DE69306C - Herstellung eines dem Fischbein ähnlichen Materials aus Haaren - Google Patents

Herstellung eines dem Fischbein ähnlichen Materials aus Haaren

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DE69306C
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hair
whalebone
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acetic acid
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DENDAT69306D
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P. DAME und L. PRUD'HON in Paris, rue des halles 15
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • C08L89/04Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Materials For Medical Uses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von künstlichem Fischbein und besteht im wesentlichen darin, dafs man thierische Haare zunächst in bekannter Weise mit ätzenden Alkalien, z. B. mit Aetzkali, Aetznatron oder einem Gemisch derselben mit Kalkmilch oder Kalkwasser beizt, alsdann oberflächlich abspült und mit einer schwachen, die . Haare nicht nachtheilig verändernden Säure (Essigsäure) behandelt. Wenn man in dieser Weise die Haare nach einander mit Aetzalkalien und Essigsäure beizt, so zeigt .sich die eigenthümliche Erscheinung, dafs die Alkalien die Proteinsubstanzen auflösen und zum Theil aus den Haaren auslaugen, aber beim nachherigen Abspülen mit Wasser doch noch eine gewisse Menge von gelöstem Protein zusammen mit dem Aetzkali in den Haaren zurückbleibt und bei der späteren Behandlung mit. Essigsäure durch die Bindung des Alkalis an letztere coagulirt und an der Oberfläche der Haare in Form eines weifsschimmernden Häutchens abgelagert wird. Die auf diese Weise mit einer Hülle von Albuminstoffen versehenen gebeizten Haare werden dann in • einer Form in beliebiger Dicke über einander geschichtet, je nach der Stärke, welche man dem zu fertigenden künstlichen Fischbein geben will. Alsdann unterwirft man die Waare je nach dem Feuchtigkeitsgehalt, welchen die Haare noch besitzen, einem starken hydraulischen Drucke, welcher etwa zwischen 200 bis 280 kg pro Quadratcentimeter schwankt. Die hierdurch erhaltenen Producte trocknet man in einer Trockenkammer unter Druck und erhält auf diese Weise ein künstliches Fischbein, welches in seinen Eigenschaften dem echten Fischbein gleichwerthig ist.
Die Haare können während des Beizens entweder zu Strähnen vereinigt oder in eine sonstige Form gebracht werden. Am zweckmäfsigsten ist es indessen, sie zwischen versteiften Rahmen zu Platten oder Lagern zu vereinigen. Diese Platten oder Lager werden alsdann über einander in die Form gebracht, während das Haar noch weich ist, und können so zu Fischbeinkörpern von beliebiger Stärke vereinigt werden.
Die Haare, welche zur Herstellung des künstlichen Fischbeins verwendet werden, können von beliebiger Beschaffenheit sein. Man kann sie auch in beliebiger Farbe herstellen, indem man geeignete Farbstoffe hinzufügt, und kann so nicht nur die Homogenität und Elasticität, sondern auch das Aussehen des Horns oder Fischbeins nachahmen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines dem Fischbein ähnlichen Materials aus Haaren, darin bestehend, dafs man die in bekannter Weise mit ätzenden Alkalien gebeizten Haare einer Nachbehandlung mit Essigsäure unterwirft und dadurch auf der Oberfläche der Haare eine Hülle · von coagulirten Prote'instoffen erzeugt, welche bei dem nachherigen Pressen als Bindemittel dienen.
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