DE694527C - Vorrichtung zum Festlegen von Zahnrichtboegen, Kieferbruchschienen o. dgl. an Zahnringen mittels einer aus den Enden des Richtbogens gebildeten, in eisteckbaren, federnden Schleife - Google Patents
Vorrichtung zum Festlegen von Zahnrichtboegen, Kieferbruchschienen o. dgl. an Zahnringen mittels einer aus den Enden des Richtbogens gebildeten, in eisteckbaren, federnden SchleifeInfo
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Description
- Vorrichtung zum Festlegen von Zahnrichtbögen, Kieferbruchschienen o. dgl. an Zahnringen mittels einer aus den Enden des Richtbogens gebildeten, in ein waagerecht am Zahnring befestigtes Röhrchen einsteckbaren, federnden Schleife Zusatz zum Patent 667040 Die Erfindung betrifft eine weitere Verbesserung von Zahnrichtbögen durch die im Patent 667 040 beschriebene Vorrichtung zum Festlegen von Zahnrichtbögen, Kieferbruchschienen o. dgl. an Zahnringen. Da die Scl31eifenenden der Richtbögen bzw. Kieferbruchschienen nach der durch das Patent 667 040 geschützten Vorrichtung durch eine Ausbqchtung des einen Schleifenschenkels federnd in eine Durchbrechung des am Zahnnng befestigten Röhrchens verschiebungs- und verdrehungssicher festgehalten werden, bietet sich nunmehr die vorteilhafte Möglichkeit, den Richtbogen in der Weise mit mit ilun aus einem Stuck bestehenden Rilfsfedern zu versehen, daß diefreienSchleifenendendesRichtbogens an den Austrittsstellen ans den Röhrchen der Zahuringe in sich allmählich verringernder Stärke zu nachgiebigen Hilfsfedern verlängert werden.
- Es ist zwar schon früher der Vorschlag gemacht worden, den Richtbogen und seine Hilfsfedern durch Spaltung des Drahtes des Richtbogens aus einem Stück herzustellen.
- Das ist aber technisch. slchwer durchfülhrbar) und außerdem sind die so gebildeten Hilfsfedern nicht anpassungsfähig genug. Diese Schwierigkeiten sind bei einem nach der Erfindung hergestellten Einstückbogen vermieden, so daß derartige Richtbögen fur die Praxis überhaupt erst brauchbar werden, womit ein erheblicher Fortschritt erzielt ist.
- Denn das bisherige umständliche Verfahren des nachträglichen, gesonderten Anbringens der Hilfsfedern am Richtbogen entweder durch Schweißung oder Lösung oder Anwikkeln oder Klennnwirkung usw. kommt nunmehr in Fortfall, und damit werden mancherlei überstände der bisherigen Methoden beseitigt. Schädigende Einwirkungen auf das metallische Gefüge der venvendeten Leperungen, wie sie bei Schweißung oder Lötung infolge der Wärmebehandlung leicht vorkommen, sind gänzlich ausgeschaltet. Aber auch -gegenüber den bisherigen mechanischen Befestigungsarten bietet die Erfindung nicht nur den Vorteil größerer Einfachheit und unbedingter Zuverlässigkeit, welche beim Anwickeln oder Fesililemmen der Hilfsfedern mitunter stark zu wünschen übrig läßt, sondern sie vermeidet auch eine unnötige Materialanhäufung an den B efestigungsstellen.' wodurch die Weichteile des Mundes oft in Müleidenschaft gezogen werden.
- Der Hauptvorzug des neuen durchgehenden Drahtbogens besteht aber vor allem auch in der außerordentlichen Arbeitserleichterung für den Praktiker sowie darin, daß zur Ausführung von orthodontischen Arbeiten und Kieferbruchbehandlungen jetzt nicht mehr eine ausgesprochene technisch handwerksmäßige Geschicklichkeit erforderlich ist, sondern daß jetzt auch weniger Geübte ohne besondere Schwierigkeiten auf diesem Gebiet mit guten Erfolgen arbeiten können, während sie dies früher wegen mangelnder Fertigkeit und Er-. fahrung oft nicht konnten. Die für den neuen Einstückbogen benötigten Einzelteile können in einigen wenigen Größen in Massenherstellung angefertigt und für den benötigten Zweck bereits soweit vorgeformt werden, daß der Praktiker in jedem Einzelfalle mit geringstem Zeit- und Müheaufwand im wesentlichen noch Anpassungsarbeit auszuführen braucht und sein Hauptaugenmerk auf die richtige zahnärztliche Anwendung der Apparatur richten kann.
- Zweckmäßig können die als Hilfsfedern ausgebildeten Verlängerungen der freien Enden der Befestigungsschleife vor ihrer Austrittsstelle aus dem am Zahnring befestigten Röhrchen mit einer Kröpfung als Anschlag zur Begrenzung der Einschubtiefe der Schleife in das Röhrchen versehen sein.
- Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand beispielsweise in einer Aus führungsform, und zwar zeigen: Fig. I bis 3 den die neue orthodontische Appar,atur ergebenden Einstückbogen in drei verschiedenen Vorbereitungsstufen und Fig. 4 die orthodontische Bogenapparatur einsatzfertig in Verbindung mit einem Zahnring in schaubildlicher Darstellung.
- Die gesamte Bogenapparatur, d. h. der Richtbogen 6 und die Hilfsfedernv sollen nach der Erfindung aus einem einstückigen federnden Draht gebildet werden, der aus einer in der Zahnheilkunde, insbesondere in der Orthodontik und Kieferbruchbebandlung bekannten Legierung beliebiger Art bestehen kann. Die Länge des Ausgangsdrahtstückes enthält deswegen nicht nur den Richtbogen 6 sowie die Schloßschltifen , f, sondern das Drahtstück ist erfindungsgemäß so lang bemessen, daß es mit seinen beiderseitigen Enden Hilfsfedern v bilden kann, die bislang gesondert am Richtbogen angebracht werden mußten. - Der für den Richtbogen 6 und die Schloßschleifen d, 1 vorgesehene mittlere Drahtabschnitt hat eine Stärke, wie sie durchweg für Richtbögen und Kieferbruchschienen verwendet wird. Die die Hilfsfedtern v bildenden Drahtenden dagegen sind auf eine Stärke vermindert, welche für Hilfsfedern gebräuchlich ist. Der Übergang vom stärkeren Mittelteil 6 zu den weniger starken Drahtendenv vollzieht sich allmählich auf den in Fig. I mit x bezeichneten Übergangsabschnitten, die bei runder Querschnittsform des Drahtes schwach kegelige Formen aufweisen.
- Die Übergangsstellen x liegen auf denjenigen Drahtabschnitten, die bei fertig geformter und in die Röhrchen der Zahnringe a eingesetzter Bogenapparatur unmittelbar vor den Röhrchen i sich befinden. Die als Hilfsfedern v dienenden Drahtenden bilden also die unmittelbaren VerJangerungen der freien Schenkel J der Befestigungsschleifen d, f, welche in der im Patent 667 040 beschriebenen Weise ausgeführt und nach der dort geoffenbarten Erfindung wenigstens auf je einem Schleifenschenkel mit einer Ausbuchtung g versehen sind,. die im Zusammenwirken mit entsprechend gestalteten Röhrchen 1 den Richtbogen festlegt.
- Bei der Bemessung der Länge des verstärkten Drahtmittelteiles 6 ist also zu beachten, daß außer dem Richtbogen 6 und dem unmittelbar sich daran anschließenden Schleifenschenkel d' auch noch die rückläufigen Schleifenschenkel t sowie die Ausbuchtungeng mit in der Länge enthalten sein müssen. Ferner sind im verstärkten Drahtmittelteil dicht vor den Schloßschleifen d, Ä symmetrisch zur Bogenmitte beiderseits noch wellenförmige Ausbuchtungen c zum Längenausgleich des Richtbogens vorgesehen (s. Fig. 2) die für den verstärkten Drahtmittelteil ebenfalls noch einen kleinen Längenzuschuß des Ausgangs drahtes erforderlich machen.
- An den Übergangsstellen zu den Hilfsbedernv sind kleine Knicke iv gebildet, die, ähnlich wie im Hauptpatent 667 040 die umgebogenen Häkchen, als Anschläge wirken und sich bei ordnungsgemäß eingesetzter Bogenapparatur jeweils in eine auf der Zeichnung nicht sichtbare Randaussparung am Einsteckende des zugehörigen Röhrchens i einlegen.
- Wenn das Ausgangsdrahtstück b, v in der vorbeschriebenen Weise mit allen Einzelheiten vorbereitet ist, besitzt es etwa die in Fig. 3 gezeichnete Form. Jetzt ist es nur noch nötig, die Bogenapparatur der Kieferform des Patienten anzupassen und sie dann mit den vorher an den Backenzähnen des Patienten befest.igten Zahnringen1a bzw. den daran angebrachten Röhrchen 1 in Eingriff zu bringen, was, wie ohne weiteres iersichtlich, keine Schwierigkeiten mehr bereitet. Fig. 4 zeigt beispielsweise eine als Innenbogen auslgeführte und für den Einsatz in den Unterkiefer bestimmte Zahnrichtapparatur.
- Die wellenförmigen Ausbuchtungen c lassen sich leicht vergrößern oder verkleinern, so daß der Richtbogen 6 in seiner Länge verändert und der jeweiligen Kieferform ange paßt werden kann. Die Hilfsfedern v sind je nachdem, welcher Erfolg durch sie herbeigeführt werden soll, in bekannter Weise anzuwenden. Dabei wird es meistens notwendig sein, die freien Enden der Hilfsfedern einmal lose um den Richtbogen 6 herumzuschlingen, wie in Fig. 4 auf der linken Seite bei z dargestellt ist.
- Natürlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, vielmehr sind noch mancherlei Abänderungen sowie andere Ausführungen möglich, ohne daß dadurch vom Wesen der Erfindung abgewichen würde. So könnten beispielsweise die Befestigungsschleifen 5 eib stverständlich auch mehrere Ausbuchtungen an dem gTeichen oder an verschiedenen Schleifenschenkeln erhalten, wenn dies im Interesse einer noch besseren Sicherung des Richtbogens oder etwa aus dem Grunde erwünscht ist, um auf diese Weise eine gewisse Verstellbarkeit des Richtbogens zu erzielen.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Vorrichtung zum Festlegen von Zahnrichtbögen, Kieferbruchschienen 0. dgl. au Zahnringen mittels einer aus den Enden des Richtbogens gebildeten, in ein waagerecht am Zahnring befestigtes Röhrchen einsteckbaren, federnden Schleife nach Patent 667 040, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Schleifenschenkeienden (1) des Richtbogens (6) an den Austrittsstellen aus den Röhrchen (i) der Zahnringe (a) in sich allmählich verringernder Stärke zu nachgiebigen Hilfsfedern (v) verlängert sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die als Hilfsfedern (v) ausgebildeten Verlängerungen der freien Enden (/) der Befestigungsschleife (d, j) vor ihrer Austrittsstelle aus dem am Zahnring (a) befestigten Röhrchen (i) mit einer Kröpfung (w) als Anschlag zur Begrenzung der Einschubtiefe der Schleife in das Röhrchen versehen sind.
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