DE69114263T2 - Vorrichtung zum auftragen von flüssigkeit. - Google Patents

Vorrichtung zum auftragen von flüssigkeit.

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Description

    Technisches Gebiet
  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auftragen eines flüssigen Beschichtungsmaterials, wie z.B. einer Glasschmelze oder Glasurmasse, als Dichtungsmaterial.
  • Stand der Technik
  • Fig. 8 der begleitenden Figuren zeigt in Seitenansicht eine teilweise geschnittene Farbkathodenstrahlröhre. Wie in Fig. 8 gezeigt, weist die Farbkathodenstrahlröhre einen Röhrenkörper 101 mit einem Trichter 101f und mit einer an einer fluoreszierenden Innenseite mit farbfluoreszierenden Materialien beschichteten Vorderplatte 101p auf. Eine offene Seite der Vorderplatte 101p ist mit der offenen Seite des Trichters 101f durch eine Glasurmasse 102 hermetisch dicht verbunden.
  • Die Glasurmasse 102 wird in Form einer Flüssigkeit aufgebracht. Fig. 9 der begleitenden Figuren zeigt die offene Seite des Trichters 101f. Wie In Fig. 9 gezeigt, wird die Glasurmasse durch Bewegen einer Düse zum Ausgeben der Glasurmasse auf die offene Seite des Trichters 101f von einer Position P als Startpunkt in Richtung eines Pfeils a, beispielsweise im Uhrzeigersinn in Fig. 9, bewegt. Wenn die Düse die Position P als Endpunkt erneut erreicht, wird die Düse gestoppt, wonach das gesamte offene Ende des Trichters 101f mit der Glasurmasse beschichtet ist. Wenn sich der Start- und der Endpunkt der Düse an der Stelle P überlappen, ist die Schicht der Glasurmasse an der Stelle P dicker als die Schichtdicke an den anderen Stellen der offenen Seite. Wenn versucht wird, das Überlappen der Glasurmasse an Start- und Endpunkt zu vermeiden, können Start- und Endpunkt so weit voneinander beabstandet werden, daß keine ausreichende Glasurmasseschicht zwischen ihnen liegt.
  • Wenn die Vorderplatte 101p mit dem Trichter 101f, wie in Fig. 8 gezeigt, verbunden wird, und die Glasurmasse auf diese Weise aufgebracht wurde, kann die hermetische Abdichtung in dem Bereich, in dem die Glasurmasse nicht ausreichend aufgetragen worden ist, beschädigt sein, was zu einem Bruch nach der Evakuierung des Röhrenkörpers führen kann. Wenn der Röhrenkörper bricht, wird seine Zuverlässigkeit vermindert, d.h. er kann explodieren oder der Vakuumgrad im Inneren kann erniedrigt werden.
  • Wenn die Glasurmasse an den sich überlappenden Schichten übermäßig stark aufgetragen wird, neigt sie dazu, bei der Verbindung zwischen Trichter 101f und Vorderplatte 101p herauszuquetschen. Da die austretende Glasurmasse nach dem Trocknen die Ursache für das Entstehen von Staub ist, ist es notwendig, die ausgetretene Glasurmasse zu entfernen.
  • Wenn die Länge der offenen Seite des Trichters 101f, d.h. die Länge des mit Glasurmasse zu beschichtenden Wegs, bei einer Kathodenstrahlröhre der 45-Zollgröße groß ist, ist es höchst uneffektiv, die Düse den gesamten Weg in einer Schleife entlang der offenen Seite des Trichters 101f entlangzuführen. Eine Lösung liegt darin, zwei Düsen von einem Startpunkt P&sub1; (vergleiche Fig. 10 der begleitenden Figuren) entlang verschiedener Wege, d.h., im Uhrzeiger- und im Gegenuhrzeigersinn, wie durch die Pfeile a, b gezeigt, zu bewegen, während die Glasurmasse aufgebracht wird, und das Aufbringen der Glasurmasse durch die Düsen an einem dem Startpunkt P&sub1; symmetrisch gegenüberliegenden Endpunkt P&sub2; abzubrechen. Allerdings weist dieser Beschichtungsprozeß ebenfalls die obengenannten Unregelmäßigkeiten an den Start- und Endpunkten P&sub1;, P&sub2; auf.
  • Es wurde vorgeschlagen, den oben beschriebenen Nachteil mit einer ersten und einer zweiten Düse 103, 104 zu beheben, wie in Fig. 11A lader begleitenden Figuren gezeigt, wobei die erste und die zweite Düse 103, 104 durch Zusammenführen ihrer offenen Enden verschlossen werden. Wie in Fig. 11B der begleitenden Figuren gezeigt, werden die Düsen 103, 104 geöffnet, wenn sie auseinander bewegt werden, um es einer zugeführten Glasurmasse zu erlauben, auszufließen oder auszutropfen. Die erste und die zweite Düse 103, 104 werden von dem Startpunkt P&sub1; (Fig. 10) im Uhrzeiger- und Gegenuhrzeigersinn bewegt, wie durch die Pfeile a, b, gezeigt, während sie die Glasurmasse aufbringen. Am Endpunkt P&sub2; werden die offenen Enden der Düsen 103, 104 verschlossen, wodurch das Aufbringen der Schmelze beendet wird, wie in Fig. 11A gezeigt. In Realität werden die erste und die zweite Düse 103, 104 jeweils einzeln durch unabhängige Automaten bewegt. Aufgrund der begrenzten mechanischen Genauigkeit usw. ist es äußerst schwierig, die Düsen in korrekter Ausrichtung zueinander zu halten und sie an einer gewünschten Stelle ohne Positionierfehler zu schließen, wie in Fig. 11A gezeigt. Auch bei diesem Verfahren kann die Glasurmasse nicht ohne unregelmäßige Schichten aufgetragen werden.
  • US-A-4 262 036 beschreibt eine Vorrichtung zum Auftragen von Flüssigkeit mit: einem Antrieb und einer ersten und einer zweiten Düse zum Aufnehmen von jeweiligen flüssigen Beschichtungsmaterialen; der Antrieb ist so aufgebaut, daß er unabhängig jeweils die erste und die zweite Düse trägt und die jeweiligen Düsen entlang verschiedener Wege über eine Oberfläche, auf die die flüssigen Beschichtungsmaterialen aufzutragen sind, bewegt. Wie bereits beschrieben, ist es sehr schwierig, eine präzise Ausrichtung der Düsen sicherzustellen, oder sie ohne Positionierfehler zu schließen.
  • Erfindungsgemäß wird eine Vorrichtung angegeben, zum Auftragen von flüssigen Beschichtungsmaterialien, wie z. B. verschiedene Klebstoffe, Farben oder eine Glasurmasse gleichförmig und effizient ohne Schichtunregelmäßigkeiten, wie z.B. beim Verbinden des Trichters und der Vorderplatte einer Kathodenstrahlröhre durch ein derartiges flüssiges Beschichtungsmaterial.
  • Beschreibung der Erfindung:
  • Wie in Fig. 1 gezeigt, die eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Auftragen von Flüssigkeit ist, und auch in Fig. 2, die eine Draufsicht der Vorrichtung darstellt, weist die Vorrichtung mindestens einen ersten und einen zweiten Automaten 1, 2 sowie eine erste und eine zweite, mit jeweiligen flüssigen Beschichtungsmaterialien versorgte Düse 3, 4 auf.
  • Der erste Automat 1 und der zweite Automat 2 sind so aufgebaut, daß sie die erste Düse und die zweite Düse jeweils unabhängig tragen und die jeweiligen Düsen entlang verschiedener Wege über eine Oberfläche 5 bewegen, auf die die flüssigen Beschichtungsmaterialien aufgetragen werden.
  • Die Vorrichtung ist dadurch gekenzeichnet, daß der erste Automat 1 zum Aufnehmen der zweiten Düse und gleichzeitigen Tragen der ersten Düse 3 und der zweiten Düse 4 konstruiert ist. Erfindungsgemäß sind weiterhin die erste und die zweite Düse 3, 4 verschlossen, wenn sie gegeneinander gehalten werden, und offen, wenn sie voneinander getrennt werden.
  • Die erste und die zweite Düse 3, 4 bewegen sich von einer ersten Position über die Oberfläche 5 jeweils entlang verschiedener Wege und treffen sich an einer zweiten Position, so daß die erste und die zweite Düse 3, 4 im Ganzen einem geschlossenen oder schleifenförmigen Weg folgen.
  • Bei der oben beschriebenen Anordnung werden die erste und die zweite Düse 3, 4 jeweils entlang verschiedener Wege über die Oberfläche 5 durch den ersten und den zweiten Automaten 1, 2 bewegt. Die Düsen 3, 4 wirken zusammen, um das flüssige Beschichtungsmaterial effektiv aufzubringen. Besonders da einer der Automaten, beispielsweise der erste Automat 1, in der Lage ist, beide Düsen gleichzeitig zu tragen, kann die Flüssigkeit durch den gemeisamen Automaten 1 an den Start- und Endpunkten des Flüssigkeits-Auftragprozesses aufgetragen werden. Dadurch können der Start- und der Endpunkt des Auftragprozesses zuverlässig in ihrer Position gehalten werden. Die Düsen 3, 4 können am Start- und am Endpunkt des Verfahrens ausgerichtet und geöffnet werden, so daß das Beschichtungsmaterial zuverlässig, gleichförmig und effektiv auf die Oberfläche 5 ohne Schichtunregelmäßigkeiten aufgetragen werden.
  • Kurzbeschreibung der Figuren:
  • Fig. 1 zeigt eine schematische Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung: Fig. 2 ist eine Draufsicht der Vorrichtung; Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht des Düsenträgers; Fig. 4 und 5 zeigen eine Vorder- bzw. Seitenansicht der Düsenkupplung des Düsenträgers; Fig. 6 ist eine Vorderansicht des Tragmodus der Düsenkupplungen; Fig. 7 zeigt eine Vorderansicht eines anderen Tragmodus der Düsenkupplungen; Fig. 8 ist eine Seitenansicht einer Kathodenstrahlröhre, teilweise in Schnittdarstellung, mit dem Auftragvorgang einer Flüssigkeit; Fig. 9 und 10 zeigen verschiedene Arten des Auftragens einer Schmelze; und Fig. 11A und 11B sind fragmentarische Schnittdarstellungen mit Düsen, die geöffnet und geschlossen werden.
  • Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung:
  • Nachfolgend wird anhand der Figuren 1 bis 7 eine erfindungsgemäße Ausführungsform einer Vorrichtung zum Auftragen von Flüssigkeit genau beschrieben. Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht mit Automaten der erfindungsgemäßen Vorrichtung, während Fig. 2 im wesentlichen eine Draufsicht mit den Automaten der Vorrichtung ist.
  • Bei der gezeigten Ausführungsform wird ein flüssiges Beschichtungsmaterial in Form einer Glasurmasse auf eine Oberfläche 5 einer offenen Seite eines Trichters 101f eines Kathodenstrahlröhrenkörpers aufgetragen. Ein erster und ein zweiter Automat 1, 2 werden auf einem Fundament 6 getragen, welches auch den Trichter 101f so trägt, daß sich die Oberfläche 5 in einer bestimmten Position befindet. Der Trichter 101f mit der Oberfläche 5 wird durch eine an einem Trichteranschlag 7 des Fundaments 6 anliegende Umfangskante an der offenen Seite positioniert. Der Kathodenstrahlröhrenkörper weist einen sich von dem Trichter 101f nach hinten erstreckenden Hals 101n auf, der durch einen Greifer 8 gehalten wird.
  • Der erste und der zweite Automat 1, 2 weisen jeweils Arme 11, 12 auf. Eine erste und eine dritte Düsenkupplung 21, 22 sind am Ende des Arms 11 des ersten Automaten angebracht, während eine zweite Düsenkupplung 22 am Ende des Arms 12 des zweiten Automaten 2 befestigt ist. Der erste und der zweite Automat 1, 2 sind so aufgebaut, daß die Arme 11, 12, d.h. die an den Armen 11, 12 befestigte erste, dritte und zweite Düsenkupplung 21, 23, 22 mindestens in einer horizontalen Ebene, d.h. einer x-y-Ebene bewegbar sind.
  • Wie in Fig. 3 gezeigt, welche eine Seitenansicht der Düsen und der Düsenträger ist, wird ein auf die Oberfläche 5 aufzutragendes flüssiges Beschichtungsmaterial, d.h. eine Glasurmasse, zu der ersten und der zweiten Düse 3, 4 zugeführt und strömt aus der ersten und zweiten Düse 3, 4 aus. Die erste und die zweite Düse 3, 4 weisen an den jeweiligen Enden von flexiblen Zuführröhren 33, 34 angebrachte, offene Endstücke auf, die zu einem gewissen Grad steif und vorzugsweise etwas weich sind. Die Düsen 3, 4 sind so angeordnet, daß ihre Endstirnflächen einander berühren können, und daß sie in flüssigdichter Weise verschlossen werden, wenn sie sich berühren.
  • Die Düsen 3, 4 werden durch jeweilige Düsenträger 53, 54 gehalten. der Düsenträger 53 weist einen Träger 53A auf, der die Düse 3 und die Zuführröhre 33 trägt, sowie eine Stange 53B, die auf einer Oberseite des Trägers 53A angebracht ist und deren Achse sich in einer durch den Pfeil x gekennzeichneten horizontalen Richtung erstreckt.
  • Genauso weist der Düsenträger 54 einen Träger 54A auf, mit einer Stange 54B, die an dessen Oberseite befestigt ist und deren Achse sich in Richtung x erstreckt. Der Düsenträger 54 weist weiterhin einen beweglichen Träger 54C auf, der die Düse 4 und die Zuführröhre 34 trägt, und der über eine kleine Strecke in Richtung x federnd bewegbar ist. Der bewegliche Träger 54C wird auf einer sich zwischen einem Paar von Armen 54C&sub1;, 54C&sub2; an der Unterseite des Trägers 54A erstreckenden Führungsstange 54D getragen, deren Achse sich in Richtung x erstreckt. Der bewegliche Träger 54C wird durch eine zwischen dem beweglichen Träger 54C und einem der Arme, beispielsweise dem Arm 54C&sub2; angeordneten Feder 54E federnd gehalten und ist durch einen Pneumatikzylinder bewegbar.
  • Die Stange 53B weist an ihrer Stirnseite beispielsweise einen Fortsatz 53F auf, während die Stange 54B eine Vertiefung 54F an ihrer Stirnseite zur Aufnahme des Fortsatzes 53F aufweist. Die Stangen 53B, 54B können miteinander entlang der gleichen Achse x ausgerichtet und verbunden werden, indem der Fortsatz 53F in die Vertiefung 54F eingeführt wird, wenn die Arme 11, 12 des ersten und zweiten Automaten 1, 2 bewegt werden.
  • Die Düsenträger 53, 54 werden durch die erste, die zweite und die dritte Düsenkupplung 21, 22, 23 gehalten, die auf den Armen 11, 12 des ersten und des zweiten Automaten 1, 2 befestigt sind.
  • Die Düsenkupplungen 21, 22, 23 werden in der Vorderansicht in Fig. 4 und in der Seitenansicht in Fig. 5 gezeigt. Wie in den Fig. 4 und 5 gezeigt, weist jede der Düsenkupplungen 21, 22, 23 ein Paar von federnd zueinander und voneinander wegbewegbaren Greiffingern 63a, 63b auf, zum Greifen einer der Stangen 53B, 54B in einer der darin definierten Nuten 71, 72, 73.
  • Wie in Fig. 2 gezeigt, weisen die Automaten 1, 2 jeweilige Kameras 81, 82 auf.
  • Indem die Düsenträger 53, 54 durch die erste und die zweite Kupplung 21, 22 erfaßt und getragen werden, dienen die Automaten 1, 2 dazu, die Düsen 3, 4 jeweils im Uhrzeiger- und Gegenuhrzeigersinn in Richtung der Pfeile a, b (vergleiche Fig. 10) von der Position P&sub1; über die Oberfläche 5a der offenen Seite des beispielsweise auf dem Fundament 6 getragenen Trichters 101f zu der anderen Position P&sub2; zu bewegen, d.h entlang von verschiedenen Wegen.
  • Die Automaten 1, 2 weisen auch eine Düsenübertragungsfunktion auf, um die Düsen 3, 4 zwischen einem Modus zu übertragen, in dem die Düsen 3, 4 einander berühren und verschlossen sind, wobei die erste und die dritte Kupplung 21, 23 des ersten Automaten 1 die Stangen 53B, 54B der Düsenträger 53, 54 an den ent sprechenden Nuten 71, 73 halten und einem Modus, in dem die dritte Düsenkupplung 23 gelöst ist und die zweite Düsenkupplung 22 des zweiten Automaten 2 die Stange 54B an der Nut 72 ergreift und trägt, so daß die Düsen 3, 4 unabhängig voneinander bewegt werden können, wenn sich der erste und der zweite Automat 1, 2 bewegen.
  • Nachfolgend wird ein Verfahren zum Auftragen einer Schmelze als flüssiges Beschichtungsmaterial auf die offene Seite des Trichters 101f mit der Vorrichtung beschrieben. Der Trichter 101f ist in einer bestimmten Stellung in das Fundament 6 eingesetzt. Zu diesem Zeitpunkt werden die Düsen 3, 4 durch die Düsenträger 53, 54 in der anderen Position P&sub2; gehalten. Die äußeren Enden der Düsen 3, 4 berühren einander und sind verschlossen, um ein Austreten des flüssigen Beschichtungsmaterials zu vermeiden. Der Tricher 101f wird in dem Fundament 6 durch ein Berührelement (nicht dargestellt) des Fundaments 6 in Stellung gehalten, welches gegen eine äußere Umfangsfläche des Trichters 101f angrenzt, sowie durch den Trichteranschlag 7 und den Greifer 8, der den Hals 101n ergreift.
  • Die Stellung, die Form usw. des Trichters 101 sowie die Oberfläche 5 werden durch die Kameras 81, 82 der Automaten 1, 2 gemessen, wobei die gemessenen Daten beispielsweise in einem Computer gespeichert werden.
  • Dann werden die in der anderen Position durch die erste und die dritte Düsenkupplung 21, 23 gehaltenen Düsen 3, 4 gehalten, während sie sich berühren und verschlossen sind. Genauer gesagt werden die Stäbe 53B, 54B der Düsenträger 53, 54 durch die Düsenkupplungen 21, 23 des ersten Automaten an den jewelligen Nuten 71, 73 (Fig. 3) ergriffen und gehalten, wie in Fig. 6 gezeigt, so daß die Stäbe 53B, 54B durch den gleichen Automaten 1 gehalten werden. Während die Düsen 3, 4 zueinander in einer bestimmten Stellung ohne Versatz und damit Lecken des flüssigen Beschichtungsmaterials gehalten werden, werden die Düsen 3,4 zu dem Startpunkt P&sub1; gebracht, wie in Fig. 10 gezeigt. Dann ergreift die Düsenkupplung 22 des zweiten Automaten den Stab 54B an der zweiten Nut 72 und die dritte Düsenkupplung 23 des ersten Automaten 1 löst den Stab 54B. Der erste und der zweite Automat 1, 2 trennen nun die Düsen 3, 4 voneinander, wodurch die Düsen 3, 4 geöffnet werden, wie in Fig. 7 gezeigt. Der erste und der zweite Automat 1, 2 werden auf Grundlage der gespeicherten Daten in Abhängigkeit von der Position, der Form etc. der Oberfläche 5, d.h. dem offenen Ende des Trichters 101f betätigt (bewegt), um jeweils die Düsen 3,4 in Uhrzeiger- und Gegenuhrzeigersinn in Richtung der Pfeile b, a - wie in Fig. 10 gezeigt - zu dem symmetrischen Endpunkt P&sub2; zu bewegen, wo sich die Düsen 3, 4 erneut berühren. Zum berührenden Eingriff der Düsen 3, 4 werden die Stäbe 53B, 54B der Düsenträger 53, 54 entlang der Achse x zueinander bewegt, bis der Fortsatz 53F in die Vertiefung 54F eindringt. Die offenen Enden der Düsen 3, 4 werden federnd gegeneinander unter der Elastizität der Feder 54E des Düsenträgers 54A in Richtung x gehalten.
  • Unter dieser Bedingung wird der Stab 54B des Düsenträgers 54 durch die dritte Düsenkupplung 23 erneut ergriffen und gehalten und die Düsenkupplung 22 des zweiten Automaten 2 gelöst. Sowohl die zweite Düse 4 als auch die erste Düse 3 werden durch den ersten Automaten 1 gehalten, so daß die erste und die zweite Düse 3, 4 nicht relativ zueinander in Richtung der Pfeile x, y, z bewegbar sind. Dann werden die Düsen 3, 4 durch den ersten Automaten 1 in eine andere Stellung bewegt.
  • Danach wird der Trichter 101f, auf den das flüssige Beschichtungsmaterial, d.h. die Glasurmasse, aufgebracht worden ist, durch einen anderen Automaten in einen anderen Bereich gebracht und temporär gebacken. Die in Fig. 8 gezeigte Vorderplatte 101p wird auf den Trichter 101f in Ausrichtung mit diesem aufgelegt und beide werden zum Erzeugen einer Schmelzdichtung dazwischen gebacken.
  • Erfindungsgemäß werden die Düsen 3, 4 kurz vor und nach dem Aufbringen des flüssigen Beschichtungsmaterials durch die Düsen 3, 4 durch den gemeinsamen ersten Automaten gehalten. Wenn das Aufbringen des Beschichtungsmaterials beginnt oder gestoppt wird, sind demnach die Düsen 3, 4 nicht relativ zueinander versetzt, sondern bleiben zuverlässig zueinander ausgerichtet. Die Düsen 3, 4 können das Beschichtungsmaterial gleichförmig ohne übermäßigen oder ungenügenden Flüssigkeitsauftrag auch an den Start- und Endpunkten des Flüssigkeits-Auftragprozesses durchführen.
  • Bei oben beschriebener Ausführungsform wird die Erfindung auf die Vorrichtung zum Aufbringen eines Schmelzdichtungsmaterials auf den Trichter 101f des Kathodenstrahlröhrenkörpers angewandt. Die Erfindung ist auch für das gleichförmige Aufbringen von anderen flüssigen Beschichtungsmaterialien einschließlich Klebstoffen, Farben etc. anwendbar.
  • Wie oben beschrieben, wird das flüssige Beschichtungsmaterial auf die Oberfläche 5 aufgetragen, während die erste und die zweite Düse 3, 4 durch den ersten und den zweiten Automaten 1, 2 bewegt werden. Wenn die Düsen 3, 4 mit dem Auftragen des Beschichtungsmaterials beginnen oder stoppen, werden sie durch den gleichen Automaten gehalten. Dadurch wird ein gegenseitiger Versatz der Düsen 3, 4 vermieden. Die Düsen 3, 4 können zuverlässig das flüssige Beschichtungsmaterial ohne unerwünschten Flüssigkeitsverlust oder ungenügenden Flüssigkeitsauftrag auftragen. Da die Düsen 3, 4 entlang einer Schleife in verschiedene Richtungen bewegt werden, kann ein Glasur- oder Schmelzdichtungsmaterial effizient und gleichförmig auf den Trichter einer Kathodenstrahlröhre mit großen Abmessungen, beispielsweise im 45-Zoll-Format, aufgebracht werden. Als Ergebnis ist die Kathodenstrahlröhre, auf die das Schmelzdichtungsmaterial derart aufgetragen worden ist, sehr zuverlässig.

Claims (3)

1. Vorrichtung zum Auftragen von Flüssigkeit, mit
mindestens einem ersten Automaten (1) und einem zweiten Automaten (2); und mit
mindestens einer ersten Düse (3) und einer zweiten Düse (4) zum Aufnehmen von jeweiligen flüssigen Beschichtungsmaterialien;
wobei der erste Automat die erste Düse und der zweite Automat die zweite Düse unabhängig voneinander tragen und entlang von verschiedenen Wegen über eine Oberfläche (5) bewegen, auf der die flüssigen Beschichtungsmaterialien aufgetragen werden;
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Automat zum Aufnehmen der zweiten Düse und gleichzeitigen Tragen der ersten und der zweiten Düse konstruiert ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Düse (3) und die zweite Düse (4) verschlossen sind, wenn die Düsen gegeneinander gehalten werden, und offen sind, wenn die Düsen voneinander getrennt werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Düse (3) und die zweite Düse (4) von einer ersten Stellung aus über die Oberfläche (5) entlang von jeweils verschiedenen Wegen in eine zweite Stellung bewegbar sind, in der die erste und die zweite Düse einander berühren, so daß im Ganzen ein geschlossener Weg gebildet wird.
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