DE538065C - Verfahren zur Herstellung von gemusterten Stangen aus Kunsthornmasse, Kunstharz oder aehnlichen Stoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gemusterten Stangen aus Kunsthornmasse, Kunstharz oder aehnlichen Stoffen

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DE538065C
DE538065C DEW81100D DEW0081100D DE538065C DE 538065 C DE538065 C DE 538065C DE W81100 D DEW81100 D DE W81100D DE W0081100 D DEW0081100 D DE W0081100D DE 538065 C DE538065 C DE 538065C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C3/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing ornamental structures
    • B44C3/02Superimposing layers
    • B44C3/025Superimposing layers to produce ornamental relief structures

Landscapes

  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von gemusterten Stangen aus Kunsthornmasse, Kunstharz oder ähnlichen Stoffen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von gemusterten Stangen aus Kunsthornmasse, Kunstharz oder ähnlichen Stoffen, dessen Eigenart darin besteht, daß verschieden gefärbte und gestaltete Schichten der Rohstoffe mit zwar unregelmäßigen Oberflächen, jedoch im wesentlichen mit einer dem Längsverlauf des stangenförmigen Rohlings entsprechenden Formgebung unter Bildung von Hohlräumen teils zentrisch, teils exzentrisch innerhalb einer Form ineinandergeschachtelt und die entstandenen Hohlräume durch flüssige oder breiige Verbindungsmassen bis zur Entstehung massiver, homogener Stangenrohlinge ausgefüllt werden.
  • Dabei kann (las Verfahren zweckmäßig so durchgeführt werden, daß behufs Erzeugung von Nachahmungen echter Büffelhornstruktur (las mehlartige Kunsthornmaterial unter Zugeben von Binde- und Farbstoffmitteln in Hohlräume zwischen in eine Formröhre eingesetzten röhrenförmigen Blechschiebern von unregelmäßigem Querschnittverlauf derart eingefüllt wird, daß in der Mitte cder nahe der :Mitte der Röhre auch weiß gefärbte Stellen entstehen, worauf nach beendigter Füllung der Formröhre die Schieber aus ihr herausgezogen werden und das zurückbleibende Material zu einer Stange zusammengepreßt wird. Es ist an sich bekannt, Knöpfe aus Kunsthornmasse oder Kunstharzmasse, die aus chemisch bearbeitetem Kasein, aus Harzstoffen, Celluloid, Cellulose und anderen künstlich bereitetefi, hornartige Wirkungen ergebenden Stoffen bestehen, entweder aus plattenförmigen oder aus stab- bzw. stangenförmigen Rohlingen herzustellen.
  • Die plattenförmigen Rohlinge haben vor den stabförmigen den Vorteil, daß sich die Schichtung der Farbtönung oder Struktur zwar etwas abwechslungsreicher und in mehr unregelmäßigem Verlauf gestalten läßt, so daß die daraus gestanzten kreisrunden Platten, aus denen die Knöpfe gewonnen werden, den natürlichen edlen Rohstoffen, insbesondere dem echten Büffelhorri, einigermaßen nahe kommen und aus diesem Grunde als Nachahmungen echter Büffelhornknöpfe vor den aus stangenförmigen Rohlingen gewonnenen Scheiben bevorzugt werden. Sie leiden aber an dem Nachteil eines wesentlich größeren Abfalles, so daß sie sich in der Herstellung teurer stellen als wie die aus stangenförmigen Rohlingen getvonnenen Zwischenprodukte.
  • Letztere zeigen durchweg eine kreisrunde, an die Jahresringe der Baumstämme erinnernde Schichtung der Farbtöne, die eine Folge der Herstellung der Stangen ist, welche im Gegensatz zu dem aus Kunsthornmehl unter Beimischung von Bindemitteln und Farbstoffen durch starken hydraulischen Preßdruck- hergestellten tablettenförmigen Rohlingen meist durch ein Zusammenrollen, Zusammenkleben oder Pressen einer Anzahl verschieden gefärbter Platten zu stangenförmigen Gebilden entstehen.
  • Dieser Art von Rohlingen fehlt aber trotz ihrer sonstigen Vorzüge die durch die Struktur des echten Büffelhorns bedingte Eigenart, claß die aus dem letzteren erzeugten Knöpfe stets, und zwar meist in der Knopfmitte oder nahe dieser Stelle, weiße oder weißliche Flecke bzw. Aderungen aufweisen, welche von Schichtungen, die durcheinandergehende, dunklere und hellere Tönungen zeigen, umgeben sind.
  • Außerdem verläuft die Schichtung der Farbtöne in den echten Büffelhornknöpfen anders wie in den auf die vorgenannte Weise entstandenen, durch Querteilung zu Scheiben zerlegten Rohlingen, da sie einen mehr an Wolkenbildung erinnernden, ungleichmäßigen Verlauf zeigt. Gerade auf diesen unregelmäßigen Verlauf der Struktur legen aber die einschlägigen Abnehmerkreise den größten Wert, weil nur die echten Büffel- und Brasilhornknöpfe vor den bisherigen Kunsthornknöpfen die Eigenart aufweisen, daß jeder einzelne Knopf sich von dem andern im Strukturverlauf unterscheidet, ähnlich wie <las bei den' Papillarien der menschlichen Handfinger der Fall ist.
  • Als Ausgangsmaterial können sowohl plattenförmige, zu runden oder rundlichen bzw. röhrenförmigen Querschnitten gebogene. Körper aus Kunsthorn, Kunstharz usw. Verwendung finden wie auch solche von breiiger oder körniger oder mehlartiger Beschaffenheit. In allen diesen Fällen findet die Vereinigung der Ausgangsstoffe durch flüssige, aber nach dem Trocknen und Starrwerden alle Hohlräume in der verwendeten Form ausfüllende und so eine homogene, dichte .Struktur der eingebetteten Rohstoffe herbeiführende Bindemittel statt, wobei die letzteren selbstverständlich auch aus Auflösungen des Materials der verwendeten platten-, staub-oder breiförmigen Ausgangsstoffe bestehen können. Um ein Beispiel zu nennen: Besteht der Rohstoff aus Celluloid und das Bindemittel aus in z. B. Aceton aufgelöstem flüssigem Celluloid, oder besteht er aus Acetylcellulose und das Bindemittel aus in Eisessig aufgelöster Acetylcellulose, so ist es gänzlich gleichgültig, ob für die Formgebung der herzustellenden stangenförmigen Büffelhornersatzrohlinge eine Anzahl zu Röhren verschiedener Weite gebogener Celluloid- bzw. Acetylceiluloseplatten exzentrisch ineinandergeschachtelt wird, worauf man die zwischen diesen Röhren verbleibenden Zwischenräume mit gefärbten Celluloid- bzw. Acetylcelluloseauflösungen ausfüllt, oder ob man zwischen die exzentrisch zusammengeschachtelten röhrenförmigen Blechschieber Mehl, Körner usw. aus Celluloid bzw. Acetylcellulosemasse einfüllt, die Schieber dann vorsichtig aus der äußersten Röhre herauszieht und nun Aceton-bzw. Eisessig in die als Form dienende, die Füllungshöhe überragende Außenröhre gießt, so daß diese Flüssigkeiten allmählich alle Hohlräume in den Celluloid- bzw. Acetylcellulosefüllungen ausfüllen und diese teils ganz auflösen, teils nur oberflächlich anweichen, jedenfalls ein Zusammenschließen zu einer einheitlich massiven Masse bewirken, ohne dabei die gewünschte unregelmäßige Lagerung der Schichten zu zerstören.
  • Was für dieses Beispiel gilt, hat auch seine Geltung, wenn als Ausgangsgut breiartige Stoffe gewählt und diese mit Flüssigkeiten, die gleichzeitig auflösend bzw. verbindend wirken, behandelt werden.
  • Werden bei der Ausführung des Verfahrens Blechschieber angewendet, so setzt man die gekurvt oder röhrenförmig gestalteten Blechschieber exzentrisch ineinandergeschachtelt in die Füllröhre ein, wobei zu beachten ist, daß die Blechschieber möglichst geringe Wandstärke und unregelmäßigen Querschnittsverlauf erhalten; die zwischen den Blechschiebern verbleibenden Hohlräume werden nun mit verschieden gefärbten, darunter auch weiß gefärbten Rohstoffmassen ausgefüllt, sei es, daß man die Rohstoffmassen eingießt, einschüttet oder einsetzt, je nachdem sie mehlartige bzw. körnige, breiartige oder plattenförmige Struktur haben. Stets müssen natürlich alle Hohlräume dabei ausgefüllt sein. Nach vollendeter Füllung der Röhre werden die*Einsatzschieber einzeln und vorsichtig herausgehoben, wobei sich infolge der unregelmäßigen Gestaltung des Schieberquerschnitts eine Verlagerung der Massen ergibt, welche die beabsichtigte Unregelmäßigkeit der Schichtung neben der durch die Schiebergestaltung angestrebten gleichen Bestimmung begünstigt. Nach dem Herausziehen der Schieber findet ein Zusammenpressen und Vereinigen der Einfüllstoffe statt, worauf das stangenförmige Endprodukt in Scheiben zerlegt und zu Knöpfen verarbeitet wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von gemusterten Stangen aus Kunsthornmasse, Kunstharz oder ähnlichen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß verschieden gefärbte und gestaltete Schichten der Rohstoffe mit zwar unregelmäßigen Oberflachen, jedoch im wesentlichen mit einer dem Längsverlauf des stangenförmigen Rohlings entsprechenden Formgebung unter Bildung von Hohlräumen teils zentrisch, teils exzentrisch innerhalb einer Form ineinandergeschachtelt und die entstandenen Hohlräume durch flüssige oder breiige Verbindungsmassen bis zur Entstehung massiver, homogener Stangenrohlinge ausgefüllt werden. a. Verfahren nach Anspruch i zur Erzeugung von Nachahmungen echter Büffelhornstruktur, dadurch gekennzeichnet, daß unter Zugeben von Binde- und Farbstoffmitteln vorbereitetes mehlartiges Kunsthornmaterial in Hohlräume zwischen in eine Formröhre eingesetzten röhrenförmigen Blechschiebern von unregelmäßigem Querschnittverlauf derart eingefüllt wird, daß in der Mitte oder nahe der Mitte der Röhre auch weiß gefärbte Stellen entstehen, worauf nach beendigter Füllung der Formröhre die Schieber aus ihr herausgezogen werden und das zurückbleibende Material zu einer Stange zusammengepreßt wird.
DEW81100D 1928-12-02 1928-12-02 Verfahren zur Herstellung von gemusterten Stangen aus Kunsthornmasse, Kunstharz oder aehnlichen Stoffen Expired DE538065C (de)

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DE (1) DE538065C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1047503B (de) * 1956-08-10 1958-12-24 Pfennig Schumacher Werke Durchgemusterter Kunststoffknopf

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1047503B (de) * 1956-08-10 1958-12-24 Pfennig Schumacher Werke Durchgemusterter Kunststoffknopf

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