DE718062C - Stiftzahnanker fuer handgebrannte Vollporzellankronen mit einem Wurzelstift aus unedlem Metall - Google Patents
Stiftzahnanker fuer handgebrannte Vollporzellankronen mit einem Wurzelstift aus unedlem MetallInfo
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Description
- Stiftzahnanker für handgebrannte Vollporzellankronen mit einem Wurzelstift aus unedlem Metall Die Erfindung betrifft einen Stiftzahnanker für handgebrannte Vollporzellankronen mit einem Wurzelstift aus unedlem Metall, der in einer eingebrannten Platiritülse befestigt und mit leinem als Brennbasis für die Porzellankrone dienenden Platinblättehen verseien ist.
- Bei einem bekannten Stiftzahnanker dieser Gattung wird nur der in den Kronenkörper ragende Teil des Wurzelstiftes aus unedlem Metall von einer Hülse aus Platin umgeben, während außerdem ein über die Zahnwurzel gepaßter Platinring, der mit einem Anker für die Zahrkrone versehen ist, verwendet wird.
- Dieser bekannte Stiftzahnanker hat er den Nachteil, daß der in die Wurzel des Zahnes hineinragende Teil des Wurzelstiftes gänzlich von der Platinhülse bloß ist, so daß diesem unteren Ende, d.h. dem in den Wurzelkanal hineinragenden Teil des Wurzelstiftes aus unedlem Metall die seine Festigkeit wesentlich erhöhende Verstärkung durch die Platinhülse fehlt. Deshalb liegt bei dem bekannten Stiftzahnanker die Gefahr nahe, daß bei seitlich wirkendem Kaudruck der Wurzelstift an der Stelle des Übergangs von seinem durch die Platinhülse geschützten zu dem nichtgeschützten Teil sich verbiegt und ein Abplatzen von Teilen der Porzellarnkro,ne erfolgt, oder daß der Wurzelstift sogar an dieser Stelle abbricht. Ein weiterer Nachteil dieses bekannten Stiftzahnankers liegt auf kosmetischem Gebiete; denn der über die Zahnwurzel gepaßte und. geschobene Platinrxng bleibt über dem Zahnfleisch sichtbar und tritt immer weiter zutage, wenn das Zahnfleisch sich bei Paradenthose zurückzieht. Auch aus therapeutischen Gründen ist dieser Stiftzahnanker zu beanstanden, weil sein Platinriag dem Patienten Schmerzen heim Überschieber über die Zahnwurzel und beim Eindringen in das Zahnfleisch verursacht.
- Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile des bekannten Stiftzahnankers zu beseitigen und einen Stiftzahnanker zu schaffen, der neben zuverlässigem Sitz und Halt wohlfeil ist, eine einfache und für den Patienten schonungsvolle Befestigung der Zabnkrone gestattet und in kosmetischer Hinsicht einwandfrei ist.
- Erfindungsgemäß kennzeichnet sich der neue Stiftzahnanker für handgebrannte Vollporzellankronen mit einem Wurzelstift aus miedlem Metall, der in einer eingebrannten Platinhülse befestigt ist und bei dem ein Platinblättchen als Brennbasis für die Porzellankrone dient, dadurch, daß die Hülse aus Platin zwischen der Wurzelschlifffläche und der Porzellankrone das als Brennbasis dienende Platinblättchen durchdringt, an der Durchtrittsstelle fest mit ihm verbunden ist und bis in den oberen Teil des Wurzelkanals hineinreicht.
- Ein Stiftzahnanker nach der Erfindung hlat den Vorteil, daß die sowohl in die Zahnkrone hineinreichende als auch den in den Wurzelkanal hineinreichenden Teil des Wurzelstiftes auf eine wesentliche Länge umgreifende Platinhülse die Festigkeit des Wurzelstiftes erhöht, so daß die Widerstandsfähigkeit des Wurzelstiftes gegen hohe seitliche Kaudrücke vergrößert ist, und so die Gefahr des Verbiegens des Wurzelstiftes und damit des Abplatzens von Teilen der Zahnkrone vermieden ist.
- Der Wurzelstift kann erfindungsgemäß in einfacher Weise mit; der Platinhülse durch Kitten oder Löten verbunden werden.
- Weitere Kennzeichen der Erfindung bestehen darin, daß der im Kronenkörper liegende Teil der Platinhälse in diesem beispielsweise durch Umbördeln seines oberen Teiles verankert ist, und daß der Rand des in den Wurzelkanal hineinragenden Endes der Hälse fest an den Stift angedrückt, vorzugsweise in denselben hineingedrückt ist.
- Die Merkmale der Unteransprüche sind nur in Verbindung mit denen des Hauptanspruches, nicht aber für sich allein Gegenstaud der Erfindung.
- Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer Ausführungsform bei spielsweise dargestellt, und zwar zeigt: Fig. I einen Schnitt durch eine handgebrannte Vollporzellanknone mit einem i,n teilweisem Schnitt gezeigten Stiftzahnanker gemäß der Erfindung und Fig. 2 eine Draufsicht auf die Platinkülse mit Platinblättchen des Ankers.
- Mit I ist der Kern einer handgebrannt,en Krone aus Hartporzellan bezeichnet, auf den in bekannter Weise die Vorderseite 2 aufgeschliffen und auf der Rücliseite Porzellanglasurmasse 3 aufgebracht ist.
- 4 ist ein Blättchen von etwa 0,03 mm Stärke aus weichem Platin, das in bekannter Weise zur Abformung des Anschliffes der Krone mit der im Kiefer verbleibenden natürlichen Zahnwurzel und als Zwischenschicht zwischen der Krone und der Zahnwurzel dient und als Brennbasis für die Porzellankrone verwendet werden kann. Durch das Platinblättchen 4 geht eine Hälse 5 hindurch; Hülse 5 und Blättchen 4 sind bei 6 fest miteinander verhunden, z. B. durch Lötung. Die Hülse besteht aus sehr dünnem, etwa 0,015 mm starkem Platinblech, vorzugsweise jedoch aus hartem Platin-Iridium.
- Der obere Teil der Hülse 5 wird in der in Fig. 1 dargestellten Weise in den Hartporzellankern 1 mit eingeformt; zur besseren Sicherung der Hülse 5 in dem Kern 1 ist diese zweckmäßig mit einer als Einbettungsver ankerung dienenden Bördelung 7 versehen.
- Es kann aber statt dieser auch jede andere Verankerung der Hülse 5 im Kern I verwendet werden.
- Das Brennen des Zahnes wird mitsamt der eingeforinten Hälse 5 nebst Blättchen 4 vorgenommen.
- Nach dem Brennen wird in der Hülse ein in der Zahnwurzel fest zu verankernder Stift 8 angebracht und fest mit dieser durch Löten oder Verkitten verbunden. Das Ausführungsbeispiel soll bei g eine Verkittung zwischen Hälse 5 und Stift 8 darstellen. Der Stift 8 besteht im Gegensatz zum Blättchen 4 und zur Hülse 5 aus einem weniger edlen Metall, z. B. Silber, oder auch aus unedlem Metall, z. B. Nickelin.
Claims (4)
- P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1. Stiftzahnanker für hanbdgebrannte Vollporzellankronen mit einem Wurzelstift aus unedlem Metall, der in einer eingebrannten Platinhülse befestigt und mit einem als Brennbasis für die Porzellankrone dienenden Platinblättchen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (5) zwischen der Wurzelschlifffläche und der Porzellankrone das als Brennbasis dienende Platinblättchen (4) durchdringt, an der Durchtrittsstelle (6) fest mit ihm verbunden ist und bis in den oberen Teil des Wurzelkanals hineinreicht.
- 2. Stiftzahnanker nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der im Kronenkörper liegende Teil der Hülse (5 in diesem beispielsweise durch Umbördelung seines oberen Randes (7) verankert ist.
- 3. Stiftzahnanker nach Anspruch und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stift (8) und die Hülse (5), vorzugsweise durch Kitten oder Löten, fest miteinander verbunden sind.
- 4. Stiftzahnanker nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß de@ Rand des in den Wurzelkanal hinein ragenden Endes der Hälse (5) fest an der Stift angedrückt, vorzugsweise in den selben hineingedrückt ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEB187925D DE718062C (de) | 1939-07-05 | 1939-07-05 | Stiftzahnanker fuer handgebrannte Vollporzellankronen mit einem Wurzelstift aus unedlem Metall |
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Publications (1)
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| DE718062C true DE718062C (de) | 1942-02-28 |
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Country Status (1)
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| DE (1) | DE718062C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0051049A1 (de) * | 1980-10-29 | 1982-05-05 | Daniele Venturini | Wurzelstift zum Verankern eines Zahnersatzes |
| DE102012110545A1 (de) * | 2012-11-05 | 2014-05-08 | Liviu Steier | Wurzelstiftanordnung |
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1939
- 1939-07-05 DE DEB187925D patent/DE718062C/de not_active Expired
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| DE102012110545A1 (de) * | 2012-11-05 | 2014-05-08 | Liviu Steier | Wurzelstiftanordnung |
| DE102012110545B4 (de) * | 2012-11-05 | 2014-08-28 | Liviu Steier | Wurzelstiftanordnung |
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