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Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Raupenriemenfahrzeuge und
insbesondere eine Verbesserung bei "Halbraupenfahrzeugen", die
Vorderräder mit Luftreifen und hintere Raupenantriebe umfassen.
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Die sogenannten Halbraupenfahrzeuge sind z. B. aus der japanischen
Patentoffenlegungsschrift Nr. 60-143189 bekannt, die ein
"geländegängiges Fahrzeug" offenbart, und der japanischen
Patentoffenlegungsschrift Nr. 59-164270, die ein
"Vierradantriebsfahrzeug" offenbart.
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Das in der oben genannten 60-143189-Druckschrift offenbarte
geländegängige Fahrzeug umfasst ein Paar von linken und rechten mit
Ballonreifen versehenen Vorderrädern, die an die an dem vorderen
Abschnitt der Basisrahmenstruktur oder des Chassis des Fahrzeugs
angebracht sind, ein Paar von linken und rechten mit Ballonreifen
versehenen Rädern, die an die an dem hinteren Abschnitt des Chassis
angebracht sind, ein Paar von linken und rechten Leerlaufrädern
(Zwischenräder) und einem Paar von linken und rechten aus Gummi
hergestellten Raupenriemen, von denen jeder um das zugeordnete Hinterrad
und Leerlaufrad herumführt und im Betrieb dieselben verbindet.
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Das in der oben genannten 59-164270-Druckschrift offenbarte
Vierradantriebsfahrzeug umfasst ein Paar von linken und rechten
Vorderrädern, die an dem Frontabschnitt des Chassis angebracht sind, ein
Paar von linken und rechten mit Ballonreifen versehenen Rädern, die an
dem hinteren Abschnitt des Chassis angebracht sind, ein Paar von linken
und rechten Leerlaufrädern und ein Paar von linken und rechten aus Gummi
hergestellten Raupenriemen, von denen jeder um das zugeordnete Hinterrad
und Leerlaufrad herumführt und dieselben im Betrieb miteinander verbindet.
Dieses Vierradantriebsfahrzeug enthält ebenfalls ein Paar von linken und
einer rechten unteren bereiften Walzen (die als Ausgleicher funktionieren),
von denen jede zwischen dem zugeordneten Hinterrad und Leerlaufrad
vorgesehen ist. Jede der unteren Walzen ist an dem Chassis über eine
Lagerungshalterung angebracht und stößt gegen die Innenfläche des
zugeordneten Raupenriemens, um den Riemen gegen die Straßenfläche
oder den Boden zu drücken.
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Im Allgemeinen ist bei diesen Halbraupenfahrzeugen, wie sie in der 60-
143189- und 59-164270-Druckschrift offenbart sind, eine hohe
Steuerbarkeit auf weichen Untergründen, wie einer schneebedeckten
Straße oder einem schneebedeckten Untergrund erforderlich, und eine hohe
Fahrleistungsfähigkeit ist sogar auf einem mit frischem Schnee bedeckten,
unbefestigten Untergrund erwünscht.
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Gemäß der Offenbarung der japanischen Gebrauchsmusterschrift HEI-8-
8891 umfasst das Halbraupenfahrzeug Vorderräder mit Luftreifen, die an
einem Vorderabschnitt des Chassis angebracht sind, Hinterräder mit
Luftreifen, die an einem Hinterabschnitt des Chassis angebracht sind,
Zwischenräder mit Luftreifen, die zwischen den Vorder- und Hinterrädern
angeordnet sind, sowie Halbraupenriemen, von denen jeder um das
zugeordnete Vorder- und Hinterrad herumführt und diese bei Betrieb
miteinander verbindet. Dieses Halbraupenfahrzeug basiert auf einem
Vorder-und-Hinterrad-(Vierrad)-Antrieb, bei dem die Antriebskraft von dem
Fahrzeugmotor sowohl an die Vorderräder als auch die Hinterräder
abgegeben wird.
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Das offenbarte Halbraupenfahrzeug ist in einer solchen Weise konstruiert,
dass die Raupenriemen an den Zwischen- und Hinterrädern nur dann
angebracht sind, wenn das Fahrzeug im Gelände fahren soll, wie auf einem
weichen Untergrund; für normale glatte Straßen können die Raupenriemen
von den Rädern entfernt oder abgenommen werden, um eine bessere
Fahrleistungsfähigkeit und Fahrkomfort zu bieten. Die effektive radiale
Länge jedes sowohl der Hinterräder als auch der Zwischenräder, gemessen
von dem Radmittelpunkt zum Untergrund, verändert sich jedoch signifikant
abhängig davon, ob der Raupenriemen daran angebracht ist oder nicht; die
effektive radiale Länge variiert nämlich genau um die Dicke (Basiswert) des
Raupenriemens - eine größere Dicke des Raupenriemens führt zu einer
größeren Variation der effektiven radialen Länge.
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Weil das in der HEI-8-8891-Druckschrift offenbarte Halbraupenfahrzeug auf
dem Vorder-und-Hinterradantrieb basiert, ist es darüber hinaus notwendig,
dass die Drehzahlen der Vorder- und Hinterräder derart eingestellt werden,
dass sie genau miteinander übereinstimmen, wenn die Raupenriemen
entfernt sind. Mit anderen Worten, wenn die Drehzahlen der Vorder- und
Hinterräder nicht miteinander übereinstimmen, müssen einige effektive
Maßnahmen zwischen den Antriebssystemen für die Vorder- und
Hinterräder durchgeführt werden, um Unbequemlichkeiten zu vermeiden.
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Auch können die Vorderraderreifen durch Reifen mit größerem
Durchmesser ersetzt werden, um die Fahrleistungsfähigkeit des Fahrzeugs
nach Maßgabe der Laufflächenzustände zu verbessern. In einem solchen
Fall müssen ebenfalls einige effektive Maßnahmen zwischen den
Antriebssystemen für die Vorder- und Hinterräder durchgeführt werden.
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Gemäß einem Aspekt sieht die vorliegende Erfindung ein
Raupenriemenfahrzeug vor, das umfasst: ein Paar Vorderräder, die an
einem Frontabschnitt eines Chassis angebracht sind und von denen jedes
mit einem Luftreifen versehen ist, wobei die Vorderräder über einen
Fahrzeugmotor angetrieben sind, ein Paar Hinterräder, die an einem
Rückabschnitt des Chassis angebracht sind und von denen jedes mit
einem Luftreifen versehen ist, wobei die Hinterräder über den
Fahrzeugmotor angetrieben sind, ein Paar Zwischenräder, die an dem
Chassis zwischen den Vorderrädern und den Hinterrädern angebracht sind
und von denen jedes mit einem Luftreifen versehen ist, und ein Paar
Raupenriemen, von jeder um das Hinterrad und das Zwischenrad
herumführt, wobei eine Antriebskraft von den Reifen der Hinterräder zu
den Raupenriemen durch einen Reibwiderstand zwischen den Reifen der
Hinterräder sowie der Zwischenräder und den Raupenriemen übertragen
wird (siehe JP-A-59164270), dadurch gekennzeichnet, dass ein
Gangwechselmechanismus entweder zwischen dem Motor und
Vorderradantriebswellen oder zwischen dem Motor und
Hinterradantriebswellen vorgesehen ist. Mit dieser Anordnung ist das
Raupenriemenfahrzeug ungeachtet des Vorhandenseins oder
Nichtvorhandenseins der Raupenriemen und eines Durchmessers der
Vorderräder zu einem ruhigen Lauf in der Lage.
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Weil der Gangwechselmechanismus zwischen dem Motor und den
Vorderradantriebswellen oder zwischen dem Motor und den
Hinterradantriebswellen vorgesehen ist, kann die Drehzahl der Vorderräder
und Hinterräder sofort und einfach verändert werden. Dies erlaubt ein
sanftes Fahren des Raupenriemenfahrzeugs, unabhängig von dem
Vorhandensein oder Nichtvorhandensein der Raupenriemen und dem
Durchmesser der Vorderräder.
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Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung werden verschiedene
bevorzugte Ausführungsformen im Folgenden unter Bezugnahme auf die
begleitenden Zeichnungen beschrieben, in denen:
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Fig. 1 eine Seitenansicht eines Raupenriemenfahrzeugs gemäß einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist;
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Fig. 2 eine Planansicht des Raupenriemenfahrzeugs von Fig. 1 ist,
wobei dessen Kabine und Gepäckträger zur Klarheit der
Illustration weggelassen sind;
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Fig. 3 eine vergrößerte Seitenansicht ist, die Details einer
bevorzugten hinteren Aufhängung des
Raupenriemenfahrzeugs von Fig. 1 ist;
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Fig. 4 ein Graph ist, der eine Veränderung bei einer Messung des
projizierten Bereichs eines Abschnitts des Fahrzeugvorderrads
ist, das in einen mit frischem Schnee bedeckten Untergrund
einsinkt;
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Fig. 5 ein Graph ist, der eine Variation der Drehleistungsfähigkeit des
Raupenriemenfahrzeugs auf einem mit frischem Schnee
bedeckten Untergrund ist;
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Fig. 6 ein Graph ist, der eine Variation einer Traktions- oder
Ziehleistungsfähigkeit der Raupe auf einem schneebedeckten
Untergrund ist;
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Fig. 7 ein Graph ist, der eine Variation einer Fahrleistungsfähigkeit
des Raupenriemenfahrzeugs ist;
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Fig. 8 eine Ansicht ist, die einen Teil der Innenfläche des
Raupenriemens zeigt, der in einer bevorzugten
Ausführungsform eingesetzt wird, in einem auseinander
gefalteten Zustand;
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Fig. 9 eine Querschnittsansicht des Raupenriemens entlang der Linie
IX-IX von Fig. 8 ist;
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Fig. 10 eine Querschnittsansicht der in einer bevorzugten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung eingesetzten
Ausgleicher ist;
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Fig. 11 eine expandierte Perspektivansicht des Ausgleichers von Fig.
10 ist;
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Fig. 12 eine vergrößerte Querschnittsansicht des Ausgleichers entlang
der Linie XII-XII von Fig. 10 ist;
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Fig. 13 eine Ansicht ist, die eine Art und Weise zeigt, in der
Fremdsubstanzen, wie Schnee oder Schlamm, die in einen
Innenflächenbereich des Raupenriemens einer bevorzugten
Ausführungsform gezogen worden sind, durch
Ausstoßöffnungen ausgelassen werden;
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Fig. 14 eine Querschnittsansicht ist, die eine Modifikation des in einer
bevorzugten Ausführungsform eingesetzten Raupenriemens
zeigt;
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Fig. 15 eine Ansicht ist, die einen Teil der Innenfläche eines
modifizierten Raupenriemens in einem ungefalteten Zustand
zeigt;
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Fig. 16 eine Querschnittsansicht des Raupenriemens entlang der Linie
XVI-XVI von Fig. 15 ist;
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Fig. 17 eine Querschnittsansicht des Raupenriemens entlang der Linie
XVII-XVII von Fig. 16 ist;
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Fig. 18 eine Querschnittsansicht ist, die eine Modifikation des
Raupenriemens von Fig. 17 zeigt;
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Fig. 19 eine Ansicht ist, die schematisch Antriebseinheiten für
Vorder- und Hinterräder des Fahrzeugs zeigt;
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Fig. 20A bis 20D Diagramme sind, die einen beispielhaften Betrieb einer
Vorderradantriebseinheit und einer Hinterradantriebseinheit
des Raupenriemenfahrzeugs erläutern;
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Fig. 21 eine Perspektivansicht ist, die Details einer bevorzugten
Heckaufhängung des Fahrzeugs zeigt;
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Fig. 22 eine perspektivische Explosionsansicht ist, die zeigt, wie ein
Querstab angebracht ist, um einen linken und einen rechten
Unterbalken der bevorzugten Heckaufhängung zu verbinden;
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Fig. 23 eine Planansicht der bevorzugten Heckaufhängung ist; und
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Fig. 24A eine Seitenansicht ist, die zeigt, wie die Heckaufhängung der
bevorzugten Ausführungsform funktioniert;
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Fig. 24B eine Ansicht ist, die zeigt, wie eine herkömmliche
Heckaufhängung funktioniert.
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Fig. 1 zeigt ein Raupenriemenfahrzeug 1 gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, das ein sogenanntes
Halbraupenfahrzeug ist, das ein linkes und ein rechtes Vorderrad mit
Luftreifen und einen linken und einen rechten Raupenantrieb umfasst.
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Wie insbesondere in Fig. 1 und 2 gezeigt ist, umfasst das
Raupenriemenfahrzeug 1, das auf einem Vierradantrieb basiert, ein Chassis
4 mit einer Frontkabine 2 und einem hinteren Gepäckträger 3, die beide
fest daran angebracht sind, ein Paar von linken und rechten
Frontantriebsrädern 5, ein Paar von linken und rechten angetriebenen
Hinterrädern 6, ein Paar von linken und rechten Leerlaufzwischenrädern 7,
von denen jedes zwischen dem Vorderrad und Hinterrad 5 und 6
angeordnet ist, ein Paar von linken und rechten Ausgleichern 8, von denen
jeder zwischen dem Hinterrad und dem Zwischenrad 6 und 7 angeordnet
ist, sowie ein Paar von linken und rechten Raupenriemen 9, von denen
jeder um das zugeordnete Hinterrad und Zwischenrad 6 und 7 herumführt
und diese betriebsgemäß verbindet.
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Jedes der Vorderräder, Hinterräder und Zwischenrräder 5, 6 und 7 ist mit
einem aus Gummi hergestellten Luft-Ballonreifen versehen. Die Vorderräder
5 sind in ihrem Durchmesser größer als die Hinterräder und Zwischenrräder
6 und 7. An dem hinteren Abschnitt des Chassis 4 ist ein Fahrzeugmotor
11 mit einem Getriebe 11a mittels eines Paars von Halterungen 4a
angebracht.
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Für das Raüpenriemenfahrzeug 1 gemäß der vorliegenden Ausführungsform
ist der Bodendruck der Vorderradreifen innerhalb eines Bereichs von 0,1-
0,15 kgf/cm² eingestellt und der Bodendruck der Raupenriemen 9 ist
innerhalb eines Bereichs von 0,04-0,05 kgf/cm² eingestellt.
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Wenn der Bodendruck der Vorderradreifen 5 in dem Raupenriemenfahrzeug
1, das auf einem schneebedeckten, matschigen oder anderen weichen
Untergrund fährt, niedriger ist als 0,1 kgf/cm², sinken diese Reifen 5 in den
weichen Untergrund mit einer zu geringen Einsinktiefe ein, was dazu führen
würde, dass die Vorderradreifen über einer relativ kleinen Projektionsfläche
in den weichen Untergrund einsinken würden. Dies führt zu einem zu
geringen Lenkwiderstand, was es schwierig macht, eine ausreichende
Steuerbarkeit des Raupenriemenfahrzeugs auf dem weichen Untergrund
bereitzustellen.
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Wenn der Bodendruck der Vorderradreifen 5 größer ist als 0,15 kgf/cm²,
sinken diese Reifen 5 in den weichen Untergrund mit einer zu großen
Einsinktiefe ein, und daher sind diese einem erhöhten Widerstand des
Schnees oder Matsches ausgesetzt, was die Fähigkeit des Fahrzeugs zu
scharfen Wendungen verringern würde. Dies ist oft ein ernstes Problem,
insbesondere auf einem mit frischem Schnee bedeckten unbefestigten
Untergrund.
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Wenn der Bodendruck der Raupenriemen 9 niedriger ist als 0,04 kgf/cm²,
sinken diese Riemen 9 in ähnlicher Weise in den weichen Untergrund mit
einer zu geringen Einsinktiefe ein, während wenn der Bodendruck der
Raupenriemen 9 hoch ist, diese Riemen 9 in den weichen Untergrund mit
einer zu großen Einsinktiefe einsinken. Bei einer zu geringen Einsinktiefe der
Raupenriemen 9 würde eine zum sanften Fahren des
Raupenriemenfahrzeugs 1 erforderliche vorbestimmte Reibkraft nicht
bereitgestellt werden, so dass das Fahrzeug 1 niemals in einem guten
Zustand fahren kann. Bei einer zu großen Einsinktiefe der Raupenriemen 9
wird der Fahrwiderstand vom Untergrund übermäßig groß werden, so dass
das Fahrzeug nicht in einem guten Zustand fahren kann. Dies sind oft
ernsthafte Probleme, insbesondere auf einem mit frischem Schnee
bedeckten unbefestigten Untergrund.
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Daher ist es bevorzugt, den Bodendruck der Vorderradreifen 5 und der
Raupenriemen 9 innerhalb der jeweiligen oben genannten Bereiche
einzustellen. Hierzu ist der gesamte Motor 11 mit dem Getriebe 11a
zwischen dem vorderen und hinteren Ende der Raupenriemen 9 in der
vorliegenden Ausführungsform vorgesehen.
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Insbesondere ist es bevorzugt, dass der Bodendruck der Vorderradreifen 5
und der Raupenriemen 9 innerhalb der oben genannten Bereiche liegt.
Hierfür ist der gesamte Motor 11 mit dem Getriebe 11a zwischen den
vorderen und hinteren Enden der Raupenriemen 9 in der vorliegenden
Ausführungsform vorgesehen.
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Insbesondere ist bevorzugt, dass der Motor 11 zwischen den jeweiligen
Zentren der hinteren und Zwischenräder 6 und 7 angeordnet ist. Am
meisten bevorzugt ist der Motor 11 an einer derartigen Stelle vorgesehen,
dass das Verhältnis eines ersten Abstands L1 zwischen dem Zentrum C der
Motorkurbelwelle und dem Zentrum der Hinterräder 6 zu einem zweiten
Abstand D2 zwischen dem Zentrum C der Motorkurbelwelle und dem
Zentrum der Zwischenräder 7 2 : 1 beträgt. Ferner ist der erste Abstand L1
ungefähr 30% eines dritten Abstands (Radstand) L3 zwischen den
Mittellinien des Vorderrads und des Hinterrads 5 und 6.
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Wie ferner aus Fig. 1 ersichtlich ist, ist der Motor 11 mit dem Getriebe 11a
in einer solchen Weise vorgesehen, dass ein Teil des Motors 11 innerhalb
der Schleifen der Raupenriemen 9 aus der Sicht von der Seite angeordnet
ist. Indern auf diese Weise ein Teil des schweren Motors 11 unterhalb des
oberen Abschnitts des Raupenriemens 9 angeordnet ist, wird der
Schwerpunkt des Fahrzeugs beträchtlich abgesenkt, um dadurch einen
stabilen Fahrzustand des Raupenriemenfahrzeugs 1 zu erzielen.
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Der Gepäckträger 3 ist an dem hinteren Abschnitt des Chassis 4 befestigt.
Das Bezugszeichen 14 bezeichnet einen Auspuff, 15 bezeichnet einen Sitz
für einen Fahrzeugfahrer oder eine Mannschaft, 16 ein Lenkrad, 17 einen
Gangschalthebel, 18 ein Gaspedal, 19 ein Bremspedal, 21 eine
Seitenbremse und 22 einen vorderen Kotflügel.
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Fig. 2 ist eine Planansicht des Raupenriemenfahrzeugs 1 von Fig. 1, wobei
seine Kabine 2 zur Klarheit der Zeichnung weggelassen wurde - der
Gepäckträger 3 ist als gestrichelte Linie gezeigt.
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Eine Frontaufhängung 25, Lenkeinheit 30 und Vorderradantriebseinheit 40
sind an einem Frontabschnitt des Chassis 4 angebracht, und eine
Heckaufhängung 50 und Hinterradantriebseinheit 60 sind an einem
Heckabschnitt des Chassis 4 angebracht.
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Die Lenkeinheit 30 umfasst eine Spurstange 31 zur Einleitung einer
Lenkkraft von dem Lenkrad 16 (gestrichelt gezeigt) an die Vorderräder 5,
ein Paar von linken und rechten Gelenkarmen 33, die mit
entgegengesetzten Enden 32 der Spurstange 31 verbunden sind, und ein
Paar von linken und rechten Achsschenkelbolzen 34, von denen jeder mit
dem Gelenkarm 33 und der Vorderradachse 5a verbunden ist.
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Die Vorderradantriebseinheit 40 enthält eine vordere Antriebswelle 41, die
von dem Getriebe 11a nach voran verläuft, ein Differential 42 für die
Vorderräder, das mit der vorderen Antriebswelle 41 verbunden ist, und ein
Paar von linken und rechten Vorderradantriebswellen 43, von denen jede
das Differential 42 und die Vorderradachse 5a verbindet. Das
Bezugszeichen 44 bezeichnet ein Getriebegehäuse, das an einem
Zwischenabschnitt der vorderen Antriebswelle 41 vorgesehen ist und das
einen Mechanismus zum Verändern der Drehzahl der Vorderräder 5 und
einen Kupplungsmechanismus zum Verbinden oder Trennen der Motorkraft
zu oder von den Vorderrädern 5 enthält, wie später beschrieben wird.
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Die Heckaufhängung 50 enthält einen Schwingarm 51, der vertikal
verschwenkbar an einem Heckabschnitt des Chassis 4 angebracht ist, zwei
Verbindungselemente 52, die zwischen hinteren Enden von zwei nach
hinten gewandten Verlängerungen des Schwingarms 51 liegen, ein Paar
von linken und rechten Teilträgern 53, die vertikal verschwenkbar mit den
Enden der Verbindungselemente 52 verbunden sind, ein Paar von
Zwischenradachsen 56, die drehbar mit Vorderenden von zwei nach vorn
gewandten Verlängerungen der Teilträger 53 verbunden sind, wobei jedes
Zwischenrad 7 an der zugeordneten Achse 56 angebracht ist, und zwei
Paare von linken und rechten Öldämpfern 81 und 82. Die Öldämpfer 81
und 82 werden später im Detail in Bezugnahme auf Fig. 3 beschrieben. Das
Bezugszeichen 5 bezeichnet eine verschwenkbare Querstange, die den
linken und den rechten Teilträger 53 verbindet.
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Ähnlich zur Vorderradantriebseinheit 40 enthält die Hinterradantriebseinheit
60 eine hintere Antriebswelle 61, die von dem Getriebe 11a nach hinten
verläuft, ein Differential 63 für die Hinterräder, das über eine
Universalverbindung 62 mit der hinteren Antriebswelle 61 verbunden ist,
und ein Paar von linken und rechten Hinterradantriebswellen 64, die mit
dem Differential 63 verbunden sind. Das linke und das rechte Hinterrad 6
ist jeweils mit der linken und der rechten Hinterradantriebswelle 64
verbunden.
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Das Differential 63 für die Hinterräder und Hinterradantriebswellen 64 ist
koaxial mit dem oben genannten Verbindungselement 52 zur
schwenkbaren Bewegung damit verbunden, um dadurch einen Teil der
Heckaufhängung 50 zu bilden. Die Hinterradantriebswellen 64 sind drehbar
in die Verbindungselemente 52 eingesetzt.
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Fig. 3 ist eine vergrößerte Seitenansicht, die Details der Heckaufhängung
50 zeigt. Bei der Heckaufhängung 50 sind Teilträger 53 an den
Gepäckträger 3 über den ersten und zweiten Öldämpfer (Stoßabsorber) 81
und 82 aufgehängt, die mit dem proximalen (hinteren) und distalen
(vorderen) Endabschnitt der Teilträger 53 verbunden sind.
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Die Spannung der Raupenriemen 9 ist mittels der Teilträger 53 einstellbar
insbesondere enthält jeder der Teilträger 53 ein Trägerelement 54, das über
die Öldämpfer 81 und 82 aufgehängt ist, eine Trägerverlängerung 55, die
zur gleitenden Bewegung nach vorn/hinten entlang des vorderen
Abschnitts des Trägerelements 54 vorgesehen ist, und ein Spannschloss
57, das das Trägerelement 54 und die Trägerverlängerung 55 in einer
solchen Weise koppelt, dass es eine gleitende Einstellung derselben erlaubt.
Auf diese Weise kann die Spannung des Raupenriemens 9 durch das
zugeordnete Spannschloss 57 eingestellt werden. Die Trägerverlängerung
55 trägt die Zwischenradachse 5.
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Jeder der ersten Öldämpfer 81 trägt die zugeordnete (linke oder rechte)
Hinterradantriebswelle 64 (siehe Fig. 2) in einer hängenden Weise über eine
Halterung 83. Jeder der zweiten Öldämpfer 82 trägt das zugeordnete
Trägerelement 54 an seinem distalen Endabschnitt (in der Nähe der
Zwischenradachse 56) in einer hängenden Weise über eine Halterung 84.
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Nun wird eine Beschreibung über experimentelle Ergebnisse der
Fahreigenschaften des oben genannten Raupenriemenfahrzeugs 1 unter
Bezugnahme auf Fig. 4 bis 7 gegeben. Man beachte, dass das Experiment
auf einem ebenen, schneebedeckten Untergrund durchgeführt wurde und
die Fahreigenschaft des Fahrzeugs 1 auf der Grundlage des Gefühls des
Fahrzeugfahrers bestimmt wurde.
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Verschiedene Zustände des Raupenriemenfahrzeugs 1 bei dem Experiment
waren die Folgenden:
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(a) Gesamtgewicht des Fahrzeugs: ungefähr 500 kg;
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(b) Gesamtgewicht des Motors 11 mit dem Getriebe 11a: ungefähr
50 kg;
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(c) Durchmesser des Reifens an jedem Vorderrad 5 : 33 Zoll (ungefähr
838 mm);
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(d) Breite des Reifens an jedem Vorderrad 5 : 12 Zoll (ungefähr 305 mm)
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(e) Durchmesser des Reifens an jedem der Hinterräder und
Zwischenräder 6 und 7: 500 mm;
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(f) Abstand zwischen den Mittelpunkten der Vorderräder und
Hinterräder 5 und 6: 2050 mm;
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(g) Abstand zwischen den Mittelpunkten der Hinterräder und
Zwischenräder 6 und 7: 900 mm;
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(h) Breite jedes Raupenriemens 9: 400 mm.
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Ferner wurden die "Grundkontaktflächen", die den Bodendruck der
Vorderräder 5 und der Raupenriemen 9 bestimmen, folgendermaßen
gemessen, indem das Raupenriemenfahrzeug 1 auf einer ebenen, harten
Straßenfläche angeordnet wurde:
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(1) Bodenkontaktfläche der Vorderradreifen = Fläche, über die
die Vorderradreifen in Kontakt mit der Straßenoberfläche sind
(d. h. Fläche eines Abschnitts der Reifen, der durch die
Straßenoberfläche flach gedrückt wird.)
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(2) Bodenkontaktfläche der Raupenriemen = Fläche, über die die
Raupenriemen in Kontakt mit der Straßenoberfläche sind
(Fläche eines Abschnitts des Riemens, der sich in Kontakt mit
der Straßenoberfläche befindet) x (Breite des Riemens)
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Fig. 4 ist ein Graph, der eine Veränderung bei einer Messung der
Projektionsfläche von Abschnitten der Vorderradreifen, die in einen mit
frischem Schnee bedeckten Untergrund eingesunken sind, zeigt, wobei die
horizontale Achse (Abszisse) den Bodendruck (kgf/cm²) der Vorderradreifen
wiedergibt und die vertikale Achse (Ordinate) eine Projektionsfläche der
eingesunkenen Reifenabschnitte (cm²) (eingesunkene
Vorderradreifenabschnitte) zeigt. Die Dichte P des frischen Schnees war
0,10 g/cm³. Die durchgezogene gerade Linie A im Graph zeigt eine
Beziehung zwischen dem Bodendruck der Vorderradreifen und der
Projektionsfläche der eingesunkenen Reifenabschnitte aus der Sicht von der
Vorderseite der Reifen, während die gepunktete gerade Linie B eine
Beziehung zwischen dem Bodendruck der Vorderradreifen und der
Projektionsfläche der eingesunkenen Reifenabschnitte aus der Sicht von der
Seite der Reifen zeigt.
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Das Raupenriemenfahrzeug 1 fuhr in den oben beschriebenen Zuständen
zur Schätzung seiner Fahrleistungsfähigkeit. Die experimentellen Ergebnisse
waren wie folgt:
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(a) Wenn der Bodendruck der Vorderradreifen niedriger als 0,1 kgf/cm²
war:
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Die Einsinktiefe der Vorderradreifen war zu klein, und
die Projektionsfläche der eingesunkenen Reifenabschnitte aus der
Sicht von vorne und von der Seite war klein. Dies führte zu einer
verringerten Griffigkeit (Bodenhaftung) und zu einem zu geringen
Lenkwiderstand.
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(b) Wenn der Bodendruck der Vorderradreifen höher als 0,15 kgf/cm²
war:
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Die Einsinktiefe der Vorderradreifen war zu groß, und
die Projektionsfläche der eingesunkenen Reifenabschnitte aus der
Sicht von vorn und von der Seite war groß. Dies führte zu einem zu
großen Lenkwiderstand, was den Lenkvorgang erschwerte.
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(c) Wenn der Bodendruck der Vorderradreifen innerhalb eines Bereichs
von 0,1-0,15 kgf/cm² war:
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Die Einsinktiefe der Vorderradreifen war angemessen, und
die Projektionsfläche der Reifeneinsinkabschnitte aus der Sicht von
vorn und von der Seite war gerade richtig. Dies führte zu einem
angemessenen Lenkwiderstand, was zu einem guten Lenkverhalten
führte.
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Die vorangehenden experimentellen Ergebnisse zeigten, dass eine gute
Steuerbarkeit und Fahreigenschaften erreichbar ist, wenn der Bodendruck
der Vorderradreifen innerhalb eines Bereichs von 0,1-0,15 kgf/cm²
eingestellt ist.
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Fig. 5 ist ein Graph, der eine Veränderung der Eigenschaften beim scharfen
Wenden des Raupenriemenfahrzeugs 1 auf einem mit frischem Schnee
bedeckten Untergrund zeigt, wobei die horizontale Achse den Bodendruck
(kgf/cm²) der Vorderradreifen wiedergibt und die vertikale Achse ein
Verhältnis eines Wendedurchmessers zu einem Radstand wiedergibt. Die
Dichte (ρ = 8,35) des frischen Schnees war 0,10 g/cm². In vielen Fällen
werden die Eigenschaften beim scharfen Wenden von
Halbraupenfahrzeugen durch ein Verhältnis von Wendedurchmesser zum
Radstand wiedergegeben. Der Radstand gibt einen Abstand zwischen den
Mittellinien der Vorder und Hinterräder an. Im Allgemeinen ist das
Verhältnis von Wendedurchmesser zu Radstand bei Halbraupenfahrzeugen
ungefähr 3,3-3,5:
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1. Das experimentelle Ergebnis zeigte, dass der Bodendruck der
Vorderradreifen bei Erfüllung dieser Bedingung innerhalb eines Bereichs von
0,1-0,15 kgf/cm² liegt.
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Fig. 6 ist ein Graph, der eine Veränderung der Traktions- oder
Zugeigenschaften der Raupe auf einem schneebedeckten Untergrund zeigt,
wobei die horizontale Achse den Bodendruck (kgf/cm²) der Raupenriemen
wiedergibt und die vertikale Achse einen Wert von (erzeugte Antriebskraft)
-(Fahrwiderstand) (kgf) wiedergibt, d. h. eine Traktion. Die Linie C ist eine
zeichnerische Wiedergabe, die erhalten wird, wenn das Fahrzeug auf
frischem Schnee (Dichte ρ = 0,008 g/cm³) fuhr, und die Linie D ist eine
zeichnerische Wiedergabe, die erhalten wurde, wenn das Fahrzeug auf
befestigtem (verdichtetem) Schnee (Dichte ρ = 0,4 g/cm³) fuhr.
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Das experimentelle Ergebnis von Fig. 6 zeigte, dass der Wert von (erzeugte
Antriebskraft) - (Fahrwiderstand) am größten ist, wenn die Raupenriemen,
eingestellt auf einen Bodendruck innerhalb eines Bereichs von 0,04-
0,05 kgf/cm², auf dem frischen Schnee liefen. Wenn der Bodendruck nicht
größer als 0,04 kgf/cm² war oder nicht geringer als 0,05 kgf/cm² war, war
der Bodendruck nicht ausreichend. Dies bedeutet, dass ein angemessenes
Einstellen des Bodendrucks der Raupenriemen einen optimalen Wert von
(erzeugte Antriebskraft) - (Fahrwiderstand) erzielt. Ähnliche Resultate
wurden erhalten unabhängig von der Form oder Größe oder von
Profilmustern, die an den jeweiligen Laufflächen der Raupenriemen
ausgebildet waren.
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Wenn die Raupenriemen auf einer kontinuierlichen Schneedecke fuhren,
war der Wert von (erzeugte Antriebskraft) - (Fahrwiderstand) sehr viel
größer, als wenn die Raupenriemen auf einer frischen Schneedecke liefen,
unabhängig von dem Bodendruck. Dies zeigte, dass dann, wenn die
Raupenriemen in einem sehr schlechten Fahrzustand laufen sollen, wie auf
einem mit frischem Schnee bedeckten unbefestigten Boden, ist es
bevorzugt, den Bodendruck der Raupenriemen innerhalb eines Bereichs von
0,04-0,05 kgf/cm² einzustellen, weil eine hohe Fahrleistungsfähigkeit in
einem solchen Zustand erforderlich ist.
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Fig. 7 ist ein Graph, der eine Veränderung der Fahrleistungsfähigkeit des
Raupenriemenfahrzeugs zeigt, wobei die horizontale Achse eine
Radbelastungsrate W (%) des auf die Vorderräder wirkenden
Fahrzeuggewichtes repräsentiert und die vertikale Achse die gemessene
Fahrleistungsfähigkeit repräsentiert. Die Dichte P des frischen Schnees war
0,10 g/cm³. Das experimentelle Ergebnis von Fig. 7 zeigte, dass das
Einstellen der Radbelastungsrate W auf 30-40% die höchste
Fahrleistungsfähigkeit auf dem neuschneebedeckten Untergrund erreicht
und eine ausreichend hohe Fahrleistungsfähigkeit auf einer kontinuierlichen
Schneedecke oder schlammigem Boden erreicht.
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Um die Radbelastungsrate W auf 30-40% einzustellen, ist es bevorzugt,
das Raupenriemenfahrzeug 1 wie folgt zu konstruieren:
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(a) erster Abstand L1/dritter Abstand L3 = 0,3;
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(b) Verhältnis des ersten Abstands L1 zum zweiten Abstand L2 = 2 : 1;
und
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(c) Gewichtsverhältnis von Zwischenrad 7 zu Hinterrad 6 = 4 : 6.
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Man beachte, dass die Raupenriemen 9 der vorliegenden Erfindung aus
einem flexiblen Material oder einem steifen Material hergestellt sein
können. Ferner kann der Motor 11 in einer solchen Weise vorgesehen sein,
dass ein Teil des oder der gesamte Motor 11 innerhalb der Schleifen der
Raupenriemen aus der Sicht von der Seite angeordnet ist.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung wie oben beschrieben ist der
Bodendruck der Vorderradreifen innerhalb eines Bereichs von 0,1-
0,15 kgf/cm² eingestellt und der Bodendruck der Raupenriemen ist
innerhalb eines Bereichs von 0,04-0,05 kgf/cm² eingestellt. Indem auf
diese Weise der Bodendruck der Vorderradreifen und Raupenriemen auf die
entsprechend geeigneten Werte eingestellt ist, kann die Steuerbarkeit und
Fahrleistungsfähigkeit des Fahrzeugs auf einem mit Schnee bedeckten oder
einer anderen Art von weichem Untergrund um einen signifikanten Grad
verbessert werden.
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Zusätzlich ist die vorliegende Erfindung gekennzeichnet durch Anordnen
des Motors zwischen dem vorderen und hinteren Ende der Raupenriemen,
d. h. zwischen den hinteren und Zwischenrädern, um dadurch den
Schwerpunkt des Fahrzeugs näher an dem hinteren Ende des Fahrzeugs
vorzusehen. Diese Anordnung erreicht eine angemessene Radbelastung.
Als Folge hiervon kann der zwischen dem Motor und den Raupenriemen
angeordnete Antriebsmechanismus in seiner Länge und daher in seinem
Gewicht beträchtlich reduziert sein, was das Gesamtgewicht des
Fahrzeugs wesentlich verringern könnte und auch die Fahrleistungsfähigkeit
des Fahrzeugs auf einem weichen Untergrund verbessern könnte.
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Fig. 8 ist eine Ansicht, die einen Teil der inneren Fläche des in der
vorliegenden Erfindung eingesetzten Raupenriemens in einem ungefalteten
Zustand zeigt. Die Oben-unten-Richtung in dieser Figur entspricht der
Längsrichtung des Raupenriemens. Der Raupenriemen 9 ist aus einem
flexiblen Material wie Gummi hergestellt. Eine Mehrzahl von seitlichen
Führungsvorsprüngen 9f ist an der inneren Fläche des Riemens 9 entlang
der entgegengesetzten Längsränder ausgebildet, deren Funktion es ist, die
Schulterabschnitte der zugeordneten Reifen zu führen.
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Der Raupenriemen 9 umfasst einen Riemenkörper, der ein linkes, mittleres
und rechtes Riemenelement 9a, 9b und 9c umfasst, die parallel zur
Längsrichtung des Riemens 9 verlaufen und voneinander um einen
vorbestimmten Spalt S entfernt angeordnet sind. Das linke und rechte
Riemenelement 9a und 9b sind mittels einer Mehrzahl von
Koppelelementen 9d miteinander verbunden, und in ähnlicher Weise sind
das mittlere und rechte Riemenelement 9b und 9c mittels einer Mehrzahl
von Koppelelementen 9e verbunden. Die Seitenführungsvorsprünge 9f sind
sowohl an dem linken als auch dem rechten Riemen 9a und 9c fluchtend
miteinander in der Längsrichtung des Raupenriemens 9 in vorbestimmten
gleichförmigen Intervallen ausgebildet. In ähnlicher Weise sind die linken
und rechten Verbinder 9d und 9e fluchtend miteinander in der
Längsrichtung des Raupenriemens 9 in vorbestimmten gleichförmigen
Intervallen vorgesehen.
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Eine Mehrzahl von Ausstoßöffnungen 9g ist in dem Raupenriemen 9 in
vorbestimmten gleichförmigen Intervallen oder Abständen durch den linken
und rechten Spalt S gebildet, wobei sie durch die Verbinder 9d und 9e
geteilt sind. Diese Ausstoßöffnungen 9g verlaufen durch die Dicke des
Raupenriemens 9 und dienen dazu, Schnee, Schlamm oder
Fremdsubstanzen, die in den inneren Flächenbereich des Riemens 9
gezogen wurden, aus dem Riemen 9 auszustoßen.
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Fig. 9 ist eine Querschnittsansicht des Raupenriemens 9 entlang der Linie
IX-IX von Fig. 8. Der Raupenriemen 9 enthält eine Mehrzahl von
Verstärkungskernelementen 9h, die aus einem Metallmaterial hergestellt
sind und die voneinander um einen vorbestimmten Abstand entlang der
Länge des Riemens 9 entfernt angeordnet sind. Jedes der Kernelemente 9h
ist in den Riemen eingebettet und verläuft in der Querrichtung des Riemens
von dem linken Riemenelement 9a durch das mittlere Riemenelement 9b zu
dem rechten Riemenelement 9c. Diese Verstärkungskernelemente 9h
dienen dazu, die mechanische Festigkeit des Riemens 9 gegenüber einer in
der Querrichtung des Riemens 9 wirkenden Kraft zu erhöhen.
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Jedes der Koppelelemente 9d und 9e ist um seine gesamte Außenfläche
abgedeckt mit einem Element 9i mit niedriger Reibung, das integral mit
dem Raupenriemen 9 ausgebildet ist. Das Bezugszeichen 9j gibt ein Muster
von erhöhten und vertieften Abschnitten wieder, die in der Lauffläche 9 m
des Raupenriemens 9 ausgebildet sind, wobei das Muster ein sogenanntes
"Laufflächenmuster" ist.
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Fig. 10 ist eine Querschnittsansicht eines Ausgleichers 8, der bei der
vorliegenden Erfindung eingesetzt wird, die den an dem Trägerelement 56
angebrachten Ausgleicher 8 zeigt. Der Ausgleicher 8 enthält eine Blattfeder
71, deren proximales Ende mit Bolzen an der Unterseite des
Trägerelements 56 angebracht ist und dessen distales Ende schwenkbar
mit einer Basis 72 verbunden ist, wobei eine Mehrzahl von federnden
Elementen 73 mit Bolzen an der Unterseite der Basis 72 angebracht ist, ein
Träger 74 mit Bolzen an den unteren Enden der federnden Elemente 73
angebracht ist und ein Paar von linken und rechten Gleitelementen 75
entfernbar an der Unterseite des Trägers 74 angebracht ist.
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Die Blattfeder 71 zwängt normalerweise die Gleitelemente 75 nach unten,
so dass der Raupenriemen 9 gegen den Boden F gedrückt wird. Die
Blattfeder 71 trägt die Gleitelemente 75 in einer solchen Weise, dass die
Gleitelemente 75 vertikal bewegbar sind und ebenfalls in der
Horizontalrichtung um das distale Ende der Feder 71 verschwenkbar sind.
Die Blattfeder 71 besitzt einen zylindrischen Ansatz 71a an dem distalen
Ende, der über die Breite des Fahrzeugs hinaus angeordnet ist, und der
Ansatz 71a verläuft longitudinal durch den Raupenriemen 9.
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Die Basis 72 enthält eine ebene Basisplatte 72d, an der ein Paar von
vorderen und hinteren Halterungen 72c vorgesehen ist (siehe Fig. 11). Der
Ansatz 71a der Blattfeder 71 verläuft zwischen der vorderen und hinteren
Halterung 72c. Der Ansatz 71a nimmt darin eine elastische Hülse 72a auf,
und ein länglicher Stift 72b ist in der Hülse 72a aufgenommen und verläuft
zentral durch die Hülse 72a. Der längliche Stift 72b ist an seinen
entgegengesetzten Enden durch die Halterungen 72c gehalten. Auf diese
Weise ist die Basis 72 über die Halterungen 72c um den Stift 72c drehbar.
Die Halterung 74 ist mittels der seitlichen Führungsvorsprünge 9f an ihrem
Platz gehalten und trägt daran die Basis 72.
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Fig. 11 ist eine expandierte Perspektivansicht des Ausgleichers 8 von Fig.
10. Wie gezeigt ist, enthält der Träger 74 eine Trägerbasis 74a, die
allgemein in der Form eines nach unten offenen Kanals ausgebildet ist, ein
Paar von linken und rechten Trägerplatten 74b, die an den
entgegengesetzten Seiten der Trägerbasis 74a befestigt sind, ein Paar von
gebogenen Trägerarmen 74c, die an den entgegengesetzten Seiten der
Basis 74a unterhalb der Trägerplatten 74b befestigt sind, und ein Paar von
linken und rechten Schienen 74d, die an der Unterseite des gebogenen
Trägerarms 74c befestigt sind.
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Die nach unten gewandte Öffnung der kanalförmigen Trägerbasis 74a ist
durch eine Verstärkungsrippe 74e geschlossen, und sowohl die linke als
auch die rechte Trägerplatte 74b ist an der Basis 72 mittels eines Paars
von elastischen Elementen 73 angebracht. Die gebogenen Trägerarme 74c
sind durch Schneiden eines ovalförmigen Rohrs in Hälften gebildet. Jede
der Schienen 74d, die die Form eines nach oben offenen Kastens
aufweisen, ist an der Oberseite von entgegengesetzten Seitenwänden
derselben an der Unterseite des zugeordneten bogenförmigen Trägerarms
74c befestigt. Der Boden jeder der Schienen 74d weist allgemein die Form
einer länglichen Platte auf, die in der Längsrichtung (Linksrechts-Richtung
in der Figur) des Raupenriemens 9 verläuft, und der Boden besitzt
entgegengesetzte Endabschnitte, die nach oben gebogen sind. Jedes der
Gleitelemente 75 ist eine längliche Platte, die entfernbar an die Unterseite
der zugeordneten Schiene 74d geschraubt ist und die aus einem Material
hergestellt ist, das einen niedrigeren Reibungskoeffizient aufweist als der
des Raupenriemens 9.
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Fig. 12 ist eine vergrößerte Querschnittsansicht des Ausgleichers entlang
der Linie XII-XII von Fig. 10, die den Raupenriemen 9 zeigt, der durch das
Gleitelement 75 des Ausgleichers 8 nach unten gedrückt wird. Die
Elemente mit niedriger Reibung 9i, die in vorbestimmten Intervallen oder
Abständen entlang der Länge des Raupenriemens 9 angeordnet sind,
stehen zum Teil über die obere und untere Fläche der
Raupenriemenelemente hinaus (ebene Raupenriemenabschnitte). Das
Gleitelement 75 ist auf diesen Elementen mit niedriger Reibung 91 gleitbar
getragen. Daher ist das Gleitelement 75 in einem Abstand von den ebenen
Raupenriemenabschnitten angeordnet. Obwohl jedes der Elemente niedriger
Reibung 91 als eine Hohlzylinderform aufweisend gezeigt ist, kann es jede
andere Form aufweisen, solange wenigstens der Abschnitt des Elements,
der mit dem Gleitelement 75 gleitbar in Kontakt tritt, eine kreisförmige
Form aufweist. Denn eine derartige kreisförmige Form reduziert den Bereich
des Gleitkontakts mit dem Gleitelement und minimiert daher den
Reibwiderstand.
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Im Folgenden werden exemplarische Kombinationen der Materialien, die für
die Elemente mit niedriger Reibung 91 und das Gleitelement 75 verwendet
werden, genannt:
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(1) Die Elemente mit niedriger Reibung 91 sind hergestellt aus einem
Harz mit niedriger Reibung, einem Gummi mit niedriger Reibung,
Stahl oder Aluminium, das einen niedrigeren Reibkoeffizient als der
aus Gummi hergestellte Raupenriemen 9 aufweist, während das
Gleitelement 75 aus einem Harz mit niedriger Reibung hergestellt ist,
das einen niedrigeren Reibungskoeffizient aufweist als der
Raupenriemen 9; und
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(2) die Elemente mit niedriger Reibung 91 sind aus Gummi mit niedriger
Reibung hergestellt, der einen niedrigeren Reibkoeffizient aufweist
als der aus Gummi hergestellte Raupenriemen 9, während das
Gleitelement 75 aus Stahl oder Aluminium hergestellt ist.
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Beispiele des Harzes mit niedriger Reibung umfassen Polyvinylchlorid (PVC)
und Polytetrafluorethylenharz (Teflon: Warenzeichen). Der Gummi mit
niedriger Reibung kann durch Zusammenkneten eines Gummimaterials
ähnlich demjenigen des Raupenriemens 9 und Polypropylenharzpuder
hergestellt sein. Jede andere Kombination von Materialien der Elemente mit
niedriger Reibung 91 und des Gleitelements 75 als die oben genannten
können eingesetzt werden, solange sie zur Reduzierung des
Reibwiderstands zwischen den Elementen mit niedriger Reibung 91 und
dem Gleitelement 75 nützlich sind.
-
Im Folgenden werden Ergebnisse von Experimenten genannt, die
verschiedene Kombinationen von Materialien der Elemente mit niedriger
Reibung 91 und des Gleitelements 75 verwenden:
(Herkömmliche Kombination)
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Die Elemente mit niedriger Reibung 91 wurden aus Gummi hergestellt,
während das Gleitelement 75 aus Hartpolyvinylchloridharz hergestellt
wurde. Diese Kombination zeigte einen Reib-(Widerstands)-Koeffizient von
0,18.
(Kombination gemäß einer Ausführungsform der Erfindung)
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Die Elemente mit niedriger Reibung 91 wurden aus einem Material
hergestellt, das durch Zusammenkneten eines Gummimaterials ähnlich
demjenigen des Raupenriemens 9 und Polypropylenharzpuder erzeugt
wurde, während das Gleitelement 75 aus steifem Polyvinylchloridharz
hergestellt wurde. Diese Kombination zeigte einen Reib-(Widerstands)-
Koeffizient von 0,8.
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Diese Ergebnisse zeigten, dass die Kombination der vorliegenden Erfindung
einen sehr kleinen Reibwiderstand zeigt und sehr nützlich für eine
verbessere Leistungsfähigkeit der Raupenriemen des
Raupenriemenfahrzeugs 1 ist. Insbesondere könnte die Fahrfähigkeit der
Raupenriemen mit den Elementen mit niedriger Reibung 91 und dem
Gleitelement 75, die die Kombination der Erfindung verwenden, signifikant
erhöht sein.
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Es wird nun ein beispielhafter Betrieb der Ausgleicher 8 und der
Raupenriemen 9 unter Bezugnahme auf Fig. 12 und 13 beschrieben. Man
beachte, dass, obwohl nur einer der Ausgleicher 8 und Raupenriemen 9
hier gezeigt und beschrieben ist, der andere Ausgleicher 8 und
Raupenriemen 9 in derselben Weise funktioniert wie der eine Ausgleicher 8
und Raupenriemen 9. Wie in Fig. 12 gezeigt ist, drückt das Gleitelement 75
des Ausgleichers 8 den Raupenriemen 9 mittels der Elemente mit niedriger
Reibung 91. Weil die Elemente mit niedriger Reibung 91 voneinander entfernt
entlang der Länge des Raupenriemens 9 angeordnet sind und jedes einen
niedrigeren Reibungskoeffizient aufweist als der Raupenriemen 9, tritt nur
ein kleiner Reibwiderstand auf, wenn das Gleitelement 75 auf den
Elementen mit niedriger Reibung 91 gleitet.
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Weil das Gleitelement 75 in einem Abstand von den ebenen
Raupenriemenabschnitten angeordnet ist, tritt ferner zwischen diesen kein
Reibwiderstand auf. Indem auf diese Weise der Reibwiderstand zwischen
dem Ausgleicher 8 und dem Raupenriemen 9 reduziert wird, kann die
Raupe mit verringertem Fahrwiderstand und Reibungswärme fahren. Die
reduzierte Reibungswärme verlängert die Lebensdauer des Raupenriemens
9. Außerdem verringert sich durch den über das Gleitelement 75 von
vorbestimmter Länge gegen den Boden mit einer angemessenen Kraft
gedrückten Raupenriemen 9 die Griffigkeit oder die Bodenhaftung des
Raupenriemens 9 niemals. Weil jedes der Elemente mit niedriger Reibung 91
eine Hohlzylinderform aufweist, ist ferner die Fläche ihres Kontakts mit
dem Gleitelement 75 ziemlich gering und daher kann der Reibwiderstand
zwischen den Elementen mit niedriger Reibung 91 und dem Gleitelement 75
sogar weiter reduziert sein.
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Fig. 13 ist eine Ansicht, die eine Art und Weise zeigt, in der
Fremdsubstanzen wie Schnee, die in eine innere Fläche des Raupenriemens
gezogen worden sind, durch die Ausstoßöffnungen 9g ausgestoßen
werden. Wie in Fig. 8 gezeigt ist, ist jede der Ausstoßöffnungen 9g
zwischen den Seitenführungsvorsprüngen 9f ausgebildet, die in der Vorne-
Hinten-Richtung des Raupenriemens 9 einander benachbart sind, so dass
die Öffnungen 9g entlang der entgegengesetzten Längsränder des mittleren
Riemenelements 9b angeordnet sind. Daher können Fremdsubstanzen, wie
Schnee oder Schlamm, die in einen inneren Flächenbereich des
Raupenriemens 9 von dessen gegenüberliegenden Seiten zwischen den
Vorsprüngen 9f hindurchgezogen worden sind, wie durch nach innen
gerichtete Pfeile bezeichnet ist, sofort durch die Ausstoßöffnungen 9g
ausgelassen werden, wie durch nach unten gerichtete Pfeile gezeigt ist,
bevor sie das mittlere Riemenelement 9b erreichen. In der Folge wird
effektiv verhindert, dass Fremdsubstanzen, wie Schnee oder Matsch, das
Laufflächenmuster des Hinterrads 6 oder Zwischenrads 7 erreichen und
verstopfen. Daher ist der notwendige Reibeingriff zwischen den Radreifen
und dem Raupenriemen garantiert, ohne der Möglichkeit eines Rutschens
zwischen denselben, so dass eine effiziente Übertragung der Antriebskraft
von den Reifen auf den Raupenriemen erhalten bleiben kann.
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Das auf diese Weise aufgebaute Raupenriemenfahrzeug 1 wurde
hinsichtlich seiner Fahreigenschaften auf einem schneebedeckten
Untergrund getestet, und es wurde visuell bestätigt, dass die
Ausstoßöffnungen 9g effektiv funktionieren können, um in den inneren
Flächenbereich von den Seiten des Raupenriemens 9 eingezogenen Schnee
auszulassen.
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Die Ausstoßöffnungen 9g können in einem lateral mittleren Abschnitt des
Raupenriemens 9 ausgebildet sein, in welchem Fall jedoch in einen Bereich
zwischen dem Laufflächenmuster der Reifen und dem Riemen 9
eingezogener Schnee schnell komprimiert werden kann. Der komprimierte
Schnee könnte das Laufflächenmuster verstopfen oder daran fest anhaften
oder sich sogar in Eis an der inneren Fläche des Raupenriemens 9
verwandeln. Als Ergebnis würde der Reibwiderstand zwischen den Reifen
und dem Raupenriemen 9 verringert, so dass ein unerwünschtes Rutschen
dazwischen verursacht würde. Daher ist es erwünscht, dass die
Ausstoßöffnungen 9g entlang entgegengesetzten Längsrandabschnitten
des Raupenriemens 9 ausgebildet sind wie in dem gezeigten Beispiel von
Fig. 13.
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Fig. 14 ist eine Querschnittsansicht, die eine modifizierte Ausführungsform
des bei der vorliegenden Erfindung eingesetzten Raupenriemens 9 zeigt.
Die Links-Rechts-Richtung der Figur entspricht der Längsrichtung des
Raupenriemens 9. Dieser modifizierte Raupenriemen 9 ist dadurch
gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Elementen mit niedriger Reibung
9k, von denen jedes eine zylindrische Form aufweist und in der
Lateralrichtung des Riemens 9 verläuft, in einer in einem. Abstand
zueinander angeordneten, parallelen Beziehung in der Längsrichtung des
Riemens 9 vorgesehen ist, und dass jedes der Elemente mit niedriger
Reibung 9k unmittelbar über dem zugeordneten Verstärkungskernelement
9h angeordnet ist und von der inneren Fläche des Riemens 9 nach innen
vorsteht. Dieser modifizierte Raupenriemen 9 ist sehr viel einfacher in der
Konstruktion als der oben beschriebene Raupenriemen 9 von Fig. 12, der
die hohlzylindrischen Elemente niedriger Reibung 9i aufweist, von denen
jedes das zugeordnete Verstärkungskernelement 9h einschließt.
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In den oben beschriebenen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
kann der Raupenriemen 9 aus einem steifen Material hergestellt sein
anstelle eines flexiblen Materials. Die Ausstoßöffnungen 9g können von
jeder gewünschten Form und Größe sein, z. B. können sie in der Form einer
in Planansicht kreisförmigen Öffnung sein. Ferner können die Elemente
niedriger Reibung 9i und 9k jede gewünschte Form, Größe, Abstand und
Material aufweisen, solange sie von dem Raupenriemen 9 entfernt gehalten
werden. Weiterhin können die Elemente niedriger Reibung 9i und 9k
drehbare Hohlzylinder sein.
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Wie beschrieben worden ist, ist der Raupenriemen der vorliegenden
Erfindung durch eine Mehrzahl der Ausstoßöffnungen gekennzeichnet zum
Auslassen von Fremdsubstanzen, wie Schnee oder Matsch, die in einen
inneren Flächenbereich des Raupenriemens 9 eingezogen sind. Mit dieser
Anordnung kann der in einen Bereich zwischen den Reifen und dem
Raupenriemen eingezogene Schnee oder Matsch effizient ausgelassen
werden, so dass die Effizienz bei der Übertragung der Antriebskraft von
den Reifen zu dem Raupenriemen auf einem befriedigenden Niveau
gehalten werden kann.
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Fig. 15 ist eine Ansicht, die einen Teil der Innenfläche eines modifizierten
Raupenriemens 90 in einem ungefalteten Zustand zeigt. In Fig. 15 ist der
Raupenriemen 90 aus einem flexiblen Material wie Gummi hergestellt und
weist eine Mehrzahl von Verstärkungsquerelementen 90a auf, die darin
eingebettet sind und in der Lateralrichtung des Riemens 90 verlaufen. Das
Bezugszeichen 90b repräsentiert eine Mehrzahl von seitlichen
Führungsvorsprüngen, die entlang gegenüberliegenden Längsrändern des
Raupenriemens 90 ausgebildet sind und deren Funktion es ist, zu
verhindern, dass die Reifen versehentlich von dem Riemen 90 gelöst
werden. Jedes der Verstärkungselemente 90a kann in der Form einer
Stahlstange sein.
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Der Raupenriemen 90 besitzt ebenfalls eine Mehrzahl von
Ausstoßöffnungen 90c in entsprechenden Beziehungen zu den seitlichen
Führungsvorsprüngen 90b, von denen jeder zu der inneren Seite des
zugeordneten Seitenführungsvorsprungs 90b angrenzend angeordnet ist.
Wie in der oben beschriebenen Ausführungsform sind diese
Ausstoßöffnungen 90c durch Führungslöcher zum Auslassen von
Fremdsubstanzen, wie Schnee oder Schlamm, die in einen inneren
Flächenbereich des Raupenriemens 90 eingezogen worden sind. Ein
stangenförmiges Verbindungselement 90d überspannt den mittleren
Abschnitt jeder der Ausstoßöffnungen 90c. Die linken und rechten
seitlichen Führungsvorsprünge 90b, Ausstoßöffnungen 90c und
Verbindungselemente 90d befinden sich fluchtend miteinander in der
Lateralrichtung des Raupenriemens 90 und sind voneinander um einen
vorbestimmten Abstand in der Längsrichtung des Raupenriemens 90
entfernt angeordnet.
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Fig. 16 ist eine Querschnittsansicht des Raupenriemens 90 entlang der
Linie XVI-XVI von Fig. 15, wobei das Verstärkungsquerelement 90a im
Wesentlichen über die gesamte Breite des Raupenriemens 90 hinweg
verläuft, um dadurch die Quersteifigkeit des Riemens 90 und die Steifigkeit
des proximalen Endabschnitts der seitlichen Führungsvorsprünge 90b
gegenüber einer lateralen Biegekraft zu erhöhen. Das heißt, jeder der
seitlichen Führungsvorsprünge 90b ist durch ein Paar der
Verstärkungsquerelemente 90a geschützt, die in einer voneinander im
Abstand angeordneten Beziehung in der Längsrichtung des Riemens 9
eingebettet sind. Das Bezugszeichen 90e bezeichnet ein Muster von
erhöhten und vertieften Abschnitten (Laufflächenmuster), das an dem Profil
des Raupenriemens 90 ausgebildet ist.
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Fig. 17 ist eine Querschnittsansicht des Raupenriemens 90 entlang der
Linie XVII-XVII von Fig. 16, das zeigt, wie jedes der
Verstärkungsquerelemente 90a zentral zwischen den seitlichen
Führungsvorsprüngen 90b vorgesehen ist, die im Abstand voneinander in
der Längsrichtung (Links-Rechts-Richtung in der Figur) des Raupenriemens
90 angeordnet sind.
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Unter Bezugnahme auf Fig. 17 beschreiben die folgenden Absätze einen
beispielhaften Betrieb des in der oben genannten Weise aufgebauten
Raupenriemens 90. Mit den Verstärkungsquerelementen 90a, von denen
jedes in dem Riemen 90 zwischen angrenzenden seitlichen
Führungsabschnitten 90b eingebettet ist, ist jeder der Führungsvorsprünge
90b effektiv durch zwei benachbarte der Verstärkungsquerelemente 90a
geschützt, die im Abstand voneinander in der Längsrichtung des Riemens
90 angeordnet sind. Daher können die Verstärkungsquerelemente 90a, die
zur Erhöhung der Steifigkeit der seitlichen Führungsabschnitte 90b wirken,
in ihrem Durchmesser verringert werden, was es ermöglicht, die Dicke
(Basiswert) H des Raupenriemens 90 wesentlich zu verringern. Als Folge
hiervon kann die Biegesteifigkeit der seitlichen Führungsvorsprünge 90b
erhöht sein, ohne die Dicke H des Raupenriemens 90 zu erhöhen.
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Fig. 18 ist eine Querschnittsansicht ähnlich zu Fig. 17, aber zeigt eine
Modifikation des in Fig. 15 bis 17 gezeigten Raupenriemens 90, Dieser
modifizierte Raupenriemen 90 ist dadurch gekennzeichnet, dass die
Verstärkungsquerelemente 90a in dem Riemen 90 nicht nur zwischen
benachbarten Seitenführungsvorsprüngen 90b, sondern auch am Boden
jedes Seitenführungsvorsprungs 90b eingebettet sind. Gemäß dieser
Modifikation ist jeder der Seitenführungsvorsprünge 90b durch
Zusammenwirken von drei Verstärkungsquerelementen 90a verstärkt, d. h.
nicht nur durch die Elemente 90a, die an beiden Seiten desselben
angeordnet sind, sondern auch durch das Element 90a, das am Boden
desselben angeordnet ist. Daher kann jedes der Verstärkungsquerelemente
90a einen kleineren Durchmesser aufweisen als bei der Ausführungsform
der Fig. 15 bis 17, und daher kann die Dicke H des Raupenriemens 90
noch weiter reduziert sein.
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Mit diesen Verstärkungsquerelementen 90a zeigt der Raupenriemen 90 von
Fig. 18 eine verstärkte Steifigkeit gegenüber Biegungs- und
Verdrehungskräften, so dass eine lokale elastische Deformation des
Riemens 90 effizient vermieden werden kann. Im Ergebnis wird eine
größere effektive Bodenkontaktfläche des Raupenriemens 90 bereitgestellt,
was zu einem verringerten Bodendruck des Riemens 90 führen würde.
Demzufolge zeigt das Raupenriemenfahrzeug mit dem auf diese Weise
konstruierten Riemen 90 eine verbesserte Fahrleistungsfähigkeit auf einem
weichen Untergrund.
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Als eine weitere Modifikation kann eine Mehrzahl der
Verstärkungsquerelemente 90a zwischen jedem benachbarten
Seitenführungsvorsprung 90b vorgesehen sein. Die
Verstärkungsquerelemente 90a können aus jedem gewünschten Material
hergestellt sein, wie etwa Metall oder einem Hartkunststoffmaterial, das
eine erhöhte Steifigkeit des Raupenriemens 90 bereitstellt.
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Mit den in den Riemen 90 zwischen benachbarten
Seitenführungsvorsprüngen 90b eingebetteten Verstärkungsquerelementen
90a ist jeder der Seitenführungsvorprünge 90b effektiv durch die in der
Längsrichtung des Riemens 90 im Abstand voneinander angeordneten
Verstärkungsquerelemente 90a geschützt. Daher können die
Verstärkungsquerelemente 90a, die zur Erhöhung der Steifigkeit der
Seitenführungsvorsprünge 90b funktionieren, in ihrem Durchmesser
reduziert sein, was es ermöglicht, die Dicke (Basiswert) H des
Raupenriemens 90 substanziell zu verringern. Als eine Folge kann die
Biegesteifigkeit der Seitenführungsvorsprünge 90b erhöht sein, ohne die
Dicke H des Raupenriemens 90 zu erhöhen.
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Fig. 19 ist eine Ansicht, die schematisch im Detail Fahreinheiten 40 und 60
für die Vorder- und Hinterräder des in Fig. 2 gezeigten
Raupenriemenfahrzeugs 1 zeigt.
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Die Vorderradantriebseinheit 40 enthält - die vordere Antriebswelle 41, die
von einem Ausgangsabschnitt 11b des Getriebes 11a nach vorn verläuft,
und das Vorderraddifferential 42 ist mit der vorderen Antriebswelle 41
verbunden. Die linke und die rechte Vorderradantriebswelle 43 verbinden
zwischen dem Differential 42 und den jeweiligen Vorderradachsen 5a (Fig.
2). Das Schaltgehäuse 44 ist an einem Zwischenabschnitt der vorderen
Antriebswelle 41 zwischen dem Motor 11 und den
Vorderradantriebswellen 43 vorgesehen, und dieses Getriebegehäuse 44
enthält den Mechanismus 45 zum Wechseln der Drehzahl der Vorderräder
5 und den Kupplungsmechanismus 46 zum Verbinden oder Trennen der
Motorkraft zu oder von den Vorderrädern 5.
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Die Hinterradantriebseinheit 60 enthält die hintere Antriebswelle 61, die
von dem Ausgangsabschnitt 11b des Getriebes 11a nach hinten verläuft,
und das Hinterraddifferential 63 ist über die Universalverbindung 52 mit der
hinteren Antriebswelle 61 verbunden. Die linke und rechte
Hinterradantriebswelle 64 sind mit dem Differential 63 verbunden, um die
Hinterräder 6 anzutreiben. Das Bezugszeichen 66 bezeichnet
Konstantgeschwindigkeitsverbindungen, die an der vorderen und hinteren
Antriebswelle 41 und 61 angebracht sind.
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Die folgenden Absätze beschreiben einen beispielhaften Betrieb der
Vorderradantriebseinheit 40 und Hinterradantriebseinheit 60, mit
Bezugnahme auf Fig. 20A bis 20D.
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In Fig. 20A sind die Vorderräder 5 mit Reifen mit kleinem Durchmesser
versehen, die Raupenriemen 9 sind in den jeweiligen vorbestimmten
Positionen angebracht und der Kupplungsmechanismus 46 befindet sich in
der "Verbindungs"-Position. In diesem Fall ist der
Gangwechselmechanismus 45 in einem Gangzustand 1 eingestellt, so dass
die Drehzahl der Reifen mit kleinem Durchmesser der Vorderräder mit
derjenigen des Raupenriemens 9 übereinstimmt, so dass ermöglicht wird,
dass das Raupenriemenfahrzeug 1 über die Vorder- und Hinterräder 5 und
6 sanft fährt, die jeweils über die Front- und Heckantriebswellen 41 und 61
angetrieben werden.
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In Fig. 20B sind die Vorderräder 5 mit Reifen mit großem Durchmesser
versehen, die Raupenriemen 9 sind an den jeweiligen vorbestimmten
Positionen angebracht und der Kupplungsmechanismus 46 befindet sich in
der "Verbindungs"-Position. In diesem Fall ist der
Gangwechselmechanismus 45 in einem Gangzustand II eingestellt, so dass
die Drehzahl der Reifen mit großem Durchmesser des Vorderrads mit
derjenigen der Raupenriemen 9 übereinstimmt, so dass ermöglicht wird,
dass das Raupenriemenfahrzeug 1 über die angetriebenen Vorder- und
Hinterräder 4 und 6 sanft fährt.
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In Fig. 20C sind die Vorderräder 5 mit Reifen mit großem Durchmesser
versehen, die Raupenriemen 9 sind an den jeweiligen vorbestimmten
Positionen angebracht und der Kupplungsmechanismus 46 befindet sich in
der "Verbindungs"-Position. In diesem Fall ist der
Gangwechselmechanismus 45 in einem Gangzustand III eingestellt, so dass
die Drehzahl der Reifen mit großem Durchmesser des Vorderrads mit
derjenigen der Raupenriemen 9 übereinstimmt, so dass ermöglicht wird,
dass das Raupenriemenfahrzeug 1 sanft über die angetriebenen Vorder-
und Hinterräder 5 und 6 fährt.
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In Fig. 20D sind die Vorderräder 5 mit Reifen mit großem Durchmesser
versehen, die Raupenriemen 9 sind in den jeweiligen vorbestimmten
Positionen angebracht und der Kupplungsmechanismus 46 befindet sich in
der "Trenn"-Position. In diesem Fall wird ermöglicht, dass das
Raupenriemenfahrzeug 1 nur über die durch die hintere Antriebswelle 61
angetriebenen Hinterräder 6 sanft fährt.
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Daher wird gemäß der Erfindung ermöglicht, dass das
Raupenriemenfahrzeug 1 unabhängig von dem Vorhandensein oder
Nichtvorhandensein der Raupenriemen 9 oder des. Durchmessers der
Vorderradreifen sanft fährt.
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Fig. 21 ist eine Perspektivansicht, die Details der Heckaufhängung 50 des
Fahrzeugs 1 zeigt. Die Heckaufhängung 50 enthält den U-förmigen
Schwingarm 51, der an einem hinteren Abschnitt des Chassis 4
schwenkbar angebracht ist, und zwei vertikal bewegliche
Verbindungselemente 52, die zwischen hinteren Enden von zwei nach
hinten gewandten Verlängerungen des Schwingarms 51 verbunden sind.
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Die linke und rechte Hinterradantriebswelle 64 sind in die jeweiligen
Verbindungselemente 52 eingesetzt. Der linke und rechte Teilträger 53 sind
vertikal schwenkbar mit den distalen Enden der jeweiligen
Verbindungselemente 52 verbunden, und die Zwischenradachsen 56 sind
drehbar mit den vorderen Enden der jeweiligen Teilträger 53 verbunden. Die
Zwischenrräder 7 (Fig. 2) sind an den jeweiligen Achsen 56 angebracht,
und die Antriebshinterräder 6 (Fig. 2) sind an den jeweiligen
Hinterradantriebswellen 64 angebracht.
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Ferner enthält der Schwingarm 51 einen Lagerträger 51a, der in der
Lateralrichtung des Fahrzeugs 1 verläuft und mit dem Chassis 4
schwenkbar verbunden ist. Mit dem Lagerträger 51a verbunden sind drei
Arme, d. h. ein linker, ein mittlerer und ein rechter Arm 51b, 51c und 51d,
die von dem Lagerarm 51a nach hinten verlaufen. Daher besitzt der
Schwingarm 51 in Planansicht E-Form. Der Mittelarm 51c befindet sich in
einer röhrenförmigen Form, und ein Gehäuse 63a des Hinterraddifferentials
63 ist mit dem hinteren Ende des Mitelarms 51c gekoppelt. Die hintere
Antriebswelle 61, die mit dem Hinterraddifferential 63 verbunden ist, ist in
den zentralen Arm 51c eingeführt. Die hintere Antriebswelle 61 ist
ebenfalls mit dem Lagerträger 51a des Schwingarms 51 über die
Universalverbindung 62 verbunden, so dass sie zusammen mit dem
Schwingarm 51 vertikal bewegbar ist.
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Die Verbindungselemente 52, die in der Lateralrichtung des Fahrzeugs 1
voneinander weg verlaufen, sind an ihren inneren Enden an den
gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses 63a des Hinterraddifferentials 63
befestigt. Das Gehäuse 63a und die Verbindungselemente 52 dienen
gemeinsam als ein Träger, mit dem die hinteren Enden der drei Arme 51b
bis 51d verbunden sind. Die Hinterradantriebswellen 64 sind drehbar in die
jeweiligen röhrenförmigen Verbindungselemente 52 eingesetzt; jedoch sind
diese Verbindungselemente 52 nicht in deren Axialrichtung bewegbar. Das
heißt, obwohl die Hinterradantriebswellen 64 drehbar durch den
Schwingarm 5 über die Verbindungselemente 52 gelagert sind, ist der
Schwingarm 51 gegenüber einer axialen Verlagerung fixiert. Demzufolge
sind die Hinterräder 6 gegenüber dem Chassis 4 vertikal bewegbar, aber
lateral unbewegbar.
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Das Hinterraddifferential 63, die Hinterradantriebswellen 64 und die
Verbindungselemente 52 sind konzentrisch vorgesehen. Die proximalen
Enden des linken und rechten Teilträgers 53 sind mit den nach außen
gewandten Enden der jeweiligen Verbindungselemente 52 verbunden, von
denen die Teilträger 53 nach vorn verlaufen.
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Jeder der linken und rechten Teilträger 53 ist in der Bewegungsrichtung
des Fahrzeugs 1 zurückziehbar ausdehnbar, um eine Einstellung der
Spannung des zugeordneten Raupenriemens 90 (Fig. 1) zu ermöglichen.
Sowohl der linke als auch der rechte Teilträger 53 besitzt ein mit einem der
Verbindungselemente 52 vertikal schwenkbar gekoppeltes Trägerelement
54. Die Trägerverlängerungen 55 sind mit vorderen Endabschnitten der
jeweiligen Trägerelemente 54 zur gleitbaren Bewegung in der Vorne-
Hinten-Richtung entlang oder parallel zu der Seitenfläche derselben und zur
Lagerung der jeweiligen Zwischenradachsen 56 verbunden. Die
Zwischenrräder 7 (Fig. 2) sind an den jeweiligen Zwischenradachsen 56
angebracht. Auf diese Weise sind die Zwischenrräder 7 nur in der
Vertikalrichtung relativ zu dem Chassis 4 bewegbar.
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Jede der Trägerverlängerungen 55 ist mit dem Trägerelement 54 über das
Spannschloss 57 zur einstellbaren gleitenden Bewegung relativ zu dem
Trägerelement 54 verbunden, so dass die Spannung des zugeordneten
Raupenriemens 9 mittels des Spannschlosses 57 eingestellt wird. Das
Bezugszeichen 54a bezeichnet Führungen für die Trägerverlängerungen 55,
und das Bezugszeichen 54b bezeichnet Bolzen, wobei die
Trägerverlängerung 55 durch jeden derselben einstellbar an dem
Trägerelement 54 angebracht ist. Der linke und der rechte Teilträger 53
sind mittels eines schwenkbaren Querstabs 58 in der Nähe der Stelle
miteinander verbunden, an der die Zwischenradachsen 56 damit verbunden
sind. Ferner bezeichnet das Bezugszeichen 51e Verstärkungselemente, die
zur mechanischen Festigkeit des Schwingarms 51 beitragen, und das
Bezugszeichen 59 bezeichnet eine hintere Schutzvorrichtung zum Schutz
des hinteren Endabschnitts der Heckaufhängung 50.
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Fig. 22 ist eine perspektivische Explosionsansicht, die zeigt, wie der
Querstab 58 an dem linken und rechten Teilträger 53 angebracht ist. Der
Querstab 58 weist ein Paar von Verbindungsringen 58a an seinen
Axialenden auf, und eine als ein Dämpfer funktionierende Gummihülse 85
ist zusammengedrückt in jeden der Verbindungsringe 58a eingesetzt. Der
Querstab ist vertikal schwenkbar an den entgegengesetzten Enden mit
Halterungen 54c der Trägerelemente 54 durch Bolzen 86 verbunden, von
denen jeder in die Halterung 54c und Gummihülse 85 eingesetzt ist.
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Fig. 23 ist eine Planansicht der Heckaufhängung 50. Wie gezeigt ist, lagert
die Heckaufhängung 50 den Motor 11 mit dem Getriebe 11a über die
Halterungen 4a an dem hinteren Abschnitt des Chassis 4 praktisch in einer
lateral mittleren Position des Fahrzeugs 1.
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Der folgende Absatz beschreibt einen beispielhaften Betrieb der
Hinterradaufhängung 50 unter Bezugnahme auf Fig. 24A und 24B, von
denen Fig. 24A zeigt, wie die Heckaufhängung 50 der vorliegenden
Erfindung funktioniert, während Fig. 24B zeigt, wie eine herkömmliche
Heckaufhängung funktioniert. Insbesondere zeigt Fig. 24B ein
Halbraupenfahrzeug, bei dem das Chassis 4 und die Hinterräder 6 über die
Öldämpfer 81 miteinander verbunden sind. Wenn das Chassis 4 sich nach
links neigt, wenn das Halbraupenfahrzeug entlang einer Steigung fährt,
wird das Chassis 4 über die Öldämpfer 81 in Richtung zu dem Boden der
Steigung hin verlagert und daher verschiebt sich der Schwerpunkt G des
Chassis 4 zum Boden der Steigung hin (G → G&sub0;). Daher geht die
Gewichtsbalance des Chassis verloren, was die Steuerbarkeit des
Fahrzeugs 1 signifikant beeinflussen würde.
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Im Gegensatz hierzu ist bei dem Halbraupenfahrzeug der vorliegenden
Erfindung, das in Fig. 24A gezeigt ist, das Chassis 4 mit den Hinterrädern
6 über den Schwingarm 51 gegenüber einer lateralen Verlagerung
bezüglich der Hinterräder 6 verbunden, so dass der Schwerpunkt G des
Chassis 4 sich nicht relativ zu den Hinterrädern 6 in der lateralen Richtung
des Fahrzeugs bewegen würde. Daher bleibt die Gewichtsbalance des
Chassis aufrechterhalten und die Steuerbarkeit des Fahrzeugs 1 wird nicht
beeinflusst.
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In dem gezeigten Beispiel von Fig. 2 sind die Hinterräder 6 in einer solchen
Weise angebracht, dass sie relativ zu dem Chassis 4 in der Vertikalrichtung
bewegbar sind, aber nicht in der Lateralrichtung. Demzufolge wird während
einer scharfen Drehung des Raupenriemenfahrzeugs 1 eine Kraft erzeugt,
die verursacht, dass die Raupenriemen relativ zu den Hinterrädern 6 zur
Seite rutschen. Das Halbraupenfahrzeug der vorliegenden Erfindung kann
dieses seitliche Rutschen der Raupenriemen 9 positiv ausnutzen, um
dadurch seine Befähigung zu scharfen Drehungen um einen signifikanten
Grad zu steigern.
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Weil die beiden Teilträger 53 vertikal schwenkbar über die
Verbindungselemente 52 mit dem Schwingarm 51 verbunden sind und die
Zwischenrräder 7 (Fig. 2) an den Achsen 56 fest mit den vorderen
Endabschnitten der Verlängerungen nach vorne der Teilträger 53
angebracht sind, wie in Fig. 21 gezeigt, können ferner die beiden
Zwischenrräder 7 sich unabhängig voneinander vertikal bewegen. Dies
ermöglicht es, dass die Zwischenrräder 7 sich nach Maßgabe von
Erhöhungen und Vertiefungen eines Untergrundes sanft nach oben und
unten bewegen. Daher wird dann, wenn das Raupenriemenfahrzeug 1 auf
einem Untergrund mit zahlreichen Erhebungen und Vertiefungen fährt,
ermöglicht, dass das Chassis 4 sich langsam nach oben und nach unten
bewegt aufgrund der sanften, unabhängigen Vertikalbewegung der
Zwischenrräder 7. Im Ergebnis wird eine gute Nachführung und daher ein
guter Fahrkomfort geboten. Zusätzlich ist dann, wenn die Hinterräder 6 in
einer solchen Weise angebracht sind, dass sie relativ zu dem Chassis 4
vertikal bewegbar sind, es möglich, plötzliche Vertikalbewegungen des
Chassis 4 zu begrenzen.
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Wenn die Raupenriemen 9 über die Hinterräder 6 angetrieben sind, erzeugt
ferner die Reaktionskraft ein Moment in der Raupe, das die Zwischenrräder
anheben würde. Daher kann die Raupe in leichter Weise über einen
Schneehaufen oder vor der Raupe liegenden Matsch hinwegkommen, so
dass die Fahreigenschaft des Raupenriemenfahrzeugs 1 signifikant auf dem
schneebedeckten oder matschigen Untergrund erhöht sein kann.
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Bei der oben - beschriebenen Ausführungsform kann der
Gangwechselmechanismus 45 und Kupplungsmechanismus 46 (Fig. 19)
zwischen dem Motor 11 und der Vorderradantriebswelle 43 oder zwischen
dem Motor 11 und der Hinterradantriebswelle 64 vorgesehen sein. Die
Anzahl der Gangwechselstufen kann abhängig von einer gewünschten
Anwendung gewählt werden, und die Anbringung des
Kupplungsmechanismus 46 ist ebenfalls optional.
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Es ist lediglich notwendig, dass die hinteren Räder und Zwischenrräder 6
und 7 in einer solchen Weise angebracht sind, dass sie relativ zu dem
Chassis 4 in der vertikalen Richtung, aber nicht in der lateralen Richtung
bewegbar sind. Zum Beispiel können die Hinterradantriebswellen 64 direkt
mit dem vorderen Ende des Schwingarms 51 in einer solchen Weise
verbunden sein, dass sie nur in der Vertikalrichtung und nicht in der
Lateralrichtung bewegbar sind, und die Hinterräder 6 können an diesen
Wellen 64 angebracht sein. Jeder der Teilträger 53 muss nur in der
Bewegungsrichtung des Fahrzeugs 1 zurückziehbar verlängerbar sein, um
so die Spannung des Raupenriemens 9 einzustellen, und kann in einer
anderen geeigneten Weise konstruiert sein, ohne durch die oben
beschriebene Kombination des Trägerelements 54, der Trägerverlängerung
55 und des Spannschlosses 57 eingeschränkt zu sein.