-
Gebiet der
Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft Pyrimidin-Thioalkylderivate, die
bei der Behandlung von Individuen, die HIV-positiv sind, ungeachtet dessen, ob
sie AIDS-Symptome zeigen oder nicht, verwendbar sind.
-
Hintergrund
der Erfindung
-
Eine
geschätzte
Zahl von einer bis eineinhalb Millionen Personen sind in den Vereinigten
Staaten mit einem humanen Retrovirus, dem Humanimmunschwächevirus
Typ I (HIV-1), das das ätiologische
Mittel des erworbenen Immunschwächesyndroms,
AIDS, ist, infiziert, siehe Science, 661–662 (1986). Von diesen Infizierten
entwickeln eine geschätzte
Zahl von 250.000 Personen in den nächsten fünf Jahren AIDS, siehe Science, 1352–1357 (1985).
Am 20. März
1987 erfolgte die Zulassung der FDA für die Verwendung der Verbindung
AZT (Zidovudine) zur Behandlung von AIDS-Patienten mit einer vor
kurzem erfolgten ersten Episode von Pneumocystis carinii pneumonia,
AIDS-Patienten mit anderen Zuständen
als Pneumocystis carinii pneumonia oder von mit dem Virus infizierten
Patienten mit einer absoluten CD4-Lymphozytenzahl von weniger als
200/mm3 in peripherem Blut. AZT ist ein
bekannter Inhibitor von viraler reverser Transkriptase, einem zur
Replikation des Humanimmunschwächevirus
notwendigen Enzym.
-
Das
US-Patent 4 724 232 beansprucht ein Verfahren zur Behandlung von
Menschen mit erworbenem Immunschwächesyndrom unter Verwendung
von 3'-Azido-3'-desoxy-thymidin
(Azidothymidin, AZT).
-
Es
ist einschlägig
bekannt, dass bestimmte Antibiotika und polyanionische Farbstoffe
die reverse Transkriptase von Retroviren hemmen.
-
Viele
Veröffentlichungen
berichteten über
die Fähigkeit
von verschiedenen sulfatierten Verbindungen zur Hemmung der Virusreplikation
einschließlich
von HIV.
-
Nature
343, 470 (1990) und Science 250, 1411 (1990) offenbaren starke Inhibitoren
von reverser Transkriptase des Benzodiazepin-Typs.
-
J.
Org. Chem. 1962, 27, 181–185
beschreibt verschiedene 2-Benzylthiopyrimidinderivate, die 4-Chlor-5-methyl-2-[(phenylmethyl)thio]-pyrimidin,
4-Chlor-5-methyl-2-[[(2,4-dichlor-phenyl)methyl]thio]-pyrimidin,
4-Chlor-5-methyl-2-[[(2-chlor-phenyl)methyl]thio]-pyrimidin
und 4-Chlor-5-methyl-2-[[(4-chlor-phenyl)methyl]thio]-pyrimidin
umfassen, und deren Aktivität
als Antitumorverbindungen bei Screenings gegenüber SA-180-, CA 755- und L-1210-Tumorsystemen.
-
J.
Med. Chem. 1977, 20: 88–92
beschreibt 2-Alkoxy- und 2-Alkylthio-4-amino-pyrimidine, die 2-[(Phenylmethyl)thio]-4-pyrimidinamin,
2-[[(4-Chlorphenyl)methyl]thio]-4-pyrimidinamin, 2-[(3-Pyridinylmethyl)thio]-4-pyrimidinamin
und 2-(Phenylmethoxy)-4-pyrimidinamin umfassen, und deren Aktivität als Inhibitoren
von Desoxycytidinkinase.
-
Die
WO 89/11279 offenbart Pyrimidin-Thioalkylverbindungen.
-
Die
WO 95/13267 offenbart Pyrimidin-Thioalkylverbindungen, die bei der
Behandlung von Individuen, die HIV-positiv sind, verwendbar sind.
-
Zusammenfassung
der Erfindung
-
Neue
Verbindungen gemäß der vorliegenden
Erfindung sind die Pyrimidin-Thioalkylderivate der Formel I, die
in Anspruch 1 definiert sind. Diese Verbindungen können zur
Herstellung eines Medikaments zur Behandlung eines Individuums,
das mit dem Humanimmunschwächevirus
(HIV) infiziert ist, verwendet werden.
-
Beschreibung
der Erfindung
-
Bevorzugte
Verbindungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen definiert.
R6 ist vorzugsweise Cl, CH3 oder
CN. R12 ist vorzugsweise CH3.
R13 ist vorzugsweise H. X ist vorzugsweise
N.
-
Spezielle
bevorzugte Verbindungen der Erfindung sind die Anti-AIDS-Verbindungen
der Beispiele 18, 20, 21, 23, 24, 25, 26, 28, 29, 30, 31, 32, 36,
45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 54, 55, 60 und 62, stärker bevorzugt 23,
24, 25, 28, 54, 55, 60 und 62, und insbesondere 55, 60 und 62 und
Salze derselben (beispielsweise 64, 65 und 68).
-
Die
Pyrimidin-Thioalkylverbindungen der Formel I werden allgemein und
sehr häufig
durch Kontaktieren eines 2-Mercaptopyrimidins
mit einem geeigneten Alkylierungsmittel, beispielsweise einem Mesylat
oder Halogenid, hergestellt. Siehe beispielsweise das Reaktionsschema
A.
-
Wenn
R12 und R13 unterschiedlich
sind, sind die Verbindungen der Formel I (sowie IA und IB) als das racemische
Gemisch gezeichnet und sie umfassen die R- und S-Isomere, die ausgehend
von dem racemischen Gemisch mittels HPLC unter Verwendung einer
chiralen Säule,
beispielsweise Chiralcel OD-H, unter Elution mit einem geeigneten
Lösemittelgemisch,
wie Isopropanol/Hexan, aufgetrennt werden können. Die R- und S-Isomere der Formel
I (wenn R12 und R13 unterschiedlich
sind) können
aus einem entsprechenden chiralen Halogenid (oder Mesylat) II hergestellt
werden (siehe Reaktionsschema B). Das geeignete chirale Halogenid
(oder Mesylat) II wird aus einem chiralen Alkohol IV hergestellt.
Der geeignete chirale Alkohol IV kann aus dem geeigneten Keton V
unter Verwendung eines chiralen Reduktionsmittels, beispielsweise
(+)- oder (–)-Diisopinocampheylchlorboran
oder ein anderes einschlägig
bekanntes chirales Reduktionsmittel, hergestellt werden. Der geeignete
chirale Alkohol IV wird auch durch Auftrennen des racemischen Alkohols
VII über
die enzymatische Hydrolyse des entsprechenden racemischen Acetats
VI mit dem geeigneten Enzym, beispielsweise PS-30-Amanolipase oder
L1754 Typ VII aus Candidae cylindracea oder andere einschlägig bekannte Enzyme,
erhalten. Der geeignete chirale Alkohol IV wird auch durch Auftrennung
des racemischen Alkohols VII über
die enzymatische Veresterung (beispielsweise Acetylierung oder Butyrilierung)
des racemischen Alkohols VII (unter Bildung von chiralem VIII) unter
Verwendung des geeigneten Enzyms, beispielsweise Schweinepankreaslipase
Typ II oder anderen einschlägig
bekannten Enzymen, erhalten.
-
Die
Pyrimidin-Thioalkyl- und -Alkyletherverbindungen der Formel I bilden
Säureadditionssalze,
wie ein Mesylat, Hydrochlorid, Hydrobromid, Hydroiodid, Sulfat,
Phosphat, Acetat, Propionat, Lactat, Maleat, Malat, Succinat, Tartrat
und dergleichen. Einige der variablen Substituenten sind Säuren und
bilden als solche Baseadditionssalze, wenn sie mit Basen ausreichender
Stärke
umgesetzt werden. Die pharmazeutisch akzeptablen Salze umfassen
sowohl anorganische als auch organische Basen. Die bevorzugten pharmazeutisch
akzeptablen Salze umfassen Salze der folgenden Basen, beispielsweise
Hydroxid, Ammoniak, Tromethamin (THAM), 2-Amino-2-(hydroxymethyl)-1,3-propandiol.
Geeignete Kationen umfassen beispielsweise Natrium, Kalium, Calcium
und Magnesium.
-
Die
Pyrimidin-Thioalkyl- und -Alkylether-anti-AIDS-Verbindungen der Formel IA sind als
Inhibitoren von viraler reverser Transkriptase, einem zur Replikation
des Humanimmunschwächevirus
notwendigen Enzym, verwendbar und wären daher bei der Behandlung
derartiger Erkrankungen, wie AIDS, verwendbar.
-
Der
Ausdruck humanes Retrovirus (HRV) bezeichnet das Humanimmunschwächevirus
Typ I oder einem Fachmann offensichtliche Stämme desselben, die zu den gleichen
Virusfamilien gehören
und ähnliche physiologische
Wirkungen wie verschiedene humane Retroviren bei Menschen hervorrufen.
-
Zu
behandelnde Patienten können
die Individuen umfassen, die (1) mit einem oder mehr als einem Stamm
eines humanen Retrovirus infiziert sind, was durch das Vorhandensein
von entweder messbarem Virusantikörper oder -antigen im Serum
bestimmt wurde und (2) entweder eine symptomatisch verlaufende als AIDS
zu definierende Infektion, wie (a) disseminierte Histoplasmose,
(b) Isopsoriasis, (c) Bronchien- und Lungencandidiasis einschließlich von
pneumocystischer Pneumonie, (d) nicht-Hodgkin-Lymphom oder (e) Kaposi-Sarkom,
aufweisen und weniger als 60 Jahre sind; oder eine absolute CD4-Lymphozytenzahl
von weniger als 200/mm3 im peripheren Blut
aufweisen.
-
Die
Verbindungen der Formel IA können
oral gegeben werden. Geeignete Dosierungsformen umfassen Tabletten,
Kapseln, Suspensionen, Lösungen
und Elixiere. Eine wirksame Menge beträgt etwa 0,1 bis etwa 500 mg/kg/Tag.
Eine typische Einheitsdosis für
einen Menschen von 70 kg beträgt
etwa 10 mg bis etwa 2000 mg, vorzugsweise etwa 100 mg bis etwa 1000
mg, die 1- bis 6-mal pro Tag eingenommen wird.
-
Die
exakte Dosierung und Häufigkeit
der Verabreichung hängt
von der verwendeten speziellen Verbindung der Formel IA, dem behandelten
speziellen Zustand, der Schwere des behandelten Zustands, dem Alter, Gewicht,
allgemeinen physischen Zustand des speziellen Patienten, der sonstigen
Medikation, die das Individuum möglicherweise
einnimmt, ab, wie es einem Fachmann bekannt ist, und sie kann genauer
durch Bestimmen des Blutspiegels oder der Konzentration der Verbindungen
der Formel IA im Blut des Patienten und/oder des Ansprechens des
Patienten auf den behandelten speziellen Zustand ermittelt werden.
-
Patienten,
die HIV-positiv, jedoch symptomfrei sind, werden typischerweise
mit niedrigeren oralen Dosen (etwa 0,2 bis etwa 100 mg/kg/Tag) behandelt.
ARC (AIDS-bezogener Komplex)- und
AIDS-Patienten werden typischerweise mit höheren oralen Dosen (etwa 1
bis etwa 500 mg/kg/Tag) behandelt.
-
Die
Pyrimidin-Thioalkyl- und -Alkylether-anti-AIDS-Verbindungen der Formel IA dieser Erfindung
können
in Verbindung mit (oder aufeinanderfolgend mit) anderen antiviralen
Mitteln, wie AZT, ddI, ddC, mit nicht-Nucleosid-anti-AIDS-Mitteln, wie die gemäß der Offenbarung
in WO 91/09849 und WO 93/01181 und mit Proteaseinhibitoren verwendet
werden.
-
Die
Verwendbarkeit der Pyrimidin-Thioalkyl- und -Alkylether-anti-RIDS-Verbindungen
der Formel IA dieser Erfindung können
durch deren Fähigkeit
zur Hemmung von viraler reverser Transkriptase, einem zur Replikation
des Humanimmunschwächevirus
wesentlichen Enzyms, bestimmt werden. Dieses Enzym besitzt Eigenschaften,
die es von anderen bekannten zellulären Polymerasen unterscheiden,
und es ist ein singuläres Enzym,
das in nicht-infizierten Zellen nicht gefunden wird. Virale reverse
Transkriptase (Wildtyp) findet sich in Extrakten von Bakterienklonen,
die nach dem Verfahren gemäß der Beschreibung
in AIDS Virus Reverse Transkriptase defined by high level expression
in Escherichia coli, EMBO J. 6: 3133–3137 (1987) hergestellt wurden.
Die virale reverser Transkriptase P236L wird gemäß PNAS 90: 4713–4717 (1993)
erhalten. Die Hemmung dieses Enzyms wird in einem zellfreien Testansatz,
der die Menge von in DNA eingebauten radioaktiven Vorläufern ermittelt,
bestimmt. Nach dem Verfahren von Science, 1125–1129 (1981) hergestellte Extrakte
werden in einem Gemisch aus Inhibitor, 20 mM Dithiothreit, 60 mM
Natriumchlorid, 0,05% NP-40, 10 mM Magnesiumchlorid, 50 mM Tris,
pH-Wert 8,3, 10 μM
[35S]-markiertem
Desoxynucleosid-5'-triphosphat,
10 μg/ml RNA-Templat (poly rC
oder poly rG) und 5 μg/ml
DNA-Primer (oligo dG oder oligo dT) 30 min bei 37°C inkubiert. Der
Einbau des radioaktiv markierten Vorläufers wird durch Αuftüpfeln von
Aliquots des Reaktionsgemischs auf DE81-Papier, Waschen der Papiere
zur Entfernung von nicht-eingebautem Vorläufer, Trocknen und Bestimmen
der Zählraten
bestimmt. Die Ergebnisse (IC50 bedeutet
die Konzentration in μM
des Arzneimittels, die zur Hemmung der Aktivität von reverser Transkriptase
(P236L und Wildtyp) in einem Ausmaß von 50% erforderlich ist)
verschiedener Testansätze
werden vereinigt und als prozentuale Hemmung und/oder IC50 (berechnet) in Tabelle I (P236L) und Tabelle
II (Wildtyp) angegeben.
-
Definitionen und Übereinkünfte
-
Die
im folgenden gegebenen Definitionen und Erklärungen gelten für die in
diesem gesamten Dokument einschließlich sowohl der Beschreibung
als auch der Ansprüche
verwendeten Ausdrücke.
-
I. Übereinkünfte für Formeln und Definitionen
von Variablen
-
Die
chemischen Formeln verschiedener Verbindungen oder Molekülfragmente
in der Beschreibung und den Ansprüchen können variable Substituenten
zusätzlich
zu ausdrücklich
definierten Strukturmerkmalen enthalten. Diese variablen Substituenten
werden durch einen Buchstaben oder einen Buchstaben mit einem anschließenden Zahlenindex,
beispielsweise "Z1" oder "Ri", wobei "i" eine ganze Zahl ist, angegeben. Diese variablen
Substituenten sind entweder einwertig oder zweiwertig, d. h. sie
stehen für
eine Gruppe, die über eine oder
zwei chemische Bindungen an der Formel hängt. Beispielsweise würde eine
Gruppe Z1 für eine zweiwertige Variable,
wenn sie an der Formel CH3-C(=Z1)H
hängt,
stehen. Die Gruppen Ri und Rj würden für einwertige
variable Substituenten, wenn sie an der Formel CH3-CHZ-C(Ri)(Rj)-H hängen,
stehen. Wenn chemische Formeln in linearer Form, wie oben, gezeichnet
sind, sind in Klammern enthaltene variable Substituenten an das
unmittelbar links des in Klammern eingeschlossenen variablen Substituenten
stehende Atom gebunden. Wenn zwei oder mehr aufeinanderfolgende
variable Substituenten in Klammern eingeschlossen sind, ist jeder
der aufeinanderfolgenden variablen Substituenten an das links unmittelbar
vorher stehende Atom, das nicht in Klammern eingeschlossen ist,
gebunden. Deshalb sind in der obigen Formel sowohl Ri als
auch Rj an das vorhergehende Kohlenstoffatom
gebunden.
-
In
linearer Form gezeichnete chemische Formeln oder Teile derselben
bedeuten Atome in einer linearen Kette. Das Symbol "-" bedeutet im allgemeinen eine Bindung
zwischen zwei Atomen in der Kette. Daher bedeutet CH3-O-CH2-CH(Ri)-CH3 eine 2-substituierte
1-Methoxypropanverbindung. In ähnlicher
Weise bedeutet das Symbol "=" eine Doppelbindung,
z. B. CH2=C(Ri)-O-CH3 und
das Symbol "≡" eine Dreifachbindung,
z. B. HC≡C-CH(Ri)-CH2-CH3. Carbonylgruppen
werden auf eine von zwei Arten dargestellt: -CO- oder -C(=O)-, wobei
die erstere der Einfachheit wegen bevorzugt ist.
-
Chemische
Formeln von cyclischen (Ring)Verbindungen oder Molekülfragmenten
können
in linearer Form dargestellt werden. Daher kann die Verbindung 4-Chlor-2-methylpyridin
in linearer Form durch N*=C(CH3)-CH=CCl-CH=C*H
mit der Übereinkunft,
dass die mit einem Stern (*) markierten Atome aneinander gebunden
sind, was zur Bildung eines Rings führt, dargestellt werden. In ähnlicher
Weise kann das cyclische Molekülfragment
4-(Ethyl)-1-piperazinyl durch -N*-(CH2)2-N(C2H5)-CH2-C*H2 dargestellt
werden.
-
Eine
starre cyclische (Ring)Struktur für beliebige Verbindungen legt
hierbei für
Substituenten, die an den einzelnen Kohlenstoffatomen der starren
cyclischen Verbindung hängen,
eine Orientierung bezüglich
der Ringebene fest. Bei gesättigten
Verbindungen, die zwei an einem Kohlenstoffatom, das Teil eines
cyclischen Systems ist, hängende
Substituenten besitzen, -C(X1)(X2)-, können
die zwei Substituenten relativ zum Ring entweder in axialer oder äquatorialer
Position sein und zwischen axial/äquatorial wechseln. Die Position
der zwei Substituenten relativ zum Ring und zueinander bleibt jedoch
fixiert. Zwar kann jeder der zwei Substituenten zeitweilig in der
Ebene des Rings (äquatorial)
im Gegensatz zu oberhalb oder unterhalb der Ebene (axial) liegen,
doch ist ein Substituent immer oberhalb des anderen. In solche Verbindungen
beschreibenden chemischen Strukturformeln wird ein Substituent (X1), der "unterhalb" eines anderen Substituenten
(X2) liegt, als in Alpha(α)-Konfiguration
vorliegend angegeben und durch eine Verbindung mit dem Kohlenstoffatom
durch eine unterbrochene, gestrichelte oder punktierte Linie, d.
h. das Symbol "---" oder "..." angegeben. Der entsprechende
Substituent (X2), der "oberhalb" des anderen (X1)
gebunden ist, wird als in Beta(β)-Konfiguration
vorliegend angegeben und durch eine Verbindung mit dem Kohlenstoffatom
durch eine nichtunterbrochene Linie angegeben.
-
Wenn
ein variabler Substituent zweiwertig ist, können die Valenzen bei der Festlegung
der Variablen zusammengenommen oder getrennt oder beides genommen
werden. Beispielsweise kann eine an einem Kohlenstoffatom hängende Variable
Ri, wie -C(=Ri)-,
zweiwertig sein und als Oxo oder Keto (wodurch eine Carbonylgruppe
(-CO-) gebildet wird) oder als zwei getrennt gebundene einwertige
variable Substituenten α-Ri–j und β-Ri–k definiert
sein. Wenn eine zweiwertige Variable Ri als
aus zwei einwertigen variablen Substituenten bestehend definiert
wird, besteht die zur Festlegung der zweiwertigen Variablen verwendete Übereinkunft
aus der Form "α-Ri–j : β-Ri–k" oder einer Variante
derselben. In diesem Fall hängen
sowohl α-Ri–j als auch β-Ri–k an
dem Kohlenstoffatom unter Bildung von -C(α-Ri–j)(β-Ri–k)-.
Beispielsweise sind, wenn die zweiwertige Variable R6, -C(=R6)-, als aus zwei einwertigen variablen Substituenten
bestehend definiert wird, die zwei einwertigen variablen Substituenten α-R6-1 : β-R6-2, ... α-R6-9 : β-R6-10 usw., wobei -C(α-R6-1)(β-R6-2)-, ... -C(α-R6-9)(β-R6-10) usw, erhalten wird. In ähnlicher
Weise sind für
die zweiwertige Variable R11, -C(=R11)-, zwei einwertige variable Substituenten α-R11-1 : β-R11-2. Für
einen Ringsubstituenten, für
den getrennte α-
und β-Orientierungen
nicht existieren (beispielsweise aufgrund des Vorliegens einer Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung
im Ring), und für
einen an ein Kohlenstoffatom, das nicht Teil eines Rings ist, gebundenen
Substituenten wird die obige Übereinkunft
dennoch verwendet, wobei jedoch die Bezeichnungen α und β weggelassen
werden.
-
Genau
wie eine zweiwertige Variable als zwei getrennte einwertige variable
Substituenten definiert werden kann, können zwei getrennte einwertige
variable Substituenten zusammengenommen zur Bildung einer zweiwertigen
Variablen definiert werden. Beispielsweise können in der Formel -C1(Ri)H C2 (Rj)H- (C1 und C2 definieren willkürlich ein erstes bzw. zweites
Kohlenstoffatom) Ri und Rj zusammengenommen
so definiert werden, dass sie (1) eine zweite Bindung zwischen C1 und C2 oder (2)
eine zweiwertige Gruppe, wie Oxa (-O-), bilden und die Formel dadurch
ein Epoxid beschreibt. Wenn Ri und Rj zur Bildung einer komplexeren Einheit, beispielsweise
der Gruppe -X-Y- zusammengenommen sind, ist die Orientierung der
Einheit derart, dass C1 in der obigen Formel
an X und C2 an Y gebunden ist. Daher bedeutet
die Bezeichnung "...
Ri und Rj bilden
zusammengenommen -CH2-CH2-O-CO-
..." nach der Übereinkunft
ein Lacton, in dem das Carbonyl an C2 gebunden
ist. Die Bezeichnung "...
Rj und Ri bilden
zusammengenommen -CO-O-CH2-CH2-" bedeutet jedoch
nach der Übereinkunft
ein Lacton, in dem das Carbonyl an C1 gebunden
ist.
-
Der
Kohlenstoffatomgehalt variabler Substituenten wird auf eine von
zwei Arten angegeben. Das erste Verfahren verwendet ein Präfix zum
Gesamtnamen der Variablen, wie "C1-C4", wobei sowohl "1" als auch "4" ganze
Zahlen sind, die die minimale und maximale Anzahl von Kohlenstoffatomen
in der Variablen angeben. Das Präfix
ist von der Variablen durch einen Zwischenraum (in der deutschen Übersetzung:
-) getrennt. Beispielsweise steht "C1-C4-Alkyl" für Alkyl
mit 1–4
Kohlenstoffatomen (einschließlich
isomerer Formen derselben, wenn nicht ausdrücklich das Gegenteil angegeben
ist). Jedes Mal wenn dieses einzige Präfix angegeben ist, gibt das
Präfix
den Gesamtkohlenstoffatomgehalt der zu definierenden Variablen an.
Daher beschreibt C2-C4-Alkoxycarbonyl
eine Gruppe CH3-(CH2)n-O-CO-, wobei n 0, 1 oder 2 ist. Nach dem
zweiten Verfahren wird der Kohlenstoffatomgehalt von lediglich jedem
Teil der Definition getrennt angegeben, indem die "Ci-Cj"-Bezeichnung in Klammern
gesetzt und unmittelbar (kein Zwischenraum) vor den zu definierenden
Teil der Definition gesetzt wird. Nach dieser optionalen Übereinkunft
hat (C1-C3)Alkoxycarbonyl
die gleiche Bedeutung wie C2-C4-Alkoxycarbonyl, da
sich "C1-C3" lediglich
auf den Kohlenstoffatomgehalt der Alkoxygruppe bezieht. In ähnlicher
Weise definieren zwar sowohl C2-C6-Alkoxyalkyl als auch (C1-C3) Alkoxy(C1-C3)alkyl Alkoxyalkylgruppen, die 2 bis 6 Kohlenstoffatome
enthalten, doch unterscheiden sich die zwei Definitionen, da nach der
ersten Definition entweder der Alkoxyteil oder der Alkylteil allein
4 oder 5 Kohlenstoffatome enthalten kann, während die letztere Definition
jede dieser zwei Gruppen auf 3 Kohlenstoffatome beschränkt.
-
Wenn
die Ansprüche
einen ziemlich komplexen (cyclischen) Substituenten enthalten, ist
am Ende der Phrase zur Benennung/Bezeichnung des speziellen Substituenten
eine Anmerkung in Klammern gegeben, die dem Namen/der Bezeichnung
in einem der Reaktionsschemata entspricht, die ebenfalls die chemische
Strukturformel des speziellen Substituenten angeben.
-
II. Definitionen
-
Alle
Temperaturen sind in Grad Celsius angegeben. DC bezeichnet Dünnschichtchromatographie.
-
Chromatographie
bezeichnet bei mittlerem Druck durchgeführte Chromatographie auf Silicagel.
-
THF
bezeichnet Tetrahydrofuran.
-
TBDMS
bezeichnet tert-Butyldimethylsilyl.
-
Kochsalzlösung bezeichnet
eine wässrige
gesättigte
Natriumchloridlösung.
-
NMR
bezeichnet (Protonen)kernmagnetresonanzspektroskopie, wobei die
chemischen Verschiebungen ppm (δ)
von Tetramethylsilan zum niedrigerem Feld hin angegeben sind.
-
IR
bezeichnet Infrarotspektroskopie.
-
-Φ bezeichnet
Phenyl (C6H5).
-
MS
bezeichnet Massenspektrometrie, ausgedrückt als m/e oder Masse/Ladungseinheit.
[M + H]+ bezeichnet das positive Ion einer
Stammverbindung plus ein Wasserstoffatom. EI bezeichnet den Elektronenstoß. CI bezeichnet
chemische Ionisierung. FAB bezeichnet Beschuss mit schnellen Atomen.
Ether bezeichnet Diethylether.
-
Halogen
bezeichnet ein Halogenatom (-Cl, -Br, -F oder -I). Pharmazeutisch
akzeptabel bezeichnet die Eigenschaften und/oder Substanzen, die
für den
Patienten aus pharmakologischer/toxikologischer Sicht und für den herstellenden
pharmazeutischen Chemiker aus physikalischer/chemischer Sicht im
Hinblick auf Zusammensetzung, Formulierung, Stabilität, Patientenakzeptanz
und biologische Verfügbarkeit
akzeptabel sind.
-
Pyridinyl
bezeichnet den Pyridylrest gemäß der Definition
durch IUPAC-Nomenklatur. Beispielsweise 2-Pyridyl (in der 2-Position
substituierter Pyridinring).
-
Wenn
Lösemittelpaare
verwendet werden, sind die Verhältnisse
der verwendeten Lösemittel
als Volumen/Volumen (V/V) angegeben.
-
HIV
bezeichnet HIV-1 (Wildtyp und/oder Arzneimittel resistente Mutanten
desselben, beispielsweise M41L, K65N, K67L, K70R, L74V, V75T, A98G,
L100I, K103E, K103N, K103Q, V106A, V108I, E138K, V179D, V179E, Y181C,
Y188H, Y188L, G190A, T215Y, T215F, K219Q, K219E, P236L und K238T).
-
Eine
Behandlung bezeichnet die Hemmung des HIV-Virus und sie ist in Abhängigkeit
vom infizierten Individuum unterschiedlich. Bei Individuen, die
HIV-positiv (infiziert) sind, die jedoch symptomfrei sind, können die
Pyrimidin-Thioalkylderivate der Formel I das Einsetzen der Symptome
verzögern
oder verhindern. Bei Individuen, die HIV-positiv sind, Symptome
zeigen und prä-AIDS-
oder ARC-Patienten sind, können
die Pyrimidin-Thioalkylderivate der Formel I das Einsetzen von "voll ausgebrochenem
AIDS" verzögern oder
verhindern. Bei Individuen, die "voll
ausgebrochenes AIDS" aufweisen,
verlängern
die Pyrimidin-Thioalkyl- und -Alkyletherderivate der Formel I die Überlebensdauer
dieser Individuen.
-
Pyrimidin-Thioalkyl-
und -Alkyletherverbindungen der Formel I umfassen α-substituierte
Pyrimidin-Thioalkyl- und -Alkyletherverbindungen. Alle Verweise
auf "Pyrimidin-Thioalkyl- und -Alkyletherverbindungen" und "Pyrimidin-Thioalkyl- und -Alkylether-anti-AIDS-Verbindungen" umfassen "α-substituierte Pyrimidin-Thioalkyl- und
-Alkyletherverbindungen" und "α-substituierte Pyrimidin-Thioalkyl-
und -Alkylether-anti-AIDS-Verbindungen", falls nicht speziell anders angegeben.
-
Beispiele
-
Es
wird angenommen, dass ein Fachmann ohne weiteren Aufwand unter Verwendung
der vorliegenden Beschreibung die vorliegende Erfindung in vollstem
Umfang durchführen
kann. Die folgenden detaillierten Beispiele beschreiben die Herstellung
der verschiedenen Verbindungen und/oder die Durchführung der
verschiedenen Verfahren der Erfindung und sie sollen lediglich als
Erläuterung
und nicht als Beschränkungen
der vorhergehenden Offenbarung in irgendeiner Weise betrachtet werden.
Einem Fachmann auf dem Gebiet sind geeignete Variationen der Verfahren
sowohl hinsichtlich der Reaktionsteilnehmer als auch der Reaktionsbedingungen
und -techniken unmittelbar klar.
-
Beispiel 1: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(2-pyridyl)ethyl)thiopyrimidin
-
Teil A
-
Zu
einer Suspension von 4,6-Dihydroxy-2-(2-pyridylmethyl)thio-pyrimidin
(7,0 g, 0,0298 mol) in 105 ml Dimethylformamid bei Raumtemperatur
werden Imidazol (5,06 g, 0,0744 mol, 2,5 Äquiv.) und anschließend tert-Butyldimethylsilylchlorid
(9,48 g, 0,0626 mol, 2,10 Äquiv.)
gegeben. Das Reaktionsgemisch wird 2,5 h gerührt, in 350 ml Wasser gegossen
und zweimal mit Ether extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte
werden mit wasserfreiem Na2SO4 getrocknet
und unter vermindertem Druck eingeengt. Das rohe Produkt wird in einem
Ethylacetat-Methylenchlorid-Methanol-Gemisch gelöst, mit 37 g Silicagel behandelt
und zu einem frei fließenden
Pulver eingeengt. Dieses wird auf das obere Ende einer Silicagelsäule (350
g) appliziert, die mit Ethylacetat-Hexan (1 : 10) gepackt und eluiert
wird, wobei 7,81 g (56%) 4,6-Di-(tert-butyldimethylsilyloxy)-2-(2-pyridylmethyl)thio-pyrimidin erhalten
werden.
DC (Silicagel GF): Rf = 0,38
Ethylacetat-Hexan (1 : 9).
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 8,55
(d, 1H, J = 5,01 Hz), 7,64 (dt, 1H, J = 1,8, 7,72 Hz), 7,47 (d,
1H, J = 7,86 Hz), 7,20 (t, 1H, J = 16,72 Hz), 5,70 (s, 1H), 4,52
(s, 2H), 0,930 (s, 18H), 0,265 (s, 12H) ppm.
-
Teil B
-
Eine
Lösung
von n-Butyllithium (11,02 ml, 17,63 mmol, 1,2 Äquiv., 1,6 M in Hexanen) in
60 ml Tetrahydrofuran, die auf –78°C gekühlt ist,
wird über
einen Zeitraum von 2 min tropfenweise mit Diisopropylamin (1,93
g, 19,10 mmol, 1,3 Äquiv.)
behandelt. Nach weiterem 10-minütigem
Rühren
wird eine Lösung
von 4,6-Di-(tert-butyldimethylsilyloxy)-2-(2-pyridiylmethyl)-thio-pyrimidin (6,80
g, 14,69 mmol) in 16 ml Tetrahydrofuran über einen Zeitraum von 10 min
tropfenweise zugegeben. Das Reaktionsgemisch wird weitere 30 min gerührt und über einen
Zeitraum von 3 min tropfenweise mit Methyliodid (2,29 g, 16,16 mmol,
1,1 Äquiv.)
in 6 ml Tetrahydrofuran behandelt. Das Rühren wird durch Zugabe von
weiteren 30 ml Tetrahydrofuran erleichtert. 1 h nach der Zugabe
des Methyliodids wird das Kühlbad
entfernt und das Gemisch sich auf Raumtemperatur erwärmen gelassen.
Der Inhalt wird dann auf Eiswasser gegossen und einmal mit Ethylacetat
extrahiert. Die organische Schicht wird mit gesättigter Kochsalzlösung gewaschen,
mit wasserfreiem Na2SO4 getrocknet
und unter vermindertem Druck eingeengt. Eine Methylenchloridlösung des
rohen Produkts wurde mit Silicagel (36 g) behandelt, zu einem frei
fließenden
Pulver eingeengt und auf das obere Ende einer Silicagelsäule von
350 g appliziert, die mit Ethylacetat-Hexan (5 : 95) gepackt und
eluiert wurde, wobei 2,23 g (32%) 4,6-Di-(tert-butyldimethylsilyloxy)-2-(1-(2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin
erhalten wurden.
DC (Silicagel GF): Rf =
0,50 Ethylacetat-Hexan (1 : 9).
1H-NMR
(CDCl3, TMS): δ 8,49 (d, 1H, J = 4,80 Hz),
7,54 (dt, 1H, J = 1,81, 7,68 Hz, 7,31 (d, 1H, J = 7,84 Hz), 7,06
(t, 1H, J = 4,93 Hz), 5,59 (s, 1H), J = 5,01 (q, 1H, J = 7,04 Hz),
1,71 (d, 3H, J = 7,02 Hz), 0,90–0,82
(m, 18H), 0,28–0,17
(m, 12H) ppm.
Massenspektrum: M/Z (relative Intensität %): 477
(5), 462 (6), 444 (79), 420 (100), 315 (34), 257 (16).
-
Teil C
-
Eine
Lösung
von 4,6-Di-(tert-butyldimethylsilyloxy)-2-(1-(2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin (1,23 g,
2,58 mmol) in 8 ml Tetrahydrofuran wird mit 2 N HCl (5,2 ml, 10,31
mmol, 4,0 Äquiv.)
bei Raumtemperatur behandelt. Nach 30 min wird das Reaktionsgemisch
unter vermindertem Druck sofort konzentriert, mit Toluol verdünnt und
erneut konzentriert. Der gebildete weiße Feststoff wird mit Methylenchlorid
verrieben, gewonnen und getrocknet, wobei 0,819 g rohes 4,6-Dihydroxy-2-(1-(2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidinhydrochlorid
erhalten wurden.
DC (Silicagel GF): Rf = 0,32 Chloroform :
Methanol (4 : 1).
1H-NMR (d6-DMSO, TMS): δ 8,55 (brs, 1H), 7,80 (m, 1H),
7,53 (d, 1H, J = 7,72 Hz), 7,31 (m, 1H), 5,15 (q, 1H, J = 7,04 Hz),
4,35 (s, 1H), 3,72–3,26
(brs, 1H), 1,66 (d, 3H, J = 6,95 Hz) ppm.
-
Teil D
-
Das
rohe Diolhydrochlorid (0,735 g, 2,58 mmol) wird mit 2-Picolin (0,446 g,
4,80 mmol, 1,86 Äquiv.) und
anschließend
Phosphoroxychlorid (4,39 g, 28,7 mmol, 11,1 Äquiv.) behandelt. Der Inhalt
wird 2,25 h bei 90°C
in einem Ölbad
und weitere 1,75 h bei Umgebungstemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wird
mit zerstoßenem
Eis gequencht und anschließend
mit einer gesättigten
NaHCO3-Lösung
versetzt, bis es basisch ist, und dann zweimal mit Ethylacetat extrahiert.
Die vereinigten organischen Extrakte werden mit Na2SO4 getrocknet und unter vermindertem Druck
konzentriert. Eine Chromatographie wird unter Verwendung von 125
g Silicagel, das mit Ethylacetat-Hexan (1 : 6) gepackt und eluiert
wird, durchgeführt,
wobei 0,569 mg (73%) 4,6-Dichlor-2-(1-(2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin erhalten
werden.
DC (Silicagel GF): Rf = 0,50
Ethylacetat-Hexan (1 : 4).
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 8,56
(d, 1H, J = 3,11 Hz), 7,61 (t, 1H, J = 7,60 Hz, 7,41 (d, 1H, J =
7,86 Hz), 7,14 (m, 1H), 6,96 (s, 1H), 5,08 (q, 1H, J = 7,12 Hz),
1,76 (d, 3H, J = 7,07 Hz) ppm.
Massenspektrum: M/Z (relative
Intensität
%): HRMS berechnet: 284,9894. Gefunden: 284,9905.
-
Teil E
-
Ein
Kolben wird mit 4,6-Dichlor-2-(1-(2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin (0,560
g, 1,96 mmol), Acetonitril (6,5 ml) und 13 ml 29%igem NH4OH beschickt. Der Inhalt wird 15 h bei 35°C gerührt, in
50 ml Wasser gegossen und einmal mit Ethylacetat extrahiert. Die
organische Schicht wird mit einer gesättigten Kochsalzlösung (1 × 30 ml)
gewaschen, mit wasserfreiem Na2SO4 getrocknet und unter Vakuum konzentriert.
Eine Chromatographie wird mit 100 g Silicagel, das mit Ethylacetat-Hexan
(2 : 3) gepackt und eluiert wird, durchgeführt, wobei 0,491 g (94%) 4-Amino-6-chlor-2-(1-(2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin erhalten
werden.
DC (Silicagel GF): Rf = 0,23
Ethylacetat-Hexan (1 : 1).
Schmelzpunkt: 125–126°C.
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 8,56 (m,
1H), 7,64 (t, 1H, J = 7,71 Hz), 7,46 (d, 1H, J = 7,82 Hz), 7,17
(m, 1H), 6,09 (s, 1H), 5,48 (brs, 2H), 5,12 (q, 1H, J = 7,16), 1,74
(d, 3H, J = 7,16 Hz) ppm.
UV (λ max, Ethanol): 230 (22,000),
255 (12,500), 269 sh (8580), 287 (6920).
Infrarot (ν max, Mineralöl): cm–1.
1572, 1531, 2925, 1275, 2954, 1594, 1117, 1293, 3089, 2855, 1665,
1359, 1372, 833, 3133, 1467, 2868, 1436, 1477, 1255, 988, 3269,
3011, 1454, 1443.
Massenspektrum: M/Z (relative Intensität %): 266
(6), 233 (100), 171 (6), 138 (26), 126 (12), 106 (98), 78 (61).
Analyse:
Berechnet für:
C11H11ClN4S: C, 49,62; H, 4,13; N, 21,05.
Gefunden:
C, 49,46; H, 4,18; N, 20,45.
-
Beispiel 2: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(2-pyridyl)-1-methylethyl)thio-pyrimidin
-
Gemäß dem Verfahren
zur Herstellung von 4-Amino-6-chlor-2-(1-(2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin,
jedoch unter Durchführen
einer weiteren Alkylierung von 4,6-Di-(tert-butyldimethylsilyloxy)-2-(1-(2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin
mit Methyliodid wurde diese Verbindung hergestellt.
Schmelzpunkt
183–184,5°C.
-
Beispiel 3: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(2-(4-methyl)pyridyl)-1-methylethyl)thio-pyridin
-
Gemäß dem Verfahren
zur Herstellung von 4-Amino-6-chlor-2-(1-(2-pyridyl)-1-methylethyl)thio-pyrimidin
und ausgehend von 4,6-Dihydroxy-2-(2-(4-methyl)pyridylmethyl)thio-pyrimidin wurde diese
Verbindung hergestellt.
Schmelzpunkt 149–151°C.
-
Beispiel 4: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-cyano-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin
-
Teil A
-
Eine
Lösung
von 4-Cyanopyridin (5,20 g, 50,0 mmol) in 90 ml Methanol wird mit
einem Gemisch aus H2SO4 (6,42
g, 65,5 mmol, 1,31 Äquiv.)
und Wasser (45 ml) auf einmal behandelt und anschließend wird (NH4)2S2O8 (22,8 g, 100 mmol, 2,0 Äquiv.) zugegeben. Der Inhalt
wird auf Rückflusstemperatur
erhitzt, wobei dann an diesem Punkt mehrere Minuten ein kräftiges Refluxieren
folgte. Nach Refluxieren während
24 h wird das Reaktionsgemisch partiell konzentriert, um den größten Teil
des Methanols zu entfernen, mit einem Eis/Wasser-Gemisch behandelt
und mit Ammoniumhydroxid (20 ml, 29% aq.) basisch gemacht. Der Rückstand
wird 4-mal mit Chloroform extrahiert, die vereinigten Extrakte werden
mit wasserfreiem Na2SO4 getrocknet
und unter vermindertem Druck konzentriert. Eine Chromatographie
wird unter Verwendung von 300 g Silicagel, das mit Aceton-Methylenchlorid
(1 : 6) gepackt und eluiert wird, durchgeführt, wobei 2,65 g (39,5%) 4-Cyano-2-hydroxymethylpyridin
erhalten werden.
DC (Silicagel GF): Rf =
0,30 Aceton-Methylenchlorid (1 : 4).
1H-NMR
(CDCl3, TMS): δ 8,78 (d, 1H, J = 5,07 Hz),
7,66 (s, 1H), 7,49 (d, 1H, J = 5,12 Hz), 4,88 (d, 2H), J = 4,96
Hz), 3,64 (t, 1H, J = 5,21 Hz).
UV (λ max, Ethanol): 216 sh (7,710),
220 sh (6,590), 280 (3,510), 287 sh (3,020).
Analyse: Berechnet
für: C7H6N2O:
C, 62,69; H, 4,48; N, 20,89.
Gefunden: C, 62,66; H, 4,46; N,
21,00.
Massenspektrum: M/Z (relative Intensität %): 134
(73), 133 (100), 105 (79), 104 (39), 77 (38), 50 (30).
-
Teil B
-
Ein
Kolben wird mit 4-Cyano-2-hydroxymethylpyridin (2,60 g, 19,40 mmol)
und Seleniumdioxid (1,19 g, 10,75 mmol, 0,554 mol Äquiv.) in
40 ml p-Dioxan beschickt, und das Gemisch wird 3,5 h in einem Ölbad auf 80–85° erhitzt.
Der Inhalt wurde mit 150 ml Methylenchlorid verdünnt, mit Celite behandelt und
nach etwa 15 min Rühren
bei Umgebungstemperatur durch einen Celitepfropfen filtriert. Das
Filtrat ergab bei Konzentrieren unter Vakuum 2,77 g eines gelben
Feststoffs, der mit 125 g Silicagel, das mit Aceton-Methylenchlorid-Hexan (0,5 : 1,5
: 8) gepackt und eluiert wurde, chromatographiert wurde, wobei 2,32
g (90%) 4-Cyano-2-pyridincarboxaldehyd
als weißer
Feststoff erhalten wurden.
DC (Silicagel GF): Rf =
0,17 Aceton-Methylenchlorid-Hexan (0,5 : 1,5 : 8).
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 9,93 (s,
1H), 8,82 (d, 1H, J = 4,28 Hz), 8,00 (s, 1H), 7,60 (d von d, 1H,
J = 4,84, 1,48 Hz).
Schmelzpunkt: 95–97°C.
UV (λ max, Ethanol): 219 sh (7,130),
276 (3,460), 283 sh (2,990).
Analyse: Berechnet für: C7H4N2Ο: C, 63,64;
H, 3,03; N, 21,21.
Gefunden: C, 63,42; H, 2,95; N, 21,26.
Massenspektrum:
M/Z (relative Intensität
%): (FAB) [M + H]+ 133 (100), 104 (22),
77 (67).
-
Teil C
-
Zu
einem mit 70 ml Ether und 40 ml Tetrahydrofuran beschickten Kolben,
der in einem Eisbad auf 0–5° gekühlt wurde,
wird Methylmagnesiumbromid (8,71 ml, 26,14 mmol, 1,50 Äquiv.) auf
einmal gegeben. Zu diesem wird eine Lösung von 4-Cyano-2-pyridincarboxaldehyd
(2,30 g, 17,42 mmol), der in 60 ml Ether und 5 ml Tetrahydrofuran
gelöst
ist, tropfenweise über
einen Zeitraum on 20 min gegeben. Die gebildete lohfarbene Aufschlämmung wird
1,5 h unter Rückflusskühlung erhitzt,
gekühlt
und in Eiswasser, das 55 ml 3 N HCl enthält, gegossen und 5 min bei
Umgebungstemperatur gerührt.
Der Inhalt wird mit 23 ml 29%igem Ammoniumhydroxid basisch gemacht
und 5-mal mit Chloroform extrahiert. Die vereinigten organischen
Extrakte werden über Na2SO4 getrocknet und
unter vermindertem Druck konzentriert. Eine Chromatographie mit
160 g Silicagel, das mit Aceton-Methylenchlorid (1 : 6) gepackt
und eluiert wurde, ergab 1,60 g (62%) 4-Cyano-2-(2-hydroxy)-ethylpyridin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,27 Aceton-Methylenchlorid
(1 : 6).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,46
(d, 1H, J = 4,33 Hz), 7,41 (s, 1H), 7,20 (dd, 1H, J = 4,87, 0,82
Hz), 4,72 (q, 1H, J = 6,08 Hz), 3,75 (s, 1H), 1,28 (d, 3H, J = 6,55
Hz).
UV (λ max,
Ethanol): 216 sh (7,760), 220 sh (6,530), 278 (3,560), 287 sh (2,960).
Analyse:
Berechnet für:
C8H8N2O:
C, 64,86; H, 5,41; N, 18,92.
Gefunden: C, 64,77; H, 5,51; N,
18,90.
Massenspektrum: M/Z (relative Intensität %): (FAB)
[M + H]+ 149 (100), 131 (30), 105 (8).
-
Teil D
-
Zu
einer Lösung
von 4-Cyano-2-(2-hydroxy)-ethylpyridin (1,44 g, 9,73 mmol) in 55
ml Methylenchlorid bei Raumtemperatur werden Methansulfonylchlorid
(1,16 g, 10,22 mmol, 1,05 Äquiv.)
und anschließend
Triethylamin (1,08 g, 10,70 mmol, 1,1 Äquiv.) gegeben. Nach einstündigem Rühren wird
der Inhalt unter vermindertem Druck direkt konzentriert und der
gebildete Feststoff, 4-Cyano-2-(2-methansulfonyl)ethylpyridin, wird
in der anschließenden
Kopplungsreaktion direkt verwendet.
DC (Silicagel GF): Rf = 0,69 Aceton-Methylenchlorid (1 : 6).
-
Teil E
-
Zu
einer gerührten
Suspension von NaH (0,817 g, 20,43 mmol, 2,1 Äquiv., 60%ige Öldispersion)
in 35 ml Dimethylformamid bei Raumtemperatur wird das 4-Amino-6-chlor-2-thio-pyrimidinmesylsatsalz
(2,50 g, 9,73 mmol) auf einmal als Feststoff gegeben. Nach 50 min
wird eine Aufschlämmung
von 4-Cyano-2-(2-methansulfonyl)ethylpyridin
(2,20 g, 9,73 mmol, 1,0 Äquiv.)
in 15 ml Dimethylformamid auf einmal mit 2 × 5 ml Spülungen mit dem gleichen Lösemittel
zugegeben. Nach 24 h wird das Reaktionsgemisch in 200 ml Eiswasser
plus 50 ml gesättigter
Kochsalzlösung
gegossen, zweimal mit Ethylacetat extrahiert, und die vereinigten organischen
Extrakte werden mit wasserfreiem Na2SO4 getrocknet. Das Filtrat wird unter Vakuum
konzentriert, mit 200 g Silicagel, das mit Aceton-Methylen (1 :
9) gepackt und eluiert wurde, chroma tographiert, wobei 2,32 g des
Produkts als goldfarbenes Öl,
das mit Dimethylformamid verunreinigt war, erhalten wurde.
-
Eine
erneute Chromatographie unter Verwendung von 150 g Silicagel, das
mit Ethylacetat-Hexan (2 : 3) gepackt und eluiert wurde, ergab 1,75
g (62%) der Verbindung Nr. 214 als farbloses Öl. Eine Kristallisation wird
unter Verwendung eines Ethylacetat-Ether-Hexan-Lösemittel-Gemischs durchgeführt.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,50 Aceton-Methylenchlorid
(1 : 4).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,61
(d, 1H, J = 5,04 Hz), 7,63 (s, 1H), 7,23 (d, 1H, J = 5,03 Hz), 6,00
(s, 1H), 4,97 (m, 3H), 1,61 (d, 3H, J = 7,30 Hz).
Schmelzpunkt:
119–120°C
UV
(λ max,
Ethanol): 214 sh (19,100), 222 (23,600), 228 sh (22,300), 249 sh
(11,700), 286 (9,860).
Infrarot (ν max, Mineralöl): 1572,
1646, 2927, 1531, 2954, 1366, 1278, 2855, 1546, 1119, 2869, 1469,
3188, 3314, 834, 1457, 825, 1596, 3144, 3216, 1444, 855, 2979, 988,
3378 cm–1
Analyse:
Berechnet für:
C12H10ClN5S: C, 49,48, H, 3,44; N, 24,05.
Gefunden:
C, 49,31; H, 3,69; N, 23,89.
Massenspektrum: M/Z (relative
Intensität
%) 291 (3), 293 (1), 258 (100), 196 (5), 162 (17), 131 (33), 103
(18), 67 (22).
-
Beispiel 5: 4-Amino-6-chlor-2(1-(4-methyl-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidinhydrochlorid
-
Eine
Lösung
von 4-Picolin-N-oxid (3,0 g, 27,52 mmol) in 90 ml Methylenchlorid
bei Raumtemperatur wird mit Trimethyloxoniumtetrafluorborat (4,07
g, 27,52 mmol, 1,0 Äquiv.)
1,5 h umgesetzt. Das Reaktionsgemisch wird unter vermindertem Druck
direkt konzentriert, und der weiße Feststoff wird in 60 ml
refluxierendem Methanol gelöst
und mit Ammoniumpersulfat (1,25 g, 5,50 mmol, 0,20 Äquiv.) in
5,5 ml Wasser behandelt mit einer weiteren Zugabe von Ammoniumpersulfat (0,625
g, 0,10 Äquiv.)
in 2,5 ml Wasser nach 30 min. Nach weiteren 40 min Refluxieren wird
der Inhalt unter vermindertem Druck konzentriert, mit 75 ml gesättigter
Kochsalzlösung
plus 75 ml Wasser und schließlich
50 ml 3 N HCl behandelt. Nach einstündigem Rühren bei Raumtemperatur wird
das Gemisch mit 20 ml von 29%igem Ammoniumhydroxid basisch gemacht,
4-mal mit Chloroform extrahiert, und die vereinigten organischen
Extrakte werden mit wasserfreiem Na2SO4 getrocknet und unter Vakuum konzentriert.
Eine Chromatographie mit 250 g Silicagel, das mit Aceton-Chloroform-Methanol (1 : 2 :
2%) gepackt und eluiert wurde, ergab 2,65 g (78%) 2-Hydroxymethyl-4-methylpyridin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,32 Aceton-Chloroform-Methanol
(1 : 2 : 2%).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,38
(d, 1H, J = 5,05 Hz), 7,18 (s, 1H), 7,03 (d, 1H, J = 4,86 Hz), 5,02
(s, 1H), 4,75 (s, 2H), 2,37 (s, 3H).
UV (λ max, Ethanol): 254 sh (2,240),
259 (2,690), 266 (2,180).
Analyse: Berechnet für: C7H9NO: C, 68,29;
H, 7,32; N, 11,38.
Gefunden: C, 67,35; H, 7,37; N, 11,22.
Massenspektrum:
M/Z (relative Intensität
%): 123 (48), 122 (100), 94 (43), 93 (30), 92 (27), 39 (17).
-
In
einer zu der zur Herstellung von 4-Cyano-2-pyridincarboxaldehyd
beschriebenen ähnlichen
Weise ergab 2-Hydroxymethyl-4-methylpyridin
(2,60 g, 21,14 mmol) 2,0 g (78%) des 4-Methyl-2-pyridincarboxaldehyds.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,23 Aceton-Methylen-Hexan
(0,5 : 1,5 : 8,0).
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 10,09
(s, 1H), 8,67 (d, 1H, J = 4,93 Hz), 7,81 (s, 1H), 7,38 (d, 1H, J
= 3,78 Hz), 2,48 (s, 3H).
-
In
einer zu der zur Herstellung von 4-Cyano-2-(2-hydroxy)ethylpyridin
beschriebenen ähnlichen
Weise ergaben 4-Methyl-2-pyridincarboxaldehyd
(2,0 g, 16,53 mmol) und Methylmagne siumbromid (8,30 ml, 24,8 mmol,
3 M in Ether) 1,95 g (86%) 2-(1-Hydroxy)ethyl-4-methylpyridin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,30 Aceton-Methylenchlorid
(1 : 2).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,27
(d, 1H, J = 5,03 Hz), 6,99 (s, 1H), 6,90 (d, 1H, J = 4,83 Hz), 4,74
(q, 1H, J = 6,52 Hz), 4,28 (brs, 1H), 2,26 (s, 3H), 1,38 (d, 3H,
J = 6,58 Hz).
Schmelzpunkt: 76–78°C
UV (λ max, Ethanol): 253 sh (2,320),
259 (2,810), 265 (2,270).
Analyse: Berechnet für: C8H11NO: C, 70,07;
H, 8,03; N, 10,22.
Gefunden: C, 70,04; H 8,14; N, 10,08.
Massenspektrum:
M/Z (relative Intensität
%): 137 (7), 136 (14), 122 (100), 120 (46), 93 (38).
-
2-(2-Hydroxy)ethyl-4-methylpyridin
(0,796 g, 5,81 mmol), Methansulfonylchlorid (0,695 g, 6,10 mmol), 1,0 Äquiv.) und
Triethylamin (0,649 g, 6,39 mmol, 1 Äquiv.) ergaben bei Konzentrierung
unter vermindertem Druck 2-(2-Methansulfonyl)ethyl-4-methylpyridin,
das bei der anschließenden
Alkylierung direkt verwendet wird.
DC (Silicagel GF): Rf = 0,70 Aceton-Methylenchlorid (1 : 2).
-
In
einer zu dem Verfahren von Beispiel 4 ähnlichen Weise wird das 4-Amino-6-chlor-2-thio-pyrimidinmesylatsalz
(1,49 g, 5,81 mmol) mit 2-(2-Methansulfonyl)ethyl-4-methylpyridin
(1,25 g, 5,81 mmol, 1,0 Äquiv.) und
NaH (0,488 g, 12,20 mmol, 2,1 Äquiv.,
60% Öldispersion)
umgesetzt, wobei 0,869 g (53%) 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-methyl-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin
als farbloses Öl
erhalten wird. Die Herstellung des HCl-Salzes wird durch tropfenweise
Zugabe von Acetylchlorid (0,281 g, 2,93 mmol, 1,0 Äquiv.) zu
5 ml von in einem Eisbad gekühltem
Methanol durchgeführt.
Nach 25 minütigem
Rühren
bei Umgebungstemperatur wird die Lösung mit 100 ml Ether verdünnt und über einen
Zeitraum von 20 min tropfenweise zu 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-methyl-2-pyridyl)ethyl)-thio-pyrimidin
(0,820 g, 2,93 mmol, 1,0 Äquiv.)
in 100 ml Ether gegeben. Nach 4 stündigem Rühren der Suspension werden
100 ml Hexan zugegeben, das Rühren
wird weitere 2 h fortgesetzt, der weiße Feststoff gewonnen und in
einem Vakuumofen getrocknet, wobei 0,845 g (91%) der Titelverbindung
erhalten werden. Der verbliebene Ether wird durch Lösen/erneutes
Ausfällen
aus einem Methylenchlorid-Hexan-Lösemittelgemisch
und anschließendes
Trocknen bei 90°C
in einem Vakuumofen über Nacht
entfernt.
Freie Base: DC (Silicagel GF): Rf =
0,26 Aceton-Methylenchlorid (1 : 4).
HCl-Salz: 1H-NMR
(CDCl3, TMS): δ 8,49 (d, 1H, J = 5,96 Hz),
7,75 (s, 1H), 7,50 (d, 1H, J = 5,57 Hz), 6,12 (s, 1H), 5,23 (q,
1H, J = 7,42 Hz), 2,56 (s, 3H), 1,69 (d, 3H, J = 7,46 Hz).
Schmelzpunkt:
149–151°C.
UV
(λ max,
Ethanol): 229 (22,000), 254 (12,200), 267 sh (8,570), 287 (6,820).
Infrarot
(ν max,
Mineralöl):
2925, 1567, 2954, 2854, 1633, 1528, 2869, 1374, 828, 1466, 3163,
3296, 1283, 1254, 3203, 1116, 3093, 3057, 2692, 985, 2538, 657,
1070, 1330, 960 cm–1
Analyse: Berechnet
für: C12H14Cl2N4S: C, 45,43; H, 4,42; N, 17,67.
Gefunden:
C, 45,79; H, 4,87; N, 17,28.
Massenspektrum: M/Z (relative
Intensität
%): 280 (8), 247 (100), 211 (2), 185 (5), 152 (33), 120 (93), 92
(36).
-
Beispiel 6: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-ethyl-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin
-
Eine
auf 95–100°C erhitzte
Lösung
von 4-Ethylpyridin (10,7 g, 0,10 mol) in 35 ml Essigsäure wird über einen
Zeitraum von 18 min tropfenweise mit 30%igem Wasserstoffperoxid
(28 ml) behandelt. Nach 4 h wird das übeschüssige Wasserstoffperoxid durch
die portionsweise Zugabe von Paraformaldehyd (10,0 g) bei der vorherigen
beibehaltenen Temperatur zersetzt, bis ein negativer Stärke-Iodidtest
erhal ten wird. Das Reaktionsgemisch wird gekühlt und unter vermindertem
Druck konzentriert. Der Rückstand
wird mit 325 g Silicagel, das zunächst mit Aceton-Chloroform-Methanol
(3 : 6,7 : 0,3) und danach mit einem Gradienten mit zunehmendem Methanol
gepackt und eluiert wurde, chromatographiert, wobei 10,55 g (83%)
4-Ethylpyridin-1-oxid erhalten wurden.
DC (Silicagel GF): Rf = 0,20 Aceton-Chloroform-Methanol (3 :
6,5 : 0,5).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 7,94
(d, 2H, J = 7,00 Hz), 6,93 (d, 2H, J = 6,99 Hz), 2,44 (q, 2H, J
= 7,61 Hz), 1,06 (t, 3H, J = 7,53 Hz).
-
In
einem zur Herstellung von 4-Hydroxymethyl-4-methylpyridin ähnlichen
Verfahren führte
4-Ethylpyridin-1-oxid (3,5 g, 27,56 mmol) zu 1,64 g (43%) 4-Ethyl-2-hydroxymethylpyridin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,09 Aceton-Methylenchlorid
(1 : 2).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,50
(d, 1H, J = 5,11 Hz), 7,32 (s, 1H), 7,15 (d, 1H, J = 4,88 Hz), 5,30
(brs, 1H), 4,87 (s, 2H), 2,77 (q, 2H, J = 7,60 Hz), 1,37 (t, 3H,
J = 7,63 Hz).
uv (Λ max,
Ethanol): 254 sh (2,260), 259 (2,710), 264 (2220)
Infrarot
(ν max,
Mineralöl):
1610, 2969, 3221, 1055, 2935, 1067, 1561, 2877, 839, 1459, 1417,
3059, 2841, 1005, 3020, 116, 994, 1364, 1481, 746, 2735, 890, 1327,
1264, 902 cm–1.
Massenspektrum:
M/Z (relative Intensität
%): (FAB) 138 (100), 120 (28), 106 (4).
-
In
einer zu der Herstellung von 4-Methyl-2-pyridin-carboxaldehyd beschriebenen ähnlichen
Weise ergab 4-Ethyl-2-hydroxymethylpyridin
(1,60 g, 11,68 mmol) 1,33 g (84%) 4-Ethyl-2-pyridincarboxaldehyd.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,23 Aceton-Methylenchlorid-Hexan
(0,5 : 1,5 : 8).
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 8,74
(d, 1H, J = 4,95 Hz), 7,89 (s, 1H), 7,44 (d, 1H, J = 5,08 Hz), 2,82
(q, 2H, J = 7,58 Hz), 1,37 (t, 3H, J = 7,65 Hz).
-
In
einer zu der zur Synthese von 4-Cyano-2-(2-hydroxy)ethylpyridin
analogen Weise ergaben 4-Ethyl-2-pyridincarboxaldehyd (1,33 g, 9,85
mmol) und Methylmagnesiumbromid (4,93 ml, 14,78 mmol, 3 M in Ether)
1,29 g (86%) 4-Ethyl-2-(2-hydroxy)ethylpyridin
als farbloses Öl.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,37 Aceton-Methylenchlorid
(1 : 2).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,19
(d, 1H, J = 5,08 Hz), 6,91 (s, 1H), 6,83 (d, 1H, J = 5,11 Hz), 4,65
(q, 1H, J = 6,51 Hz), 4,24 (brs, 1H), 2,45 (q, 2H, J = 7,64 Hz),
1,29 (d, 3H, J = 6,57 Hz), 1,06 (t, 3H, J = 7,66).
-
Die
Mesylierung von 4-Ethyl-2-(2-hydroxy)ethylpyridin (1,29 g, 8, 54
mmol) mit Methansulfonylchlorid (1,02 g, 8,97 mmol, 1,05 Äquiv.) und
Triethylamin (0,949 g, 9,39 mmol, 1,1 Äquiv.) ergab bei Konzentrieren
des Reaktionsgemischs unter Vakuum 4-Ethyl-2-(2-methansulfonyl)ethylpyridin,
das anschließend
in der Alkylierungsreaktion verwendet wird.
DC (Silicagel GF):
Rf = 0,73 Aceton-Methylenchlorid (1 : 2).
-
In
einer zu Beispiel 4 analogen Weise ergaben das 4-Amino-6-chlor-2-thio-pyrimidinmesylatsalz
(2,19 g, 8,54 mmol), NaH (0,717 g, 17,93 mmol, 2,1 Äquiv., 60%ige Öldispersion)
und 4-Ethyl-2-(2-methansulfonyl)ethylpyridin (1,95 g, 8,54 mmol,
1,0 Äquiv.)
1,27 g (51%) der Titelverbindung.
DC (Silicagel GF): Rf = 0,22 Ethylacetat-Hexan (1 : 1).
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 8,29 (d,
1H, J = 5,06 Hz) 7,15 (s, 1H), 6,84 (d, 1H, J = 5,06 Hz), 5,95 (s,
1H), 5,04 (brs, 2H), 4,94 (q, 1H, J = 7,11 Hz), 2,48 (q, 2H, J =
7,60 Hz), 1,61 (d, 3H, J = 7,13 Hz), 1,09 (s, 3H), J = 7,59 Hz).
Schmelzpunkt:
113–115°C.
uv
(λ max,
Ethanol): 230 (22,500), 254 (12,400), 267 sh (8,620), 286 (6,940).
Infrarot
(ν max,
Mineralöl):
1574, 2926, 1281, 1663, 2954, 1529, 1359, 2855, 1363, 1114, 1560,
3147, 2870, 1608, 1467, 818, 3293, 1257, 988, 823, 836, 1484, 3051,
1209, 1059 cm–1.
Analyse:
Berechnet für:
C13H15ClN4S: C, 53,06; H, 5,10; N, 19,05.
Gefunden:
C, 52,61; H, 5,17; N, 18,84.
Massenspektrum: M/Z (relative
Intensität
%): 294 (6), 261 (87), 166 (40), 134 (100), 119 (67).
-
Beispiel 7: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-methyl-2-pyridyl)-1-cyanomethyl)thio-pyrimidin
-
Zu
auf –10°C gekühltem 4-Methyl-2-pyridincarboxaldehyd
(2,10 g, 17,35 mmol) wird 2 N HCl gegeben, bis ein pH-Wert von 3,5
erreicht ist. Danach wird eine auf –10°C gekühlte gesättigte wässrige KCN-Lösung tropfenweise
zugegeben, bis ein pH-Wert von 7 erreicht ist. Der Niederschlag
wird nach 10 min gewonnen, 3-mal mit Wasser gewaschen und getrocknet,
wobei 1,88 g (73%) 2-(α-Cyano-4-methyl)pyridylcarbinol
erhalten werden.
DC (Silicagel GF): Rf =
0,17 Ethylacetat-Hexan (1 : 2).
1H-NMR
(CDCl3, TMS): δ 8,47 (d, 1H, J = 5,09 Hz),
7,38 (s, 1H), 7,22 (d, 1H, J = 5,09 Hz), 6,31–5,65 (brs, 1H), 5,58 (s, 1H),
2,45 (s, 3H).
Schmelzpunkt: 99–102°C.
UV (λ max, Ethanol): 243 (3,230),
256 (2,620), 264 (2,260), 275 sh (939), 374 (369).
Infrarot
(ν max,
Mineralöl):
2924, 1056, 1613, 2854, 2954, 2867, 1013, 839, 3055, 2727, 3026,
1466, 963, 783, 1378, 1284, 1481, 1324, 1302, 604, 1169, 2626, 824,
669, 1411 cm–1.
Massenspektrum:
M/Z (relative Intensität
%): 148 (15), 119 (5), 93 (100), 65 (52), 51 (14), 38 (58).
-
Die
Mesylierung des 2-(α-Cyano-4-methyl)pyridylcarbinols
(1,00 g, 6,76 mmol) mit Methansulfonylchlorid (0,892 g, 7,83 mmol,
1,16 Äquiv.)
und Triethylamin (0,819 g, 8,11 mmol, 1,2 Äquiv.) ergab bei Konzentrieren
des Reaktionsgemischs unter vermindertem Druck 2-(1-Cyano-1-methansulfonyloxy)methyl-4-methylpyridin
als dunkelroten Feststoff.
DC (Silicagel GF): Rf =
0,76 Aceton-Methylenchlorid (1 : 6).
-
In
einer zu der von Beispiel 4 ähnlichen
Weise ergaben das 4-Amino-6-chlor-2-thio-pyrimidinmesylatsalz (Verbindung
Nr. 110A; 1,74 g, 6,76 mmol), NaH (0,568 g, 14,20 mmol, 2,1 Äquiv., 60%ige Öldispersion) und
2-(1-Cyano-1-methansulfonyloxymethyl)-4-methylpyridin
(1,53 g, 6,76 mmol, 1,0 Äquiv.)
0,927 g (47%) 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-methyl-2-pyridyl)-1-cyanomethyl)thio-pyrimidin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,33 Aceton-Methylenchlorid
(1 : 9).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,33
(d, 1H, J = 5,00 Hz), 7,28 (s, 1H), 6,97 (d, 1H, J = 5,03 Hz), 6,08
(s, 1H), 5,80 (s, 1H), 5,15 (brs, 2H), 2,24 (s, 3H).
Schmelzpunkt:
145–146,5°C.
UV
(λ max,
Ethanol): 225 (27,700), 246 sh (12,000), 266 sh (6,640), 285 (6,860),
312 sh (1,730).
Infrarot (ν max,
Mineralöl):
2925, 1573, 1637, 1531, 2954, 2965, 2855, 1288, 1373, 1607, 1272,
1464, 2869, 832, 3445, 1128, 3322, 3192, 986, 3216, 841, 3161, 850,
605, 3062 cm–1.
Analyse:
Berechnet für:
C12H10ClN5S: C, 49,48; H, 3,44; N, 24,05.
Gefunden:
C, 49,25; H, 3,41; N, 23,87.
Massenspektrum: M/Z (relative
Intensität
%): 291 (32), 260 (33), 258 (100), 233 (8), 163 (15), 136 (16).
-
Beispiel 8: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-methyl-2-pyridyl)propyl)thio-pyrimidin
-
4-Methyl-2-pyridincarboxaldehyd
(1,21 g, 10,0 mmol) und Ethylmagnesiumbromid (15,0 ml), 15,0 mmol,
1,5 Äquiv.,
1 M in THF) führten
zu 0,776 g (51%) 2-(1-Hydroxypropyl)-4-methyl-pyridin.
DC (Silicagel GF):
Rf = 0,28 Aceton-Methylenchlorid (1 : 4).
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 8,48 (d,
1H, J = 5,06 Hz), 7,20 (s, 1H), 7,11 (d, 1H, J = 5,05 Hz), 4,75
(t, 1H, J = 7,12 Hz), 4,55 (brs, 1H), 2,48 (s, 3H), 2,07–1,91 (m,
1H), 1,91–1,74
(m, 1H), 1,06 (t, 3H, J = 5,09 Hz).
UV (λ max, Ethanol): 254 sh (2,320),
259 (2,800), 265 (2,280).
Infrarot (ν max, Mineralöl): 1610,
2965, 2934, 825, 3374, 3258, 984, 2876, 1454, 1462, 1127, 1052,
1564, 1095, 3056, 1428, 1407, 1003, 3019, 1379, 1477, 1328, 1348,
659, 680 cm–1
Massenspektrum:
M/Z (relative Intensität
%): FAB 152 (88), 134 (24), 123 (14), 109 (41), 95 (39), 81 (48),
69 (83), 55 (100), 43 (81).
-
Die
Behandlung von 2-(1-Hydroxypropyl)4-methyl-pyridin (0,775 g, 5,13
mmol) mit Methansulfonylchlorid (0,659 g, 5,78 mmol, 1,13 Äquiv.) und
Triethylamin (0,570 g, 5,64 mmol, 1,1 Äquiv.) ergab bei Konzentrieren
unter Vakuum 2-(1-Methansulfonyloxy)propyl-4-methylpyridin,
das in der anschließenden
Alkylierungsreaktion direkt verwendet wird.
DC (Silicagel GF):
Rf = 0,62 Aceton-Methylenchlorid (1 : 4).
-
Die
Alkylierung des 4-Amino-6-chlor-2-thio-pyrimidinmesylatsalzes (1,32
g, 5,13 mmol) mit 2-(1-Methansulfonyloxy)propyl-4-methylpyridin
(1,17 g, 5,13 mmol, 1,0 Äquiv.)
und NaH (0,431 g, 10,77 mmol, 2,1 Äquiv., 60%ige Öldispersion)
ergab 0,726 g (48%) 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-methyl-2-pyridyl)propyl)thio-pyrimidin.
Die Behandlung der Verbindung Nr. 218 (0,294 g, 1,0 mmol) mit Methansulfonsäure (0,096
g, 1,0 mmol, 1,0 Äquiv.)
in Ether ergab ein analysenreines Mesylatsalz der Titelverbindung
(0,372 g, 95%).
DC (Silicagel GF): Rf =
0,20 Ethylacetat-Hexan (1 : 2).
-
HCl-Salz
-
- 1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,66
(d, 1H, J = 6,07 Hz), 7,87 (s, 1H), 7,63 (d, 1H, J = 6,04 Hz), 6,22
(s, 1H), 5,25 (t, 1H, J = 8,17 Hz), 2,73 (s, 3H), 2,30–2,01 (m,
2H), 1,19 (t, 3H, J = 7,35 Hz).
- Schmelzpunkt: 116–120°C.
- UV (λ max,
Ethanol): 230 (22,500), 254 (12,500), 267 sh (8,760), 287 (6,940).
- Infrarot (ν max,
Mineralöl):
2924, 1567, 2955, 2855, 1528, 1633, 2870, 1374, 1461, 828, 3164,
3295, 1279, 1249, 3203, 1116, 3091, 3058, 2692, 2633, 986, 3453,
603, 1084, 1207 cm–1.
- Analyse: (freie Base)
- Berechnet für
C13H15ClN4S: C, 53,06; H, 5,10; N, 19,05.
- Gefunden: C, 52,68; H, 5,29; N, 18,59.
- Massenspektrum: M/Z (relative Intensität %): 294 (14), 279 (13), 261
(100), 233 (24), 166 (14), 134 (90).
-
Mesylatsalz
-
- Schmelzpunkt: 172–175°C
- Analyse: Berechnet für
C14H19ClN4O3S2:
C, 43,08; H, 4,87; N, 14,36.
- Gefunden: C, 42,97; H, 5,04; N, 14,03.
-
Beispiel 9: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-acetyl-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin
-
4-Cyano-2-pyridincarboxaldehyd
(1,0 g, 7,57 mmol) und Methylmagnesiumbromid (6,31 ml, 18,92 mmol,
2,5 Äquiv.,
3,0 M in Ether) führten
zu 0,729 g (58%) 4-Acetyl-2-(1-hydroxy)ethylpyridin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,27 Aceton-methylenchlorid
(1 : 4).
1H NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,68
(d, 1H, J = 5,1 Hz), 7,76 (s, 1H), 7,61 (dd, 1H, J = 1,49, 5,05
Hz), 4,97 (q, 1H, J = 6,42 Hz), 4,20 (brs, 1H), 2,62 (s, 3H), 1,52
(d, 3H, J = 6,52 Hz).
Massenspektrum: M/Z (relative Intensität %): 165
(7), 164 (9), 150 (100), 122 (24).
-
4-Acetyl-2-(1-hydroxy)ethylpyridin
(0,729 g, 4,42 mmol), Methansulfonylchlorid (0,554 g, g, 4,86 mmol, 1,1 Äquiv.) und
Triethylamin (0,536 g, 5,30 mmol, 1,2 Äquiv.) ergaben bei Konzentrieren
unter vermindertem Druck 4-Acetyl-2-(1-methansulfonyloxy)ethylpyridin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,59 Aceton-Methylenchlorid
(1 : 4).
-
Das
4-Amino-6-chlor-2-thio-pyrimidinmesylatsalz (1,13 g, 4,42 mmol),
NaH (0,371 g, 9,28 mmol, 2,1 Äquiv.,
60%ige Öldispersion
und 4-Acetyl-2-(1-methan-sulfonyloxy)ethylpyridin (1,07 g, 4,42
mmol, 1,0 Äquiv.) ergaben
0,774 g (57%) 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-acetyl-2-pyridyl)ethyl)thiopyrimidin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,17 Acetone-Methylenchlorid
(1 : 9).
1H NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,75
(d, 1H, J = 3,79 Hz), 7,96 (s, 1H), 7,58 (dd, 1H, J = 1,24, 3,79
Hz), 6,11 (s, 1H), 5,17 (q, 1H, J = 5,40 Hz), 5,08 (brs, 2H), 2,63
(s, 3H), 1,79 (d, 3H, J = 5,41).
Schmelzpunkt: 149–150°C.
UV
(λ max,
Ethanol): 227 (27,400), 249 sh (11,400), 288 (9,370).
Infrarot
(ν max,
Mineralöl):
1568, 2925, 2954, 1692, 1555, 1526, 1653, 1275, 2855, 3208, 1369,
1115, 3372, 3329, 1284, 3224, 601, 815, 1460, 982, 1105, 1259, 621,
849, 1445 cm–1.
Analyse:
Berechnet für
C12H13ClN4OS: C, 50,65; H, 4,22; N, 18,18.
Gefunden:
C, 50,40; H, 4,28; N, 18,16.
Massenspektrum: M/Z (relative
Intensität
%): 308 (4), 275 (100), 148 (33), 105 (13).
-
Beispiel 10: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-(1-methylethenyl)-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin
-
Eine
Suspension von Methyltriphenylphosphoniumbromid (14,90 g, 0,0417
mmol, 2,2 Äquiv.)
in 170 ml THF, die auf 0–5°C gekühlt war,
wurde über
einen Zeitraum von 20 min tropfenweise mit n-Butyllithium (26,1 ml,
0,0417 mol, 2,2 Äquiv.,
1,6 M in Hexan) behandelt. Nach dem Rühren während weiteren 35 min wird
in 25 ml THF gelöstes
4-Acetyl-2-(2-hydroxy)ethylpyridin
(3,13 g, 0,0190 mol, 1,0 Äquiv.) über einen
Zeitraum von 20 min tropfenweise zu dem Reaktionsgemisch gegeben.
Nach 3,5 h wird der Inhalt in 500 ml Eiswas ser gegossen, 4-mal mit
Ethylacetat extrahiert, und die vereinigten organischen Extrakte
werden mit wasserfreiem Na2SO4 getrocknet.
Das konzentrierte Filtrat wird über
500 g Silicagel, das mit Ethylacetat-Hexan (1 : 1) gepackt und eluiert
wird, chromatographiert, wobei 2,55 g (82%) 4-(1-Methylethenyl)-2-(1-hydroxy)ethylpyridin erhalten
wird.
DC (Silicagel GF): Rf = 0,23
Ethylacetat (1 : 1).
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 8,47
(d, 1H, J = 5,30 Hz), 7,33 (s, 1H), 7,24 (dd, 1H, J = 1,75, 5,21
Hz), 5,58 (s, 1H), 5,28 (s, 1H), 4,90 (q, 1H, J = 6,53 Hz), 4,40
(brs, 1H), 2,15 (s, 3H), 1,52 (d, 3H, J = 6,57 Hz).
Massenspektrum:
M/Z (relative Intensität
%): 163 (11), 162 (13), 148 (100), 146 (40), 120 (23).
-
4-(1-Methylethenyl)-2-(1-hydroxy)ethylpyridin
(0,775 g, 4,75 mmol), Methansulfonylchlorid (0,670 g, 5,88 mmol,
1,24 Äquiv.)
und Triethylamin (0,576 g, 5,70 mmol, 1,2 Äquiv.) ergaben bei Konzentrieren
unter vermindertem Druck 4-(1-Methylenethenyl)-2-(1-methansulfonyloxy)ethylpyridin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,31 Ethylacetat-Hexan
(1 : 1).
-
4-(1-Methylethenyl)-2-(1-methansulfonyloxy)ethylpyridin
(1,14 g, 4,75 mmol), NaH (0,399 g, 9, 98 mmol, 2,1 Äquiv., 60%ige Öldispersion)
und das 4-Amino-6-chlor-2-thio-pyrimidinmesylatsalz
(1,22 g, 4,75 mmol, 1,0 Äquiv.)
ergaben 0,801 g (55%) 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-(1-methylethenyl)-2-pyridyl)ethyl)-thio-pyrimidin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,22 Ethylacetat-Hexan
(1 : 1).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,51
(d, 1H, J = 5,28 Hz), 7,53 (s, 1H), 7,19 (dd, 1H, J = 1,80, 5,20
Hz), 6,10 (s, 1H), 5,58 (s, 1H), 5,30–5,09 (m, 4H), 2,14 (s, 3H),
1,77 (d, 3H, J = 7,19 Hz).
Schmelzpunkt: 133–135°C.
UV
(λ max,
Ethanol): 231 (28,200), 250 sh (19,900), 285 (9,270).
Infrarot
(ν max,
Mineralöl):
1569, 1529, 2925, 1642, 1281, 2953, 1359, 1119, 1600, 1367, 2855,
1467, 3184, 828, 3314, 3364, 1378, 902, 1052, 986, 3217, 2982, 1263,
603, 911 cm–1;
Analyse:
Berechnet für
C14H15ClN4S: C, 54,90; H, 4,90; N, 18,30.
Gefunden:
C, 54,61; H, 5,11; N, 17,99.
Massenspektrum: M/Z (relative
Intensität
%): 306 (7), 291 (1), 273 (100), 211 (4), 178 (22), 146 (53).
-
Beispiel 11: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-(1-methylethyl)-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin
-
Ein
mit getrennten Einlass- und Auslassventilen ausgestatteter Kolben
wird mit 4-(1-Methylethyl)-2-(1-hydroxy)ethenylpyridin (1,00 g,
6,13 mmol) in 50 ml 95%igem Ethanol, 10% Palladium-auf-Kohle (100
mg) beschickt und über
einen Ballon bei Raumtemperatur einer Wasserstoffatmosphäre ausgesetzt. Nach
1 h wird das Reaktionsgemisch über
einen Celitepfropfen unter Verwendung von Methylenchlorid zum Waschen
des Pfropfens filtriert. Das Filtrat wird unter Vakuum konzentriert
und mit 100 g Silicagel, das mit Ethylacetat-Hexan (1 : 1) gepackt und eluiert wird,
chromatographiert, wobei eine Ausbeute von 91% von 4-(1-Methylethyl)-2-(1-hydroxy)ethylpyridin
erhalten wird.
DC (Silicagel GF): Rf =
0,25 Aceton-Hexan (1 : 2).
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 8,19
(d, 1H, J = 5,15 Hz), 6,92 (s, 1H), 6,84 (dd, 1H, J = 1,51, 5,17
Hz), 4,65 (q, 1H, J = 6,51 Hz), 4,22 (brs, 1H), 2,69 (m, 1H), 1,29
(d, 3H, J = 6,45 Hz), 1,04 (d, 6H, J = 6,91 Hz).
Massenspektrum:
M/Z (relative Intensität
%): 165 (9), 164 (14), 150 (100), 148 (45), 135 (20), 122 (21),
106 (15).
-
Die
Mesylierung von 4-(1-Methylethyl)-2-(1-hydroxy)ethylpyridin (1,07
g, 6,48 mmol) mit Methansulfonylchlorid (0,887 g, 7,78 mmol, 1,2 Äquiv.) und
Triethylamin (0,851 g, 8,42 mmol, 1,3 Äquiv.) ergab 4-(1-Methylethyl)-2-(1-methansulfonyloxy)ethylpyridin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,34 Ethylacetat-Hexan
(1 : 1).
-
Die
Alkylierung des 4-Amino-6-chlor-2-thio-pyrimidinmesylat-salzes (1,66
g, 6,48 mmol) mit NaH (0,544 g, 13,61 mmol, 2,1 Äquiv., 60%ige Öldispersion)
und 4-(1-Methylethyl)-2-(1-methansulfonyloxy)ethylpyridin (1,57
g, 6,48 mmol, 1,0 Äquiv.)
ergab 1,02 g (51%) 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-(1-methylethyl)-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,23 Aceton-Methylenchlorid
(1 : 6).
Analyse: Berechnet für C14H17ClN4S: C, 54,54;
H, 5,52; N, 18,18.
Gefunden: C, 54,06; H, 5,62; N, 17,77.
-
Mesylatsalz
-
- 1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,83
(d, 1H, J = 6,14 Hz), 7,90 (s, 1H), 7,63 (d, 1H, J = 6,16 Hz), 6,29
(s, 1H), 5,33 (q, 1H, J = 7,55 Hz), 3,19 (m, 1H), 2,98 (s, 3H),
1,83 (d, 3H, J = 7,50 Hz), 1,41 (dd, 6H, J = 1,37, 6,91 Hz).
- Schmelzpunkt: 155–159°C.
- UV (λ max,
Ethanol): 229 (21,300), 253 (11,600), 267 sh (8,250), 286 (6,530).
- Infrarot (ν max,
Mineralöl):
2925, 1571, 2955, 2855, 1633, 1162, 2870, 1217, 1041, 1528, 1376,
1465, 1117, 828, 3192, 3323, 3219, 1282, 3089, 3060, 1479, 3370,
986, 774, 2719 cm–1.
- Massenspektrum: M/Z (relative Intensität %): 308 (8), 293 (2), 275
(100), 180 (34), 148 (67), 132 (55).
-
Beispiel 12: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-methyl-2-pyridyl)penthyl)thio-pyrimidin
-
Eine
Lösung
von n-Butyllithium (6,71 ml, 10,74 mmol, 1,3 Äquiv., 1,6 M in Hexanen) in
60 ml Ether bei 0–5°C wird über einen
Zeitraum von 10 min tropfenweise mit 4-Methyl-2-pyridincarboxaldehyd (1,0 g, 8,26 mmol,
1,0 Äquiv.)
in 40 ml Ether behandelt. Nach 30 min wird der Inhalt in 45 ml 3
N HCl, die 60 ml zerstoßenes Eis
enthält,
gegossen. Das kalte Gemisch wird auf Raumtemperatur erwärmt, 20
min ge rührt,
mit 15 ml von 29%igem wässrigem
Ammoniumhydroxid basisch gemacht und einmal mit Ethylacetat extrahiert.
Die organische Schicht wird über
wasserfreiem Na2SO4 getrocknet
und unter vermindertem Druck konzentriert. Eine Chromatographie
mit 150 g Silicagel, das mit Ethylacetat-Hexan (1 : 2) gepackt und
eluiert wurde, ergab 0,364 g (24%) 2-(1-Hydroxy)pentyl-4-methylpyridin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,18 Ethylacetat-Hexan
(1 : 2).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,24
(d, 1H, J = 5,05 Hz), 6,92 (s, 1H), 6,87 (d, 1H, J = 4,93 Hz), 4,55
(m, 1H), 4,01 (brs, 1H), 2,23 (s, 3H), 1,75–1,45 (m, 2H), 1,34–1,12 (m,
4H), 0,76 (t, 3H), J = 7,19 Hz).
-
Eine
Lösung
von 2-(1-Hydroxy)pentyl-4-methylpyridin (0,364 g, 2,03 mmol) in
10 ml Methylenchlorid wird mit Thionylchlorid (0,525 g, 4,41 mmol,
2,17 Äquiv.)
und Triethylamin (0,226 g, 2,23 mmol, 1,1 Äquiv.) behandelt. Nach 1 h
wird das Reaktionsgemisch in 100 ml gesättigtes NaHCO3 gegossen,
zweimal mit Methylenchlorid extrahiert, und die vereinigten organischen
Extrakte werden mit wasserfreiem Na2SO4 getrocknet. Das Filtrat wird unter Vakuum
konzentriert, wobei 2-(1-Chlor)pentyl-4-methylpyridin
erhalten wird.
DC (Silicagel GF): Rf =
0,78 Aceton-Methylenchlorid (1 : 6).
1H-NMR
(CDCl3, TMS): δ 8,25 (d, 1H, J = 5,06 Hz),
7,10 (s, 1H), 6,86 (d, 1H, J = 5,15 Hz), 4,75 (t, 1H, J = 7,11 Hz),
2,21 (s, 3H), 2,02–1,91
(m, 2H), 1,43–1,09
(m, 4H), 0,73 (t, 3H, J = 6,73 Hz).
-
Die
Alkylierung des 4-Amino-6-chlor-2-thio-pyrimidinmesylatsalzes (0,514
g, 2,0 mmol) mit NaH (0,176 g, 4,4 mmol, 2,2 Äquiv., 60%ige Öldispersion)
und 2-(1-Chlor)pentyl-4-methylpyridin
(0,394 g, 2,0 mmol), 1,0 Äquiv.)
ergab 0,400 g (62%) 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-methyl-2-pyridyl)penthyl)thio-pyrimidin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,25 Aceton-Methylenchlorid
(1 : 6).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,35
(d, 1H, J = 5,00 Hz), 7,20 (s, 1H), 6,90 (d, 1H, J = 4,54 Hz), 6,02
(s, 1H), 5,12 (brs, 2H), 4,88 (t, 1H, J = 7,20), 2,27 (s, 3H), 2,13–1,92 (m,
2H), 1,39–1,12
(m, 4H), = 0,81 (t, 3H, J = 6,90 Hz).
Schmelzpunkt: 139,5–141°C.
UV
(λ max,
Ethanol): 230 (22,600), 254 (12,600), 267 sh (8,830), 287 (7,040).
Infrarot
(ν max,
Mineralöl):
1573, 2928, 2961, 1281, 1659, 1534, 1123, 3143, 2854, 1605, 1466,
990, 1367, 1271, 1362, 1264, 3314, 2872, 829, 1296, 1453, 1381,
824, 1097, 3231 cm–1.
Analyse: KF
H2O 0,20%.
Analyse: Berechnet für C15H19ClN4S: –0,20% H2O: C, 55,80; H, 5,93; N, 17,37.
Gefunden:
C, 55,25; H, 5,83; N, 17,62.
Massenspektrum: M/Z (relative
Intensität
%): 322 (11), 289 (38), 279 (25), 266 (24), 233 (54), 162 (100).
-
Beispiel 14: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-methyl-2-pyridyl)-1-cyclopropyl-methyl)thio-pyrimidinmesylat
-
Die
Grignard-Reaktion von 4-Methyl-2-pyridincarboxaldehyd (1,21 g, 10,0
mmol) und Cyclopropylmagnesiumbromid (24 ml, 15,0 mmol, 1,5 Äquiv., 1,6
ml/mmol) ergab 1,42 g (87%) 2-(1-Hydroxy-1-cyclopropylmethyl)-4-methyl-pyridin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,21 Aceton-Methylenchlorid
(1 : 6).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,47
(d, 1H, J = 5,08 Hz), 7,30 (s, 1H), 7,12 (d, 1H, J = 5,14 Hz), 4,70
(brs, 1H), 4,16 (d, 1H, J = 7,92 Hz), 2,47 (s, 3H), 1,26–1,12 (m,
1H), 0,74–0,57
(m, 4H).
Massenspektrum: M/Z (relative Intensität %): 163
(34), 162 (51), 146 (51), 135 (70), 122 (100), 107 (57), 92 (98).
-
Zu
einer Lösung
von 2-(1-Chlor-1-cyclopropylmethyl)-4-methyl-pyridin (1,42 g, 8,71 mmol) in
40 ml Chloroform bei Raumtemperatur wird Thionylchlorid (1,35 g,
11,32 mmol, 1,3 Äquiv.)
gegeben. Nach 1,5 h wird der Inhalt in 150 ml gesättigte NaHCO3 gegossen, zweimal mit Methylenchlorid extrahiert,
und die vereinigten organischen Extrakte werden mit wasser freiem
Na2SO4 getrocknet.
Das Filtrat wird unter vermindertem Druck konzentriert und unter
Verwendung von 160 g Silicagel, das mit Ethylacetat-Hexan (1 : 6)
gepackt und eluiert wurde, chromatographiert, wobei 0,894 g (56%)
2-(1-Chlor-1-cyclopropylmethyl)4-methyl-pyridin
erhalten wurde.
DC (Silicagel GF): Rf =
0,19 Ethylacetat-Hexan (1 : 6).
1H-NMR
(CDCl3, TMS): δ 8,21 (d, 1H, J = 5,03 Hz),
7,08 (s, 1H), 6,83 (d, 1H, J = 4,13 Hz), 4,10 (d, 1H, J = 9,48 Hz),
2,16 (s, 3H), 1,52–1,39
(m, 1H), 0,68–0,55
(m, 1H), 0,51–0,25
(m, 3H).
-
Die
Alkylierung des 4-Amino-6-chlor-2-thio-pyrimidinmesylatsalzes (1,27 g, 4,94
mmol) mit NaH (0,435 g, 10,87 mmol, 2,2 Äquiv., 60%ige Öldispersion)
und 2-(1-chlor-1-cyclopropylmethyl)-4-methyl-pyridin (0,894,
4,94 mmol, 1,0 Äquiv.)
ergab 0,762 g (50%) 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-methyl-2-pyridyl)-1-cyclopropylmethyl)thio-pyrimidin.
Die Behandlung mit einem Äquivalent
Methansulfonsäure
in Ether ergab die analysenreine Titelverbindung als weißen kristallinen
Feststoff.
DC (Silicagel GF): (freie Base) Rf =
0,31 Aceton-Methylenchlorid
(1 : 4).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,51
(d, 1H, J = 6,08 Hz), 7,75 (s, 1H), 7,31 (d, 1H, J = 5,89 Hz), 5,90
(s, 1H), 4,22 (d, 1H, J = 10,75 Hz), 2,72 (s, 3H), 2,45 (s, 3H),
1,08–0,91
(m, 1H), 0,76–0,60
(m, 2H), 0,60–0,42
(m, 2H).
Schmelzpunkt: 192–193°C
UV
(λ max,
Ethanol): 229, (22,500), 254 (12,400), 268 sh (8,460), 287 (6,840).
Infrarot
(ν max,
Mineralöl):
2924, 1576, 1217, 1228, 1527, 1035, 2954, 1377, 2854, 827, 1242,
2869, 1653, 1638, 3187, 1160, 1169, 1116, 1256, 3348, 3323, 1182,
1461, 1466, 773 cm–1.
Analyse: Berechnet
für C15H19ClN4O3S2: C, 44,78; H,
4,73; N, 13,93.
Gefunden: C, 44,58; H, 4,85; N, 13,86.
Massenspektrum:
M/Z (relative Intensität
%): 306 (7), 273 (13), 178 (17), 164 (19), 146 (100), 131 (40).
-
Beispiel 15: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-(4-morpholinyl)methyl-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin
-
Eine
Suspension von 4-Picolylchloridhydrochlorid (10,0 g, 60,98 mmol)
in 100 ml Methylenchlorid bei Raumtemperatur wird auf einmal mit
Morpholin (26,52 g, 304,9 mmol, 5,0 Äquiv.) behandelt. Nach 50 stündigem Rühren wird
das Reaktionsgemisch in 250 ml Wasser gegossen, 6-mal mit Ethylacetat
und 3-mal mit Ethylacetat-Methanol (9 : 1) extrahiert, und die vereinigten
organischen Extrakte werden über
Na2SO4 getrocknet.
Das konzentrierte Filtrat wurde mit 350 g Silicagel, das mit Aceton-Methylenchlorid
(1 : 2) gepackt und eluiert wurde, chromatographiert, wobei 9,17
g (84%) 4-(4-Morpholinyl)methylpyridin
als gelbe Flüssigkeit
erhalten wurden.
DC (Silicagel GF): Rf =
0,28 Aceton-Methylenchlorid (1 : 2).
1H-NMR
(CDCl3, TMS): δ 8,59 (d, 2H, J = 6,04 Hz),
7,33 (d, 2H, J = 6,01 Hz), 3,77 (t, 4H, J = 4,55 Hz), 3,55 (s, 2H),
2,50 (t, 4H, J = 4,66 Hz).
Massenspektrum: M/Z (relative Intensität %): 178
(77), 147 (38), 134 (16), 119 (80), 100 (100).
-
In
einer zu dem zur Herstellung von 4-Cyano-2-hydroxymethylpyridin
beschriebenen Verfahren ähnlichen
Weise ergaben 4-(4-Morpholinyl)methylpyridin
(9,15 g, 51,40 mmol), Ammoniumpersulfat (23,44 g, 102,81 mmol, 2,0 Äquiv.),
Methanol (92 ml), Wasser (46 ml) und konzentrierte H2SO4 (11,59 g, 118,2 mmol, 2,3 Äquiv.) 2,29
g (21%) 2-Hydroxymethyl-4-(4-morpholinyl)methylpyridin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,25 Aceton-Methylenchlorid
(2 : 1).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,45
(d, 1H, J = 5,05 Hz), 7,27 (s, 1H), 7,18 (d, 1H, J = 4,90 Hz), 4,73
(s, 2H), 4,12 (brs, 1H), 3,70 (t, 4H, J = 4,76 Hz), 3,48 (s, 2H),
2,43 (t, 4H, J = 4,63 Hz).
Massenspektrum: M/Z (relative Intensität %): 208
(55), 177 (28), 149 (52), 123 (100), 100 (99), 86 (51).
-
In
einer zu der zur Herstellung von 4-Cyano-2-pyridincarboxaldehyd
angegebenen ähnlichen
Weise ergab 2-Hydroxymethyl-4-(4-morpholinyl)methylpyridin
(2,29 g, 11,01 mmol) 1,03 g (45%) 4-(4-Morpholinyl)methyl-2-pyridincarboxaldehyd.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,42 Aceton-Methylenchlorid
(1 : 4).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 9,89
(s, 1H), 8,54 (d, 1H, J = 4,87 Hz), 7,76 (s, 1H), 7,36 (d, 1H, J
= 4,86 Hz), 3,53 (t, 4H, J = 4,54 Hz), 3,39 (s, 2H), 2,27 (t, 4H,
J = 4,65 Hz).
-
Eine
Grignard-Reaktion von 4-(4-Morpholinyl)methyl-2-pyridincarboxaldehyd (1,03 g, 5,00 mmol)
und Methylmagnesiumbromid (2,50 ml, 7,50 mmol, 1,5 Äquiv., 3,0
M in Ether) ergab 1,05 g (94%) 2-(1-Hydroxyethyl)-4-(4-morpholinyl)methylpyridin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,37 Aceton-Methylenchlorid
(2 : 1).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,52
(d, 1H, J = 5,04 Hz), 7,34 (s, 1H), 7,27 (d, 1H, J = 5,04 Hz), 4,95
(q, 1H, J = 6,54 Hz), 3,79 (t, 4H, J = 4,50 Hz), 3,58 (s, 2H), 2,52
(q, 4H, J = 4,62 Hz), 1,57 (d, 3H, J = 6,50 Hz).
Massenspektrum:
M/Z (relative Intensität
%): 222 (100), 207 (11), 191 (30), 177 (13), 163 (10), 149 (76),
147 (64), 137 (74), 121 (53), 100 (92).
-
Die
Behandlung von 2-(1-Hydroxyethyl)-4-(4-morpholinyl)methylpyridin
(1,05 g, 4,73 mmol) mit Thionylchlorid (0,732 g, 6,15 mmol, 1,3 Äquiv.) ergab
1,08 g (96%) 2-(1-Chlorethyl)-4-(4-morpholinyl)methylpyridin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,39 Aceton-Methylenchlorid
(2 : 1).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,46
(d, 1H, J = 4,90 Hz), 7,42 (s, 1H), 7,19 (d, 1H, J = 5,08 Hz), 5,09
(q, 1H, J = 6,86 Hz), 3,69 (t, 4H, J = 4,54 Hz), 3,47 (s, 2H), 2,42
(t, 4H, J = 4,64 Hz), 1,84 (d, 3H, J = 6,88 Hz).
-
Die
Alkylierung des 4-Amino-6-chlor-2-thio-pyrimidinmesylatsalzes (1,16
g, 4,50 mmol) mit NaH (0,396 g, 9,90 mmol, 2,2 Äquiv., 60%ige Öldispersion)
und 2-(1-Chlorethyl)-4-(4-morpholinyl)methylpyridin (1,08
g, 4,50 mmol, 1,0 Äquiv.)
ergab 0,900 g (68%) 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-(4-morpholinyl)methyl-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,33 Aceton-Methylenchlorid
(1 : 2).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,31
(d, 1H, J = 4,90 Hz), 7,26 (s, 1H), 6,97 (d, 1H, J = 4,96 Hz), 5,92
(s, 1H), 5,01 (brs, 2H), 4,92 (q, 1H, J = 7,13), 3,53 (t, 4H, J
= 4,49 Hz), 3,30 (s, 2H), 2,25 (t, 4H, J = 4,60 Hz), 1,58 (d, 3H, J
= 7,20 Hz).
Schmelzpunkt: 146–147,5°C.
UV (λ max, Ethanol): 230 (22,400),
250 (12,200), 270 sh (8, 290), 287 (7,010).
Infrarot (ν max, Mineralöl): 2924,
1566, 1559, 1533, 1109, 2957, 1374, 2855, 2865, 1639, 825, 865,
1464, 1454, 1255, 1604, 1291, 1117, 1272, 3400, 858, 1045, 604,
3301, 3155 cm–1.
Analyse:
Berechnet für:
C16H20ClN5OS: C, 52,60; H, 5,48; N, 19,18.
Gefunden:
C, 52,74; H, 5,68; N, 19,00.
Massenspektrum: M/Z (relative
Intensität
%): 365 (0,1), 332 (9), 280 (100), 247 (9), (20).
-
Beispiel 16: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-dimethylaminomethyl-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin
-
In
einer zu dem zur Synthese von 4-(4-Morpholinyl)methylpyridin beschriebenen
Verfahren ähnlichen Weise
ergaben 4-Picolylchloridhydrochlorid
(6,00 g, 0,0366 mmol) und Diethylamin (10,68 g, 0,146 mol, 4,0 Äquiv.) 5,28
g (88%) 4-(N,N-Diethylaminomethyl)pyridin.
DC (Silicagel GF):
Rf = 0,32 Aceton-Methylenchlorid (1 : 2).
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 8,44 (d,
2H, J = 4,48 Hz), 7,20 (d, 2H, J = 5,89 Hz), 3,48 (s, 2H), 2,45
(q, 4H, J = 7,14 Hz), 0,960 (t, 6H, J = 7,13 Hz).
Massenspektrum:
M/Z (relative Intensität
%): 164 (12), 149 (100), 92 (87).
-
Die
Behandlung von 4-(N,N-Diethylaminomethyl)pyridin (2,0 g, 12, 20
mmol) mit Ammoniumpersulfat (5,56 g, 24,4 g, 2,0 Äquiv.),
Methanol (22 ml), Wasser (11 ml) und konzentrierter H2OSO4 (2,76 g, 28,18 mmol, 2,31 Äquiv.) gemäß der Beschreibung
für Beispiel
4 ergab 0,697 g (29%) 4-(N,N-Diethylaminomethyl)-2-hydroxymethylpyridin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,28 Aceton-Methylenchlorid
(2 : 1).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,34
(d, 1H, J = 5,05 Hz), 7,15 (s, 1H), 7,10 (d, 1H, J = 5,13 Hz), 4,63
(s, 2H), 3,45 (s, 2H), 2,41 (q, 4H, J = 7,12 Hz), 924 (t, 6H, J
= 7,16 Hz).
Massenspektrum: M/Z (relative Intensität %): 194
(10), 179 (100), 122 (15), 86 (30).
-
Die
Oxidation von 4-(N,N-Diethylaminomethyl)-2-hydroxymethylpyridin
(0,695 g, 3,58 mmol), SeO2 (0,220 g, 1,98
mmol, 0,554 Äquiv.)
gemäß der Beschreibung
für Beispiel
4 ergab 0,395 g (57%) 4-(N,N-Diethylaminomethyl)-2-pyridincarboxaldehyd.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,27 Aceton-Methylenchlorid
(2 : 1).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 10,02
(s, 1H), 8,64 (d, 1H, J = 4,88 Hz), 7,89 (s, 1H), 7,51 (d, 1H, J
= 5,04 Hz), 3,58 (s, 2H), 2,47 (q, 4H, J = 7,18 Hz), 0,976 (t, 6H,
J = 7,16 Hz).
Massenspektrum: M/Z (relative Intensität %): 192
(9), 177 (100), 149 (9), 134 (8), 120 (31), 86 (32).
-
Eine
Grignard-Reaktion von 4-(N,N-Diethylaminomethyl)-2-pyridincarboxaldehyd
(0,840 g, 4,37 mmol) mit Methylmagnesiumbromid (2,19 ml, 6,56 mmol,
1,5 Äquiv.,
3,0 M in Ether) ergab 0,668 g (73%) 4-(N,N-Diethylaminomethyl)-2-(1-hydroxy)ethylpyridin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,36 Aceton-Methylenchlorid
(2 : 1).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,43
(d, 1H, J = 5,04), 7,30 (s, 1H), 7,20 (d, 1H, J = 5,03 Hz), 4,88
(q, 1H, J = 6,56 Hz), 4,52 (brs, 1H), 3,57 (s, 2H), 2,52 (q, 4H,
J = 7,11 Hz), 1,50 (d, 3H, J = 6,54 Hz), 1,04 (t, 6H, J = 7,08 Hz).
Massenspektrum:
M/Z (relative Intensität
%): 208 (23), 193 (100), 177 (0,8), 149 (3), 136 (9), 121 (53),
86 (50).
-
Die
Behandlung von 4-(N,N-Diethylaminomethyl)-2-(1-hydroxy)ethylpyridin (0,668 g, 3,21
mmol) mit Thionylchlorid (0,497 g, 4,17 mmol, 1,3 Äquiv.) ergab
0,687 g (95%) 2-(1-chlor)ethyl-4-(N,N-diethylaminomethyl)pyridin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,42 Aceton-Methylenchlorid
(1 : 4).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,45
(d, 1H, J = 4,97 Hz), 7,44 (s, 1H), 7,21 (d, 1H, J = 5,01 Hz), 5,11
(q, 1H, J = 6,81), 3,55 (s, 2H), 2,50 (q, 4H, 7,15 Hz), 1,85 (d,
3H, J = 6,84 Hz), 1,02 (t, 6H, J = 7,12 Hz).
-
Die
Alkylierung des 4-Amino-6-chlor-2-thio-pyrimidinmesylatsalzes (0,781
g, 3,04 mmol) mit NaH (0,268 g, 6,69 mmol, 2,20 Äquiv., 60%ige Öldispersion)
und 2-(1-Chlor)ethyl-4-(N,N-diethylaminomethyl)pyridin
(0,687 g, 3,04 mmol, 1,0 Äquiv.)
ergab 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-dimethylaminomethyl-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin.
DC
(Silicagel GF): Rf = 0,26 Aceton-Methylenchlorid
(1 : 2).
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 8,26
(d, 1H, J = 5,04 Hz), 7,26 (s, 1H), 6,94 (d, 1H, 5,08 Hz), 5,88
(s, 1H), 5,17 (brs, 2H), 4,88 (q, 1H, J = 7,15 Hz), 3,34 (s, 2H),
2,30 (q, 4H, J = 7,12 Hz), 1,55 (d, 3H, J = 7,19 Hz), 0,816 (t,
6H, J = 7,15 Hz).
Schmelzpunkt: 92–94°C.
UV (λ max, Ethanol): 230 (22,900),
253 (12,600), 286 (7,190).
Infrarot (ν max, Mineralöl): 2925,
1570, 2955, 1561, 1278, 1529, 2855, 1117, 2871, 1366, 1658, 1462,
3144, 1604, 1453, 3297, 989, 1259, 1378, 825, 3228, 3058, 2826,
1099, 3013 cm–1.
-
Analyse:
Berechnet für:
C16H22ClN5S: C, 54,70; H, 6,27; N, 19,94.
Gefunden:
C, 54,52; H, 6,35; N, 19,76.
Massenspektrum: M/Z (relative
Intensität
%): 351 (0,2), 336 (47), 318 (5), 280 (100), 246 (12), 190 (33),
175 (24), 119 (82), 86 (76).
-
Beispiel 17: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(2-naphthalenyl)ethyl)thio-pyrimidin
-
Die
Alkylierung des 4-Amino-6-chlor-2-thio-pyrimidinmesylatsalzes (1,49
g, 5,81 mmol) mit NaH (0,490 g, 12,20 mmol, 2,1 Äquiv.), 60%ige Dispersion in Öl) und dem
von dem im Handel erhältlichen α-Methyl-2-naphthalenmethanol
abgeleiteten Mesylat (1,45 g, 5,81 mmol, 1,0 Äquiv.) ergab 0,363 g (20%)
4-Amino-6-chlor-2-(1-(2-naphthalenyl)ethyl)-thio-pyrimidin.
DC (Silicagel GF): Rf = 0,27 Ethylacetat-Hexan (1 : 3).
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ ppm. 7,82
(s, 1H), 7,71 (m, 3H), 7,48 (dd, 1H, J = 1,81, 8,53 Hz), 7,36 (m,
2H), 6,00 (s, 1H), 5,09 (q, 1H, J = 7,14 Hz), 5,04 (brs, 2H), 1,74
(d, 3H, J = 7,10 Hz).
Schmelzpunkt: 55–58°C.
UV (λ max, Ethanol): 225 (81,200),
256 (18,300), 277 (11,500), 286 (11,400).
Infrarot (ν max, Mineralöl): 1564,
1531, 2925, 2954, 1367, 1359, 1285, 2856, 1631, 1612, 820, 2867,
1118, 1457, 3311, 1241, 748, 3180, 3390, 3209, 1508 3462, 3054,
3016, 857 cm–1.
Analyse:
Berechnet für:
C16H14ClN3S: C, 60,95; H, 4,44; N, 13,33.
Gefunden
C, 60,66; H, 4,49; N, 13,06.
Massenspektrum: M/Z (relative
Intensität
%): 315 (13), 282 (20), 171 (2), 155 (100), 128 (10), 115 (6).
-
Beispiel 18: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-isochinolyl)ethyl)thio-pyrimidin
-
Isochinolin-3-carbonitril
(1,76 g, 11,4 mmol) wird in 10 ml Tetrahydrofuran in einem Ofen
getrockneten 100-ml-Zweihals-Rundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wird auf 0 °C
gekühlt,
mit 5 ml Diethylether verdünnt
und mit Methylmagnesiumbromid in Ether (5,7 ml, 17,1 mmol) behandelt.
Das Reaktionsgemisch wird 1 h lang auf Rückflusstemperatur erwärmt, auf
0°C gekühlt und
mit 15 ml 6 M Salzsäure
gequencht. Das Reaktionsgemisch wird 1 h lang auf 50°C erwärmt, gekühlt und
in 75 ml 2 N Natriumhydroxid gegossen. Das Gemisch wird mit 3 × 50 ml
Ethylacetat extrahiert, und die vereinigten organischen Phasen werden über Kaliumcarbonat
getrocknet. Die getrockneten organischen Phasen werden unter Vakuum
zu einem rohen orangefarbenen Feststoff konzentriert. Das rohe Material
wird über
60 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 20% Aceton/Hexan chromatographiert, wobei
22-ml-Fraktionen gewonnen werden. Die Fraktionen 7–11 werden vereinigt
und konzentriert, wobei 1,7 g (87%) 3-Acetyliso-chinolin erhalten
werden.
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 2,83
(s, 3), 7,70–7,78
(m, 2), 7,97–8,06
(m, 2), 8,47 (s, 1), 9,28 (s, 1) ppm.
13C-NMR
(CDCl3): δ 26,6;
120,2; 127,6; 128,6; 129,4; 130,1; 131,0; 135,5; 124,7; 151,9; 200,3
ppm.
DC (Silicagel-60, F-254): Rf =
0,37, 20% Aceton-Hexan.
Schmelzpunkt: 90–91°C.
Infrarot (ν max, Mineralöl): 2925,
1689, 1418, 1386, 1220, 944, 764 cm–1.
Massenspektrum:
[M/Z] (relative Intensität
%): [171] (88).
Analyse: Berechnet für: C11H9N1O1:
C, 77,17; H, 5,30; N, 8,18. Gefunden: C, 76,98; H, 5,41; N, 8,29.
-
3-Acetylisochinolin
(1,53 g, 8,9 mmol) wird in 42 ml Methanol in einem 100-ml-Einhalsrundkolben
bei 0°C
gelöst.
Die Lösung
wird portionsweise mit Natriumborhydrid (388 mg, 10,3 mmol) behandelt,
und das Reaktionsgemisch wird 30 min bei 0°C gerührt. Die flüchtigen Stoffe werden unter
Vakuum entfernt, und der Rückstand
wird zwischen 1 × 100
ml 1 N Natriumhydroxid und 3 × 25
ml Dichlormethan verteilt. Die verteilten organischen Phasen werden über Kaliumcarbonat
getrocknet und unter Vakuum zu einem blassgelben Feststoff konzentriert.
Das rohe Material wird über
60 g Silicagel (230–400
mesh), unter Elution mit 40% Aceton/Hexan chromatographiert, wobei
9-ml-Fraktionen gewonnen werden. Die Fraktionen 26–45 werden
vereinigt und konzentriert, wobei 1,23 g (80%) 3-(1-Hydroxyethyl)-isochinolin
erhalten werden.
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,61
(d, J = 6,5 Hz, 3), 3,91 (bs, 1), 5,07 (q, J = 6,5, 12,9 Hz, 1),
7,54–7,60
(m, 1), 7,65–7,71
(m, 2), 7,80 (d, J = 8 Hz, 1), 7,95 (d, J = 8 Hz, 1), 9,20 (s, 1)
ppm.
13C-NMR (CDCl3): δ 24,2; 69,6;
115,6; 126,6; 127,0; 127,6; 127,9; 130,6; 136,5; 151,6; 156,9 ppm.
DC
(Silicagel-60, F-254): Rf = 0,46, 50% Aceton-Hexan.
Schmelzpunkt:
104–106°C.
Infrarot
(ν max,
Mineralöl):
3215, 2925, 1631, 1363, 1130, 1098, 959, 761 cm–1.
Massenspektrum:
Berechnet für:
C11H11N1O1 + H: 174,0919.
Gefunden: 174,0923.
-
3-(1-Hydroxyethyl)-isochinolin
(1,32 g, 7,6 mmol) wird in 20 ml Dichlormethan unter Stickstoff
in einem 100-ml-Einhalsrundkolben
gelöst.
Die Lösung
wird auf 0°C
gekühlt,
tropfenweise mit Thionylchlorid (835 μl, 11,4 mmol) behandelt und
3 h bei 0°C
und anschließend
1 h bei Raumtemperatur gerührt.
Das Gemisch wird erneut auf 0°C
gekühlt,
mit 50 ml gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
gequencht und die Schichten werden getrennt. Die wässrige Schicht
wird mit 3 × 25
ml Dichlormethan extrahiert, und die vereinigten organischen Phasen
werden über
Kaliumcarbonat getrocknet. Die getrockneten organischen Phasen werden
unter Vakuum zu einem blass-bernsteinfarbenen Öl konzentriert. Das Rohe Material
wird über
60 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 20% Aceton/Hexan chromatographiert, wobei
9-ml-Fraktionen gewonnen werden. Die Fraktionen 17–26 werden
vereinigt und konzentriert, wobei 1,39 g (95%) 3-(1-Chlorethyl)-isochinolin
als gelbes Öl erhalten
werden.
H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,99 (d,
J = 6,8 Hz, 3), 5,33 (q, J = 6,8, 13 Hz, 1), 7,58–7,63 (m,
1), 7,67–7,72
(m, 1), 7,78 (s, 1), 7,82 (d, J = 8 Hz), 1), 7,97 (d, J = 8 Hz,
1), 9,24 (s, 1) ppm.
13C-NMR (CDCl3): δ 24,9;
59,1; 117,2; 126,7; 127,4; 127,5; 127,9; 130,6; 136,1; 152,3; 154,0
ppm.
DC (Silicagel-60, F-254): Rf =
0,40, 20% Aceton-Hexan.
Infrarot (ν max, flüssig): 2979, 1629, 1584, 1493,
1045, 947, 887, 752 cm–1.
Massenspektrum:
[M/Z] (relative Intensität):
[191] (9) [156] (100).
Analyse: Berechnet für: C11H10ClN: C, 68,94; H, 5,26; N, 7,31.
Gefunden:
C, 68,69; H, 5,39; N, 7,21.
-
Das
4-Amino-6-chlor-2-mercapto-pyrimidinmesylatsalz (1,79 g, 6,94 mmol)
wird in 12 ml trockenem Dimethylformamid in einem 50-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wird mit 60%igem Natriumhydrid (605 mg, 15,1 mmol) behandelt (exotherme
Reaktion), und das Gemisch wird 1 h gerührt. 3-(1-Chlorethyl)isochinolin
(1,33 g, 6,94 mmol) in 2 × 3
ml trockenem Dimethylformamid wird zu dem Reaktionsgemisch gegeben,
und das Gemisch wird 6 h bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wird
in 300 ml Wasser gegossen und mit 3 × 100 ml Ethylacetat extrahiert.
Die vereinigten organischen Phasen werden mit 4 × 50 ml 50%iger gesättigter
Natriumchloridlösung
zurückgewaschen.
Die organischen Phasen werden über
Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum zu einem gelben Öl konzentriert.
Das rohe Material wird über
75 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 40% Aceton/Hexan chromatographiert, wobei 9-ml-Fraktionen gewonnen
werden. Die Fraktionen 26–39
werden vereinigt und konzentriert, wobei 1,26 g (57%) 4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-isochinolyl)ethyl)thio-pyrimidin
als weißer
Feststoff erhalten werden.
H-NMR (d6DMSO): δ 1,78 (d,
J = 7 Hz, 3), 5,19 (q, J = 7,14 Hz, 1), 6,18 (s, 1), 7,38 (bs, 1),
7,63–7,69
(m, 1), 7,75–7,80
(m, 1), 7,94 (d, J = 8 Hz, 1), 7,95 (s, 1), 8,10 (d, J = 8 Hz, 1),
9,31 (s, 1) ppm.
13C-NMR (d6DMSO): δ 21,2;
45,0; 98,5; 117,6; 126,40; 127,1; 127,2; 127,4; 130,7; 135,5; 152,2;
154,2; 157,3; 164,1; 170,2 ppm.
DC (Silicagel-60, F-254): Rf = 0,50, 50% Aceton/Hexan.
Schmelzpunkt:
179–180°C.
UV
(λ max,
Ethanol): nm(ε):
220 (73,300); 237 (31,500); 252 (16,500); 282 (9640); 325 (3,100);
312 (3,000).
Infrarot (ν max,
Mineralöl):
3306, 2925, 1642, 1572, 1533, 1465, 1366, 1288, 1121 cm–1.
Massenspektrum:
[M/Z] (relative Intensität):
[316] (18) [283] (680).
Analyse: Berechnet für: C15H13ClN4S:
C, 56,87; H, 4,14; N, 17,68.
Gefunden: C, 56,93; H, 4,33; N,
17,25
-
Beispiel 19: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(1-isochinolyl)ethyl)thio-pyrimidin
-
Methylmagnesiumbromid
in Ether (8,1 ml, 24,3 mmol) wird in 16 ml Tetrahydrofuran in einem
ofengetrockneten 100-ml-Zweihalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wird auf 0°C
gekühlt,
mit 8 ml Diethylether verdünnt
und mit 1-Isochinolincarbonitril
(3,0 g, 19,5 mmol) behandelt. Das Reaktionsgemisch wird 1 h auf
Rückflusstemperatur
erwärmt,
auf 0°C
gekühlt
und mit 20 ml 6 M Salzsäure
gequencht. Das Reaktionsgemisch wird 2 h auf 50°C erwärmt, gekühlt und in 75 ml 2 N Natriumhydroxid
gegossen. Das Gemisch wird mit 3 × 80 ml Ethylacetat extrahiert,
und die vereinigten organischen Phasen werden über Kaliumcarbonat getrocknet.
Die getrockneten organischen Phasen werden unter Vakuum zu einem
rohen bernsteinfarbenen Öl konzentriert.
Das rohe Material wird über
150 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 10% Aceton/Hexan chromatographiert, wobei
22-ml-Fraktionen
gewonnen werden. Die Fraktionen 16–26 werden vereinigt und konzentriert,
wobei 2,1 g (62%) 1-Acetyl-isochinolin
erhalten werden.
H-NMR (CDCl3, TMS): δ 2,87 (s,
3), 7,64–7,73
(m, 2), 7,80 (d, J = 5,5 Hz, 1), 7,83–7,88 (m, 1), 8,58 (d, J =
5,5 Hz, 1), 8,94–8,98
(m, 1) ppm.
13C-NMR (CDCl3): δ 28,6; 124,6;
125,7; 126,9; 127,0; 129,1; 130,3; 137,0; 141,0; 152,8; 202,7 ppm.
DC
(Silicagel-60, F-254): Rf = 0,45, 20% Aceton/Hexan.
Infrarot
(ν max,
flüssig):
3054, 1694, 1582, 1358, 1239, 1133, 940, 833, 750 cm–1.
Massenspektrum:
[M/Z] (relative Intensität):
[171] (63).
Analyse: Berechnet für: C11H9NO: C, 77,17; H, 5,30; N, 8,18.
Gefunden:
C, 77,09; H, 5,33; N, 8,10.
-
1-Acetyl-isochinolin
(2,0 g, 11,7 mmol) wird in 50 ml Methanol in einem 100-ml-Einhalsrundkolben
bei 0°C
gelöst.
Die Lösung
wird portionsweise mit Natriumborhydrid (495 mg, 13,1 mmol) behandelt,
und das Reaktionsgemisch wird 1 h bei 0°C gerührt. Die flüchtigen Stoffe werden unter
Vakuum entfernt, und der Rückstand
wird zwischen 1 × 50
ml N Natriumhydroxid und 4 × 25
ml Dichlormethan verteilt. Die vereinigten organischen Phasen werden über Kaliumcarbonat
getrocknet und unter Vakuum zu einem blassen Öl konzentriert. Das rohe Material
wird über
100 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 15% Aceton/Hexan chromatographiert, wobei
22-ml-Fraktionen
gewonnen werden. Die Fraktionen 23–37 werden vereinigt und eingeengt, wobei
1,99 g (98%) 1-(1-Hydroxyethyl)isochinolin
erhalten werden.
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,62
(d, J = 6,5 Hz, 3), 5,29 (bs, 1), 5,59 (q, J = 6,5 Hz, 13 Hz, 1),
7,58–7,73
(m, 3), 7,85 (d, J = 8 Hz, 1), 8,04 (d, J = 8 Hz, 1), 8,44 (d, J
= 5,7 Hz, 1) ppm.
13C-NMR (CDCl3): δ 25,4;
66,0; 120,5; 124,2; 124,6; 127,3; 127,5; 130,2; 136,5; 140,4; 162,2
ppm.
Schmelzpunkt: 60–62°C.
Infrarot
(ν max,
Mineralöl):
3179, 2925, 1592, 1444, 1367, 1077, 751 cm–1.
Massenspektrum:
[M/Z] (relative Intensität):
[173] (24), [158] (100).
Analyse: Berechnet für: C11H11NO: C, 76,28;
H, 6,40; N, 8,09.
Gefunden: C, 76,15; H, 6,38; N, 8,00.
-
1-(1-Hydroxyethyl)-isochinolin
(1,9 g, 11 mmol) wird in 30 ml Dichlormethan in einem 100-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wird auf 0°C
gekühlt
und tropfenweise mit Thionylchlorid (1,2 ml, 16,4 mmol) behandelt
und 2 h bei 0°C
und anschließend
1 h bei Raumtemperatur gerührt.
Das Gemisch wird erneut auf 0°C
gekühlt,
mit 50 ml gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
gequencht, und die Schichten werden getrennt. Die wässrige Schicht
wird mit 3 × 25
ml Dichlormethan extrahiert, und die vereinigten organischen Phasen
werden über
Kaliumcarbonat getrocknet. Die getrockneten organischen Phasen werden
unter Vakuum zu einem braunen Öl
konzentriert. Das rohe Material wird über 100 g Silicagel (230–400 mesh)
unter Elution mit 15% Aceton/Hexan chromatographiert, wobei 22-ml-Fraktionen
gewonnen werden. Die Fraktionen 17–26 werden vereinigt und konzentriert,
wobei 1,99 g (94%) 1-(1-Chlorethyl)-isochinolinol erhalten werden.
H-NMR
(CDCl3, TMS): δ 2,10 (d, J = 6,7 Hz, 3), 5,93
(q, J = 6,7, 13 Hz, 1), 7,61–7,72
(m, 3), 7,84 (m, 1), 8,30 (m, 1), 8,52 (d, J = 5,5 Hz, 1) ppm.
13C-NMR (CDCl3): δ 22,8; 54,3;
121,4; 124,5; 125,8; 127,6; 130,1; 136,7; 141,6; 158,1 ppm.
DC
(Silicagel-60, F-254): Rf = 0,63, 50% Aceton/Hexan.
Infrarot
(ν max,
flüssig):
3054, 1624, 1584, 1563, 1376, 1224, 828, 747, 620 cm–1.
Massenspektrum:
[M/Z] (relative Intensität):
[191](2), [156] (100).
Analyse: Berechnet für: C11H10ClN: C, 68,94; H, 5,26; N, 7,31.
Gefunden:
C, 68,65; H, 5,32; N, 7,21.
-
Das
4-Amino-6-chlor-2-mercapto-pyrimidinmesylatsalz (1,29 g, 5 mmol)
wird in 8 ml trockenem Dimethylformamid in einem 50-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung wird
mit 60%igem Natriumhydrid (400 mg, 10 mmol) behandelt (exotherme
Reaktion), und das Gemisch wird 45 min gerührt. 1-(1-Chlorethyl)-isochinolin
(958 mg, 5 mmol) in 2 × 2
ml trockenem Dimethylformamid wird zu dem Reaktionsgemisch gegeben,
und das Gemisch wird über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt.
Das Reaktionsgemisch wird in 200 ml Wasser gegossen und mit 4 × 50 ml
Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden
mit 4 × 50
ml 50%igem gesättigtem
Natriumchlorid zurückgewaschen.
Die organischen Phasen werden über
Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum zu einem gelben Öl konzentriert.
Das rohe Material wird über
100 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 25% Aceton/Hexan chromatographiert, wobei
22-ml-Fraktionen gewonnen werden. Die Fraktionen 27–39 werden
vereinigt und konzentriert, wobei ein blassgelber Schaum erhalten
wird. Umkristallisieren aus Diethylether ergab 847 mg (54%) 4-Amino-6-chlor-2-(1-(1-isochinolyl)ethyl)thio-pyrimidin
(Verbindung Nr. 232) als weißlichen
Feststoff.
H-NMR (d6DMSO): δ 1,79 (d,
J = 7 Hz, 1), 5,97 (q, J = 7,14 Hz), 1), 6,19 (s, 1), 7,39 (bs,
2), 7,64–7,76
(m, 3), 7,94 (d, J = 8 Hz, 1), 8,28 (d, J = 8 Hz, 1), 8,44 (d, J
= 5,5 Hz, 1) ppm.
13C-NMR (d6DMSO): δ 21,6;
40,7; 98,8; 120,2; 124,3; 124,8; 127,5; 127,8; 130,3; 135,9; 141,5;
157,5; 159,9; 164,3; 170,1 ppm.
Schmelzpunkt: 179–180°C.
UV
(λ max,
Ethanol): nm(ε):
203 (25,400); (27,100); 219 (70,300); 236 (23,800); 250 (13,600);
277 (10,400); 286 (11,100); 295 (8,430); 311 (4,950); 323 (5,240).
Infrarot
(ν max,
Mineralöl):
3295, 3193, 2925, 1655, 1571, 1531, 1368, 1276, 1117, 825 cm–1.
Massenspektrum:
[M/Z] (relative Intensität):
[316](14).
Analyse: Berechnet für: C15H13ClN4S: C, 56,87;
H, 4,14; N, 17,68.
Gefunden: C, 56,74; H, 4,22; N, 17,59.
-
Beispiel 20: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-(5,6,7,8-tetrahydroisochinolyl)ethyl)thio-pyrimidin
-
3-Methyl-5,6,7,8-tetrahydroisochinolyl-N-oxid
(4,3 g, 26,3 mmol) wird in 10 ml Essigsäureanhydrid gelöst und langsam
tropfenweise zu 40 ml Essigsäureanhydrid
in einem 100-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff bei 140°C
gegeben. Nach der Beendigung der Zugabe (20 min) wird das schwarze
Reaktionsgemisch 1 h bei 140°C
gerührt
und die flüchtigen
Stoffe werden unter vermindertem Druck entfernt.
-
Der
Rückstand
wird über
150 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 40% Ethylacetat/Hexan chromatographiert,
wobei 22-ml-Fraktionen gewonnen werden. Die Fraktionen 24–37 werden
vereinigt und konzentriert, wobei 2,33 g eines blassen Öls erhalten
werden. Das Öl
wird in 60 ml Methanol in einem 200-ml-Einhalsrundkoblen gelöst. Die
Lösung
wird mit Kaliumcarbonat (3,14 g, 22,7 mmol) behandelt, 1,5 h gerührt, und
die flüchtigen
Stoffe werden unter Vakuum entfernt. Der Rückstand wird in 50 ml Dichlormethan aufgenommen,
das unlösliche
Material wird durch Filtration entfernt, und das Filtrat wird unter
Vakuum zu einem gelben Öl
konzentriert. Das rohe Material wird über Silicagel (230–400 mesh)
unter Elution mit 5,5% Methanol/Dichlormethan chromatographiert,
wobei 9-ml-Fraktionen gewonnen werden. Die Fraktionen 35–66 werden
vereinigt und konzentriert, wobei 1,37 g (32%) 3-Hydroxymethyl-5,6,7,8-tetrahydroisochinolin
erhalten werden.
H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,80 (m,
4), 2,73 (m, 4), 3,48 (bs, 1), 4,67 (s, 2), 6,95 (s, 1), 8,22 (s,
1) ppm.
DC (Silicagel-60, F-254): Rf =
0,16, 33% Aceton/Chloroform + 0,6% Ammoniumhydroxid.
13C-NMR (CDCl3): δ 22,4; 22,6;
26,0; 28,8; 64,0; 120,6; 131,8; 147,1; 149,0; 155,6 ppm.
Infrarot
(ν max,
Mineralöl):
3228, 2925, 1608, 1437, 1069 cm–1.
Massenspektrum:
Berechnet für:
C10H13NO + H: 164,1075.
Gefunden: 164,1074.
Analyse: Berechnet für: C10H13NO: C, 73,59; H, 8,03; N, 8,58. Gefunden:
C, 73,53; H, 8,14; N, 8,52.
-
3-Hydroxymethyl-5,6,7,8-tetrahydroisochinolin
(1,73 g, 10,6 mmol) wird in 30 ml Dioxan in einem 100-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wird mit Selendioxid (647 mg, 5,8 mmol) behandelt, und das Reaktionsgemisch
wird 1,5 h auf 80–85°C erwärmt. Das
Gemisch wird auf Raumtemperatur gekühlt, mit 30 ml Dichlormethan
verdünnt
und über
Celite filtriert. Der Filterkuchen wird mit frischem Dichlormethan
gut gewaschen, und das Filtrat wird unter Vakuum zu einem dunkel-bernsteinfarbenen Öl konzentriert. Das
rohe Material wird durch einen Silicagelpfropfen von 25 g (230–400 mesh)
unter Elution mit 20% Aceton/Hexan chromatographiert, wobei 50-ml-Fraktionen
gewonnen werden. Die Fraktionen 1–3 werden vereinigt und konzentriert,
wobei 1,20 g (70%) 5,6,7,8-Tetrahydroisochinolin-3-carbaldehyd erhalten
werden.
H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,86 (m,
4), 2,83 (m, 4), 7,67 (s, 1), 8,46 (s, 1), 10,02 (s, 1) ppm.
13C-NMR (CDCl3): δ 22,1; 22,2;
26,7; 28,8; 122,2; 138,6; 147,3; 150,3; 150,9; 193,6 ppm.
DC
(Silicagel-60, F-254): Rf = 0,46, 40% Aceton/Hexan.
Schmelzpunkt:
35–36°C.
Infrarot
(ν max,
Mineralöl):
2925, 1709, 1592, 1434, 1217, 1128, 931, 748 cm–1.
Berechnet
für: C10H11NO: C, 74,51;
H, 6,88; N, 8,69.
Gefunden: C, 74,60; H, 7,03; N, 8,66.
-
5,6,7,8-Tetrahydroisochinolin-3-carbaldehyd
(1,2 g, 7,44 mmol) wird in 15 ml Tetrahydrofuran bei 0°C in einem
ofengetrockneten 100-ml-Zweihalsrundkolben unter Stickstoff gelöst. Die
Lösung
wird mit Methylmagnesiumbromid in Diethylether (3,7 ml, 11,2 mmol)
und anschließend
10 ml Diethylether behandelt. Das Reaktionsgemisch wird auf Raumtempera tur
und dann 1 h auf Rückflusstemperatur
erwärmt.
Das Gemisch wird gekühlt,
mit 20 ml 10%iger Salzsäure
gequencht, und der pH-Wert mit 2 N Natriumhydroxid auf 9 eingestellt. Die
Schichten werden getrennt, die wässrige
Schicht wird mit 4 × 25
ml Dichlormethan gewaschen, und die vereinigten organischen Phasen
werden über
Kaliumcarbonat getrocknet. Die getrockneten organischen Phasen werden
unter Vakuum konzentriert, wobei 1,30 g (99%) 3-(1-Hydroxyethyl)-5,6,7,8-tetrahydroisochinolin erhalten
werden.
H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,47 (d,
J = 6,5 Hz, 3), 1,81 (m, 4), 2,72 (m, 4), 4,15 (bs, 1), 4,81 (q,
J = 6,5, 13 Hz, 1), 6,95 (s, 1), 8,22 (s, 1) ppm.
13C-NMR
(CDCl3): δ 22,4;
22,6; 24,3; 26,0; 28,9; 68,5; 119,7; 131,7; 147,2; 159,6 ppm.
DC
(Silicagel-60, F-254): Rf = 0,12, 10% Aceton/Chloroform.
Schmelzpunkt:
44–45°C.
Infrarot
(ν max,
Mineralöl):
3341, 3098, 2925, 1604, 1434, 1142, 1108, 1077 cm–1.
Massenspektrum:
[M/Z] (relative Intensität):
[177](2), [162] (100).
Analyse: Berechnet für: C11H15NO: C, 74,54; H, 8,53; N, 7,90.
Gefunden:
C, 74,41; H, 8,83; N, 7,84.
-
3-(1-Hydroxyethyl)-5,6,7,8-tetrahydroisochinolin
(360 mg, 2,0 mmol) wurden in 4 ml Dichlormethan in einem 25-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wurde auf 0°C
gekühlt,
tropfenweise mit Thionylchlorid (218 μl, 3,0 mmol) in 3 ml Dichlormethan
behandelt und 2 h bei 0°C
und anschließend
1,5 h bei Raumtemperatur gerührt.
Das Gemisch wird erneut auf 0°C
gekühlt,
mit 20 ml gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
gequencht, und die Schichten werden getrennt. Die wässrige Schicht
wird mit 4 × 10
ml Dichlormethan extrahiert, und die vereinigten organischen Phasen
werden über
Kaliumcarbonat getrocknet. Die getrockneten organischen Phasen werden
unter Vakuum zu einem bernsteinfarbenen Öl konzentriert. Das rohe Material
wird über
30 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 20% Ace ton/Hexan chromatographiert, wobei
5-ml-Fraktionen gewonnen werden. Die Fraktionen 11–16 werden
vereinigt und konzentriert, wobei 339 mg (87%) 3-(1-Chlorethyl)-5,6,7,8-tetrahydroisochinolin
erhalten werden.
H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,81 (m,
4), 1,86 (d, J = 7 Hz, 3), 2,75 (m, 4), 5,08 (q, J = 7,14 Hz, 1),
7,14 (s, 1), 8,26 (s, 1) ppm.
13C-NMR
(CDCl3): δ 22,3;
22,5; 24,9; 26,1; 28,8; 59,1; 121,2; 132,6; 147,2; 149,7; 157,4
ppm.
DC (Silicagel-60, F-254): Rf =
0,42, 20% Aceton/Hexan.
Infrarot (ν max, flüssig): 2932, 1599, 1436, 1398,
1238, 1050, 601 cm–1.
Massenspektrum:
Berechnet für:
C11H14ClN + H: 196,0893.
Gefunden:
196,0896.
-
Das
4-Amino-6-chlor-2-mercapto-pyrimidinmesylatsalz (482 mg, 1,9 mmol)
wird in 4 ml trockenem Dimethylformamid in einem 25-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wird mit 60%igem Natriumhydrid (150 mg, 3,74 mmol) behandelt (exotherme
Reaktion), und das Gemisch wird 40 min gerührt. 3-(1-Chlorethyl)-5,6,7,8-tetrahydroisochinolin
(325 mg, 1,7 mmol) in 2 × 1
ml trockenem Dimethylformamid wird zu dem Reaktionsgemisch gegeben,
und das Gemisch wird 3 h bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wird
in 100 ml Wasser gegossen und mit 4 × 25 ml Ethylacetat extrahiert.
Die vereinigten organischen Phasen werden mit 4 × 50 ml einer 50%ig gesättigten
Natriumchloridlösung
zurückgewaschen.
Die organischen Phasen werden über
Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum zu einem gelben Öl konzentriert.
Das rohe Material wird über
25 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 40% Aceton/Hexan chromatographiert, wobei
5-ml-Fraktionen gewonnen werden. Die Fraktionen 15–21 werden
vereinigt und konzentriert, wobei 335 mg eines weißlichen
Schaums erhalten werden. Kristallisieren aus Diethylether ergab
261 mg (48%) 4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-(5,6,7,8-tetrahydro-isochinolin))ethyl)thio-pyrimidin als weißen Feststoff.
H-NMR
(d6DMSO): δ 1,51 (d, J = 6,5 Hz, 3), 1,59
(m, 4), 2,54 (m, 4), 4,80 (q, J = 6,5, 13 Hz, 1), 6,05 (s, 1), 7,04
(s, 1), 7,21 (bs, 2), 8,08 (s, 1) ppm.
13C-NMR
(d6DMSO): δ 21,4; 21,8; 22,1; 25,3; 28,0;
44,7; 98,6; 121,9; 131,3; 146,2; 149,6; 157,4; 164,3; 170,4 ppm.
DC
(Silicagel-60, F-254): Rf = 0,55, 50% Aceton/Hexan.
Schmelzpunkt:
155–156°C.
UV
(λ max,
Ethanol): nm(ε):
229 (25,100); 253 (12,600); 275 (8,050); 286 (7260).
Infrarot
(ν max,
Mineralöl):
3303, 3156, 2925, 1641, 1571, 1535, 1462, 1368, 1283, 1124 cm–1.
Analyse:
Berechnet für:
C15H17ClN4S: C, 56,15; H, 5,34; N, 17,46.
Gefunden:
C, 55,94; H, 5,49; N, 17,35.
-
Beispiel 21: 4-Amino-6-trifluormethyl-2(1-(3-(5,6,7,8-tetrahydroisochinolyl))ethyl)thio-pyrimidin
-
Die
Titelverbindung wird gemäß dem Verfahren
von Beispiel 20 hergestellt, wobei jedoch die Alkylierung von 3-(1-Chlorethyl)-5,6,7,8-tetrahydroisochinolin
mit dem 4-Amino-6-trifluormethyl-2-mercapto-pyrimidinmesylatsalz
durchgeführt
wird.
Schmelzpunkt: 60–161°C.
-
Beispiel 22: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(1-(5,6,7,8-tetrahydroisochinolyl))ethyl)thio-pyrimidin
-
5,6,7,8-Tetrahydroisochinolin
(13,3 g, 100 mmol) wird in 35 ml Eisessig in einem 200-ml-Einhalsrundkolben
gelöst.
Die Lösung
wird auf 95–100°C erwärmt und
tropfenweise mit 30%igem Wasserstoffperoxid (28 ml) behandelt. Das
Reaktionsgemisch wird 6 h bei 95–100°C gerührt, portionsweise mit Paraformaldehyd
behandelt, bis es gegenüber
Iodstärkepapier
negativ ist, und die flüchtigen
Stoffe werden unter Vakuum entfernt. Der Rückstand wird mit 2 × 100 ml
Toluol azeotrop behandelt, und das rohe Material wird über 500
g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 4 l 6% Methanol/Dichlormethan und anschließend 1 l
10% Methanol/-Dichlormethan
chromatographiert, wobei 50-ml-Fraktionen gewonnen werden. Die Fraktionen
39–82
werden vereinigt und konzentriert, wobei 12,8 g (86%) 5,6,7,8-Tetrahydroisochinolyl-N-oxid
erhalten werden.
H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,77–1,97 (m,
4), 2,70 (m, 4), 6,98 (m, 1), 7,98 (m, 2) ppm.
13C-NMR
(CDCl3): δ 21,4;
21,8; 27,6; 28,3; 125,7; 135,7; 135,9; 137,4; 138,2 ppm.
DC
(Silicagel-60, F-254): Rf = 0,39, 10% Methanol/Dichlormethan.
Schmelzpunkt:
94–98°C.
Infrarot
(ν max,
Mineralöl):
2926, 1485, 1450, 1260, 1141, 740 cm–1;
Massenspektrum:
Berechnet für:
C9H11NO + H: 150,0919.
Gefunden:
150,0918.
-
5,6,7,8-Tetrahydroisochinolin-N-oxid
(12,7 g, 85 mmol) wird in 250 ml Dichlormethan in einem 500-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wird mit Trimethyloxoniumtetrafluorborat (12,6 g, 85 mmol) behandelt,
und das Reaktionsgemisch wird 1 h bei Raumtemperatur gerührt. Die
flüchtigen
Stoffe werden unter Vakuum bis auf einen blassen öligen Rückstand
entfernt. Der Rückstand
wird in 225 ml Methanol gelöst,
und die Lösung
wird auf Rückflusstemperatur
erhitzt. Ammoniumpersulfat (8 g, 34 mmol) in 34 ml Wasser wird rasch
tropfenweise zu dem refluxierenden Gemisch gegeben. Das Reaktionsgemisch
wird 30 min gerührt
und mit einer zweiten Charge Ammoniumpersulfat (8 g, 34 mmol) in
34 ml Wasser behandelt. Das Reaktionsgemisch wird eine weitere Stunde
unter Refluxieren gerührt,
gekühlt,
und die Masse des Methanols wird unter Vakuum entfernt. Der Rückstand
wird in 100 ml Eis, das 100 ml 10%ige Salzsäure enthält, gegossen. Das Gemisch wird
mit 2 × 50
ml Ethylacetat gewaschen, der pH-Wert wird mit 45%igem Kaliumhydroxid
auf 9 eingestellt, und das Gemisch wird mit 4 × 50 ml Dichlor methan extrahiert.
Die halogenorganischen Phasen werden über Kaliumcarbonat getrocknet
und unter Vakuum zu einem braunen Feststoff konzentriert. Das rohe Material
wird über
350 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 3 l 20% Aceton/Chloroform + 0,6% konz. Ammoniumhydroxid
und anschließend
1 l 32% Aceton/Chloroform + 0,6% konz. Ammoniumhydroxid chromatographiert,
wobei 50-ml-Fraktionen gewonnen werden. Die Fraktionen 19–27 werden
vereinigt und konzentriert, wobei 4,3 g (31%) 1-Hydroxymethyl-5,6,7,8-tetrahydroisochinolin
erhalten werden.
H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,83 (m,
4), 2,50 (m, 2), 2,76 (m, 2), 4,60 (s, 1), 4,95 (bs, 1), 6,94 (d,
J = 5 Hz, 1), 8,24 (d, J = 5 Hz, 1) ppm.
13C-NMR
(CDCl3): δ 21,8;
22,1; 23,0; 28,9; 60,9; 122,9; 128,7; 143,8; 146,3; 155,6 ppm.
DC
(Silicagel-60, F-254): Rf = 0,50, 33% Aceton/Chloroform
+ 0,6% Ammoniumhydroxid.
Schmelzpunkt: 81–82°C.
Infrarot (ν max, Mineralöl): 3325,
2925, 1595, 1459, 1426, 1397, 1074, 839 cm–1.
Massenspektrum:
[M/Z] (relative Intensität):
[163] (93).
Analyse: Berechnet für: C10H13NO: C, 73,59; H, 8,03; N, 8,58.
Gefunden:
C, 73,77; H, 7,89; N, 8,69.
-
1-Hydroxymethyl-5,6,7,8-tetrahydroisochinolin
(4,14 g, 25,4 mmol) wird in 75 ml Dioxan in einem 200-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wird mit Seleniumdioxid (1,56 g, 14,0 mmol) behandelt, und das Reaktionsgemisch
wird 2,5 h auf 80–85°C erwärmt. Das
Gemisch wird auf Raumtemperatur gekühlt, mit 125 ml Dichlormethan
verdünnt
und über
Celite filtriert. Der Filterkuchen wird gut mit frischem Dichlormethan
gewaschen, und das Filtrat wird unter Vakuum zu einem bernsteinfarbenen Öl konzentriert.
Das rohe Material wird über
200 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 1 : 5 : 4 Aceton/Chloroform/Hexan chromatographiert,
wobei 50-ml-Fraktionen gewonnen werden. Die Fraktionen 11–18 wer den
vereinigt und konzentriert, wobei 3,69 g (90%) 5,6,7,8-Tetrahydroisochinolin-1-carbaldehyd
erhalten wird.
H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,81 (m,
4), 2,84 (m, 2), 3,19 (m, 2), 7,18 (d, J = 4,7 Hz, 1), 8,49 (d,
J = 4,7 Hz, 1), 10,18 (s, 1) ppm.
13C-NMR
(CDCl3): δ 21,5;
22,3; 25,3; 29,5; 127,6; 135,9; 146,4; 148,4; 149,6; 195,8 ppm.
DC
(Silicagel-60, F-254): Rf = 0,62, 50% Aceton/Hexan.
Infrarot
(ν max,
Mineralöl):
2928, 1710, 1581, 1464, 846 cm–1.
Massenspektrum:
Berechnet für:
C10H11NO + H: 162,0919.
Gefunden:
162,0921.
-
Methylmagnesiumbromid
in Diethylether (9,3 ml, 28 mmol) wird in 10 ml Tetrahydrofuran
bei 0°C
in einem ofengetrockneten 100-ml-Zweihalsrundkolben unter Stickstoff
gelöst.
Die Lösung
wird mit 5,6,7,8-Tetrahydroisochinolin-1-carbaldehyd (3,61 g, 22,4
mmol) und anschließend
10 ml Diethylether behandelt. Das Reaktionsgemisch wird auf Raumtemperatur
und dann 1 h auf Rückflusstemperatur
erwärmt.
Das Gemisch wird gekühlt,
mit 20 ml 10%iger Salzsäure
gequencht, und der pH-Wert wird mit 2 N Natriumhydroxid auf 9 eingestellt.
Die Schichten werden getrennt, die wässrige Schicht wird mit 4 × 50 ml
Dichlormethan gewaschen, und die vereinigten organischen Phasen
werden über
Kaliumcarbonat getrocknet. Die getrockneten organischen Phasen werden
unter Vakuum konzentriert, wobei 3,47 g (87%) 1-(1-Hydroxyethyl)-5,6,7,8-tetrahydroisochinolin
erhalten werden.
H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,38 (d,
J = 6,5 Hz, 3), 1,73–1,97
(m, 4), 2,52–2,80
(m, 4), 4,92 (q, J = 6,5, 13 Hz, 1), 6,92 (bs, 1), 6,91 (d, J =
5 Hz, 1), 8,21 (d, J = 5 Hz, 1) ppm.
13C-NMR
(CDCl3): δ 22,0;
22,6; 23,7; 24,5; 29,3; 65,4; 123,3; 128,5; 144,4; 147,0; 160,6
ppm.
DC (Silicagel-60, F-254): Rf =
0,54, 50% Aceton/Hexan.
Schmelzpunkt: 60–61°C.
Infrarot (ν max, Mineralöl): 3053,
2923, 1590, 1457, 1401, 1118, 838 cm–1.
Massenspektrum:
[M/Z] (relative Intensität):
[177] (26), [162] (100).
Analyse: Berechnet für: C11H15NO: C, 74,54;
H, 8,53; N, 7,90.
Gefunden: C, 74,45; H, 8,42; N, 7,83.
-
1-(1-Hydroxyethyl)-5,6,7,8-tetrahydroisochinolin
(1,77 g, 10 mmol) wird in 30 ml Dichlormethan in einem 100-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wird auf 0°C
gekühlt,
tropfenweise mit Thionylchlorid (1,1 ml, 15 mmol) in 5 ml Dichlormethan
behandelt und 2 h bei 0°C
und anschließend
1 h bei Raumtemperatur gerührt.
Das Gemisch wird erneut auf 0°C
gekühlt,
mit 50 ml gesättigter
Natriumbicarbonatlösung gequencht,
und die Schichten werden getrennt. Die wässrige Schicht wird 3 × 25 ml
Dichlormethan extrahiert, und die vereinigten organischen Phasen
werden über
Kaliumcarbonat getrocknet. Die getrockneten organischen Phasen werden
unter Vakuum zu einem gelben Öl
konzentriert. Das rohe Material wird über 50 g Silicagel (230–400 mesh)
unter Elution mit 10% Aceton/Hexan chromatographiert, wobei 9-ml-Fraktionen
gewonnen werden. Die Fraktionen 10–24 werden vereinigt und konzentriert,
wobei 1,96 g (100%) 1-(1-Chlorethyl)-5,6,7,8-tetrahydroisochinolin
erhalten werden.
H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,68–1,94 (m,
7), 2,68–3,01
(m, 4), 5,32 (q, J = 6,5, 13 Hz, 1), 6,93 (d, J = 5 Hz, 1), 8,31
(d, J = 5 Hz, 1) ppm.
13C-NMR (CDCl3): δ 21,8;
22,6; 22,8; 24,6; 29,4; 54,3; 124,1; 130,4; 145,7; 147,2; 157,1
ppm.
DC (Silicagel-60, F-254): Rf =
0,65, 20% Aceton/Hexan.
Infrarot (ν max, flüssig): 2932, 1586, 1435, 1042,
844, 654 cm–1.
Massenspektrum:
(M/Z] (relative Intensität):
[160](100).
Analyse: Berechnet für: C11H14ClN: C, 67,52; H, 7,21; N, 7,16.
Gefunden:
C, 67,12; H, 7,16; N, 6,99.
-
Das
4-Amino-6-chlor-2-mercapto-pyrimidinmesylatsalz (1,29 g, 5 mmol)
wird in 8 ml trockenem Dimethylformamid in einem 50-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wird mit 60%igem Natriumhydrid (400 mg, 10 mmol) behandelt (exotherme
Reaktion), und das Gemisch wird 1 h gerührt. 1-(1-Chlorethyl)-5,6,7,8-tetrahydroisochinolin
(978 mg, 5 mmol) in 2 × 2
ml trockenem Dimethylformamid wird zu dem Reaktionsgemisch gegeben,
und das Gemisch wird über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt.
Das Reaktionsgemisch wird in 300 ml Wasser gegossen und mit 4 × 50 ml
Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden
mit 4 × 50
ml 50%iger gesättigter
Natriumchloridlösung
zurückgewaschen.
Die organischen Phasen werden über
Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum zu einem gelben Schaum
konzentriert. Das rohe Material wird über 100 g Silicagel (230–400 mesh)
unter Elution mit 30% Aceton/Hexan chromatographiert, wobei 22-ml-Fraktionen
gewonnen werden. Die Fraktionen 18–24 werden vereinigt und konzentriert, wobei
ein weißer
Schaum erhalten wird. Die Kristallisation aus Diethylether ergab
945 mg (59%) 4-Amino-6-chlor-2-(1-(1-(5,6,7,8-tetrahydroisochinolyl))ethyl)thio-pyrimidin
als weißen
Feststoff.
H-NMR (d6DMSO): δ 1,67–1,85 (m,
7), 2,73–2,97
(m, 4), 5,24 (q, J = 6,5, 13 Hz, 1), 6,22 (s, 1), 7,01 (d, J = 5 Hz,
1), 7,36 (bs, 1), 8,24 (d, J = 5 Hz, 1) ppm.
13C-NMR
(d6DMSO): δ 21,4; 21,5; 21,6; 22,5; 24,5;
41,2; 98,9; 123,3; 129,6; 145,5; 146,6; 157,6; 158,6; 164,5; 171,0
ppm.
DC (Silicagel-60, F-254): Rf =
0,46, 50% Aceton/Hexan.
Schmelzpunkt: 186–187°C.
UV (λ max, Ethanol), nm(ε): 229 (23,600);
257 (11,900); 265 (10,800); 273 (9,690); 285 (7,840).
Infrarot
(ν max,
Mineralöl):
3280, 3138, 2931, 1661, 1573, 1532, 1366, 1275, 1113, 829 cm–1.
Massenspektrum:
[M/Z] (relative Intensität):
[320](18), [283] (26), [160] (100).
Analyse: Berechnet für: C15H17ClN4S:
C, 56,15; H, 5,34; N, 17,46.
Gefunden: C, 56,30; H, 5,65; N,
17,09.
-
Beispiel 23: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(furo[2,3-c]pyridin-5-yl)-ethyl)thio-pyrimidin
-
7-Chlor-5-(1-hydroxyethyl)-furo[2,3-c]pyridin
(1,1 g, 4,1 mmol) wird in 10 ml Ethanol in einem 50-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wird mit 20% Palladiumhydroxid-auf-Kohle (820 mg) und anschließend Cyclohexen
(4,05 ml, 40,8 mmol) behandelt und das Reaktionsgemisch wird 3,5
h auf Rückflusstemperatur
erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird über Celite filtriert und der
Filterkuchen wird mit 16 ml Ethanol gewaschen. Das Filtrat wird
mit 2 N Natriumhydroxid (8 ml, 16 mmol) verdünnt, und das Reaktionsgemisch
wird 1 h bei Raumtemperatur gerührt.
Das Ethanol wird unter vermindertem Druck entfernt, und der Rückstand
wird zwischen 1 × 50
ml von 50% gesättigter
Natriumchloridlösung
und 4 × 25
ml Dichlormethan verteilt. Die vereinigten organischen Phasen werden über Kaliumcarbonat
getrocknet und unter Vakuum zu einem farblosen Öl konzentriert. Das rohe Material
wird über
25 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 70% Ethylacetat/Hexan chromatographiert,
wobei 9-ml-Fraktionen gewonnen werden. Die Fraktionen 11–24 werden
vereinigt und konzentriert, wobei 504 g (76%) 5-(1-Hydroxyethyl)-furo[2,3-c]pyridin
erhalten werden.
H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,55 (d,
J = 6,5 Hz, 3), 4,19 (bs, 1), 5,01 (q, J = 6,5, 13 Hz 1), 6,78 (d,
J = 2 Hz, 1), 7,56 (s, 1), 7,76 (d, J = 2 Hz, 1), 8,76 (s, 1) ppm.
13C-NMR (CDCl3): δ 24,7; 69,6;
106,1; 111,8; 132,0; 135,0; 148,8; 151,4; 156,5 ppm.
DC (Silicagel-60,
F-254): Rf = 0,18, 50% Ethylacetat/Hexan.
Infrarot
(ν max,
flüssig):
3355, 2973, 1614, 1465, 1280, 1130, 1096, 1034, 880 cm–1.
Massenspektrum:
[M/Z] (relative Intensität):
[163](2).
-
5-(1-Hydroxyethyl)-furo[2,3-c]pyridin
(450 mg, 2,76 mmol) wird in 6 ml Dichlormethan in einem 25-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wird auf 0°C
gekühlt,
mit Thionylchlorid (300 μl, 4,14
mmol) in 2 ml Dichlormethan behandelt, und das Reaktionsgemisch
wird 20 min bei 0°C
und anschließend 1
h bei Raumtemperatur gerührt.
Das Reaktionsgemisch wird mit 1 × 10 ml gesättigter Natriumbicarbonatlösung gequencht,
die Schichten werden getrennt, und die wässrige Schicht wird mit 3 × 10 ml
Dichlormethan extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden über Kaliumcarbonat
getrocknet und unter Vakuum konzentriert, wobei 478 mg (96%) 5-(1-Chlorethyl)-furo[2,3-c]pyridin
erhalten werden.
H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,94 (d,
J = 6,5 Hz, 3), 5,30 (q, J = 6,5, 13 Hz, 1), 6,81 (d, J = 2 Hz,
1), 7,73 (s, 1), 7,78 (d, J = 2 Hz, 1), 8,84 (s, 1) ppm.
13C-NMR (CDCl3): δ 25,4; 59,3;
106,3; 113,6; 133,0; 134,9; 148,8; 151,5; 153,8 ppm.
DC (Silicagel-60,
F-254): Rf = 0,55, 50% Ethylacetat/Hexan.
(Massenspektrum:
[M/Z] (relative Intensität):
[181](4).
Infrarot (ν max,
flüssig):
2980, 1610, 1462, 1303, 1127, 1033, 760 cm–1.
Analyse:
Berechnet für:
C9H8ClNO: C, 59,32;
H, 4,46; N, 7,69 @ 0,34% Wasser gefunden.
Gefunden: C, 59,05;
H, 4,39; N, 7,58.
-
Das
4-Amino-6-chlor-2-mercapto-pyrimidinmesylatsalz (602 mg, 2,3 mmol)
wird in 4 ml trockenem Dimethylformamid in einem 25-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wird auf 0°C
gekühlt, mit
60%igem Natriumhydrid (186 mg, 4,66 mmol) behandelt, und das Gemisch
wird 1 h bei Raumtemperatur gerührt.
5-(1-Chlorethyl)-furo[2,3-c]pyridin (424 mg, 2,3 mmol) in 2 × 1 ml trockenem
Dimethylformamid wird zu dem Reaktionsgemisch gegeben, und das Gemisch
wird über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt.
Das Reaktionsgemisch wird mit 1 × 50 ml Diethylether verdünnt, und
die organi sche Schicht wird mit 4 × 25 ml 50% gesättigter
Natriumchloridlösung
gewaschen. Die organischen Phasen werden über Kaliumcarbonat getrocknet
und unter Vakuum zu einem gelben Öl konzentriert. Das rohe Material
wird über
30 g Silicagel (230–400 mesh)
unter Elution mit 50% Ethylacetat/Hexan chromatographiert, wobei
9-ml-Fraktionen gewonnen werden. Die Fraktionen 14–24 werden
vereinigt und konzentriert, wobei 509 mg eines blassen Schaums erhalten
werden. Die Kristallisation aus Diethylether ergibt 432 mg (60%)
4-Amino-6-chlor-2-(1-(furo[2,3-c]pyridin-5-yl)ethyl)thio-pyrimidin als weißen Feststoff.
H-NMR
(d6DMSO): δ 1,66 (d, J = 6,5 Hz, 3), 5,08
(q, J = 6,5, 13 Hz, 1), 6,11 (s, 1), 6,96 (d, J = 2 Hz, 1), 7,29 (bs,
2), 7,74 (s, 1), 8,16 (d, J = 2 Hz, 1), 8,84 (s, 1) ppm.
13C-NMR (d6DMSO): δ 21,9; 44,9;
98,6; 106,3; 114, 2; 132,9; 134,3; 149,8; 150,7; 153,7; 157,4; 164,2;
170,4 ppm.
DC (Silicagel-60, F-254): Rf =
0,20, 50% Ethylacetat/Hexan.
Schmelzpunkt: 187–188°C.
UV
(λ max,
Ethanol), nm(ε):
231 (26,000); 248 (18,900); 281 (10,200); 287 (10,300); 296 (6,340).
Infrarot
(ν max,
Mineralöl):
3453, 2925, 1640, 1567, 1532, 1467, 1370, 1284, 821 cm–1.
Massenspektrum:
[M/Z] (relative Intensität):
[306](8).
Analyse: Berechnet für: C13H11ClN4OS: C, 50,90;
H, 3,61; N, 18,26.
Gefunden: C, 50,82; H, 3,66; N, 18,28.
-
Beispiel 24: 4-Amino-6-trifluormethyl-2-(1-(furo[2,3-c]pyridin-5-yl)ethyl)thio-pyrimidin
-
Die
Titelverbindung wird gemäß dem für 4-Amino-6-chlor-2-(1-(furo[2,3-c]pyridin-7-yl)ethyl)thio-pyrimidin
beschriebenen Verfahren hergestellt, wobei jedoch die Alkylierung
von 7-(1-Chlorethyl)-furo[2,3-c]pyridin mit 4-Amino-6-trifluormethyl-2-mercapto-pyrimidin
(Beispiel 23) durchgeführt
wird. Schmelzpunkt 180–181,5°C.
-
Beispiel 25: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(2-methylfuro[2,3-c]pyridin-5-yl)ethyl)thio-pyrimidin
-
2-Chlor-3-hydroxy-4-iod-6-(1-hydroxyethyl)-pyridin
(3,60 g, 12 mmol) und Propargyltrimethylsilan (2,5 ml, 16,8 mmol)
werden mit Kupfer(I)-oxid (930 mg, 6,5 mmol) in 20 ml Pyridin in
einem Schraubkappendruckröhrchen
vereinigt. Das Reaktionsgemisch wird 9 h auf 110°C erhitzt, auf Raumtemperatur
gekühlt,
und die flüchtigen
Stoffe werden unter Vakuum entfernt. Der Rückstand wird mit 50 ml Ethylacetat
verdünnt, über Celite filtriert,
und das Filtrat wird unter Vakuum eingeengt. Das rohe Material wird über 125
g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 25% Ethylacetat/Hexanen chromatographiert,
wobei 1,21 g (48%) 7-Chlor-5-(1-hydroxyethyl)-2-methyl-furo[2,3-c]pyridin
erhalten werden (Schmelzpunkt 77–79°C).
-
Eine
Lösung
von 7-Chlor-5-(1-hydroxyethyl)-2-methyl-furo[2,3-c]pyridin (269 mg, 1,27 mmol)
in 4 ml Ethanol wird nacheinander 269 mg 20% Palladium-auf-Kohle
und Cyclohexadien (1,2 ml, 12,7 mmol) behandelt. Das Reaktionsgemisch
wird 45 min auf 85°C
erwärmt, über Celite
filtriert, und der Kuchen wird gut mit Methanol gewaschen. Das Filtrat
wird unter Vakuum zu einem Öl
konzentriert, das zwischen 25 ml gesättigter Natriumbicarbonatlösung und
4 × 15
ml Ethylacetat verteilt wird. Die organischen Phasen werden über Kaliumcarbonat
getrocknet und unter Vakuum konzentriert, wobei 198 mg (88%) 5-(1-Hydroxyethyl)-2-methyl-furo[2,3-c]pyridin
erhalten werden.
-
Eine
Lösung
von 5-(1-Hydroxyethyl)-2-methyl-furo[2,3-c]pyridin (207 mg, 1,17 mmol) in 5 ml
Methylenchlorid bei 0°C
wird mit Thionylchlorid (0,127 ml, 1,75 mmol) behandelt, und das
Reaktionsgemisch wird 1,5 h bei Raumtemperatur gerührt. Das
Gemisch wird mit 10 ml gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
gequencht. Die wässrige
Schicht wird mit 3 × 10
ml Methylenchlorid extrahiert, und die vereinigten organischen Phasen werden über Kaliumcarbonat
getrocknet. Die organischen Phasen werden unter Vakuum konzentriert,
wobei 215 mg (94%) von 5-(1-chlorethyl)-2-methyl-furo[2,3-c]pyridin erhalten wird.
-
Eine
Lösung
des 4-Amino-6-chlor-2-mercapto-pyrimidinmesylatsalzes (283 mg, 1,1
mmol) in 2 ml N,N-Dimethylformamid bei 0°C wird mit 97 mg (60% in Öl, 2,4 mmol)
Natriumhydrid behandelt und 1 h auf Raumtemperatur erwärmt. Eine
Lösung
von 5-(1-chlorethyl)-2-methyl-furo[2,3-c]pyridin
(211 mg, 1,1 mmol) in 2 × 1
ml N,N-Dimethylformamid wird zu dem Gemisch gegeben, und das Reaktionsgemisch
wird 3 Tage gerührt.
Das Reaktionsgemisch wird mit 25 ml Ethylacetat verdünnt, mit
3 × 25
ml von 50% gesättigter
Natriumchloridlösung
gewaschen und über
Kaliumcarbonat getrocknet. Die organischen Phasen werden unter Vakuum
konzentriert und das rohe Material wird über 20 g Silicagel (230–400 mesh)
unter Elution mit 60% Ethylacetat/Hexanen chromatographiert, wobei
220 g eines Materials erhalten werden, das aus Ether kristallisiert wird,
wobei 180 mg (52%) der Verbindung Nr. 242 erhalten werden (Schmelzpunkt
161–163°C).
-
Gemäß dem allgemeinen
Verfahren von Beispiel 25 und einschließlich von unkritischen Änderungen, jedoch
unter Verwendung von Zwischenprodukten aus dieser Herstellung und/oder
dem entsprechenden Pyrimidinvorläufer
wird die folgende Verbindung synthetisiert:
-
Beispiel 26: 4-Amino-6-trifluormethyl-2-(1-(2-methylfuro[2,3-c]pyridin-5-yl)ethyl)thio-pyrimidin,
Schmelzpunkt 180–181°C.
-
Das
4-Amino-2-mercapto-6-trifluormethyl-pyrimidinmesylatsalz (616 mg,
2,1 mmol) wurde in 8 ml trockenem Dimethylformamid in einem 50-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff suspendiert. Die Suspension wurde auf 0°C gekühlt, mit
Natriumhy drid (176 mg, 4,4 mmol) behandelt, und das Gemisch wurde
1 h bei Raumtemperatur gerührt.
5-(1-Chlorethyl)-2-methyl-furo[2,3-c]pyridin
(413 mg, 2,1 mmol) in 2 × 2
ml trockenem Dimethylformamid wurde tropfenweise zu dem Reaktionsgemisch
gegeben, und das Gemisch wurde 18 h gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde
mit 50 ml Ethylacetat verdünnt,
mit 4 × 25
ml einer 50% gesättigten Natriumchloridlösung gewaschen
und die organischen Phasen wurden über wasserfreiem Kaliumcarbonat
getrocknet. Die getrockneten organischen Phasen wurden unter Vakuum
zu einem gelben Öl
konzentriert. Das rohe Material wurde über 30 g Silicagel (230–400 mesh)
unter Elution mit 30% Ethylacetat/Hexan chromatographiert, wobei
9-ml-Fraktionen
gewonnen wurden. Die Fraktionen 24–48 wurden vereinigt und konzentriert, wobei
562 mg eines weißlichen
Feststoffs erhalten wurden, der mit Diethylether gewaschen wurde,
wobei 478 mg (67%) 4-Amino-2-(1-(2-methyl-furo[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-6-trifluormethyl-pyrimidin
erhalten wurden (Schmelzpunkt: 180–181°C).
-
Beispiel 27: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-ethyl-5-methoxy-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin
-
Eine
Lösung
von 2-Chlor-3-methoxy-4-vinyl-6-(1-hydroxyethyl)-pyridin (485 mg,
2,27 mmol) in 10 ml Ethanol wird mit 485 mg 20% Palladium-auf-Kohle
und 1,4-Cyclohexadien (2,0 ml, 21 mmol) behandelt, und das Reaktionsgemisch
wird 4 h unter Rückflusskühlung erhitzt.
Der Katalysator wird durch Filtration über Celite entfernt, und der
Filterpfropfen wird gut mit Methanol gewaschen. Das Filtrat wird
unter Vakuum konzentriert, und der Rückstand wird zwischen 25 ml
gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
und 4 × 25
ml Ethylacetat verteilt. Die vereinigten organischen Phasen werden über Kaliumcarbonat
getrocknet und unter Vakuum konzentriert. Das rohe Material wird über 20 g
Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 100 ml 50% Ethylacetat/ Hexanen und anschließend 80%
Ethylacetat/Hexanen chroma tographiert, wobei 256 mg (63%) 3-Methoxy-4-ethyl-6-(1-hydroxyethyl)-pyridin
erhalten werden.
-
Eine
Lösung
von 3-Methoxy-4-ethyl-6-(1-hydroxyethyl)-pyridin (236 mg, 1,3 mmol) in 5 ml Methylenchlorid
bei 0°C
wird mit Thionylchlorid (0,141 ml, 1,95 mmol) behandelt und 1 h
bei Raumtemperatur gerührt. Das
Reaktionsgemisch wird mit 12 ml gesättigter Natriumbicarbonatlösung gequencht.
Die wässrige
Schicht wird mit 3 × 10
ml Methylenchlorid extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen
werden über
Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum konzentriert, wobei 249
mg (96%) 3-Methoxy-4-ethyl-6-(1-chlorethyl)-pyridin erhalten werden.
-
Eine
Lösung
des 4-Amino-6-chlor-2-mercapto-pyrimidinmesylatsalzes (290 mg, 1,1
mmol) in 2 ml N,N-Dimethylformamid bei 0°C wird mit 92 mg (60% in Öl, 2,3 mmol)
Natriumhydrid behandelt und 1 h auf Raumtemperatur erwärmt. Eine
Lösung
von 3-Methoxy-4-ethyl-6-(1-chlorethyl)-pyridin
(225 mg, 1,1 mmol) in 2 × 1
ml N,N-Dimethylformamid wird tropfenweise zu dem Gemisch gegeben,
und das Reaktionsgemisch wird 18 h gerührt. Das Reaktionsgemisch wird
mit 50 ml Ethylacetat verdünnt,
mit 4 × 25
ml von 50% gesättigter Natriumchloridlösung gewaschen
und über
Kaliumcarbonat getrocknet. Die organischen Phasen werden unter Vakuum
konzentriert und das rohe Material wird über 20 g Silicagel (230–400 mesh)
unter Elution mit 50% Ethylacetat/Hexanen chromatographiert, wobei
256 mg eines Öls
erhalten werden, das bei Kristallisieren aus Ether 188 mg (53%)
der Titelverbindung ergab (Schmelzpunkt 136–137°C).
-
Beispiel 28: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-methylfuro[2,3-c]pyridin-5-yl)ethyl)thio-pyrimidin
-
Eine
Lösung
von 2-Chlor-3-hydroxy-4-iod-6-(1-hydroxyethyl)-pyridin (3,6 g, 12
mmol) in 24 ml N,N-Dimethylformamid wird bei 0°C wird mit 480 mg (60% in Öl, 12 mmol) Natriumhydrid
behandelt und 1 h bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wird
mit 1,14 g (13,2 mmol) Allylbromid behandelt und 2 h gerührt. Das
Gemisch wird in 125 ml Ethylacetat gegossen und mit 4 × 50 ml
gesättigter
Natriumchloridlösung,
2 × 25 ml
von 50% gesättigter
Natriumcarbonatlösung
gewaschen und über
Kaliumcarbonat getrocknet. Die getrockneten organischen Phasen werden
unter Vakuum konzentriert, mit 20 ml Hexanen verdünnt und
auf –15°C gekühlt. Der
Feststoff wird abfiltriert, wobei 3,61 g (89) 2-Chlor-3-(1-propen-3-yl)-4-iod-6-(1-hydroxyethyl)-pyridin erhalten
werden.
-
Verfahren A
-
Eine
Lösung
von 2-Chlor-3-(1-propen-3-yl)-4-iod-6-(1-hydroxyethyl)-pyridin (3,50 g (10,3
mmol) in 30 ml N,N-Dimethylformamid
wird nacheinander mit Natriumformiat (872 mg, 12,8 mmol), Natriumcarbonat
(3,28 g, 30,9 mmol), Tetrabutylammoniumchlorid (3,91 g, 14,1 mmol)
und Palladiumacetat (130 mg, 0,6 mmol) behandelt. Das Reaktionsgemisch
wird 2 h auf 50°C
erwärmt,
auf Raumtemperatur gekühlt
und mit 150 ml Ethylacetat verdünnt.
Die organischen Phasen werden mit 4 × 50 ml von 50% gesättigter
Natriumchloridlösung
gewaschen, über
Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum konzentriert. Das rohe
Material wird in 50 ml Methanol gelöst, mit DARCO behandelt und
20 min unter Rückflusskühlung erhitzt.
Das Gemisch wird über
Celite filtriert und unter Vakuum konzentriert. Das rohe Material
wird über
50 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 25% Ethylacetat/Hexanen chromatographiert,
wobei 631 mg (29%) 7-Chlor-5-(1-hydroxyethyl)-3-methyl-furo[2,3-c]pyridin
erhalten werden (Schmelzpunkt 67–68°C).
-
Eine
Lösung
von 7-Chlor-5-(1-hydroxyethyl)-3-methyl-furo[2,3-c]pyridin (550 mg, 2,6 mmol)
in 12 ml Ethanol wird mit 20% Palladiumhydroxid-auf-Kohle (550 mg)
und Cyclohexadien (2,6 ml, 28 mmol) behandelt, und das Reaktionsgemisch
wird 2 h auf Rückflusstemperatur
erhitzt. Das Gemisch wird gekühlt, über Celite filtriert,
und der Filterpfropfen wird gut mit Methanol gewaschen. Das Filtrat
wird unter Vakuum konzentriert, und der Rückstand wird zwischen 25 ml
gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
und 4 × 20
ml Methylenchlorid verteilt. Die vereinigten organischen Phasen
werden über
Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum konzentriert, wobei 422
mg (92%) 5-(1-Hydroxyethyl)-3-methyl-furo[2,3-c]pyridin
erhalten werden (Schmelzpunkt 56–58°C).
-
Verfahren B
-
Teil 1
-
3-(1-Propen-3-yl)-2-chlor-6-(1-hydroxyethyl)-4-iod-pyridin (40 g,
117,8 mmol) wurde mit N,N'-Azo-bis(isobutyryl)nitril
(1,94 g, 11,8 mmol) in 260 ml Benzol in einem flammgetrockneten
500-ml-Einhalsrundkolben unter Stickstoff vereinigt. Die Lösung wurde
auf Rückflusstemperatur
erwärmt
und rasch tropfenweise mit Tributylzinnhydrid (34,2 ml, 127,2 mmol)
in 60 ml trockenem Benzol behandelt. Das Reaktionsgemisch wurde
1 h unter Refluxieren gerührt,
gekühlt,
und das Benzol wurde unter Vakuum entfernt. Der Rückstand
wurde über
750 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 2 l 10% Ethylacetat/Hexan, 2 l 20% Ethylacetat/Hexan
und anschließend
3 l 35% Ethylacetat/Hexan chromatographiert und nach einem Vorlauf
von 2 l wurden 50-ml-Fraktionen
gewonnen. Die Fraktionen 54–102
wurden vereinigt und konzentriert, wobei 22,2 g (88%) 7-Chlor-2,3-dihydro-5-(1-hydroxyethyl)-3-methyl-furo[2,3-c]pyridin
als blassgelbes Öl
erhalten wurden.
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,37
(d, J = 7 Hz, 3), 1,48 (d, J = 6,5 Hz, 3), 2,91 (bs, 1), 3,65 (bs,
1), 4,24 (t, J = 8,8 Hz, 1), 4,83 (m, 2), 7,12 (m, 1) ppm.
-
Teil 1 (Bevorzugte Alternative)
-
Eine
Lösung
von 2-Chlor-3-(1-propen-3-yl)-4-iod-6-(1-hydroxyethyl)-pyridin (1,06 g, 3,14
mmol) in THF (5 ml) wird mit 50%iger Hypophosphorsäure (2,13
g, 15,73 mmol), Tri ethylamin (1,75 g, 17,33 mmol) und 2,2'-Azo-bis-(2-methylpropino-nitril)
(AIBN; 192 mg, 1,23 mmol) behandelt. Die Lösung wird 2 h unter Refluxieren
gerührt.
Die Lösung
wird sich abkühlen
gelassen und unter Vakuum konzentriert. Gesättigte NaHCO3 wird zugegeben,
und das Gemisch wird dreimal mit EtOAc extrahiert. Die organischen
Phasen werden über
MgSO4 getrocknet und unter Vakuum konzentriert.
Das rohe hellgelbe Öl
wird chromatographiert (SiO2, Hexan/Ethylacetat,
2 : 1), wobei 650 mg (97%) 7-Chlor-2,3-dihydro-5-(1-hydroxyethyl)-3-methyl-furo[2,3-c]pyridin
erhalten werden; FP 67–68°C.
-
Teil 2
-
7-Chlor-2,3-dihydro-5-(1-hydroxyethyl)-3-methyl-furo[2,3-c]pyridin
(26 g, 122 mmol) wurde in 200 ml Methanol in einem 500-ml-Einhalsrundkolben
gelöst,
mit 5,59 g DARCO behandelt und 20 min unter Rückflusskühlung erhitzt. Das Gemisch
wurde über
Celite filtriert, und der Filterkuchen wurde mit Methanol gewaschen.
Das Filtrat wurde unter Vakuum konzentriert, wobei 25 g eines blassen Öls erhalten
wurden. Das Öl wurde
in 160 ml absolutem Ethanol gelöst,
mit 5,5 g 20% Palladiumhydroxid-auf-Kohle behandelt und mit 60 ml
(120 mmol) 2 N wässriger
Natriumhydroxidlösung
verdünnt.
Das Gemisch wurde mit 22 psi 20 h hydriert. Der Katalysator wurde
durch Filtration entfernt, und der Filterkuchen wurde mit frischem
absolutem Ethanol gewaschen. Das Filtrat wurde unter Vakuum zu einem
pasteusen Rückstand
konzentriert und zwischen 1 × 200
ml einer 50% gesättigten
Natriumbicarbonatlösung
und 4 × 100
ml Dichlormethan verteilt. Die organischen Phasen wurden über Kaliumcarbonat
getrocknet und unter Vakuum konzentriert, wobei 20,1 g (93%) 2,3-Dihydro-5-(1-hydroxyethyl)-3-methyl-furo[2,3-c]-pyridin
als blassgelbes Öl
erhalten wurden.
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,36
(m, 3), 1,48 (m, 3), 3,56 (m, 1), 4,05 (bs, 1), 4,13 (m, 1), 4,86
(t, J = 9 Hz, 1), 4,87 (q, J = 6,4, 12,9 Hz, 1), 7,15 (s, 1), 8,03
(s, 1) ppm.
-
2,3-Dihydro-5-(1-hydroxyethyl)-3-methyl-furo[2,3-c]pyridin
(20,1 g, 112 mmol) wurde in 112 ml Pyridin in einem 200- ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wurde mit Essigsäureanhydrid
(31,2 ml, 336 mmol) behandelt und über Nacht bei Raumtemperatur
gerührt.
Das Pyridin wurde unter Vakuum entfernt, und der Rückstand
wurde in 200 ml Ethylacetat aufgenommen. Die Lösung wurde 1 h kräftig mit
200 ml gesättigter
Natriumbicarbonatlösung,
die 35 g festes Natriumbicarbonat enthielt, gerührt. Die Schichten wurden getrennt,
und die organische Schicht wurde mit 4 × 100 ml von 50% gesättigter
Natriumchloridlösung
extrahiert. Die organischen Phasen wurden über wasserfreiem Magnesiumsulfat
getrocknet und unter Vakuum konzentriert, wobei 24,8 g (quantitativ)
5-(1-Acetoxyethyl)-2,3-dihydro-3-methyl-furo[2,3-c]pyridin
als blasses Öl
erhalten wurden.
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,36
(m, 3), 1,58 (m, 3), 2,11 (m, 3), 3,57 (m 1), 4,14 (t, J = 8,4 Hz,
1), 4,75 (t, J = 8,4 Hz, 1), 5,89 (q, J = 6,5, 13 Hz, 1), 7,18 (m,
1), 8,12 (s, 1) ppm.
-
5-(1-Acetoxyethyl)-2,3-dihydro-3-methyl-furo[2,3-c]pyridin
(24,39 g, 110 mmol) wurde mit 2,3,5,6-Tetrachlorbenzochinon (29,6 g, 120,4
mmol) in 500 ml Dioxan in einem 1000-ml-Einhalsrundkolben unter
Stickstoff vereinigt. Das Reaktionsgemisch wurde 24 h unter leichtem
Refluxieren erwärmt,
auf Raumtemperatur gekühlt,
wurde filtriert, und der Filterkuchen wurde gut mit Ethylacetat
gewaschen. Das Filtrat, das unter Vakuum zu einer rötlichbraunen
Aufschlämmung,
die mit 100 ml Dioxan verdünnt
war, konzentriert wurde, wurde filtriert und der Filterkuchen wurde
mit Diethylether gewaschen. Das Filtrat wurde zu einem braunen Öl eingeengt,
mit 500 ml Methanol und anschließend 185 ml (370 mmol) 2 N
Natriumhydroxid verdünnt,
und das Reaktionsgemisch 1 h bei Raumtemperatur gerührt. Das
Methanol wurde unter Vakuum entfernt, der wässrige Rückstand wurde mit 300 ml Wasser
verdünnt
und das Gemisch wurde mit 4 × 100
ml Dichlormethan extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen
wurden mit 2 × 100
ml 1 N Natriumhydroxid zurückgewaschen, über Kaliumcarbonat
getrocknet und unter Vakuum zu einem grünlichen Öl konzentriert. Das Öl wurde
in 200 ml Methanol gelöst
und mit DARCO 20 min bei Rückflusskühlung erhitzt.
Das Gemisch wurde über
Celite filtriert, der Filterkuchen wurde gut mit Methanol gewaschen,
und das Filtrat wurde unter Vakuum konzentriert, wobei 18,4 g (94%)
5-(1-Hydroxyethyl)-3-methyl-furo[2,3-c]pyridin
erhalten wurden (Schmelzpunkt: 56–58°C).
-
Eine
Lösung
von 5-(1-Hydroxyethyl)-3-methyl-furo[2,3-c]pyridin (436 mg, 2,46 mmol) in 10
ml Methylenchlorid bei 0°C
wird mit Thionylchlorid (0,268 ml, 3,69 mmol) behandelt, und das
Reaktionsgemisch wird 1,5 h bei Raumtemperatur gerührt. Das
Gemisch wird mit 15 ml gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
gequencht. Die wässrige
Schicht wird mit 3 × 10
ml Methylenchlorid extrahiert, und die vereinigten organischen Phasen werden über Kaliumcarbonat
getrocknet. Die organischen Phasen werden unter Vakuum konzentriert,
wobei 467 mg (97%) 5-(1-Chlorethyl)-3-methyl-furo[2,3-c]pyridin
erhalten werden.
-
Eine
Lösung
des 4-Amino-6-chlor-2-mercapto-pyrimidinmesylatsalzes (589 mg, 2,28
mmol) in 6 ml N,N-dimethylformamid bei 0°C wird mit 192 mg (60% in Öl, 4,8 mmol)
Natriumhydrid behandelt und 1 h auf Raumtemperatur erwärmt. Eine
Lösung
von 5-(1-Chlorethyl)-3-methyl-furo[2,3-c]pyridin (447 mg, 2,28 mmol) in
2 × 2
ml N,N-dimethylformamid wird zu dem Gemisch gegeben, und das Reaktionsgemisch
wird 18 h gerührt.
Das Reaktionsgemisch wird mit 70 ml Ethylacetat verdünnt, mit
4 × 50
ml von 50% gesättigter
Natriumchloridlösung
gewaschen und über
Kaliumcarbonat getrocknet. Die organischen Phasen werden unter Vakuum
konzentriert und das rohe Material wird über 25 g Silicagel (230–400 mesh)
unter Elution mit 40 Ethylacetat/Hexanen chromatographiert, wobei
460 mg eines Materials erhalten werden, das mit Ether gewaschen wird,
wobei 369 mg (50%) der Verbindung Nr. 246 erhalten werden (Schmelzpunkt
184–185°C).
-
Beispiel 29: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(2,3-dihydrofuro[2,3-c]pyridin-5-yl)ethyl)thio-pyrimidin
-
5-(1-Hydroxyethyl)-furo[2,3-c]pyridin
(489 mg, 3,0 mmol) wird in einer kleinen PARR-Schüttler-Flasche,
die mit 0,239 ml (3,6 mmol) Acetylchlorid vorbehandelt worden war,
gelöst.
Die Lösung
wird mit 210 mg des Katalysators 20% Palladiumhydroxid-auf-Kohle
behandelt, und das Reaktionsgemisch wird 2 h unter 20 psi (bis 14
psi) Wasserstoff geschüttelt.
Der Katalysator wird durch Filtration über Celite entfernt, und der
Filterpfropfen wird gut mit Methanol gewaschen. Das Filtrat wird
konzentriert und zwischen 20 ml gesättigter Natriumbicarbonatlösung und
4 × 10
ml Methylenchlorid verteilt. Die vereinigten organischen Phasen
werden über
Kaliumcarbonat getrocknet und konzentriert. Das rohe Material wird über 20 g
Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 4 : 2 : 1 Chloroform/Ethylacetat/Aceton
chromatographiert, wobei 495 mg (99%) 5-(1-Hydroxyethyl)-(2,3-dihydro)furo[2,3-c]pyridin
erhalten werden.
-
Eine
Lösung
von 5-(1-Hydroxyethyl)-(2,3-dihydro)furo[2,3-c]pyridin (495 mg, 3,0 mmol) in 10 ml
Methylenchlorid bei 0°C
wird mit Thionylchlorid behandelt und 2 h bei Raumtemperatur gerührt. Das
Reaktionsgemisch wird mit 10 ml gesättigter Natriumbicarbonatlösung gequencht
und zwischen 10 ml gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
und 4 × 10
ml Methylenchlorid verteilt. Die vereinigten organischen Phasen
werden unter Vakuum konzentriert, wobei 495 mg (89%) 5-(1-Chlorethyl)-(2,3-dihydro)furo[2,3-c]pyridin
erhalten werden.
-
Eine
Lösung
des 4-Amino-6-chlor-2-mercapto-pyrimidinmesylatsalzes (783 mg, 3,0
mmol) in 8 ml N,N-dimethylformamid bei 0°C wird mit 243 mg (60% in Öl, 6,1 mmol)
Natriumhydrid behandelt und 1 h auf Raumtemperatur gerührt. Eine
Lösung
von 5-(1-Chlorethyl)-(2,3-dihydro)furo[2,3-c]pyridin (495 mg, 2,7
mmol) in 2 × 2
ml N,N-dimethylformamid wird tropfenweise zu dem Gemisch gegeben,
und das Reaktionsgemisch wird über
Nacht gerührt.
Das Gemisch wird mit 60 ml Ethylacetat verdünnt, mit 4 × 25 ml von 50% gesättigter Natriumchloridlösung gewaschen
und über
Kaliumcarbonat getrocknet. Die organischen Phasen werden unter Vakuum
konzentriert, und das rohe Material wird über 50 g Silicagel (230–400 mesh)
unter Elution mit 35% Ethylacetat/Hexanen chromatographiert, wobei
600 mg (66%) der Titelverbindung erhalten werden (Schmelzpunkt 155–156°C).
-
Beispiel 30: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(3,3-dimethyl-2,3-dihydrofuro[2,3-c]pyridin-5-yl)ethyl)thio-pyrimidin
-
Eine
Lösung
von 2-Chlor-3-hydroxy-4-iod-6-(1-hydroxyethyl)-pyridin (4,49 g, 15 mmol)in 25 ml N,N-dimethylformamid
bei 0°C
wird mit 600 mg (60% in Öl,
15 mmol) Natriumhydrid behandelt und 1 h bei Raumtemperatur gerührt. Das
Reaktionsgemisch wird mit 1,7 ml (16,5 mmol) 2-Methyl-3-brompropen
behandelt und 2 h gerührt.
Das Gemisch wird mit 150 ml Ethylacetat verdünnt und mit 4 × 50 ml
von 1 : 1 50% gesättigtem Natriumchlorid/Natriumbicarbonat
gewaschen und über
Kaliumcarbonat getrocknet. Das rohe Material wird über 150
g Silicagel (230 – 400
mesh) unter Elution mit 25% Ethylacetat/Hexanen chromatographiert,
wobei 3,94 g (74%) 2-Chlor-3-(2-methyl-1-propen-3-yl)-4-iod-6-(1-hydroxyethyl)-pyridin
erhalten werden.
-
Eine
Lösung
von 2-Chlor-3-(2-methyl-1-propen-3-yl)-4-iod-6-(1-hydroxyethyl)-pyridin
(3,8 g, 10,9 mmol) in 18 ml N,N-Dimethylformamid
wird nacheinander mit Natriumformiat (742 mg, 10,9 mmol), Triethylamin
(4,6 ml, 32,7 mmol), Tetrabutylammoniumchlorid (3,03 g, 10,9 mmol)
und Palladiumacetat (122 mg, 0,54 mmol) behandelt. Das Reaktionsgemisch
wird 3 h auf 60°C
erwärmt
und über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt.
Das Reaktionsgemisch wird mit 100 ml Ethylacetat verdünnt, mit
4 × 50
ml von 50% gesättigtem
Natriumchlorid gewaschen, über
Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum konzentriert. Das rohe
Material wird in Methanol gelöst,
mit DARCO behandelt und 20 min unter Rückflusskühlung erhitzt. Das Gemisch
wird über Celite
filtriert und unter Vakuum konzentriert. Das rohe Material wird über 100
g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 25% Ethylacetat/Hexanen chromatographiert,
wobei 1,41 g (55%) 7-Chlor-5-(1-hydroxyethyl)-2,3-dihydro-3,3-dimethyl-furo[2,3-c]-pyridin
erhalten werden.
-
Eine
Lösung
von 7-Chlor-5-(1-hydroxyethyl)-2,3-dihydro-3,3-dimethyl-furo[2,3-c]-pyridin (425 mg, 1,87
mmol) in 20 ml Ethanol wird mit 20% Palladiumhydroxid-auf-Kohle
(200 mg) behandelt und 3 h unter Wasserstoffatmosphäre (20–14 psi)
geschüttelt.
Das Gemisch wird über
Celite filtriert. Das Filtrat wird unter Vakuum konzentriert, und
der Rückstand
wird zwischen 20 ml gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
und 4 × 20
ml Methylenchlorid verteilt. Die vereinigten organischen Phasen
werden über
Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum konzentriert, wobei 305
mg (85%) 5-(1-Hydroxyethyl)-2,3-dihydro-3,3-dimethyl-furo[2,3-c]-pyridin erhalten
werden.
-
Eine
Lösung
von 5-(1-Hydroxyethyl)-2,3-dihydro-3,3-dimethyl-furo[2,3-c]-pyridin (805 mg,
4,17 mmol) in 15 ml Methylenchlorid bei 0°C wird mit Thionylchlorid (0,439
ml, 6,25 mmol) behandelt, und das Reaktionsgemisch wird 2 h bei
Raumtemperatur gerührt.
Das Gemisch wird mit 25 ml gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
gequencht. Die wässrige
Schicht wird mit 3 × 20
ml Methylenchlorid extrahiert, und die vereinigten organischen Phasen
werden über
Kaliumcarbonat/Magnesiumsulfat getrocknet. Die organischen Phasen
werden unter Vakuum konzentriert, wobei 880 mg (99%) 5-(1-Chlorethyl)-2,3-dihydro-3,3-dimethyl-furo[2,3-c]-pyridin erhalten
werden.
-
Eine
Lösung
des 4-Amino-6-chlor-2-mercapto-pyrimidinmesylatsalzes (1,04 g, 4,04
mmol) in 12 ml N,N,-dimethylformamid
bei 0°C
wird mit 339 mg (60% in Öl,
8,5 mmol) Natriumhydrid behandelt und 1 h auf Raumtemperatur erwärmt. Eine
Lösung
von 5-(1-Chlorethyl)-2,3-dihydro-3,3-dimethyl-furo[2,3-c]-pyridin (856 mg,
4,04 mmol) in 2 × 3
ml N,N-dimethylformamid wird zu dem Gemisch gegeben und das Reaktionsgemisch wird
24 h gerührt.
Das Reaktionsgemisch wird mit 100 ml Ethylacetat verdünnt, mit
4 × 50
ml von 50% gesättigter
Natriumchloridlösung
gewaschen und über
Kaliumcarbonat getrocknet. Die organischen Phasen werden unter Vakuum
konzentriert, und das rohe Material wird über 100 g Silicagel (230–400 mesh)
unter Elution mit 40% Ethylacetat/Hexanen chromatographiert, wobei
1 g eines Materials erhalten wird, das aus Ether kristallisiert
wurde, wobei 878 mg (65%) der Titelverbindung erhalten werden (Schmelzpunkt
169–170°C).
-
Beispiel 31: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-ethylfuro[2,3-c]-pyridin-5-yl)ethyl)thio-pyrimidin,
Schmelzpunkt 125–126°C
-
2-Chlor-3-hydroxy-6-(1-hydroxyethyl)-4-iod-pyridin
(4,49 g, 15 mmol) wurde in 25 ml trockenem Dimethylformamid in einem
ofengetrockneten 50-ml-Zweihalsrundkoblen unter Stickstoff gelöst. Die
Lösung
wurde auf 0°C
gekühlt,
mit Natriumhydrid (600 mg, 15 mmol) behandelt, und das Gemisch wurde
1 h bei Raumtemperatur gerührt.
Das Gemisch wurde mit Crotylchlorid (1,6 ml, 16,5 mmol) und einem
Lithiumiodidkristall behandelt, und das Reaktionsgemisch wurde 20
h bei Raumtemperatur gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde mit 100 ml Ethylacetat verdünnt, mit
4 × 50
ml von 50% gesättigtem
1 : 1 Natriumchlorid/Natriumbicarbonat gewaschen und über wasserfreiem
Magnesiumsulfat/Kaliumcarbonat getrocknet. Die getrockneten organischen
Phasen wurden unter Vakuum zu einem gelben Öl konzentriert, das aus Hexan
kristallisiert wurde, wobei 4,72 g (89%) 3-(2-Butenyloxy)-2-chlor-6-(1-hydroxyethyl)-4-iod-pyridin
als weißer
Feststoff erhalten wurde (Schmelzpunkt: 61–62,5°C).
-
2-Chlor-3-(2-butenyloxy)-6-(1-hydroxyethyl)-4-iod-pyridin
(2,12 g, 6 mmol) wurde mit Tetrabutylammoniumchlorid (2,28 g, 8,2
mmol), Natriumformiat (507 mg, 7,5 mmol), Natriumcarbonat (1,91
g, 18 mmol) und Palladiumacetat (78 mg, 0,35 mmol) in 18 ml Dimethylformamid
in einem ofengetrockneten 50-ml-Zweihalsrundkolben
unter Stickstoff vereinigt. Das Reaktionsgemisch wurde 2 h auf 80°C erwärmt, mit
100 ml Ethylacetat verdünnt,
und das Gemisch wurde mit 4 × 50
ml von 50% gesättigtem
1 : 1 Natriumchlorid/Bicarbonat extrahiert. Die organischen Phasen
wurden über
Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum zu einem braunen Öl konzentriert.
Das rohe Öl
wurde in 50 ml Methanol aufgenommen, 20 min mit DARCO unter Rückflusskühlung erhitzt
und über
Celite filtriert. Das Filtrat wurde unter Vakuum zu einem rohen
bernsteinfarbenen Öl konzentriert,
das über
50 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 37,5% Ethylacetat/Hexan chromatographiert
wurde, wobei 9-ml-Fraktionen gewonnen wurden. Die Fraktionen 26–37 wurden
vereinigt und konzentriert, wobei 484 mg (36%) 7-Chlor-5-(1-hydroxyethyl)-3-ethyl-furo[2,3-c]pyridin
als blasses Öl
erhalten wurden, das beim Stehenlassen kristallisierte (Schmelzpunkt:
43–45°C).
-
7-Chlor-5-(1-hydroxyethyl)-3-ethyl-furo[2,3-c]pyridin
(600 mg, 2,7 mmol) wurde mit 20% Palladiumhydroxid-auf-Kohle (600
mg) in 20 ml absolutem Ethanol in einem 100-ml-Einhalsrundkolben unter Stickstoff vereinigt.
Das Gemisch wurde mit 1,4-Cyclohdexadien (2,5 ml, 27 mmol) behandelt,
und das Reaktionsgemisch wurde 2,5 h auf Rückflusstemperatur erwärmt (rasche
exotherme Reaktion). Das Gemisch wurde über Celite filtriert, und der
Kuchen wurde mit frischem Methanol gut gewaschen. Das Filtrat wurde
unter Vakuum konzentriert, und der Rückstand wurde zwischen 1 × 25 ml
gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
und 4 × 20
ml Dichlormethan verteilt. Die vereinigten organischen Phasen wurden über Kaliumcarbonat
getrocknet und unter Vakuum konzentriert, wobei 464 mg (91%) 5-(1-Hydroxyethyl)-3-ethyl- furo[2,3-c]pyridin
als weißlicher
Feststoff erhalten wurden.
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,19
(t, J = 7,5 Hz, 3), 1,51 (d, J = 6,9 Hz, 3), 2,75 (m, 2), 4,45 (bs,
1), 4,99 (q, J = 6,9, 13,8 Hz, 1), 7,44 (s, 1), 7,51 (s, 1), 8,02
(s, 1) ppm.
-
5-(1-Hydroxyethyl)-3-ethyl-furo[2,3-c]pyridin
(434 mg, 2,3 mmol) wurde in 10 ml Dichlormethan in einem 50-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wurde auf 0°C
gekühlt,
mit Thionylchlorid (247 μl,
3,4 mmol) behandelt, und das Reaktionsgemisch wurde 20 min bei 0°C und anschließend 3 h
bei Raumtemperatur gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde zu 25 ml gesättigter Natriumbicarbonatlösung gegeben,
die Schichten wurden getrennt, die wässrige Schicht wurde mit 3 × 10 ml
Dichlormethan gewaschen und die vereinigten organischen Phasen wurden über Kaliumcarbonat
getrocknet. Die getrockneten organischen Phasen wurden unter Vakuum
konzentriert, wobei 467 mg (98%) 5-(1-Chlorethyl)-3-ethyl-furo[2,3-c]pyridin
als blassgelbes Öl
erhalten wurden.
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,34
(t, J = 7,5 Hz, 3), 1,95 (d, J = 7,0 Hz, 3), 2,72 (m, 2), 5,30 (q,
J = 7,0, 14 Hz, 1), 7,53 (m, 1), 7,66 (m, 1), 8,77 (m, 1) ppm.
-
Das
4-Amino-6-chlor-2-mercaptopyrimidinmesylatsalz (553 mg, 2,2 mmol)
wurde in 6 ml trockenem Dimethylformamid in einem ofengetrockneten
25-ml-Zweihalsrundkolben unter Stickstoff gelöst. Die Lösung wurde auf 0°C gekühlt, mit
Natriumhydrid (180 mg, 4,5 mmol) behandelt, und das Gemisch wurde
1 h bei Raumtemperatur gerührt.
5-(1-Chlorethyl)-3-ethyl-furo[2,3-c]pyridin (450 mg, 2,2 mmol) in
2 × 4
ml trockenem Dimethylformamid wurde tropfenweise zu dem Reaktionsgemisch
gegeben, und das Gemisch wurde 24 h gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde
mit 75 ml Ethylacetat verdünnt,
mit 4 × 25
ml von 50% gesättigtem
Natriumchlorid und anschließend
1 × 25
ml gesättigtem
Natriumchlorid gewaschen, und die organischen Phasen wurden über wasserfreiem
Kaliumcarbonat getrocknet.
-
Die
getrockneten organischen Phasen wurden unter Vakuum zu einem gelben Öl konzentriert.
Das rohe Material wurde über
50 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 35% Ethylacetat/Hexan chromatographiert,
wobei 9-ml-Fraktionen gewonnen werden. Die Fraktionen 51–84 wurden
vereinigt und konzentriert, wobei einer weißer Schaum erhalten wurde.
Die Kristallisation aus Diethylether ergab 382 mg (53%) 4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-ethyl-furo[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin
als weißen
Feststoff (Schmelzpunkt: 125–126°C).
-
Beispiel 32: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-(1-methylethyl)furo-[2,3-c]pyridin-5-yl)ethyl)thio-pyrimidin,
Schmelzpunkt 115–117°C
-
2-Chlor-3-hydroxy-6-(1-hydroxyethyl)-4-iod-pyridin
(2,99 g, 10 mmol) wurde in 15 ml trockenem Dimethylformamid in einem
ofengetrockneten 100-ml-Zweihalsrundkolben unter Stickstoff gelöst. Die
Lösung
wurde auf 0°C
gekühlt,
mit Natriumhydrid (400 mg, 10 mmol) behandelt, und das Gemisch wurde
1 h bei Raumtemperatur gerührt.
Das Gemisch wurde mit 1-Chlor-3-methyl-2-buten
(1,2 ml, 11 mmol) und Natriumiodid (150 mg, 1 mmol) behandelt, und
das Reaktionsgemisch wurde 18 h bei Raumtemperatur gerührt. Das
Reaktionsgemisch wurde mit 100 ml Ethylacetat verdünnt, mit
4 × 50
ml von 50% gesättigtem
1 : 1 Natriumchlorid/Natriumbicarbonat gewaschen und über wasserfreiem
Kaliumcarbonat getrocknet. Die getrockneten organischen Phasen wurden
unter Vakuum zu einem gelben Öl
konzentriert, das aus 25 ml Hexan kristallisiert wurde, wobei 3,2
g (87%) 2-Chlor-3-(3-methyl-2-butenyloxy)-6-(1-hydroxyethyl)-4-iod-pyridin als weißlicher
Feststoff erhalten wurde. Schmelzpunkt: 80–81°C
-
2-Chlor-3-(3-methyl-2-butenyloxy)-6-(1-hydroxyethyl)-4-iod-pyridin (3,12 g,
8,5 mmol) wurde mit Tetrabutylammoniumchlorid (2,36 g, 8,5 mmol),
Natriumformiat (577 mg, 8,5 mmol), Triethylamin (3,6 ml, 25 mmol) und
Palladiumacetat (95 mg, 0,42 mmol) in 18 ml Dimethylformamid in
einem ofengetrockneten 50-ml-Zweihalsrundkolben unter Stickstoff
vereinigt. Das Reaktionsgemisch wurde 2 h auf 60°C erwärmt, mit 125 ml Ethylacetat
verdünnt,
und das Gemisch wurde mit 4 × 50
ml von 50% gesättigtem
Natriumchlorid extrahiert. Die organischen Phasen wurden über Kaliumcarbonat
getrocknet und unter Vakuum zu einem braunen Öl konzentriert. Das rohe Öl wurde
in 50 ml Methanol aufgenommen, mit DARCO 20 min unter Rückflusskühlung erhitzt und über Celite
filtriert. Das Filtrat wurde unter Vakuum zu einem rohen bernsteinfarbenen Öl konzentriert,
das über
100 g (230–400
mesh) unter Elution mit 30% Ethylacetat/Hexan chromatographiert
wurde, wobei 22-ml-Fraktionen
gewonnen wurden. Die Fraktionen 14–21 wurden vereinigt und konzentriert,
wobei 698 mg (34%) 7-Chlor-5-(1-hydroxyethyl)-3-isopropyl-furo[2,3-c]pyridin
als gelbes Öl
erhalten wurden, das beim Stehenlassen kristallisierte. (Schmelzpunkt:
45–46,5°C).
-
7-Chlor-5-(1-hydroxyethyl)-3-isopropyl-furo[2,3-c]pyridin
(678 mg, 2,8 mmol) wurden mit 20% Palladiumhydroxid-auf-Kohle (678 mg) in
20 ml absolutem Ethanol in einem 50-ml-Einhalsrundkolben unter Stickstoff vereinigt.
Das Gemisch wurde mit 1,4-Cyclohexadien (2,7 ml, 28 mmol) behandelt,
und das Reaktionsgemisch wurde 2 h auf Rückflusstemperatur erwärmt (rasche
exotherme Reaktion). Das Gemisch wurde über Celite filtriert und der
Kuchen wurde mit frischem Methanol gut gewaschen. Das Filtrat wurde
unter Vakuum konzentriert, und der Rückstand wurde zwischen 1 × 20 ml
gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
und 4 × 15
ml Dichlormethan verteilt. Die vereinigten organischen Phasen wurden über Kaliumcarbonat
getrocknet und unter Vakuum konzentriert, wobei 554 mg (96%) 5-(1-Hydroxyethyl)-3-isopropyl-furo[2,3-c]-pyridin als blasses Öl erhalten wurde.
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,33 (d,
6), 1,56 (d, J = 6,5 Hz, 1), 3,09 (m, 1), 4,16 (bs, 1), 5,02 (q,
J = 6,5, 13 Hz, 1), 7,50 (m, 1), 7,54 (s, 1), 8,72 (s, 1) ppm.
-
5-(1-Hydroxyethyl)-3-isopropyl-furo[2,3-c]pyridin
(544 mg, 2,6 mmol) wurde in 10 ml Dichlormethan in einem 50-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wurde auf 0°C
gekühlt,
mit Thionylchlorid (279 μl,
4,0 mmol) behandelt, und das Reaktionsgemisch wurde 20 min bei 0°C und anschließend 1 h
bei Raumtemperatur gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde zu 15 ml gesättigter Natriumbicarbonatlösung gegeben,
die Schichten wurden getrennt, die wässrige Schicht wurde mit 3 × 10 ml
Dichlormethan gewaschen, und die vereinigten organischen Phasen
wurden über
Kaliumcarbonat getrocknet. Die getrockneten organischen Phasen wurden
unter Vakuum konzentriert, wobei 554 mg (93%) 5-(1-Chlorethyl)-3-isopropyl-furo[2,3-c]pyridin als
blassgelbes Öl
erhalten wurden.
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,37
(d, 6), 1,96 (d, J = 6,5 Hz, 3), 3,10 (m, 1), 5,23 (q, J = 6,5,
13 Hz, 1), 7,51 (m, 1), 7,70 (m, 1), 8,78 (m, 1) ppm.
-
Das
4-Amino-6-chlor-2-mercaptopyrimidinmesylatsalz (785 mg, 3,0 mmol)
wurde in 8 ml trockenem Dimethylformamid in einem ofengetrockneten
50-ml-Zweihalsrundkolben unter Stickstoff gelöst. Die Lösung wurde auf 0°C gekühlt, mit
Natriumhydrid (267 mg, 6,7 mmol) behandelt, und das Gemisch wurde
1 h bei Raumtemperatur gerührt.
5-(1-Chlorethyl)-3-isopropyl-furo[2,3-c]pyridin
(524 mg, 2,3 mmol) in 2 × 3
ml trockenem Dimethylformamid wurde tropfenweise zu dem Reaktionsgemisch
gegeben und das Gemisch wurde 24 h gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde
mit 100 ml Ethylacetat verdünnt,
mit 3 × 25
ml von 50% gesättigtem Natriumchlorid
und anschließend
1 × 25
ml gesättigter
Natriumchloridlösung
gewaschen, und die organischen Phasen wurden über wasserfreiem Kaliumcarbonat
getrocknet. Die getrockneten organischen Phasen wurden unter Vakuum
zu einem gelben Öl
konzentriert. Das rohe Material wurde über 45 g Silicagel (230–400 mesh) unter
Elution mit 35% Ethylacetat/Hexan chromatographiert, wobei 9-ml-Fraktionen nach einem
Vorlauf von 120 ml gewonnen wurden. Die Fraktionen 16–39 wurden
vereinigt und konzentriert, wo bei 631 mg eines blassen Schaums erhalten
wurden. Die Kristallisation aus Diethylether/Hexan (Tropfen) ergab
564 mg (69%) 4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-isopropyl-furo[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin
als weißen
Feststoff (Schmelzpunkt: 115–117°C).
-
Beispiel 39: Herstellung
von 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-cyclopentyl)-2-pyridyl)ethyl)-thio-pyrimidin
-
Teil A
-
1-(2-(4-Cyclopentyl)pyridyl)ethanol
(100 mg, 0,52 mmol) wird in CH2Cl2(2 ml) bei 0°C gelöst, und dann mit Triethylamin
(0,1 ml, 0,72 mmol) und MsCl (60 μl,
0,65 mmol) behandelt. Nach 30 minütigem Rühren bei 20°C wird gesättigte NaHCO3-Lösung (1
ml) zugegeben und die wässrige
Phase dreimal mit CH2Cl2 extrahiert. Die
organischen Phasen werden vereinigt, mit gesättigter NaHCO3-Lösung und
gesättigter
NaCl-Lösung
gewaschen, über
MgSO4 getrocknet und unter Vakuum konzentriert,
120 mg (0,44 mmol, 85%), Fp 141–143°C.
-
Teil B
-
Das
4-Amino-6-chlor-2-thio-pyrimidinmesylatsalz (100 mg, 0,39 mmol)
in EtOH (0,5 ml) bei 40°C
wird mit 3,25 M NaOH (0,25 ml, 0,8 mmol) behandelt und 15 min gerührt. Das
Mesylat von Teil A (120 mg, 0,44 mmol) wird zugegeben und 1 h gerührt. Nach
dem Kühlen
auf 20°C
wird Wasser zugegeben und das Reaktionsgemisch filtriert. Der Feststoff
wird mit Wasser und Ethanol gewaschen und dann getrocknet: 46 mg
(0,14 mmol, 35%) der Titelverbindung, Fp 144–146°C.
-
Gemäß dem allgemeinen
Verfahren von Beispiel 33 und unter Durchführung unkritischer Änderungen, jedoch
ausgehend von dem entsprechenden Alkohol, werden die folgenden Verbindungen
synthetisiert:
| Beispiel
34: | 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-cyclopropyl)-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin,
Fp 148–149°C |
| Beispiel
35: | 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-(1-methylpropyl)-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin,
Fp 108–110°C |
| Beispiel
36: | 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-cyclohexyl)-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin,
Fp 62–64°C |
| Beispiel
37: | 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-(1-pyrryl))-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin,
Fp 189°C |
| Beispiel
38: | 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-dimethylamino)-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin
NMR: δ (CDCl3) 8,20–8,21
(d, J = 5,90, 1H), 6,71 (m, 1H), 6,37–6,39 (m, 1H), 6, 10 (s, 1H),
5,00–5,02
(m, 3H), 3,01 (s, 6H), 1,76–1,77
(d, J = 7,13, 3H) |
| Beispiel
39: | 4-Amino-6-chlor-2-(1-(5-(1-methylethyl)-3-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin,
Fp 123–124°C |
| Beispiel
40: | 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-(1-ethylpropyl)-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin,
FP 146–147°C |
| Beispiel
41: | 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-methyl-6-(1-pyrryl))-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin,
Fp 155–157°C |
| Beispiel
42: | 4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-(2-propyloxy))-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin
NMR: δ (CDCl3) 8,34–8,36
(d, J = 5,76, 1H), 6,97 (m, 1H), 6,63–6,65 (m, 1H), 6, 11 (s, 1H),
5,10 (s, 2H), 5,03–5,08
(q, J = 7, 13, 1H), 4,61–4,67
(m, 1H), 1,74–1,76
(d, J = 7,18, 3H), 1,34–1,36
(m, 6H) |
-
Herstellungsbeispiel 1:
4-Hydroxy-6-trifluormethyl-2-pyrimidinthiol
-
Zu
einer Lösung
von 25% NaOMe/MeOH (23 ml, 0,10 mol) und Ethanol (27 ml) werden
Thioharnstoff (5,33 g, 0,70 mol) und Ethyl-4,4,4-trifluoracetoacetat
(7,3 ml, 50 mmol) gegeben und dann wird das Reaktionsgemisch 16
h auf Rückflusstemperatur
erhitzt. Das Gemisch wird auf 22°C
gekühlt,
unter Vakuum konzentriert, und der Rückstand wird in Wasser (50
ml) gelöst,
mit HCl (7 ml) angesäuert
und filtriert. Der Fest stoff wird gewonnen, mit Wasser gewaschen
und getrocknet: 6,58 g (32,5 mmol, 65%).
-
Herstellungsbeispiel 2:
6-Trifluormethyl-2-(4-methoxy-phenylmethyl)thio-4-pyrimidinol
-
4-Hydroxy-6-trifluormethyl-2-pyrimidinthiol
(Herstellungsbeispiel 1, 4,90 g, 25,0 mmol) in Ethanol (8 ml) wird
mit 3,25 N NaOH (8 ml, 26,0 mmol) und anschließend 4-Methoxy-benzylchlorid (3,5
ml, 25,7 mmol) behandelt. Nach einstündigem Refluxieren wird das
Reaktionsgemisch mit Wasser verdünnt
und filtriert. Der Feststoff wird aus Ethanol umkristallisiert:
4,63 g (14,6 mmol, 58%) Fp 169–170°C).
-
Herstellungsbeispiel 3:
4-Chlor-6-trifluormethyl-2-(4-methoxy-phenylmethyl)thio-pyrimidin
-
6-Trifluormethyl-2-(4-methoxy-phenylmethyl)thio-4-pyrimidinol (Herstellungsbeispiel
2, 7,9 g, 25 mmol), POCL3 (19 ml) und 2-Picolin
(2,5 ml) werden vereinigt und 18 h auf Rückflusstemperatur erhitzt.
Das Reaktionsgemisch wird auf Eis gegossen, 3-mal mit Ethylacetat
extrahiert, mit MgSO4 getrocknet und unter Vakuum
konzentriert.
-
Beispiel 43: 4-Amino-6-trifluormethyl-2-(4-methoxy-phenylmethyl)-thio-pyrimidin
-
Das
rohe Öl
von Herstellungsbeispiel 3 wird in Acetonitril (75 ml) und Ammoniumhydroxid
(150 ml) gelöst
und dann 18 h bei 22°C
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wird dreimal mit Ethylacetat extrahiert, mit
MgSO4 getrocknet und unter Vakuum konzentriert:
7,20 g (22,8 mmol, 91%).
NMR: δ (CDCl3)
7,35 (d, J = 8,5, 1H), 6,83 (d, J = 8,5, 1H), 6,41 (s, 1H), 5,2
(s, 2H), 4,33 (s, 2H), 3,79 (s, 3H).
-
Herstellungsbeispiel 4:
4-Amino-6-trifluormethyl-2-pyrimidinthiolmesylatsalz
(Verbindung Nr. 268)
-
4-Amino-6-trifluormethyl-2-(4-methoxy-phenylmethyl)-thio-pyrimidin (Beispiel
43, 7,20 g, 22,8 mmol) wurde in Methylenchlorid (100 ml) gelöst und mit
Methansulfonsäure
(14,3 ml, 200 mmol) behandelt und 21 h gerührt. Der Feststoff wurde abfiltriert,
mit Wasser gewaschen und unter Vakuum getrocknet. Schmelzpunkt: 222–223°C.
-
Beispiel 44: 4-Amino-6-trifluormethyl-2-(1-(4-(1-dimethylethyl)-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin
-
4-Amino-6-trifluormethyl-2-pyrimidinthiolmesylatsalz
(Herstellungsbeispiel 4, 400 mg, 2,05 mmol) in EtOH (0,63 ml) bei
40°C wird
mit 3,25 M NaOH (0,63 ml, 2,05 mmol) behandelt und 15 min gerührt. 1-(4-(1,1-Dimethylethyl)-2-pyridyl)ethylchlorid
(550 mg, 2,30 mmol) wurde zugegeben und es wurde 1 h gerührt. Nach
dem Kühlen
auf 20°C
wird Wasser zugegeben und das Reaktionsgemisch filtriert. Der Feststoff wird
mit Wasser und Ethanol gewaschen und dann getrocknet: 315 mg (0,88
mmol, 43%), Fp 162–163°C.
-
Gemäß dem allgemeinen
Verfahren von Beispiel 44 und unter Durchführung unkritischer Änderungen, jedoch
ausgehend vom entsprechenden Halogenid werden die folgenden Verbindungen
synthetisiert:
| Beispiel
45: | 4-Amino-6-trifluormethyl-2-(2-naphthylmethyl)thio-pyrimidin,
Fp 144–145°C. |
| Beispiel
46: | 4-Amino-6-trifluormethyl-2-((4-(1-methylethyl)-2-pyridyl)methyl)thio-pyrimidin,
Fp 150°C. |
| Beispiel
47: | 4-Amino-6-trifluormethyl-2-(1-(4-(1-methylethyl)-2-pyridyl)ethyl)thio-pyrimidin,
Fp 145°C. |
| Beispiel
48: | 4-Amino-6-trifluormethyl-2-((4-(1,1-dimethylethyl)-2-pyridyl)methyl)thio-pyrimidin,
Fp 164°C. |
-
Herstellungsbeispiel 5:
4-(Diethoxymethyl)-6-hydroxy-2-(2-naphthylmethyl)thio-pyrimidin
-
Ethyl-(4,4-diethoxy)acetoacetat
(12,4 g, 56,8 mmol) und Thioharnstoff (4,57 g, 60 mmol) in Ethanol
(45 ml) werden mit 25% NaOMe/MeOH (13 ml, 56,8 mmol) behandelt und
dann 4 h auf Rückflusstemperatur
erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird mit Wasser (50 ml) verdünnt und
dann mit 2-Brommethylnaphthylen
(12,00 g, 54,3 mmol) behandelt. Nach 1 h wird das Reaktionsgemisch
mit Wasser verdünnt
und filtriert: 11,17 g (30,1 mmol, 55%).
NMR: δ (DMSO) 7,94
(s, 1H), 7,85 (m, 3H), 7,58 (dd, Jd1 = 8,4,
Jd2 = 1,6, 1H), 7,47 (m, 3H), 6,15 (s, 1H),
5,21 (s, 1H), 4,56 (s, 2H), 3,58 (m, 4H), 1,14 (m, 6H).
-
Herstellungsbeispiel 6:
6-Hydroxy-2-(2-naphthylmethyl)thio-4-pyrimidin-carboxaldehyd-oxim
-
4-(Diethoxymethyl)-6-hydroxy-2-(2-naphthylmethyl)thio-pyrimidin (Herstellungsbeispiel
5), 1,00 g, 2,7 mmol wird in 50% HOAc (20 ml) suspendiert und 2
h unter Rückflusskühlung erhitzt
und dann unter Vakuum konzentriert. Der Rückstand wird in heißem Ethanol
(25 ml) suspendiert, mit NaOAc (1,5 g) und dann einer Lösung von
Hydroxylaminhydrochlorid (1,0 g) in Wasser (25 ml) behandelt. Die
Lösung
wird 30 min unter Rückflusskühlung erhitzt,
dann auf 0°C
gekühlt
und filtriert: 720 mg (2,31 mmol, 86%).
NMR: δ (DMSO) 12,0
(s, 1H), 8,03 (s, 1H), 7,9 (s, 1H), 7,85 (m, 3H), 7,58 (d, J = 8,4,
1H), 7,48 (m, 3H), 6,3 (s, 1H), 4,56 (s, 2H).
-
Herstellungsbeispiel 7:
6-Chlor-2-(2-naphthylmethyl)thio-4-pyrimidin-carbonitril
-
6-Hydroxy-2-(2-naphthylmethyl)thio-4-pyrimidin-carboxaldehyd-oxim
(720 mg, 2,31 mmol), POCl3 (3 ml) und 2- Picolin (0,5 ml)
werden 2 h auf Rückflusstemperatur
erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird auf Eis/Wasser gegossen, dreimal
mit Ethylacetat extrahiert, mit MgSO4 getrocknet
und unter Vakuum konzentriert. Das Produkt wird durch Chromatographie
gereinigt (SiO2, Ethylacetat/Hexan, 5/95):
524 mg (1,67 mmol, 73%), Fp 120–121°C.
-
Beispiel 49: 6-Amino-2-(2-naphthylmethyl)thio-4-pyrimidin-carbonitril
-
6-Chlor-2-(2-naphthylmethyl)thio-4-pyrimidin-carbonitril
(Herstellungsbeispiel 7,60 mg, 3,07 mmol) wurde in THF/NH4OH (1 : 1, 15 ml) 6 h bei 22°C gerührt. Das
Reaktionsgemisch wurde mit Ethylacetat verdünnt, mit Kochsalzlösung gewaschen,
mit MgSO4 getrocknet und dann unter Vakuum
konzentriert: 871 mg (2,97 mmol, 97%), Fp 154–155°C.
-
Beispiel 50: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-chlorfuro(2,3-c]-pyridin-5-yl)ethyl)thio-pyrimidin
-
Eine
Lösung
von 5-(1-Hydroxyethyl)-furo[2,3-c]pyridin (2,64 g, 16,2 mmol) in
50 ml Methylenchlorid bei 0°C
wird mit Triethylamin (2,7 ml, 19,4 mmol) und anschließend Acetylchlorid
(1,38 ml, 19,4 mmol) behandelt, und das Reaktionsgemisch wird 3
h bei Raumtemperatur gerührt.
Das Gemisch wird mit 2 × 50
ml gesättigter Natriumbicarbonatlösung gewaschen,
die organischen Phasen werden über
Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum konzentriert. Das rohe
Material wird über
150 g Silicagel ((230–400
mesh) unter Elution mit 15% Ethylacetat/Hexanen chromatographiert,
wobei 2,4 g (72%) 5-(1-Acetyloxyethyl)-furo(2,3-c]pyridin erhalten werden.
-
Eine
Lösung
von 5-(1-Acetyloxyethyl)-furo[2,3-c]pyridin (616 mg, 3,0 mmol) in
30 ml Methylenchlorid bei 0°C
wird mit Chlor (g) gesättigt
und sich langsam auf Raumtemperatur erwärmen gelassen. Das Reaktionsgemisch
wird 2 h gerührt,
mit 30 ml gesättigter
Natriumbicarbonatlösung überschichtet
und 1,5 h leicht gerührt.
Das Gemisch wird ferner mit 20 ml gesättigter Natriumbicarbonatlösung verdünnt und
20 min kräftig
gerührt.
Die wässrige
Schicht wird mit 3 × 15
ml Methylenchlorid extrahiert, und die vereinigten organischen Phasen
werden unter Vakuum konzentriert. Das rohe Material (856 mg) wird
mit 256 mg eines ähnlich
hergestellten Materials vereinigt und über 50 g Silicagel (230–400 mesh)
unter Elution mit 15% Ethylacetat/Hexanen chromatographiert, wobei
757 mg (69%) 5-(1-Acetyloxyethyl)-2,3-dichlor-2,3-dihydrofuro-[2,3-c]pyridin erhalten werden.
-
Eine
Lösung
von 5-(1-Acetyloxyethyl)-2,3-dichlor-2,3-dihydrofuro-[2,3-c]pyridin (680 mg,
2,46 mmol) in 18 ml Ethanol wird mit 2,04 g (14,8 mmol) Kaliumcarbonat
behandelt und 2 h kräftig
gerührt.
Die flüchtigen Stoffe
werden unter Vakuum entfernt, und der Rückstand wird zwischen 25 ml
von 50% gesättigter
Natriumchloridlösung
und 4 × 25
ml Methylenchlorid verteilt. Die vereinigten organischen Phasen
werden über
Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum konzentriert. Das rohe
Material wird über
25 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 50% Ethylacetat/Hexanen chromatographiert,
wobei 395 mg (81%) 5-(1-hydroxyethyl)-3-chlorfuro[2,3-c]pyridin erhalten werden.
-
Die
Chlorierung von 370 mg (1,9 mmol) 5-(1-hydroxyethyl)-3-chlorfuro[2,3-c]pyridin
mit Thionylchlorid gemäß der Beschreibung
für Verbindung
Nr. 246 ergibt 378 mg (92%) 5-(1-chlorethyl)-3-chlorfuro[2,3-c]pyridin
-
Die
Alkylierung von 365 mg (1,70 mmol) von 5-(1-chlorethyl)-3-chlorfuro[2,3-c]pyridin
mit 657 mg (2,55 mmol) des 4-Amino-6-chlor-2-mercapto-pyrimidinmesylatsalzes
(Verbindung Nr. 110A) gemäß der Beschreibung
für Verbindung
Nr. 246 ergibt 286 mg (49%) 4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-chlor-furo[2,3-c]pyridin-5-yl)ethyl)thio-pyrimidin
(Schmelzpunkt 184–186°C).
-
Beispiel 51: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-bromfuro[2,3-c]-pyridin-5-yl)ethyl)thiopyrimidin
-
5-(1-Acetoxyethyl)-furo[2,3-c]pyridin
(1,32 g, 6,4 mmol) wurde in 30 ml Chlormethan in einem 100-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wurde mit 50 ml gesättigter
Natriumbicarbonatlösung überschichtet
und mit Brom (1,99 ml, 38,56 mmol) in einer einzigen Charge behandelt.
Das Reaktionsgemisch wurde 5 h bei Raumtemperatur leicht gerührt und
die wässrige
Schicht mit 2 × 20
ml Dichlormethan gewaschen. Die vereinigten organischen Phasen wurden
unter Vakuum zu einem bernsteinfarbenen Öl konzentriert. Das Öl wurde
zwischen 1 × 50
ml gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
und 4 × 25
ml Dichlormethan verteilt. Die organischen Phasen wurden über Kaliumcarbonat
getrocknet und unter Vakuum konzentriert, wobei 2,15 g (93%) 5-(1-Acetoxyethyl)-2,3-dibrom-2,3-dihydro-furo[2,3-c]pyridin
als blassgelbes Öl
erhalten wurden.
-
5-(1-Acetoxyethyl)-2,3-dibrom-2,3-dihydro-furo[2,3-c]pyridin
(2,15 g, 5,9 mmol) wurde in 20 ml absolutem Ethanol in einem 50-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wurde mit Kaliumcarbonat (4,9 g, 35,6 mmol) behandelt, und das Reaktionsgemisch
18 h kräftig
gerührt.
Das Gemisch wurde filtriert, das Filtrat wurde zu einem gelben Öl konzentriert,
und der Kaliumcarbonatfilterkuchen wurde zwischen 1 × 50 ml Wasser
und 4 × 25
ml Dichlormethan verteilt. Die organischen Phasen wurden mit dem
Filtratrückstand
vereinigt und über
Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum zu einer gelben Paste
konzentriert. Das rohe Material wurde über 50 g Silicagel (230–400 mesh)
unter Elution mit 40% Ethylacetat/Hexan chromatographiert, wobei
9-ml-Fraktionen gewonnen wurden. Die Fraktionen 24–51 wurden
vereinigt und konzentriert, wobei 1,04 g (insgesamt 67%) 3-Brom-5-(1-hydroxyethyl)-furo[2,3-c]pyridin
als blass-lohfarbener Feststoff erhalten wurden (Schmelzpunkt: 108–110°C).
-
3-Brom-(1-hydroxyethyl)-furo[2,3-c]pyridin
(1,01 g, 4,2 mmol) wurde in 15 ml Dichlormethan in einem 50-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wurde auf 0°C
gekühlt,
mit Thionylchlorid (454 μl, 6,2
mmol) behandelt, und das Reaktionsgemisch wurde 20 min bei 0°C und anschließend 1,5
h bei Raumtemperatur gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde zu 25 ml gesättigter Natriumbicarbonatlösung gegeben,
die wässrige
Schicht wurde mit 3 × 25
ml Dichlormethan gewaschen, und die vereinigten organischen Phasen
wurden über
Kaliumcarbonat getrocknet. Die getrockneten organischen Phasen wurden
unter Vakuum konzentriert, wobei 1,05 g (97%) 3-Brom-5-(1-chlorethyl)-furo[2,3-c]pyridin
als gelbes Öl
erhalten wurden.
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,95
(d, J = 6,8 Hz, 3), 5,31 (q, J = 6,8, 13,7 Hz, 1), 6,68 (m, 1),
7,80 (s, 1), 8,83 (m, 1) ppm.
-
Das
4-Amino-6-chlor-2-mercaptopyrimidinmesylatsalz (1,48 g, 5,7 mmol)
wurde in 15 ml trockenem Dimethylformamid in einem ofengetrockneten
100-ml-Zweihalsrundkolben unter Stickstoff gelöst. Die Lösung wurde auf 0°C gekühlt, mit
Natriumhydrid (505 mg, 12,6 mmol) behandelt, und das Gemisch wurde
1 h bei Raumtemperatur gerührt.
5-(1-Chlorethyl)-3-brom-furo[2,3-c]pyridin
(856 mg, 4,0 mmol) in 2 × 2
ml trockenem Dimethylformamid wurde tropfenweise zu dem Reaktionsgemisch
gegeben, und das Gemisch wurde 68 h gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde
mit 125 ml Ethylacetat verdünnt,
mit 4 × 50
ml von 50% gesättigter
Natriumchloridlösung
und anschließend
1 × 25
ml gesättigter
Natriumchloridlösung
gewaschen, und die organischen Phasen wurden über wasserfreiem Kaliumcarbonat
getrocknet. Die getrockneten organischen Phasen wurden unter Vakuum
zu einem bernsteinfarbenen Öl
konzentriert. Das rohe Material wurde über 100 g Silicagel (230–400 mesh)
unter Elution mit 40% Ethylacetat/Hexan chromatographiert, wobei
22-ml-Fraktionen gewonnen wurden. Die Fraktionen 14–23 wurden
vereinigt und konzentriert, wobei 978 mg eines weißlichen
Feststoffs erhalten wurden. Waschen mit Diethylether ergab 880 mg
(58%) 4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-Brom-furo[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin
als weißen
Feststoff (Schmelzpunkt: 175–176,5°C).
-
Herstellungsbeispiel 8:
4-Amino-6-trifluormethyl-2-(1-(7-(chlor-3,3-dimethyl-2,3-dihydrofuro[2,3-c]pyridin-5-yl)ethyl)thio-pyrimidin
-
Das
4-Amino-2-mercapto-6-trifluormethyl-pyrimidinmesylatsalz (742 mg,
2,5 mmol) wurde in 8 ml trockenem Dimethylformamid in einem ofengetrockneten
50-ml-Zweihalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wurde auf 0°C
gekühlt,
mit Natriumhydrid (210 mg, 5,3 mmol) behandelt, und das Gemisch
wurde 1 h bei Raumtemperatur gerührt.
7-Chlor-5-(1-chlorethyl)-2,3-dihydro-3,3-dimethyl-furo[2,3-c]pyridin
(569 mg, 2,3 mmol) in 2 × 2
ml trockenem Dimethylformamid wurde tropfenweise zu dem Reaktionsgemisch
gegeben, und das Gemisch wurde 24 h gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde
mit 75 ml Ethylacetat verdünnt,
mit 4 × 25
ml von 50% gesättigter
Natriumchloridlösung
und anschließend
1 × 25
ml gesättigter
Natriumchloridlösung
gewaschen, und die organischen Phasen wurden über wasserfreiem Kaliumcarbonat
getrocknet. Die getrockneten organischen Phasen wurden unter Vakuum
zu einem gelben Öl
konzentriert. Das rohe Material wurde über 50 g Silicagel (230–400 mesh)
unter Elution mit 30% Ethylacetat/Hexan chromatographiert, wobei
9-ml-Fraktionen gewonnen wurden. Die Fraktionen 13–30 wurden
vereinigt und konzentriert, wobei ein weißer Schaum erhalten wurde.
Die Kristallisation aus Hexan/Diethylether ergab 786 mg (84%) 4-Amino-2-(1-(7-chlor-2,3-dihydro-3,3-dimethyl-furo[2,3-c]-pyridin-5-yl)ethylthio)-6-trifluormethyl-pyrimidin
als weißlichen
Feststoff (Schmelzpunkt: 170–172°C).
-
Gemäß dem allgemeinen
Verfahren von Herstellungsbeispiel 8 und einschließlich von
unkritischen Änderungen,
jedoch unter Verwendung des entsprechenden Amins, wird die folgende
Verbindung hergestellt:
-
Beispiel 52: 6-Methylamino-2-(2-naphthylmethyl)thio-4-pyrimidin-carbonitril,
Fp 169–171°C
-
Wenn
R12 und R13 unterschiedlich sind, sind die Verbindungen der Formel
I (sowie IA und IB) als racemisches Gemisch gezeichnet und sie umfassen
die R- und S-Isomere, die ausgehend von dem racemischen Gemisch
mittels HPLC unter Verwendung einer chiralen Säule, beispielsweise Chiralcel
OD-H, unter Elution mit einem geeigneten Lösemittelgemisch, wie Isopropanol/Hexan,
getrennt werden können
(siehe beispielsweise Verfahren A). Die R- und S-Isomere der Formel
I (wenn R12 und R13 unterschiedlich sind) können aus einem entsprechenden
chiralen Halogenid (oder Mesylat) II hergestellt werden (siehe Reaktionsschema
I). Das entsprechende chirale Halogenid (oder Mesylat) II wird aus
einem chiralen Alkohol IV hergestellt. Der entsprechende chirale
Alkohol IV kann aus dem entsprechenden Keton V unter Verwendung
eines chiralen Reduktionsmittels, wie (+)- oder (–)-Diisopinocampheylchlorboran
oder ein anderes chirales einschlägig bekanntes Reduktionsmittel,
hergestellt werden. Der entsprechende chirale Alkohol IV wird auch
durch die Auftrennung des racemischen Alkohols IV über die
enzymatische Hydrolyse des entsprechenden racemischen Acetats VI
mit dem entsprechenden Enzym, wie PS-30-Amano-Lipase oder L1754
Typ VII von Candidae Cylindracea oder anderen einschlägig bekannten
Enzymen, erhalten. Der entsprechende chirale Alkohol IV wird auch durch
die Auftrennung des racemischen Alkohols IV über die enzymatische Veresterung
(wie Acetylierung oder Butyrilierung) des racemischen Alkohols unter
Verwendung des entsprechenden Enzyms, wie Schweinepankreaslipase-Typ-II
oder anderer einschlägig
bekannter Enzyme, erhalten.
-
Beispiel 53 und 54: (R)-(+)-4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-methylfuro-[2,3-c]pyridin-5-yl)ethyl)thio-pyrimidin
und (S)-(–)-4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-methylfuro-[2,3-c]pyridin-5-yl)ethyl)thio-pyrimidin
-
Verfahren A
-
Das
Beispiel 28 wird in dessen (+)- und (–)-Enantiomere unter Verwendung von HPLC
mit der chiralen Säule,
Chiralcel OD-H, unter Elution mit 20% Isopropanol/Hexan mit einer
Durchflussrate von 0,5 ml/min getrennt. Verbindung Nr. 289 [α]D +278° (c
0,91, Chloroform); Verbindung Nr. 290 [α]D –276° (c 0,91,
Chloroform).
-
Verfahren B
-
Teil 1
-
Eine
Lösung
von racemischem 5-(1-Hydroxyethyl)-3-methyl-furano[2,3-c]pyridin (15,3 g, 0,0864
mol) in 200 ml Ether bei Raumtemperatur wurde mit 2,2,2-Trifluorethylbutyrat
(58,8 g, 0,3458 mol, 4,0 Äq.)
und PPL (Schweinepankreaslipase, Typ II, Sigma Chemical Co., 22,3
g) behandelt und 7 Tage in einem mit einem Stopfen verschlossenen
Kolben gerührt.
Der Inhalt wurde mit 150 ml Ether plus 10 g Celite verdünnt, über einen Celitepfropfen
(50 g) filtriert, und der Pfropfen wurde sorgfältig mit Ether gewaschen. Das
Filtrat wurde unter vermindertem Druck konzentriert und über Nacht
unter hohem Vakuum abgepumpt. Eine Chromatographie mit 400 g Silicagel,
das mit Aceton-Methylenchlorid (1 : 6), (1 : 5) und schließlich (1
: 4) gepackt und eluiert wurde, ergab 10,8 g (50,6%) (R)-(+)-5-(1-Butyryloyethyl)-3-methyl-furano[2,3-c]pyridin
(Drehung: [α]D = +76,5° (c
= 1,50 CHCl3); 99,9% ee; 1H-NMR
(CDCl3, TMS): δ 8,78 (s, 1, H), 7,50 (s, 2H),
6,04 (q, 1H, 6,62 Hz), 2,35 (t, 2H, J = 7,45 Hz), 2,23 (s, 3H),
1,72–1,57
(m, 2H), 1,64 (d, 3H, J = 4,65 Hz), 0,92 (t, 3H, J = 7,42 Hz) ppm)
und 7,51 g (49,1%) (S)-(–)-5-(1-hydroxyethyl)-3-methyl-furano[2,3-c]pyridin
(Drehung: [α]D = –38,6° (c = 0,725
CHCl3); 99% ee; 1H-NMR
(CDCl3, TMS): δ 8,69 (s, 1H), 7,51 (s, 1H),
7,46 (s, 1H), 5,00 (q, 1H, J = 6,46 Hz), 2,23 (s, 3H), 1,55 (d,
3H, J = 6,49 Hz)ppm).
-
Teil 2
-
(R)-(+)-5-(1-Butyryloxyethyl)-3-methylfurano-[2,3-c]pyridin (1,75 g,
7,085 mmol) in 100 ml Methanol, das auf 0–5 °C gekühlt war, wurde mit K2CO3 (1,955 g, 14,17
mmol, 2 Äq.)
in 25 ml Wasser behandelt. Das Kühlbad
wurde nach 30 min entfernt und das Reaktionsgemisch wurde 4 h bei
Umgebungstemperatur gerührt. Auf
die Zugabe von 120 ml zerstoßenem
Eis folgte ein Ansäuern
mit 2 N NaHSO4 (14,17 ml, 28,34 mmol) auf einen
pH-Wert von 5. Der Inhalt wurde in 125 ml gesättigte NaHCO3-Lösung gegossen,
dreimal mit Ethylacetat extrahiert, die vereinigten organischen
Extrakte wurden mit wasserfreiem Na2SO4 getrocknet und unter Vakuum konzentriert.
Eine Chromatographie unter Verwendung von 50 g Silicagel, das mit
Aceton-Methylenchlorid (1 : 6) gepackt und eluiert wurde, ergab
1,12 g (89%) (R)-(+)-5-(1-Hydroxyethyl)-3-methylfurano-[2,3-c]pyridin als weißen Feststoff
Drehung: [α]D +42,4° (c
= 0,870 CHCl3); 1H-NMR
(CDCl3, TMS): δ 8,66 (s, 1H), 7,47 (s, 1H),
7,40 (s, 1H), 4,95 (q, 1H, J = 6,45 Hz), 3,77 (brs, 1H), 2,19 (s,
3H), 1,50 (d, 3H, J = 6,43 Hz) ppm).
-
Eine
Lösung
von (R)-(+)-5-(1-Hydroxyethyl)-3-methyl-furano-[2,3-c]pyridin (0,100 g, 0,565 mmol)
in 2 ml trockenem Tetrahydrofuran wurde mit Triphenylphosphin (0,148
g, 0,565 mmol, 1,0 Äq.),
Benzoesäure (0,069
g, 0,565 mmol, 1,0 Äq.)
behandelt. Tropfenweise wurde Diethylazodicarboxylat (0,098 g, 0,656
mmol, 1,0 Äq.) über einen
Zeitraum von 30 s zugegeben. Nach zweistündigem Rühren bei Raumtemperatur wurden zusätzliche
weitere 20% von jedem Reagens zugegeben. Nach weiteren 30 min wurde
der Inhalt unter vermindertem Druck konzentriert, in Ethylacetat
gelöst,
mit 600 mg Silicagel behandelt und unter Vakuum erneut konzentriert.
Das freifließende
Pulver wurde auf eine Silicagelsäule
appliziert, die mit Ethylacetat-Hexan (1 : 9) gepackt und eluiert
wurde, wobei 136 mg (85%) (S)-(+)-5-(1-Benzoyloxyethyl)-3- methyl-furano[2,3-c]pyridin
erhalten wurden. (Drehung: [α]D = +56,8° (c
= 1,05, CHCl3); 1H-NMR
(CDCl3, TMS): δ 8,79 (s, 1H), 8,13 (s, 1H), 8,11
(s, 1H), 7,63–7,38
(m, 5H), 6,30 (q, 1H, J = 6,59 Hz), 2,22 (s, 3H), 1,78 (d, 3H, J
= 6,58 Hz) ppm.
-
Eine
Lösung
von (S)-(+)-5-(1-Benzoyloxyethyl)-3-methyl-furano[2,3-c]pyridin (0,134 g, 0,477
mmol) in 9 ml Methanol bei 0–5°C wurde mit
K2CO3 (0, 132 g,
0,954 mmol, 2,0, Äq.)
in 2,2 ml Wasser behandelt. Nach 5 min wurde das Kühlbad entfernt
und das Reaktionsgemisch 4 h gerührt
und der Inhalt wurde in einem Eisbad gekühlt, mit 2 N NaHSO4 (0,954
ml, 1,91 mmol) behandelt, in 20 ml gesättigte NaHCO3-Lösung gegossen, zweimal
mit Ethylacetat extrahiert, und die vereinigten organischen Extrakte
wurden mit wasserfreiem Na2SO4 getrocknet.
Das Filtrat wurde unter Vakuum konzentriert und mit 10 g Silicagel,
das mit Aceton-Methylenchlorid (1 : 6) gepackt und eluiert wurde,
chromatographiert, wobei 83 mg (99%) (S)-(–)-5-(1-Hydroxyethyl)-3-methyl-furano[2,3-c]pyridin
erhalten wurde (Drehung: [α]D –40,6° (c = 0,675
CHCl3)).
-
Teil
3: Oxalylchlorid (1,01 ml, 11,5 mmol) wurde in 40 ml trockenem Dichlormethan
in einem ofengetrockneten 100-ml-Zweihalrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wurde auf –60°C gekühlt, tropfenweise
mit Dimethylsulfoxid (1,63 ml, 23 mmol) in 1 × 5 ml Dichlormethan behandelt
und das Reaktionsgemisch wurde 20 min gerührt. Das Gemisch wurde mit
7-Chlor-2,3-dihydro-5-(1-hydroxyethyl)-3-methyl-furano[2,3-c]pyridin (2,14 g, 10 mmol)
in 1 × 5
ml Dichlormethan behandelt und 20 min bei –60°C gerührt. Das Reaktionsgemich wurde
tropfenweise mit Triethylamin (7,0 ml, 50 mmol) behandelt, 20 min
bei –60°C und anschließend 1 h
bei Raumtemperatur gerührt.
Das Gemisch wurde mit 125 ml Ethylacetat verdünnt, mit 2 × 50 ml 1 : 1 5%ige Salzsäure/gesättigte Natriumchloridlösung gewaschen,
und die organischen Phasen wurden über wasserfreiem Magnesiumsulfat
getrocknet. Die organischen Phasen wurden unter Vakuum zu ei nem dunkelgelben Öl konzentriert.
Das rohe Material wurde über
75 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 12% Ethylacetat/Hexan chromatographiert,
wobei 9-ml-Fraktionen gewonnen wurden. Die Fraktionen 41–72 wurden
vereinigt und konzentriert, wobei 1,80 g (85%) 5-Acetyl-7-chlor-2,3-dihydro-3-methyl-furano[2,3-c]pyridin
als weißer
Feststoff erhalten wurden.
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,38
(d, J = 7 Hz, 3), 2,65 (s, 3), 3,70 (m, 10, 4,31 (dd, J = 7,5, 9
Hz, 1), 4,91 (t, J = 9,2 Hz, 1), 7,88 (s, 1) ppm.
-
5-Acetyl-7-chlor-2,3-dihydro-3-methyl-furano[2,3-c]pyridin
(1,8 g, 8,5 mmol) wurde in 15 ml trockenem Tetrahydrofuran in einem
ofengetrockneten 100-ml-Zweihalsrundkolben unter Stickstoff gelöst. Die
Lösung wurde
auf –30°C gekühlt, und
die gebildete Suspension wurde langsam tropfenweise mit (–)-Diisopinocampheylboranchlorid
(5,9 g, 18,3 mmol) in 1 × 16
ml trockenem Tetrahydrofuran behandelt. Das Reaktionsgemisch wurde
in ein Eis/Aceton -Bad (–18°C) gesetzt
und über
Nacht gerührt,
während
das Kühlbad
seine Wirkung verlor. Das Reaktionsgemisch wurde erneut auf –18°C gekühlt, tropfenweise
mit einer Lösung,
die 15 ml gesättigte
Natriumbicarbonatlösung
und 4,5 ml 30%iges Wasserstoffperoxid enthielt, behandelt und das
Gemisch wurde 1 h bei Raumtemperatur gerührt. Das Gemisch wurde mit
120 ml Ethylacetat verdünnt,
die Schichten wurden getrennt, und die organische Schicht wurde
mit 2 × 50
ml gesättigter
Natriumbicarbonatlösung,
1 × 50 ml
Wasser und 1 × 50
ml gesättigter
Natriumchloridlösung
gewaschen. Die organischen Phasen wurden über 1 : 1 wasserfreiem Kaliumcarbonat/wasserfreiem
Magnesiumsulfat getrocknet und unter Vakuum zu einem gelben Öl konzentriert.
Das rohe Material wurde über
125 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 1 l 20% Ethylacetat/Hexan und anschließend 1 l
33% Ethylacetat/Hexan chromatographiert, wobei 22-ml-Fraktionen gewonnen
wurden. Die Fraktionen 47–77
wurden vereinigt und konzentriert, wobei 1,73 g (95%) (S)-7- Chlor-2,3-dihydro-5-(1-hydroxyethyl)-3-methyl-furano[2,3-c]pyridin als blasses Öl erhalten
wurden.
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 1,36
(m, 3), 1,47 (d, J = 6,4 Hz, 3), 2,86 (bs, 1), 3,65 (m, 1), 4,22
(t, J = 8,0 Hz, 1), 4,82 (m, 2), 7,09 (m, 1) ppm.
-
7-Chlor-2,3-dihydro-5-(1-(S)-hydroxyethyl)-3-methyl-furano[2,3-c]pyridin
(1,61 g, 7,5 mmol) wurde in 25 ml absolutem Ethanol, das 20% Palladiumhydroxid-auf-Kohle
(400 mg) enthielt, in einer PARR-Schüttler-Flasche von 250 ml gelöst. Das
Reaktionsgemisch wurde 4 h mit 25 psi hydriert, über Celite filtriert, und der Filterkuchen
wurde mit absolutem Methanol gut gewaschen. Das Filtrat wurde unter
Vakuum zu einer blassen Paste konzentriert, die zwischen 1 × 50 ml
gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
und 4 × 20
ml Dichlormethan verteilt wurde. Die vereinigten organischen Phasen
wurden über
wasserfreiem Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum konzentriert,
wobei 1,24 g (92%) (S)-2,3-Dihydro-5-(1-hydroxyethyl)-3-methyl-furano[2,3-c]pyridin als blasses Öl erhalten
wurden.
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 1,31
(m, 3), 1,44 (d, J = 6,4 Hz, 3), 3,54 (m, 1), 4,09 (t, J = 8,4 Hz,
1), 4,28 (bs, 1), 4,70 (t, J = 8,8 Hz, 1), 4,81 (q, J = 6,3, 12,8
Hz, 1), 7,11 (s, 1), 7,97 (s, 1) ppm.
-
(S)-2,3-Dihydro-5-(1-hydroxyethyl)-3-methyl-furano[2,3-c]pyridin (1,2 g,
6,7 mmol) wurde in 7 ml Pyridin in einem 25-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wurde mit Essigsäureanhydrid
(1,4 ml, 14,7 mmol) behandelt und über Nacht bei Raumtemperatur
gerührt.
Die flüchtigen
Stoffe wurden unter einem Stickstoffstrom entfernt, und der Rückstand
wurde zwischen 1 × 40
ml Ethylacetat und 1 × 40
ml gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
verteilt. Die organischen Phasen wurden über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet
und unter Vakuum konzentriert, wobei 1,43 g (96%) (S)-5-(1-acetoxyethyl)-2,3-dihydro-3-methyl-furano[2,3-c]pyridin als blasses Öl erhalten
wurden.
1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 1,35
(m, 3), 1,56 (m, 3), 2,08 (m, 3), 3,54 (m, 1), 4,12 (t, J = 8,2
Hz, 1), 4,73 (t, J = 9 Hz, 1), 5,88 (q, J = 6,6, 13,2 Hz, 1), 7,16
(m, 1), 8,10 (s, 1) ppm.
-
(S)-2,3-Dihydro-5-(1-acetoxyethyl)-3-methyl-furano[2,3-c]pyridin (1,4 g,
6,3 mmol) wurde mit 2,3,4,5-Tetrachlorbenzochinon (1,7 g, 6,8 mmol)
in 25 ml Dioxan in einem 100-ml-Einhalsrundkolben unter Stickstoff
vereinigt. Das Reaktionsgemisch wurde 28 h auf Rückflusstemperatur erwärmt, auf
Raumtemperatur gekühlt,
und die Masse des Dioxans wurde unter Vakuum entfernt. Das Hydrochinon
wurde durch Filtration entfernt, und der Filterkuchen wurde mit
1 : 1 Ethylacetat/Diethylether gewaschen, und das Filtrat wurde
zu einem braunen Öl
konzentriert. Das rohe Material wurde in 25 ml Methanol in einem
100-ml-Einhalsrundkolben gelöst,
und die Lösung
wurde mit 2 N Natriumhydroxid (10 ml, 20 mmol) behandelt. Das Gemisch
wurde 1 h bei Raumtemperatur gerührt,
das Methanol wurde unter Vakuum entfernt, und der Rückstand
wurde zwischen 1 × 50
ml gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
und 4 × 20
ml Dichlormethan verteilt. Die organischen Phasen wurden über wasserfreiem
Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum zu einem lohfarbenen
Feststoff konzentriert. Das rohe Material wurde über 50 g Silicagel (230–400 mesh)
unter Elution mit 32% Ethylacetat/Hexan und anschließend 40%
Ethylacetat/Hexan chromatographiert, wobei 125-ml-Fraktionen gewonnen
wurden. Die Fraktionen 6–12
wurden vereinigt und konzentriert, wobei 1,01 g (90%) (S)-5-(1-Hydroxyethyl)-3-methyl-furano[2,3-c]pyridin als weißer Feststoff
erhalten wurden. Ein Aliquot wurde in das entsprechende Acetat umgewandelt,
das mittels chiraler HPLC als 92% ee bestimmt wurde.
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,57 (d,
J = 6,5 Hz, 3), 2,26 (d, J = 1,3 Hz, 3), 4,04 (bs, 1), 5,05 (q,
J = 6,5, 13 Hz, 1), 7,50 (s, 1), 5,58 (d, J = 1,2 Hz, 1), 8,74 (d,
J = 0,6 Hz, 1) ppm.
-
Teil 4
-
Eine
Lösung
von (S)-(–)-5-(1-Hydroxyethyl)-3-methyl-furano[2,3-c]pyridin
(0,0691 g, 0,390 mmol; Verfahren B, Teil 1) in Tetrachlorkohlenstoff
(0,601 g, 3,90 mmol), 10 Äq.)
bei 0–5°C wurde mit
Chloroform (0,150 ml) und Triphenylphosphin (0,205 g, 0,781 mmol,
2,0 Äq.)
behandelt, und das Reaktionsgemisch wurde 20 min gerührt. Das
Kühlbad
wurde entfernt und das Reaktionsgemisch wurde über Nacht bei Raumtemperatur
gerührt.
Der Inhalt wurde in 25 ml Wasser gegossen, zweimal mit Ethylacetat/Hexan
(1 : 1) extrahiert, die vereinigten organischen Extrakte wurden
mit wasserfreiem Na2SO4 getrocknet
und unter vermindertem Druck konzentriert. Auf viermaliges Verreiben
des Rückstands
mit Ethylacetat-Hexan (1 : 6) folgte eine Chromatographie mit 15
g Silicagel, das mit Aceton-Methylenchlorid-Hexan (0,5 : 2 : 7,5)
gepackt und eluiert wurde, wobei 57,4 mg (75%) (R)-(+)-5-(1-Chlorethyl)-3-methyl-furano(2,3-c]pyridin
erhalten wurden (optische Drehung [α]D = +68,4° (c = 1,53,
CHCl3).
-
Eine
magnetisch gerührte
Suspension von Natriumhydrid (1,25 g, 0,0522 mol, 2,10 Äq., 60%ige Öldispersion)
in 80 ml Dimethylformamid, die auf 16°C gekühlt war, wurde mit dem 4-Amino-6-chlor-2-mercaptopyrimidinmesylatsalz
(6,71 g, 0,0261 mmol, 1,05 Äq.)
behandelt, und das Reaktionsgemisch wurde 15 min gerührt. Das
Kühlbad
wurde entfernt, und der Inhalt wurde 1,5 h bei Umgebungstemperatur
gerührt. R)-(+)-5-(1-Chlorethyl)-3-methyl-furano(2,3-c]pyridin
(4,86 g, 0,0249 mol, 1,0 Äq.)
in 15 ml Dimethylformamid wurde auf einmal zugegeben und es wurde
mit 10 ml und 2 ml des gleichen Lösemittels gespült. Das
Reaktionsgemisch wurde 5 Tage bei Raumtemperatur gerührt. Der
Inhalt wurde in Eiswasser gegossen, zweimal mit Ether extrahiert,
die vereinigten organischen Extrakte wurden mit wasserfreiem Na2SO4 getrocknet und
unter vermindertem Druck konzentriert. Eine Chromatographie mit
350 g Silicagel, das mit Ethylacetat-Hexan (2 : 3), anschließend (1
: 1) gepackt und eluiert wurde, ergab 6,55 g (82%) (S)-(–)-4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-methylfurano[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin.
Das nach zwei Kristallisationen aus Methyl-t-butylether-Methylenchlorid-Ethylacetat
erhaltene Filtrat wurde unter Vakuum konzentriert, wobei 4,83 g
(61%) (S)-(–)-4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-methylfurano[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin erhalten
wurden (Schmelzpunkt: 156–157°C; optische
Drehung: [α]D = –270,3° (c = 0,620,
CHCl3)).
-
Beispiel 55: R-(+)-4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-ethyl-2-pyridyl)ethyl)-thio-pyrimidin
-
Beispiel 56: (–)-4-Amino-6-chlor-2-(1-(4-ethyl-2-pyridyl)ethyl)-thio-pyrimidin
-
Verfahren A
-
Die
Verbindung von Beispiel 6 wird in deren (+)- und (–)-Enantiomere
unter Verwendung von HPLC mit der chiralen Säule, Chiralcel OD-H, unter
Elution mit 20%igem Isopropanol/Hexan + 0,05% Essigsäure mit einer
Durchflussrate von 0,5 ml/min getrennt. [α]D +276,4° (c = 1,21
Chloroform); [α]D –288,6° (c = 1,28
Chloroform).
-
Verfahren B
-
Eine
Lösung
von racemischem 2-(1-Hydroxyethyl)-4-ethylpyridin (1,0 g, 6,62 mmol) in
10 ml Ether bei Raumtemperatur wird mit 2,2,2-Trifluorethylbutyrat
(1,0 ml, 6,62 mmol) und 1,0 g Schweinepankreaslipase-Typ-II behandelt
und 3 Tage unter Stickstoff gerührt.
Celite wird zu dem Gemisch gegeben, und nach 15 min wird das Reaktionsgemisch über Celite
filtriert, mit Ether gewaschen und konzentriert, wobei 1,38 g eines Materials
erhalten wurden. Das Material wird auf 70 g Silicagel unter Elution
mit (1 : 9) Aceton/Methylenchlorid chromatographiert, wobei 0,456
g (+)-1-(4-Ethylpyridin-2-yl)ethylbutyrat
erhalten werden. [α]D +84,0° (c
= 1,325, Chloroform) (99% ee).
-
Eine
Lösung
von (+)-1-(4-Ethylpyridin-2-yl)ethylbutyrat (0,059 g, 0,27 mmol)
in 6 ml Methanol wird mit 0,0737 g (0,534 mmol) Kaliumcarbonat in
2 ml Wasser bei 0°C
behandelt. Nach 30 min wird das Gemisch 2 h bei Raumtemperatur gerührt. Zu
dem Gemisch werden 57 mg Ammoniumchlorid in 4 ml Wasser zusammen mit
genügend
2 N Kaliumhydrogensulfat, um den pH-Wert der Lösung auf 7 zu bringen, gegeben.
Das Gemisch wird zweimal mit Ethylacetat extrahiert, nachdem es
in 20 ml gesättigte
Kochsalzlösung
und 10 ml Wasser gegossen wurde. Die vereinigten organischen Phasen
werden über
Natriumsulfat getrocknet und konzentriert. Das Material wird über 10 g
Silicagel unter Elution mit (1 : 5) Aceton/Methylenchlorid chromatographiert, wobei
30,5 mg (76%) R-(+)-2-(1-Hydroxy-ethyl)-4-ethylpyridin [α]D +33,0° (c
= 1,525) erhalten werden.
-
Die
Umwandlung von R-(+)-2-(1-Hydroxyethyl)-4-ethylpyridin in Beispiel
55 ([α]D +273,7°)
wird wie für Beispiel
6 beschrieben durchgeführt.
-
Beispiel 57: 4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-trifluormethyl)-furo[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin
-
7-Chlor-5-(1-Hydroxyethyl)-3-trifluomethyl-furo[2,3-c]pyridin (647 mg,
2,4 mmol) wurde mit 20% Palladiumhydroxid-auf-Kohle (647 mg) in
20 ml absolutem Ethanol in einem 100-ml-Einhalsrundkolben vereinigt. Die
Suspension wurde mit 1,4-Cyclohexadien (2,3 ml, 24,4 mmol) behandelt
und 4 h auf Rückflusstemperatur erwärmt. Das
Gemisch wurde über
Celite filtriert, und der Kuchen wurde mit Ethanol gewaschen. Das
Filtrat wurde unter Vakuum zu einer orangefarbenen Paste konzentriert.
Das rohe Material wurde zwischen 1 × 25 ml gesättigter Natriumbicarbonatlösung und
4 × 20
ml Dichlormethan verteilt. Die vereinigten organischen Phasen wurden über Kaliumcarbonat
getrocknet und unter Vakuum zu einem blass-bernsteinfarbenen Öl konzentriert.
Das rohe Material wurde über
30 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 35% Ethylacetat/Hexan chromatographiert,
wobei 9-ml-Fraktionen gewonnen wurden. Die Fraktionen 8–11 wurden
vereinigt und konzentriert, wobei 188 mg (29%) von wiedergewonnenem
7-Chlor-5-(1-Hydroxyethyl)-3-trifluormethyl- furo[2,3-c]pyridin als weißer Feststoff
erhalten wurden. Die Fraktionen 17–28 wurden vereinigt und konzentriert, wobei
339 mg (60%) 5-(1-Hydroxyethyl)-3-trifluomethyl-furo[2,3-c]pyridin als weißer Feststoff
erhalten wurden (Schmelzpunkt: 88–90°C).
-
5-(1-Hydroxyethyl)-3-trifluomethyl-furo[2,3-c]pyridin
(324 mg, 1,4 mmol) wurde in 10 ml Dichlormethan in einem 50-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wurde auf 0°C
gekühlt,
mit Thionylchlorid (153 μl,
2,1 mmol) behandelt, und das Reaktionsgemisch wurde 20 min bei 0°C und anschließend 2 h
bei Raumtemperatur gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde zu 20 ml gesättigter Natriumbicarbonatlösung gegeben,
und die wässrige
Schicht wurde mit 3 × 10
ml Dichlormethan gewaschen. Die vereinigten organischen Phasen wurden über wasserfreiem
Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum konzentriert, wobei 327
mg (94%) 5-(1-Chlorethyl)-3-trifluormethyl-furo[2,3-c]pyridin als
blassgelbes Öl
erhalten wurden.
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,95
(d, J = 6,5 Hz, 3), 5,30 (q, J = 6,5, 13 Hz, 1), 7,81 (s, 1), 8,13
(m, 1), 8,93 (m, 1) ppm.
-
4-Amino-6-chlor-2-mercaptopyrimidinmesylatsalz
(346 mg, 1,3 mmol) wurde in 4 ml trockenem Dimethylformamid in einem
ofengetrockneten 50-ml-Zweihalsrundkolben unter Stickstoff gelöst. Die
Lösung
wurde auf 0°C
gekühlt,
mit Natriumhydrid (118 mg, 2,9 mmol) behandelt, und das Gemisch
wurde 1 h bei Raumtemperatur gerührt.
5-(1-Chlorethyl)-3-trifluomethylfuro[2,3-c]pyridin (305 mg, 1,2
mmol) in 2 × 1
ml trockenem Dimethylformamid wurde tropfenweise zu dem Reaktionsgemisch
gegeben, und das Gemisch wurde 72 h gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde
mit 70 ml Ethylacetat verdünnt,
mit 4 × 25
ml von 50% gesättigter
Natriumchloridlösung
und anschließend
1 × 25
ml gesättigter
Natriumchloridlösung
gewaschen, und die organischen Phasen wurden über wasserfreiem Kaliumcarbonat
getrocknet. Die getrockneten organischen Phasen wurden unter Vakuum
zu einem gelben Öl
konzentriert. Das rohe Material wurde über 30 g Silicagel (230–400 mesh)
unter Elution mit 30% Ethylacetat/Hexan chromatographiert, wobei
9-ml-Fraktionen gewonnen wurden. Die Fraktionen 22–42 wurden
vereinigt und konzentriert, wobei 325 mg eines gelben Schaums erhalten
wurden. Die Kristallisation aus 10% Diethylether/Hexan ergab 253
mg (56%) 4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-trifluormethyl)furo[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin
als weißlichen
Feststoff (Schmelzpunkt: 91–93°C).
-
Beispiel 58: 4-Amino-6-trifluormethyl-2-(1-(3-methylfuro[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin.
-
Das
4-Amino-6-trifluormethyl-2-mercaptopyrimidinmesylatsalz (561 mg,
1,93 mmol) wurde in 6 ml trockenem Dimethylformamid in einem ofengetrockneten
50-ml-Zweihalsrundkolben unter Stickstoff suspendiert. Die Suspension
wurde auf 0°C
gekühlt,
mit Natriumhydrid (162 mg, 4,04 mmol) behandelt, und das Gemisch wurde
1 h bei Raumtemperatur gerührt.
5-(1-Chlorethyl)-3-methyl-furo[2,3-c]pyridin
(350 mg, 1,75 mmol) in 2 × 2
ml trockenem Dimethylformamid wurde tropfenweise zu dem Reaktionsgemisch
gegeben, und das Gemisch wurde 24 h gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde
mit 75 ml Ethylacetat verdünnt,
mit 4 × 25
ml von 50% gesättigter
Natriumchloridlösung
und anschließend
1 × 25
ml gesättigter
Natriumchloridlösung
gewaschen, und die organischen Phasen wurden über wasserfreiem Kaliumcarbonat
getrocknet. Die getrockneten organischen Phasen wurden unter Vakuum
zu einem gelben Öl
konzentriert. Das rohe Material wurde über 50 g Silicagel (230–400 mesh)
unter Elution mit 35% Ethylacetat/Hexan chromatographiert, wobei
9-ml-Fraktionen gewonnen wurden. Die Fraktionen 40–80 wurden
vereinigt und konzentriert, wobei 290 mg (79%) 4-amino-6-trifluormethyl-2-(1-(3-methylfuro[2,3-c]pyridin-5-yl)-ethylthio)-pyrimidin
als weißlichen
Feststoff erhalten wurden (Schmelzpunkt: 198–200°C).
-
Beispiel 59 und 60: (S)-(–)-4-Amino-6-trifluormethyl-2-(1-(3-methylfuro[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin und
(R)-(+)-4-Amino-6-trifluormethyl-2-(1-(3-methylfuro[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin
-
Verfahren A
-
Eine
Probe von 4-Amino-6-trifluormethyl-2-(1-(3-methylfuro[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin (Beispiel
58, 1,20 g) wurde unter Verwendung von chiraler HPLC aufgetrennt
(Chiralcel OD-H; 46 × 25
cm; 0,5 ml/min; 20% Isopropanol/Hexan), wobei 475,5 mg (S)-(–)-4-Amino-6-trifluormethyl-2-(1-(3-methyl-furo[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin
(13,6 min) und 478,2 mg (R)-(+)-4-Amino-6-trifluormethyl-2-(1-(3-methylfuro[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin
(21,1 min) erhalten wurden. Das (S)-(–)-4-Amino-6-trifluormethyl-2-(1-(3-methylfuro[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin
wurde in einem Aceton-Methylenchlorid-Methanol-Lösemittelgemisch
gelöst,
mit 2,3 g Silicagel behandelt und unter vermindertem Druck konzentriert.
Das freifließende
Pulver wurde auf eine Silicagelsäule
von 25 g, die mit Aceton-Methylenchlorid-Methanol (5 : 93 : 2) gepackt
und eluiert wurde, appliziert, wobei 367 mg reines Produkt erhalten
wurden. Das (R)-(+)-4-Amino-6-trifluormethyl-2-(1-(3-methylfuro[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin
wurde auf die gleiche Weise chromatographiert, wobei 352 mg reines
Enantiomer erhalten wurden. Beispiel 59: Schmelzpunkt: 179–181°C; optische
Drehung: [α]D = –132,5° (c = 0,495
CHCl3); > 99%
ee. Beispiel 60: Schmelzpunkt: 179–181°C; Optische Drehung: [α]D = +129,8° (c
= 0,645 CHCl3); 98% ee
-
Verfahren B
-
Eine
magnetisch gerührte
Suspension von Natriumhydrid (2,55 g, 63,5 mmol, 60%ige Öldispersion)
in 110 ml Dimethylformamid, die auf 0°C gekühlt war, wurde mit dem 4-Amino-6-trifluormethyl-2-mercaptopyrimidinmesylatsalz
(8,86 g, 30,4 mmol) behandelt, und das Reaktionsgemisch wurde 1
h bei Umgebungstemperatur gerührt.
(R)-(+)-5-(1-Chlorethyl)-3- methylfurano[2,3-c]pyridin
(5,4 g, 27,6 mmol) in 2 × 10
ml Dimethylformamid wurde zugegeben, und das Reaktionsgemisch wurde
3,5 Tage bei Raumtemperatur gerührt.
Der Inhalt wurde in 80 ml Eiswasser gegossen, mit 4 × 100 ml
Ethylacetat extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte wurden
mit 4 × 100
ml von 50% gesättigter
NaCl-Lösung
gewaschen und mit 1 : 1 Kaliumcarbonat/wasserfreiem MgSO4 getrocknet und unter vermindertem Druck
konzentriert. Eine Chromatographie mit 300 g Silicagel, das mit
38% Ethylacetat-Hexan
gepackt und eluiert wurde, ergab 9,3 g (95%, 94 ee) (S)-(–)-4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-methylfurano[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin.
Umkristallisieren des Feststoffs mit Ethylacetat ergab 6,5 g (66%,
97% ee) (S)-(–)-4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-methylfurano[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin
(Schmelzpunkt: 180,5–181,5°C; optische
Drehung: [α]D = –131,6° (c = 0,525, CHCl3)).
-
Beispiel 61 und 62: (S)-(–)-4-Amino-6-chlor-2-(1-(furo[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin
und (R)-(+)-4-Amino-6-chlor-2-(1-(furo[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin
-
Verfahren A
-
Eine
Probe von 200 mg von 4-Amino-6-chlor-2-(1-(furo[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin
(Verbindung Nr. 238; Racemat) wurde unter Verwendung einer Chiralcel
OD-H-Säule
unter Elution mit 20% Isopropanol/Hexan mit einer Durchflussrate
von 0,5 ml/min aufgetrennt. Zwei Materialpools mit Retentionszeiten
von 15,6 min (Verbindung 299, 74 mg) und 26,1 min (Verbindung 300,
97 mg) wurden isoliert.
-
Die
Säulenisolate
wurden unabhängig
voneinander über
10 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 45% Ethylacetat/Hexan chromatographiert,
wobei 5-ml-Fraktionen gewonnen wurden. Die Kristallisation aus Hexan/Diethylether
ergab entweder 55 mg (Beispiel 61, Schmelzpunkt: 144–145°C, (Drehung:
[α]d 25 = –301,8° oder 59
mg (Beispiel 62, Schmelz punkt: 144–145°C, (Drehung: [α]d 25 = +299,6°) der Enantiomere
als weiße
Feststoffe.
-
Verfahren B
-
7-Chlor-5-(1-hydroxyethyl)-furo[2,3-c]pyridin
(3,95 g, 20 mmol) wurde in 110 ml Methanol, das 20% Palladiumhydroxid-auf-Kohle
(1 g) in einem 200-ml-Einhalsrundkolben
enthielt, unter Stickstoff gelöst.
Die Suspension wurde mit Cyclohexen (19,8 ml, 200 mmol) und anschließen Natriumhydroxid
(15 ml, 30 mmol) behandelt, und das Reaktionsgemisch wurde 3,5 h
unter Rückflusskühlung erhitzt.
Das Gemisch wurde gekühlt, über Celite
filtriert, und der Filterkuchen wurde mit frischem Methanol gut
gewaschen. Das Filtrat wurde unter Vakuum zu einer gelben Paste
konzentriert. Der Rückstand
wurde zwischen 1 × 50
ml Wasser und 4 × 25
ml Dichlormethan verteilt, die organischen Phasen wurden über Kaliumcarbonat
getrocknet und unter Vakuum zu einem blassen Öl konzentriert (3,16 g). Das
rohe Material wurde über
125 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 60% Ethylacetat/Hexan chromatographiert,
wobei 22-ml-Fraktionen
gewonnen wurden. Die Fraktionen 32–72 wurden vereinigt und konzentriert,
wobei 2,52 g (77%) der Titelverbindung 5-(1-Hydroxyethyl)-furo[2,3-c]pyridin
als blasses Öl
erhalten wurden.
1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,55
(d, J = 6,5 Hz, 3), 4,19 (bs, 1), 5,01 (q, J = 6,5, 13 Hz, 1), 6,78
(d, J = 2 Hz, 1), 7,56 (s, 1), 7,76 (d, J = 2 Hz, 1), 8,76 (s, 1)
ppm.
-
Teil 1
-
5-(1-Hydroxyethyl)-furo[2,3-c]pyridin
(11,3 g, 69,4 mmol) wurde mit Schweinepankreaslipase-Typ-II (16,5
g) und 2,2,2-Trifluorethylbutyrat (41,8 ml, 227 mmol) in 226 ml
Diethylether in einem 500-ml-Einhalsrundkolben unter Stickstoff
vereinigt. Das Reaktionsgemisch wurde 9 Tage bei Raumtemperatur
gerührt,
zur Entfernung des Enzyms filtriert, und der Filterkuchen wurde
mit Diethylether gut gewaschen. Das Filtrat wurde unter Vakuum zu
einem blassen Öl
konzentriert. Der Rückstand
wurde mit 3 × 200
ml Toluol azeotrop behandelt und 3 h unter Hochvakuum bei 40°C abgepumpt.
Das rohe Material wurde über
300 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 60% Ethylacetat/Hexan chromatographiert,
wobei 50-ml-Fraktionen gewonnen wurden. Die Fraktionen 10–8 wurden
vereinigt und konzentriert, wobei 7,53 g (46,5%) (R)-(+)-5-(1-Butyryloxy)-furo[2,3-c]pyridin
(1H-NMR (CDCl3,
TMS): δ 0,94
(t, J = 7,4 Hz, 3), 1,61–1,74
(m, 5), 2,36 (m, 2), 6,04 (q, J = 6,6 Hz, 13,2 Hz, 1), 6,79 (m,
1), 7,59 (s, 1), 7,75 (d, J = 2,1 Hz, 1), 8,85 (s, 1) ppm; Drehung
(c = 1): [α]d 25 = +84,0°; 99% ee)
als blasses Öl
erhalten wurden. Die Fraktionen 27–63 wurden vereinigt und konzentriert,
wobei 5,03 g (44,5%) (S)-(–)-5-(1-Hydroxyethyl)-furo[2,3-c]pyridin
(Schmelzpunkt: 59–61°C; Drehung
(c = 1): [α]d 25 = –35,8°) als weißlicher
Feststoff erhalten wurden.
-
Teil 2
-
(R)-(+)-5-(1-Butyryloxy)-furo[2,3-c]pyridin
(7,5 g, 32,2 mmol) wurde in 88 ml Methanol in einem 200-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst
und die Lösung
wurde mit 2 N Natriumhydroxid (35,4 ml, 70,8 mmol) behandelt, das
Reaktionsgemisch wurde 1 h gerührt,
und die flüchtigen
Stoffe wurden unter Vakuum entfernt. Der Rückstand wurde zwischen 1 × 25 Dichlormethan
und 1 × 100
ml Wasser verteilt. Das unlösliche Material
wurde durch Filtration über
Celite entfernt. Die Schichten wurden getrennt, und die wässrige Schicht wurde
des Weiteren mit 3 × 25
ml Dichlormethan extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen
wurden über Kaliumcarbonat
getrocknet und unter Vakuum konzentriert, wobei 4,68 g (89%) der
Titelverbindung (R)-(+)-5-(1-Hydroxyethyl)-furo[2,3-c]pyridin
als weißer
Feststoff erhalten wurden. (Schmelzpunkt: 60–61°C; Drehung (c = 1): [α]d 25 = +37,0°).
-
(R)-(+)-5-(1-Hydroxyethyl)-furo[2,3-c]
pyridin (6,87 g, 25,7 mmol) wurde mit Benzoesäure (3,86 g, 31,6 mmol) und
Triphenylphosphin (8,29 g, 31,6 mmol) in 125 ml trockenem Tetrahydrofuran
in einem 200-ml-Einhalsrundkolben unter Stickstoff vereinigt. Die
Lösung
wurde tropfenweise mit Diethyl azidodicarboxylat behandelt (mäßige Zugaberate,
Zulassen einer gewissen exothermen Reaktion), und das Reaktionsgemisch
wurde 1,5 h bei Raumtemperatur gerührt. Die flüchtigen Stoffe wurden unter
Vakuum entfernt, und der ölige
Rückstand
wurde nacheinander mit gleichen Volumina Diethylether und Hexan
verdünnt,
und der weiße
Feststoff wurde durch Filtration gewonnen. Das Filtrat wurde unter
Vakuum zu einem bernsteinfarbenen Öl konzentriert. Das rohe Material
wurde über
250 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 20% Ethylacetat/Hexan chromatographiert,
wobei 22-ml-Fraktionen gewonnen wurden. Die Fraktionen 48–95 wurden
vereinigt und konzentriert, wobei 6,87 g (90%) der Titelverbindung
(S)-(+)-5-(1-Benzoyloxyethyl)-furo[2,3-c]-pyridin als weißes Öl erhalten wurden. (Drehung: [α]d 25 = +52,7°); 1H-NMR (CDCl3, TMS): δ 1,79 (d,
J = 6,7 Hz, 3), 6,32 (q, J = 6,7, 13,4 Hz, 1), 6,80 (m, 1), 7,41–7,48 (m,
2), 7,52–7,60
(m, 1), 7,71 (s, 1), 7,76 (d, J = 2,1 Hz, 1), 8,12 (m, 2), 8,95
(s, 1) ppm.
-
Teil 3
-
(S)-(+)-5-(1-Benzoyloxyethyl)-furo[2,3-c]-pyridin
(6,87 g, 25,7 mmol) wurde in 88 ml Methanol in einem 200-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wurde mit 2 N Natriumhydroxid (28,3 ml, 56,6 mmol) behandelt, das
Reaktionsgemisch wurde 2 h bei Raumtemperatur gerührt, die
flüchtigen
Stoffe wurden unter Vakuum entfernt. Der Rückstand wurde zwischen 1 × 50 ml
Wasser und 4 × 25
ml Dichlormethan verteilt. Die organischen Phasen wurden über wasserfreiem
Kaliumcarbonat getrocknet und unter Vakuum zu einem bernsteinfarbenen Öl konzentriert.
Das rohe Material wurde über
150 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 65% Ethylacetat/Hexan chromatographiert,
wobei 22-ml-Fraktionen gewonnen wurden. Die Fraktionen 25–70 wurden
vereinigt und konzentriert, wobei 3,96 g (94%) der Titelverbindung
(S)-(–)-5-(1-Hydroxyethyl)-furo[2,3-c]-pyridin als weißer Feststoff
erhalten wurde. (Schmelzpunkt: 60–61°C; Drehung [α]d 25 = –35,3°).
-
(S)-(–)-5-(1-Hydroxyethyl)-furo[2,3-c]-pyridin
(9,0 g, 55,2 mmol) wurde in 35 ml Chloroform in einem 200-ml-Einhalsrundkolben
unter Stickstoff gelöst.
Die Lösung
wurde mit Triphenylphosphin (28,9 g, 110,3 mmol) und anschließend Tetrachlorkohlenstoff
(106 ml, 1,10 mol) behandelt, und das Reaktionsgemisch wurde 24
h bei Raumtemperatur gerührt.
Die Lösung
wurde mit 35 ml Hexan verdünnt,
30 min gerührt,
und der weiße Niederschlag
wurde durch Filtration entfernt. Der Filterkuchen wurde mit 100
ml 20% Diethylether/Hexan gewaschen, das Filtrat wurde zu einem
kleinen Volumen konzentriert (kaltes Bad, nicht bis zur Trockene).
Der Rückstand
wurde über
350 g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 15% Ethylacetat/Hexan chromatographiert,
wobei 50-ml-Fraktionen gewonnen wurden. Die Fraktionen 23–48 wurden
vereinigt und konzentriert, wobei 8,48 g (83%) der Titelverbindung
(R)-(+)-5-(1-Chlorethyl)-furo[2,3-c]-pyridin
als niedrig schmelzender weißlicher
Feststoff erhalten wurden (Schmelzpunkt: 36–38°C; 97 ee; Drehung [α]d 25 = +73,0°).
-
Ein
ofengetrockneter 250-ml-Dreihalsrundkolben unter Stickstoff wurde
mit 60% Natriumhydrid (3,5 g, 87,5 mmol) beschickt. Das Hydrid wurde
mit 3 × 7
ml Hexan gewaschen, in 75 ml trockenem Dimethylformamid suspendiert,
und das Gemisch wurde auf 0°C
gekühlt.
Die Suspension wurde portionsweise mit dem 4-Amino-6-chlor-2-mercaptopyrimidinmesylatsalz
(10,9 g, 42,3 mmol) behandelt und 1 h bei Raumtemperatur gerührt. Das
Reaktionsgemisch wurde tropfenweise mit (R)-(+)-5-(1-Chlorethyl)-furo[2,3-c]-pyridin
(7,4 g, 40,6 mmol) in 1 × 20
ml Dimethylformamid behandelt (5 ml Spülflüssigkeit), und das Gemisch
wurde 5 Tage bei Raumtemperatur gerührt. Das Gemisch wurde in 400
ml Ethylacetat gegossen, mit 4 × 100
ml von 50% gesättigter
Natriumchloridlösung
extrahiert und über
wasserfreiem Kaliumcarbonat/Magnesiumsulfat getrocknet. Die getrockneten
organischen Phasen wurden unter Vakuum zu einem bernsteinfarbenen Öl konzentriert.
Das rohe Material wurde mit Aceton/Dichlormethan verdünnt und über 450
g Silicagel (230–400
mesh) unter Elution mit 45 Ethylacetat/Hexan chromatographiert,
wobei nach einem Vorlauf von 1000 ml 50-ml-Fraktionen gewonnen wurden.
Die Fraktionen 21–63
wurden vereinigt und konzentriert, wobei 11,05 g (89%, 97,6% ee) (S)-(–)-4-Amino-6-chlor-2-(1-furo[2,3-c]-pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin
als weißer
Feststoff erhalten wurden. Umkristallisieren aus Ethylacetat ergab
7,92 g (64%, 99% ee) von (S)-(–)-4-Amino-6-chlor-2-(1-furo[2,3-c]-pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin
(Schmelzpunkt: 169–170,5°C; Drehung
[α]d 25 = –334°). 1H-NMR
(d6 DMSO): δ 1,70 (d, J = 7 Hz, 3), 5,11
(q, J = 6,9, 13,8 Hz, 1), 6,15 (s, 1), 7,00 (m, 1), 7,30 (bs, 2),
7,78 (d, J = 1 Hz, 1), 8,20 (d, J = 2,1 Hz, 1), 8,88 (s, 1) ppm.
-
Beispiel
63: (S)-(–)-4-Amino-6-chlor-2-(1-(furo[2,3-c]-pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidinmesylatsalz
(Beispiel 61), 2,0 g, 6,52 mmol) wurde in 62 ml Ethylacetat in einem
200-ml-Einhalsrundkolben unter Stickstoff gelöst. Die Lösung wurde mit zuvor hergestelltem
Material beimpft, langsam tropfenweise mit Methansulfonsäure (423 μl, 6,52 mmol)
in 62 ml Diethylether behandelt, und 2 h bei Raumtemperatur gerührt. Der
Feststoff wurde gewonnen, mit Diethylether gewaschen und unter Vakuum
bei 50°C
getrocknet, wobei 2,57 g (98%) der Titelverbindung (S)-(–)-4-Amino-6-chlor-2-(1-furo[2,3-c]-pyridin-5-y1)ethylthio)-pyrimidinmesylatsalz
als feiner weißer
Feststoff erhalten wurden. (Schmelzpunkt: 201–202°C).
-
Beispiel 64: (S)-(–)-4-Amino-6-chlor-2-(1-(methylfuro[2,3-c]-pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidinesylatsalz
-
Zu
einer Lösung
(S)-(–)-4-Amino-6-chlor-2-(1-(methylfuro[2,3-c]-pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidin
(Beispiel 54, 1,45 g, 4,53 mmol) in 36 ml Methylenchlorid plus 9
ml Methanol wurden 154 ml Diethylether bei Raumtemperatur gegeben.
Eine Lösung
von Ethansulfonsäure
(0,525 g, 95%, 4,53 mmol, 1,0 Äq.)
in 54 ml Diethylether wurde trop fenweise bei Raumtemperatur über einen
Zeitraum von 17 min zugegeben. Nach der Beendigung der Zugabe wurde
das Reaktionsgemisch mit dem kristallinen Salz beimpft und über Nacht
bei Raumtemperatur gerührt.
Der gummiartige unlösliche
Rückstand,
der sich anfangs bildete, wurde ein rein weißer kristalliner Feststoff,
der durch Filtration gewonnen und getrocknet wurde, wobei 1,87 g
(96%) (S)-(–)-4-Amino-6-chlor-2-(1-(3-methylfuro[2,3-c]-pyridin-5-yl)ethylthio)-pyrimidinesylatsalz
erhalten wurden (Fp. 203–204°C).
-
Gemäß dem allgemeinen
Verfahren von Beispiel 33 und unter Durchführung unkritischer Änderungen, jedoch
ausgehend von 2-Chlor-3-benzyloxy-6-(1-hydroxyethyl)-pyridin wurde
die Titelverbindung hergestellt. 98 mg (65%), Fp 70–72°C.
-
Beispiel 65: 4-Amino-6-chlor-2-(furo[2,3-b]pyridin-5-yl-methylthio)pyrimidin
-
5-(Chlormethyl)-furo[2,3-b]pyridin
wurde gemäß den Verfahren,
die bei I. N. Houpis, W. B. Choi, P. J. Reider, A. Molina, H. Churcill,
J. Lynch, R. P. Volante Tetrahedron Lett. 9355–9358 (1994) angegeben sind, hergestellt.
-
Die
Titelverbindung (Fp 124–126°C) wird gemäß dem für Beispiel
33, Teil B, beschriebenen Verfahren hergestellt, wobei jedoch die
Alkylierung mit 5-(Chlormethyl)-furo[2,3-b]pyridin durchgeführt wird.
-
Beispiel 66: 6-Amino-2-(2-naphthylmethylthio)-pyrimidin-4-carbonsäureethylether
-
Stufe 1
-
Thioorotsäure (1,72
g, 10,0 mmol) wurde in 50 EtOH (30 ml) suspendiert, mit Natriumhydroxid
(880 mg, 22 mmol) behandelt und dann 5 min bei Raumtemperatur gerührt. 2-Brommethylnaphthalen
(2,21 g, 10 mmol) wurde zugegeben, und das Reaktionsgemisch wurde
2 h auf Rückflusstemperatur erhitzt.
Das warme Reaktionsgemisch wurde mit 1 N HCl (11 ml) angesäuert, und
nach dem Abkühlen
wurde der Niederschlag gewonnen und getrocknet, wobei 3,03 g (97%)
6-Hydroxy-2-(2-naphthylmethylthio)-pyrimidin-4-carbonsäure erhalten
wurden.
-
Stufe 2
-
Eine
Lösung
von 6-Hydroxy-2-(2-naphthylmethylthio)-pyrimidin-4-carbonsäure (2,50
g, 8,0 mmol) und 1,1-Carbonyldiimidazol
(1,94 g, 12 mmol) in DMF (30 ml) wurde 30 min gerührt und
dann mit absolutem Ethanol (8,0 ml) behandelt. Nach 1,5 stündigem Rühren wurde
das Reaktionsgemisch auf Wasser gegossen, 20 min gerührt, anschließend filtriert
und getrocknet, wobei 2,371 g (88%) 6-Hydroxy-2-(2-naphthylmethylthio)-pyrimidin-4-carbonsäureethylester
erhalten wurden.
-
Stufe 3
-
Eine
Lösung
von 6-Hydroxy-2-(2-naphthylmethylthio)-pyrimidin-4-carbonsäureethylester
(2,32 g, 6,81 mmol) und 2-Picolin (0,7 ml) in POCl3 (7
ml) wurde bei Raumtemperatur 3 h gerührt und dann auf Eis gegossen.
Der Feststoff wurde durch Filtration gewonnen und dann kurz 15 min
mit NH4OH erhitzt. Der Feststoff wurde gewonnen
und aus Methanol umkristallisiert, wobei 1,72 g (70%) 6-Chlor-2-(2-naphthylmethyl-thio)-pyrimidin-4-carbonsäureethylester
erhalten wurden. Fp 95–96°C.
-
Stufe 4
-
6-Chlor-2-(2-naphthylmethylthio)-pyrimidin-4-carbonsäureethylester
(1,107 g, 2,08 mmol) wurde in DMF (9,0 ml) gelöst, dann mit Natriumazid (600
mg, 9,23 mmol) behandelt und 24 h gerührt und die gelbe Lösung wurde
unter Natrium konzentriert und dann mit Ethylacetat verdünnt. Die
organischen Phasen wurden über
Celite filtriert, mit Wasser und Kochsalzlösung gewaschen, dann mit MgSO4 getrocknet und unter Vakuum konzentriert,
wobei 1,20 g (100%+) 6-Azo-2-(2-naphthylmethylthio)-pyrimidin-4-carbonsäureethylester
erhalten wurden.
-
Stufe 5
-
Eine
Lösung
von 6-Azo-2-(2-naphthylmethylthio)-pyrimidin-4-carbonsäureethylester (1,20 g) in Ethylacetat
(45 ml) und Ethanol (20 ml) wurde mit Zinn(II)-chlorid (3,80 g,
16,9 mmol) behandelt und 15 min bei Raumtemperatur gerührt. Das
Reaktionsgemisch wurde auf Eis/NaHCO3 gegossen
und über
Celite filtriert, und das Filtrat wurde 2 × mit Ethylacetat extrahiert.
Die organischen Phasen wurden mit Kochsalzlösung gewaschen, mit MgSO4 getrocknet und unter Vakuum konzentriert:
646 mg (62%) 6-Amino-2-(2-naphthylmethylthio)pyrimidin-4-carbon-säureethylester,
Fp 188–189°C.
-
Beispiel 67: (S)-(–)-4-Amino-2-(3-methyl-furano[2,3-c]-pyridin-5-yl)ethylthio-6-trifluormethyl-pyrimidinmesylatsalz
(Verbindung Nr. 306)
-
(S)-(–)-4-Amino-2-(3-methyl-furano[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio-6-trifluormethyl-pyrimidin
(354 mg, 1,0 mmol) wurde in 25 ml Diethylether in einem 50-ml-Einhalsrundkolben
gelöst.
Die Lösung
wurde langsam tropfenweise mit Methansulfonsäure (64 μl, 1,0 mmol) in 5 ml Diethylether
behandelt. Die flockige Suspension wurde 20 h bei Raumtemperatur
gerührt.
Der feine weiße
Feststoff wurde gewonnen, mit Diethylether gewaschen und unter Vakuum
bei 50°C
getrocknet, wobei 422 mg (94%) (S)-(-)-4-Amino-2-(3-methyl-furano[2,3-c]pyridin-5-yl)ethylthio-6-trifluormethyl-pyrimidinmesylatsalz
erhalten wurden (Schmelzpunkt: 161–163°C).
-
-
-
-