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Vorrichtung zum Zuschneiden von Kleidungsstücken Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zum Zuschneiden von Kleidungsstücken, bestehend aus einem Gerippe-teilweise
zueinander senkrecht stehender, ,gegeneinander verschiebbarer und/oder verdrehbarer
Stäbe mit Maßeinteilungen, auf das Maße übertragen werden. ` Es sind schon verschiedentlich
Zuschneidemaschinen und -geräte bekanntgeworden. So ist es bekannt, - die mit einem
Maßband oder mit einer Hilfsvorrichtung vom Körper genommenen Maße unter Berücksichtigung
der verschiedenen Zuschläge :auf den zuzuschneidenden Stoff zu übertragen. Diese
Zuschneidevorrichtungen sind umständlich und machen zeitraubende Berechnungen erforderlich,
da die einzelnen Maße beim Übertragen in .die Zuschnittebene nicht genau festgelegt
werden können. Außerdem konnten aber auch die der jeweiligen Person besonders eigentümlichen
Maße, z. B. die Abweichungen in der Körperhaltung, nicht genügend berücksichtigt
werden und für die Feststellung der sich stets mehr oder weniger gleichbleibenden
Verhältnisse mußte zu viel Aufmerksamkeit und zu viel Arbeit aufgewendet werden:
Die Erfindung ermöglicht es, das Zuschneiden von Maßkleidung nicht nur zu erleichtern
und zu vereinfachen, sondern auch zuverlässiger und von Fehlerquellen unabhängiger
zu machen. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird deshalb vom größten Umfang
des Körperteils ausgegangen, für den das betreffende Kleidungsstück bestimmt ist,
weil der größte Umfang die Abmessungen des Kleidungsstückes am= meisten beeinflußt,
während die übrigen Maße- die Abmessungen des- Kleidungsstückes weniger Beeinflussen.
Praktisch ändern sich nämlich alle Maße eines Menschen mit .dem .größten Umfang.
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Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß waagerechte Stäbe
auf einem senkrechten Tragstab und senkrechte Stäbe an einem mit dem senkrechten
Tragstab fest verbundenen waagerechten Tragstab parallel verschiebbar angeordnet
sind, wobei die senkrechten
Stäbe mit den zugeordneten waagerechtem.
Stäben in den. Kreuzungsstellen gegeneinander .verschiebbar verbunden sind
| und je mit den Tragstäben ineinanderliegende; |
| Rechtecke bilden, an deren gemeinsamgel:, |
| Eckpunkt ein starres Staubkreuz um se'@@' |
| Kreuzungsstelle drehbar anzelenkt ist, dessex°#; |
Längsstab eine Diagonale der Rechtecke bildet und an den äußeren Eckpunkten dieser
Rechtecke .drehbar und versohiebbar befestigt ist und dessen Querstab einerseits
mit dem im ersten -Rechteck zum waagerechten Tragstab parallelen waagerechten Hauptstab
und andererseits mit den senkrechten Stäben drehbar und gegeneinander verschiebbar
ver= banden ist, so daß beim Einstellen des Hauptstabes entsprechend dem Hauptmaß,
nämlich dem Halbmesser des Kreises, dessen Umfang gleich ist dem größten Umfang
des Körperteils, für den das zuzuschneidende Kleidungsstück bestimmt ist, das Stabkreuz
verschwenkt wird und die senkrechten Stäbe in Abhängigkeit von der nach gemessenen
Nebenmaßen erfolgenden Einstellung der waagerechten Stäbe ihreEinstellung erfahren.
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Mit dieser Vorrichtung können Schnitte für Kleidungsstücke jeder Art
hergestellt werden. Auch ist es völlig unwesentlich, um welchen Schnitteil es sich
dabei handelt. Es können nach dieser Vorrichtung die Zuschnitte für jackettvorderteile
ebenso wie für ein Ärmelstück oder eine Hosenbahn - oder aber die Stücke für einen
Damenrock usw. hergestellt werden.
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In der Zeichnung ist die Vorrichtung nach der Erfindung in drei Arbeitsbeispielen
dargestellt, wobei zur besseren Übersicht einzelne bei einem bestimmten Zuschnitt
nicht erforderliche Stäbe der Vorrichtung weggelassen sind. Es zeigen: Abb. i den
Zuschnitt für ein Jackettvorderteil, Abb. 2 den Zuschnitt für eine Vorder- und eine
Hinterhose, Abb. 3 bis 7 konstruktive Einzelheiten der Vorrichtung.
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Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus den senkrechten Stäben
i, 2, 3, 4, 5 und aus .den waagerechten Stäben A, B, C ...
K.
Die sich auf dem Sta'bger.ippe ergebenden Punkte für die Zuschnittlinien,
.die an der Vorrichtung in bekannter Weise durch elastische Drähte verbunden sind,
sind mit Kleinbuchstaben bezeichnet.
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Der waagerechte Tragstab A ist nahe dein oberen Ende des senkrechten
Tragstabes r an demselben befestigt. An dem senkrechten Tragstab z sind die waagerechten
Stäbe B, C...K, auf der Zeichnung gesehen nach oben und unten, verschiebbar und
feststellbar angeordnet. Die senkrechten Stäbe 2, g, 4, ; sind auf den waagerechten
Stäben nach rechts und links und die in ihnen eingelegten Maßbänder auch nach, oben
und unten v ershie#bhar. Am #dhnittpunkt des Tragstabes i
| t dem obersten waagerechten unverschieb- |
| s'ä.@-en Tragstab A ist ein Stabkreuz P-7° an- |
| ,elenlct, dessen spitzwinklig mit dem Trag- |
stob i verlaufender Längsstab 6 an den Kreuzungen C2, D3, E', F@-der senkrechten
Stäbe2, 3, 4, 5 mit den waagerechten Stäben C, D,
E,
F angel:enkt ist. Der
Querstab des Stabkreuzes 1l7° ist mit dem waagerchten Stab C einerseits und mit
den senkrechten Stäben 2, 3, 4, 5 anderseits drehbar und verschiebbar verbunden.
Beim Verstellen des waagerechten Stabes C auf den Tragstab i werden die senkrechten
Stäbe durch .die Schwenkbewegung .des Stabkreuzes 2.T° in einem bestimmten Verhältnis
zur Einstellung der waagerechten Stäbe C, D,
E, F auf diesen verschoben.
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Im nachstehenden sind die Kreuzungsstellen einzelner Stäbe durch Aneinanderreihen
der Bezeichnungen für die gekreuzten, Stäbe bezeichnet. So ist' z. B. der Schnittpunkt
K' dort zu suchen, wo sich der waagerechte Stab K mit dem senkrechten Stab 4 kreuzt.
Das gleiche gilt für die ebenfalls mit Großbuchstaben bezeichneten Stäbe, die in
einem spitzen Winkel zu den waagerechten Stäben verlaufen.
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Der Zuschnitt des Jackettvorderteils nach Abb. i ergibt sich aus folgendem:
am Körper sind zunächst die üblichen Maße, -also der größte Umfang, die Oberweite,
die Taille, die Gesäßlinie, die ganze Länge und die Brusthöhe, zu messen, wobei
selbstverständlich der größte Umfang entweder in .dem .Maß der Oberweite, der Taille
oder der Gesäßlinie enthalten ist.
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-Diesen Maßen entsprechen folgende Stäbe der Vorrichtung, wobei vorausgesetzt
ist, daß der größte Umfang im gewählten Beispiel der Brustumfang ist: Der waagerechte
Stab E entspricht der Oberweite, G -der Taille, I der Gesäßweite und K der ganzen
Länge. In der Folge sind danach folgende Einstellungen an der Vorrichtung gemäß
der Erfindung vorzunehmen: i. -Der waagerechte Stab E ist auf dem senkrechten
Tragstab z zu verschieben, bis auf dem Maßband des senkrechten Tragstabes i von
A1 aus .das gemessene Maß von der seitlichen Mitte des Halses bis zür Brustlinie
erscheint. .
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ä. Der waagerechte Stab F ist zunächst von A1 ausgerechnet auf den
größten Durchmesser, in diesem Fall also auf den Durchmesser des Brustumfanges,
einzustellen.
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3. Die-gemessene Taillenlänge ist ebenfalls von A' aus gerechnet mittels
des waagerechten
Stabes G auf dem senkrechten Stab i einzustellen.
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q.. Im- gleicher Weise ist die gemessene Gesäßtiefe mit,demStabl,
vonA1 aus gerechnet, auf i einzustellen. ' 5. Die gemessene ganze Länge: ist mit
dem. waagerechten Stab K von A1--aus gerechnet,-auf i einzustellen.
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6. Der waagerechte Hauptstab C ist auf dem senkrechten Tragstab i
zu verschieben, bis auf dem senkrechten Stab 5, von M5 aus gerechnet bis C5, der
Betrag des !Ialbrnessers des gedachten Kreises erscheint, dessen Umfang gleich ist
dem Brustumfang. Bei dieser Einstellung ist eine Kontrolle insofern möglich, .als
das zwischen den.Schnittpunkten M5 und E5 liegende Maß dem Maß entsprechen. muß,
,das -zwischen den Schnittpunkten M, C und Ms liegt. ' 7: Der waagerechte Stab H
ist, von A1 aus gerechnet, auf dem Tragstab i ,auf einen Betrag einzustellen,, der
dem Maß von l115 aus gerechnet bis G' entspricht. Der waagerechte Stab h entspricht
der Taschenhöhe des Jacketts. - -B. Der Schnittpunkt 1V13 ist mit a bezeichnet.
' 9. Das zwischen dem SabnittpunktM4 und. C4 liegende Maß ist auf 11l von M5 aus
abzutragen und der waagerechte Stab B-. auf dem Tragstab i zu verschieben, so-.daß
er den gefundenen Maßpunkt auf 11i1 schneidet. .
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io. Das zwischen M' und D5 gemessene Maß ist auf B von
B' laus nach links abzutragen lind der bei 1V15 angelenkte Stab L auf dem
sich ergebenden Runkt auf B- einzustellen. L3 ist gleich b, ZB ist gleich
c.
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ii. Der am Schrägstab L auf dem Schnittpunkt LB -angelenkte Schrägstab
Ö ist auf dem senkrechten Stab 5 auf ein Maß einzustellen, das von 1Y15 aus ,gerechnet
dem zwischen 1Y13 und C3 liegenden- Maß _ entspricht.
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12. Der an den Kreuzungen BI auf B angelenkte- Schrägstab 7 ist verschiebbar
in einem Trägerring auf dem Kreuzungspunkt F3 gegengelenkt.
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13. Das zwischen E5 und E' liegende Maß ist ,auf I von 15 aus abzutragen,-
und der Schrägstab 8, -der ebenfalls in, dein Trägerring auf der Neeuzungsstelle
F3 gelagert ist, wird durch den sich ergebenden -Punkt .geführt.
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rq.. Das zwischen 110 und L' liegende Maß ist auf dem waagerechten
Sfiab'D von D' aus nach.links abzutragen. Das gleiche Maß ist von dem waagerechten
Stab G von Ga aus und-auf dem waagerechten StabI von 18 aus nach links abzutragen.
An den sich ergeben- -den Punkten sind die Verbindungsstäbe --9 und io anzulegen.
E9 ist g. 1.5. Das zwischen M5 und 05- liegende Maß ist auf JU von M .C aus
nach. rechts abzutragen; der sich ergebende Punkt ist d.
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16. Das zwischen D5-und D3 liegende Maß .is't auf D von D9
aus nach beiden Seiten ab-';zutragen. Die sich ergebenden Punkte sind @'e und h.
-17. Das zwischen D' und D3 liegende Maß ist auf E von E9 aus nach links abzutragen.
Der sich ergebende Punkt ist i.
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18.. Das zynischen D5 und D3 liegende Maß ist auf G von G9.aus (G18)
nach links abzu-, trägen: - Der sich ergebende Punkt ist h.
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i9. Der gleiche l\/I_aßbetrag ist auf dem waagerechten Stabes von
H19 .aus nach links abzutragen..Der sich ergebende Punkt ist-l.
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2o.' Der gleiche Maßbetrag ist auf dem waagerechten Stab I von h0
aus nach links' abzutragen: Der sich ergebende Punkt ist na.
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21. Der gleiche Maßbetrag -ist auf dem waagerechten Stab K von K19
aus nach links abzutragen. Der« sich ergebende Punkt ist i2.
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22. Der an der Kreuzungsstelle der beiden Schrägstäbe 9 und io auf
dem waagerechten Stab G angelenkte Stab ii ist auf E, auf den .Mittelwert zwischen
E9 und E19, einzustellen. Der: Schnittpunkt-El' ist f. Die Fläche, 'die von - den
.Stäben E9- und Ei' begrenzt ist, ist -der Armlochabnäher. - -23. Der auf dem Schrägstab
8 verschiebbar- und senkrecht :zu .diesem verlaufende Schrägstab N ist auf :dem
Schrägstab.8 so einzustellen, daß der Schrägstab N durch den 1,#fauzun,gspunkt Hl-
führt. - N -zeige die Tascheneinschriittrichtung.
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z q.. Die von dem Schrägstab N, dem waagerechten Stab H und dem Schrägstab
io begrenzte' Fläche ist der Neigungsabnäher.
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25. Der ebenfalls auf .dem Schrägstab 8 verschiebbar und senkrecht
zu 'diesem verlaufende Schrägstab P ist auf dem Schrägstab 8 so einzustellen, daß
@er den waagerechten Stab. K bei n schneidet. P gibt die Schnittrichtung der unteren
Kante an. P8 ist o.
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26. Das zwischen den beiden senkrechten -Stäben q. tuid 5 ablesbare
Maß ist von E' aus sauf E nach rechts :abzutragen. Der sich -er-,gebende Punkt ist
t.
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! 27. Der gleiche Betrag ist von 15 aus auf I nach rechts äbzuträgen.
Der sich ergebende Punkt ist p.
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28: Der zwischen den beiden, senkrechten Stäben 3 und 5 - liegende
Meßbetrag ist von F5 -aus auf F nach rechts abzutragen. Der sich ergebende Punkt
.st s. ' ' 29. Der gleiche Betrag ist von G5 aus auf G nach rechts abzutragen. Der
sich ergebende Punkt ist r.
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so. Das zwischen 111s und 03 liegende Maß ist adf dem senkrechten
Stab 3 von M3 aus
nach oben abzutragen. Der an der Kreilzungsstelle
M4 an-gelenkte Schrägstab i2 ist durch ,den sich ergebenden Punkt zu legen, wobei
der Schrägstab 12 durch den Schnittpunkt C5 verläuft. Cl= ist gleich it, 012 ist
gleich v.
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31. H° ist gleich q.
32. .O4 ist gleich zu. 33. B$ ist
gleich x.
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In gleicher Weise,ergibt .sich aus der Einstellung des Maßsystems
nach der Erfindung, dem der Durchmesser bzw. Halbmesser eines gedachten Kreises
zugrunde gelegt ist, dessen Umfang gleich ist dem größten Umfang des betreffenden
Körperteils, auch jedes andere beliebige Kleidungsstück. -In dem weiteren Ausführungsbeispiel
ist der Zuschnitt 'einer Vorderhose beschrieben und gleichzeitig die sich aus der
gleichen Grundeinstellung ergebende Hinterhose.
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Die Bezugszeichen für die senkrechten, waagerechten und Schrägstäbe
sind für das in der Abb. -- gezeigte Beispiel beibehalten worden. Ebenso ergeben
die kleinen Buchstaben die bei der Vorrichtung durch einen Draht gebildeten Umrißlinien
des Zuschnitts. Bei den beiden dargestellten Schnitteilen der Hose ist in bezug
auf' die Vorrichtung insofern ein Unterschied, da als Mittellinie der Vorderhose
der senkrechte Tragstab i und als Mittellinie der Hinterhose der senkrechte Stab
2 angenommen ist.
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- Hinterhose.
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i. Der waagerechte Stab F ist auf i, von Al aus gerechnet, auf das
Maß einzustellen, das dem größten Durchmesser entspricht.
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2. Der waagerechte Stab D ist auf i, von Al aus gerechnet, auf das
Maß .des halben Durchmessers einzustellen.
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3. Der waagerechte Stab E ist auf i, von Al aus gerechnet, auf die
angemessene Leibhöhe einzustellen.
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4. Der waagerechte Hauptstab C ist auf dem Tragstab i so weit zu verstellen,
bis auf dem senkrechten Stab 4,-von 1v14 aus gerechnet bis C', der halbe
'Durchmesser ablesbar' i-st. Die Einstellung ist richtig, wenn der Maßbetrag zwischen
M4> und E4 gleich ist dem Maßbetrag von M C bis 1V12.
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5. Der waagerechte Tragstab G ist auf -dem Träger i so einzustellen,
daß seine Entfernung von dem waagerechten Stab F aus gerechnet, der Entfernung der
beiden waagerechten Stäbe E und F gleichkommt.
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6. Der am Kreuzpunkt Cl angelenkte Schrägstab 7 wird so eingestellt,
daß er durch den Kreuzpunkt F2 verläuft.
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7. Der zwischen M2- und M3 liegende Maßbetrag ist von MC aus
auf M und C nach rechts abzutragen; der sich ergebende Punkt ist a; der sich auf
C ergebende Punkt ist b.
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B. Der waagerechte Stab H ist von Al aus gerechnet auf die gemessene
Knielänge einzustellen.
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g. Der zwischen b und Cl liegende Betrag ist von D' aus auf
D, vön E' aus auf E, von F' aus auf F und von G' aus auf G und von K' aus
auf K nach links abzutragen. Die sich ergebenden Punkte sind c, d, e, f, g.
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io. Der zwischen F2 und e liegende Maßbetrag ist auf F von F2 aus
nach rechts abzutragen. Der sich ergebende Punkt ist k.
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i i. Der zwischen G2 und f liegende Maßbeträg ist von G2 aus
auf G nach rechts anzutragen. Der sich ergebende Punkt ist i.
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12. Der zwischen K2 und g liegende Maßbetrag ist von K2 aus auf K
nach rechts abzutragen. Der sich ergebende Punkt ist h.
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13. .Der Schnittpunkt F5 ist gleich 1. 14. Der Schnittpunkt
EI' ist gleich in. 15. Der Schnittpunkt Cl ist gleich n. 16. Der Schnittpunkt
1Y12 ist gleich o. Vorderhose.
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i. Der zwischen Al und El liegende Maßbetrag ist auf i von F1 aus
nach oben abzutragen.Auf den sich .auf i ergebenden Punkt ist der Schrägstab O,
der bei a auf M angelenkt ist, einzustellen.
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2. Der zwischen o1 und o' liegende Maßbetrag ist von o' aus auf o
nach links abzutragen. Der sich erbebende Punkt ist a'.
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3. Der zwischen den senkrechten Stäben i und 5 liegende Maßbetrag
ist von F1 aus auf F nach links abzutragen. Der sich ergebende Punkt ist b'.
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4. Der gleiche Betrag ist von G1 auf G nach links abzutragen. Der
sich ergebende Punkt .ist c'.
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5. Der zwischen den senkrechten Stäben 1 und 4 liegende Maßbetrag
ist von K' aus auf K nach links abzutragen. Der sich ergebende Punkt ist d'.
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- 6. Der Schnittpunkt K4 ist gleich e'.
7. Der Schnittpunkt
C ist gleich f'. .
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B. Die Verlängerung einer von e' zu f' gezogenen Geraden schneidet
den waagerechten Stab F bei g'.
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g. Der zwischen den senkrechten Stäben i und 2 liegende Maßbetrag
ist von E° aus auf 4 nach unten abzutragen. Der sich ergebende Punkt ist gleich
h'.
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io. Der Schnittpunkt E4 ist gleich i. ii. Der Schnittpunkt D4 ist
gleich k'. ia. Der Schnittpunkt C' ist gleich 1'. 13. Der Schnittpunkt 04 ist gleich
in.
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Es ist ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung, daß
bei den auf der Vorrichtung eingestellten Zuschnitten bereits
die
erforderlichen Zugaben enthalten sind.
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Selbstverständlich können .Sonderwünsche des Betreffenden, für,den
das Kleidungsstück bestimmt ist, und Abweichungen, -die durch .die Mode bedingt
sind, in weitem Maße ,berücksichtigt werden. So wurde z. B., in Abb. i für das Jackettvorderteil
die etwas ungewöhnliche Form gewählt, die für einen Mann mit starkem Leib bei losem
Fall erforderlich ist.
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Es liegt im. Rahmen der Erfindung und ist dem jeweils Zuschneidenden
überassen, die Sonderwünsche der Kunden und -die modische Form entsprechend zu-
berücksichtigen. Ebenso ist es auch möglich, Die, erforderlichen Zugaben in größeren
oder kleineren Grenzen zu halten. Hierzu ist es lediglich erforderlich, dem Schrägstab
7, der zusammen mit dem Schrägstab 8 u. a. auch -die Neigung des betreffendien Körperteils
angibt, eine etwas veränderte Lage zu geben. Der im Ausführungsbeispiel gewählte
obere Anlenkungspunkt B1 für den Schrägstab 7 ergibt im allgemeinen eine große Zugabe.
Die Zugabe wird um so mehr verkleinert, je mehr dieser Schrägstab 7 um den Drehpunkt
F3 der senkrechten Lage angenähert wird. Der Drehpunkt B' ist daher veränderbar
und kann nach Belieben auf eine andere Kreuzungsstelle, beispielsweise auf Cl (wie
in Abb. 2) oder auf C2 usw., verlegt werden..
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Die in den Abb. 3 Abis 7 gezeigten Einzelheiten konstruktiver Art
ergeben einen ungefähren Überblick über den Aufbau der Vorrichtung. So zeigt Abb.
3 eine Kreuzungsschiene 2o für die senkrechten und waagerechten Stäbe, wie sie beispielsweise
am Schnittpunkt D2, P3 usw. zu finden ist. Die Schrägstäbe sind in einem entsprechenden
Drehgelenk entweder vor oder hinter den Kreuzungsstellen, geführt.
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A'bb. 4 zeigt die Kreuzungsschiene 2o mit willkürlich eingelegten
Maßbändern 2z und einer im Mittelpunkt eingesetzten durchsichtigen Platte 22 mit
Einstellungsmarkierungen 23 .für die Maßbänder.
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Abb. 5 ist-eine Seitenansicht von Abb. 4. Abb. 6 zeigt einen Schnitt
durch ein Stellglied 24, wie solche zum .Einstellen der Zuschnittlinie mittels eines
die Zuschnittlinie darstellenden biegsamen Drahtes 25 verwendet sind.
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Abb. 7 ist eine seitliche Ansicht des Einstellgliedes.
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Auf einem senkrechten oder waagerechten Stab 26, in den die Maßbänder
2i eingelegt sind, ist das Stellglied 24, das mit den Stab 26 umgreifenden überlappungen
27 versehen ist, in Form eines Schiebebügels frei beweglich geführt. Der Schiebebügel
ist mit einer Verlängerung 28 versehen, die in einer Böhrun@g den senkrecht auf
dem Stab 26 b@w. den Maßbändern 2i stehenden Bolzen 29 führt. Der Bolzen 29 ist
ebenfalls mit einer Bohrung versehen, durch den der Draht 25 hindurchgeführt ist.
Der Bolzen 29 greift in eine Fußplatte 30 ein, die ebenfalls .auf dem Stab
26 und .den Maßbändern 2i -aufliegt und mit einer dem Draht 25 zugekehrten Längskerbe
versehen ist. Auf .der Verlängerung 28 ist ferner noch ein Halteteil 31 befestigt,
von dem eine Blattfeder 32 ausgehend über der, Bolzen 29 hinwegführt. Durch eine
Öffnung des Halteteils 31 ist ein Feststellhebel 32 hindurchgeführt, dessen zwischen
.den Halteteil 31 und die Verlängerung 28 hineinreichendes Ende auf die Blattfeder
32 einwirkt.
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Beim Niederdrücken des Betätigungshebels 33 in die in Abb. 6 und 7
.dargestellte Lage drückt das auf der Blattfeder aufliegende Ende des Betätigungshebels
33 entgegen der Wirkung der Blattfeder 32 den Bolzen 29 in Richtung auf den Stab
26. Dabei wird der Draht 25 in die Kerbe der Fußplatte 30 hineingedrückt und die
Fußpl.ätte3o auf den Stab 26 bzw. auf die Maßbänder 21 angedrückt. In dieser Sperrlage
ist -somit nicht nur der Draht 25, sondern auch das ganze Stellglied 24 gegenüber
dem Stab 26 gegen Verschieben gesichert. Die Maßbänder sind im allgemeinen an bestimmten
Punkten befestigt, so ,daß die Entfernung eines beliebigen anderen Punktes bequem
abgelesen werden kann. Beispielsweise ist eines, der Maßbänder auf den waagerechten
Stäben A, B, C..: so befestigt, daß die Maße von der jeweiligen Mittellinie .ausgehend
nach rechts und links abgelesen 'werden können. Die einen Maßbänder auf den senkrechten,
Stäben i, 2, 3, 4, 5, .die an dem Schrägstab M des Drehgelenks M° angelenkt sind,
zählen selbstverständlich von den Anlenkungspunkten ,ausgehend.
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Aus Abb. 8 ist ersichtlich, wie an einer der Abb. 3, entsprechenden
Kreuzungsschiene 2o der Längsstab 6 des Stabkreuzes M° drehbar und verschiebbar
.geführt -sein kann.
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Abb.9 zeigt einen Schnitt durch eine Kreuzungsstelle gemäß A#bb. 8,
wobei jedoch das Führungsstück für .den Längsstab 6 der günstigeren Darstellung
wegen um etwa 45 Winkelgrade verdreht ist. Aus dieser Abbildung ist auch ersichtlich,
wie die Maß-Bänder verschiebbar in die senkrechten bzw. waagerechten Stäbe eingelegt
sein können. Die Stäbe weisen vorzugsweise schwalbenschwanzförmige Nuten .auf, in
denen die Maßbänder eingebettet sind. Eine weitere, etwas tiefere schwalbenschwanzförmige
Nut dient zur Aufnahme der Einstellglie-det 24 und der Verriegelungen, die zum Feststellen
der
waagerechten an den senkrechten bzw. der senkrechten an den waagerechten Stäben
dienen.
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Das Einstellglied 24 braucht nicht unbedingt in Form eines Schiebebügels
auf den Stäben beweglich geführt zu sein, da zur Führung des Einstellgliedes 24
selbstverständlich auch die schwalbenschwanzförmige Mittelnut der Stäbe Verwendung
finden kann.
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Es liegt im Rahmen der Erfindung, im Bedarfsfalle die Zahl der waagerechten
und senkrechten Stäbe nach Belieben zu erhöhen oder zu vermindern. Ebenso können
selbstverständlich Schrägstäbe dem jeweiligen Bedarfsfall entsprechend eingefügt
werden: Grundsätzlich ist bei .der Vorrichtung stets die Gesamtanordnung der Stäbe,
die unter sich eine Vielzahl aneinandergereihter Rechtecke bilden, deren Größe durch
Verschieben der senkrechten und waagerechten Stäbe verändert wird und deren Form
durch den durchgeführten Diagonalschrägstab 6 des Drehgelenks 11-,1s bestimmt wird.
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Das im Ausführungsbeispiel nach Abb. i zur Einstellung des waagerechten
Stabes E (Seite 6,1) erforderliche Maß ist zu messen von der seitlichen Mitte des
Halses in gerader Richtung nach unten bis zur Brustlinie, die unmittelbar unter
den Armen durchgeführt und in einer zur Stehfläche parallelen Ebene liegt.