter, in welchem die Variation individueller Daten
in dem resultierenden gefilterten Wert in einigem Ausmaß widergespiegelt
wird, führt
eine Filterungsverarbeitung bezüglich
eines vorbestimmten Datensignals zum Durchführen einer Radschlupfsteuerung
aus. Ein zweites Filter, in welchem die Variation individueller Daten
in dem resultierenden gefilterten Wert weniger widergespiegelt wird
als bei dem ersten Filter, führt eine
Filterungsverarbeitung bezüglich
eines vorbestimmten Datensignals zum Durchführen einer Bremsunterstützungssteuerung
aus.
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Falls
z.B. ein Filter bezüglich
des Datensignals zum Durchführen
einer Radschlupfsteuerung wie etwa eine Antiblockiersteuerung (ABS-Steuerung)
eines ist, welches die Variationen individueller Daten des Datensignals
stark glättet,
kann ein Datensignal (z.B. eine Karosserieverzögerung), das sich stark von
dem tatsächlich
erfassten Datensignal unterscheidet, als ein resultierender gefilterter
Wert ausgegeben werden, indem es das Filter durchläuft, da
das Filter eine Eigenschaft derart aufweist, dass die rohen Daten
des Datensignals nicht aufgenommen werden. Daher kann eine Radschlupfsteuerung nicht
schnell und genau in Übereinstimmung
mit dem Zustand der Straßenoberfläche oder
dem Radschlupfzustand, der sich von Zeit zu Zeit ändert, ausgeführt werden,
wenn hierfür
der resultierende gefilterte Wert verwendet wird. Demgemäß ist es
wünschenswert,
das erste Filter zu verwenden, in welchem die Variationen individueller
Daten in dem resultierenden gefilterten Wert in einigem Ausmaß widergespiegelt
werden, um von dem Datensignal, welches sich nahe an den rohen Daten
hiervon befindet und welches so genau wie möglich ist, Gebrauch zu machen,
wenn der Radschlupfzustand gesteuert wird.
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Es
kann jedoch sein, dass ein Fahrer eine Empfindung verspürt, dass
irgend etwas nicht in Ordnung ist, wenn eine Bremsunterstützungssteuerung in
Reaktion auf die momentane Fluktuation des Datensignals eingeleitet
oder ausgeführt
wird, da der Fahrer erwartet, dass die Radbremskraft während der
Bremsunterstützungssteuerung
stabil erzeugt wird. Daher ist es wünschenswert, das zweite Filter zu
verwenden, in welchem die Variation individueller Daten bei Bremsunterstützungssteuerung
weniger als bei dem ersten Filter in dem resultierenden gefilterten
Wert widergespiegelt wird, um den gefilterten Wert so weit wie möglich zu
glätten.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird das erste Filter für das vorbestimmte, zur Durchführung einer
Radschlupfsteuerung ausgenutzte Datensignal verwendet, sodass eine
schnelle und korrekte Steuerung durch schnelles Erhöhen/Reduzieren
des Bremsfluiddrucks in Übereinstimmung
mit dem Straßenzustand
oder dem Radschlupfzustand, der sich von Zeit zu Zeit ändert, ausgeführt werden
kann. Zusätzlich
wird das zweite Filter für
das vorbestimmte, zur Durchführung
einer Bremsunterstützungssteuerung
ausgenutzte Datensignal verwendet, sodass die Bremsunterstützungssteuerung
in vorteilhafter Weise ausgeführt
werden kann, ohne dem Fahrer ein Gefühl zu vermitteln, dass irgend
etwas nicht in Ordnung sei. D.h., bei der vorliegenden Erfindung
kann eine Bremsunterstützungssteuerung
durch Reduzieren der unnötigen
hydraulischen Pulsationen durch die Verwendung des zweiten Filters,
in welchem die Variationen individueller Daten weniger als in dem ersten
Filter in dem resultierenden gefilterten Wert widergespiegelt werden,
angemessen ausgeführt werden.
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Gemäß einer
ersten Abwandlung der vorliegenden Erfindung erzeugt die Bremsfluiddruckerzeugungsvorrichtung
dann, wenn der Fahrer das Bremsenbedienungselement betätigt, um
das Fahrzeug abzubremsen, einen Bremsfluiddruck in Reaktion auf den
Betätigungszustand
des Bremsenbedienungselements. Der durch die Bremsfluiddruckerzeugungsvorrichtung
erzeugte Bremsfluiddruck wird über
die Hauptleitung auf die Radbremskrafterzeugungsvorrichtung übertragen,
um eine Radbremskraft zu erzeugen. Ferner steuert eine Radschlupfsteuerungsvorrichtung
einen Radschlupfzustand. Eine Bremsunterstützungssteuerungsvorrichtung
erzeugt einen Bremsfluiddruck, der eine Radbremskraft zeigen kann,
die größer ist
als die Radbremskraft, die dem Betätigungszustand des Bremsenbedienungselements
entspricht und den auf die Radbremskrafterzeugungsvorrichtung aufgebrachten
Bremsfluiddruck durch Verwenden des erzeugten Bremsfluiddrucks steuert.
Ein erstes Filter, in wel chem die Variation individueller Daten
in dem resultierenden gefilterten Wert in einigem Ausmaß widergespiegelt
wird, führt
eine Filterungsverarbeitung bezüglich
einer Fahrzeugkarosserieverzögerung
zur Durchführung einer
Radschlupfsteuerung aus. Ein zweites Filter, in welchem die Variation
individueller Daten weniger als bei dem ersten Filter in dem resultierenden
gefilterten Wert widergespiegelt wird, führt eine Filterverarbeitung
bezüglich
der Fahrzeugkarosserieverzögerung zur
Durchführung
einer Bremsunterstützungssteuerung
aus.
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Wie
vorstehend beschrieben, kann dann, wenn ein Filter bezüglich des
Datensignals zum Durchführen
einer Radschlupfsteuerung wie etwa einer Antiblockiersteuerung (ABS-Steuerung)
eines ist, das die Variationen individueller Daten stark glättet, eine
Fahrzeugkarosserieverzögerung,
die sich von der tatsächlich
erfassten Fahrzeugkarosserieverzögerung
deutlich unterscheidet, als ein resultierender gefilterter Wert
ausgegeben werden, indem es das Filter durchläuft, da das Filter eine Eigenschaft
derart aufweist, dass der rohe Wert des Datensignal nicht aufgenommen
wird. Daher kann eine Radschlupfsteuerung nicht schnell und genau
in Übereinstimmung
mit dem Zustand der Straßenoberfläche oder dem
Radschlupfzustand, der sich von Zeit zu Zeit ändert, ausgeführt werden,
wenn hierfür
der resultierende gefilterte Wert verwendet wird. Ferner kann es sein,
dass ein Fahrer eine Empfindung verspürt, dass irgend etwas nicht
in Ordnung ist, wenn eine Bremsunterstützungssteuerung in Reaktion
auf die momentane Fluktuation des Datensignals eingeleitet oder ausgeführt wird,
da der Fahrer erwartet, dass die Radbremskraft während der Bremsunterstützungssteuerung
stabil erzeugt wird.
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Bei
der ersten Abwandlung der vorliegenden Erfindung wird das erste
Filter für
die Fahrzeugkarosserieverzögerung,
die eines von zur Durchführung
einer Radschlupfsteuerung ausgenutzten Datensignalen ist, verwendet,
sodass eine schnelle und richtige Steuerung durch schnelles Erhöhen/Reduzieren
des Bremsfluiddrucks in Übereinstimmung
mit dem Straßenzustand
oder dem Radschlupfzustand, der sich von Zeit zu Zeit ändert, ausgeführt werden
kann. Zusätzlich
wird das zweite Filter für
das die Fahrzeugkarosserieverzögerung
ange bende Signal, welches eines von zur Durchführung einer Bremsunterstützungssteuerung
ausgenutzten Datensignalen ist, verwendet, sodass die Bremsunterstützungssteuerung
in vorteilhafter Weise ausgeführt
werden kann, ohne dem Fahrer ein Gefühl zu vermitteln, dass irgend
etwas nicht in Ordnung sei.
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Gemäß einer
zweiten Abwandlung der vorliegenden Erfindung erzeugt die Bremsfluiddruckerzeugungsvorrichtung
einen Bremsfluiddruck in Reaktion auf den Betätigungszustand des Bremsenbedienungselements,
wenn der Fahrer das Bremsenbedienungselement betätigt, um das Fahrzeug abzubremsen.
Der Bremsfluiddruck wird über
eine Hauptleitung auf die Radbremskrafterzeugungsvorrichtung übertragen,
um eine Radbremskraft zu erzeugen. Ferner steuert eine Kurvenverfolgungssteuerungsvorrichtung
ein Kurvenfahrverhalten durch unabhängiges Einstellen einer Radbremskraft
jedes Rades. Eine Bremsunterstützungssteuerungsvorrichtung
erzeugt einen Bremsfluiddruck, der eine Radbremskraft zeigen kann,
die größer ist
als die Radbremskraft, die dem Betätigungszustand des Bremsenbedienungselements
entspricht und den auf die Radbremskrafterzeugungsvorrichtung aufgebrachten Bremsfluiddruck
durch Verwenden des erzeugten Bremsfluiddrucks steuert. Ein erstes
Filter, in welchem die Variation individueller Daten in dem resultierenden
gefilterten Wert in einigem Ausmaß widergespiegelt wird, führt eine
Filterungsverarbeitung bezüglich
einer Fahrzeugkarosserieverzögerung
aus, die eines der zur Durchführung
einer Kurvenverfolgungssteuerung ausgenutzten Datensignale ist.
Ein zweites Filter, in welchem die Variation individueller Daten
weniger als bei dem ersten Filter in dem resultierenden gefilterten
Wert widergespiegelt wird, führt eine
Filterverarbeitung bezüglich
der Fahrzeugkarosserieverzögerung
aus, die eines der zur Durchführung
einer Bremsunterstützungssteuerung
ausgenutzten Datensignale ist.
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Die
zweite Abwandlung der vorliegenden Erfindung unterscheidet sich
von der ersten Abwandlung der vorliegenden Erfindung darin, dass
anstelle der Radschlupfsteuerungsvorrichtung die Kurvenverfolgungssteuerungsvorrichtung
eingesetzt wird. Da jedoch die Kurvenverfolgungssteuerungsvorrichtung das Kurvenfahrverhalten
des Fahrzeugs steuert, um das Fahrzeug in eine gewünschte Richtung
zu befördern,
kann die gleiche Überlegung
wie vorstehend beschrieben bezüglich
der Filterverarbeitung der zur Durchführung der Kurvenverfolgungssteuerung
ausgenutzten Fahrzeugkarosserieverzögerung angestellt werden. D.h.,
es ist wünschenswert,
von der Fahrzeugkarosserieverzögerung
Gebrauch zu machen, die sich nahe dem rohen Wert hiervon befindet und
so genau wie möglich
ist, wenn das Kurvenfahrverhalten des Fahrzeugs gesteuert wird.
Daher wird das erste Filter, in welchem die Variationen individueller
Daten in dem resultierenden gefilterten Wert in einigem Ausmaß widergespiegelt
werden, für
die zur Durchführung
der Kurvenverfolgungssteuerung ausgenutzte Fahrzeugkarosserieverzögerung verwendet.
Dagegen ist es wünschenswert,
die Variationen individueller Daten der Fahrzeugkarosserieverzögerung so
weit wie möglich
zu glätten,
wenn die Bremsunterstützungssteuerung
ausgeführt
wird. Daher wird das zweite Filter, in welchem die Variation individueller
Daten weniger als bei dem ersten Filter in dem resultierenden gefilterten
Wert widergespiegelt werden, für
die zur Durchführung
der Bremsunterstützungssteuerung
ausgenutzte Fahrzeugkarosserieverzögerung verwendet.
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Demzufolge
kann eine schnelle und richtige Kurvenverfolgungssteuerung in Übereinstimmung mit
dem Straßenzustand
oder dem Radschlupfzustand, der sich von Zeit zu Zeit ändern kann,
ausgeführt
werden und kann die Bremsunterstützung
in vorteilhafter Weise ähnlich
wie gemäß der ersten
Abwandlung ausgeführt
werden.
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Ferner
erzeugt gemäß einer
dritten Abwandlung der vorliegenden Erfindung die Bremsfluiddruckerzeugungsvorrichtung
einen Bremsfluiddruck in Reaktion auf den Betätigungszustand des Bremsenbedienungselements,
wenn der Fahrer das Bremsenbedienungselement betätigt, um das Fahrzeug abzubremsen.
Ein Bremskraftverstärker
verstärkt
die durch den Fahrer auf das Bremsenbedienungselement ausgeübte Betätigungskraft
um einen vorbestimmten Faktor und überträgt die verstärkte Betätigungskraft
auf die Bremsfluiddruckerzeugungsvorrichtung, damit die Bremsfluiddruckerzeugungsvorrichtung
einen grö ßeren Bremsfluiddruck
erzeugt als einen Bremsfluiddruck, der nur durch die Betätigungskraft
des Fahrers bewirkt würde.
Der hohe Bremsfluiddruck wird über
die Hauptleitung auf die Radbremskrafterzeugungsvorrichtung übertragen, um
die Radbremskraft zu erzeugen. Ferner führt eine Bremsunterstützungsvorrichtung
eine erste Bremsunterstützungssteuerung
aus, indem sie einen Bremsfluiddruck erzeugt, der höher ist
als der durch die Bremsfluiddruckerzeugungsvorrichtung in Reaktion
auf den Betätigungszustand
des Bremsenbedienungselements erzeugte Bremsfluiddruck, wenn durch
den Fahrer der Panik- bzw. Notbremsvorgang getätigt wird oder wenn die Bremskraft
aufgrund einer nicht unzulänglichen
Pedalniederdrückkraft
nicht ausreicht. Die Bremsunterstützungsvorrichtung führt eine
zweite Bremsunterstützungssteuerung
durch, indem sie einen Bremsfluiddruck erzeugt, der höher ist
als der Bremsfluiddruck, der dem Betätigungszustand des Bremsenbedienungselements
entspricht, wenn der Bremskraftverstärker ausfällt oder seine Funktion nachlässt. Die
Bremsunterstützungsvorrichtung
verwendet ein erstes Filter, in welchem die Variationen individueller
Daten eines Datensignals in dem resultierenden gefilterten Wert
in einigem Ausmaß widergespiegelt
werden, um eine Filterverarbeitung bezüglich des Datensignals zur
Durchführung der
ersten Bremsunterstützungssteuerung
auszuführen,
und verwendet ein zweites Filter, in welchem die Variation individueller
Daten eines Datensignals in dem resultierenden gefilterten Wert
weniger widergespiegelt werden als in dem ersten Filter, um eine
Filterverarbeitung bezüglich
des Datensignals zur Durchführung
der zweiten Bremsunterstützungssteuerung
auszuführen.
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Es
besteht eine Möglichkeit,
dass eine nachteilige Wirkung auf den Bremsweg oder dahin, dass der
Passagier eine Empfinden verspürt,
dass irgend etwas nicht in Ordnung ist, wenn in Reaktion auf die momentane
Fluktuation des Datensignals die zweite Bremsunterstützungssteuerung,
die durchgeführt wird,
wenn der Bremskraftverstärker
ausfällt
oder seine Funktion nachlässt,
ausgeführt
oder beendet wird. Ferner muss während
der ersten Bremsunterstützungssteuerung,
die durchgeführt
wird, wenn der Notbremsvorgang getätigt wird oder wenn aufgrund einer
unzulänglichen
auf das durch den Fahrer betätigte
Brem senbedienungselement ausgeübten
Niederdrückkraft
eine hinreichende Bremskraft nicht erzeugt wird, der Zustand des
durch den Fahrer betätigten
Bremsenbedienungselements zu jeder Zeit richtig und zeitgerecht
bestimmt werden, um den ersten Bremsunterstützungsbetrieb in vorteilhafter
Weise auszuführen.
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Bei
der dritten Abwandlung der vorliegenden Erfindung kann die Bremsunterstützungssteuerung entsprechend
jedem Zustand angemessen vorgenommen werden, indem das erste Filter
verwendet wird, um eine Filterverarbeitung bezüglich des Datensignals zur
Durchführung
der ersten Bremsunterstützungssteuerung
auszuführen,
und das zweite Filter verwendet wird, um eine Filterverarbeitung
bezüglich
des Datensignals zur Durchführung
der zweiten Bremsunterstützungssteuerung
auszuführen.
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Als
das Datensignal zur Durchführung
der Bremsunterstützungssteuerung
kann ein Hauptzylinderdruck oder dergleichen angenommen werden. Demgemäß kann jede
Steuerung durch Verwenden der unterschiedlichen gefilterten Werte,
die durch Verwenden unterschiedlicher Filter zur Erfassung des Hauptzylinderdrucks
in Abhängigkeit
von jeder Steuerung erhalten werden, in vorteilhafter Weise durchgeführt werden.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Diese
und andere Aufgaben, Merkmale und Eigenschaften der vorliegenden
Erfindung werden aus einem Studium der nachstehenden genauen Beschreibung,
der beigefügten
Ansprüche
und der Zeichnungen verstanden werden, die alle einen Teil dieser
Anmeldung bilden. In den Zeichnungen:
-
1 ein
schematisches Aufbaudiagramm, welches ein Fahrzeugbremssystem einer
ersten Ausführungsform
zeigt;
-
2 ein
Blockdiagramm, welches einen elektrischen Aufbau der ersten Ausführungsform zeigt;
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3 ein
Flussdiagramm, welches Schritte zur Verarbeitung einer Steuerung
der ersten Ausführungsform
zeigt;
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4A ein
Graph, welcher Änderungen
von Radgeschwindigkeit und Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit zeigt,
und ist 4B ein Graph, welcher Änderungen
eines Bremsfluiddrucks durch die Steuerungsverarbeitung der ersten
Ausführungsform zeigt;
-
5 ein
schematisches Aufbaudiagramm, welches ein Fahrzeugbremssystem einer
sechsten Ausführungsform
zeigt;
-
6 ein
Blockdiagramm, welches einen elektrischen Aufbau der sechsten Ausführungsform zeigt;
-
7 ein
Flussdiagramm, welches Schritte zur Verarbeitung einer Steuerung
der sechsten Ausführungsform
zeigt;
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8A bis 8C Graphen,
welche Änderungen
einer geschätzten
Fahrzeugkarosserieverzögerung
vor und nach einer Filterverarbeitung zeigen;
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9A und 9B Graphen,
welche Änderungen
eines Radzylinderdrucks während
einer ABS-Steuerung zeigen;
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10 ein
Flussdiagramm, welches Schritte zur Verarbeitung einer Steuerung
einer Bremsunterstützungssteuerung
bzw. -regelung während
eines Notbremsvorgangs zeigt;
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11 ein
Flussdiagramm, welches Schritte zur Verarbeitung einer Steuerung
einer Bremsunterstützungssteuerung
bzw. -regelung bei Ausfall eines Bremskraftverstärkers zeigt; und
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12A und 12B Graphen,
welche Änderungen
eines Radzylinderdrucks bei Ausfall eines Bremskraftverstärkers zeigen.
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GENAUE BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Nachstehend
werden bevorzugte Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
erläutert
werden.
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[Erste Ausführungsform]
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Der
schematische Aufbau des Fahrzeugbremssystems wird zuerst auf der
Grundlage von 1 erläutert werden. Es ist festzuhalten,
dass das Fahrzeugbremssystem mit einem Bremskraftverstärker und
einem Druckverstärkungsmechanismus
ausgestattet ist, der eine Pumpe und andere Elemente aufweist, um
eine Bremsunterstützungssteuerung auszuführen.
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Gemäß der Darstellung
in 1 weist das Fahrzeugbremssystem der vorliegenden
Ausführungsform
einen Vakuumverstärker 1 als
einen Bremskraftverstärker
auf. Der Vakuumverstärker 1 ist mit
einem Bremspedal 2 auf seiner Eingangsseite und mit einem
Hauptzylinder 3 vom Tandemtyp auf seiner Ausgangsseite
verbunden. Der Hauptzylinder 3 ist mit einem Hauptsammelbehälter 4 und
einem Hydraulikdrucksteuer- bzw. -regelkreis 6 verbunden, der
aus einem ersten und einem zweiten Längsleitungssystem A und B zusammengesetzt
ist.
-
Der
Vakuumverstärker 1 ist
mit einer Vakuumkammer (Konstantdruckkammer) 11 und einer Kammer
veränderlichen
Drucks bzw. Wechseldruckkammer 12 ausgestattet, die durch
eine Membran 8 abgeteilt sind. Der Vakuumverstärker 1 zeigt
eine Verstärkungswirkung,
wenn das Bremspedal 2 niedergedrückt wird. D.h., er verstärkt eine
auf einen Kolben 7 des Hauptzylinders 3 ausgeübte Kraft
durch Ausnutzung einer Differenz von Drücken in beiden Kammern 11 und 12.
Ein in einem Ansaugkrümmer eines
nicht näher
dargestellten Motors erzeugter Unterdruck (Ansaugunterdruck) wird
in die Vakuumkammer 11 einge leitet, und der Atmosphärendruck
wird in die Wechseldruckkammer 12 eingeleitet.
-
In
dem Hydraulikdrucksteuerkreis 6 kommuniziert ein Radzylinder 21 des
rechten Vorderrades (FR) mit einem Radzylinder 22 des linken
Vorderrades (FL) über
das erste Leitungssystem A. Ferner kommuniziert ein Radzylinder 23 des
rechten Hinterrades (RR) über
das zweite Leitungssystem B mit einem linken Radzylinder 24 des
linken Hinterrades (RL).
-
Das
erste Leitungssystem A ist mit einem bekannten Druckerhöhungsventil 25 und
einem Druckreduzierventil 31 zur Steuerung des Hydraulikdrucks
des Radzylinders 21 des Rades FR und mit einem Druckerhöhungsventil 26 und
einem Druckreduzierventil 32 zur Steuerung des Hydraulikdrucks des
Radzylinders 22 des Rades FL versehen. Das zweite Leitungssystem
B ist mit einem Druckerhöhungsventil 27 und
einem Druckreduzierventil 33 zur Steuerung des Hydraulikdrucks
des Radzylinders 23 des Rades RR und mit einem Druckerhöhungsventil 28 und
einem Druckreduzierventil 34 zur Steuerung des Hydraulikdrucks
des Radzylinders 24 des Rades RL versehen.
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Der
Aufbau des ersten Leitungssystems A wird weiter erläutert werden.
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Das
erste Leitungssystem A ist mit einem Hauptzylinderabsperrventil
(SMC-Ventil) 36 zum Herstellen/Unterbrechen eines kommunizierenden Zustands
eines Fluidwegs 51 hiervon auf der Seite des Hauptzylinders 3 von
jedem der Druckerhöhungsventile 25 und 26 aus
ausgestattet. Es ist auch mit einem Sammelbehälter 41 zum vorübergehenden Speichern
des von jedem der Druckreduzierventile 31 und 32 abgegebenen
Bremsfluids und einer Hydraulikpumpe 43 zum Unter-Druck-Setzen
und Zuführen
des Bremsfluids in den Fluidweg 51 ausgestattet. Es ist
auch mit einem Fluidweg 53 zum Zuführen des Bremsfluids direkt
von dem Hauptzylinder 3 an die Hydraulikpumpe 43 beim
Erhöhen
des Bremsfluiddrucks des Radzylinders ausgestattet. Ein Absperrventil (SRC-Ventil) 38 zum
Herstellen/Unterbrechen eines kommunizierenden Zustands des Fluidwegs 53 ist
in dem Fluidweg 53 angeordnet.
-
Die
Hydraulikpumpe 43 wird durch einen Pumpenmotor 46 angetrieben
und dient zusammen mit dem SMC-Ventil 36 und dem SRC-Ventil 38 als ein
Druckverstärkungsmechanismus.
Der Druckverstärkungsmechanismus
kann den Radzylinderdruck durch Antreiben der Hydraulikpumpe 43 während Öffnens des
SRC-Ventils 38 und Absperren des SMC-Ventils 36 mehr
als den Hauptzylinderdruck erhöhen.
-
Es
ist festzuhalten, dass ein Druckspeicher 47 zur Unterdrückung von
Pulsationen des inneren hydraulischen Drucks in dem Fluidweg zum
Abgeben des Bremsfluids aus der Hydraulikpumpe 43 vorgesehen
ist.
-
Ähnlich wie
das vorstehend beschriebene erste Leitungssystem A ist das zweite
Leitungssystem B mit Druckerhöhungsventilen 27 und 28, Druckreduzierventilen 33 und 34,
einem SMC-Ventil 37, einem Sammelbehälter 42, einer Hydraulikpumpe 44,
einem Druckspeicher 48, einem SRC-Ventil 39, Fluidwegen 52 und 53 bzw. 54 und
dergleichen an den gleichen Stellen ausgestattet.
-
Gemäß der Darstellung
in 2 besteht eine ECU (elektronische Steuereinheit) 61 zur
Steuerung des vorstehend beschriebenen Fahrzeugbremssystems hauptsächlich aus
einem mit einer bekannten CPU 61a, einem ROM 61b,
einem RAM 61c, einem Eingabe/Ausgabeabschnitt 61d,
einer Busleitung 61e und dergleichen ausgerüsteten Mikrocomputer.
-
Signale
von an jedem Rad angeordneten Radgeschwindigkeitssensoren 62,
die Radgeschwindigkeiten derselben erfassen, eines Bremsschalters 63 zum
Erfassen, dass das Bremspedal 2 niedergedrückt worden
ist, eines Gaspedalschalters 64 zum Erfassen, dass ein
Gaspedal nicht niedergedrückt
ist, eines Parkschalters 66 zum Erfassen, dass ein Hebel einer
Feststellbremse nicht gezogen ist, eines Schaltstellungssensors 67 zum
Erfassen, dass ein nicht näher dargestellter
Schalthebel in einer Stellung zum Parken festgelegt ist, falls das
Fahrzeug mit einem Automatikgetriebe ausgestattet ist, eines Konstantdruckkammerdrucksensors 68 zum
Erfassen eines Drucks innerhalb der Konstantdruckkammer 11 des
Vakuumverstärkers 1,
eines Wechseldruckkammerdrucksensors 69 zum Erfassen eines
Drucks innerhalb der Wechseldruckkammer 12, eines Hauptzylinderdrucksensors 71 zum
Erfassen des Hauptzylinderdrucks, eines Radzylinderdrucksensors 72 zum Erfassen
des Radzylinderdrucks und dergleichen werden der ECU 61 eingegeben.
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Die
ECU 61 gibt Steuersignale zum Ansteuern der Druckerhöhungsventile 25 bis 28,
der Druckreduzierventile 31 bis 34, der SMC-Ventile 36 und 37,
der SRC-Ventile 38 und 39, die elektromagnetische
Ventile sind, und von Steuerungsaktuatoren wie etwa des Pumpenmotors 46 aus.
-
Als
Nächstes
werden Verarbeitungsschritte der Steuerung der vorliegenden Ausführungsform auf
der Grundlage eines Flussdiagramms in 3 und von
Graphen in 4A und 4B erläutert werden.
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Zuerst
wird in Schritt 100 in 3 bestimmt, ob
das Bremspedal 2 niedergedrückt wird oder nicht, indem
bestimmt wird, ob der Bremsschalter 63 ON (EIN) ist oder
nicht. Wenn hierbei bestimmt wird, dass die Antwort Ja lautet, schreitet
die Verarbeitung zu Schritt 110 fort, und wenn bestimmt
wird, dass sie Nein lautet, wird die gleiche Bestimmung erneut wiederholt.
-
In
Schritt 110 wird der Druck (Unterdruck) P der Konstantdruckkammer 11 auf
der Grundlage des Signals aus dem Konstantdruckkammerdrucksensor 68 erfasst.
In dem anschließenden
Schritt 120 wird bestimmt, ob der Vakuumverstärker (V/B) 1 ausfällt oder
nicht, indem bestimmt wird, ob der Konstantdruckkammerdruck P, der
ein Unterdruck ist, einen vorbestimmten Wert kP übersteigt oder nicht. D.h., wenn
der Konstantdruckkammer 11 kein angemessener Unterdruck
zugeführt
wird, wird bestimmt, dass der Vakuumverstärker 1 ausfällt. Wenn
hierbei bestimmt wird, dass die Antwort Ja lautet, schreitet die Verarbei tung
zu Schritt 130 fort, und wenn bestimmt wird, dass sie Nein
lautet, kehrt die Verarbeitung zu dem vorstehend beschriebenen Schritt 100 zurück.
-
Es
ist festzuhalten, dass eine ein Nachlassen der Funktion zu einem
Grad, der den Ausfall des Vakuumverstärkers 1 nicht provoziert,
durch Festlegen des Niveaus der Erfassung auf einen niedrigen Wert, d.h.
durch Festlegen des Werts zur Unterscheidung des Nachlassens der
Funktion so, dass er kleiner als der Wert von kP ist, auch erfasst
werden kann. Der Bremsfluiddruck kann auf die gleiche Weise wie
in dem Fall des Ausfalls des Vakuumverstärkers 1 in Reaktion
auf dieses Ergebnis verstärkt
werden (der Grad der Verstärkung
des Drucks ist jedoch gering).
-
Da
in Schritt 130 bestimmt wird, dass der Vakuumverstärker 1 ausgefallen
ist, wird ein Druckverstärkungsmechanismus
(eine Erhöhungsvorrichtung)
in Betrieb gesetzt, um die Verstärkungswirkung des
Vakuumverstärkers 1 zu
ergänzen.
D.h., durch den Druckverstärkungsmechanismus
wird die Verstärkung
des Bremsfluiddrucks ausgeführt.
Insbesondere werden die SMC-Ventile 36 und 37 geschlossen,
um die Fluidwege 51 und 52, die sich von dem Hauptzylinder 3 zu
den Radzylindern 21 bis 24 erstrecken, zu sperren,
und werden die SRC-Ventile 38 und 39 geöffnet, um
die Fluidwege 53 und 54 von dem Hauptzylinder 3 zu
der Saugseite der Hydraulikpumpen 43 und 44 in
einem kommunizierenden Zustand zu bringen. In diesem Zustand werden
die Hydraulikpumpen 43 und 44 angetrieben, indem
der Pumpenmotor 46 eingeschaltet wird. Hierdurch kann der
Radzylinderdruck erhöht
werden, während
die Verstärkungswirkung
des ausgefallenen Vakuumverstärkers 1 ergänzt wird.
-
In
dem anschließenden
Schritt 140 werden Radgeschwindigkeiten Vw der vier Räder auf
der Grundlage der Signale aus den Radgeschwindigkeitssensoren 62,
die an jedem der vier Räder
angeordnet sind, erfasst. In dem anschließenden Schritt 150 wird
ein Geschwindigkeitswert Vw, der einer Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit
Vb entspricht, unter den Radgeschwindigkeiten Vw der vier Räder ausgewählt und
als eine ausgewählte
Radgeschwindigkeit Vws festge legt. Z.B. wird ein Mittelwert oder ein
größter Wert
der Radgeschwindigkeiten Vw der vier Räder als die ausgewählte Radgeschwindigkeit Vws
festgelegt.
-
In
dem anschließenden
Schritt 160 wird bestimmt, ob das Fahrzeug angehalten hat
oder nicht, indem bestimmt wird, ob die ausgewählte Radgeschwindigkeit Vws
kleiner als ein Bestimmungswert kVw (z.B. 4 km/s) ist oder nicht.
Wenn hierbei bestimmt wird, dass die Antwort Ja lautet, schreitet
die Verarbeitung zu Schritt 170 fort, und wenn dagegen bestimmt
wird, dass sie Nein lautet, kehrt die Verarbeitung zu dem vorstehend
beschriebenen Schritt 130 zurück.
-
In
Schritt 170 wird bestimmt, ob eine Bedingung zum Beenden
der Steuerung für
einen angehaltenen (stationären
bzw. stillstehenden) Zustand des Fahrzeugs, d.h., eine Steuerung
zum Verhindern, dass die Bremskraft zu der Zeit des Anhaltens des Fahrzeugs
unzulänglich
ist, erfüllt
ist oder nicht. Insbesondere wird bestimmt, ob eine vorbestimmte
Zeit T1, seitdem das Fahrzeug angehalten hat, verstrichen ist oder
nicht. Wenn hierbei bestimmt wird, dass die Antwort Ja lautet, schreitet
die Verarbeitung zu Schritt 180 fort, und wenn dagegen
bestimmt wird, dass sie Nein lautet, kehrt die Verarbeitung zu dem vorstehend
beschriebenen Schritt 130 zurück.
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Da
die Bedingung zum Beenden der Steuerung für den angehaltenen Zustand
des Fahrzeugs erfüllt
ist, wird in Schritt 180 der Betrieb der Erhöhungsvorrichtung
angehalten (gelöst),
und die Verarbeitung ist beendet. Im Einzelnen werden die SMC-Ventile 36 und 37 geöffnet, um
die Fluidwege 51 und 52 von dem Hauptzylinder 3 zu
den Radzylindern 21 bis 24 in einen kommunizierenden
Zustand zu bringen, werden die SRC-Ventile 38 und 39 geschlossen,
um die Fluidwege 53 und 54 von dem Hauptzylinder 3 zu
der Saugseite der Hydraulikpumpen 43 und 44 zu
sperren, und werden die Hydraulikpumpen 43 und 44 angehalten,
indem der Pumpenmotor 46 ausgeschaltet wird. Hierdurch
kann die Steuerung zum Erhöhen
des Radzylinderdrucks (Druckerhöhungssteuerung),
die zur Ergänzung
der Verstärkungswirkung
des ausgefallenen Vakuumverstär kers 1 ausgeführt wird,
angehalten werden. Demzufolge kann durch die vorstehend erwähnte Verarbeitung
die Verstärkung
des Radzylinderdrucks angehalten werden und kann die Bremskraft
des Rades nach der vorbestimmten Zeit T1 ab dem Zeitpunkt, zu welchem
das Fahrzeug angehalten hat, reduziert werden.
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Als
Nächstes
wird auf der Grundlage der 4A und 4B eine
Wirkung erläutert
werden, die durch die vorliegenden Ausführungsform erzielt wird.
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Gemäß der Darstellung
in 4A und 4B fallen
dann, wenn zu einer Zeit t0 das Bremspedal niedergedrückt wird,
die Radgeschwindigkeit Vw und die Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit
Vb in Reaktion auf das Niederdrücken
des Bremspedals 2 allmählich
ab. Falls der Vakuumverstärker 1 zu
einer Zeit t1 ausfällt,
wird die Verstärkung
des Radzylinderdrucks durch den Druckverstärkungsmechanismus eingeleitet,
um die Verstärkungswirkung
hiervon auszugleichen. Demgemäß steigt
hiernach der Radzylinderdruck (W/C-Druck) hiernach an, obschon der Hauptzylinderdruck
(M/C-Druck) kaum ansteigt (dies hängt von dem Zustand des Ausfalls
ab).
-
Wenn
die Radgeschwindigkeit Vw (oder genauer, die ausgewählte Radgeschwindigkeit
Vws) zu einer Zeit t2 unter den Bestimmungswert kVw absinkt, wird
bestimmt, dass das Fahrzeug in den angehaltenen Zustand gebracht
ist. Zu einer Zeit t3, zu welcher die vorbestimmte Zeit T1 seit
der Bestimmung des angehaltenen Zustands (vorgenommen zu der Zeit
t2) verstrichen ist, wird die Verstärkung des Radzylinderdrucks
durch den Druckverstärkungsmechanismus
angehalten und wird der Radzylinderdruck reduziert. D.h., der Druckverstärkungsmechanismus
(die Erhöhungsvorrichtung)
zur Kompensation der Verstärkungswirkung
des Vakuumverstärkers 1 wird
angetrieben, wenn bestimmt wird, dass der Vakuumverstärker 1 ausgefallen
ist. Ferner wird dann, wenn hiernach bestimmt wird, dass sich das
Fahrzeug in dem angehaltenen Zustand befindet, der Betrieb des Druckverstärkungsmechanismus
(der Erhöhungsvorrichtung)
nicht gleichzeitig mit einer solchen Bestimmung, sondern nach Verstreichen
der vorbestimmten Zeit T1 seit der Bestimmung angehalten. Dies hat
den Grund, dass die Bremskraft wegen des Ausfalls des Vakuumverstärkers 1 unzulänglich werden
könnte,
wenn die Erhöhungsvorrichtung
angehalten wird, unmittelbar nachdem bestimmt wird, dass das Fahrzeug
angehalten hat. Wenn z.B. das Fahrzeug an einem Hang angehalten
wird, kann es sein, dass das Fahrzeug wegen der hierauf wirkenden
Schwerkraft nicht in der Lage ist, seinen stillstehenden Zustand
zu halten. Als eine Gegenmaßnahme
hiergegen wird die Erhöhungsvorrichtung
angehalten, nachdem die vorbestimmte Zeit T1 seit Anhalten des Fahrzeugs
verstrichen ist. Während
einer solchen Zeitdauer kann berücksichtigt
werden, dass der Fahrer irgend eine Handlung zum Aufrechterhalten des
angehaltenen Zustands des Fahrzeugs, wie z.B. das Ziehen eines Hebels
einer Feststellbremse, ausführt.
Demzufolge kann die vorliegende Ausführungsform eine bemerkenswerte
Wirkung dahin erzielen, dass das Fahrzeug nicht beginnen wird, sich ungewollt
zu bewegen, auch wenn es an einem Hang anhält, und es sehr sicher ist,
auch wenn der Vakuumverstärker 1 ausfällt.
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[Zweite Ausführungsform]
-
Als
Nächstes
wird nachstehend eine zweite Ausführungsform erläutert werden.
Da sich jedoch nur die Bedingungen zum Beenden der Steuerung für den angehaltenen
Zustand des Fahrzeugs von denjenigen der ersten Ausführungsform
unterscheiden, wird dieser Punkt nachstehend im Einzelnen erläutert werden.
-
Bei
der zweiten Ausführungsform
wird die Verstärkung
des Radzylinderdrucks durch den vorstehend beschriebenen Druckverstärkungsmechanismus
bis zu einem Zeitpunkt fortgesetzt, zu welchem das Gaspedal (nicht
näher dargestellt)
niedergedrückt
wird, um das Fahrzeug aus seinem stillstehenden bzw. stationären Zustand
anzufahren, auch wenn erfasst wird, dass sich das Fahrzeug in dem angehaltenen
Zustand befindet. Wenn auf der Grundlage des Signals aus dem Gaspedalschalter 64 erfasst
wird, dass das Gaspedal niedergedrückt wird, wird die Verstärkung des
Radzylinderdrucks durch den Druckverstärkungsmechanismus angehalten,
um den Radzylinderdruck zu reduzieren.
-
D.h.,
da eine Kraft zum Anfahren des Fahrzeugs ausgeübt wird, wenn das Gaspedal
niedergedrückt
wird, bewegt sich da Fahrzeug nicht ungewollt, auch wenn der Bremsfluiddruck
zu diesem Zeitpunkt reduziert wird. Mit anderen Worten, das Fahrzeug wird
sich nicht durch die auf dieses wirkende Schwerkraft bewegen, auch
wenn das Fahrzeug an einem Hang anhält. Ferner muss der Bremsfluiddruck
reduziert werden, um das Fahrzeug weich anzufahren. Daher wird der
hohe Radzylinderdruck in dieser Ausführungsform bis zu einem Zeitpunkt
gehalten, zu welchem das Gaspedal niedergedrückt wird.
-
Hierdurch
kann durch die zweite Ausführungsform
die gleiche Wirkung erzielt werden wie mit der vorstehend beschriebenen
ersten Ausführungsform.
Da ferner die Bremskraft des Rades reduziert wird, nachdem der Vorgang
zum Anfahren des Fahrzeugs eingeleitet wird, wobei sie nicht reduziert
wird, wenn die vorbestimmte Zeit T1 verstrichen ist, wird die Sicherheit
weiter erhöht.
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[Dritte Ausführungsform]
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Als
Nächstes
wird nachstehend eine dritte Ausführungsform erläutert werden.
Da sich jedoch nur die Bedingungen zum Beenden der Steuerung für den angehaltenen
Zustand des Fahrzeugs von denjenigen der ersten Ausführungsform
unterscheiden, wird dieser Punkt nachstehend im Einzelnen erläutert werden.
-
Bei
der dritten Ausführungsform
wird die Verstärkung
des Radzylinderdrucks durch den vorstehend beschriebenen Druckverstärkungsmechanismus
bis zu einem Zeitpunkt fortgesetzt, zu welchem das Bremspedal 2 durch
den Passagier tatsächlich zurückgeführt bzw.
zurückgenommen
wird, auch wenn erfasst wird, dass sich das Fahrzeug in dem angehaltenen
Zustand befindet. D.h., wenn auf der Grundlage des Signals aus dem
Bremsschalter 63 erfasst wird, dass das Bremspedal 2 zurückgenommen
wird, wird die Verstärkung
des Radzylinderdrucks durch den Druckverstärkungsmechanismus angehalten,
um den Radzylinderdruck zu reduzieren. Mit anderen Worten, da eine
Zeitdauer von einem Zeitpunkt, zu welchem das Fahrzeug angehalten
hat, bis zu einem Zeitpunkt, zu welchem das Bremspedal 2 zurückgenommen
wird, als eine Zeitdauer betrachtet wird, während welcher der Passagier
den angehaltenen Zustand des Fahrzeugs aufrechterhalten will, wird
der hohe Radzylinderdruck gehalten, bis das Bremspedal 2 tatsächlich zurückgenommen wird.
-
Demzufolge
kann durch die dritte Ausführungsform
die gleiche Wirkung erzielt werden wie mit der vorstehend beschriebenen
ersten Ausführungsform.
Da ferner die Bremskraft des Rades nach dem Zeitpunkt reduziert
wird, zu welchem durch den Fahrer die Absicht gezeigt wird, das
Fahrzeug vollständig anzuhalten
oder das Fahrzeug erneut anzufahren, wobei die Bremskraft des Rades
nicht reduziert wird, wenn die vorbestimmte Zeit T1 seit dem Zeitpunkt,
an welchem das Fahrzeug angehalten hat, verstrichen ist, wird die
Sicherheit weiter erhöht.
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[Vierte Ausführungsform]
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Als
Nächstes
wird nachstehend eine vierte Ausführungsform erläutert werden.
Da sich jedoch nur die Bedingungen zum Beenden der Steuerung für den angehaltenen
Zustand des Fahrzeugs von denjenigen der ersten Ausführungsform
unterscheiden, wird dieser Punkt nachstehend im Einzelnen erläutert werden.
-
Bei
der vierten Ausführungsform
wird die Verstärkung
des Radzylinderdrucks durch den vorstehend beschriebenen Druckverstärkungsmechanismus
bis zu einem Zeitpunkt fortgesetzt, zu welchem ein Hebel einer Feststellbremse
(nicht näher dargestellt)
durch den Passagier tatsächlich
betätigt (gezogen)
wird, auch wenn erfasst wird, dass sich das Fahrzeug in dem angehaltenen
Zustand befindet. D.h., wenn auf der Grundlage des Signals aus dem
Parkschalter 66 erfasst wird, dass der Hebel der Feststellbremse
gezogen worden ist, wird die Verstärkung des Radzylinderdrucks
durch den Druckverstärkungsmechanismus
angehalten, um den Radzylinderdruck zu reduzieren.
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Da
in der vorliegenden Ausführungsform eine
Zeitdauer von einem Zeitpunkt, zu welchem das Fahrzeug angehalten
hat, bis zu einem Zeitpunkt, zu welchem der Hebel der Feststellbremse
gezogen wird, als eine Zeitdauer betrachtet wird, während welcher
der Passagier den angehaltenen Zustand des Fahrzeugs aufrechterhalten
will, wird der hohe Radzylinderdruck gehalten, bis der Hebel der
Feststellbremse tatsächlich
zurückgenommen
wird.
-
Daher
kann durch die vierte Ausführungsform
die gleiche Wirkung erzielt werden wie mit der vorstehend beschriebenen
ersten Ausführungsform. Da
ferner die Bremskraft des Rades nach dem Zeitpunkt reduziert wird,
zu welchem der Vorgang zum vollständigen Anhalten des Fahrzeugs
getätigt
wird, wobei die Bremskraft des Rades nicht reduziert wird, wenn
die vorbestimmte Zeit T1 seit dem Zeitpunkt, an welchem das Fahrzeug
angehalten hat, verstrichen ist, wird die Sicherheit weiter erhöht.
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[Fünfte Ausführungsform]
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Als
Nächstes
wird nachstehen eine fünfte Ausführungsform
erläutert
werden. Da sich jedoch nur die Bedingungen zum Beenden der Steuerung
für den
angehaltenen Zustand des Fahrzeugs von denjenigen der ersten Ausführungsform
unterscheiden, wird dieser Punkt nachstehend im Einzelnen erläutert werden.
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Bei
der fünften
Ausführungsform
wird dann, wenn das Fahrzeug ein Automatikgetriebe aufweist, die
Verstärkung
des Radzylinderdrucks durch den vorstehend beschriebenen Druckverstärkungsmechanismus
bis zu einem Zeitpunkt fortgesetzt, zu welchem der Fahrer tatsächlich einen
Schalthebel (nicht näher
dargestellt) in eine Stellung zum Parken bringt, auch wenn erfasst
wird, dass sich das Fahrzeug in dem angehaltenen Zustand befindet.
D.h., wenn auf der Grundlage des Signals aus dem Schaltstellungssensor 67 erfasst
wird, dass der Hebel in die Stellung zum Parken gebracht ist, wird
die Verstärkung
des Radzy linderdrucks durch den Druckverstärkungsmechanismus angehalten,
um den Radzylinderdruck zu reduzieren.
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Da
in der vorliegenden Ausführungsform eine
Zeitdauer von einem Zeitpunkt, zu welchem das Fahrzeug angehalten
hat, bis zu einem Zeitpunkt, zu welchem der Schalthebel in die Position
zum Parken gebraucht, als eine Zeitdauer betrachtet wird, während welcher
der Passagier den angehaltenen Zustand des Fahrzeugs aufrechterhalten
will, wird der hohe Radzylinderdruck gehalten, bis der Hebel tatsächlich in
die Stellung zum Parken gebracht wird.
-
Hierdurch
kann durch die fünfte
Ausführungsform
die gleiche Wirkung erzielt werden wie mit der vorstehend beschriebenen
ersten Ausführungsform.
Da ferner die Bremskraft des Rades nach dem Zeitpunkt reduziert
wird, zu welchem der Vorgang zum vollständigen Anhalten des Fahrzeugs
getätigt wird,
wobei die Bremskraft des Rades nicht reduziert wird, wenn die vorbestimmte
Zeit T1 seit dem Zeitpunkt, an welchem das Fahrzeug angehalten hat, verstrichen
ist, wird die Sicherheit weiter erhöht.
-
Es
ist festzuhalten, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die vorstehend
beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt
ist, und dass sie auf vielfältige
Art und Weise innerhalb des Umfangs der beigefügten Patentansprüche in die
Praxis umgesetzt werden kann.
-
Obschon
in der ersten bis fünften
Ausführungsform
z.B. ein Vakuumverstärker 1 unter
Verwendung des Unterdrucks des Motors und des Atmosphärendrucks
als ein Bremskraftverstärker
beschrieben worden ist, kann als der Bremskraftverstärker ein
solcher angenommen werden, der einen Druck aus einer anderen Druckquelle
wie etwa einem Druckspeicher verwendet. Ferner ist auch ein Hydroverstärker als
der Bremskraftverstärker
anwendbar.
-
Obschon
die Bestimmung des Ausfalls und der Funktionseinbuße des Vakuumverstärkers in
der vorstehend erwähnten
ersten bis fünften
Ausfüh rungsform
auf der Grundlage des Zustands des Drucks der Konstantdruckkammer
vorgenommen wird, können
verschiedene anderen Verfahren als jenes angenommen werden, wie
etwa die nachstehenden Verfahren (A) bis (C).
- (A)
Wenn die Differenz (P1–P2)
zwischen dem Druck P1 in der Wechseldruckkammer und dem Druck P2
in der Konstantdruckkammer kleiner als ein vorbestimmter Wert ist,
kann bestimmt werden, dass der Vakuumverstärker ausfällt oder dass seine Funktion
nachlässt.
- (B) Wenn eine Differenz (PT–P1)
zwischen dem Atmosphärendruck
PT der äußeren Umgebung und
dem Druck P1 in der Wechseldruckkammer unterhalb eines vorbestimmten
Referenzwerts liegt, kann bestimmt werden, dass der Vakuumverstärker ausfällt oder
dass seine Funktion nachläßt.
- (C) Wenn eine Differenz (PT–P2)
zwischen dem Atmosphärendruck
PT der äußeren Umgebung und
dem Druck P2 in der Konstantdruckkammer unterhalb eines vorbestimmten
Referenzwerts liegt, kann bestimmt werden, dass der Vakuumverstärker ausfällt oder
dass seine Funktion nachläßt.
Während in
der vorstehend erwähnten
ersten bis fünften
Ausführungsform
die aus den SMC-Ventilen 36 und 37, den Hydraulikpumpen 43 und 44 und
den SRC-Ventilen 38 und 39 bestehende Erhöhungsvorrichtung
als ein Beispiel der Druckverstärkungsmechanismus
angeführt
worden ist, können
z.B. die nachstehenden Strukturen (D) und (E) eingesetzt werden,
so lange der Radzylinderdruck erhöht werden kann, wenn der Vakuumverstärker ausfällt oder
wenn seine Funktion nachläßt.
- (D) In den vorstehend erwähnten
Ausführungsformen
kann eine Anordnung, in welcher anstelle des SMC-Ventils ein Proportionalsteuerventil
in umgekehrter Richtung angeschlossen ist, d.h. eine Anordnung,
bei welcher die Seite hohen Drucks (Eingangsseite) des Proportionalsteuerventils
mit einer Seite eines Radzylinders verbunden ist und die Seite niedrigen
Drucks (Aus gangsseite) hiervon mit einer Seite des Hauptzylinders verbunden
ist, eingesetzt werden. In diesem Fall ist es wünschenswert, einen Teilungspunktdruck des
Proportionalsteuerventils so niedrig wie möglich festzulegen. Der Druck
auf der Seite hohen Drucks ist dem Druck auf der Seite niedrigen Drucks
gleich, wenn der an das Proportionalsteuerventil angelegte Druck
niedriger als der Teilungspunktdruck ist. Ferner steuert das Proportionalsteuerventil
den Druck auf der Seite niedrigen Drucks so, dass der Druck auf
der Seite niedrigen Drucks mit einer vorbestimmten Rate unter den Druck
auf der Seite hohen Drucks reduziert wird, wenn der hieran angelegte
Druck den Teilungspunktdruck übersteigt.
Demgemäß kann das
Proportionalsteuerventil zusammen mit der Hydraulikpumpe als der
Druckverstärkungsmechanismus
verwendet werden.
- (E) Es ist möglich,
eine Anordnung derart zu treffen, dass die Saugseite der Hydraulikpumpe
nicht mit dem Hauptzylinder 3, sondern mit dem Hauptsammelbehälter 4 verbunden
ist, und das SRC-Ventil in dem die Saugseite der Hydraulikpumpe
mit dem Hauptsammelbehälter 4 verbindenden
Fluidweg angeordnet ist. Da in diesem Fall der Radzylinderdruck
durch das von dem Hauptsammelbehälter 4 aus
zugeführte
Bremsfluid erhöht
wird, wobei der Radzylinderdruck nicht wie bei den vorstehend erwähnten Ausführungsformen
durch Bewegen des Bremsfluids zwischen dem Hauptzylinder und dem
Radzylinder auf die Seite des Radzylinders angehoben wird, hat dies den
Vorteil, dass der Radzylinderdruck schnell erhöht werden kann und die Bremsleistung
hoch ist.
-
Obschon
in der ersten bis fünften
Ausführungsform
die Verstärkung
des Radzylinderdrucks durch den Druckverstärkungsmechanismus von einem
Zeitpunkt, zu welchem bestimmt worden ist, dass sich das Fahrzeug
in dem angehaltenen Zustand befindet, bis zu einem Zeitpunkt fortgesetzt wird,
zu welchem die vorbestimmten Bedingungen wie etwa das Verstreichen
einer vorbestimmten Zeit T erfüllt
sind, kann der hohe Radzylinderdruck anstelle einer Verstärkung des
Drucks durch den Druckverstärkungsmechanismus
durch Ansteuern der Druck erhöhenden
Steuerventile aufrechterhalten werden. Im Einzelnen kann dann, wenn
bestimmt wird, dass sich das Fahrzeug in dem angehaltenen Zu stand
befindet, der hohe Radzylinderdruck durch Schließen der Druck erhöhenden Steuerventile
aufrechterhalten werden, während
die Verstärkung
des Radzylinderdrucks durch den Druckverstärkungsmechanismus eingestellt
ist.
-
Obschon
in der ersten bis fünften
Ausführungsform
der hohe während
Abbremsens ausgebildete Radzylinderdruck von einem Zeitpunkt an,
zu welchem bestimmt worden ist, dass sich das Fahrzeug in dem angehaltenen
Zustand befindet, unverändert
bis zu einem Zeitpunkt gehalten wird, zu welchem die vorbestimmten
Bedingungen, wie etwa das Verstreichen der vorbestimmten Zeit T,
erfüllt
sind, kann der Radzylinderdruck in gewissem Umfang reduziert werden,
während
die zum Anhalten des Fahrzeugs erforderliche Bremskraft aufrechterhalten
wird, weil es ausreicht, die unbeabsichtigte Bewegung des Fahrzeugs,
die durch das Fehlen der Bremskraft hervorgerufen wird, während des
angehaltenen Zustands zu verhindern. Der Radzylinderdruck kann z.B.
durch Verringern der Antriebskraft der Pumpe, durch Ansteuern des
geschlossenen Zustands des SRC-Ventils oder durch Öffnen des
Druck reduzierenden Steuerventils mit einem vorbestimmten Tastverhältnis reduziert
werden. Da in diesem Fall der Radzylinderdruck in einem bestimmten
Umfang reduziert wird, liegt ein Vorteil derart vor, dass der Druckstoß (auf die
Seite des Hauptzylinders), der verursacht wird, wenn das SMC-Ventil
in Reaktion auf das Anhalten des Druckverstärkungsmechanismus geöffnet wird,
vermindert werden kann.
-
Falls
die Funktion des Vakuumverstärkers aufgrund
der Fluktuation des Unterdrucks in dem Ansaugkrümmer nachgelassen hat, wird
ferner die Verstärkung
des Drucks beendet, wenn erfasst wird, dass die Funktion des Vakuumverstärkers wiederhergestellt
ist, d.h., dass der Unterdruck oder die Motordrehzahl (Leerlaufdrehzahl)
sich normalisiert hat. Es ist festzuhalten, dass die Normalisierung
aus dem Unterdruck des Vakuumverstärkers oder dergleichen erfasst
werden kann.
-
Obschon
in der ersten bis fünften
Ausführungsform
ein longitudinales bzw. Längsleitungssystem
als Beispiel angeführt
worden ist, kann statt dessen ein diagonales Leitungssystem verwendet
werden.
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[Sechste Ausführungsform]
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Als
Nächstes
wird eine sechste Ausführungsform
erläutert
werden. Bei dem Fahrzeugbremssystem der sechsten Ausführungsform
sind Filter zum Filtern erfasster Werte und dergleichen in Übereinstimmung
mit verschiedenen Steuerungen bzw. Regelungen geändert.
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5 ist
ein schematisches Aufbaudiagramm des Fahrzeugbremssystems, das in
der Lage ist, zusätzlich
zu bekannter Antiblockiersteuerung (ABS) und Traktionssteuerung
(TRC) die Kurvenverfolgungssteuerung zur Steuerung des Verhaltens
des Fahrzeugs bei Kurvenfahrt durchzuführen und die Druck verstärkende Hilfsbremse
(PAB) zur Verstärkung
eines auf Radzylinder ausgeübten
Bremsfluiddrucks, wenn z.B. ein Bremskraftverstärker ausfällt.
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Gemäß der Darstellung
in 5 weist ein Fahrzeugbremssystem einen Hauptzylinder 101 vom Tandemtyp
auf. Ein Bremspedal 103 ist mit dem Hauptzylinder 101 über einen
Bremskraftverstärker 102 (Bremsservosystem)
verbunden. Der Bremskraftverstärker 102 ist
ein sogenannter Vakuumverstärker,
welcher mit einer Vakuumkammer 104, die mit einem Ansaugkrümmer eines
nicht näher
dargestellten Motors verbunden ist und in welche Vakuum hieraus
eingeleitet wird, und einer Kammer veränderlichen Drucks bzw. Wechseldruckkammer 105,
in welche Atmosphärenluft
eingeleitet wird, ausgestattet. Der Bremskraftverstärker 102 verstärkt die
Niederdrückkraft
des Bremspedals 103 durch die Differenz zwischen dem Druck
in der Vakuumkammer 104 und dem Druck in der Wechseldruckkammer 105.
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Der
Hauptzylinder 101 ist mit einem Hauptsammelbehälter 106 und
einem Hydraulikdrucksteuer- bzw. -regelkreis 110, der aus
zwei Systemen hydrauli scher, X-förmiger
Leitungen (diagonaler Leitungen) zusammengesetzt ist, zum Steuern
bzw. Regeln des auf die Radzylinder aufgebrachten Bremsfluiddrucks
verbunden. Der Hydraulikdrucksteuerkreis 110 weist ein
erstes Fluidleitungssystem 111a und ein zweites Fluidleitungssystem 111b auf.
In dem Hydraulikdrucksteuerkreis 110 kommuniziert ein Radzylinder 115 des
rechten Vorderrades (FR) mit einem Radzylinder 116 des
linken Hinterrades (RL) über das
erste Fluidleitungssystem 111a. Ferner kommuniziert ein
Radzylinder 117 des rechten Hinterrades (RR) über das
zweite Fluidleitungssystem 111b mit einem linken Radzylinder 118 des
linken Vorderrades (FL).
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Das
erste Fluidleitungssystem 111a ist mit einem bekannten
Druck erhöhenden
Steuerventil bzw. Druckerhöhungsventil 121 und
einem Druck reduzierenden Steuerventil bzw. Druckreduzierventil 125 zur Steuerung
des Hydraulikdrucks des Radzylinders 115 des Rades FR und
mit einem Druckerhöhungsventil 122 und
einem Druckreduzierventil 126 zur Steuerung des Hydraulikdrucks
des Radzylinders 116 des Rades RL versehen. Das zweite
Fluidleitungssystem 111b ist mit einem Druckerhöhungsventil 123 und
einem Druckreduzierventil 127 zur Steuerung des Hydraulikdrucks
des Radzylinders 117 des Rades RR und mit einem Druckerhöhungsventil 124 und
einem Druckreduzierventil 128 zur Steuerung des Hydraulikdrucks
des Radzylinders 118 des Rades FL versehen.
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Nachstehend
wird das erste Fluidleitungssystem 111a im Einzelnen erläutert.
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Es
ist mit einem Hauptzylinderabsperrventil (SMC-Ventil) 131 zum
Herstellen/Unterbrechen eines kommunizierenden Zustands eines Fluidwegs 145a auf
der Seite des Hauptzylinders 101 von jedem der Druckerhöhungsventile 121 und 122 aus
ausgestattet. Auf der Seite des Hauptzylinders 101 von dem
SMC-Ventil 131 aus
ist ein Druckregulierventil 142 angeordnet. Das Druckregulierventil 142 ist
ein bekanntes Proportionalsteuerventil, das in umgekehrter Richtung
angeschlossen ist. Das Proportionalsteuerventil ist normalerweise
so ange schlossen, dass dem Proportionalsteuerventil von einem Hauptzylinder
aus ein hoher Bremsfluiddruck zugeführt wird und ein niedriger
Bremsfluiddruck, der hierdurch mit einem vorbestimmten Verhältnis gedämpft wird, einem
Radzylinder zugeführt
wird, wenn der Bremsfluiddruck aus dem Hauptzylinder einen Teilungspunktdruck
erreicht hat. Wenn daher das Proportionalsteuerventil in umgekehrter
Richtung angeschlossen ist, ist es möglich, den Hydraulikdruck der
Seite des Fluidwegs 145a des Druckregulierventils 142 mehr
als denjenigen der Seite des Hauptzylinders 101 hiervon
mit einem vorbestimmten Verhältnis
zu erhöhen,
wenn eine Hydraulikpumpe 138 angetrieben wird (während das
SMC-Ventil 131 geöffnet
ist), um Bremsfluid mit hohem Druck in den Fluidweg 145a zu
entlassen. D.h., das in umgekehrter Richtung angeschlossene Proportionalsteuerventil
weist eine Wirkung derart auf, dass es bewirkt, dass das Bremsfluid
von der Seite der Radzylinder 115 bis 118 zu der
Seite des Hauptzylinders 101 strömt, während es den Druck mit dem
vorbestimmten Verhältnis dämpft, wenn
der Bremsfluiddruck auf der Seite der Radzylinder 115 bis 118 auf
einen höheren
Wert als den Teilungspunktdruck des Proportionalsteuerventils steigt.
Daher kann der auf die Radzylinder 115 bis 118 aufgebrachte
Bremsfluiddruck so aufrechterhalten werden, dass er höher als
der Druck des Hauptzylinders 101 ist.
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Das
erste Fluidleitungssystem 111a ist auch mit einem Sammelbehälter 136 zum
vorübergehenden
Speichern des von jedem der Druckreduzierventile 125 und 126 abgegebenen
Bremsfluids und einer Hydraulikpumpe 138 zum Unter-Druck-Setzen
und Einleiten des Bremsfluids in den Fluidweg 145a ausgestattet.
Es ist festzuhalten, dass ein Druckspeicher 147 zur Unterdrückung von
Pulsationen des inneren hydraulischen Drucks in dem Fluidweg zum
Abgeben des Bremsfluids aus der Hydraulikpumpe 138 vorgesehen
ist. Das erste Fluidleitungssystem 111a ist auch mit einem
Fluidweg 149a zum Zuführen
des Bremsfluids direkt von dem Hauptzylinder 101 zu der Hydraulikpumpe 134 ausgestattet,
um den Druck der Radzylinder zu erhöhen. Ein Absperrventil (SRC-Ventil) 134 zum
Herstellen/Unterbrechen eines kommunizierenden Zustands des Fluidwegs 149a ist in
dem Fluidweg 149a vorgesehen.
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Ähnlich wie
das vorstehend beschriebene erste Fluidleitungssystem 111a ist
das zweite Fluidleitungssystem 111b mit Druckerhöhungsventilen 123 und 124,
Druckreduzierventilen 127 und 128, einem SMC-Ventil 132,
einem Sammelbehälter 137,
einer Hydraulikpumpe 139, einem Druckspeicher 148, einem
SRC-Ventil 135, einem Druckregulierventil 143 und
dergleichen an den gleichen Stellen ausgestattet.
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Es
ist festzuhalten, dass beide Hydraulikpumpen 138 und 139 so
angeordnet sind, dass sie mit einem elektrisch angetriebenen Pumpenmotor 141 verbunden
sind und durch diesen angetrieben werden.
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Gemäß der Darstellung
in 6 besteht eine ECU (elektronische Steuereinheit) 150 zur
Steuerung des Fahrzeugbremssystems hauptsächlich aus einem mit einer
bekannten CPU 150a, einem ROM 150b, einem RAM 150c,
einem Eingabe-/Ausgabeabschnitt 150d, einer Busleitung 150e und
dergleichen ausgestatteten Mikrocomputer.
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Signale
von an jedem Rad angeordneten Radgeschwindigkeitssensoren 153,
die Radgeschwindigkeiten derselben erfassen, eines Stoppschalters 154 zum
Erfassen, dass das Bremspedal 103 niedergedrückt worden
ist, eines Hauptzylinderdrucksensors (M/C-Drucksensors) 146 zum
Erfassen eines Drucks des Hauptzylinders 101, eines Vakuumkammerdrucksensors 148 zum
Erfassen des Drucks innerhalb der Vakuumkammer 104 (um
zu erfassen, ob der Bremskraftverstärker 102 ausfällt oder
nicht), und andere werden der ECU 150 eingegeben. Die ECU 150 gibt
Steuersignale zum Ansteuern der Druckerhöhungsventile 121 bis 124,
der Druckreduzierventile 125 bis 128, der SMC-Ventile 131 und 132, die
elektromagnetische Ventile sind, und ein Signal zum Steuern von
Steuerungsaktuatoren wie etwa des elektrisch angetriebenen Pumpenmotors 141 aus.
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Als
Nächstes
werden Verarbeitungsschritte der Steuerung der sechsten Ausführungsform
auf der Grundlage von 7 bis 12 erläutert werden.
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Zuerst
wird ein Hauptablaufdiagramm auf der Grundlage von 7 erläutert werden.
In Schritt 200 werden Daten von jedem Sensor aufgenommen. Z.B.
werden Radgeschwindigkeiten VW jedes Rades auf der Grundlage des
Signals von den Radgeschwindigkeitssensoren 153 und ein
Hauptzylinderdruck (M/C-Druck) PM auf der Grundlage des Signals aus
dem Hauptzylinderdrucksensor 146 erfasst.
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In
dem anschließenden
Schritt 210 wird ein ausgewählter Wert unter den Radgeschwindigkeiten VW
(z.B. ein durchschnittlicher Wert der Radgeschwindigkeiten VW) als
eine Fahrzeugkarosseriegeschwindigkeit VB festgelegt und differenziert,
um eine geschätzte
Verzögerung
der Fahrzeugkarosserie (geschätzte
Karosserieverzögerung)
dVB zu berechnen. 8A zeigt Änderungen der geschätzten Karosserieverzögerung dVB.
Es kann gesehen werden, dass sich die geschätzte Karosserieverzögerung dVB
heftig ändert,
wobei sie einen ersten und einen zweiten Referenzwert H1 und H2,
die in der nachstehend beschriebenen Steuerung verwendet werden,
schneidet, weil sie in roher Wert ist.
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In
dem anschließenden
Schritt 220 wird eine erste Filterverarbeitung durch Filtern
der Werte der geschätzten
Karosserieverzögerung
dVB und des Hauptzylinderdrucks PM durch Verwenden eines normalen
(ersten) Filters ausgeführt.
Erste gefilterte Werte der geschätzten
Karosserieverzögerung
dVB1 und des Hauptzylinderdrucks PM1 werden durch diese erste Filterverarbeitung
hergeleitet. Es ist festzuhalten, dass der Index 1 den
ersten gefilterten Wert angibt und das erste Filter eine Eigenschaft
derart aufweist, dass Variationen individueller Daten eines Signals
in einigem Ausmaß in
einem resultierten gefilterte Wert widergespiegelt werden. 8B zeigt Änderungen
der geschätzten
Karosserieverzögerung dVB1,
an welcher die erste Filterverarbeitung ausgeführt worden ist. Es kann gesehen
werden, dass die Änderungen
der gefilterten geschätzten
Karosserieverzögerung
dVB1 im Vergleich mit den in 8A gezeigten Änderungen
des rohen Werts der geschätzten
Karosserieverzögerung
dVB geglättet sind.
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In
dem anschließenden
Schritt 230 wird eine zweite Filterverarbeitung bezüglich des
ersten gefilterten Werts der geschätzten Karosserieverzögerung dVB1
und des Hauptzylinderdrucks PM1 durch Verwenden eines zweiten Filters
ausgeführt,
welches eine Eigenschaft derart aufweist, das Variationen individueller
Daten eines Signals weniger als bei dem normalen Filter in dem resultierenden
gefilterten Wert widergespiegelt werden. Hierdurch werden eine geschätzte Karosserieverzögerung dVB2
und ein Hauptzylinderdruck PM2, die zweite gefilterte Werte sind,
gegenüber
den ersten gefilterten Werte weiter geglättet sind, wie es in 8B und 8C gezeigt ist.
Es ist festzuhalten, dass der Index 2 den zweiten gefilterten
Wert angibt. D.h., 8C zeigt Änderungen der geschätzten Karosserieverzögerung dVB2, an
welcher die zweite Filterverarbeitung ausgeführt worden ist. Aus 8B und 8C kann
ersehen werden, dass die Änderungen
der geschätzten
Karosserieverzögerung
dVB2, an welcher die zweite Filterverarbeitung ausgeführt ist,
glatter als die Änderungen
der geschätzten
Karosserieverzögerung dVB1
sind, an welcher die erste Filterverarbeitung ausgeführt ist.
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In
dem anschließenden
Schritt 240 wird die bekannte Antiblockiersteuerung (ABS-Steuerung) durch
Verwenden der geschätzten
Karosserieverzögerung,
die der erste gefilterte Wert ist, ausgeführt. Die bekannte ABS-Steuerung
zur Verbesserung der Bremsleistung wird ausgeführt, wenn die vorbestimmten
Bedingungen zur Ausführung
der ABS-Steuerung erfüllt
sind (z.B. ein Schlupfverhältnis
eines Rades größer als
ein vorbestimmter Wert ist u.s.w.). Bei dieser ABS-Steuerung wird
der Radzylinderdruck (W/C-Druck) z.B. erhöht, wenn die geschätzte Karosserieverzögerung dVB1
kleiner als der in 8B gezeigte erste Referenzwert
H1 ist, da die Verzögerung
des Fahrzeugs klein ist und eine Erhöhung des Radzylinderdrucks
erforderlich ist. Insbesondere wenn das in 8B gezeigte,
normale Filter verwendet wird, d.h., wenn die geschätzte Karosserieverzögerung dVB1,
die der erste gefilterte Wert ist, verwendet wird, wird die ABS-Steuerung
so vorgenommen, dass sie einen großen Betrag des Radzylinderdrucks
erhöht,
wenn die geschätzte
Karosserieverzögerung
dVB1 unter den ersten Referenzwert H1 absinkt, und einen kleinen
Betrag des Radzylinderdrucks erhöht
(oder den Radzylinderdruck hält), wenn
er den ersten Referenzwert H1 übersteigt.
Diese Steuerung bewirkt eine Verbesserung der Bremsleistung, da
der Radzylinderdruck in idealer Weise (schnell) erhöht werden
kann, wie es in 9A gezeigt ist, nachdem der
Radzylinderdruck reduziert worden ist.
-
Wenn
das in 8C gezeigte zweite Filter verwendet
wird, d.h., wenn die geschätzte
Karosserieverzögerung
dVB2, die der zweite gefilterte Wert ist, verwendet wird, kann der
Radzylinderdruck andererseits nicht auf ideale Weise erhöht werden.
D.h., die Rate der Druckerhöhung
ist langsam und demzufolge fällt
die Verzögerung
der Fahrzeugkarosserie ab, wie es in 9B gezeigt
ist, auch wenn die ähnliche
Steuerung auf der Grundlage des ersten Referenzwerts H1 vorgenommen
wird. Dies liegt daran, dass die geschätzte Karosserieverzögerung dVB2 als
das Ergebnis dessen, dass die zweite Filterverarbeitung die geschätzte Karosserieverzögerung dVB in übermäßiger Weise
geglättet
hat, nicht unter den ersten Referenzwert H1 sinkt.
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In
dem anschließenden
Schritt 250 wird eine Kurvenverfolgungssteuerung zum Steuern
des Verhaltens des Fahrzeugs, wenn das Fahrzeug eine Kurve fährt, durch
Verwenden der geschätzten
Karosserieverzögerung
dVB1 und des Hauptzylinderdrucks PM1, welche die ersten gefilterten
Werte sind, ausgeführt.
Im Einzelnen wird dann, wenn vorbestimmte Bedingungen zum Durchführen der
Kurvenverfolgungssteuerung erfüllt
sind, z.B. wenn aus erfassten Werten der Radgeschwindigkeitssensoren 153,
eines Gierratensensors oder eines Karosserieseitenbeschleunigungssensors
und eines Lenkwinkelsensors bestimmt wird, dass das Fahrzeug in
einen Übersteuerungsmodus
eingetreten ist, eine Kurvenverfolgungssteuerung zum Steuern bzw.
Regeln des Verhaltens des Fahrzeugs so ausgeführt, dass das Fahrzeug einer
Sollkurvenlinie folgt, indem jedem der Radzylinder Bremsfluiddruck
unabhängig bereitgestellt
wird. Bei dieser Kurvenverfolgungssteuerung wird dann, wenn der
Fahrer das Bremspedal 103 niederdrückt, eine Sollverzögerung auf
der Grundlage des Hauptzylinderdrucks PM1, welcher der erste gefilterte
Wert ist, festgelegt. Dann wird der Radzylinderdruck jedes Rades
so reguliert, dass die geschätzte
Karosserieverzögerung
dVB1, welche der erste gefilterte Wert ist, gleich der Sollverzögerung wird.
Auf diese Weise steuert die Kurvenverfolgungssteuerung das Verhalten
während
der Kurvenfahrt des Fahrzeugs, während
sie das Fahrzeug mit der Sollverzögerung entsprechend der Betätigung des
Bremspedals durch den Fahrer verzögert. D.h., die geschätzte Karosserieverzögerung dVB1
und der Hauptzylinderdruck PM1, welche die ersten gefilterten Werte
sind, werden ähnlich
einem Fall einer ABS-Steuerung für
die Kurvenverfolgungssteuerung verwendet.
-
In
Schritt 260 wird dann, wenn Bedingungen zur Ausführung einer
Bremsunterstützungssteuerung (BA-Steuerung)
für eine
Panik- bzw. Notbremsung erfüllt
sind, die Bremsunterstützungssteuerung
für die
Notbremsung durch Verwenden des Hauptzylinderdrucks PM1, welcher
der erste gefilterte Wert ist, ausgeführt. Eine Bremsunterstützungssteuerung
für die
Notbremsung wird später
im Einzelnen beschrieben werden.
-
In
Schritt 270 wird dann, wenn Bedingungen zur Ausführung einer
Bremsunterstützungssteuerung zum
Kompensieren des Ausfalls des Bremskraftverstärkers 102 erfüllt sind,
eine Bremsunterstützungssteuerung
zum Kompensieren des Ausfalls des Bremskraftverstärkers 102 eingeleitet,
indem die geschätzte
Karosserieverzögerung
dVB2 und der Hauptzylinderdruck PM2, welche die zweiten gefilterten
Werte sind, verwendet werden. Eine Bremsunterstützungssteuerung für die Kompensation
des Ausfalls des Bremskraftverstärkers 102 wird
ebenfalls später
im Einzelnen beschrieben werden. Dann wird diese Routine beendet.
-
Als
Nächstes
wird die Verarbeitung einer Bremsunterstützungssteuerung für die Notbremsung,
welche die Verarbeitung in Schritt 260 ist, auf der Grundlage
eines Flussdiagramms in 10 erläutert werden.
In Schritt 300 in 10 wird
auf der Grundlage des Hauptzylinderdrucks PM1, welcher der erste
gefilterte Wert ist, bestimmt, ob die Notbremsung ausgeführt wird
oder nicht. Im Ein zelnen wird, da angenommen wird, dass der Notbremsungvorgang
getätigt
wird, wenn der Hauptzylinderdruck steil ansteigt, bestimmt, ob der
Hauptzylinderdruck PM1 des gegenwärtigen Steuerungszyklus größer als
der Hauptzylinderdruck PM1 eines vorherigen Steuerungszyklus plus
einem vorbestimmten Wert A ist oder nicht. Wenn hierbei bestimmt
wird, dass die Antwort Ja lautet, wird angenommen, dass der Notbremsungvorgang
getätigt
wird, und schreitet die Verarbeitung zu Schritt 310 fort.
Wenn dagegen bestimmt wird, dass sie Nein lautet, schreitet die
Verarbeitung zu Schritt 320 fort.
-
In
Schritt 310 wird die Druck erhöhende Bremsunterstützungssteuerung
ausgeführt,
um den Radzylinderdruck zu erhöhen.
Im Einzelnen werden die SMC-Ventile 131 und 132 eingeschaltet
und geschlossen, werden die SRC-Ventile 134 und 135 eingeschaltet,
um zu öffnen,
und wird der Pumpenmotor 141 eingeschaltet, um die Hydraulikpumpen 138 und 139 anzutreiben,
um den Radzylinderdruck schnell zu erhöhen. Andererseits wird in Schritt 320 die Druck
verstärkende
Bremsunterstützungssteuerung nicht
ausgeführt
(oder gehalten). Im Einzelnen werden die SMC-Ventile 131 und 132 ausgeschaltet,
um zu öffnen,
werden die SRC-Ventile 134 und 135 ausgeschaltet,
um zu schließen,
und wird der Pumpenmotor 141 ausgeschaltet, um die Hydraulikpumpen 138 und 139 anzuhalten.
Demzufolge wird die Erhöhung
des Radzylinderdrucks eingestellt.
-
Wie
vorstehend beschrieben, wird wegen der Notwendigkeit, den Radzylinderdruck
während der
Notbremsung schnell zu erhöhen,
die Bremsunterstützungssteuerung
unter Verwendung der ersten gefilterten Werte ausgeführt, um
die Bremsleistung zu verbessern, wie es vorstehend unter Bezugnahme auf 9A erläutert wurde.
-
Die
Verarbeitung der Bremsunterstützungssteuerung
für den
Ausfall des Bremskraftverstärkers 102,
d.h., die Verarbeitung in Schritt 270, wird auf der Grundlage
eines Flussdiagramms in 11 und
erläuternder
Graphen in 12A und 12B erläutert werden.
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In
Schritt 400 in 11 wird
bestimmt, ob das Bremspedal 103 niedergedrückt wird
oder nicht, indem bestimmt wird, ob der Stopp-Schalter 154 ON (EIN)
ist. Wenn hierbei bestimmt wird, dass die Antwort Ja lautet, schreitet
die Verarbeitung zu Schritt 410 fort, und wenn dagegen
bestimmt wird, dass sie Nein lautet, schreitet die Verarbeitung
zu Schritt 470 fort. Da in Schritt 470 die Druck
verstärkende
Bremsunterstützungssteuerung
zur Erhöhung
des Radzylinderdrucks nicht ausgeführt wird, werden die SMC-Ventile 131 und 132 ausgeschaltet,
um zu öffnen,
werden die SRC-Ventile 134 und 135 ausgeschaltet,
um zu schließen,
und wird der Pumpenmotor 141 ausgeschaltet, um die Erhöhung des
Radzylinderdrucks einzustellen (zu verhindern). Dann wird diese
Routine beendet. In Schritt 410 wird auf der Grundlage
des Signals aus dem Vakuumkammerdrucksensor 148 bestimmt,
ob der Bremskraftverstärker 102 ausfällt oder
nicht. D.h., es wird bestimmt, ob der Bremskraftverstärker 102 ausfällt oder nicht,
indem bestimmt wird, ob der Vakuumdruck P der Vakuumkammer 104 einen
Bestimmungswert kP überschreitet
oder nicht. Wenn der Vakuumkammer 104 kein geeignetes Vakuum
zugeführt
wird, wird bestimmt, dass der Bremskraftverstärker 102 ausfällt. Wenn
hierbei bestimmt wird, dass die Antwort Ja lautet, schreitet die
Verarbeitung zu Schritt 420 fort, und wenn bestimmt wird,
dass sie Nein lautet, schreitet die Verarbeitung zu Schritt 470 fort,
der vorstehend beschrieben wurde.
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Es
ist festzuhalten, dass ein Nachlassen der Funktion des Bremskraftverstärkers, welches
nicht ein vollständiger
Ausfall des Bremskraftverstärkers sein
wird, auch erfasst werden kann, indem das Niveau des Bestimmungswerts
niedrig festgelegt wird, d.h., indem der Wert zur Unterscheidung
des Nachlassens der Funktion niedriger als der Wert von kP festgelegt
wird. Der Bremsfluiddruck kann auf die gleiche Weise wie in dem
Fall des Ausfalls des Bremskraftverstärkers 102 in Reaktion
auf das Bestimmungsergebnis, dass die Funktion des Bremskraftverstärkers 102 nachgelassen
hat, verstärkt
werden (allerdings ist der Umfang der Verstärkung des Drucks gering).
-
Da
der Bremskraftverstärker 102 ausfällt, wird
in Schritt 420 die Druck verstärkende Bremsunterstützungssteuerung
für den
Ausfall des Bremskraftverstärkers 102 ausgeführt, um
den Radzylinderdruck zu erhöhen.
Im Einzelnen werden die SMC-Ventile 131 und 132 eingeschaltet,
um zu schließen,
werden die SRC-Ventile 134 und 135 eingeschaltet,
um zu öffnen,
und wird der Pumpenmotor 141 eingeschaltet, um die Hydraulikpumpen 138 und 139 anzutreiben,
um den Radzylinderdruck schnell zu erhöhen.
-
In
dem anschließenden
Schritt 430 wird auf der Grundlage der geschätzte Karosserieverzögerung dVB2
und des Hauptzylinderdrucks PM2, welche die zweiten gefilterten
Werte sind, bestimmt, wie weit die tatsächliche geschätzte Karosserieverzögerung dVB
sich dem Sollwert angenähert
hat. D.h., es wird bestimmt, ob die geschätzte Karosserieverzögerung dVB2 < (Hauptzylinderdruck
PM2 × B).
Dabei ist B ein konstanter Wert. Da der Hauptzylinderdruck PM2 ein
Wert ist, der angibt, wie stark das Bremspedal 103 niedergedrückt wird,
gibt es indirekt eine Sollverzögerung
an. Wenn demgemäß die geschätzte Karosserieverzögerung dVB2
kleiner als (Hauptzylinderdruck PM2 × B) ist, ist die Karosserieverzögerung dVB
nicht so groß.
Daher muss die Druck verstärkende
Bremsunterstützungssteuerung
fortgesetzt werden.
-
Wenn
hierbei bestimmt wird, dass die Antwort Ja lautet, wird die Druck
verstärkende
Bremsunterstützungssteuerung
unverändert
fortgesetzt, und wenn dagegen bestimmt wird, dass sie Nein lautet, schreitet
die Verarbeitung zu Schritt 440 fort. Da in Schritt 430 bestimmt
worden ist, dass die geschätzte Karosserieverzögerung dVB2
größer als
(Hauptzylinderdruck P2 × B)
ist und daher angenommen werden kann, dass die Karosserieverzögerung vergleichsweise
groß ist,
wird in Schritt 440 die Verarbeitung zum Ausschalten und
Schließen
der SRC-Ventile 134 und 135 ausgeführt, um
die Karosserieverzögerung
dVB zu reduzieren. D.h., wenn die SRC-Ventile 134 und 135 geschlossen
sind, wird der Umfang der Verstärkung
des Drucks durch die Hydraulikpumpen 138 und 139 geschwächt, sodass
die Karosserieverzögerung
verringert werden kann. Die Verarbeitung entspricht tatsächlich einer
Steuerung zur Aufrechterhaltung des Radzylinderdrucks.
-
In
dem anschließenden
Schritt 450 wird auf der Grundlage der geschätzte Karosserieverzögerung dVB2
und des Hauptzylinderdrucks PM2, welche die zweiten gefilterten
Werte sind, bestimmt, wie weit sich die tatsächliche geschätzte Karosserieverzögerung dVB
dem Sollwert angenähert
hat. D.h., es wird bestimmt, ob die geschätzte Karosserieverzögerung dVB2 < (Hauptzylinderdruck
PM2 × C).
Dabei ist C ein konstanter Wert (B < C). Da der Hauptzylinderdruck PM2
ein Wert ist, der angibt, wie stark das Bremspedal 103 niedergedrückt wird,
gibt es indirekt eine Sollverzögerung
an, wie es vorstehend beschrieben wurde. Wenn demgemäß die geschätzte Karosserieverzögerung dVB2
kleiner als (Hauptzylinderdruck PM2 × C) ist, gibt dies an, dass,
obschon die Karosserieverzögerung
größer sein
kann als in dem Fall, in welchem in vorstehend beschriebenem Schritt 430 bestimmt
worden ist, dass die Antwort Ja lautet, sie kleiner als die Sollverzögerung ist,
was anzeigt, dass die SRC-Ventile 134 und 135 fortgesetzt geschlossen
sein sollten. Wenn hierbei bestimmt wird, dass die Antwort Ja lautet,
wird der Zustand, in welchem nur die SRC-Ventile 134 und 135 ausgeschaltet
sind, unverändert
fortgesetzt, und wenn dagegen bestimmt wird, dass sie Nein lautet,
schreitet die Verarbeitung zu Schritt 460 fort.
-
Da
in Schritt 450 bestimmt worden ist, dass die geschätzte Karosserieverzögerung dVB2
größer als
(Hauptzylinderdruck PM2 × C)
ist, und angenommen werden kann, dass die Karosserieverzögerung zu
groß ist,
wird in Schritt 460 die Verarbeitung zum Ausschalten und Öffnen der
SMC-Ventile 131 und 132 ausgeführt, um die Karosserieverzögerung weiter
zu verringern. D.h., wenn die SMC-Ventile 131 und 132 geöffnet sind,
wird der Umfang der Verstärkung
des Drucks durch die Hydraulikpumpen 138 und 139 weiter
geschwächt,
sodass die Karosserieverzögerung
weiter verringert werden kann. Die Verarbeitung entspricht tatsächlich einer
Steuerung bzw. Regelung zur Verringerung des Radzylinderdrucks.
-
Bei
der Bremsunterstützungssteuerung
zum Kompensieren des Ausfalls des Bremskraftverstärkers 102 wird
der Radzylinderdruck verringert, wenn die geschätzte Karosserieverzögerung dVB
den zweiten Referenzwert H2 übersteigt,
wird der Radzylinderdruck aufrechterhalten, wenn sie kleiner als
der zweite Referenzwert H2 und größer als der erste Referenzwert
H1 ist, und wird der Radzylinderdruck erhöht, wenn sie kleiner als der
erste Referenzwert H1 ist. Wenn daher das in 8B gezeigte
normale (erste) Filter verwendet wird, d.h., die geschätzte Karosserieverzögerung dVB1
(und der entsprechende Hauptzylinderdruck PM1), welche der erste
gefilterte Wert ist, verwendet wird, wird bei der vorstehend erwähnten Druck
verstärkenden
Bremsunterstützungssteuerung
zur Kompensation des Ausfalls des Bremskraftverstärkers 102 die
in 12A gezeigte unnötige Erhöhung/Verringerung des Radzylinderdrucks
vorgenommen.
-
Wenn
dagegen das in 8C gezeigte zweite Filter verwendet
wird, d.h., wenn die geschätzte Karosserieverzögerung dVB2
(und der entsprechende Hauptzylinderdruck PM2), welche der zweite
gefilterte Wert ist, verwendet werden, wird gemäß der Darstellung in 12B eine unnötige
Erhöhung/Verringerung
des Radzylinderdrucks in geringerem Umfang vorgenommen, wenn die
Bremsunterstützungssteuerung
auf ähnliche
Weise auf der Grundlage des ersten und des zweiten Referenzwerts
H1 und H2 ausgeführt
wird, was es ermöglicht,
eine bevorzugte Bremsleistung zu erzielen.
-
Es
ist festzuhalten, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die vorstehend
erwähnte
sechste Ausführungsform
beschränkt
ist und dass sie innerhalb des Bereichs der Erfindung auf vielfältige Weise verändert werden
kann.
-
Z.B.
können
drei Filter verwendet werden. Ein erstes Filter glättet die
Variationen individueller Daten eines Signals im weitesten Umfang.
Ein zweites Filter glättet
sie dazwischen. Ein drittes Filter glättet sie zuletzt. Der gefilterte
Wert, der einer Filterverarbeitung durch das erste Filter unterzogen
ist, wird für eine
Bremsunterstützungssteuerung
zum Kompensieren des Ausfalls des Bremskraftverstärkers 102 verwendet.
Der gefilterte Wert, der einer Filterverarbeitung durch das zweite
Filter unterzogen ist, wird für
eine ABS-Steuerung und eine Kurvenverfolgungssteuerung verwendet.
Und der gefilterte Wert, der einer Filterverarbeitung durch das
dritte Filter unterzogen ist, wird für die Bremsunterstützungssteuerung
für die
Notbremsung verwendet. Der Grund hierfür liegt darin, dass die Bremsunterstützungssteuerung
für die
Notbremsung (Erhöhung
des Radzylinderdrucks) so schnell wie möglich eingeleitet werden muss,
verglichen mit der Einstellung (Erhöhung) des Radzylinderdrucks
während
ABS-Steuerung und Kurvenverfolgungssteuerung.
Da ferner das schnelle Ansprechen während einer Bremsunterstützungssteuerung
für den
Ausfall des Bremskraftverstärkers den
unnötigen
Vorgang eines Erhöhens/Verringerns des
Drucks für
den Radzylinderdruck ausweitet, vermitteln hierdurch auftretende
Vibrationen des Pedals dem Fahrer ein schlechtes Pedalgefühl.
-
Das
Feinfilter, welches die Eigenschaft derart aufweist, dass Variationen
individueller Daten eines Signals in dem resultierenden gefilterten
Wert weniger widergespiegelt werden, kann durch die nachstehenden
Verfahren (F) bis (1) verwirklicht werden.
- (F)
Das Feinfilter kann durch Verschmälern eines Frequenzbandes (einer
Frequenz- bzw. Bandbreite) eines Bandpassfilters beim Durchlaufen
jedes Sensorausgangssignals oder eines durch die CPU berechneten
Wertes durch das Bandpassfilter erhalten werden.
- (G) Wenn die CPU die Berechnung für die Filterverarbeitung ausführt und
ein gefilterter Wert des normalen Filters dadurch berechnet wird,
dass einem vorherigen gefilterten Wert ein erste vorbestimmte Gewichtung
(z.B. 90%) und einem Wert auf der Grundlage des gegenwärtigen Sensorausgangssignals
eine zweite vorbestimmte Gewichtung (z.B. 10%) gegeben wird, können Variationen
der Sensorausgangssignale dadurch geglättet werden und das Feinfilter
dadurch verwirklicht werden, dass in der Filterverarbeitung dem
vorherigen ge filterten Wert ein größere Gewichtung (z.B. 95%)
als die erste vorbestimmte Gewichtung und dem Wert auf der Grundlage
des gegenwärtigen
Sensorausgangssignals eine kleinere Gewichtung (z.B. 5%) als die
zweite vorbestimmte Gewichtung gegeben wird.
- (H) Wenn ein Tiefpassfilter verwendet wird, wird die Eckfrequenz
hiervon gesenkt, um das Feinfilter zu erhalten.
- (I) Wenn die CPU die Berechnung für die Filterverarbeitung ausführt und
ein gefilterter Wert des normalen Filters dadurch berechnet wird,
dass ein zuvor gefilterter Wert und ein Wert auf der Grundlage eines
gegenwärtigen
Sensorausgangssignals gemittelt werden, kann das Feinfilter dadurch verwirklicht
werden, dass z.B. sechs vorherige gefilterte Werte bis zu dem vorhergehenden
und der Wert auf der Grundlage des gegenwärtigen Sensorausgangssignals
gemittelt werden, um die zu mittelnden Daten zu vermehren.
-
Es
ist festzuhalten, dass die Verfahren (F) bis (I) umgekehrt implementiert
werden, wenn ein Filter mit der Eigenschaft derart verwirklicht
werden soll, dass die Variationen individueller Daten in einem Signal
in geringerem Ausmaß geglättet werden.
-
Wenn
ferner die Druckverstärkungsvorrichtung
(Erhöhungsvorrichtung)
in der ersten bis fünften Ausführungsform
in Reaktion auf die Bestimmung betrieben wird, dass der Bremskraftverstärker ausfällt, kann
eine Bremsunterstützungssteuerung
ausgeführt
werden, die unter Bezugnahme auf das Flussdiagramm in 11 beschrieben
wurde.