DE696590C - Verfahren zur Herstellung von Bz-Azaphthalocyaninen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bz-Azaphthalocyaninen

Info

Publication number
DE696590C
DE696590C DE1937I0059702 DEI0059702D DE696590C DE 696590 C DE696590 C DE 696590C DE 1937I0059702 DE1937I0059702 DE 1937I0059702 DE I0059702 D DEI0059702 D DE I0059702D DE 696590 C DE696590 C DE 696590C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
weight
parts
urea
azaphthalocyanines
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1937I0059702
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Berthold Bienert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DE1937I0059702 priority Critical patent/DE696590C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE696590C publication Critical patent/DE696590C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B47/00Porphines; Azaporphines
    • C09B47/04Phthalocyanines abbreviation: Pc

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herste:Hvung von Bz-Azaphthaloeyaninen Vorliegende - Erfindung. betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Bz=Azaphthalocyaninen. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, das Chinolinsäure bzw. deren Anhydrid; Ammoniümsalz, Diami:d oder Imid in Gegenwart von Harnstoff mit Kupfersalzen erhitzt werden. Speziell .bei Anwendung der Dicarbonsäure bzw. des Anhydrids empfiehlt es sich, in Gegenwart von Molybdänverbindungen, z. B. Ammoniummolybdat, und evtl. in Gegenwart von Borsäure zu» arbeiten. Diese Verbindungen wirken als Katalysatoren. Selbstverständlich können auch Substitutionsprodukte der genannten Ausgangsmaterialien benutzt werden. Ferner ist es möglich, die Chinolinsäure bzw. deren Abkömmlinge in Mischung mit aromatischen o-Dicarbonsäuren, z, B: Phthalsäure, anzuwenden; in diesem Falle entstehen asymmetrische Produkte; welche sowohl den P'yridinrest als auch den Benzolrest im Molekül -enthalten.:- Es . ist ferner möglich, auf diesem Weg wasserlöslich machende Gruppen, wie z. B. die Sulfosäuregruppei einzuführen. - - " -Die erhältlichen kupferhaltigen Produkte zeichnen sich vor dem Kupferphtbalocyanin durch eine stark nach Rot verschobene Nuance aus. Sie besitzen. außerordentliche. Klarheit und Lichtbeständigkeit. Sie sind ferner alkäli- und Iösungsmittelbeständig; auch ihre Säurebeständigkeit genügt allen Anforderungen. Die Produkte fallen nach den beschriebenen Verfahren durchweg bereits in recht reiner Form an und können durch Umlösen aus Schwefelsäure gereinigt werden: In der Literatur sind bereits Verfahren zur Herstellung von Bz-Azaphthalocyaninen beschrieben. Dieselben bedienen sich jedoch anderer Reaktionen oder arbeiten in Abwesenheit von Harnstoff. Die nach dem vorbekannten Verfahren erhältlichen Produkte werden als stark verunreinigt bezeichnet; es findet sich weiter' die Bemerkung, .daß sie kaum gereinigt werden können. Das angemeldete Verfahren liefert dagegen von vorn= herein recht reine Produkte; dies - ist darr` auf zurückzuführen, daß die Anwesenheit von", Harnstoff ein Arbeiten bei niedrigeren Temperaturen gestattet.
  • Beispiel i In eine Schmelze von 8,3 Gewichtsteilen Harnstoff trägt man bei i5o bis 16o° 8;3 Gewichtsteile Chinolinsäure (öder die entsprechende Menge des Ammoniumsalzes des Imides oder Diamides) ein. Nach Zugabe von o, i Gewichtsteil Ammoniummolybdat, 47 Gewichtsteilen wasserfreiem Kupferchlorid und zusätzlichen 3,4 Gewichtsteilen Harnstoff erhöht man die Temperatur langsam auf 17o bis i8o° und rührt die Schmelze bei dieser Temperatur, bis sie fest zu werden beginnt. Nach dem Erkälten wird :die ,Schmelze fein pulverisiert und anschließend noch etwa i bis 3 Stunden auf 17o bis i8o° erhitzt. Die` zerkleinerte .Schmelze wird zur Reinigung des Farbstoffes mit verdünnter Natronlauge und. mit verdünnter Salzsäure ausgekocht. Evtl. kann unter' Zusatz von geringen Mengen Borsäure gearbeitet werden. Man gibt in diesem Fall ö,o8 Gewichtsteile Borsäure bei 145" vor Zugabe der Chinolinsäure zu: Beispiel 2 In eine Schmelze von 33,4 Gewichtsteilen Harnstoff trägt man bei 145' 0,3 Gewichtsteile Borsäure und bei etwa i 5o bis 16o' 16,7 Gewichtsteile Chinolinsäure und I4;8 Gewichtsteile Phthalsäureanhydrid ein, Nach Zugabe von 0,4 Gewichtsteilen Ammoniummolybdät, 6,8;Gewichtsteilen@wasser@-freiem Kupferchlorid und i i, z Gewichtsteilen Harnstoff erhöht man die Temperatur auf igo bis 200' und rührt so lange bei dieser Temperatur, bis die Schmelze fest zu werden beginnt. Zweckmäßig erhitzt man die zerkleinerte Schmelze nochmals i bis 2 Stunden auf Zoo'. Die Isolierung des Farbstoffes, welcher sich in konzentrierter Schwefelsäure mit grüner Farbe löst, erfolgt wie in Beispiel i. Beispiel 3 '. ,F3rsetzt ,man in Beispie12 das Phthalsäurehydrid durch die äquivalente Menge von ' ä.ri hyd ri d4-Sulfophthalsäure oder von P'hthälsäure-4.-sulfochlorid, so erhält man wasserlösliche Farbstoffe, welche z. B: durch Aussälzen mit Kochsalz abgeschieden werden können.
  • Beispiel 4 46,4 Gewichtsteile Harnstoff werden geschmolzen und bei 140' 33,4. Gewichtsteile Pyridin-2, 3@dicärbönsäure (Chinolinsäure) langsam eingetragen. Sobald das Schäumen nachläßt, erhöht man die Temperatur auf 155° und hält die Schmelze etwa x:!2 Stunde bei dieser Temperatur. Hierauf trägt man ein Gemisch von z4;8 Gewichtsteilen des Kupfersalzes der Aminosulfonsäure und 11,6 Gewichtsteilen Harnstoff ein. Man rührt eine weitere halbe Stunde bei r55' und. setzt <dann allmählich o,45 Gewichtsteile Amlnonnlolybdat zu. Dann erhitzt man unter kräftigem Rühren so lange, bis die Schmelze fest wird, läßt sie erkalten, zerkleinert sie und erMtzt anschließend noch 3 Stunden auf I62'. Nach dem Erkalten kocht man das zerkleinerte Reaktionsgemisch mit verdünnter Natronlauge und stark verdünnter Salzsäure aus. Man erhält in guter Ausbeute das 3, 3', 3", 3"'-Tetraazakupferphthalocyanin.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCGIi; Verfahren zur Herstellung von Bz-Azaphthalocyaninen,, dadurch gekennzeichnet, daß man Chinolinsäure bzw. deren Anhydrid, Ammoniumsalz, Diamid oder Imid, gegebenenfalls im Gemisch mit aromatischen-o-Dicärbonsäuren, in Gegenwart von Harnstoff und gegebenenfalls in Anwesenheit von Molybdänverbindungen,wie Ammoniummolybdat, erforderlichenfalls unter Zusatz von Borsäure; mit Kupfer-. salzen erhitzt.
DE1937I0059702 1937-11-26 1937-11-26 Verfahren zur Herstellung von Bz-Azaphthalocyaninen Expired DE696590C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1937I0059702 DE696590C (de) 1937-11-26 1937-11-26 Verfahren zur Herstellung von Bz-Azaphthalocyaninen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1937I0059702 DE696590C (de) 1937-11-26 1937-11-26 Verfahren zur Herstellung von Bz-Azaphthalocyaninen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE696590C true DE696590C (de) 1940-09-25

Family

ID=7195073

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1937I0059702 Expired DE696590C (de) 1937-11-26 1937-11-26 Verfahren zur Herstellung von Bz-Azaphthalocyaninen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE696590C (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1139225B (de) * 1958-07-12 1962-11-08 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Phthalocyaninfarbstoffen
US3063779A (en) * 1957-12-02 1962-11-13 Bayer Ag Process for the manufacture of dyestuffs
DE1240204B (de) * 1963-08-16 1967-05-11 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von Kupferphthalocyaninpigmenten
US3458517A (en) * 1966-02-18 1969-07-29 Chemetron Corp Pyridylene and substituted phenylene derivatives of phthalocyanine pigments

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3063779A (en) * 1957-12-02 1962-11-13 Bayer Ag Process for the manufacture of dyestuffs
DE1139225B (de) * 1958-07-12 1962-11-08 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Phthalocyaninfarbstoffen
DE1240204B (de) * 1963-08-16 1967-05-11 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von Kupferphthalocyaninpigmenten
US3366641A (en) * 1963-08-16 1968-01-30 Ciba Ltd Process for the manufacture of copper phthalocyanine pigments
US3458517A (en) * 1966-02-18 1969-07-29 Chemetron Corp Pyridylene and substituted phenylene derivatives of phthalocyanine pigments

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE730862C (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten Anthrachinonen und den entsprechenden Aroylbenzoesaeuren
DE696590C (de) Verfahren zur Herstellung von Bz-Azaphthalocyaninen
DE2033989C2 (de) Lagerstabile konzentrierte Lösungen von Metallkomplexen von Azo- oder Azo-Azomethinfarbstoffen und ihre Verwendung
DE516845C (de) Verfahren zur Darstellung von Salzen saurer Schwefelsaeureester von Nitroanthrahydrochinonen
DE614196C (de) Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Kondensationsprodukten
DE890109C (de) Verfahren zur Herstellung von Aminophthalocyaninen
DE512820C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxyanthrachinonderivaten, insbesondere Alizarin und seinen Derivaten
DE81245C (de)
DE1795102A1 (de) Verfahren zur Herstellung stickstoffhaltiger aromatischer Verbindungen
DE855710C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen komplexen Kobaltverbindungen
DE275833C (de)
DE253683C (de)
DE1127019B (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen
DE1178052B (de) Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen Verbindungne, die mindestens ein einem Ringstickstoffatom benachbartes Chloratom enthalten.
AT225316B (de) Verfahren zur Herstellung von linearen Chinacridonfarbstoffen
DE153861C (de)
DE572215C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen
DE563131C (de) Verfahren zur Darstellung von 3, 5-Dihalogen-2-pyridon-N-alkylcarbon- und -sulfonsaeuren bzw. deren Salzen
DE229814C (de)
DE698462C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Farbstoffen der Phthalocyaninreihe
DE2000510C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Flavanthrenen
DE642717C (de) Verfahren zur Herstellung von 1, 5, 9-Anthracentricarbonsaeure oder deren Anhydrid
DE737942C (de) Verfahren zur Herstellung von Phthalocyaninen
DE66361C (de) Verfahren zur Darstellung eines am Azinstickstoff alkylirten Indulins und von Sulfosäuren desselben
DE701464C (de) Verfahren zur Herstellung von o-Halogenanthrachinon-ª‰-carbonsaeuren