DE689999C - Verfahren zur Herstellung druckfaehiger Gelatinereliefs - Google Patents

Verfahren zur Herstellung druckfaehiger Gelatinereliefs

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DE689999C
DE689999C DE1933I0047798 DEI0047798D DE689999C DE 689999 C DE689999 C DE 689999C DE 1933I0047798 DE1933I0047798 DE 1933I0047798 DE I0047798 D DEI0047798 D DE I0047798D DE 689999 C DE689999 C DE 689999C
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DE
Germany
Prior art keywords
gelatin
silver
reliefs
colored
production
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Expired
Application number
DE1933I0047798
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English (en)
Inventor
Dr Walter Frankenburger
Dr Georg Roessler
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/004Photosensitive materials
    • G03F7/06Silver salts

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung druckfähiger Gelatinereliefs Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Gelatineätzreliefs, die zur Herstellung einer beliebigen Anzahl Bilder durch ein Absaugverfahren, z. B. nach Art des mit Quellreliefs arbeitenden Pinatypieverfahrens, geeignet sind und sich besonders durch die gute Wiedergabe der Halbtöne auszeichnen.
  • Die Reliefs werden in einer I-Ialogensilbergelatineschicht erzeugt, die komplementär zu ihrer spektralen Empfindlichkeit gefärbt ist und in gleichmäßiger feiner Verteilung einen das Halogensilber nicht beeinflussenden Festkörper enthält. Als Träger der Halogensilberemulsionsschicht eignen sich alle bekannten wasserfesten Schichtträger, z. B. aus Celluloid, Celluloseacetat, lackiertem Cellulosehydrat, Polyvinylchlorid, Polyakrylsäureester u. dgl.
  • In den beschriebenen Halogensilbergelatineschichten wird in beliebiger Weise (durch Kopie, direkte Aufnahme in der Kamera) ein latentes Bild erzeugt, nach dem üblichen Verfahren ohne Gerbung @cntwickelt und danach durch die bekamite Ätzung mit einer Lösung von Wasserstoffsuperoxyd,. Ammonpersulfat .o. dgl. ein positives Relief hergestellt.
  • Die Anwendung der bekannten Wasserstoff -superoxydätzung auf die bisher verwendeten normalen Emulsionsschichten ergibt Reliefs, die verschiedene Mängel aufweisen. So ist z. B. die. Gradation der aus diesen Schichten hergestellten Ätzreliefs zu hart, ebenso ist die Wiedergabe feinster Einzelheiten unbefriedig end.
  • Bei Verwendung von Halogensilbergelatineschichten der beschriebenen Art dagegen ergibt die Ätzung mit Wasserstoffsuperoxyd oder dergleichen Ätzreliefs, die diese Mängel nicht zeigen. Nur dadurch, daß die Halogensilbergelatineschichten komplementär zu ihrer jeweiligen spektralen Empfindlichkeit angefärbt werden, ist in dem entwickelten Silberbild vor der Ätzung die Verteilung des Silbers eine solche, daß die Ätzung ein Ätzrelief mit guter Gradation ergibt.
  • Die Anwesenheit des fein verteilten festen Körpers bringt deal Vorteil mit sich, daß das beim Ätzprozeß entstehende positive Gelatinerelief auch die feinsten Einzelheiten des entwickelten Silberbildes wiedergibt. Ohne diesen zur Füllung der Schicht dienenden Festkörper weiden Bildpartien von zarter Tönung oder geringer Flächenausdehnung vielfach zu weitgehend angegriffen.
  • ,Die zur Herstellung der Ätzrelicfs dienenden Schichten können entweder weiße oder farblose Pigmente als Festkörper und daneben lösliche Farbstoffe zur Erzielung der gewünschten Anfärbtmg der Schicht enthalten, oder aber ein geeignetes farbiges feiest verteiltes Pigment kann sowohl die Aufgabe des Füllens wie des Anfärbens der Schicht gleichzeitig erfüllen. Im ersten Fall können z. B. blauempfindliche Emulsionsschichten mit Naphtholgelb, Akridngelb G oder Chrysophenin, grünempfindliche mit Benzolichtrot angefärbt sein, während als Festkörper Bariumsulfat, Aluminiumoxyd, Kieselsäure oder andere das Halogensilber nicht beeinflussende weiße oder farblose Pigmente in feinster Verteilung dienen. Die Zusätze können getrennt bereitet und nachträglich der gußfertigen Emulsion einverleibt oder auch in der Emulsion bei ihrer Herstellung ausgefällt werden.
  • Will man die Färbung und Füllung der Schicht mit Hilfe. eines einzigen Stoffes erreichen, so müssen Pigmente ausgewählt werden, die vollständig wasserunlöslich und unempfindlich gegen schwache Säuren und Alkalien sind, weil bereits durch geringste Spuren von gelöstem Pigment bzw. dessen Zersetzungsstoffen die Empfindlichkeit der lichtempfindlichen Schicht erstlich gefährdet wird. Für das vorliegende Verfahren sind alle Pigmente geeignet, die diesen Bedingungen genügen und die erforderlichen optischen Eigenschaften aufweisen, also komplementär zur spektralen Empfindlichkeit der Schicht liegen. Beispielsweise werden genannt schwer lösliche Farblacke organischer Farbstoffe, die als Fanalfarben bekannten Komplexsalze aus basischen Triphenylniethan-oder lanthenfärbstoffen mit Phosphor-Wolfram-Molybdän-Salzen (Schultz, Farbstofftabellen, ;.Auflage, z. Band; Seite io9).
  • Eine blauempfindliche Halogensilberemulsionsschicht kann beispielsweise mit feiest verteiltem Hansegelb oder Fanallack von Citroflavin angefärbt werden. Für rotempfindliche Emulsionen ist u. a. feiest verteilter Indigo als gefärbter Feststoff gut geeignet. Bei panchromatischen Emulsionsschichten lassen sich geeignete Reliefs durch Zusatz von feiest verteiltem Lampenruß erzielen: Selbstverständlich können :neben den farbigen Pigmenten gegebenenfalls auch -noch farblose Füllsubstanzen gleichzeitig einverleibt werden.
  • Vorteilhaft werden die Pigmente durch mechanische Zerkleinerung oder durch Zusatz von geeigneten Netzmitteln so fein verteilt; däß sie eine homogene, nach dem Ausfixieren klar durchsichtige Anfärbung der Emulsionsschicht ergeben. Zweckmäßig wird eine solche Verteilung angestrebt, daß die Teilchen eine Teilchengröße bevorzugt unter o,5 u. besitzen. Die Zusatzmengen an Festkörpern können je nach der Art des gewählten Pigmentes innerhalb weiter Grenzen abgeändert werden. Beispielsweise ergeben Zusätze von 5 bis 2o Gewichtsprozent Bariumsulfat, bezogen auf die trockene Emulsion (entsprechend o,5 bis a Gewichtsprozent bezogen auf die nasse gußfertige Emulsion), gute Resultate.
  • Die Herstellung von Ätzreliefs aus pigmenthaltigen Halogensilberemulsionen ist an sich schon lange vorgeschlagen worden, doch dienten dabei die Pigmente zum Bildaufbau, indem mehrere Schichten aus verschieden gefärbten Pigmentreliefs übereinander gebracht wurden. Über die Beeinflussung der Güte der Reliefs durch die Pigmente bestimmter spektraler Zuordnung zur Schichtempfindlichkeit ist bisher jedoch nichts bekannt.
  • Die Dicke der Emulsionsschicht darf mit Rücksicht auf die Druckfähigkeit nicht allzu groß sein. Besonders geeignet sind Schichten von höchstens iot, Dicke.
  • Die Ätzung erfolgt mit Lösungen von Wasserstoffsuperoxyd, Ammonpersulfat o. dgl. Zur Herstellung einer beliebigen Anzahl von Bildern werden die in der beschriebenen Weise hergestellten Ätzreliefs mit Farbstofflösungen getränkt und die so eingefärbten Reliefs auf ein feuchtes Gelatinepapier abgedruckt. .Hierzu eignen sich alle wäßrigen Farbstofflösungen, die von den Reliefs angenommen und auf die zu bedruckenden Gelatineflächen gut übertragbar sind.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung druckfähiger Gelatinereliefs, wobei in einer Halogensilbergelatineschicht ein latentes Bild erzeugt wird, ,dieses zu einem Silber-Bild entwickelt und mit Wasserstoffsuper-Oxyd o. dgl. geätzt wird, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Halogensilbergelatine, die einen das Halogensilber nicht beeinflussenden Festkörper in feiner Verteilung enthält und komplementär zu ihrer spektralen. Empfindlichkeit gefärbt ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Halogensilbergelatineschicht, die einen lösliehen Farbstoff und einen nichtfarbigen Festkörper enthält.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Halogensilbergelatineschicht, die einen gleichzeitig die Anfärbung ergebenden farbigen Festkörper in feinster Verteilung enthält. q. Verfahren nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung von Festkörpern, deren Teilchen eine Teilchengröße von bevorzugt unter o, 5 #t besitzen.
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