DE689510C - Verfahren zum Herstellen von fuer Filterzwecke geeigneter Holzwolle - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von fuer Filterzwecke geeigneter Holzwolle

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DE689510C
DE689510C DE1937C0053356 DEC0053356D DE689510C DE 689510 C DE689510 C DE 689510C DE 1937C0053356 DE1937C0053356 DE 1937C0053356 DE C0053356 D DEC0053356 D DE C0053356D DE 689510 C DE689510 C DE 689510C
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DE
Germany
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wood wool
alkaline
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gravel
filter
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Expired
Application number
DE1937C0053356
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Anton Michels
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Chemische Fabrik Budenhiem KG
Original Assignee
Chemische Fabrik Budenhiem KG
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D39/00Filtering material for liquid or gaseous fluids
    • B01D39/14Other self-supporting filtering material ; Other filtering material
    • B01D39/16Other self-supporting filtering material ; Other filtering material of organic material, e.g. synthetic fibres
    • B01D39/18Other self-supporting filtering material ; Other filtering material of organic material, e.g. synthetic fibres the material being cellulose or derivatives thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Filtering Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von für Filterzwecke geeigneter Holzwolle Zum Abtrennen der mittels alkalisch reagierender Stoffe aus Rohwasser ausgefällten Härtebildner bedient man sich vorzugsweise der Kiesfilter, weil die Kiesfüllung nicht nur ein verhältnismäßig billiges Material darstellt, sondern .auch durch fdie mehr oder weniger alkalisch reagierenden heißlen lenthärteten Wässer kaum merklich angegriffen wird. Es ist auch bekannt, Holzwollefilter zu dem gleichen Zweck zu verwenden, jedoch hat die Holzwolle als filterndes Material den großen Nachteil, daß organische Stoffe an das W.asser abgegeben werden, denen Menge mit der Dauer der Benutzung ständig steigt und welche nicht nur zu einer Verfärbung des Wassers, sondern .auch zu starker Schaumneigung führen, die bei vielen Kessielkonstruktionen sich lästig und betriebserschwerend auswirkt.
  • Versuche, mit Hilfe von Alkalien dt'rch vorbereitendes Auskochen der Holzwolle die in schwach alkalischem Wasser löslichen organischen Bestandteile zu entziehen, so insbesondere die im Holz eingebetteten Harznester, haben, wie ausgiebige Versuche z,eigten, nicht den zu gerwartlenden Erfolg gebracht.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren, das es ermöglicht, die Holzwolle ohne Nachteile zu derartigen Filtrationen verwenden zu können. Dabei ergibt sich der Vorteil, daß die Holzwolle im Gegensatz zu Kies keinerlei Anforderungen hinsichtlich gleichmäßiger Körnung des Materials stellt und außerdem jederzeit viel einfacher als Kies auswechselbar ist.
  • Überraschenderweise hat es sich herausgestellt, daß die Holzwolle gegenüber heißen, innerhalb der üblichen Grenzen schwach alkalischen Speisewässern vollkommen bleständig und unangreifbar wird, wenn man innerhalb und auf der Oberfläche der Holzwollefaser eine Fällung von in alkalischem Wasser unlöslichen Niederschlägen erzeugt, wie z. B.
  • Carbonate, Oxalate oder Phosphate, insbesondere der Erdalkalisalze, Calcium- und Barium. Vorteilhaft arbeitet man hierbei in der Weise, daß man die Holzwolle zunächst mit einer Lösung eines Stoffes behandelt, der mit Erdalkaliionen schwer- oder unlösliche Verbindungen bildet. Hierfür kommen z. B. Lösungen von Kaliumoxalat oder den verschiedenen Alkaliphosphaten in Betracht.
  • Hierauf behandelt man die Holzwolle mit einer schwachen Lösung eines Erdalkalisalzes, wie z.B. Chiorharium.
  • Als besonders vorteilhaft hat sich die Verwendung solcher fallender Stoffe, die zugleich alkalisch reagieren, zur Vorbehandlung der Holzwolle ergeben, weil hiermit außerdem eine gewisse oberflächliche Vorreinigung des Materials erzielt wird. Man verfährt zu diesem Zweck so, daß man die Holzwolle zuerst mit einem derartigen schwach alkalisch reagierenden Stoff in der Wärme behandelt, die alkalische Flüssigkeit ablaufen läßt und die gut abgetropfte Holzwolle sodann in eine schwache Lösung von z. B. Chlorcalcium einträgt. Man erzeugt auf diese Weise in allen öffnungen der Holzwolle und auf dieser festhaftenden Niederschläge, welche einen Zutritt des heißen alkalischen Speisewassers zu der organischen Substanz so weitgehend verhindern, daß organische Substanz nicht in Lösung gehen kann. In der Regel genügt es, eine solche Behandiungsweise nur einmal vorzunehmen. Ist das Speisewasser jedoch für empfindliche Hochleistungskessel blestimmt, wird man den Vorgang noch ein- oder zweimal wiederholen, d. h. die von der Chlorcakiumbehandlung kommende Holzwolle nochmals in eine Lösung des alkalisch reagierenden Fällungsmittels einlegen und erneut mit der Chlorcalciumlösang behandeln. Zum Schluß wird die Holzwolle mit frischem Wasser, welches übliches hartes Rohwasser sein kann, gründlich ausgewaschen und sodann in den Reiniger eingesetzt. Man kann aber auch die so Vorbereitete Holzwolle, z. B. mittels warmer Luft, trocknen, in Balken pressen und so zum Versand bringen. Die Holzwollefaser neigt in keiner Weise zum Brüchigwerden, so daß der Ballen mühelos ohne Schädigung der H olzwollefaser auseinandergenommen werden kann. In Betrieb quillt die Faser wieder genügend weit durch, so daß sich die Holzwolle auch nach vorhergehender Trocknung doch wiederum in das Filterbett gleichmäßig eindrücken läßt.
  • Beispiel Holzwolle wird zunächst für eine halbe bis eine ganze Stunde bei 90 bis 1000 in eine Lösung eingelegt, welche 1 ( Na8 P 04 lenthält. Nach Ablassen der Phosphatlösung wird auf die Holzwolle eine Lösung gepumpt welche I9/o Carl. enthält. Nach wiederum /2- bis Istündiger Einwirkung bei 90 bis I00 wird die Flüssigkeit abgelassen und die Holzwolle mit frischem Wasser ausgespült.
  • Gegebenenfalls wird der Vorgang wiederholt.
  • Ein besonderer Vorteil der Holzwollfilter gegenüber Kiesfiltern besteht darin, daß man die ersteren im Gegensatz zu Kiesfiltern praktisch ebenso leicht von oben nach unten wie von unten nach oben von dem zu reiiiigenden Wasser durchströmen lassen kann, während Kiesfilter vom Wasser in der Regel von oben nach unten durchflossen werden. Hierbei setzt sich auf der Oberschicht des Filters eine Schlammschicht ab, die innerhalb kurzer Zeit auch in die Porung des Kiesfilters eindringt, wodurch der Filterwiderstand je nach Belastung des Filters in wenigen Stunden oder wenigen Arbeitsschichten derart ansteigt, daß eine Fortsetzung der Filterung unmöglich wird. Daher ist es notwendig, Kiesfilter in regelmäßigen Zeitabständen zu spülen, d. h. den Filterkies sauber zu waschen. Die hierzu erforderlichen Vorrichtungen verteuern lein Kiesfilter ganz ungemein, machen es im übrig gen notwendig, daß das Kiesfilter regelmäßig überwacht und bedient wird.
  • Bei der Verwendung eines Holzwollefilters, welches von dem zu reinigenden Wasser von unten nach oben durchflossen wird, dringen wohl auch Schlammassen in die Poren zwischen den Holzwollefasern ein, die Hauptmasse des Schlammes bleibt jedoch an der Unterseite hängen und fällt von Zeit zu Zeit, z.B. während der Betriebsstillstände. nach unten ab. Eine Spülung derartiger Filter hat sich nicht als notwendig erwiesen, trotzdem die Holzwolieschicht an sich viel niedriger ist als die Kies schicht. Selbst bei stark belasteten Filtern braucht die gemäß der Erfindung behandelte Holzwolle nur in längeren Zeiträumen ausgewechselt zu werben Die Filter gemäß der Erfindung können auch zur Filtration verdünnter Natronlauge, wie sie durch Umsetzen von gebranntem Kalk mit Soda gewonnen wird, oder zur Filtration der Aluminatlaugen von Rotschlamm bei dem alkalischen Aufschluß von Bauxit verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen von für Filterzwecke geeigneter Holzwolle. insbesondere zum Abtrennen von Härtebildnserflocken aus mit alkalisch reagierenden Stoffen enthärtetem Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß man die Holzwolle zunächst mit Stoffen, die mit Erdalkaliionen schwerlösliche Verbindungen bilden, und dann mit Lösungen von Erdalkalisalzen behandelt.
DE1937C0053356 1937-11-11 1937-11-11 Verfahren zum Herstellen von fuer Filterzwecke geeigneter Holzwolle Expired DE689510C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1109298B (de) * 1954-11-13 1961-06-22 Faudi Feinbau G M B H Trennvorrichtung fuer wasserhaltige Treibstoffe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1109298B (de) * 1954-11-13 1961-06-22 Faudi Feinbau G M B H Trennvorrichtung fuer wasserhaltige Treibstoffe

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